Bergung u. Entsorgung von Munition aus dem Weltkrieg

  • Hallo Andre,
    das war wohl eine "Ente" im Radio.. :-I
    Die Entschärfung ist zu dieser Zeit abgeschlossen und der "Findling" abgefahren gewesen.
    Was Du nach Deiner Auskunft im Autoradio gehört hast war wohl der Umstand, das erst nach und nach die Sperrungen aufgehoben werden, damit etwa die Krankenhäuser, Altenheime etc. ohne allzu große Rush-Hour-Störungen wieder belegt werden können. Fußgänger und Radler konnten von überall her gleich wieder in die Sperrzone.


    Auf jeden Fall war das ganze schon beeindruckend, einerseits die Organisation der Evakuierung etc., andererseits das Monstrum von Abwurfmunition und die Aufwendungen bis zur vollständigen Entschärfung.
    Zum Glück hat alles geklappt...


    Mit freundlichen Grüßen
    Uwe

    An Informationen zur Heeres-Neben-Muna Kupfer, Muna Siegelsbach, Muna Urlau, Muna Ulm und zur Aggregat 4 - speziell Logistik für den Verschuß und den Eisenbahntransport- interessiert.

  • Hallo Uwe,
    danke für die Info. Habe es bei Rock Antenne Bayern gehört. Denke mal das die ihre Nachrichten nicht ständig auf dem laufenden halten.
    Wie recht du hast und mein Dank an alle, die die Organisation so perfekt ausgeführt haben.
    In diesem Sinne allen einen schönen Abend noch


    Lg Andre

    Erst wer den Dreck des Lebens gegessen hat, weiß wie schön dieses ist !!!

  • Hallo,


    anbei eine kurze Pressemeldung zu zwei Unfällen mit Fundmunition während des Krieges. Wir hatten hier im Forum bereits einen Beitrag, wo in der Gemeinde Visbek in Niedersachsen kurz nach Kriegsende 1945 sechs Kinder durch die Explosion einer beim Spielen gefundenen Panzerfaust ums Leben kamen.
    Quelle: Neues Wiener Tagblatt Nr. 188 vom 10.Juli 1944, Seite 3 und Gräberdatenbank Volksbund


    Nachfolgend die in der Pressemeldung genannten sechs Opfer aus Otterndorf in Niedersachsen, den Namen nach dürfte es sich wohl jeweils um Brüder gehandelt haben:


    Nachname: Grüning
    Vorname: Helmuth
    Geburtsdatum: 05.09.1933
    Geburtsort: Otterndorf
    Todes-/Vermisstendatum: 20.06.1944
    Todes-/Vermisstenort: Otterndorf


    Nachname: Grüning
    Vorname: Werner
    Geburtsdatum: 18.06.1935
    Geburtsort: Otterndorf
    Todes-/Vermisstendatum: 21.06.1944
    Todes-/Vermisstenort: Otterndorf


    Nachname: Karstens
    Vorname: Ferdinand
    Geburtsdatum: 29.09.1931
    Geburtsort: Otterndorf
    Todes-/Vermisstendatum: 20.06.1944
    Todes-/Vermisstenort: Otterndorf


    Nachname: Karstens
    Vorname: Hermann
    Geburtsdatum: 15.07.1929
    Geburtsort: Otterndorf
    Todes-/Vermisstendatum: 20.06.1944
    Todes-/Vermisstenort: Otterndorf


    Nachname: Meyer
    Vorname: Ernst
    Geburtsdatum: 10.11.1930
    Geburtsort: Otterndorf
    Todes-/Vermisstendatum: 20.06.1944
    Todes-/Vermisstenort: Otterndorf


    Nachname: Meyer
    Vorname: Hermann
    Geburtsdatum: 26.03.1933
    Geburtsort: Otterndorf
    Todes-/Vermisstendatum: 20.06.1944
    Todes-/Vermisstenort: Otterndorf


    Alle genannten ruhen auf der Kriegsgräberstätte in Otterndorf.


    Gruß, J.H.


  • 10.000 Menschen wegen 20-kg-Bombe evakuiert; lest selbst


    Hallo Kordula,


    sicherlich sehr belastend für die betroffenen Anwohner und auch die Einsatzkräfte, wenn der Fundbereich kurzfristig evakuiert werden muss und man erst spät in der Nacht wieder nach Hause zurückkehren darf. Immerhin ist dem Berliner LKA die Bombenräumung erfolgreich geglückt und niemand kam zu Schaden :thumbup:


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hi Rainer,
    wie recht Du hast :D + wie doof, wenn einem eine so wichtige 5 verlorengeht :D .


