Eisenbahn-Betriebs-Kompanien

  • Eisenbahn-Betriebs-Kompanien


    Einführung, Begriff und Aufgaben


    Eisenbahn-Betriebs-Kompanien waren eine spezialisierte Eisenbahn-Pionier-Einheiten, die entsprechend dem Einsatz und der Notwendigkeit der Truppe bei den Operationen während des Krieges eingesetzt wurden. Sie waren im unmittelbaren Frontgebiet eingesetzt.
    Wehrmachtsbetrieb wurde nach den Weisungen des Chefs für das Transportwesen auf den Eisenbahnen, die <<als im Kriegsbetrieb befindlich>> erklärt waren, ausgeübt.


    Zur Durchführung des Betriebes standen zur Verfügung:
    Eisenbahn-Betriebs-Kompanien, ausnahmsweise und vorübergehend Eisenbahn-Baukompanien. Personal für Maschinen- und Werkstättenämter wird diesen Einheiten entnommen.


    An Bedienung ist erforderlich:
    1. Bahnhofs-Mannschaften
    2. Bahnbewachungs-Mannschaften
    3. Lok-Bedienung
    4. Zug-Bedienung
    5. Werkstätten-Mannschaften
    6. Verkehrs-Mannschaften (auf größeren Stationen)
    7. Bahnunterhaltungstrupps


    Die Grundlage für den Wehrmachtsbetrieb bildete der Wehrmachts-Fahrplan, der für die höchste Leistungsfähigkeit der Strecken mit ganzen und halben Militärzügen aufgenommen wurde, die bei Anwendung gleicher Geschwindigkeit überhaupt verkehren können.
    Jeder Zug im Plan erhielt eine feststehende Nummer, und zwar für die eine Richtung ungerade und für die entgegengesetzte gerade Nummern.
    Ganze Militärzüge ohne Lokomotive und Tender durften auf Vollspurbahnen bis zu 110 Achsen zählen mit einem Gesamtgewicht von höchstens 650 t, halbe bis 56 Achsen. Die Zahl der zulässigen Achsen war abhängig von den Neigungs- und Krümmungsverhältnissen der Bahnlinie, von der Länge der Kreuzungs- und Überholungsgleise auf den Bahnhöfen der zu befahrenen Strecke und der Zugkraft der verfügbaren Lokomotiven.
    Auf deutschen zweigleisigen Eisenbahnen wird stets rechts gefahren. Ob auf Bahnen im besetzten Gebiet rechts oder links gefahren wurde, entschied der Chef des Transportwesens.


    Die Aufstellung erfolgte durch die Deutsche Reichsbahn im Bereich der vorgegebenen General-Kommandos, an den Lagerorten der Ausrüstung.
    Seit der Mobilmachung gab es 8 Eisenbahn-Betriebs-Kompanien mit den Einheiten Nummern 201 bis 208.
    Diese hatten jeweils eine Kopfstärke von 5 Offizieren, 1 Beamten, 80 Unteroffizieren und 153 Mannschaften. Davon musste die Deutsche Reichsbahn 4 Offiziere, 71 Unteroffiziere und 72 Mannschaften stellen.
    Eisenbahn-Betriebs-Kompanien gehörten zu den Eisenbahn-Pionieren und unterstanden den Bedeis/General der Eisenbahnpioniere.


    Mit Wirkung vom 01. Januar 1944 scheiden die Eisenbahn-Betriebs-Kompanien aus dem Befehlsbereich des General der Eisenbahn-Truppen aus. Die Eisenbahn-Betriebs-Kompanien wurden unter Beibehaltung der Einheitennummern in die Feldeisenbahn-Betriebs-Truppe eingegliedert. (gem.Vfg. Chef Trspw/Pl Abt (IaF) Nr. 09520/43 g vom 14.1.1944)


    Die Waffenfarbe der Dienstgradabzeichen war schwarz.
    Die Truppenkennzeichnung auf den Schulterklappen/Schulterstücken war mit einem gotischen E, ab 1944 mit einem lateinischen E mit der darunter angebrachten Einheitennummer versehen, bei den Offizieren goldfarben, bei den Unteroffizieren und Mannschaften silberfarben.


    Der Nachweis von taktischen Zeichen konnte bisher nur in den Kriegsgliederungen erbracht werden.


    Bild 1 KStN
    Bild 2 Taktische Zeichen/Schulterklappen



    Betr1.jpg Betr2.jpg Betr3.jpg BetriebsKp.jpg


    Quellen:
    BV45-TTE, BN45-SCHA, BN45-JEGG, BN45-SCHA, DU-NA-T78-R405, DU-NA-T78-R404, DU-NA-T78-R403, DU-NA-T78-R402-84, DU-NA-T78-R402, DU-NA-T78-R129, DU-NA-T78-R130, DU-NA-T78-R131, DU-NA-T78-R133


    Stand:18.10.2015(MK)

  • Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 201


    Aufgestellt:
    Als Heerestruppe im Sommer 1939 in Osnabrück im Wehrkreis VI als Eisenbahn-Betriebs-Kolonne 1, das Stammpersonal stellte die Reichsbahndirektion Münster/W, das Ergänzungspersonal stellte das General Kommando VI.


    Mit Schreiben vom 29.September 1939 des B.d.E. Az. 2 - AHA/Ia (4) Nr. 8719/39 wurde die Demobilmachung der Eisenbahn Betriebs-Kolonne 1 angeordnet.


