Neuer Volksbund Präsident

  • Tag allerseits,


    nun ist der Präsident des Volksbundes zurückgetreten. Das Problem des Volksbundes: seine Finanzierung. Die Bundesrepublik braucht das Geld für "andere Dinge", der Volksbund bekommt nur Brosamen ab!
    ...Im vergangenen Jahr verzeichnete er Einnahmen von 50,4 Millionen Euro. Fast drei Viertel der Einnahmen stammen aus Spenden, Nachlässen und Sammlungen, der Rest von der Bundesregierung sowie ein kleiner Teil von den Bundesländern.


    Die Veröffentlichung in BILD ist in der Tat sehr aufschlussreich!


    http://www.bild.de/politik/inl…urueck-47950124.bild.html


    Noch DEUTLICHERES kann man hier nachlesen:


    https://www.welt.de/politik/ar…nach-Intrige-zurueck.html


    Gruß
    Bert

    Edited 2 times, last by Jahrgang39 ().

  • Hallo Bert,


    eine absehbare Entscheidung, die Meckel'schen Visionen mit gnadenlosem Umbau zur volkspädagogischen Täterforschungsinstitution sind damit gestoppt. Es kehrt wieder Ruhe ein, die ursprüngliche Arbeit mit Versöhnung über den Gräbern kann weitergehen. Keine Täterkennzeichnungen der Gräber mehr, keine Schuldhinweisschilder mehr, für 500.000€ pro Friedhof.


    Ich freue mich und kann erneut Mitglied werden
    Gruß
    Udo

  • Hallo Udo,


    hier im Forum gilt bekanntlich eine Pflicht zur Kennzeichnung der verwendeten Quellen. Du kannst doch sicherlich Belege dafür anbringen, dass Herr Meckel auf den vom Volksbund gepflegten Friedhöfen "Schuldhinweisschilder für 500.000 Euro pro Friedhof" aufstellen lassen wollte? Wenn das so wäre, fände ich das auch bedenklich. Wenn Deine Behauptung dagegen nicht belegt werden kann, fände ich dagegen das bedenklich - tendenziösen Unfug an der Grenze zur üblen Nachrede möchte ich in unserem Forum nämlich nicht lesen!


    Und Bert:


    Bei all dem Jammern muss man doch einmal darauf hinweisen, dass sich der Volksbund immerhin eine nach B5 besoldete Generalsekretärin leistet, die mithin - bei aller finanziellen Zurückhaltung des Staates gegenüber dem Volksbund - aus Steuermitteln finanziert wird, auch wenn sie sich offenbar nicht an die Vorgaben der Satzung hält. Aber wenn man Schily heißt, ist man natürlich auch mit geisteswissenschaftlichem Studium per se für Führungsaufgaben im öffentlichen Dienst prädestiniert - wer würde sich auch bei dieser Herkunft mit nachrangigen Vollzugsaufgaben im Innendienst zufrieden geben!? Das einzig amüsante an dem höchst traurigen Schauspiel, das den Volksbund nachhaltig schädigen wird (wer wird diese Position noch einnehmen wollen, um dann in der Folge unter der eigenen Generalsekretärin Schily reine "Repräsentationsaufgaben" wahrzunehmen?) ist, dass sich hier der links-grüne Adel untereinander beharkt, wobei die Westfraktion offenbar die Oberhand über die Ostfraktion gewonnen hat. Wen wundert's?


    Horrido,
    Marcus

    Inter arma enim silent leges (Unter den Waffen schweigen nämlich die Gesetze) Cicero
    - suche alles zur 353. I.D., insb. zum PiBtl 353 und zur KG 353 I.D. "Böhm" -

    Edited 2 times, last by MHR ().

  • Hallo Markus,


    ich möchte keine weiteren Internas breittreten, die bereits geposteten Links sollten für sich sprechen:
    Für die einen war der Sturz eine böse Intrige einer kleinen gewissenlosen Verschwörerclique,
    für andere war es das längst überfällige Entmachten eines völlig rastlos agierenden Pazifisten.


