Deutsches Kreuz in Gold (Beförderung nach dem Tod/posthum)

  • Hallo zusammen,


    und


    Peissert , Herbert


    * 25.06.1919 Wachsdorf
    + 04.09.1942 3 km westlich Jersowka/UdSSR


    letzter Dienstgrad : Unteroffizier


    höchste Auszeichnung : Träger des deutschen Kreuz in Gold (posthum)
    als Unteroffizier, 1./Jagdgeschwader 53 am 03.10.1942


    letzte Einheit : 1./JG 53 „Pik As“ (1. Staffel des Jagdgeschwader 53)k


    Grüße aus Unna


    FRank

  • Hallo zusammen,


    und noch einer:


    Dietel, Gerhard


    * 14.10.1920 Wachsdorf
    + 09.02.1942 Wyschneje/UdSSR


    letzter Dienstgrad : Leutnant


    höchste Auszeichnung : Träger des deutschen Kreuz in Gold (posthum)
    als Leutnant, 4./Kradschützen-Bataillon 40 am 10.06.1942


    letzte Einheit: 4./Kradschützen-Bataillon 40


    Anbei noch eine Auszug mit der Benachrichtigung der Auszeichnung:


    „Sehr geehrter Herr Direktor!
    Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat nachträglich
    Ihrem auf dem Felde der Ehre gefallenen Sohn, Herrn Leutnant Gerhard Dietel,
    für hervorragende Tapferkeit das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.
    Ich bitte Sie und gegebenenfalls auch Ihre werten Angehörigen, sich
    am Dienstag, den 7. Juli 1942, 11.00 Uhr vormittags, im Standort
    Offizierheim zur Entgegennahme einfinden zu wollen.
    Ich bitte ferner in Uniform zu erscheinen.
    …“


    Quelle:


    http://www.scherzers-militaer-…tteilen-zu-muessen-t/125/


    Gruß aus Unna


    FRank

  • Hallo zusammen,


    hier noch ein paar DKiG (posthum). Die habe ich nach kurzer
    Recherche gefunden...
    Scheint gar nicht sooooo ungewöhnlich gewesen zu sein...


    KARCK, Georg


    * 11.06.1911 Segeberg/Holstein
    + 03.07.1944 b. Rugles


    letzter Dienstgrad : SS-Hauptsturmführer


    höchste Auszeichnung : Träger des Ritterkreuz am 03.08.1943


    Träger des deutschen Kreuz in Gold (posthum)
    als SS-Hauptsturmführer, 9./SS-Panzer-Grenadier-Regiment 2 am 01.08.1944


    letzte Einheit : 9./SS-Panzer-Grenadier-Regiment 2


    ######################


    Wendel, Walter


    * 15.11.1920 Kandern
    + 11.11.1944 Namiki


    letzter Dienstgrad : Feldwebel


    höchste Auszeichnung : Träger des deutschen Kreuz in Gold (posthum)
    als Feldwebel, Grenadier-Regiment 390 am 18.12.1944


    letzte Einheit : Grenadier-Regiment 390


    ######################


    Upoff, Horst


    * 03.10.1916 Bad Oeynhausen
    + 24.08.1943 Nordatlantik


    letzter Dienstgrad : Kapitänleutnant


    höchste Auszeichnung : Träger des deutschen Kreuz in Gold (posthum)
    als Kapitänleutnant, Kommandant des U-Bootes "U 84", 1. Unterseebootsflottille am 05.01.1944


    letzte Einheit : U-Bootes "U 84"


    ######################



    Mertens, Ernst


    * 04.05.1907 Eickel
    + 10.01.1944 Kertsch


    letzter Dienstgrad : Hauptmann


    höchste Auszeichnung : Träger des deutschen Kreuz in Gold (posthum)
    als Oberleutnant, 12./Grenadier-Regiment 123 am 27.01.1944


    letzte Einheit : II./Grenadier-Regiment 123


    #####################


    Küpper, Robert


    * 06.06.1916
    + 11.07.1943


    letzter Dienstgrad : Oberfeldwebel


    höchste Auszeichnung : Träger des deutschen Kreuz in Gold (posthum)
    als Oberfeldwebel, 9./Grenadier-Regiment 37 am 17.07.1943


    letzte Einheit : 9./Grenadier-Regiment 37


    das war es zunächst...