    1) Die Eisenbahn Betriebs-Kolonne 1 ist demobil zu machen. Sie ist hierzu vom Transportchef in ihr Heimatwagenaufstellungswerk zu überführen.
    2) Das von der Deutschen Reichsbahn gestellte Personal ist zu entlassen und steht der Deutschen Reichsbahn zur Verfügung.Soweit aus betrieblichen Gründen erforderlich, kann die Entlassung solchen Personals nach ärztlicher Untersuchung bereits an den derzeitigen Einsatzorten geschehen. Die Deutsche Reichsbahn stellt rechtzeitig Zuführung von Reichsbahndienst- und Zivilkleidung sicher.
    3) Die von den Wehrersatzdienststellen gestellten Ergänzungsmannschaften sind bei der Demobilmachung der Kolonne zum Eisenbahn Pionier Ersatz Bataillon 68 in Rehagen-Klausdorf zu überweisen und dorthin in geschlossenen Transporten feldmarschmäßig, jedoch ohne Munition, in Marsch zu setzen. Transportnummern und Abgangszeiten dieser Transporte sind von den zuständigen Transportkommandanten an B.d.E. (AHA/In 10) und Eisenbahn Pionier Ersatz Bataillon 68 zu melden.Das Sanitätspersonal (einschl. Sanitätsoffiziere) ist in die Sanitätsabteilung des Wehrkreises III zu überweisen und für den Dienst beim Eisenbahn Pionier Ersatz Bataillon 68 in Rehagen-Klausdorf einzusetzen.
    4) Die Demobilmachung der Kolonne in den Wagenaufstellungswerken erfolgt durch den Kolonnenführer, hierzu verbleiben Bürobearbeiter, Zahlmeister und Geräteverwalter, soweit sie von der Deutschen Reichsbahn gestellt sind, bis zur Beendigung der Demobilmachung bei der Kolonne.Der Kolonnenführer ist für die vollzählige Rückgabe der Bekleidung und Ausrüstung des an den Einsatzorten entlassenen Reichsbahnpersonals und für die vollständige Rückführung der Bekleidung, Ausrüstung und des Gerätes verantwortlich.
    5) Die Waffen und Ausrüstung des zur Entlassung kommenden Reichsbahnpersonals sind sofort nach Eintreffen im Wagenaufstellungswerk zu reinigen und stehen ebenso wie das gesamte Gerät dem B.d.E. (AHA) zur Verfügung.
    6) Die Demobilmachung der Eisenbahn Betriebs-Kolonne 1 ist spätestens 3 Tage nach Eintreffen im Wagenaufstellungswerk zu beenden und an B.d.E. (AHA) zu melden.
    Quelle: Nara T78 R861
    Im Januar Umbenennung in Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 1, ab den 29.Februar 1940 Eisenbahn- Betriebs-Kompanie 201.


    Unterstellung:
    Mai 1941 beim Kodeis 18.A.O.K ,
    Ab 10. Juli Kodeis 16. A.O.K.
    01. Januar bis 27. Mai 1942 Stab II./Eisenbahn-Pionier-Regiment 4 (Kodeis A.O.K. 2)
    28. Mai bis 30. Juni 1942 Stab/Eisenbahn-Pionier-Regiment 8 (Kodeis A.O.K. 2)
    01. Juli bis 31. Juli 1942 Eisenbahn-Pionier-Regiment z.b.V. 8 (Kodeis A.O.K. 2)
    31. Juli bis 06. August 1942 auf Transport
    06. August bis 21. August 1942 Stab/Eisenbahn-Pionier-Regiment 2 (Kodeis A.O.K. 17)
    22. August bis 25. August 1942 Eisenbahn-Pionier-Gruppe Rödlich (Stab Eisenbahn-Brücken-Bau-Bataillon 501) beim Kodeis A.O.K. 17
    26. August bis 31. August 1942 Eisenbahn-Pionier-Gruppe Tzschöckel (Stab I./Eisenbahn-Pionier-Regiment 2) ohne II. Zug
    26. August bis 31. August 1942 Eisenbahn-Pionier-Gruppe Rödlich (Stab Eisenbahn-Brücken-Bau-Bataillon 501) beim Kodeis A.O.K. 17 nur II. Zug
    01. September bis 13. Oktober 1942 Stab I./Eisenbahn-Pionier-Regiment 2 (Kodeis Pz.A.O.K. 1)
    14. Oktober bis 30. November 1942 Stab II./Eisenbahn-Pionier-Regiment 2 beim Kodeis Pz.A.O.K. 1
    01. Dezember 1942 bis 18. Februar 1943 Kodeis 2 (Eisenbahn-Pionier-Regiment-Stab z.b.V. 8 )
    18. Februar bis 23. Februar 1943 Kodeis Armee-Abteilung Lanz (Eisenbahn-Pionier-Regiment-Stab z.b.V. 8 )
    24. Februar bis 22. April 1943 Kodeis Armee-Abteilung Kempf (Eisenbahn-Pionier-Regiment-Stab z.b.V. 8 )
    23. April - 31. Mai 1943 Stab/Eisenbahn-Bau-Bataillon 513
    bis 18. Januar 1944 Kommandeur des Eisenbahn-Pionier-Regiment 5 (H.Gr.A)


    Feldpostnummer:
    29422 Mobilmachung bis Januar 1940
    28761 als Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 201 von Februar 1940 bis 22.Januar 1945


    Einsatzgebiete:
    Mai 1940 Ostpreußen,
    Bis 09. Juli 1941 Einsatz im Eisenbahnbetrieb auf der Strecke Schaulen - Dünaburg mit Übergabe an Feld-Bahn-Direktion 4.
    Ab 10. Juli 1941 Einsatz im Eisenbahnbetrieb auf der Strecke Dünaburg - Ostrow.
    Herbst 1942 bis Januar 1943 Kastornoje/Woronesh (im Januar 1943 sind 35 Vermisste gelistet),
    Am 18. Januar 1944 mit Fahrtnummer 284 004 abgefahren, nach Lerouville im Transportbezirk Nancy.
    Ab Januar 1944 im Raum Koblenz und Wehrkreis VI.
    Die Auflösung der Einheit wird mit Datum 17.Februar 1945 bestätigt.



    Ersatztruppenteil:
    Ab 27. Februar 1940 Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 68, ab 01. April 1940 Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 3 beide in Hanau Wehrkreis IX.


    Offiziere/Personal:
    Kompaniechef: Hauptmann d.R. Müller 29. Juni 1941 - 15. April 1942
    Oberleutnant Lukassek, Erkundungstruppführer 30. April 1940
    Leutnant Skrzypek, Erkundungstruppführer 30. April 1940
    Stabsfeldwebel Johannes Maier bis Januar 1943
    Feldwebel Franz Rudolf Zanker bis Januar 1943
    Feldwebel Karl Schäfer bis Januar 1943
    Unteroffizier Johann Rihl bis Januar 1943
    Unteroffizier Hans Skibitzki bis Januar 1943
    Unteroffzier Josef Hell bis Januar 1943
    Unteroffzier Martin Hoffmann bis Januar 1943
    Unteroffzier Alfred Narr bis Januar 1943


    Quellen:
    DU-NA-T78-R130, DU-NA-T78-R402, DU-NA-T78-R424


    Die Datumsangaben beziehen sich auf den Nachweis in den Quellen.


