Suchanträge beim Militärarchiv (RGWA) in Moskau

  • Hallo,


    leider sehe ich nach wie vor nicht klar, russische Verhältnisse hin oder her. Man schreibt eine Anfrage an eine öffentliche "Behörde" in Moskau und bekommt einen Brief von einem privatrechtlichen Verein. Das Archiv selbst hüllt sich in Schweigen.


    Ob eine Akte da ist oder nicht, weiß man eben nicht, weil der Verein schon mal 30 EUR dafür haben will, ein Schreiben mit Negativerklärung und Stempel des Archivs zu besorgen. Solcherart Suchdienste erfüllen mich nicht gerade mit Vertrauen in ihre Zuverlässigkeit. Am Ende ist der Stempel das Papier nicht wert, auf das er gedrückt wurde.


    Gruß
    Richard

  • Moin,


    ich glaub schon, daß die im RGWA genau wissen, was sie da tun. Sie dürfen halt die Info bzw. Akten nicht direkt "verkaufen". Deswegen der Umweg über die beiden anderen Institutionen. Vielleicht hängt es irgendwie an dem Kooperationsvertrag mit dem DRK. Schlussendlich werden viele Daten ja dadurch doppelt gezahlt. Einmal vom DRK und zum Zweiten vom Privatkunden aus Deutschland, der - für mich im Prinzip verständlich - relativ pronto seine Auskunft haben will. Andererseits hat das DRK mittlerweile bereits alle Grunddaten über KGF vom RGWA. Ob also eine Anfrage dort weiterhin noch Sinn macht, muß jeder für sich selber entscheiden.....


    Grüße


    Kai

    Suche immer Info's zum Brückenbau-Btl. 548

  • Hi !


    Alles gut und schön ....bisher hat allerdings zuerst immer das RGWA geantwortet "Ja wir haben eine Akte, wenden Sie sich wegen Kopien an LIGA oder VM". ( so in der Art )
    Wer den Deal mit dem VM gemacht hat, ist günstig an die Akte gekommen - wer hingegen die LIGA beglückt hat, war min. EUR 200 los.


    Jetzt aber antwortet die LIGA auf eine an das RGWA gerichtete Anfrage und offeriert Ihre Dienste - das riecht doch förmlich nach Geldmacherei.


    Oder.......warum antwortet zur Abwechslung VM nicht ?


    Zudem gehört es sich nicht daß man eine Anfrage ohne Absolution des Anfragestellers an Dritte weitergibt.


    Meine bescheidene Meinung.


    Beste Grüße
    Bernhard

  • Hallo Bernhard,


    ich habe jetzt auch, noch recht neu, eine Anfrage beim RGWA gestellt.
    Sehen wir mal was dabei passiert.


    Gruß

    Holger


    Auf der Suche nach dem Bau-Pionier-Bataillon 11 und dem Artillerie Regiment 84

  • Hallo Bernhard !
    Du schreibst, warum antwortet das VM nicht.
    Wenn das RGWA die Anfrage an die Liga schickt, wird es von dieser Anfrage nichts wissen.
    Das VM ist das russischen Gegensstück zu unserem VdK.
    Ausprobieren, falls die russische Akte noch nicht bei DRK in München ist, an den VM die Suchanfrage schicken. Die Kopien haben wir ja sowieso schon dort bestellt und bezahlt.
    Das Suchreferat/Liga sind Geschaftemacher und wollen verdienen.
    Siehe ihr Angebot von Blumen und Gestecke zum Volkstrauertag und Ablage an einem Denkmal , soviel ich erinnere, in einer von 3 Städten.


