Lager 315/4

  • Hallo und Willkommen hier im Forum,


    so ein bißchen mehr an Text wie Grußformeln, Hintergrund der Frage usw. darfs schon sein.



    Grüße


    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Vollnerl,


    schau mal bei ,,Feldpostnummern'' unter dem Beitrag,,Angaben zum Postfach des Roten Kreuzes'' nach. Dort schrieb das Mitglied,,Stefan Reuter'' am 20.01.2013 ,


    Mo 315 Kostino im Grossraum Moskau


    Die Zahl der verstorbenen Kriegsgefangenen wird auf 10 000-15 000 Mann geschätzt.


    Ob's da noch den Lagerfriedhof gibt,müsstest du mal beim Volksbund nachfragen.


    www.volksbund.de


    mfg viszlat
    Eumex

  • Hallo zusammen!


    Das Lager (7)315 befand sich laut DRK-Dokumentation* bei Dnjeprodscherschinsk im Donbass, das aber nicht identisch ist mit dem Arbeitsbataillon MO 315 in Kostino im Großraum Moskau! Im Findbuch wird für das Zweiglager (7)315/4 der Standort Dnjepropetrowsk genannt.


    Weiter heißt es in der DRK-Dokumentation*:


    "Für die Uprawlenije 7315 Dnjeprodscherschinsk werden übereinstimmend für die Zeit 1945/47 etwa 2000 bis 2500 Tote gemeldet. Beim Lager 7315/7 befindet sich ein Friedhof mit 1300 Gräbern, beim Kriegsgefangenenhospital 5807 ein Friedhof mit 760 Gräbern." (S. 178)


    Und zum Thema Kriegsgefangenenfriedhöfe heißt es in der DRK-Dokumentation*:


    "Dnjepropetrowsk (Donezbecken)
    Der Friedhof für die Kriegsgefangenen, die im Hospital 5807 verstarben, umfaßte etwa 750 Gräber. Dazu kam noch ein Friedhof beim Lager 7315/7 mit ca. 1300 Toten. Heimkehrer sagen, daß sie sich bemüht hätten, die Gräber zu unterhalten."
    (S. 332)


    Gruß, Stefan


    * DRK-Suchdienst: "Zur Geschichte der Kriegsgefangenen im Osten - Teil II", Bonn 1958
    ** "Orte des Gewahrsams von deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion (1941-1956) - Findbuch"Dresden/Kassel/Moskau/München, 2010, ISBN 978-3-934382-22-0

    "Es gibt nichts, was ein deutscher Offizier nicht kann!" (Oberst Manfred v. Holstein)

  • Hallo "Kameraden",
    danke für die bisherigen Informationen.


    Meine Anfrage war im Auftrag eines Landsmannes, dessen Großvater in diesem Lager mit deuteschen Soldaten eingesperrt war und dort dann am 29. April 1945 verstarb.


    Er war bereits In Dnjepropetrowsk und hat versucht den angeschlossenen Friedhof ausfindig zu machen, hat aber nicht viel erfolg gahbat. Die dortigen Einwohner hatten ihn für deutsche gehalten, wodurch er auf die Idee kam, dass er (ich für ihn) mal hier nachfragt.
    Namen der ungarischen Gefangenen (zum Teil) konnte er bereits in Ungarn herusfinden, würde aber gerne deutsche Spuren verfolgen, um dadurch genaueres über den Verbleib seines Großvaters zu erfahren.


    Den "Volksbund" habe ich bereits kontaktiert, konnte aber keine Info erhalten.


    Ich meinerseits konnte das Schicksal meines Vaters (der zwar verwundert, mit erfrorenen Füssen und schwer Typhus gepagt)überlebte, sehr genau erforschen, daher mein Buch: "Woronesch. Das schicksal ungarischer soldaten ...", ISBN 978-3-941013.73-5
    Ich war auch persönlich in Woronesch und südlich am Don, wo die 2. ungarische Armee, südlich der 2. deutschen Armee kämpfte und fast vollständig unterging. Nachdem ich 1956 meine Familie in Ungarn zurückgelassen hatte, habe ich von meinem Vater so gut wie nichts erfahren können.
    Nochmals vielen Dank, ich werde diese Hinweise weiterleiten.
    vollnerl

  • Ja danke, ich habe das Buch und habe auch für den Landsmann epfohlen.


    Jetzt suche ich noch etwas: Lager Nr. 7082/4 in Woronesch.
    Ich habe gestern einen noch lebenden EX-heftling (damals 17, jetzt 86) getroffen, der gerne wissen würde, wo genau das Lager gelegen hat, inmitten von Woronesch.


    Hat ev. jemand eine Idee?


    mfg
    L. Vollner

    Edited 3 times, last by vollnerl ().

  • Priwet,


    fur Lager 82, Abteilung 4 steht in der Nachschlageliteratur - Woronesh. Nichts mehr. Das heisst, die Leute haben an der Wiederaufbau der Stadt, oder eines der Betriebe der Stadt gearbeitet.
    Falls es um die Ungaren geht, empfehle ich dir die Authorin des erwahnten Buches Eva Varga in Budapest zu finden, sie hat sich sehr grundlich ins Thema vertieft.


    Er kann auch versuchen an das Staatsarchiv des Gebiets Woronesh


    http://arsvo.ru/arkhivy/gavo/g…voronezhskoi-oblasti.html


    oder an das Landeskundliche Museum des Gebiets Woronesh


    http://www.museum.ru/M651


    zu schreiben.


    Gruss,


    Kirill

    Edited 2 times, last by Kirill ().