Suchanträge beim Militärarchiv (RGWA) in Moskau

  • Liebes Forum, dazu möchte ich nun auch noch einmal etwas sagen, nämlich EINEN RIESENDANK FÜR EURE UNTERSTÜTZUNG. Uns ist ein Teil unserer Familie zurückgegeben worden und dafür sind wir sehr dankbar. Ich danke euch, dem Deutschen Roten Kreuz und vor allen Dingen Kai, der mir dabei unglaublich behilflich war. Nach über 60 Jahren wissen wir nun also (demnächst-nach Übersetzung) etwas über unseren Vater und Großvater. Wir wussten zwar, dass er in Kriegsgefangenschaft verstorben war, aber das war es auch schon. Nun können wir demnächst vielleicht ein Grab besuchen und jetzt nähere Einzelheiten zu erfahren, bedeutet uns unglaublich viel. Zumal alle relevanten Daten der Familie auf der Flucht aus dem Osten verloren gingen. Im Augenblick spielen bei uns allen noch die Gefühle verrückt, das ist ja auch ganz klar bei so einer Botschaft. Ich wünsche allen, die noch auf der Suche sind, ebenso viel Glück und Hilfe, wie ich sie erfahren habe. Agnes Weißelberg

    Edited once, last by Agnes ().

  • Guten Abend,
    ich komme ganz kleinlaut. :evil:
    Ich habe vergessen, euch für den Hinweis zu danken auf
    moskau@volksbund.ru .
    Ich habe eine mail mit meinen Fragen gesandt und umgehend
    Antwort bekommen.
    Ganz lieben Dank für den Tipp
    Grüße
    Gitta

    +++++++


    Suche Informationen zur Allgemeinen SS und Sondereinsätzen der Gestapo Prag, Belgrad, Budapest

  • Hallo Gitta,


    was hat man Dir den geantwortet?



    Gruß Olaf

  • Hallo Olaf,
    ich stelle den Text hier ein



    auf Ihre Anfrage bezueglich Ihres Vaters kann ich Ihnen folgendes mitteilen:

    1. Wir richteten Anfragen zu eventuell vorhandenen Informationen ueber Herrn Everding F.K. an das RGWA (Russische Staatliche Militaerarchiv) sowie an das Archiv der ehemaligen Staatssicherheit (KGB). Sobald diese Einrichtungen uns antworten, werden wir Sie ueber die Ergebnisse umgehend in Kenntnis setzen.

    2. Es waere auch ratsam, eine Anfrage ueber das Schicksal Ihres Vaters an russische Rehabilitierungskomissionen zu richten. Diese Prozedere laeuft ueber das Aussenministerium Deutschlands. Entsprechendes Anfrageformular finden Sie auf seinem Homepage.

    Mit freundlichen Gruessen



    -------
    Lieben Gruss
    Gitta

    +++++++


    Suche Informationen zur Allgemeinen SS und Sondereinsätzen der Gestapo Prag, Belgrad, Budapest

  • Hallo Gitta,


    vielen Dank für die Auskunft.
    Insbesondere der Hinweis bzgl. der Rehabilitierungskomissionen ist sehr interessant.



    Gruß Olaf

  • Hallo zusammen,


    ich habe am 02.07.08 eine Anfrage an den Volksbund gestellt, die diese an das RGWA weitergeleitet hat.


    Heute (29.07.08) erhielt ich wiederum eine e-mail des Volksbundes, in der sie mir mitteilten, dass sie 12 Seiten über meinen Großvater vom RGWA erhalten haben und mir diese heute noch per Post schicken würden.


    Sobald ich sie erhalten habe, würde ich sie hier gerne einstellen, da meine Russischkenntnisse gegen Null tendieren und sich hier doch der ein oder andere Experte herumtreibt.


    Gruß Michael

    Edited 2 times, last by mischi ().

  • Hallo Mischi,


    12 Seiten ????



    Das ist viel, die Akte meines Onkels umfasste sechs Seiten. Sinngemäß mir dem Inhalt, dass er im August 44 in Rumänien in Gefangenschaft geriet und im November 44 an Distrophie verstorben und im Lagerfriedhof beigesetzt war.