    Stand:26.01.2016(MK)

  • Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 202


    Aufgestellt:
    Als Heerestruppe im Sommer 1939 in Hamm im Wehrkreis VI als Eisenbahn-Betriebs-Kolonne 2, das Stammpersonal stellte die Reichsbahndirektion Essen, das Ergänzungspersonal stellte das General Kommando VI.[1]


    Mit Schreiben vom 29.September 1939 des B.d.E. Az. 2 - AHA/Ia (4) Nr. 8719/39 wurde die Demobilmachung der Eisenbahn Betriebs-Kolonne 2 angeordnet.


    1) Die Eisenbahn Betriebs-Kolonne 2 ist demobil zu machen. Sie ist hierzu vom Transportchef in ihr Heimatwagenaufstellungswerk zu überführen.
    2) Das von der Deutschen Reichsbahn gestellte Personal ist zu entlassen und steht der Deutschen Reichsbahn zur Verfügung.Soweit aus betrieblichen Gründen erforderlich, kann die Entlassung solchen Personals nach ärztlicher Untersuchung bereits an den derzeitigen Einsatzorten geschehen. Die Deutsche Reichsbahn stellt rechtzeitig Zuführung von Reichsbahndienst- und Zivilkleidung sicher.
    3) Die von den Wehrersatzdienststellen gestellten Ergänzungsmannschaften sind bei der Demobilmachung der Kolonne zum Eisenbahn Pionier Ersatz Bataillon 68 in Rehagen-Klausdorf zu überweisen und dorthin in geschlossenen Transporten feldmarschmäßig, jedoch ohne Munition, in Marsch zu setzen. Transportnummern und Abgangszeiten dieser Transporte sind von den zuständigen Transportkommandanten an B.d.E. (AHA/In 10) und Eisenbahn Pionier Ersatz Bataillon 68 zu melden.Das Sanitätspersonal (einschl. Sanitätsoffiziere) ist in die Sanitätsabteilung des Wehrkreises III zu überweisen und für den Dienst beim Eisenbahn Pionier Ersatz Bataillon 68 in Rehagen-Klausdorf einzusetzen.
    4) Die Demobilmachung der Kolonne in den Wagenaufstellungswerken erfolgt durch den Kolonnenführer, hierzu verbleiben Bürobearbeiter, Zahlmeister und Geräteverwalter, soweit sie von der Deutschen Reichsbahn gestellt sind, bis zur Beendigung der Demobilmachung bei der Kolonne.Der Kolonnenführer ist für die vollzählige Rückgabe der Bekleidung und Ausrüstung des an den Einsatzorten entlassenen Reichsbahnpersonals und für die vollständige Rückführung der Bekleidung, Ausrüstung und des Gerätes verantwortlich.
    5) Die Waffen und Ausrüstung des zur Entlassung kommenden Reichsbahnpersonals sind sofort nach Eintreffen im Wagenaufstellungswerk zu reinigen und stehen ebenso wie das gesamte Gerät dem B.d.E. (AHA) zur Verfügung.
    6) Die Demobilmachung der Eisenbahn Betriebs-Kolonne 2 ist spätestens 3 Tage nach Eintreffen im Wagenaufstellungswerk zu beenden und an B.d.E. (AHA) zu melden.[1]


    Im Januar 1940 Umbenennung in Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 2, ab dem 29.Februar 1940 Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 202.[1]


    Unterstellung:
    Juni 1939 bei dem Heeresgruppen Kommando Süd - Stab Eisb.Pi.Rgt.68 unterstellt.[1]
    Mai 1941 bis Januar 1942 beim Kodeis A.O.K. 16.[1]
    01. Mai bis 08. Juli 1942 Kommandeur der Eisenbahn-Pioniere 17.[1]
    09. Juli bis 24. Juli 1942 Eisenbahn-Pionier-Gruppe Tzschöckel (Stab I./Eisenbahn-Pionier-Regiment 2.[1]
    24. Juli bis 31. Juli 1942 Kommandeur der Eisenbahn-Pioniere 17, ab 24. Juli die Hälfte der Kompanie als Vorauskodeis Pz.A.O.K. 1.[1]
    01. August bis 31. August 1942 Stab I./ Eisenbahn-Pionier-Regiment 2.[1]
    01. September bis 14. September 1942 Kommandeur der Eisenbahn-Pioniere Pz.A.O.K. 1.[1]
    15. September bis 13. Oktober 1942 Stab II./ Eisenbahn-Pionier-Regiment 2.[1]
    14. Oktober bis 23. Dezember 1942 Kommandeur der Eisenbahn-Pioniere Pz.A.O.K. 1(Stab I./ Eisenbahn-Pionier-Regiment 2).[1]
    24. Dezember 1942 bis 02. Februar 1943 Stab II./ Eisenbahn-Pionier-Regiment 2.[1]
    03. Februar bis 09. Februar 1943 Eisenbahn-Pionier-Brigade 1.[1]
    10. Februar bis 10. März 1943 Kommandeur der Eisenbahn-Pioniere Don (Stab/ Eisenbahn-Pionier-Regiment (mot) 6).[1]
    11. März bis 24. April 1943 Feldbahn-Bataillon-Stab 503.[1]
    25. April bis 12. Mai 1943 Stab/Eisenbahn-Bau-Bataillon 513 (einsatzmäßig Eisenbahn-Pionier-Brigade 1).[1]
    21. Mai bis 31. Mai 1943 Kommandeur der Eisenbahn-Pioniere 6 (Stab/ Eisenbahn-Pionier-Regiment (mot) 2), einsatzmäßig Wehrmachts-Transport-Leitung.[1]
    Juli/August 1943 Kodeis A.O.K. 6,[1]
    ab 28. März 1944 Kodeis A.O.K. 17 (Stab/Eisb.Pi.Baubatl. 106)[1]