    Grüße aus Unna


    FRank

  • Hallo FRank,


    ohne persönlich an Dir zu zweifeln, ist mir jedoch aufgefallen, dass es erhebliche Zeitunterschiede zwischen dem Todestag und der Verleihung des DKiG bei Deiner Auflistung gibt.


    Der Kradschützen-Leutnant fiel, wenn ich richtig lese, Anfang Feb. 1942 und wurde – wie Du schreibst – am 10. Juni 1942 posthum ausgezeichnet; also 4 Monate später.
    Danke auch für die Benachrichtigung an den Vater, woraus deutlich wird, dass die Verleihungszeremonie noch einen weiteren Monat später, d.h.: 5 Monate nach dem Tod des Kradschützen-Leutnants, stattfand.


    Auch Dein aufgeführter U-Boot Kapitänleutnant starb Ende August 1943 und wurde Anfang Januar 1944 mit dem DKiG geehrt. Also auch gut 4 Monate später.



    Bei dem Grenadier-Hauptmann +10.01.44, Verleihung: 27.01.44 = gut 2 Wochen…
    Oder der Grenadier-Feldwebel + 11.07.43, Verleihung: 17.07.43 = knapp 1 Woche?!



    Wenn ich mir das Prozedere anschaue, wer da alles vorgeschlagen, geprüft, beurteilt und zu der Präsidialkanzlei weitergeleitet haben musste… das brauchte seine Zeit.

    Quote

    … Die Verleihungen „hinkten“ oft erheblich hinter her! „Adler sen.“ hat es immer überlebt, aber viele eben nicht.
    … und da kann ich mir vorstellen, dass es auch vorgekommen sein kann, dass die Todesmeldung zeitgleich mit der Verleihungsurkunde zuhause angekommen ist.


    Bei den beiden oben erwähnten Grenadieren +10.01.44 sowie +11.07.43 kann ich mir lebhaft vorstellen, dass diese schon längst vorgeschlagen waren; der Feldwebel brauchte ja mindestens 6 und der Hauptmann sogar 8 EK-würdige Tapferkeitstaten, um für das DKiG vorgeschlagen zu werden. Das war alles etwas Längerfristiges.


    Wenn ich daran denke, wie lang in meiner Familie die Nachrichten von der Front bis zu den Lieben daheim und umgekehrt unterwegs waren… Ja selbst wenn z.B. die Maschine in der Werft einen kleinen Kurz-Urlaub „bescherte“ und im Falle der Fertigstellung – Telegramm – zurück, Maschine abholen und ab zur Einheit: das dauerte Tage, war ja auch quer durch Europa.


    Gruß & Horrido
    P; TAK


    PS.: … aus welcher Vorschrift, Verordnung, oder Verfügung ist denn dieser Satz? - Das wäre immer noch meine Frage.

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

  • Hallo TAK,
    du, ich habe nicht alle Sterbeurkunden der genannten Personen vorliegen. Auch habe ich nicht die Verleihungsurkunden vorliegen.


    Wie schon gesagt, ich möchte lediglich mit meinen Beiträgen klarstellen, das es keine "Einzelfälle" waren, Auszeichnungen posthum zu verleihen.


    Aber ich habe schon alle möglichen Quellen gesichtet und verglichen.
    So bin ich der Meinung das die diese Angaben richtig sind.


    Abgesehen von deiner, in letzter Zeit, sehr merkwürdigen Art alles aus Sicht von
    "Transportadlersenior" zu sehen... es gibt noch was ausserhalb des Tellerrandes...


    Ein echt ernstgemeinet Rat aus Unna...


    FRank

  • Hallo,


    wenn man sich die Verleihungsdaten anschaut, sieht es so aus, als ob immer mehr Orden verliehen wurden, je mehr sich der Krieg dem Ende näherte. Ich glaube, daß dies schon einmal in einem Thema hier erwähnt wurde, weiß aber nicht mehr wo.
    Ich frage mich, und Euch, nun, ob es daran lag, daß es halt eine gewisse Zeit brauchte, damit jemand die erforderlichen Voraussetzungen erfüllte, oder ob die Auszeichnungen "freigiebiger" vergeben wurden, als sich die Niederlagen häuften, um die Moral, sowohl unter den Soldaten als auch, durch die Angehörigen, in der Zivilbevölkerung zu heben.


    Gruß
    Monika

  • Hallo!


    Mein „begrenzter Tellerrand“ tut mir ja sehr leid, nur hier habe ich mal überhaupt nicht – also in keinsterweise(!) alles aus Sicht von "Transportadlersenior" betrachtet ... Sondern ich habe mich auf Gottlob Herbert Bidermann – Vors. der Ordensgemeinschaft der Inhaber des Deutschen Kreuzes in Gold e.V. – berufen. Sowohl auf sein Buch - darin ALLGEMEINE HEERESMITTEILUNGEN VOM 8. NOVEMBER 1941
    FÜHRERBEFEHLE UND
    VERFÜGUNGEN DES OBERKOMMANDOS DER WEHRMACHT. 1102. VERORDNUNG ÜBER DIE STIFTUNG DES DEUTSCHEN KREUZES VOM 28.9.1941 usw..., wie auf das mit ihm wg. dieses Threats geführten Ferngespräches. Und nicht „Adler sen.“; sondern diesen Vors. der Ordensgemeinschaft der Inhaber des Deutschen Kreuzes in Gold habe ich wiedergegeben! Zitat: Er sagte mir, daß es – zwar äußerst selten – posthume Verleihungen des DKiG gegeben habe. Ihm war persönlich nur ein einziger Fall – aus eigenem Erleben – bekannt.
    Was soll also der „Ein echt ernstgemeinet Rat aus Unna...“ Klingt fast wie eine Drohung; bloß weil ich darauf beharrte: … aus welcher Vorschrift, Verordnung, oder Verfügung ist denn dieser Satz? Darf ich keine Fragen stellen?!


    Gruß & Horrido
    P; TAK
    Hallo Morgane, sehe grad, daß wir uns gekreuzt haben - sorry.


    PS.:
    Übrigens in dem von mir wegen „Adler sen.“ gestarteten Thema http://www.forum-der-wehrmacht….php?threadid=3320&page=3 kann man sehen wie hartnäckig ich „Adler sens.“ Sichtweise „durchboxe“. Ich war allerdings mehr der Meinung, daß ich seine Aussage hinsichtlich der ‚Ladehemmung’ in Frage stelle. Aber das ist „nebenan“.
    Tschüß

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

    Edited 2 times, last by *AK* ().

  • Hallo Leute !


    Ich habe über das Deutsche Kreuz in Gold folgendes parat / aus dem Netz:


    Im Verlauf des Zweiten Weltkriegs zeigte sich nach der Stiftung des Eisernen Kreuzes und des Ritterkreuzes, daß viele Soldaten, die bereits im Besitz beider Klassen des EK waren und sich weiterhin durch tapferen Einsatz auszeichneten, nur selten auch das Ritterkreuz erhielten.


    Um diesen Umstand abzumildern, wurde das Deutsche Kreuz in zwei Abteilungen geschaffen.


    Es wurde für “vielfach bewiesene außergewöhnliche Tapferkeitsleistungen oder vielfach hervorragende Verdienste in der Truppenführung verliehen.


    Das Ordenszeichen, das auf der rechten Brustseite getragen wird, ist ein achtstrahliger Silberstern mit einem stilisierten Lorbeerkranz in Gold mit der Jahreszahl der Stiftung.


    Neben der Ausführung in Metall konnte das Ehrenzeichen auch in gestickter Ausführung an der Uniform getragen werden.


    Dies galt für alle Soldaten, bei deren Tätigkeit am ehesten mit einer Beschädigung zu rechnen war (Jagdflieger, Panzerfahrer usw.)


    Das Gesetz über Titel, Orden und Ehrenzeichen vom 26.7.1957 hat das Tragen des Deutschen Kreuzes in der Bundesrepublik Deutschland erlaubt. Voraussetzung ist jedoch, daß das Hakenkreuz durch das Eiserne Kreuz mit Eichenlaubkranz von 1813 ersetzt wurde.


    Erstmalige Stiftung: 28.September 1941


    Verliehen Auszeichnungen: 21.669

    "Die Sehnsucht nach der Heimat wächst mit dem Quadrat der Entfernung."
    (In Memorie of Jürgen Oesten † 05.08.2010)

    Edited once, last by Rheinmetall ().

  • Hallo zusammen und hallo Hannes hec!


    Quote

    Zum ersten Mal tat sich Mertens am 9. Januar 1943 im Kaukasus besonders hervor ... 1943 wird er zum Oberleutnant befördert ...
    zeichnet er sich erneut als Führer der Nachhut aus - November 1943 ... 11. November 1943 wieder auf die Krim bei Kertsch zurückgeflogen ...
    Als Führer des II./GR 123 fällt Mertens, inzwischen zum Hauptmann befördert, am 10. Januar 1944 nördlich Kertsch auf der Krim bei der Verteidigung der Höhen 133,3 und 125,6. Die Sowjets greifen an diesem Tag mit großen Schlachtfliegerverbänden den Frontabschnitt an und landen im Rücken des Bataillons von See her an. Posthum wird ihm am 27. Januar 1944 das Deutsche Kreuz in Gold verliehen.


    Also nach dem dieser Leutnant/Oberleutnant und schließlich innerhalb des selben Jahres auch noch zum Hauptmann beförderte - von Anfang Januar 1943 bis Anfang 1944 immer wieder äußerst positiv aufgefallen war, ist er für die Verleihung zum Deutschen Kreuz in Gold vorgeschlagen worden und bekam dann dieses posthum, klar!
    Aber eben nicht „innerhalb“ der 17 Tage vom 10. Januar 1944 bis zum 27. Januar 1944. Sondern offensichtlich für alle seine Taten im Jahre 1943.


    Ob posthume Verleihungen des DKiG an der Tagesordnung waren, halte ich für ... :(


    Ob bei geschätzten 17 Mio. Kämpfern deutscherseits nur 21.669, 24.204, 24.361 oder 38.000 DKiG verliehen worden sind, an der Tagesordnung waren die Verleihungen weder vor noch nach dem Tod!


    --


    schwarzermai Uwe schrieb: ...Ab dem 2.8.44 waren allerdings Vorschläge für Auszeichnungen an Vermisste und in Gefangenschaft geratene Soldaten nicht mehr zu bearbeiten.
    Was glaubt Ihr denn warum dies ab dem 2. August 1944 so gehandhabt wurde?



    Gruß & Horrido
    P; TAK

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

  • Hallo zusammen!
    Hallo FRank,


    Quote

    … ich [FRank] habe schon alle möglichen Quellen gesichtet und verglichen.
    So bin ich der Meinung das die diese Angaben richtig sind.


    Noch mal: Ich habe weder die Angaben in Zweifel gezogen, noch gar behauptet sie seien falsch!


    Ich habe lediglich hinterfragt, ob es regelrechte ’posthume Verleihungen’ mit kompletten Vorschlags- Beurteilungs- Prüfungs- Beglaubigungs- Genehmigungsprozedere und anschließender Verleihung durch die Präsidialkanzlei waren, ODER ob das DKiG die Hinterbliebenen posthum erreichte, wenn zwischenzeitlich der zu Ehrende gefallen war.
    Und nach Letzterem sehen mir solche Verleihungen aus, wo das DKiG schon wenige Tage nach dem Fallen verliehen worden war. Wogegen eine Verleihung, die erst nach vier Monaten oder gar einem halben Jahr vollzogen wurde, für mich wie eine ’eigentliche’ posthume Verleihungen aussieht.



