Oskar Wolkerstorfer

  • Hallo,



    Oskar Wolterstorfer wurde 1919 in Oberösterreich geboren und erlernte nach seiner Schulzeit den Beruf des Buchhändlers. Bereits früh erwachte in ihm – wie in zahlreichen seiner Altersgenossen ebenfalls – der Wunsch, dass seine österreichische Heimat wieder mit dem Deutschen Reich vereinigt werden sollte. So schloss er sich der damals in Österreich illegalen Hitlerjugend an. Als Schüler wurde er dafür fünf Tage eingesperrt. Am 1. Januar 1937 trat Wolkerstorfer in die Allgemeine SS ein; er gehörte dem I./37. SS-Standarte an.
    Am 30 Juni 1937 trat er in die 1./SS-Bataillon „N“ ein, von wo er bereits am 12. April 1939 zur Junkersschule Braunschweig kommandiert wurde.
    Als SS-Standartenoberjunker kam er zu Jahresbeginn 1940 zur Unterführerschule der SS-Totenkopf-Standarten nach Breslau. Am 20. April 1940 wurde er zum SS-Untersturmführer befördert.
    Am 5. Juli 1940 erfolgte seine Versetzung zur 2./SS-Regiment „Der Führer“ und am 8. Februar 1941 kam er zur 1. Kompanie. Dort war der im Regiment bewährte Steirer Vinzenz Kaiser sein Kompaniechef.
    Mit der 1./SS-Regiment „Der Führer“ in der Division „Das Reich“ nahm Oskar Wolkerstorfer an allen Kämpfen der Division teil. Er kämpfte im Jelnja-Bogen, bei Kiew und in der Borodino-Stellung bei Mohaisk vor Moskau. Bis Oktober 1941 erwarb er beide EK’s. Im Herbst 1941 übernahm er die Führung der 15. Kradschützenkompanie im SS-Regiment „Der Führer“.
    Am 23.9.41 vernichtete er einen Panzer im Nahkampf. In den weiteren harten Kämpfen vor Moskau hat der am 1. Dezember 1941 zum SS-Obersturmführer beförderte Oskar Wolkerstorfer zwei weitere Feindpanzer im Nahkampf ausgeschaltet. Am 20. Februar 1942 wurden ihm drei Panzervernichtungsabzeichen verliehen. Am gleichen tag erhielt er das Verwundetenabzeichen in Silber, weil er am 24. November 1941 in Istra bei der Entfernung der Sprengladungen an der Brücke durch Bauchschuss schwer verwundet wurde.
    1943 führte er seine 15./SS-Regiment „Der Führer“ wieder im Chrakow-Einsatz. Erneut stand Oskar Wolkerstorfer an der Spitze seiner Kompanie, führte Späh- und Aufklärungsaufträge durch und brachte wertvolle Erkundungsergebnisse ein.
    Besonders bewährte er sich Mitte Februar 1943 beim Kampf vor Bereka. Er hatte den Auftrag, das Absetzen des II./SS-Panzergrenadier-Regiment „Der Führer“ zu decken.
    Kaum war das Bataillon durch Ochotschaje nach Westen marschiert, drückte der Gegner mit starken Kavalleriekräften nach. Trotz ständiger Angriffe der Russen beharrte Wolkerstorfer unerschütterlich auf seinen Stellungen und wies Angriff auf Angriff ab und führte Gegenstöße. An den sehr gefährdeten Stellen legte er Minensperren. Erst als auch das SS-Sturmbannführer Vinzens Kaiser geführte III.(gepanzerte)/SS-Panzergrenadier-Regiment „Der Führer“ durchgerollt war, löste sich Wolkerstorfer vom Gegner, wobei der Chef selbst der letzte Mann der Kompanie am Feind war.
    Bei Goschoffka stieß Wolkerstorfer am 20. Februar 1943 an der Spitze seines I. Zuges vorgehend, auf den Gegner. Plötzlich tauchten bisher nicht erkannte Feindpanzer im Ort auf. Stundenlang dauerte das Gefecht, bis der Gegner aus dem Ort herausgedrückt werden konnte. Dadurch war den nachfolgenden II./SS-Panzergrenadier-Regiment „Der Führer“ der Weg geöffnet.
    Wolkerstorfer schoss mit zwei unterstellten 5-cm PAK zwei feindliche T-34 Panzer ab.
    Während dieser Kämpfe bei Chrakow vernichtete Wolkerstorfer den vierten Feindpanzer im Nahkampf, wofür ihm am 20. April 1943 ein weiteres Panzervernichtungsabzeichen verliehen wurde. SS-Obersturmbannführer Otto Kumm schlug den tatkräftigen Kompanieführer Wolkerstorfer am 22. März 1943 zur Verleihung des DKiG vor, das ihm am 9. April 1943 verliehen wurde.
    Otto Kumm war es, der Wolkerstorfer am 1. Oktober 1943 mit auf den Balkan nahm, um ihm im V. SS-Gebirgs-Korps einzusetzen.
    Am 9.11.1943 wurde er zum SS-Hauptsturmführer befördert. Im Sommer 1944 war Wolkerstorfer Chef der 1./SS-Aufklärungs-Abteilung 105 und im Februar 1945 Kommandeur der SS-Korps-Aufklärungs-Abteilung 505 des V. SS-Gebirgs-Korps.
    Oskar Wolkerstorfer war einer der bewährten Frontführer der Waffen-SS, die vier Panzervernichtungsabzeichen trugen.