    Sollen wir uns hier ernsthaft drüber unterhalten, was da so auf den Schildern stehen sollte, die "informieren" sollen?
    Wenn Du dich mit dem Thema beschäftigen würdest, wäre dir die militant pazifistische Reformspur des Herrn Meckel
    nicht verborgen geblieben. Alles wurde gnadenlos weichgespült - Liedergut, Straßennamen, Trauerveranstaltungen - in jeder Stadt erfolgte der Handschlag
    mit linksradikalen Vereinen. Für meinen Geschmack einfach nur empörend, borniert und anmaßend - der pädagogische Umbau eines eifernden Pazifisten.


    Quote

    Meckel will „dringend notwendige Reformen“ umsetzen. Ein Beispiel: Für neue Schilder auf 60 Kriegsgräberstätten sollen 1,4 Millionen Euro investiert werden. Da die „Erlebnisgeneration“ aussterbe, müsse man sich neben der Gräberfürsorge noch stärker auf „Informieren und Gedenken, auf Jugendarbeit“ ausrichten, fordert Meckel. Doch die Landesverbände haben das Projekt gestoppt. Sie haben eine Haushaltssperre verhängt. Meckel findet das „verheerend“. Die Reformen würden „behindert“ werden, kritisiert er.


    volksstimme.de...


    Gruß
    Udo

  • Moin Bert,


    die von Dir eingestellten Pressemitteilungen sind möglicherweise wie Du sagst "aufschlussreich". In beiden Artikeln kommt Meckel m. E. aber eher gut weg!


    Insofern kann ich Udos Sichtweise nicht nachvollziehen, freue mich aber, dass er dem Volksbund wieder die Treue hält.


    @ Udo: Denk mal nach: 20.000€pro Kriegsgräberstätte scheint mir für Informationen für die, die nicht wissen, wer da warum liegt, weil UNSERE Generation es versäumt hat, es Ihnen zu sagen, absolut realistisch, wenn nicht gar angemessen.


    Die von Dir zitierte "Volksstimme" stützt leider in keiner Hinsicht Deine Intrpretation.



    Kopfschüttelnd,
    Justus

  • Hallo Justus,


    im Gegensatz zu dir ist mir bekannt, was denn da so "erzieherisch" und bußgerecht erstmals seit 97 Jahren auf den schönen Schildern stehen sollte.
    Von daher wirst du mir meine hämische Freude nicht nehmen können ;)
    Den Vergrabenen bleibt die Titulierung "feldgraues Pack" gottlob erspart, nur das zählt


    Gruß
    Udo

  • Tag allerseits,


    Justus wies darauf hin, dass Meckel in den Presseveröffentlichungen "eher gut weg kam."
    Meckel mag zwar eine etwas schwierige Person sein, aber er hatte ein Manko: Er war nicht gut in einer politischen Connection eingebunden; das führte zu seinem "Abgang:" Bedauerlich, dass der Volksbund massiv "politisch gesteuert" wird. Da bringt man z.B. eine Verwandte von Schilly unter, des hoch bewerteten Posten wegens. Da scheint - trotz der Finanznot und des Bettelsystems - einiges im Argen zu sein!


    Grüße
    Bert

  • Hallo,


    Quote

    Da scheint - trotz der Finanznot und des Bettelsystems - einiges im Argen zu sein!


    wie in vielen anderen Großvereinen oder -verbänden, macht der Volksbund hier sicher keine Ausnahme.


    Es ist dort überall das Selbve: der Organisation wird als Verein nach Vereinsrecht gegründet und betrieben. Irgendwann kommt der Zeitpunkt wo der Verein nicht mehr allein mit ehrenamtlicher Arbeit geführt werden kann.


    Man benötigt hauptamtliches, bezahltes Personal. Zunächst für "einfache" Tätigkeiten aber mit dem Größenwachstum wachsen auch die Anforderungen für die Angestellten. Das Hauptamt und die Kosten dafür wachsen.
    Je mehr sich der hauptamtliche Bereich vergrößert oder aufgaben durch das Hauptamt erledigt werden soll / muss um so größer werden die Reibungspunkte. Hier menschelt es halt und es kommt die Frage auf: "Ist vdas Hauptamt für das Ehrenamt da oder umgekehrt?".