    Viele Zahlen sind heute nicht mehr nachprüfbar, weder die tatsächlich verliehenen Deutschen Kreuze, noch die Zahl der deutscherseits Kämpfenden. Nur um ganz grob die Dimension des DKiG in Relation zu den Kämpfern anzudeuten: Auf etwa 1150 deutscherseits Kämpfende kamen 2 DKiG!
    Der Begriff „Alltäglichkeit“ im Zusammenhang mit dem DKiG wirkt, entschuldigt bitte: unpassend.



    Was mich allerdings echt nachdenklich stimmt:
    Hier wurde/wird die Glaubhaftigkeit von Gottlob Herbert Bidermann, dem Vorsitzenden der Ordensgemeinschaft der Inhaber des Deutschen Kreuzes in Gold e.V. angezweifelt…
    8o


    PS.: FRank ich hatte jetzt einen halben Monat Zeit über Deinen Satz
    Abgesehen von deiner, in letzter Zeit, sehr merkwürdigen Art alles aus Sicht von
    "Transportadlersenior" zu sehen ... es gibt noch was ausserhalb des Tellerrandes.

    nachzudenken – tut mir ernst gemeint Leid: Ich verstehe es nicht / FRank ich verstehe Dich nicht!
     :(


    Übrigens warte ich auch immer noch:

    Quote

    Auch Gefallene konnten postum ausgezeichnet werden.

    Dafür hast Du sicher die Quelle – ich leider nicht. (10.11.07)
    … könntest Du freundlicherweise die entsprechende Text-Stelle kurz abtippen und hier „reinzitieren“? (11.11.07)
    … aus welcher Vorschrift, Verordnung, oder Verfügung ist denn dieser Satz? Das war/wäre meine Frage… Mir hätte einfach der § XYZ aus xyz genügt… (12.11.07)
    PS.: … aus welcher Vorschrift, Verordnung, oder Verfügung ist denn dieser Satz? - Das wäre immer noch meine Frage. (15.11.07)
    … aus welcher Vorschrift, Verordnung, oder Verfügung ist denn dieser Satz? (16.11.07)
    ?(


    Gruß & Horrido
    P; TAK

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

  • @ TransportAdlersKind


    Alle Deine Ausführungen zu meinem Bsp. Mertens beruhen auf Mutmaßungen, welche nicht überprüfbar sind. Eine posthume Verleihung zeichnet sich schließlich lediglich dadurch aus, dass die Verleihung nach dem Tode ausgesprochen wurde und nicht, ob vor oder nach dem Tode eingereicht wurde!


    Natürlich handelt es sich bei dem DKiG um eine höhere Tapferkeitsauszeichnung, für welche in vielen Fällen vieles geopfert wurde und erhebliche Leistungen erbracht worden sind, jedoch war diese Auszeichnung - bei allem Respekt fuer die DKiG-Träger - gerade in den späteren Kriegsjahren, keine Aussergewöhnlichkeit mehr.


    So sind z.B. in der Kompanie meines Grossvaters innerhalb von 1 1/4 Jahren 4 DKiG verliehen worden, einschliesslich ihm selbst...

    Als Vorsitzender der TG der 50. ID bin ich immer auf der Suche nach Material/Kontakten bzgl. der Division.
    50. InfDiv.

  • Hallo , der Bruder meiner Tante.


    Uffz. Dienstgrad - Gebirgsjäger
    Finzel
    Schwer verwundet bei Monte Cassino.
    Bei der Erstürmung einer wichtigen Höhe.
    Kurz daraud seinen Verwundungen erlegen.


    DK Posthum


    Mir bekannt ist eine kleine DK Urkunde.


    MFG
    Hans



    bei allem Respekt .... ich glaube zu 100% das jeder gerne darauf verzichtet hätte.