    Feldpostnummer:
    02746 Mobilmachung bis Januar 1940 als Eisenbahn-Betriebs-Kolonne 2/ Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 2.[2]
    29322 ab Februar 1940 bis Kriegsende als Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 202.[2]



    Einsatzgebiete:
    Als Eisenbahn-Betriebs-Kolonne 2 im Juni 1939 in der Gegend von Neiße und im Operationsgebiet der 8.Armee.[1]
    Im Mai 1940 in Ostpreußen.[1]
    Bis 09. Juli 1941 Einsatz im Eisenbahnbetrieb auf der Strecke Schaulen - Dünaburg mit Übergabe an Feld-Bahn-Direktion 4.[1]
    Ab 10. Juli 1941 Einsatz im Eisenbahnbetrieb auf der Strecke Dünaburg - Ostrow.[1]
    24. Februar 1942 - Auf Befehl der 17.Armee wurden Teile der Eisbahn-Betriebs-Kompanie 202 in Nikitowka zur Ortsicherung herangezogen.[1]
    Frühjahr 1943 Gebiet Minsk, Juli/August 1943 in Ilovais'k (Illowaiskaja) Rayon Amwrossijiwka - hier Abgabe einer Diesel-Lok (Gewicht 15 to) an den Hafen Taganrog. Überführung der Lok von Ilovais'k nach Uspenskaja - von hier per Tieflader nach Taganrog. Ab November 1943 war Eisenbahn-Betriebskompanie 202 gemeinsam mit einer vom Bv.T.O. 17 aufgestellte Kompanie 17/3 aus 250 blauen Eisenbahnern unter Führung von Oberleutnant Elbe bis zur Absatzbewegung zur Sicherung der Eisenbahnlinie Simferopol - Sewastopol gegen Banden eingesetzt. Nach Absetzung in die Festung Sewastopol wurden beide Kompanien unter dem vom Stab des Bv.T.O. 17 gehörenden Oberleutnant Matzke zu einem"Bv.T.O.- Bataillon" vereinigt und der 111. Infanterie-Division, Grenadier-Regiment 289 zur Verfügung gestellt, eingesetzt wurde dieses Bataillon im Inkerman-Tal.
    Frühjahr 1944 Krim/Sewastopol, Rückzug durch Rumänien, [1][2][3]
    Januar 1945 im Gebiet von Gnesen, März 1945 Bohumín (Oderberg), auf tschechischen Gebiet in russische Kriegsgefangenschaft.[1][2][3]


    Ersatztruppenteil:
    Ab 27. Februar 1940 Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 68, ab 01. April 1940 Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 3 beide in Hanau Wehrkreis IX.[1]


    Offiziere/Personal:
    Kompaniechef: Hauptmann d.R. Rätsch, 29. Juni 1941 - 15. April 1942[1]
    Kompanie-Führer: Leutnant Jakuli November 1943 - April 1944[1]
    Oberleutnant Manns, Erkundungstruppführer 30. April 1940[1]
    Stabsfeldwebel Bruno Krähl bis Mai 1944 [3]
    Unteroffizier (Lokführer) Bernhard Prott bis Mai 1944 [3]
    Unteroffizier Gustav Heublein bis Mai 1944 [3]
    Unteroffizier Herbert Halte bis April 1943 [3]
    Obergefreiter Otto Alisch bis März 1945 [3]
    Obergefreiter Peter Brezler bis März 1945 [3]
    Obergefreiter Josef Glöckner bis Februar 1944 [3]
    Obergefreiter Franz Jappes bis April 1944 [3]
    Obergefreiter Max Krämer bis Januar 1945 [3]
    Obergefreiter Walter Kuhweide bis April 1945 [3]
    Obergefreiter Walter Leidenfrost bis Mai 1944 [3]
    Obergefreiter Heinz Lange bis Februar 1945 [3]
    Obergefreiter Paul Schiller bis Mai 1944 [3]
    Obergefreiter Johann Schreiber bis Februar 1944 [3]
    Obergefreiter Albert Schüle bis März 1945 [3]
    Obergefreiter Wilhelm Willich bis Mai 1944 [3]
    Gefreiter Alois Kainz bis Mai 1944 [3]
    Gefreiter Karl Küll bis Mai 1944 [3]
    Gefreiter Werner Schlöffel bis März 1945 [3]
    Feldeisenbahner Karl Lothar Kapp bis Juli 1944 [3]



    Quellen:
    [1] Nara T78
    [2] Fpü I u. III
    [3] DRK - VBL
    [4] Stammtafel


    Die Datumsangaben beziehen sich auf den Nachweis in den Quellen.


    Stand:31.01.2016(MK)

  • Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 203


    Aufgestellt:
    Als Heerestruppe im Sommer 1939 in Meckelfeld bei Hamburg-Wilhelmsburg im Wehrkreis VI als Eisenbahn-Betriebs-Kolonne 3, das Stammpersonal stellte die Reichsbahndirektion Hamburg, das Ergänzungspersonal stellte das General Kommando X. Im Januar 1940 Umbenennung in Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 3, ab dem 29.Februar 1940 Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 203.


    Unterstellung:
    Mai 1941 Eisenbahn Bau-Bataillon 514 (beim A.O.K. 4)
    November 1941 Eisenbahn-Pionier-Regiment 1 = Kodeis Mitte
    01. Mai bis 10. Mai 1942 Stab/Eisenbahn-Pionier-Regiment 8 (Kodeis Pz.A.O.K. 2) Oberstleutnant Kentner
    11. Mai bis 19. Juli 1942 Stab II./Eisenbahn-Pionier-Regiment 8 beim Kodeis Pz.A.O.K. 2, Major Groth
    20, Juli bis 07. August 1942 Kodeis Pz.A.O.K. 1, Major Oesten
    08. August 1942 bis 13. März 1943 Kodeis A.O.K. 17 Oberstleutnant Kentner
    14. März bis 28. März 1943 Grukodeis Süd
    29. März bis 23. April 1943 Feldbahn-Bataillon-Stab 503
    24. April bis 30. April 1943 Stab Eisenbahn-Bau-Bataillon 513


