Spezialist Meßtruppführer am Kommandogerät 40

  • Hallo Forumsmitglieder,


    Es geht um meinen Großvater, Gerhard Max Mandrie, geboren am 15.051915 in Dittersbach /Schlesien. Er leistete nach seiner Ausbildung den Grundwehrdienst beim Infanterie Regiment 14 in den Jahren 1935 – 1937.
    Im Anschluss verpflichtete er sich zur Luftwaffe. Er war als Stabsdienstsoldat bei der Höheren Fliegertechnischen Schule in Berlin Adlershof, seit Kriegsbeginn in Jüterbog/ Altes Lager.


    Er soll am obigen Gerät ausgebildet worden sein als Meßtruppführer. Weiß jemand was es bedeutet oder worum es sich handelt?
    Wie sah das Gerät aus?
    Gab es für die Ausbildung bestimmte Voraussetzungen oder ähnliches?


    Meine Oma meint, es sei ein Gerät zur parallelen Steuerung mehrer 8,8 Flakgeschütze gewesen.


    Ich danke für die Hilfe.


    Gruß
    Thorsten

    Thorsten

  • Hallo Thorsten


    Die Angaben im Link sind, nun ja, nicht wirklich richtig.
    zb. hat Radar keinerlei Kommandogeräte ersetzt sondern nur die optischen Entfernungsmeßgeräte.


    Im Anhang findest 4 Seiten, mit den Hauptangaben zum KdoGerät 40, aus "Waffen-Arsenal SoBd 021 = Horchgerate-Kommandogerate und Scheinwerfer der Schweren Flak 1914-1945" von Werner Müller.
    Wenn du mehr Infos zum Thema möchtest könntest du mir deine E-Mail Adresse (per PN) geben dann schick ich dir den Band als pdf- Datei


    servus
    st

  • Moin Thorsten,


    Quote

    Original von TH ST
    Er soll am obigen Gerät ausgebildet worden sein als Meßtruppführer. Weiß jemand was es bedeutet oder worum es sich handelt?


    In Ergänzung zu den von Stefan eingestellten Bildern:
    Auf der letzten Seite ist ein Schaubild mit dem entsprechenden Bedienpersonal dargestellt. Der Meßtruppführer ist der Vorgesetzte der gesamten Bedienung, das heißt, ihm obliegt das Funktionieren der gesamten Station sowohl personell als auch materiell.
    In dem Schaubild ist er mit "M.F." dargestellt.

    Quote

    Original von TH ST
    Gab es für die Ausbildung bestimmte Voraussetzungen oder ähnliches?


    Zumindest sollte er das nötige technische Verständnis für die angewandten Meßmethoden haben und in der Lage sein, jede Position am Gerät zu besetzen.
    Da das Entfernungsmeßgerät (das große quer über dem Gerät liegende Rohr) technisch ein sogenannter Raumbildentfernungsmesser ist, muß der Bediener ein sehr gut ausgeprägtes räumliches Sehvermögen haben, beide Augen müssen gleich gute Werte ohne Richtungsfehler aufweisen. Mit einem "Knick in der Pupille" wurde das nichts. ;)


    Herzliche Grüße Jürgen

    Suche alles zum Bau-Pionier-Bataillon 119 ab 11/1943

  • Hallo,


    vielen Dank für die Beiträge. Diese runden mein Bild ab und helfen mir viel von den Bereichen besser zu verstehen.


    Gruß
    Thorsten

    Thorsten

  • Hallo Thorsten,


    falls Du mehr Informationen zum KdoGer 40 benötigst, sag Bescheid :)


    VG

    Matthias