  • Hallo zusammen,


    siehe:
    Sohn des Stadtinspektors und städtischen Fremdenverkehrsdirektors von Bayreuth


    Quote

    ...Die Verluste hatten zwischenzeitlich erschreckend zugenommen, und Dietel war zu diesem Zeitpunkt der letzte Kompanie-Offizier des gesamten Bataillons...

    Quote

    Ihnen die Mitteilung machen zu müssen, daß Ihr Sohn, der Leutnant Gerhard Dietel, am 9.2.42 in der Ortschaft Wyschneje sein junges Leben dem Vaterlande gegeben hat.

    Er war so tapfer und so hervorragend als Führer, daß ich ihn am 7.2.42 zum Deutschen Kreuz in Gold eingegeben habe, nachdem ich ihn bereits im Januar 1942 zur vorzeitigen Beförderung zum Oberleutnant vorgeschlagen hatte. Leider sind beide Vorschläge durch den Heldentod Ihres Sohnes nicht mehr wirksam geworden...


    ABER:



    Ohne weiteren Kommentar!


    Grüßt mit Horrido
    P;  8) TAK

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

  • @ hec801

    Quote

    So sind z.B. in der Kompanie meines Grossvaters innerhalb von 1 1/4 Jahren 4 DKiG verliehen worden, einschliesslich ihm selbst...
    ... jedoch war diese Auszeichnung - bei allem Respekt für die DKiG-Träger - gerade in den späteren Kriegsjahren, keine Äußergewöhnlichkeit mehr.


    Um nicht wieder mit Mutmaßungen, welche nicht überprüfbar sind weiter zu spekulieren:
    Wieviel Mann sind in den 1 ¼ Jahren denn „durch“ die Kompanie „marschiert“ (mit wieviel "Abgängen")? Und was war das für eine Einheit? Was verstehst Du unter „späteren Kriegsjahren“?


    Zur Außergewöhnlichkeit ist in meinem Bewusstsein im Lauf der Jahre nach und nach geworden, daß z.B. meine Eltern den Krieg überhaupt überlebt hatten! Das war das Wunder!!!


    Gruß P;  8) TAK

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

  • Hallo zusammen!
    Ich habe vorhin mit G. H. Bidermann (Vors. der Ordensgemeinschaft der Inhaber des Deutschen Kreuzes in Gold) telefonieren können und habe nochmals nach den
    posthumen Verleihungen des DKiG gefragt; speziell, ob ihm dazu ein §-? Führerbefehl, Verordnung oder ähnliches bekannt wäre – er verneinte. Bidermann erinnerte sich spontan an dem ihm aus eigenem Erleben persönlich bekannten Obfw. Falk, der für seine Taten im Sommer 1943 südlich des Ladogasees posthum mit dem DKiG geehrt wurde. Er sagte mir, daß es zwar äußerst selten, jedoch vorgekommen sei.
    Das Sprechen fiel Bidermann schwer und ich verstand noch einen Halb-Satz: „…, dass innerhalb die Verleihungseingabe i.d.R. vom Regimentskommandeur…“
    Als ich von der Anzahl 21.669 bis 38.000 DKiG sprechen wollte, fiel mir Bidermann regelrecht ins Wort: „Es waren 16500 – knapp 17000!“ Ich fragte: für alle drei Waffengattungen - Heer, Luftwaffe und Marine? Er: "Ja! alles zusammen."
    Gruß & Horrido
    P;  8) TAK

    Wer verurteilt kann irren – wer verzeiht irrt nie.

  • Quote

    Original von *AK*
    Als ich von der Anzahl 21.669 bis 38.000 DKiG sprechen wollte, fiel mir Bidermann regelrecht ins Wort: „Es waren 16500 – knapp 17000!“ Ich fragte: für alle drei Waffengattungen - Heer, Luftwaffe und Marine? Er: "Ja! alles zusammen."
    Gruß & Horrido
    P;  8) TAK


    Hallo,


    lt. dem von Uwe angegebenen Buch:
    "Es dürften ca. wohl hochgerechnet 27 - 28.000 Verleihungen sein !"


    Viele Grüße
    Steffen

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)