    So ein Verein / Verband will aber auch wahrgenommen werden. Also werden schwergewichtige Repräsentanten gesucht. Für die reinen Verbandsstrukturen aber auch für die Verwealtung. Und damit beginnt ein Teufelskreislauf. Man macht sich abhängig von irgendwelchen "Prominenten" die den Verein repräsentieren sollen.


    Auf der Verwaltungsschiene sieht es ähnlich aus. Man braucht(?) eine gewichtige Persönlichkeit die gut vernetzt ist und auch wahrgenommen wird. Und diese Person ködert man dann mit Geld. Man ist der Ansicht, nur ein gut dotierter hauptamtlicher Vertreter wird bei Kontakten zu Politik und Wirtschaft wahrgenommenm.


    Wenn dann noch persönliche / verwandtschaftliche Verbindung mitsdpielen wird es endgültig schwierig. Es kracht an allen Ecken und Enden, es kommt zu Macht- und Revierkämpfen.


    Mit Glück bleibven diese Kämpfe intzern und werden von Aussenstehenden nicht wahrgenommen.


    Ein Verband / Verein egal wieviele MNitglieder er hat wird aber immer nur von einer handvoll Personen geführt. Der weitaus grössere Teil ist Stimmvieh für Mitgliederversammlungen und will nichts von Querelen oder ähnlichem wissen.
    Beschlüsse werden durchgewunken weil notwendigfe Hintergrundinformationen fehlen oder man nur noch will, dass die Veranstaltung endet.


    Obwohl ich Volksbundmitglied bin, war ich noch nie auf einer Miutgliederversammlung. Ich bin mir aber sicher, dass es auch dort so abläuft, dass das "Stimmvieh" mit unwichtigen Fakten solange überhäuft wird bis die wirklich wichtigen Themen (Personal, Finanz- und Haushaltsplan, Besoldung usw.) untergehen.


    Bei späteren Widersprüchen gibt es dann die Antwort: "Das habt ihr doch so beschlossen.".


    Der Volksbund ist also sicher nicht besser oder schlechter in seiner Handlungsweise als andere Organisationen.


    Viele Grüße
    Anton

    Suche Informationen zum PzGrenRgt 33 und FjRgt 9

  • Tag allerseits,


    Der Volksbund als gemeinnütziger Verein wird überwiegend über Spenden und Mitgliedsbeiträge finanziert. Dazu passt eigentlich nicht, dass man dort dann Politiker oder deren Verwandte auf gut bezahlten Posten unterbringt. Die Politik lebt auch von der Selbstdarstellung und dafür braucht man als Instrumente solche Vereine. Wenn man heute die Homepage des Vereins aufruft, dann sieht man dort auf der ersten Site eine ernst dreinblickende Bundesverteidigungsministerin. Für solche Auftritte bedient man sich gerne des Volksbundes. Das macht Eindruck auf das Wahlvolk - davon gehen die Politiker jedenfalls aus. Um das alles bewerkstelligen zu können, sind die Spitzenkräfte politisch durchsetzt.


    Der Volksbund entstand 1919 als Verein, weil der Staat damals praktisch pleite war und in dieser Organisationsform führte man den Laden weiter, aber der politische Einfluss der (Noch-) Volksparteien auf den Verein nahm im Laufe der Jahrzehnte massiv zu!


    Gruß
    Bert

    Edited 2 times, last by Jahrgang39 ().

  • Hallo Bert,
    Hallo Anton,


    die Position des Generalsekretärs des Volksbundes ist sicherlich mit viel Arbeit verbunden. Daher geht es aus meiner Sicht grds. in Ordnung, wenn der Generalsekretär hauptberuflich für den Volksbund arbeitet und angemessen bezahlt wird. Wenn das Ganze mit einer Verbeamtung einhergeht und vom Staat übernommen wird, sollte uns das auch nicht stören - immerhin fordern wir hier ja immer, dass die Republik zu ihren Verpflichtungen stehen soll. Wenn so eine Stelle dann aber mit der Nichte eines früheren SPD-Ministers besetzt wird, die von ihrer Ausbildung her Lehrerin ist und zuvor im Ausland ein "Tourismusprojekt" der GIZ geleitet hat, dann erscheint das Ganze aber doch wieder höchst fragwürdig und bekommt "Geschmäckle". Ich denke, dass ein Jurist, ein BWLer, ein Historiker oder ein (früherer) Soldat die Position (egal ob Mann oder Frau!) wahrscheinlich besser ausfüllen würde. Bei einer B5-Besoldung dürfte es auch kein Problem sein, einen geeigneten Bewerber oder eine geeignete Bewerberin aus einem Ministerium oder von einer Universität oder dergleichen abzuwerben.


