Rund um die Schlafgelegenheit

  • Hallo,

    Ein Soldat schläft da, wo er auftragsgemäss zu schlafen hat. In meinen 18 Monaten habe ich etwas über 40 Tage nachts im Freien geschlafen. Dackelgarage etwa 10 Mal. Dackelgarage de Luxe(zu viert mit von den Fahrschülern geliehenrn Zeltplanen, gab ein Riesenzelt) auch um die 10 Mal Und die U waren in Dackelgaragen, die wir ihnen fast jede Nacht zugenäht haben.. So 3 Mal bei einer Übung im Schwarzwald im Stroh. Ein paar Mal Behelfszeli mit Spriegel und Fahrzeugplane. Ein paar Mal einfach so im Schlafsack auf dem Boden und der Rest der Nächte einfach so auf dem Boden. Bei der letzten Übung im Bienwald bei Schneefall und bis zu -5 Grad, der Poncho schützte nur vor dem Schnee, in nassen die Dinger wurden "Kampfstände genannt, aber das waren nur mit Erde überdeckte Schützenmulden. Manchman mit dem Infrarotscheinwerfer die Füsse gewärmt, das half ein bisschen.

    Gruss

    Rainer

    P.S.: Mein Ältester Sohn hat 2000 freiwillig seinen Wrhrdienst bei der Luftwaffe abgeleistet. Er hat kein einziges Mal im Freien geschlafen. Für mich hat er da schlecht bezahlten Urlaub gemacht..

    Suum cuique

  • Hallo Dirk,



    .S.: Mein Ältester Sohn hat 2000 freiwillig seinen Wehrdienst bei der Luftwaffe abgeleistet. Er hat kein einziges Mal im Freien geschlafen. Für mich hat er da schlecht bezahlten Urlaub gemacht.


    In meiner Zeit bei der BW musste ich nie im Feld schlafen!


    Siehe da!


    Gruß Karl

  • Hallo Karl


    Als W15er, bei der Luftwaffe 18./32, dachte ich mir mit so wenig Aufwand wie möglich durch kommen!

    Der Sold war ja auch nicht besonders üppig!

    Verpflichtung war nie eine Option!

    Gruß Arnd

  • Hallo Rudolf,


    Schongau 2 Jahre später (1972), vermutlich die gleiche Tenne.


    Beim Einmummeln Schlafsack/ Stroh (Heu?) störte mich ein harter Gegenstand. Mißmutig "verteufelte" ich denjenigen,

    der einen Kronkorken nicht vernünftig entsorgt hatte.


    Zu meiner Überraschung: Es war eine 5 DM-Münze.


    Gruß

    Dieter

  • Hallo,

    Schongau 2 Jahre später (1972), vermutlich die gleiche Tenne.

    am 25.7.1972 war ich auch einen Abend in einem Haus(anscheinend ehemaliger Bauernhof) im Sauwald. Wir waren drei Ehemalige aus der 2./262 und haben unseren ehemaligen KpChef besucht, der dort als Major Hörsaalleiter war.Wir haben mit dem damaligen Major Morscheid ein paar Bier getrunken und sind dann gegen 22 Uhr nach wieder SOG zurückgefahren, da am nächsten Tag wieder Sprungdienst war.

    Gruss

    Rainere

    Suum cuique

  • in einem Haus(anscheinend ehemaliger Bauernhof) im Sauwald.

    Hallo Rainer,


    der "Sauwaldhof" war ein ehemaliger Bauernhof und Außenstelle der

    Einzelkämpfer-Inspektion der LL/LTS. Er war schon erworben worden

    als Franz-Josef Strauß Landrat in Schongau war.

    Obwohl schon "vorgebirgig" wurde das umliegende Gelände auch

    als Sprunggelände genutzt, was nicht unproblematisch war, sowohl

    vom Gelände als auch von den Turbulenzen . . .