    Wenn das Suchreferat/LIga die Möglichkeiten der Archive nutzen kann und darf, sollten sie die Archive nicht mit peanuts bedenken. Daran ist doch zu erkennen, daß sie nur an ihrem eigenem Verdienst Interesse haben.
    @ Kai, ja das DRK hat seit den 50ziger Jahren Daten vom RGWA gekauft, aber nur die nötigsten, wo verstorben und wann. Bei meinem Vater standen auf dem Registrierschein des Lagers mehr Daten, als das DRK in der Datenbank hatte.
    Beim Eintragen der VBL in die Datenbank habe ich mich gefragt, was die durchkreuzten Felder bedeuteten. Anfrage beim DRK, keiner wußte es. Da die Listen zum Teil bei den DRK Kreisverbänden vorlagen, wird es dort gemacht worden sein. So habe ich mir von den durchgekreuzten kleinere Geburtsorte ausgesucht und die Leute angerufen. Ich erreichte die Kinder und drei konnten mir sagen, daß sie um 1955 vom DRK die Nachricht erhalten hätten, wo und wann ihr Vater in russischer Gefangenschaft verstorben ist.
    Vor ein paar Wochen habe ich beim DRK wegen der Übersendung aus Moskau angerufen. Er sagte mir, daß die Übersendung der Akte in ca. 6 Jahren abgeschlossen sein wird.
    Vor einem Jahr war die Auskunft noch 10 Jahren. Das RGWA scheint sehr fleißig zu sein.
    Gruß Hummel.

  • Hallo,


    der erhobene Zeigefinger war auf humanitärer Ebene in der Vergangenheit noch nie ein geeignetes Mittel, um in Fragen Der Kriegsverschollenen etwas zu erreichen. Und so ist das wohl auch bis heute geblieben.


    Wenn der Informationsfluß aus dem RGWA denn momentan so gehandhabt wird, dann isses halt mal so, was nutzt da jegliches Gejammer ?!


    Über die Gründe kann man ewig spekulieren. Meine These ist, daß das RGWA die Akten - aus Rücksicht auf seinen Kooperationspartner DRK - offiziell nicht zweimal direkt verkaufen mag (oder darf ?). Deshalb nimmt man einen Mittler mit ins Boot, der alle ( nach menschlichem Ermessen völlig verständlich) "Ungeduldigen" nach allen Regeln der Kunst schröpft (mich in der Vergangenheit eingeschlossen :rolleyes: ), während das VM sich derweil vornehm zurückhält (vielleicht nicht ganz freiwillig ?). Das böse Wort mit dem großen "M" am Anfang will hier gar nicht erst in den Mund nehmen. Soweit, so schlecht....


    Fakt ist, daß der DRK-Suchdienst bereits alle Grunddaten vom RGWA - gegen entspr. finanzielle Gegenleistung - abgesaugt hat. Das jetzt noch laufende, gemeinsame Projekt bezieht sich auf die Verscannung der kompletten Akten. Dieses soll, wie es Inge schon richtig geschrieben hat, in ca. 6 Jahren vollendet sein. D.h., in absehbarer Zeit hat sich das Kompetenz - und finanzielle Generve sowieso erledigt. Dann ist das DRK am Ball....


    @Inge: Super Recherche von Dir bezüglich der durchkreuzten Personen in der VBL. In der Tat sind das beurkundete "Todfälle", welche von den Landes- bzw. Kreisnachforschungsstellen "aussortiert" wurden. Die Listen lagen übrigens nicht teilweise auch dort aus sondern es hatte jeder Kreisverband einen Satz VBL und dazu noch zigtausend lose Listen, welche den Heimkehrern nach der Befraging mit nach Hause gegeben wurden, falls Ihnen doch noch was Brauchbares einfallen sollte. Die ganze logistik wurde von München aus betrieben, die "Drecksarbeit" - zumindest diesbezüglich - haben jedoch die vielen fleißigen Helferlein bei den Landes- bzw. Kreisverbänden vor Ort geleistet.


