47. Volks-Grenadier-Division

  • Hallo zusammen,


    heute habe ich mehrere Fragen zur 47. Volks-Grenadier-Division
    http://www.lexikon-der-wehrmac…adierdivisionen/47VGD.htm


    1) Wer kennt das Werk "The 47 Volksgrenadierdivision (VGD) in the West“ vom Kommandeur Generalleutnant Max Bork? (Manufacturer: Historical Division, Headquarters United States Army, Europe, Foreign Military Studies Branch)


    2) Nach Auskunft der WASt fiel ein Großonkel von mir als Unteroffizier im Grenadier-Regiment 104 (13. Kp) am 15.03.1945 in "Kurtzenhouse bei Soultz-sous. Forêts Bas Rhin."


    Nun handelt es sich vermutlich um eine dieser Stichtagsmeldungen und nicht um ein genaues Sterbedatum. So befand sich die Division im März auch kaum noch in Frankreich, sondern nach LdW in der Rheinpfalz, zuvor bei Aachen. Könnte es sich bei Kurtzenhouse um eine Grabstelle handeln? Wenn ja, wann befand sich die Einheit dort? 1961 wurde umgebettet nach Niederbronn-le-Bains.


    3) Gibt es Hinweise auf Beteiligung der Einheit an der Ardennen-Offensive?


    Danke für jeden Hinweis.


    Gruß


    Jörg

  • ZA1/ 955 (B-602), Bork, Max:
    47. Volksgrenadier-Div., 1.10.1944 - 5.1.1945: Dritte Schlacht von Aachen
    Durchschlag, deutsch, 16 Seiten (1 Skizze), 1947


    ZA1/ 1053 (B-700), Bork, Max:
    47. Volksgrenadier-Div., 6.1. - 31.3.1945: vom Elsaß durch die Pfalz über den Rhein
    Durchschlag, deutsch, 27 Seiten (4 Anlagen), 1947



    beide Dokumente lagern im BA/MA


    Uwe

  • Hallo Jörg,


    Die 47. VolksGrenadierDivision war im Anschluß an der Operation Nordwind beteiligt, die das Elsaß und Teile der Maginot-Linie zurückgewinnen sollte.
    In der Panzerschlacht von Hatten(9.1.45-21.1.45) war sie zunächst Reserve bevor sie am 19.1. als Ablösung für die 25. PanzerGrenadierDivision(die Einheit meines Großvaters) und die 7-FallschirmJägerDivision in die Kämpfe um Hatten verwickelt wurde. Nach dem Absetzen der Amerikaner auf die Moder bildete die 47.VGD zusammen mit der 25.PGD das LXXXIX.Korps mit der Aufgabe einen Brückenkopf über die Moder zu bilden. Im Abschnitt der 47.VGD griffen Teile der GrenadierRegimenter 103 und 104 die Ortschaft Neubourg über die Moder hinaus an (24./25.1.). Die Bildung eines Brückenkopfes gelang jedoch nur weiter östlich bei der 25.PGD. In der Nacht des 25.Januar kam der Befehl das gesamte Nordelsaß zu räumen. An der Oder stand die Offensive der Roten Armee an und es bedurfte Truppen.


    Es dauerte bis zum 15.März bis die Amerikaner und Franzosen ihrerseits über die Moder vorgingen. Die 47. VGD scheint als Sicherungseinheit im Elsaß verblieben zu sein. Daher ist das Todesdatum realistisch. Den Ort Kurtzenhouse gibt es, er liegt jedoch südlich der Moder. Soultz-sous-Forets liegt viel weiter nördlich und ist deshalb als Todesort realistischer.