    Feldpostnummer:
    31120 Mobilmachung bis Januar 1940 als Eisenbahn-Betriebs-Kolonne 3/ Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 3
    30660 ab Februar 1940 bis Kriegsende als Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 203


    Einsatzgebiete:
    Mai 1941 in Pruszkow bei Warschau, Versorgung durch General Kommando XXXV. In der Nacht vom 02. - 03.11. 1941 wurde zwischen Bahnhof Batagawo und Sudimir (Strecke Brjansk - Suchinitschi) ein Lokzug der Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 203 beschossen (Meldung Kodeis Mitte).
    01. Juni - 31. August 1943 Strecke Newel - Nowosokolniki, am 18.7. Bhf Winsen, Bhf Isotscha, Bhf Nowosokolniki
    10. - 27. September 1943 Bahnhof Nowosokolniki
    24.6.44 Kompanie in Brest eingesetzt zur Aufnahme des Eisenbahnbetriebes auf Breitspur Strecke Brest - Zabinka.
    April 1945 im Gebiet Budweis


    Ersatztruppenteil:
    Ab 27. Februar 1940 Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 68, ab 01. April 1940 Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 3 beide in Hanau Wehrkreis IX.


    Offiziere/Personal:
    Kompanieführer / Kompaniechef: Leutnant / Oberleutnant Gerhard Michael 11. Mai 1940 bis 01. September 1942
    Oberleutnant d.R. Pfitzemeier 19. März 1941
    Erkundungstruppführer Leutnant Leipoldt 26. April bis 05. Juni 1940
    Unteroffizier Josef Spies bis April 1945


    Quellen:
    DU-NA-T78-R130, DU-NA-T78-R402, DU-NA-T78-R424


    Die Datumsangaben beziehen sich auf den Nachweis in den Quellen.


    Stand:27.01.2016(MK)

  • Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 204


    Aufgestellt:
    Als Heerestruppe im Sommer 1939 in Langenberg/Rhld. (Strecke Wuppertal-Vohwinkel-Kupferdreh) im Wehrkreis VI als Eisenbahn-Betriebs-Kolonne 4, das Stammpersonal stellte die Reichsbahndirektion Wuppertal, das Ergänzungspersonal stellte das General Kommando VI.[1]


    Mit Schreiben vom 29.September 1939 des B.d.E. Az. 2 - AHA/Ia (4) Nr. 8719/39 wurde die Demobilmachung der Eisenbahn Betriebs-Kolonne 4 angeordnet.[1]


    1) Die Eisenbahn Betriebs-Kolonne 4 ist demobil zu machen. Sie ist hierzu vom Transportchef in ihr Heimatwagenaufstellungswerk zu überführen.
    2) Das von der Deutschen Reichsbahn gestellte Personal ist zu entlassen und steht der Deutschen Reichsbahn zur Verfügung.Soweit aus betrieblichen Gründen erforderlich, kann die Entlassung solchen Personals nach ärztlicher Untersuchung bereits an den derzeitigen Einsatzorten geschehen. Die Deutsche Reichsbahn stellt rechtzeitig Zuführung von Reichsbahndienst- und Zivilkleidung sicher.
    3) Die von den Wehrersatzdienststellen gestellten Ergänzungsmannschaften sind bei der Demobilmachung der Kolonne zum Eisenbahn Pionier Ersatz Bataillon 68 in Rehagen-Klausdorf zu überweisen und dorthin in geschlossenen Transporten feldmarschmäßig, jedoch ohne Munition, in Marsch zu setzen. Transportnummern und Abgangszeiten dieser Transporte sind von den zuständigen Transportkommandanten an B.d.E. (AHA/In 10) und Eisenbahn Pionier Ersatz Bataillon 68 zu melden.Das Sanitätspersonal (einschl. Sanitätsoffiziere) ist in die Sanitätsabteilung des Wehrkreises III zu überweisen und für den Dienst beim Eisenbahn Pionier Ersatz Bataillon 68 in Rehagen-Klausdorf einzusetzen.
    4) Die Demobilmachung der Kolonne in den Wagenaufstellungswerken erfolgt durch den Kolonnenführer, hierzu verbleiben Bürobearbeiter, Zahlmeister und Geräteverwalter, soweit sie von der Deutschen Reichsbahn gestellt sind, bis zur Beendigung der Demobilmachung bei der Kolonne.Der Kolonnenführer ist für die vollzählige Rückgabe der Bekleidung und Ausrüstung des an den Einsatzorten entlassenen Reichsbahnpersonals und für die vollständige Rückführung der Bekleidung, Ausrüstung und des Gerätes verantwortlich.
    5) Die Waffen und Ausrüstung des zur Entlassung kommenden Reichsbahnpersonals sind sofort nach Eintreffen im Wagenaufstellungswerk zu reinigen und stehen ebenso wie das gesamte Gerät dem B.d.E. (AHA) zur Verfügung.
    6) Die Demobilmachung der Eisenbahn Betriebs-Kolonne 4 ist spätestens 3 Tage nach Eintreffen im Wagenaufstellungswerk zu beenden und an B.d.E. (AHA) zu melden.
    [1]


    Im Januar 1940 Umbenennung in Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 4, ab dem 29.Februar 1940 Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 204.[1]


    Unterstellung:
    Mai 1941 Eisenbahn Bau-Bataillon 514 (beim A.O.K. 4)[1]
    April bis August 1943 Kommandeur Eisenbahn-Pionier-Bataillon II./1 (Kodeis AOK 4)[1]


    Feldpostnummer:
    06085 Mobilmachung bis Januar 1940 als Eisenbahn-Betriebs-Kolonne 4/ Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 4.[2]
    31415 ab Februar 1940 bis Kriegsende als Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 204 [2]