    Und ob man dann den Volksbund vom Präsidenten oder vom Generalsekretär führen läßt, ist mir eigentlich letztlich egal. Wichtig ist, dass man sich für ein System entscheidet und dies entsprechend in der Satzung verankert. Dass die Generalsekretärin jetzt de facto den Volksbund führt, obwohl dies nach der Satzung eigentlich der Präsident - als "Vorgesetzter aller Mitarbeiter des Volksbundes" - tun müßte, halte ich schlicht für ein Unding. Hier scheinen sich über Jahrzehnte hinweg Abläufe eingebürgert zu haben, die von der Satzung nicht mehr gedeckt sind - was eben auch daran liegen könnte, dass in der Vereinsspitze zu wenig Juristen tätig sind. Meines Erachtens muss man den gesamten Saustall einmal ausmisten und mit neuem Personal neu starten - sonst geht das Kuddelmuddel wahrscheinlich ewig so weiter ...


    Horrido,
    Marcus

    Inter arma enim silent leges (Unter den Waffen schweigen nämlich die Gesetze) Cicero
    - suche alles zur 353. I.D., insb. zum PiBtl 353 und zur KG 353 I.D. "Böhm" -

    Edited 2 times, last by MHR ().

  • Grüß Dich Marcus,


    man kann Dir nur zustimmen! Im Ämter- und Behördensystem unserer Republik ist es längst Usus, dass Stellen nicht ausschließlich nach dem Leistungsprinzip besetzt werden, sondern nach "politischen Aspekten." Politische Aspekte sind beileibe nicht nur bei obersten Staatsbehörden die gängige Methode, sondern auch schon im Bereich der mittleren und unteren Führungsebene bei kommunalen und staatlichen Behörden. Was interessiert die Politik die Einhaltung von Vereinsrecht, wenn es darum geht, an der Schaltstelle von Vereinen Politiker oder deren Ableger unterzubringen. Solche Entwicklungen sind in den letzten Jahrzehnten gang und gäbe. Die Politik breitet sich über ihren eigentlichen Einflussbereich hinaus aus wie eine Krake.


    Ein Neuanfang beim Volksbund? Wie sollte der aussehen? Notwendig wäre die Entpolitisierung an der Spitze und die Verwendung von fachkundigem Führungspersonal. Das bleibt jedoch ein frommer Wunsch, man wurstelt politisch weiter. Ich sagte ja schon warum:
    Die Politiker brauchen solche Institutionen auch zur Selbstdarstellung und Selbstbeweihräucherung.


    Grüße
    Bert

    Edited once, last by Jahrgang39 ().

  • Hallo zusammen,


    Wenn man heute die Homepage des Vereins aufruft, dann sieht dort auf der ersten Site eine ernst drein blickende Bundesverteidigungsministerin.


    ... was nach meinem Empfinden völlig unpassend ist - sie hat dort nichts verloren. Ebenso geschmacklos ist?/war es, Bundeswehrsoldaten für VDK-Sammelaktionen loszuschicken (freiwillig?). Ich habe als VDK-Mitglied vor ca. 2 Jahren solche eine Zweiergruppe, welche bei uns klingelte und verlegen um die VDK-Spende bat, nach einer freundlichen Erklärung meine Ablehnung einer Spende mitgeteilt. Das ist eine absolute Gefühl- und Geschmacklosigkeit, BW-Soldaten loszuschicken, damit diese auch für ihre eigenen pot. Gräber sammeln...