    Gruß


    Erik

  • Hallo zusammen,


    diese Angaben fand ich in den letzten Tagen, vielleicht sind sie ja mal interessant ;)


    Herzliche Grüße Euer Rolandus


    16.11.1944
    Bericht des Batteriechefs der 7. A.R. 147, Jochen Oehmichen, Hof (Saale)
    „Die 47.Volksgrenadierdivision wurde im Herbst 1944 in Dänemark aufgestellt. Zu diesem Verband gehörte das Artillerie-Regiment 147.
    Am 7.November 1944 wurden wir in Jütland verladen und rollten über 10 Tage über Hamburg, Minden und Köln nach Jülich. Mir ist es heute noch ein Rätsel, wie man damals bei der ernormen Luftüberlegenheit der Angloamerikaner und dem bereits einsetzten Artilleriebeschuss an einem sonnigen Herbsttage, wie es der 16.11.1944 war, einen Transportzug bis Jülich leiten konnte.
    In der zehnten oder elften Morgenstunde kamen wir auf dem Bahnhof in Jülich an. Das Ausladen zog sich sehr in die Länge, da nur eine kurze Seitenrampe zur Verfügung stand. … Es handelte sich um den Stab, Stabsbatterie II./147 und die 7. A.R. 147. Das Ausladen war gegen 13.30 Uhr beendet. Bewegliche Teile wie Nachrichtenstaffel und 1.Munitionsstaffel zogen nahe außerhalb der Stadt fliegergetarnt unter.
    Die Geschützstaffel jedoch und ein Teil der Stabsbatterie sollten bis zum Einbruch der Dunkelheit in den Straßen der Stadt, möglichst gegen Fliegersicht gedeckt, verbleiben. Zwei Gründe waren für diesen Befehl zwingend: 1. Die Jabos machten auch auf einzelne Fahrzeuge den ganzen Tag über Jagd. 2. Die Geschütze waren nicht pferdebespannt, sondern wurden von den sogenannten RSO (Raupenschlepper Ost) gezogen, die einen ziemlich hohen Benzinverbrauch hatten. Es handelte sich also bei unserer Einheit um einen teilweise motorisierten Verband.
    Ich erinnere mich noch genau, dass sich die Fahrer vom Sattel der 2.Muni-Staffel in den Straßen der Stadt neben ihren Gespannen Deckungslöcher ausgehoben hatten. Meines Wissens war das auch in den Straßen der Fall, in welcher das Haus stand, in dessen Keller unserer Veterinär, Dr. Treskatsch aus Meißen/ Sa. erschlagen worden ist (Bahnhofsstraße?)
    Feindliche Flugzeuge waren die ganze Zeit über in der Luft, außerdem schlug alle 10 oder 15 Minuten eine schwere Granate in der Stadt ein. Plötzlich sahen wir den „Christbaum“. Dr. Treskatsch rief mir noch zu, ich solle in „seinen Keller“ unterkriechen.
    Schnell entscheidend zog ich es vor, das kommende in einem alten Bombentrichter abzuwarten. Ich verdanke es wohl meiner Abneigung gegen finstere Schutzkeller, dass ich noch lebe.
    Der beinahe 45 Minuten andauernde Bombenhagel, der kaum ein Haus verschont haben dürfte, war die Hölle……
    Unser Abteilungskommandeur, Hauptmann Langner, war zum Regiment nach Düren gefahren und kam gegen 17 oder 18 Uhr zurück, Am nächsten Morgen wurden die Gefallenen beerdigt.
    Da unserer artilleristische Ausstattung bis auf ein Geschütz und eine nRSO zerstört worden war, wurden wir infanteristisch eingesetzt.
    Drei Tage später wurde ich mittags in Heistern im Schönthal verwundet und erlebte das Kriegsende nach Amputation des linken Unterschenkels in Mühlhausen.


    Am 17.11.1944 schrieb ich an meine Eltern in Plauen: „…. Leider haben wir gestern als junge Einheit eine sehr heftige Feuertaufe erlebt. Ein Bombenangriff von 35 Minuten Dauer und Fernartillerie haben uns beim Ausladen niedergehalten. Meine Batterie hat neun Tote und fünfzehn Verwundete zu beklagen. Den Stab hat es noch schlimmer erwischt. Hut ab vor der her verbliebenen Zivilbevölkerung! Auf dem rechten Ohr bin ich heute noch taub. Die Gefallenen der Batterie habe ich in einer schlichten Feier besetzen lassen. Ich hielt eine kurze Rede, drei Salven und das Vaterunser waren der letzte Dank. Leider wurden wir auch hierbei von den Jabos gestört. Natürlich habe ich wieder einmal alles verloren …“
    („Wie war das damals?“ Jülich 1944 – 1948, Veröffentlichung des Jülicher Geschichtsvereins Nr. 5, gesammelt und zusammengestellt von Helmut Scheurer, Verlag des Jülicher Geschichtsvereins, Jülich 1985, S. 67, 69 – 70 oben)