    Einsatzgebiete:
    Mai 1941 in Plochocin bei Warschau, Versorgung durch General Kommando XXXV.[1]
    30.Januar 1942 - Die auf dem Bahnhof Wjasma eingesetzten Eisbahn-Betriebs-Kompanie wird zum infanteristischen Einsatz an der Rollbahn Wjasma - Juchnow abgezogen.[1]
    01.Februar 1942 - Die auf den Strecken Rshew - Richtung Moskau und Rhsew - Richtung Torshok eingesetzten Eisbahn-Betriebs-Kompanie 204 hatte durch Feindeinwirkung 6 Gefallene und 8. Vermisste.[1]
    12. April 1943 Strecke Smolensk - Dorogobush 2,5,km ostwärts Wyschegor[1]
    01. Mai 1943 Strecke Smolensk - Dorogobush km 319,0[1]
    20. Mai 1943 Bahnhof Wyschegor und Stichbahn Dorogobush Bhf. - Dorogobush-Stadt[1]
    15. Juni 1943 Strecke Smolensk - Dorogobush[1]
    03. - 27. Juli 1943 Bahnhof Wyschegor, Strecke Smolensk - Richtung Dorogobush und Stichbahn Dorogobush Bhf. - Dorogobush-Stadt nur Kgf. der Kompanie (Reparaturarbeiten)[1]
    03. - 21. August 1943 Strecke Smolensk - Richtung Dorogobush nur Kgf. der Kompanie (Reparaturarbeiten)[1]
    (?) bis Dezember 1944 Einsatz auf dem Balkan, Januar 1945 im Gebiet Wreschen.[3]


    Ersatztruppenteil:
    Ab 27. Februar 1940 Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 68, ab 01. April 1940 Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 3 beide in Hanau Wehrkreis IX.[1]


    Offiziere/Personal:
    Unteroffzier Wolfgang Duncker bis Januar 1945 [3]
    Unteroffzier Otto Franz bis März 1945 [3]
    Unteroffzier Karl Schmitt bis März 1945 [3]


    Quellen:
    [1] Nara T78
    [2] Fpü I u. III
    [3] DRK - VBL
    [4] Stammtafel


    Die Datumsangaben beziehen sich auf den Nachweis in den Quellen.


    Stand:16.01.2016(MK)

  • Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 205


    Aufgestellt:
    Als Heerestruppe im Sommer 1939 in Langenberg/Rhld. (Strecke Wuppertal-Vohwinkel-Kupferdreh) im Wehrkreis VI als Eisenbahn-Betriebs-Kolonne 5, das Stammpersonal stellte die Reichsbahndirektion Köln, das Ergänzungspersonal stellte das General Kommando VI. Im Januar Umbenennung in Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 5, ab dem 29.Februar 1940 Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 205.[1]


    Unterstellung:
    Mai 1941 Eisenbahn Bau-Bataillon 514 (beim A.O.K. 4), Juni 1941 bis Sommer 1942 Grukodeis Mitte [1]


    Feldpostnummer:
    19032 Mobilmachung bis Januar 1940 als Eisenbahn-Betriebs-Kolonne 5/ Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 5 [2]
    32202 ab Februar 1940 bis Kriegsende als Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 205 [2]


    Einsatzgebiete:
    Mai 1941 in Plochocin bei Warschau, Versorgung durch General Kommando XXXV., Juni/Juli 1941 im Gebiet Bobruisk-Ossipowitschi. [1]
    07.März 1942 - Auf der Strecke Sanosnaja - Wjasma fiel bei Feindberührung 1 Mann.[1]
    Winter 1941/1942 im Gebiet Tula-Kalugadann. [1]
    Im August 1942 befahl OKW nunmehr doch die bereits im Juni geplante Zuführung einer Eisenbahn-Betriebs-Kompanie zum Einsatz bei Pz.AOK Afrika. Aus dem im Bereich Mitte eingesetzten Eisenbahn-Betriebs-Kompanien 204 und 205 wurden die Tropendiesttauglichen, eine bereits zusammengestellte Personaleinheit, ohne Gerät als Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 205 nach Fürstenwalde zur Geräteausstattung in Marsch gesetzt. Die Kompanie in Stärke von 7 Offizieren, 1 Sanitätsoffizier, 1 Beamter, 63 Unteroffiziere und 187 Mannschaften, traf im laufe des September über Italien und Griechenland in Afrika ein und wurde Pz.AOK Afrika unterstellt. (Mit Befehl Nr. 9378g vom 16.September 1942 beim Pz.A.O.K. Afrika.) Nach Abschluss der Kämpfe in Tunesien und Räumung des afrikanischen Kriegsschauplatzes meldete die Kompanie folgende Verluste: 1 Mann gefallen, Oberleutnant Rainscher, Leutnant Grimm, 13 Unteroffiziere und 31 Mann vermisst.[1]
    Oktober 1943 Einsatz in Italien (Vairano).[5]
    März-Mai 1945 im Gebiet Altvatergebirge-Mährisch Trübau.[1][2][3]



    Ersatztruppenteil:
    Ab 27. Februar 1940 Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 68, ab 01. April 1940 Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 3 beide in Hanau Wehrkreis IX.[1]


    Offiziere/Personal:
    Kompaniechef Oberleutnant Karl Gräwe bis 08.Mai.1945 (Am 17.Januar 1947 in Asbest in der Kriegsgefangenschaft gestorben)[4]
    Oberleutnant d.R. Dietrich 26. April 1940 bis 25. März 1941, auch Einsatz als Erkundungstruppführer.[1]
    Oberleutnant Reinscher - Restkommando Tunesien (siehe oben) [1]
    Leutnant Gräwe bis 26. April 1941 [1]
    Leutnant Karl-Heinz Hemming ab 27. April 1941 [1]
    Leutnant Grimm (siehe oben)[1]
    Leutnant Hoppe 16. Oktober 1943.[5]
    Leutnant Ing. Alfred Krause bis Mai 1945 [3]
    Oberfeldwebel Carl Pölka bis April 1945 [3]
    Feldwebel Alfred Götze bis Januar 1945 [3]
    Unteroffzier Wilhelm Otto Best bis März 1944 [3]
    Unteroffzier Karl Jordan bis April 1945 [3]
    Unteroffzier Ernst Schmidt bis Februar 1945 [3]
    Unteroffzier Nikolaus Schmidt bis Januar 1942 [3]
    Unteroffzier Max Hasenbein bis März 1945 [3]
    Unteroffzier Martin Judith bis Dezember 1944 [3]
    Obergefreiter Gerhard Kohlisch bis 16. Oktober 1943 (gefallen).[5]


    Quellen:
    [1] Nara T78
    [2] Fpü I u. III
    [3] DRK - VBL
    [4] Stammtafel
    [5] FDW, Sub Erstgrablagen


    Die Datumsangaben beziehen sich auf den Nachweis in den Quellen.