    Gruß

    Rudolf (KINZINGER)

  • Hallo,


    Taschenbuch für den Winterkrieg von 1942 "Winterbiwak: Als Schutz gegen Nässe und Bodenkälte können Unterlagen aus Laub, Moos, Reisig, Stroh, Holz, Brettern, Skier, Fellen, Zeltbahnen verwendet werden"

    Reisig: Ich persönlich habe gute Erfahrungen mit frischem und grünem Tannenreisig, nur die vorderen Stücke, gemacht. Möglichst keine dickeren Äste.

    Wenn Feuer nicht möglich/erlaubt, kann ein offenes Licht "Hindenburglicht", heute Teelicht, sinnvoll und hilfreich sein. Schon die offene Flamme vermittelt ein Wärmegefühl.

    Ein Soldat schläft da, wo er auftragsgemäss zu schlafen hat.

    Hallo Rainer, da hast Du es aber sauber auf den Punkt gebracht.


    Gruß Karl

  • Hallo Zusammen,

    folgend eine Passage aus dem Buch "Fahneneid und Menschlichkeit" von Heinz B. Heidt (Germania Verlag, S. 129f), die beschreibt wie Lehrgangsteilnehmer am 20.7.1944 (Aufstellung 116 PD)die Schlafgelegenheiten in einem von der Wehrmacht besetzten Privathaus aufteilten:


    "Im Hause sind zwei übereinanderliegende Zimmer, die als Quartier in Betracht kommen [...]. Im oberen Zimmer stehen [...] zwei französische Betten. Das darunterliegede größere Zimmer im Erdgeschoß ist mit [...] zwei dicken Matratzen ausgestattet, die bei Tage übereinandergestapelt, zum Schlafen aber - weil sie unterschiedlich hoch sind - quer voreinandergelegt werden.

    Bei der Verteilung der Zimmer gibt es keinen Streit, weil die beiden Obergefreiten [...] als dienstältere den Vortritt haben und natürlich das Zimmer im Obergeschoß wählen, wärend wir drei Jüngeren [...] mit dem unteren Zimmer Vorlieb nehmen müssen.

    Beim Verteilen der Schlafplätze müßen wir berücksichtigen, daß Martin von uns Dreien der weitaus Schwerste und Gerd der Leichteste ist. So bekommt Martin auf jeden Fall einen Außenplatz, wärend Gerd und ich uns mit dem mittleren und dem anderen Außenplatz abwechseln. Es läßt sich nämlich nicht vermeiden, daß der "Mittelmann" jedesmal einen Hopser macht, wenn Martin sich einmal heftig umdreht, und so kommen wir beiden abwechelnd in den Genuß, die zu erleben. Doch diese kleine Mißhelligkeit tragen wir mit Humor, denn im Grunde sind wir froh, daß wir nicht mehr im Stroh kampieren müssen."


    Der Autor bezieht sich mit "im Stroh kampieren" auf das vorherige Schlaflager, das in einem Stall war. Einige seiner Kameraden hatten sich bei hygienischen Bedenken auf einer angrenzenden Wiese ihre Zelte aufgebaut.

    Gruß Christian


    Dankbar für Informationen über: PiBtl 51, PzPiErsBtl. 19, PiBtl 675 (116 PD), PiBtl 203 (203 ID)

  • Hallo,

    , was nicht unproblematisch war, sowohl

    vom Gelände als auch von den Turbulenzen . . .

    die BW hatte früher so einige Sprungplätze, die heute nicht mehr benutzt werden, da doch sehr gewöhnungsbedürftig. Schaidt war einer davon. Ich bin da zweimal gesprungen, beim Tagsprung heftig Wind und einige spielyen U-Boot durch die Wassergräben. Beim Nachtsprung voll auf eine Granitbrücke geknallt, war sehr unschön. Rückfahrt zur Kaserne morgens um zwei, einfach so auf den Bänken oder dem Boden des Unimogs geschlafen. Stahlhelm war Kopfkissen. Wecken war eine halbe Stunde nach Eintreffen in der Kaserne.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique