Bergung u. Entsorgung von Munition aus dem Weltkrieg

  • Zum Thema des Threads ein Artikel von Welt online:


    Auf dem Grund der Nord- und Ostsee lauern gewaltige Mengen an Weltkriegsmunition: Die von Korrosion geschädigten Munitionskörper sind gefährlich für Mensch und Umwelt hier weiter



    Saludos!

    "Wir werden als Brandstifter geboren und sterben als Feuerwehrmann"


    [George Bernard Shaw]

  • Hallo,


    hier wieder eine Warnung für alle die glauben, alte Munition im Griff zu haben:



    Quelle: radiodresden.de


    Grüße.
    frank.

  • Hallo,


    und schon wieder wurde am 18.04.2012 eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem alten Gelände des Duisburger Güterbahnhofs gefunden.


    Quote

    Die Feuerwerker des Kampfmittelbeseitigungsdienstes benötigten 27 Minuten, um die Fliegerbombe am Hauptbahnhof zu entschärfen. Polizei und Ordnungsamt hatten weite Teile der Innenstadt geräumt. Etwa 16.800 Anwohner, viele tausend Angestellte und Händler sowie 50 Züge waren betroffen.


    Link Text


    Gruß
    Raffael

  • Hi allseits,


    Raffaels Link führt auch zu einer Bildergalerie; 43 Photos in/um Duisburg -
    aufgenommen 1945 von amerikanischen Soldaten - ziemlich beeindruckend
    (klick).


    Aus dem Artikel noch eine, (mir) bis dahin unbekannte Information:
    amerikanische Zünder waren aus Eisen, britische aus Messing;
    der Eisenzünder ließ sich nach Besprühen mit Rostlöser einfach
    herausziehen.


    Grüße, Kordula

  • Hallo,


    ohne Kommentar:


    (Frankenthal) – Fund einer Artilleriegranate
    Ein 84-jähriger Mann aus der Westlichen Ringstraße fand auf dem Dachboden seines Gartenhauses eine „8,8 cm Artilleriegranate“ und brachte diese zur Polizeiinspektion Frankenthal. Die Granate war offenbar von einem früheren Mitbewohner dort abgelegt worden.
    Bis zum Eintreffen der Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes wurde die Granate in einem eigens dafür abgesperrten Bereich im Hof der Polizeiinspektion abgelegt.
    Die Bevölkerung wird gebeten aufgefundene Munition am Auffindeort zu belassen.
    Die zuständigen Behörden veranlassen dann die weiteren Maßnahmen.


    Pressemeldung Poizei Frankenthal


    Gruß


    Reinhard

  • N'Abend zusammen,


    ich will hier nichts verharmlosen, aber vielleicht war die Granate ja inert, so dass objektiv gar keine Gefahrenlage gegeben war - die von Reinhard wiedergegebene Meldung sagt dazu nichts aus! Nichtsdestotrotz hat derartiger Kram in Privathand natürlich grundsätzlich nichts zu suchen (Verstoß gegen das KWKG), es sei denn, es liegt eine Sammlergenehmigung vor.


    Man sollte nur die Beschreibung derartiger Vorfälle in der Presse mit Vorsicht genießen - den Unsinn, der da gerne verzapft wird, möchte ich jetzt nicht weiter kommentieren :rolleyes:


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo Zusammen,


    Quote

    Original von stefan_reuter
    ... aber vielleicht war die Granate ja inert, so dass objektiv gar keine Gefahrenlage gegeben war ...


    für alle die den Begriff "inert" nicht kennen, möchte ich diese "fremdsprachliche" Erläuterung bekannt machen, frei nach dem Motto "mir kennet älles, auser Hochdeutsch". :):)


    Spässle gmacht.


    Gruß
    schlichi

  • Hallo,


    am Sonntag, 06.05.2012 gab es eine geglückte Bombenentschärfung im Gewerbegebiet Bönen an der A2.


    Quote

    „Keine Probleme“ gab Reinhold Schmitz am Sonntagmittag schon nach 20 Minuten Entwarnung. Der technische Einsatzleiter des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Arnsberg und seine beiden Kollegen Erich Arndt und Karl-Heinz Clemens hatten zuvor im Eiltempo fünf amerikanische 20-Zentner-Bomben auf einem Feld nördlich des Grenzweges entschärft.


    http://www.wa.de/nachrichten/h…-entschaerft-2305736.html


    Kann mir jemand sagen, was für Ziele es in Bönen gab, die als lohendes Ziel gesehen worden sind? Die Zeche befand sich im Süden der Stadt. Die Autobahn und die Eisenbahnstrecke sehe ich auch als Ziele an.


    Gruß
    Raffael

  • Guten Abend,


    bei Gartenarbeiten in Bielefeld, fand eine Frau einen Sprengkörper; es handelte sich laut Aussage des Kampfmittelräumtrupp um eine 25 cm lange Sprenggranate.


    Quelle:
    http://www.westfalen-blatt.de/…57f8f798951fb14b78a04eaa/


    In Herford benutzten Bauarbeiter Granate als Beschwerung für Folie:
    http://www.nw-news.de/lokale_n…_Folie_zu_beschweren.html


    Schulkinder aus Herford und Bielefeld fanden auf Langeoog Kiste mit Granaten:
    http://www.nw-news.de/lokale_n…skiste_im_Sandkasten.html

    Gruß
    Gerd (der aus Bielefeld)

  • N'Abend zusammen,


    wie die Online-Ausgabe vom [URL=http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/rheinlandpfalz/rheinland/Rheinland-Pfalz-und-Nachbarn-Weltkriegsbombe-in-Kaiserslautern-wird-am-Donnerstag-entschaerft;art158726,3158308]Volksfreund[/URL] berichtet, wurde am gestrigen Montag bei Bauarbeiten in der Innenstadt von Kaiserslautern eine Fliegerbombe entdeckt, die am Donnerstag entschärft werden soll.


    Gruß, Stefan

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo Forum,


    Ich sah im Internet nach der Fliegerbombe in Kaiserslautern. Die Bombe ist am Donnerstag 17.5.2012 erfolgreich entschärft worden. Das Teil hatte zwei Zünder, an jedem Ende also einen.


    Die Bomben sind mittlerweile fast 70 Jahre alt und unsachgemäß im Boden gelagert worden. Es ist nicht vorstellbar, welche potentiellen Gefahren noch im Erdreich versteckt sind.


    Entschärfen hört sich einfach an. Die verrosteten Zünder müssen herausgeschraubt werden. Mit Einsprühen und einfachem herausziehen ist da nichts zu machen. In diesem konkreten Fall wurde mit Rostlöser eingeweicht und weil ein Zünder verklemmt war der Gewindeansatz mit einer Eisensäge abgesägt. Abgesehen vom Sprengstoff als Inhalt also eine Schlosserarbeit.


    Das Gehäuse mit dem Zünder ist das gefährlichere Teil an der Bombe. Egal ob Stahl- oder Messinggehäuse, es ist ein Wunder, dass die Teile nach so langer Zeit noch heraus schraub bar sind.


    Der einzige Sinn und Zweck einer Bombe war zu explodieren und nicht zerlegt zu werden. Aus diesem Grund sind diese Teile auch nicht gerade wartungsfreundlich gefertigt worden.


    Ich bewundere die Leute vom Kampfmittelräumdienst und wünsche allzeit gutes Gelingen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Marc Webber