    Stand:16.02.2016(MK)

  • Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 206


    Aufgestellt:
    Als Heerestruppe am 25.April 1940 im Wehrkreis X als Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 206 aufgestellt.[1]



    Unterstellung:
    Seit der Aufstellung bis ca. 1944(?) dem Kodeis Norwegen, dann bis Kriegsende dem Wehrmachts-Transport-Offizier Skandinavien.[1]


    Feldpostnummer:
    37685 von der Aufstellung bis Kriegsende[2]


    Einsatzgebiete:
    Die Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 206 traf mit dem Schiff am 02.Mai 1940 in Norwegen ein, die Einheit war an der Strecke Mosjörn-Elsfjord (Nordlandbahn) eingesetzt.[1]
    05.Februar 1942 - Eisbahn-Betriebs-Kompanie 206 beim Kommandeur der Eisenbahn-Pioniere-Lappland erstmalig bei der Lagemeldung an Ch.d.Trspw. gemeldet.[1]
    10.Oktober 1942 -Ein Zug der Eisbahn-Betriebs-Kompanie 206 verbleibt zum weiteren Ausbau des Bahnhof Björnfjell (Übernahme von Restarbeiten des O.T.), zur Vorbereitung von Sperrmaßnahmen und als Betriebsreserve im Raume Narvik. Der Rest der Kompanie bleibt bzw. wird im Raum Oslo und Drontheim zur Steigerung der Streckenleistung und als Betriebsreserve eingesetzt.[1]
    Ab Januar 1945 war je ein Zug in Oslo, Drontheim und Narvik eingesetzt.[1]


    Ersatztruppenteil:
    Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 1 in Fürstenwalde/Spree im Wehrkreis III.[1]


    Offiziere/Personal:


    Quellen:
    [1] Nara T78
    [2] Fpü I u. III
    [3] DRK - VBL
    [4] Stammtafel


    Die Datumsangaben beziehen sich auf den Nachweis in den Quellen.


    Stand: 18.12.2015(MK)

  • Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 207


    Aufgestellt:
    Als Heerestruppe am 06.Mai 1940 im Wehrkreis III, als Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 207. Nach der Vernichtung der Einheit im Kessel von Stalingrad, wurde diese Einheit Ende 1944/Anfang 1945 neu aufgestellt in Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 207/1 und Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 207/2.[1]


    Unterstellung:
    Im Juni 1941 dem Kodeis A.O.K. 6 - II./Eisb.Pi.Rgt.(mot) 4 unterstellt bis Januar 1943 [1]
    12. Oktober 1941 Kommandeur der Eisenbahn-Pionier 6 (unmittelbar)[1]
    Oktober 1941 Stab/Eisenbahn-Bau-Bataillon 511 beim Kodeis A.O.K. 6.[1]
    bis 18. Januar 1944 Kommandeur der Eisenbahn-Pionier-Brigade 1 (H.Gr.Süd)[1]
    Ende 1944 Feldeisenbahn-Betriebs-Abteilung 4.[1]


    Feldpostnummer:
    16210 seit der Aufstellung bis Winter 1944/1945 Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 207, dann ab 19.März 1945 Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 207/1. [2]
    39429 ab 20.März 1945 Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 207/2. [2]



    Einsatzgebiete:
    Am 13. Juni 1941 - 05.August 1941 im Operationsgebiet der 6. Armee.[1]
    03. Oktober 1941, Kompanie besetzt die Strecke Tarnitza - Gredenca, bessert die geringfügigen Oberbauschäden aus und nimmt anschließend Pendelverkehr auf dieser Strecke auf. Sonderführer Netzer wird der Kompanie zur Beratung in maschienentechnischen Fragen zugeteilt.[1]
    12. Oktober 1941, Kompanie übergibt den Betrieb auf der Strecke Darniza - Grbenka an Feldbahn-Direktion 3 und stellt sich in Poltawa zu weiteren Einsatz bereit.[1]
    08. März 1942 - Nachdem die Wiederherstellungsarbeiten an der Donez-Brücke und im Bahnhof Smijew auf der Strecke Charkow - Jama eingestellt wurden, wird das dort beteiligte Kommando der Eisbahn-Betriebs-Kompanie 207 in Alarmbereitschaft versetzt. Die Alarmbereitschaft wurde am 12.März 1942 wieder aufgehoben.[1]
    16.Mai 1942 - Die auf der Strecke Charkow - Jama eingesetzte eindrittel der Betr.Kp. 207 im Raum Smijew wurde dem Armee-Pionierführer 6 unterstellt und taktisch eingesetzt.[1]
    Winter 1942/1943 im Gebiet Kastornoje - Stalingrad eingeschlossen und vernichtet.[1]
    Am 27.Oktober 1943, 1km südlich des Bahnhofes Simonsfeld, an der Strecke Apostolowo-Nikopol (Ukraine) ist Fritz Schröckseis verstorben, daher ist anzunehmen das die Einheit für die Strecke Apostolowo-Nikopol zum genannten Zeitpunkt eingesetzt war.[4]
    Am 18. Januar 1944 mit Fahrtnummer 282 110 abgefahren, nach Lerouville im Transportbezirk Nancy.[1]
    Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 207/1 Winter 1944 im Gebiet des Wehrkreis XXI, im Januar/Februar 1945 im Raum Fulda-Oberbimbach, ab Ende Februar und März 1945 im Raum Glogau, Versprengte der Einheit im Gebiet Tabor, Tetschen und Cottbus. [1][2][3]
    Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 207/2 ab Winter 1944 im Gebiet des Wehrkreis XXI.[1][2][3]
    Versprengte der Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 207/2 im März 1945 im Raum Niesky-Petershain.[1][2][3]



    Ersatztruppenteil:
    Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 1 in Fürstenwalde/Spree im Wehrkreis III.[1]