    Hi Johann Heinrich,
    ja, schwer vorstellbar, was es bedeutet, so kurzfristig so viele Menschen
    aus dem Sperrgebiet herauszubringen und um das sicherzustellen, dann
    noch von Tür zu Tür zu gehen. Nett, wenn abends / nachts die Polizei
    klingelt, man gerade die Zeit hat, was überzuziehen und das nötigste -
    was wäre das dann? - in die Tasche zu stopfen. Viel Zeit dürfte einem
    da nicht gelassen worden sein.


    Was ist eigentlich mit denen, die auf die brisanten Überbleibsel als erste
    treffen - Arbeiter, Baggerfahrer ... wie werden die darauf vorbereitet?
    Hatte bisher nicht darüber nachgedacht.



    Grüße, Kordula

  • Hallo,


    am vergangenen Wochenende kam es auf der BAB 1 im Bereich zwischen Köln und Leverkusen zu Sperrungen mit Verkehrsbehinderungen, weil dort bei Bauarbeiten unter der Fahrbandecke in acht Meter tiefe ein Gegenstand gefunden wurde, der zunächst als mögliche Fliegerbombe eingestuft wurde. Inzwischen haben die zuständigen Behörden aber Entwarnung gegeben:
    http://www.rp-online.de/nrw/st…n-und-koeln-aid-1.7131619


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

    Edited 2 times, last by Johann Heinrich ().

  • Hallo Kordula,


    Nett, wenn abends / nachts die Polizei
    klingelt, man gerade die Zeit hat, was überzuziehen und das nötigste -
    was wäre das dann? - in die Tasche zu stopfen. Viel Zeit dürfte einem
    da nicht gelassen worden sein.



    http://www.bbk.bund.de/DE/Ratg…otgepaeck/notgepaeck.html


    Siehe vorstehend, aber niemand macht es ( einschließlich mir) aber vielleicht sollte man, denn so eine Entschärfung kann auch mal schief gehen. Hoffen wir für die Betroffenen und uns alle nicht. Ich persönlich habe mir wenigesten die wichtigsten Ordner zusammen gestellt - auch wegen geräumten/leeren Haus und Diebstahl der Dokumente.


    Gruß Karl

  • Nett, wenn abends / nachts die Polizei
    klingelt, man gerade die Zeit hat, was überzuziehen und das nötigste -
    was wäre das dann? - in die Tasche zu stopfen. Viel Zeit dürfte einem
    da nicht gelassen worden sein.


    Hallo Kordula,
    ich habe seit Jahren eine Tasche mit den notwendigsten Utensilien für ein paar Tage bereit stehen. So was ähnliches wie Alarmstuhl bei der BW. 200 Meter von hier wurde vor knapp 15 Jahren eine 15 cm Granate gefunden.
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo alle miteinander
    nun doch wieder Oranienburg . In 4 m Tiefe ist erneut eine Bombe unter dem Louise-Henriette- Steg gefunden worden( nach Ultra-Tem Verfahren?). Noch vor Weihnachten soll sie entschärft werden.
    MfG
    Dietrich

    Edited once, last by babsie ().

  • Hallo alle miteinander
    Bombe in Oranienburg soll bestätigt sein. Ist aber auch egal, lieber einmal mehr suchen als wenn sie hoch geht und Menschenleben kostet.


    Neuester Skandal auf dem Schulgelände in Dolgelin (MOL). Es wurden bei Bauarbeiten Granaten gefunden, aber dieses Gelände wurde Anfang der 90-iger wohl schon mal nach Munition abgesucht. Wer hat denn da gefuscht und kann man sich auch nach einer Munitionssuche nicht mehr sicher sein?
    MfG
    Dietrich

  • Hallo,


    in Neutraubling wurde auch wieder etwas gefunden:


    https://www.br.de/nachrichten/…urde-entschaerft-100.html


    Wird dort wohl leider nicht der letzte Fund gewesen sein.


    Grüße


    Uli

    *** Suche alles zum 22. SS-Panzergrenadier-Regiment (10. SS-Panzerdivision "Frundsberg") und R.A.D. 2/214 Oedt. Wer hat Informationen zum Schützen-Regiment 69 (1941)? Wer hat Informationen zur Flugzeugführerschule Crailsheim (1943-45)? Danke! ***