    Die Bombardierung Jülichs durch das RAF-Bomber Command stand im Zusammenhang mit der alliierten „Operation Queen“, einer neuen Offensive der 9.US-Armee mit dem Ziel, die Rur bei Düren, Jülich und Linnich zu erreichen, um Brückenköpfe gegen den Rhein zu bilden. Die Hauptkampflinie lag am 14.11.1944 ungefähr auf der Linie Geilenkirchen – Alsdorf – Würselen. Der Angriff wurde am 16.11.1944 durch massives Artilleriefeuer aus über 700 Geschützen eingeleitet. Gleichzeitig wurde eine Bombardierung der wichtigsten Städte an Rur und Inde durchgeführt. („Wie war das damals?“ Jülich 1944 – 1948, Veröffentlichung des Jülicher Geschichtsvereins Nr. 5, gesammelt und zusammengestellt von Helmut Scheurer, Verlag des Jülicher Geschichtsvereins, Jülich 1985, S. 56 – 57 ff für weitere Details)

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump


  • Hallo,


    Der Ort muss Kutzenhausen heissen und nicht Kurtzenhouse. KUTZENHAUSEN liegt neben SOULTZ SOUS FORETS, und bei mir fast um die Ecke. :]


    Gruss aus dem Elsass

    Suche alles zur : 2.SS-Pz.Div."Das Reich" 3./"DF" 10./"DF" 11./"D"

    Edited once, last by pitt ().

  • hallo!
    http://www.scribd.com/doc/4019…II-42nd-Infantry-Division
    hier auf Seite 26, wird bei der US 42. Infanterie Division, beschreibt, das bei der 25. Panzergrenadier Division, nur 2 Bataillonen von der 47. Volksgrenadier Division bei der Schlacht in Hatten beteiligt waren.


    Also, dies ist meinen Alten Geburt Ort, und so, Wissembourg, ist die Sous préfecture, also Soultz sous forêt, liegt nur 10 km Nord West von Hatten.
    Diese Vollständige Zone, also Zwischen Soultz sous forêt und Hatten, war von US 42. Infanterie Division Besetzt bei diesem Zeitraum.


    Der Problem hier, ist das die 47. Volksgrenadier Division, eine Reserve Division war, so ist sie nur erwähnt bei diesem Datum von dem 23 Januar 1945.
    Aber sowie sie erwähnt war, mit der 25. Panzergrenadier und mit der 7. Fallschirmjäger, und sowie auf eine Karte von dem Unternehmen Nordwind, die 25. Panzergrenadier Division, direkt bei Hatten durchlauft, (so um diesen Zeitpunkt, war die 47. Volksgrenadier Division, auch in diese Zone).
    Also um Welche Battaillon das hier es handelt, hier habe ich keine Ahnung!

    Grüße Gerard

  • Hallo pitt,


    Danke für Deinen Hinweis. Bisher war ich von dem Kurtzenhouse südwestlich von Bischwiller ausgegangen. Aber zum 15.03. passt Dein Kutzenhausen wohl besser.


    Viele Grüße


    Jörg

  • Hallo Jörg,


    Im Buch " Hiver 44-45, les combats de la libération" Société d'histoire et d'archéologie du Ried Nord - 1990- lässt sich Seite 539 eine Skizze finden vom Frontverlauf im Raum Hatten-Soultz sous Forêts und dem Rückzug der 47.VGD am 15-16-17 März.


    Schick dir ein Scan auf deine PN-Box, da ich zu doof bin hier irgend etwas einzustellen.


    Gruss

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  • Hallo Pitt,


    du musst nur beim Erstellen einer Antwort auf Datenanhänge klicken, dort auf Auswählen des Dokuments, und Specihern, wie groß etwas sein darf, und welche Formate unterstützt werden steht dort ebenfalls dabei :)

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    freundlichste Grüße aus Sachsen - Euer Robert