    Offiziere/Personal:
    Kompaniechef: Hauptmann d.L. Müller 25. März 1941[1]
    Kommandeur Hauptmann Albert Sebisch bis Januar 1943 [3]
    Oberleutnant Heinrich Johann Friedrich Lübben bis Januar 1943, mit Wirkung zum 01.02.1943 zum Hauptmann befördert [3][5]
    Sonderführer Netzer ab 03. Oktober 1941[1]
    Hauptfeldwebel Florenz Ostendorf bis Januar 1943 [3]
    Stabsfeldwebel Heinrich Bastika bis November 1942 [3]
    Stabsfeldwebel Kurt Franz bis Januar 1943 [3]
    Stabsfeldwebel Erich Rogoll bis Januar 1943 [3]
    Feldwebel Vitus Krettner bis Januar 1943 [3]
    Feldwebel Oskar Krüger bis Dezember 1942 [3]
    Feldwebel Emil Lübben bis Januar 1943 [3]
    Feldwebel Willi Stich bis September 1944 [3]
    Feldwebel Eduard Holzapfel bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Gottfried Bauer bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Bruno Germer bis Dezember 1942 [3]
    Unteroffzier William Hackenberger bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Georg Hager bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Gerhard Hapke bis November 1943 [3]
    Unteroffzier Ernst Hentschke bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Edwin Holler bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Werner Hopach bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Josef Huber bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Kurt Irmer bis Dezember 1942 [3]
    Unteroffzier Ludwig Juchheim bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Günter Kahlert bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Heinrich Kamp bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Werner Kopsch bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Peter Kreitmaier bis Dezember 1942 [3]
    Unteroffzier Heinrich Lottritz bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Anton Overhues bis Oktober 1943 [3]
    Unteroffzier Ludwig Reichenberger bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Alfred Stehr bis Dezember 1942 [3]
    Unteroffzier Johannes Clobes bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Paul Schulz bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Fritz Müller bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Johannes Kleibrink bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Wilhelm Kett bis Januar 1943 [3]
    Unteroffzier Fritz Schröckseis bis 27. Oktober 1943 [3]
    Unteroffzier Fritz Schönstädt bis März 1945 [3]


    Quellen:
    [1] Nara T78
    [2] Fpü I u. III
    [3] DRK - VBL
    [4] FDW
    [5] Wehrpass


    Die Datumsangaben beziehen sich auf den Nachweis in den Quellen.


    Stand: 10.10.2017(MK)

  • Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 208


    Aufgestellt:
    Als Heerestruppe am 07.Juni 1940 im Wehrkreis III als Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 208.[1]


    Unterstellung:
    bis Februar 1944 dem Kodeis A.O.K. 8., Ende 1944 Feldeisenbahn-Betriebs-Abteilung 4.[1]


    Feldpostnummer:
    17413 von der Aufstellung bis Kriegsende [2]


    Einsatzgebiete:
    ab November 1943 bis Februar 1944 im Gebiet von Krementschug/ Tscherkassy. [1][2][3]
    August 1944 im Gebiet Metz-Diedenhofen, ab Winter 1944 im Gebiet des Wehrkreis XXI.[1][2][3]


    Ersatztruppenteil:
    Eisenbahn-Pionier-Ersatz-Bataillon 1 in Fürstenwalde/Spree im Wehrkrei III.[1]


    Offiziere/Personal:
    Kompaniechef Major Thöne bis 25.März 1943 [1]
    Leutnant Johann Derrer bis Januar 1944 [3]
    Leutnant Ludwig Repplinger bis August 1944 [3]
    Unterfeldwebel Hans Lenzko bis April 1945 [3]
    Unterfeldwebel Walter Mittermüller bis September 1944 [3]
    Unteroffizier Josef Weber bis Januar 1944 [3]
    Unteroffizier Karl Schulze bis Nivember 1943 [3]
    Unteroffizier Willi Mayer bis Januar 1944 [3]
    Unteroffizier Hans Kunik bis Januar 1945 [3]
    Unteroffizier Walter Jäger bis Oktober 1944 [3]
    Unteroffizier Hans Joachim Herrmann bis Januar 1944 [3]
    Unteroffizier Fritz Fiedler bis Januar 1944 [3]
    Unteroffizier Rudilf Haseneier bis Januar 1944 [3]


    Quellen:
    [1] Nara T78
    [2] Fpü I u. III
    [3] DRK - VBL



    Die Datumsangaben beziehen sich auf den Nachweis in den Quellen.


    Stand: 18.12.2015(MK)

  • Hallo Miteinander,
    hier die Ausarbeitung der ArgeEisenbahn, zu den Eisenbahn-Betriebs-Kompanien 201 bis 208.


    Über Ergänzungen würden wir uns freuen, Quellenangaben sind ausdrücklich erwünscht.
    Bei Einstellungen von Bilder und weiteren Informationen bitte das Copyright beachten.


    Vielen Dank.

    Grüße Matthias

  • Hallo,


    bin im Besitz eines Sterbebildes eines Uffz,einer Eisenbahn Betriebs Kompanie.


    Fritz Schröckseis
    geb.26.03.1915
    gef.27.10.1943
    bei Nikopol/Ukraine


    welche Eisenbahn Betriebs Kompanie käme in Frage?
    F.Schröckseis ist in der Gräbersuche Online beim Volksbund nicht gelistet!


    mfg Eumex

  • Hallo, Eumex,


    Nikopol liegt in der Oblast Dnjeprpropetrowsk


    Dnjeprpropetrowsk war eine von vier Haupteisenbahndirektionen in der besetzten Sowjetunion


    Ihr unterstanden u.a. diese Betriebsämter: Apostolowo, Dolginzewo, Nikolajew, Simferopol und Snamenka.


    Matthias (Köhler), kannst Du damit etwas anfangen und weitersuchen ?




    ( ich hoffe, die Namen sind richtig geschrieben)

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • Hallo,


    Danke Eumex für die Informationen.


    Auszug WASt:
    Unteroffizier Fritz Schröckseis war Angehöriger der Eisenbahn-Betriebs-Kompanie 207 und ist am 27.Okt. 1943, 1km südlich des Bahnhofes Simonsfeld, an der Strecke Apostolowo-Nikopol verstorben. Fritz Schröckseis wurde auf dem Soldatenfriedhof Apostolowo bestattet, über den heutigen Zustand des Friedhofes können keine Angaben gemacht werden.

    Grüße Matthias