    Zu den hier entbrannten Diskussionen zur Abdankung des Pastors Meckel kann ich nur anmerken, dass man sich doch bitte mit überflüssigen Äußerungen wie "linksradikal", "militant pazifistisch" (welch ein abstruser Begriff!) zurückhalten sollte. Auch der Begriff "feldgraues Pack" ist - zumindest bei Google" - nicht bekannt. Ich kann Justus nur beipflichten, dass man doch bitte Ross und Reiter nennen sollte, nach welchen so eine Formulierung auf Hinweisschildern irgendwelcher Art auf Soldatenfriedhöfen geplant gewesen sein sollte. Das ist schier unvorstellbar!


    Ohne ein Freund des scheidenden VDK-Vorsitzenden zu sein: Er hat sein (politisches) "Gnadenbrot erhalten" - "Friede seiner (politischen) Asche". Ob er zum Wohle des Verbandes wirkte, sollen andere oder jeder selbst entscheiden. Der Mehrzahl "im Volke" ist es eh "Wurscht" - die meisten kennen nicht einmal die Bedeutung der 3 Buchstaben. Der angeblich von ihm forcierte Ansatz der Informations- und Prophylaxe-Funktion des VDK ist jedoch aus meiner Sicht unterstützenswert.


    Was die Finanzierungsfragen betrifft, so sollte es klar sein, dass das Spendenaufkommen in Zukunft natürlicherweise rückläufig sein wird. Ebenso klar sein sollte, dass der Staat sich bei der Finanzierung der notwendigen Aufgaben weiter und stärker engagieren muss. Sonntagsreden sind nicht gefragt - konkretes Handeln ist wichtiger.
    Ganz besonders in der jetzigen Phase, wo Zeitzeugen (hier und vor allem auch in den ausländischen früheren Kampfgebieten) noch zur Verfügung stehen und wichtige Informationen liefern könnten, sollte man mit einem erhöhten Aufwand in Suchaktivitäten "investieren". Angesichts der horrenden Zahl an ungeklärten Schicksalen ahnt man, was jetzt - möglichst zeitnah - noch zu leisten ist.


    Wie dann das langfristige Aufgabenspektrum des VDK aussehen sollte (Gräberpflege, Aufklärung, etc.), darüber kann man trefflich streiten. Letztlich ist das jedoch eine Frage des politischen Willens - und der davon abhängigen Finanzausstattung.



    Gruß,


    Joseph

    Suche Informationen zum Füs.Bat. 170 im Zeitraum Juli 1944 und zur 269.I.D im Zeitraum Januar bis März 1945 (Festung Breslau)

    Edited 2 times, last by Joseph O. ().

  • Tag allerseits,


    am 15.6.16 hat die Deutsche Nationalstiftung den Volksbund mit dem Deutschen Nationalpreis ausgezeichnet. Wir Förderer und Mitglieder des Volksbundes sind überzeugt, dass die Leistungen des Volksbundes damit zu Recht anerkannt und gewürdigt werden.
    Aus Anlass der Preisverleihung erschien eine Broschüre in der Daniela Schily mit einem Vorwort verewigt ist. Die allgemeinen Ausführungen zum Sinn und Zweck der Kriegsgräberfürsorge entsprechen in etwa den Beschreibungen in der Wikipedia.


    Interessant ist nur eine Passage der Schily:


    ....In fast allen Staaten Europas wird die Kriegsgräberfürsorge von staatlichen Stelle wahrgenommen. Dass sie in unserem Land von einer privaten Organisation geleistet wird, ist so ungewöhnlich wie über die vielen Jahrzehnte hervorragender Zusammenarbeit bewährt.....

    Diese Aussage ist alles andere als schlüssig. Was "hervorragend bewährt" sein soll, das wird verschwiegen und bleibt ein Rätsel.
    Wenn man mit einer gehörigen politischen Beziehung zu einem gutbezahlten Job kommt, dann verschweigt man natürlich Negatives, im konkreten Fall des Volksbundes: das finanzielle Desaster!.


    Grüße
    Bert

    Edited once, last by Jahrgang39 ().

  • Moin,


    Quote

    das finanzielle Desaster!



    das es nach Darstellung des scheidenden Schatzmeisters ja offenbar gar nicht gibt! Aber wenn´s in der Zeitung steht, muss es ja stimmen. Es sei denn, es handelt sich um Lügenpresse (Oh, Mann). Wollen wir hier wirklich die dämliche Schlammschlacht im und um den Volksbund aufwärmen?


