Bergung u. Entsorgung von Munition aus dem Weltkrieg

  • Hallo Thilo,


    vielen Dank für den Hinweis - mir war die Riffelung bislang als zur Bildung von K-Splittern geläufig.


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo,

    gestern wurde ein Mann bei der Explosion einer Granate in seinem Haus in Cerfontaine, in der Nähe von Maubeuge, schwer verletzt. Der Mann war als Sondler bekannt.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo,


    hier zeigt sich, dass Gefahren durch im Boden versteckte Sprengkörper nach wie vor sehr real sind - vor allem in Gegenden, in denen sie im letzten Krieg eingesetzt worden waren. Das wäre m. W. auch nicht die erste Bombe, die unentdeckt im Aushub einer Baustelle abtransportiert und an anderer Stelle erst entdeckt wurde!


    Obwohl in Planungsunterlagen immer wieder auf diese Gefahren hingewiesen wird (vor allem bei Erdarbeiten in bekannten, munitionsgefährdeten Gebieten), sind sich die Arbeiter vor Ort diesen Gefahren oftmals gar nicht richtig bewusst - so jedenfalls meine Erfahrung.


    Was den Artikel zum Ereignis in den Westfälischen Nachrichten angeht, fand ich diesen Satz hier toll:

    Quote

    Teile der Bombe haben sich bei der Detonation im weiten Umkreis verteilt.

    Was hatte der Verfasser bzw. die Verfasserin bei einer vermuteten 75-kg-Bombe denn so erwartet? Tischfeuerwerksmäßiges Ploppen und allseits großes Hallo?


    Mir brennt angesichts solcher Zeilen nur eine Frage auf den Nägeln: Wer bindet Dir morgens eigentlich die Schuhe?


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo Stefan,

    auch in französischsprachigen Zeitungen werden bei Munitionsfunden falsche Bezeichnungen verwendet. Neulich wurde an an der Bahnlinie mehrfach "Granaten" mit bis zu 500 Kg Sprengstoff.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo Stefan,

    auch in französischsprachigen Zeitungen werden bei Munitionsfunden falsche Bezeichnungen verwendet. Neulich wurde an an der Bahnlinie mehrfach "Granaten" mit bis zu 500 Kg Sprengstoff.

    Gruss

    Rainer

    Hallo,

    ein seltener Fund. Die Munition gehörte dann sich zum 38 cm Eisenbahngeschütz.:D

    Der "Siegfried" konnte auch 800 kg Granaten verschießen - die Sprengstofffüllung dürfte dann in dieser Größenordnung liegen.

    Oder es war etwas ganz anderes?

    Was ich damit sagen möchte: es gab durchaus Granaten dieser Größe. Nicht nur Bomben.

    Gruß, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • Hallo Uwe,

    Die Munition gehörte dann sich zum 38 cm Eisenbahngeschütz.

    wenn im französischen Text aber "obus américain" steht, und ich annehme, dass französische Kampfmittelräumer sich wohl auskennen,dann erscheint mir Siegfriedgranate etwas gewagt. Und die Bahnlinie Paris-Carn war xMal bombardiert worden.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo Rainer,

    den französischen Artikel habe ich nicht gelesen - war der hier verlinkt oder der Ort genannt, so dass ich per Suchfunktion leicht darauf hätte zurückgreifen können? Pardon - das muss ich in der Eile überlesen haben.

    Und dass mein Beitrag nicht ernst gemeint war ist ja wohl offensichtlich.

    Servus, Uwe K.

    "Was sprechen die Diesel, Johann? - Die Diesel sind zufrieden, Herr Kaleu."

  • Hallo Uwe.

    wenn Du schon von Eisenbahngeschützen sprichst... ...dann fühle ich mich angesprochen.. ;-)

    ( ...) Oder es war etwas ganz anderes?

    Was ich damit sagen möchte: es gab durchaus Granaten dieser Größe. Nicht nur Bomben.

    Gruß, Uwe K.

    Bomben?

    Du meinst "Abwurfmunition" ? ;-)


    ( So ist das halt mit dem "Volksmund" - im geläufigen Sprachgebrauch wird nicht detailliert unterschieden. )


    ( Ironie wieder aus! )


    Herzliche Grüße

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo,

    auf der Reede von Brest wurde eine deutsche, fast eine Tonne schwere, Seemine gestern gesprengt. Sie war im Handelshafen vor kurzem gefunden worden.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo zusammen,


    In Opladen wurde anscheinend seit dem Zweiten Weltkrieg in einer Luftschutzzelle Munition gelagert. Bei Bauarbeiten wurde der Einmannbunker ausgegraben und die Munition entdeckt:


    https://mobil.ksta.de/region/l…r=https://www.google.com/


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hallo Thomas,


    in Heilbronn an einer sehr entlegene Stelle, aber an einer sehr schönene Wanderroute in Heilbronn gab es auch so einen Bunker. Den haben wir Buben gefunden und die dort auch gelagerten Waffen mit genommen, ich kam mit einer geladene Pistole und einem ebenfalls geladenem Karabiner nach Hause. Mein Vater war entsetzt zumal er feststellte, daß die Waffen geladen waren, er verstand nicht, warum die Waffen nicht entladen wurden vor dem Einlagern. Und fragte ob wir Handgranaten gefunden hätten, das haben wir, aber liegen gelassen, wir wußte wie gefährlich die Dinger sind, wenn man nicht weit genug werfen kann, oder die Granate unglücklich liegen bleibt.


    Gruß Wolfgang

  • (...) in Heilbronn an einer sehr entlegene Stelle, aber an einer sehr schönene Wanderroute in Heilbronn gab es auch so einen Bunker. Den haben wir Buben gefunden und die dort auch gelagerten Waffen mit genommen, (...)

    " Saububen - sau elendige ! " ( wie man hier im Heilbronner Hinterland so zu sagen pflegt(e)... ;-) )


    Aber lieber Lausbub Wolfgang, nun im Ernst: sollte es sich um einen Unterstand der "Neckar-Enz-Stellung" gehandelt haben, so würde sich ein Kollege in Gundelsheim sehr über diese Info bzw. nähere Angaben freuen. Er beschäftigt sich schon lange mit dieser Anlage und hat auch schon mehrere Beiträge in heimatgeschichtlichen Blättern veröffentlicht.

    Wenn Du willst, kann ich ja gerne mal den Kontakt vermittelt / Infos auch weitergeben.


    Herzliche Grüße aus der alten Heimat

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Grüß Gott Uwe,


    nein, der Bunker gehörte nicht zu einer Verteidigungslinie, da wahrscheinlich auch heute noch die Kampfmittel einschließlich Handgranaten da drin ist, mag ich nicht gerne öffentlich bekanntgeben, wo der Bunker ist.

    Ich schicke Dir dazu eine PN.


    Gruß Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,


    richtig so: Details per PN .

    Da es sich nicht um ein Bauwerk der Neckar-Enz-Stellung handelt ist die Sache für mich/uns erledigt.


    Herzlichen Dank und viele Grüße

    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo Uwe,


    nein, das war kein Verteidigungsbunker, geh hin, dann wirst Du das sehen.


    Und natürlich werde ich keinesfalls im Internet ausbreiten, wo genau ich einen Bunker mit Kampfmitteln gefunden habe. Obwohl ich annehme, daß die alten Sontheimer den Bunker kannten. Und die, die Kampfmittel aus der Stadt dahin getragen haben.


    Gruß Wolfgang

  • N'Abend zusammen.


    Und auch das gibt es: die Staatsanwaltschaft Trier ermittelt derzeit gegen Mitarbeiter des KMBD! Hintergrund der Vorwürfe ist laut Trierischer Volksfreund "der mögliche illegale Besitz und Handel mit Fundstücken aus dem Bestand des Kampfmittelräumdienstes. Ein 53-jähriger Beschuldigter soll einem 29-Jährigen aus der Region Trier sogar ein Panzerfaustrohr überlassen haben."

    -> https://www.volksfreund.de/reg…tet-sich-aus_aid-53949483


    Der zweite Satz lässt mich allerdings wieder nichts Gutes ahnen, was die journalistische Tätigkeit i. S. v. absolut sicherem Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit betrifft.


    Wenn es sich hierbei um das Abschussrohr einer deutschen Panzerfaust handelt (wovon ich ausgehe), dürfte das der ungefährlichste Gegenstand sein, mit dem die Leute hantiert und/oder gehandelt haben.

    Aber "Panzerfaustrohr" hört sich für den Ahnungslosen halt wirklich gefährlich an ...


    Gruß, Stefan


    edit: Fehlerteufel exorziert :(

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

    Edited once, last by stefan_reuter ().

  • Hallo Stefan!


    Eine Frage aus Unkenntnis: ab wann ist etwas einfacher Metallschrott oder eine Waffe?

    Mit dem Rohr kann man nun wirklich nichts mehr anstellen, vor allem nach mittlerweile 75 Jahren im Dreck - man erkennt es wahrscheinlich gerade mal so.

    Bei funktionstüchtigen Dingen wie Pistolen oder Gewehren, sowie Munition ist es klar.


    Gruß Stephan

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  • Moin Stephan,


    eine gute Frage, die ich Dir aber leider auch nicht beantworten kann.


    Nach einer genehmigten Vermisstensuche in einem ehem. Grabensystem übernahm der KMBD nur scharfe Munition und sprengkräftige Munitionsteile (wie z. B. Infanteriemunition, Wurfgranaten oder Faustpatronen), der Rest der Funde (darunter ein K98k und ein Trommelmagazin für MG 34) wurde der Suchgruppe für die Dokumentation der Grabung überlassen.


    Das ist aber schon ein paar Jahre her und wo genau da die Grenze gezogen wurde, kann ich nicht sagen.


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)