    Wenn jemand mehr hat, dann nur her damit! :)


    Gruß
    Tobias


    Quelle:


    Der Freiwillige

    "Die Furcht trennt die, die folgen, von denen, welche selber führen."
    Kristian Eivind Espedal

    Edited once, last by Tobias Giebel ().

  • Tobias,


    schaust Du mal über die Suchfunktion ins WehrmachtsAwardsForum, da ist ein Grossteil des militärsischen Nachlasses von Wolkerstorfer zu finden und Du kannst dann Verleihungsdaten usw. hinzufügen...


    Gruss


    Hannes

    Als Vorsitzender der TG der 50. ID bin ich immer auf der Suche nach Material/Kontakten bzgl. der Division.
    50. InfDiv.

  • Hallo,


    ohoh, hört sich ziemlich englisch an! ;(


    Werde mal reinschauen!


    Gruß
    Tobias

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    Kristian Eivind Espedal

  • Hallo Tobias,


    ist das so richtig ?
    Habe in meinem "Fundus" z.B. Helden der Wehrmacht ca. 100 Kurzbiographien und dann gibt es davon auch einen Band II ;)
    Desweiteren Personen Lexikon 1933 - 1945, wenn ich das alles hier nun einstelle - was passiert dann :D


    MfG - Uwe

  • was ist so richtig?


    das ich den Leuten interessante Informationen zur Verfügung stelle und auf diesem Wege gleich nach weiteren Infos frage?


    JA, das ist richtig! ;)


    Zumal das Unterforum "Personen" durch die Suchfunktion automatisch als Lexikon dient! Sollte irgendjemand mal etwas über eine eingestellte Person suchen, so wird er über die Suchfunktion sofort fündig!


    Gruß
    Tobias

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  • Tobias
    Na dann werde ich mich mal 'ranmachen.


    Werde mal sehen ob ich was über Gauleiter "rausklamüsern" kann, will Dir doch auch etwas zur Erbauung aufschreiben :P


    Gute Nacht,


    und mfG - uwe

  • Hallo,


    also über Infos von DKiG-, RK- und Panzervernichtungsabzeichen-Träger bin ich immer interessiert, werter Uwe! :D


    Gruß
    Tobias

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    Kristian Eivind Espedal