    Ich wiederhole mich an dieser Stelle echt gerne:


    Quote

    Der Volksbund hat sich in der gegenwärtigen Form meines Erachtens bewährt. Wir Deutschen müssen uns in der Welt für etliches schämen, aber ganz bestimmt nicht für die Pflege unserer Kriegsgräberstätten.


    LG Justus

  • Werter Justus,


    man darf auch eine andere Meinung haben, selbst wenn es eine Mindermeinung sein sollte, und deshalb las ich Dein Statement wie immer mit großem Interesse. Sicher brauchen wir Deutsche uns wegen der Pflege der Kriegsgräber nicht zu schämen.
    Schämen müssen wir uns aber über die Bettelaktionen auch im Ausland mit den de facto Opferstöcken an Kriegsgäberfriedhöfen (Beispiel: Frankreich). Aber das muss wohl so sein, in der neofaktischen Zeit unserer Republik braucht man staatliche Mittel
    für "wichtige andere Dinge."


    Wenn der Staat für eine tatsächlich staatliche Aufgabe einen Verein "werkeln" lässt und an den nötigen finanziellen Zuweisungen knausert, dann ist das in der Tat ein DESASTER. Es geht auch anders, wenn man sich die Verhältnisse in den USA,
    Frankreich oder GB betrachtet!


    Ich hoffe doch, dass ich von Dir nicht missverstanden werde und Du meine Ausführungen nicht als "Aufwärmung einer dämlichen Schlammschlacht" klassifizierst. Von Pauschalierungen in Richtung "Lügenpresse" halte ich rein gar nichts. Solche
    Wortschöpfungen sollten wir in diesem Forum nicht verwenden - nach meiner unmaßgeblichen Meinung!


    Herzliche Grüße
    Bert

    Edited 2 times, last by Jahrgang39 ().

  • Hallo Bert,


    keine Sorge, ich habe Dich nicht mißverstanden. Der Pfeil mit der Lügenpresse sollte nicht in Deine Richtung gehen.


    Natürlich ist es legitim, über eine staatliche Fürsorge der Kriegsgräber zu diskutieren. Ich bin sehr für Meinungsvielfalt.


    Schönes WE,
    Justus

  • Hallo,


    hier die offizielle Stallungnahme des Volksbunds:



    Grüße
    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo zusammen,



    ... was nach meinem Empfinden völlig unpassend ist - sie hat dort nichts verloren. Ebenso geschmacklos ist?/war es, Bundeswehrsoldaten für VDK-Sammelaktionen loszuschicken (freiwillig?). Ich habe als VDK-Mitglied vor ca. 2 Jahren solche eine Zweiergruppe, welche bei uns klingelte und verlegen um die VDK-Spende bat, nach einer freundlichen Erklärung meine Ablehnung einer Spende mitgeteilt. Das ist eine absolute Gefühl- und Geschmacklosigkeit, BW-Soldaten loszuschicken, damit diese auch für ihre eigenen pot. Gräber sammeln...


    diese sogenannte "Geschmacklosigkeit" ist untrennbar mit der Satzung, Geschäftsordnung und dem Leitbild des Volksbundes verbunden:


    Quote

    ...Darüber hinaus unterstützen wir das würdige Andenken an alle, die im Dienst der Bundesrepublik Deutschland
    in Auslandseinsätzen das Leben verloren haben.
    [...]
    ... kooperieren bundesweit ... mit der Bundeswehr, den Reservisten und Verbänden der Traditionspflege


    Es wäre somit befremdlich, hier eine Veränderung zu wünschen. Das käme einer Trennung des kirchlichen Marmorbeckens vom dafür vorgesehenen Weihwasser gleich!




    Zu den hier entbrannten Diskussionen zur Abdankung des Pastors Meckel kann ich nur anmerken, dass man sich doch bitte mit überflüssigen Äußerungen wie "linksradikal", "militant pazifistisch" (welch ein abstruser Begriff!) zurückhalten sollte. Auch der Begriff "feldgraues Pack" ist - zumindest bei Google" - nicht bekannt. Ich kann Justus nur beipflichten, dass man doch bitte Ross und Reiter nennen sollte, nach welchen so eine Formulierung auf Hinweisschildern irgendwelcher Art auf Soldatenfriedhöfen geplant gewesen sein sollte. Das ist schier unvorstellbar!


    die Kritik ist berechtigt, manchmal verwechsel ich wohl Stammtisch und Forum. Selbstverständlich darf kein Amtsträger so tituliert werden, ich korrigiere das auf einen "hyperaktiven autoritären Bürgerrechtler",
    dessen Reformeifer dem Volksbund schwer zugesetzt hat. Dank Vizepräsident Wolfgang Schneiderhahn, General a.D. ist auch innerhalb von 48 Stunden wieder Ruhe und Ordnung eingekehrt.


    Bitte nicht immer all meine selbstkreierten Euphemismen a la "feldgraues Pack" wörtlich nehmen. Selbstverständlich sollten diese Worte so nicht auf irgendwelchen Schildern erscheinen!.
    Du solltest die Fähigkeit haben, zwischen den Zeilen zu lesen. Leider kann ich keine Interna oder Dokumente aus meinem Netzwerk hier einstellen (Kohl'sches Ehrenwort!),
    aber man sollte wissen, das so manche "stramm erzieherische" Friedhofstafel und Gräberklasssifizierung (Täter/Opfer - "Wer hat wen erschlagen") in Planung war bzw. derartige Vorhaben erfolgreich unterbunden wurden.


    Man sollte den großen konservativen "Tanker" Volksbund nicht mit einem Land vergleichen, wo praktisch über Nacht eine "Aufklärungskultur" durchgepeitscht werden kann.
    Pünktlich gestern Nacht wurde folgender Passus aus dem Leitbild entfernt:

    Quote

    Wir erkennen und benennen den Zweiten Weltkrieg als Angriffs- und rassistisch motivierten Vernichtungskrieg, als ein vom nationalsozialistischen Deutschland verschuldetes Verbrechen.


    Für viele ein scheinbar harmloser Satz, für manch konservativen Bürger jedoch eine nicht hinnehmbare Zumutung. Impliziert die Aussage doch nahezu eine individuelle moralische Bewertung,
    der eigene Opa landet unschuldig im großen verbrecherischen Kartoffelsack. Mit solch" neumodern Experimenten" hat man enorme Geldgeber verschreckt und für hohe Austrittszahlen gesorgt.
    Eine der tollsten von hunderten pädagogischen Kapriolen unter Herrn Meckel.



    Wie dann das langfristige Aufgabenspektrum des VDK aussehen sollte (Gräberpflege, Aufklärung, etc.), darüber kann man trefflich streiten. Letztlich ist das jedoch eine Frage des politischen Willens - und der davon abhängigen Finanzausstattung.


    Man hat darüber trefflich gestritten, mit einem glatten 16 zu Null Resultat.
    Der Volksbund fährt wie in heutiger Email angekündigt jetzt wieder in ruhigen Gewässern. Die immens teure Aufklärungsarbeit über das gewohnte Maß hinaus wurde zusammengestrichen,
    die Gelder werden wieder für die Arbeit ausreichen, es erfolgt keine lärmende Bettelei im Bundestag. "und das ist auch gut so", würde ein ehemaliger Oberbürgermeister dazu sagen.
    Ein Aufgabenspektrum gar mit staatsanwaltlichen Befugnissen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen, das würden nur die ärgsten Weltverbesserer herbeisehnen.



    Gruß
    Udo

  • Lieber Udo,


    ich lese Deine Erörterungen immer mit großem Interesse. Das "Volksbund-Thema" haben wir ziemlich abgeklappert. Viel gibt es dazu nicht mehr zu sagen. Dennoch, wenn die "Bundesuschi" allerorten fotogerecht auftritt. Beim Volksbund sollte sie mehr
    Zurückhaltung üben, selbst wenn sie sich bewusst mit ernstem Blick ablichten lässt. Der Volksbund kommt auch dann wieder in ruhigere Gewässer, wenn die Politisierung des Vereins auf ein unumgängliches Maß reduziert wird. Ich glaube, diesen Wunsch haben viele
    Mitglieder und Förderer des Volksbundes!


    Herzliche Grüße
    Bert