Frage zur sFH18

  • Hallo,


    ich beschäftige mich gerade mit der schweren Art. Abt. einer Division, die mit sFh18 (schwere Feldhaubitze 18, Kaliber 15 cm) ausgerüstet war. Im Pferdezug wurden diese Geschütze in zwei Lasten, dem Lafetten- und dem Rohrwagen transportiert. Um in Stellung zu gehen und das Geschütz feuerbereit zu machen, musste daher das Rohr wieder auf der Lafette montiert werden.
    Kann jemand sagen, wie lange es dauerte ein solches Geschütz in Stellung zu bringen und feuerbereit zu machen?


    Viele Grüße
    tomvolley

  • Hallo,


    Quote

    etwas mehr


    das Buch habe ich in der Schiffer-Ausgabe und es ist recht detailiert, aber wie lange es dauert, das Rohr vom Rohrwagen auf die Lafette zu bringen bzw. umgekehrt, steht nicht drin.



    Grüße


    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Thanks for the Information. I thought it would take much more time to get the howitzer ready.
    Regards, Tom


    Danke auch für den Hinweis auf den Band von Engelmann, den ich bereits besitze, aber leider meine Frage nicht beantworten konnte.


    Gruß, Tomas

    Edited once, last by tomvolley ().

  • Hallo


    In der Waffen Revue Nr.40 von 1981 ist eine Komplette Beschreibung der sFH 18 drin, incl. aller Teile + Zeichnungen der Protzen und Rohrkarren.
    Leider ist die Zeit zum in Feuerstellung gehen nicht beschrieben.


    MfG Peter

  • Hallo zusammen,


    die hier angegebenen "Zeiten" scheinen mir sehr optimistisch. Vielleicht
    findet sich noch eine Angabe für das drillmässige in Stellung gehen
    mit der sFH 18 um eine Richtwert zu haben.

    Gruss Dieter

  • Hallo Dieter,


    das ist möglich.
    Es war so, dass die einzelnen Geschütze und dann auch die Batterien gegenseitig im Wettstreit um die Bestzeit antraten.
    Für die Sieger - Kanoniere gab es dann meistens eine kleine Vergünstigung.


    Gruß Karl

  • Hallo zusammen,


    als Anhalt, zu meiner Zeit :rolleyes: ; M110, Magrirus 7to.; lagen die Zeiten
    im Gelände im Bereich von 5-10 Min. von Einfahren in die Feuerstellung
    bis zu Wirkungsbereitschaft, je nach dem was gefordert war.
    Auch bei der "modernen" Feld-Artillerie war das noch eine sch......
    Maloche und nicht ungefährlich.

    Gruss Dieter

  • Quote

    Original von Padre-madre
    .. and 5-7 minutes in case of two-part transporation.


    Bog vojny Tret'ego rejha by Shirokorad A. (2003)ISBN 5-17-015302-3




    Hallo allerseits,


    also für unbedingt optimistisch halte ich diese Zeitangaben nicht!
    Allerdings können diese nur unter den absolut optimalen Bedingungen erreicht werden:


    Absolut fester und ebener Untergrund (Beton oder gepflastert mit Teerdecke z.B.)
    Genügend feste Wegbreite zum rangieren der Gespanne oder auch im Mannschaftszug.
    Kein Beschuss durch Gegner
    (z.B.: Während der Ausbildung in der Kaserne usw.)


    Im Feld oder im Kampf in der freien Pampa, aber absolut unmöglich:
    Geschützlafette am Ziel in der Wiese:
    Sie steht fertig da, Rohrwagen ran...
    Der steht schief im Winkel davor, damit es passt muss der Rohrwagen angehoben, abgesenkt werden vor der Laffette!
    Beide müssen aber auch auf gleicher Höhe oder auch Winkel sein um das um das Rohr in die Lafette zu bekommen!
    Dazu kommt der Untergrund, trocken und hart? Trocken und weich (frisch umgepflügter Acker z.B.)? Nass und matschig? usw. usw.


    Wiederum dazu kommt noch das die Bespannte Ari schmalere Räder hatte als die Motorisierte bei der gleichen Waffe! Das bedingt Höheren Bodendruck und somit je nach Gelände tieferes einsinken der Waffe und ihren Einzelteilen!


    Nicht zu vergessen sind die ganzen An- und Abbauarbeiten an der Lafette, am Geschützrohr (Verschluss z.B.) usw.


    Ich schätze wenn es wirklich gut ging brauchten die Soldaten der bespannten Ari damals 1-5 Stunden oder mehr bis zur Feuerbereitschaft im Gelände!


    Gruß Erwin

    Da die Wahrheit außerhalb des Bereichs des Verstandes liegt, so finden sich keine Worte für sie.
    (aus dem Mahabharata)

  • Hallo Erwin,


    Quote

    Ich schätze wenn es wirklich gut ging brauchten die Soldaten der bespannten Ari damals 1-5 Stunden oder mehr bis zur Feuerbereitschaft im Gelände!


    so lange dann doch nicht. Es kommt auf den Ausbildungsstand aller beteiligter
    an und damit meine ich nicht nur die zweibeinigen, denn wenn die "Zossen"
    müde/erschöpft sind, werden Pferde sehr unwillig und sind dann
    nur sehr unschön "ans arbeiten" zu bringen.


    Wenn wir von einer Feuerstellung ca 100-200 m vom nächsten befestigten
    Weg ausgehen Boden feste Wiese.....


    ...die Lafette fährt in die Feuerstellung ein und kommt möglichst nahe an den Fluchtstangen der Vermesser zum stehen.


    ... die Protze wird abgehängt und entladen(Gerät u. Munition)


    ... die Protze rückt in die Nahprotzen-Stellung ab.


    ... die Lafette wird aufgerüstet (Erdsporn u.a.) und mit Muskelkraft in der Feuerstellung ausgerichtet.


    ... der Rohrwagen wird in die Feuerstellung nachgeführt und hinter der Lafette positioniert.


    ... mit einem Seil/Flaschenzug wird das Rohr eingefahren


    ... der Rohrwagen rückt in die Nahprotzen-Stellung ab.


    ... die letzten Einstellung werden gemacht und Wirkungsbereitschaft ist hergestellt.


    Wenn man davon ausgeht das dass bis zu erbrechen gedrillt wurde und
    vieles parallel von statten ging halte ich einen Zeitrahmen von 30-60 min.
    für realistisch. Immer unter der Voraussetzung das alle Beteiligten
    noch halbwegs frisch sind. Wenn nicht, wird sehr schnell langsamer
    uns auch gefährlich.

    Gruss Dieter

  • Hallo Augustdieter,


    ich habe gerade gesehen das ich 1-5 Stunden geschrieben hatte! Gemeint hatte ich aber 1-2 Stunden! Schande über mich, denn auch zigmaliges Nachlesen vor Absenden hilft dabei kaum.


    Ich bin allerdings von einem gewissen Erschöpfungszustand der Bedienung zu Anfang des Feldzuges ausgegangen und den erschwerten Feldbedingungen!
    Dazu kommt am Anfang noch der rasante Vormarsch der Deutschen Truppen, so das die bespannte Ari quasi ständig aufprotzen und abprotzen musste um überhaupt in entsprechender Schussweite zur HKL zu bleiben.


    Sorry für meinen Tippfehler.


    Grüße Erwin

    Da die Wahrheit außerhalb des Bereichs des Verstandes liegt, so finden sich keine Worte für sie.
    (aus dem Mahabharata)

    Edited once, last by Quasimodo ().

  • Hallo Erwin,


    Quote

    Ich bin allerdings von einem gewissen Erschöpfungszustand der Bedienung zu Anfang des Feldzuges ausgegangen und den erschwerten Feldbedingungen!


    das größte Problem waren die Pferde, schon aus Frankreich wurde berichtet
    das der Veterinär ständig erschöpfte Pferde fit spritzte.


    Quote

    ...entsprechender Schussweite zur HKL zu bleiben.


    Das wir im günstigsten Fall durch einen "Dreisprung" gelöst.


    1. "Staffel" wirkungsbereit in der Feuerstellung; 2. "Staffel" auf dem Marsch,
    3. "Staffel" beim Verlegen aus der alten Feuerstellung.

    Gruss Dieter

  • Hallo leute :); mehr.........................................


    Feuer!


    Quelle: Signal Nro 4 - 1942. Edición sueca.


    Grüße. Raúl M 8).

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  • Hallo leute :); mehr.........................................


    Feuerstellung!


    Quelle: Mit dem XIII. Armeekorps in Polen. Ein Erinnerungsbuch. Ausgewählt, bearbeitet und zusammengestellt von Offizieren des Korpskommandos XIII und des Stellvertretenden Generalkommandos XIII. A.K. aus Erlebnisberichten der an den Kämpfen des XIII. A.K. in Polen beteiligten Truppen * mit O r i g i n a l - S c h u t z u m s c h l a g


    Grüße. Raúl M 8).


    Bild - Ein 18 sFH in feuerbereit, durch die Räder wurde es motorisiert und in einer einzigen Last bewegt .....................................

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