    Hier noch ein paar Zahlen bezüglich der von Dir richtigerweise erwähnten, ab 1956 beginnenden Zusammenarbeit zwischen DRK und Sowjetischem Roten Kreuz:


    Es wurden im Zeitraum von 1956 bis 1963 insgesamt 99.500 Suchanträge an das SRK gerichtet. Daraus folgten insgesamt 91.949 Auskünfte. Hiervon wiederrum waren 33 % positiver Natur. D.h., im Prinzip wurden damals bereits das Gros aller aussichtsreichen Fälle abgeschöpft. Riesige Aufklärungsquoten werden also - schon allein wegen dieser Tatsache - in Zukunft nicht mehr zu erwarten sein. Von der Möglichkeit, auch Heimkehrerakten in die Finger zu bekommen mal abgesehen.


    Quelle: GESUCHT WIRD - Die dramatische Geschichte des Suchdienstes - Kurt W. Böme sowie (halbwegs :D ) gesunder Menschenverstand.



    Grüße


    Kai

    Suche immer Info's zum Brückenbau-Btl. 548

  • Moin moin Kai !
    Danke für die Blumen.
    Mich stört es halt, wenn ich nicht weiß "warum"und von der Sorte gibt es noch mehr ;).
    Das Buch "Gesucht wird" von Kurt W. Böhme besitze ich auch seit einigen Wochen, nur die Zeit es zu lesen fehlt mir im Moment.


    Gruß Inge.

  • Also wenn man davon ausgehen kann, dass das DRK in sagen wir mal 6 oder auch max. 10 Jahren tatsächlich alle Daten vom RGWA hat, dann kann jemand wie ich durchaus damit leben und ich warte eben einfach ab.


    Die "Kindergeneration" ist heute aber locker um die 70 Jahre "jung" und dass da manche aus biologischen Gründen diese Geduld nicht mehr haben (können), verstehe ich sehr gut.


    Gruß
    Richard

    Edited 2 times, last by Richard ().

  • Quote

    Original von Hummel
    Deswegen waren wir so verunsichert, als die Antworten plötzlich vom Suchreferat kamen.


    Priwet, Hummel!


    Was fur Antworten kamen vom Suchreferat? Eine Archivauskunft darf bei uns nur ein Archiv machen, keine gesellschaftliche Organisation. In unserem Fall kann es um 2 Typen der Auskunfte gehen:
    1. In der Registratur der Kriegsgefangenen und Internierten ist der N nicht vorhanden.
    2. Laut den uns vorliegenden Angaben befand sich N in Lager(n) X ist dort gestorben (oder freigelassen).


    Wer Kopien haben will - an VM oder LIga. So sah es immer aus.
    Kannst Du mir diesen Schreiben von Suchrefetar zeigen?


    Gruss,


    Kirill

  • Hallo,


    ich bin zwar nicht Hummel, aber hier die Antwort, die ich auf meine RGWA Anfrage erhalten habe.


    Gruß
    Richard


    Edit: Mein Link funktioniert leider nicht und wenn ich Dateien hochladen will kommt die Meldung, es wäre kein Speicherplatz mehr frei ... tut mir leid.

    Edited once, last by Richard ().

  • Moin,


    noch paar aktuelle Info's bzw. Ergänzungen zum Thema:


    Das VM hat sich, wie ich jetzt erfahren habe, aus einem recht simplen Grund aus der ganzen Geschichte zurückgezogen: Dort beschäftigt man sich seit einiger Zeit ausschließlich nur noch mit der Beantwortung von Suchanfragen nach Russischen Soldaten. Dazu wird intensiv mit einer dort wohl relativ neu geschaffenen Datenbank für russische Verluste gearbeitet.


    Zum Datentransfer RGWA - DRK: Bis auf Restbestände aus dem Personenkreis Heimkehrer und Entlassene sind seit geraumer Zeit alle Datensätze beim DRK-Suchdienst. Das ist jetzt aber natürlich kein statischer Zustand, im Gegenteil. Es sind in den vergangenen Jahren bis dato bereits mehrere hunderttausend Bescheide an die betreffenden Angehörigen verschickt worden, u.a. war ja Arnold Weers hier auch einer der "Glücklichen" ;) . Auch wurde schon längst damit begonnen, die Aktenkopien den Angehörigen zuzusenden und zwar alles ohne nochmaligen Antrag ! Es rührt sich also ganz kräftig was, man bekommt es halt nur nicht immer so direkt mit....


    D.h. schlußendlich und ich kann mich hier nur wiederholen, wer es jetzt immer noch nicht glauben will und unbedingt für viel Kohle Akten aus Moskau anfordern möchte, dem ist nicht mehr zu helfen.
    (...nicht, daß ich unseren russischen Freunden das Geld nicht gönnen würde...:D )


    Die anderen - so wie leider ich auch - welche bislang immer noch vergebens auf eine Auskunft gewartet haben, für die wird die Luft leider jetzt schon ziemlich dünn, d.h. in wenigen Jahren spätestens wird da Schicht im Schacht sein, leider.....


    @Inge: Kleine Korrektur zu den "Kreuzen" in der VBL. Hier muß es heißen "in der Regel" sog. Todfälle. Es können natürlich auch uz der Zeit noch lebende Personen dort nachträglich gestrichen worden sein, der Anteil derer ist aber sicherlich eher gering. z.B. Heimkehrer ist seit Jahren wieder glücklich zu Hause, "vergißt" aber aus div. vorstellbaren Gründen, sich beim DRK "zurückzumelden", geht aber dann z.B. bei Stellen eines Entschädigungsantrages o.ä. doch noch ins Netz.




    Grüße


    Kai

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    Edited once, last by Friesengeist ().

  • Hallo Kai,


    Stimmt somit folgende Behauptung?


    Die reinen Informationen über alle in russischer KGF Verstorbenen liegen dem DRK also heute schon vor!
    Nur die Akten sind noch nicht alle da!



    Wer als schon damit zufrieden ist zu erfahren, ob sein Angehöriger in KGF verstorben ist, dem kann das DRK schon heute helfen!


    Ein Anfrage nach Moskau ist für diesen Fall nicht mehr nötig!




    Olaf



  • Hallo Olaf,


    die Info ist aus erster Hand. Alle Grunddaten der im RGWA vorliegenden Akten zu registrierten ! verstorbenen Gefangenen sind da.


    Es sind noch nicht alle Datensätze transskribiert worden. Bei Datensätzen, welche einer gesuchten Person zweifelsfrei zugeordnet werden können, ergeht unaufgefordert ein Bescheid.


    Anfragen nach Moskau hierzu sind mit absoluter Sicherheit Geldverschwendung. Lediglich zeitlich gesehen könnte evtl. noch die Auskunft von dort schneller sein, wenn z.B. Dein Verwandter jetzt beim DRK noch zum Übersetzen "auf Halde" liegt, da die Datensätze ja leider querbeet von dort gekommen sind....




    Grüße


    Kai

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  • Priwet Kirill !
    Die Schreiben habe ich schon bei mir gespeichert.
    Nur muß ich Daniella aus Belgien noch fragen, ob ich sie Dir schicken darf.
    Hier ist leider kein Platz zum Hochladen, schicke sie Dir mit einer mail, wenn ich aus Belgien das ok bekomme.
    Etliche haben an das Suchreferat geschrieben, weil sie nicht wußten, daß auch an das RGWA geschrieben werden kann.
    Wenn im RGWA eine Akte vorlag, waren die Anfragenden mit der Antwort des Suchreferates zufrieden und bekamen bei dem Preis auch die Kopien bereits übersetzt.
    Der unterschiedliche Preis für die Übersetzung der Kopien kommt wahrscheinlich daher, weil damals manche die Eintragungen u. Berichte in altrussich geschrieben haben u. das können jüngere Menschen nicht mehr lesen. Erfahrung, habe Teile so einer Akte.
    Bei uns gibt es dieses Problem auch.
    Seit 1995 arbeitet das Suchreferat mit dem Russischen Archivdienst zusammen. http://www.suchreferat-moskau.…rmisstensuche_index.html.


    Hier können die Suchanträge gleich ausgefüllt werden.
    http://www.suchreferat-moskau.…rmisstensuche_index.html.
    da skórawa
    Hummel.

  • Quote

    Original von Friesengeist
    Auch wurde schon längst damit begonnen, die Aktenkopien den Angehörigen zuzusenden und zwar alles ohne nochmaligen Antrag ! Es rührt sich also ganz kräftig was, man bekommt es halt nur nicht immer so direkt mit....
    i


    Hallo !


    Das vom DRK bereits solche "Daten" an Suchende weitergeleitet wurden, ist richtig. Die Weiterleitung von Aktenkopien wäre mir allerdings neu - kannst Du das bei Deiner Quelle nochmals genau hinterfragen und bestätigen ?
    Denn Vielen geht es ja nicht nur um Daten sondern gerade diese Stücke Papier.


    Zum "Gejammere über den Informationsfluß" möchte ich nur kurz anschicken daß es zumindest mir einfach nur darum geht, zu wissen woran man ist.


    Beste Grüße
    Bernhard


  • Hi Bernhard,


    sorry wegen dem "Gejammere", ist mir so rausgerutscht und bezog sich bestimmt nicht explizit auf Dich :rolleyes: !!! Nennen wir es fortan also vielleicht lieber "Unmut"....:D



    Also dann nochmal dat Janze: Jeder, der einen diesbezüglichen Antrag noch laufen hat und zu den Glücklichen gehört, dessen Akte (bzw. natürlich des Gesuchten) aus Moskau geliefert wurde, bekommt nach Übersetzung und zweifelsfreier Zuordnung diese unaufgefordert zugestellt (in Kopie natürlich).


    Nochmal für alle, die immer noch Zweifeln: Stell Dir vor, Du bist eben gerade auf der Bank Deines Vertrauens gewesen, hast korrekt die stolze Summe von meinetwegen z.B. 300 Euro an die Liga überwiesen, kommst dann nach Hause und findest im Briefkasten die gleiche Auskunft vom DRK vor - für lau ! Ich bin mal gespannt, wer der erste ist, der dann Zeter und Mordio schreit und anschließend natürlich dem Suchdienst die Arschkarte zeigt......:rolleyes:



    Grüße


    Kai

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  • Quote

    Original von Friesengeist


    Nochmal für alle, die immer noch Zweifeln: Stell Dir vor, Du bist eben gerade auf der Bank Deines Vertrauens gewesen, hast korrekt die stolze Summe von meinetwegen z.B. 300 Euro an die Liga überwiesen, kommst dann nach Hause und findest im Briefkasten die gleiche Auskunft vom DRK vor - für lau ! Ich bin mal gespannt, wer der erste ist, der dann Zeter und Mordio schreit und anschließend natürlich dem Suchdienst die Arschkarte zeigt......:rolleyes:


    Nicht schlecht ! Alternativ könnte man die "meinetwegen z.B. 300 EURO" bei der Bank des Vertrauens anlegen um dann in ein paar Jahren, wenn der Briefkasten dann mal klappern sollte, die dicken Zinsen einzustreichen. :D 8)


    Am 19.07.2006 hat mir das DRK empfohlen mich wegen der Akte direkt an das RGWA zu wenden, im darauffolgenden Satz mir aber eine Kopie versprochen sobald man einen entsprechenden Scan beim DRK feststellen kann.
    Mich hätte doch stark gewundert wenn das DRK Tonnen von Papier aus Moskau importiert hätte, die Scans will ich hingegen gerne glauben.


    Trotzdem würde ich mich halt über einen lebendigen Beweis freuen.