    Zusammen mit der Kopie der Akte wirst Du Blätter bekommen, welche die Angaben auf dem russischen Bogen erklären. Das Wichtigste dürfte zum chluß kommen, nämlich die handschriftlichen Einträge über das Ende der Kriegsgefangenschaft. Die russischen Akten sind ausführlicher als ich gedacht hatte...


    Am besten ist es, wenn Du Kirill mittels PN bittest, sich die Akten einmal anzusehen und Dir die wesentlichen Passagen erklären lässt.


    Gruß,
    Arnold

  • Hallo Arnold,


    Ja, 12 Seiten! Ich bin selbst überrascht, zum einen natürlich über die kurze Bearbeitungsdauer und zum anderen über den großen Umfang.


    Sobald ich die Seiten hab, werde ich Kirill um Hilfe bitten, er hat mir schon beim Entlassungsschein geholfen.


    Gruß Michael

  • Hallo Gitta und Michael !


    Eure Antworten vom VdK in Moskau sind die Ersten von denen ich lese.


    Wird in den Schreiben um eine Spende gebeten ?
    Gruß Hummel.

  • Ich habe die Unterlagen noch nicht bekommen. Ich hoffe, dass sie nächste Woche bei mir ankommen werden.


    Ich gebe dann natürlich Bescheid was in dem Schreiben stand.

  • Hallo zusammen,


    ich habe heute die Akte meines Großvaters erhalten, die aus insgesamt 12 Seiten besteht:


    Darunter:


    - Ein 9-seitiger Fragebogen
    - Zwei Briefe
    - Eine Kopie mit zwei Fotos meines Großvaters


    Daneben enthielt der Brief noch eine Schriftseite des RGWA (auf russisch) sowie einer Kurzmitteilung des VDK über meinen Großvater (...hiermit übersenden wir ihnen...) und eine zweiseitige Presseinformation des VDK.


    Hummel : In dem Schreiben ist keine Aufforderung zur Spende oder einer sonstigen Zahlungsform enthalten (vllt. auf dem russ. Schreiben?). Es ist (im Briefkopf) lediglich ein Spendenkonto angegeben (auf das ich natürlich eine Spende einzahlen werde).


    Gruß,


    Michael

    Edited once, last by mischi ().

  • Hallo Michael, herzlichen Dank für Deinen Beitrag.


    Mit Deiner "Ausbeute" vom RGWA kannst Du sehr zufrieden sein. Soviel Information erhält nicht jeder. Wünsche Dir, daß es Dich in Deiner Suche weiter bringt.
    Über die Spendenvorstellung die ich vom VdK in Moskau bekommen habe, war ich doch sehr erstaunt.
    Sie erschien mir der Liga angepaßt.
    Hier noch einmal die genannten Summen:


    "- Anfrage mit einer negativen Antwort (keine Informationen gefunden, die Arbeit jedoch geleistet) - 20-25 Euro
    - Anfrage mit einer positiven Antwort (Informationen zur gesuchten Person gefunden) - 50-60 Euro
    - Anfrage mit einer positiven Antwort sowie Zurverfügungstellung von Kopien der Personalakte (4 bis 40 Blatt) = mindestens 100 Euro


    mit dem Vermerk für die Verwendung: VdK.-Büro Moskau.
    Spendenkonto: 4300 603, Postbank Frankfurt, BLZ 500 100 60 • "


    Da nur das Spendenkonto genannt wird, kann jeder eine Spende in der Höhe überweisen, die ihm die Antwort wert ist u. es ist eine Möglichkeit ohne die Liga die Kopien der Akte zu bekommen.
    Inzwischen gab es allerdings auch wieder Antworten direkt vom RGWA, aber mit sehr langen Wartezeiten.
    Gruß Hummel.

    Edited once, last by Hummel ().

  • Hallo Hummel,


    komischerweise habe ich heute noch einmal einen Brief des VDK erhalten, der allerdings den gleichen Inhalt (Akte meines Großvaters) hatte wie der erste. Allerdings lag diesmal noch ein Schreiben des VDK bei, in der um eine Spendenzahlung gebeten wird (inkl. Zahlschein).


    Ich zitiere mal den folgenden Abschnitt:


    "Der Volksbund ist als gemeinnütziger Verein steuerrechtlich nicht befugt, Kosten oder Gebühren in Rechung zu stellen. Ich bitte sie deshalb, unsere Arbeit mit einer Spende (Zahlkarte liegt bei) zu unterstützen".


    Gruß Michael

  • Hallo Michael !


    Bei der 1. Antwort vom VdK habe ich mich gewundert, daß kein Einzahlungsschein dabei lag.
    Das ist für den VdK ganz normal. In jeder Post vom VdK liegt ein Zahlschein dabei, auch wenn man Mitglied ist u. schon seinen Beitrag bezahlt u. nur Werbung geschickt wird.
    Überweise nach Deinem Ermessen, wenn Du die Kopien erhalten hast.


    Viel Glück
    Hummel.

  • Hallo zusammen!


    Bezüglich RGWA habe ich ein paar Fragen und ich hoffe es gibt hier jemanden der sie mir beantworten kann. Vorher noch eine kurze Schilderung der Ereignisse:



    Schon Januar letzten Jahres richtete ich persönlich an die Adresse in Moskau eine Anfrage in russisch. Ich bekam dann dann binnen 8 Wochen Antwort mit einigen Basisinformationen wie z.B Ort& Datum der Gefangennahme, spätere Lager samt Nummern und Entlassungsdatum, kostenlos. Jedoch wurde ich darauf hingewiesen das die Akte meines Grißvaters sehr umfangreich, da er aufgrund seiner Angehörigkeit zu einer Spezialeinheit ein Militärgerichtsverfahren erdulden musste, wo er zum tode verurteilt wurde. Zum Glück wurde die Strafe in 25 Jahre Zwangsarbeit umgewandelt.
    Man sagte mir jedoch nicht wie viel eine Kopie kostet, also wandte ich mich an das Boltzmaninnstitut in Graz. Man teilte mir mit das eine Kopie 6 Euro kostet, was bei einer erwarteten Aktenbestellt von 100 Seiten 600 Euro ausmacht, in meinem Fall also über 1000 Schweizer Franken. Sehr happig wie ich meine.




    Aber nun zu meinen Fragen:
    Wenn ich jetzt die Kopien bestelle, bleibt es dann bei den rund 600 Euro oder könnten da noch zusätzliche Gebühren auf mich zukommen?


    Mein Großvater sprach mit meinem Vater bis zu seinem Tod nicht gern über diese Zeit, deshalb weiß ich bis heute nicht welcher Einheit er genau angehörte. Ich tippe aber zu 80% auf das 534 Heeres Gruppen Nachrichtenregiment. Galt diese Einheit bei den Russen als Spezialeinheit für deren Angehörigkeit man ein Militärgerichtsverfahren am Hals hatte? Oder könnte es sein, dass da was "gröberes" war?


    Danke im voraus für eure Mühen!

  • Hallo Schwiizer,


    im Lexikon der Wehrmacht gibt es kein Heeresgruppen-Nachrichten-Regiment 534 - und die Feldpostübersicht scheint dem zu entsprechen: Kein Eintrag.


    Unabhängig davon haben solche Nachrichtendienste natürlich stets mit der Ausspähung des "Feindes" zu tun. Wenn Du Kriegsverbrechen vermutest, würde ich das kaum annehmen, die nachrichtendienstliche Tätigkeit als Solche könnte jedoch ein Grund für besondere Aufmerksamkeit der Roten Armee gewesen sein.


    Vielleicht erkundigst Du Dich noch einmal nach der richtigen Einheitsbezeichnung.


    Gruß,
    Arnold

  • Hallo Weers,


    Das ist natürlich enttäuschend wenn du mir sagst das es diese Einheit nicht gab, da ich immer angenommen habe (denn so wurde es mir erzählt) das er dieser Einheit angehört hat .


    Ich besitze keine Feldpostbriefe oder ähnliches und weiß nicht wie man die Suche nach der Einheit gestaltet. Ich kenne nur seine wichtigsten Einsatzorte & seinen Rang.

    Edited once, last by Schwiizer ().

  • Sei mal nicht enttäuscht, vielleicht findet sich ja noch der Schlüssel...


    Heeresgruppen-Nachrichten-Regimenter gab es schließlich nicht wie Sand am Meer. Außerdem kommt ja auch der Wechsel von Einheiten in Betracht. Du schreibst er wäre in Stalingrad gewesen - und bei Witebsk.


    Mal sehen, was das Lexikon dazu sagt...


    Gruß,
    Arnold