    Stell Dir mal vor die betroffenen Stellen hätten auf Ihre Homepages entsprechende Hinweis gemacht.....zu einfach ?



    Beste Grüße
    Bernhard




  • ...ist schon in Arbeit....;)

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  • Moin,



    nachdem es ja in der Vergangenheit und auch aktuell wieder in Bezug auf die Archivsituation in Moskau einige Unsicherheiten bzw. Unklarheiten gab, hier dazu jetzt mal ein konkretes Beispiel für den aktuellen Stand der Dinge:


    In dem entsprechenden Thread hatte Agnes Weißelburg u.a. nach dem vermuteten Schicksal Ihres Großvaters angefragt, siehe hier:


    http://www.forum-der-wehrmacht…ght=&hilightuser=0&page=2


    In diesem Fall konnte ja durch das Vorliegen der Auskunft des Russischen Roten Kreuzes aus den 50er Jahren ausnahmsweise als gesichert angesehen werden, das der Gesuchte nachweislich nach der Gefangennahme in einem russischen Lager auch registriert wurde.


    Somit war der Idealfall gegeben, um diesbezüglich mal abklären zu lassen, wie und vor allem wo eventuell jetzt weitere Unterlagen zu der betreffenden Person erhältlich sind. Mit freundlicher Unterstützung des DRK-Suchdienstes konnte diese Frage jetzt relativ schnell beantwortet werden:


    Die 7 Seiten umfassende KGF-Akte des Gesuchten Max Weißelburg war im Bestand des DRK bereits vorhanden und ist der Antragstellerin anschließend bereits erfolgreich zugestellt worden !
    Kosten: Null Euro ! Diese ist natürlich noch in kyrillisch abgefasst und muß erst noch übersetzt werden. Das kann der Suchdienst – bei der Menge anfallender Daten – nicht wirklich auch noch übernehmen. Deshalb gleich hier der Wink mit dem Zaunpfahl, ob sich evtl. jemand aus dem Forum dazu im Stande sehen würde, dieses netterweise für Agnes zu übernehmen…


    Somit dürften sich also die Unsicherheiten bezüglich der oben genannten Fragestellung endgültig erledigt haben...:rolleyes:


    Achtung wichtig !!!


    Dieser Fall ist nur exemplarisch für die Personengruppe, welche bereits aufgrund entsprechender Nachweise in der Vergangenheit als in Gefangenschaft Registrierte anzusehen waren, d.h. in der Regel durch Eigenbekundungen (sprich Post) aus dem jeweiligen Lager. Für den weitaus überwiegenden Teil der in den Vermisstenbildlisten geführten Personen (99%) trifft dies jedoch nachweislich nicht zu !!!
    Soll heißen, dass es für Angehörige der zuletzt Genannten jetzt wenig Sinn macht, beim DRK nach dem Vorhandensein einer KGF-Akte nachzufragen ! Wobei es natürlich nach wie vor richtig bleibt, einen bestehenden, alten Suchantrag bei Bedarf zu erneuern, um bei eventuell neuen, anderweitigen Erkenntnissen, überhaupt benachrichtigt werden zu können.


    So oder so wird der Suchdienst auch in Zukunft jedem , bei dessen noch offenen Suchfall sich etwas Neues ergeben hat, dieses unaufgefordert zur Kenntnis geben. Das steht übrigens auch seit eh und je auf den einschlägigen Antwortschreiben des DRK ausdrücklich drauf ! Soweit runter liest nur in der Regel niemand mehr bei einem negativen Bescheid.


    Abschließend mein herzlichen Glückwunsch an Agnes nebst Familie, Dank an das FDW, welches ja u.a. Suchenden die entspr. Plattform bietet und nochmals ein großer Dank an den DRK-Suchdienst, der jetzt hoffentlich in Zukunft, trotz der geflissentlich geäußerten Bedenken, mit ein wenig mehr Zutrauen bedacht wird !


    Grüße


    Kai

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