Abwehrgefechte um Bautzen

  • Bin durch Zufall auf dieses Forum gestossen und hoffe ich bin hier mit meiner Frage richtig.


    Kann mir jemand genauere Lageangaben (am besten Koordinaten ;) ) zu den Abwehrgefechten in und um Bautzen sowie des Gefechts um Brockwitz geben? Würde mir die Kampfschauplätze gerne persönlich ansehen. Besonderes Interesse gilt dem Gefecht bei Förstgen ( Aufreibung der 16. Polnischen Panzerbrigade ) , den Gefecht in Königsbrück ( 1. Fallschirm-Panzer-Division ) sowie dem wie oben erwähnten Gefecht um Brockwitz und den MG Stellungen angeblich nördlich des Ortes . Desweiteren suche ich Orte in und um Dresden wo sich grössere Kampftruppen ergaben haben oder in Gefangenschaft gingen.


    Ich hoffe Ihr könnt mir etwas helfen.


    MFG Sven

  • Hallo Namensvetter! :D


    Zuerst einmal herzlich Willkommen hier im Forum! :)


    Anbe drei Ausschnitte von deutschen Lagekarten vom 8., 29. und dem 30. Apirl 1945 sowie zwei Bilder der Fallsch.Pz.Div.1 "Hermann Göring" in der Nähe von Görlitz sowie in Kubschütz (östlich von Bautzen).


    Wonach genau suchst du? Nur nach dem damaligen Gefechtsfeld? Nach der Historie? Den Einheiten?


    Grüße
    Sven

  • Merci für das Willkommen und die Infos !


    In der Tat suche ich die genauen Kampfplätze für eine Fotodokumentation ..... Desweiteren würde ich auch mal gerne meine Magnete in einem See in der Nähe eines Kampffeldes versenken ( Hoffe das stösst jetzt nicht auf Unverständniss ) . Speziell im Bereich Halbendorf sollen ja wie ich gerade erfahren habe auch sehr heftige Abwehrgefechte stattgefunden haben, nur weiss ich da auch nciht genau wo.


    Zitat:


    Einbrüche
    Der Schwerpunkt der großen Angriffsschlacht lag in unserem Abschnitt im Raum Halbendorf – Tschernitz – Friedrichshain, wo dem Feind einige punktuelle Einbrüche gelungen waren. Mit schnell herangeführten Reserven konnten diese Einbrüche jedoch abgeriegelt werden. Zu dieser Zeit befand sich unsere Kompanie in einer lichten Waldschneise unweit von Halbendorf an der Straße nach Klein Düben im hartnäckigen Panzergefecht. In ständigem Einsatz befand sich dabei unser Bergungspanzer. Neben der Einholung havarierter Kampfpanzer war auch die Bergung Schwerverletzter seine Aufgabe. Ebenso wurde er als Nachschubtransporter für Munition und Treibstoff verwendet. Gerade als ich gegen Mittag dieses ersten Kampftages mit einigen Krankenträgern verwundete Panzerbesatzungen aus der Feuerlinie schaffen wollte, setzte plötzlich ein starker Feuerüberfall russischer Artillerie, dessen Stärke al les Bisherige übertraf, ein. Zeitgleich mit diesem mörderischen Artilleriefeuer erschienen dutzende Schlachtflieger und -bomber des Feindes und belegten uns nachhaltig mit Spreng- und Brandbomben. Es war dies ein Inferno, was ich noch nie erlebt hatte, und wie ein Wunder blieb ich unverletzt. Die vielen Brandbomben hatten den Wald um uns herum in ein Flammenmeer verwandelt, und aus einigen abgeschossenen Panzern neben mir drangen dichte schwarze Rauchsäulen empor. Kaum hatten wir in diesem Kampfgetümmel, wo sich der Rauch ätzend um die Augen legte, die Verwundeten mittels Tragbahren und Zeltbahnen, dabei immer wieder in Deckung werfend, geborgen und zu unserem getarnten Bergungspanzer gebracht, als uns nach ganz kurzer Fahrt eine ohrenbetäubende Detonation durcheinander rüttelte.

  • Quote

    Original von Grenzweltfotos
    Desweiteren würde ich auch mal gerne meine Magnete in einem See in der Nähe eines Kampffeldes versenken. <- Hoffe das stösst jetzt nicht auf Unverständniss ;)


    Hi Sven,
    genau dafür sind Informationen hier aus dem Forum nicht gedacht.
    Gruß, Kordula

  • Kein Problem Kordula.


    Ich will das Forum auch nicht dazu Missbrauchen, deswegen habe ich nicht lange um den heissen Brei drumrum geredet oder irgendwelche Lügen aufgetischt um an Infos zu kommen.


    MFG Sven

  • Hallo alle zusammen,


    Ich hätte eine Frage zu dem oberen Foto vor dem Haus mit der Aufschrift "kubschütz"

    Habe das Foto schon oft gesehen...

    Gibt es zu diesem Fotos irgendwelche Informationen?

    Zum Beispiel, was ist das für ein Gebäude? Sind die abgebildeten Teil einer speziellen Gruppe (da mit Zielfernrohr ausgestattet)?

    Ich frage aus persönlicher Neugier.


    MfG

    Thomas

  • Hallo Thomas


    Eine gemischte Gruppe

    Zusammen gewürfelt aus versprengeten/aufgerieben Einheiten.

    Ganz links ein Fallschirmjäger ( siehe Stahlhelm)

    Dann drei Luftwaffen Soldaten ( siehe Adler am Stahlhelm)

    Die anderen Vier vermutlich Heeres Soldaten ( andere Uniformen)

    Mit Scharfschützen dürftest die zum Teil Recht haben!



    Gruß Arnd

  • Hallo an alle,


    und danke an euch beide.


    Ich finde das Foto irgendwie sehr interessant,... Ort, Zeit und das zu sehende auf der Aufnahme.

    Im Punkt Scharfschützen könnte man da ja jetzt viel reininterpretieren. Meine Frage, ob es sich um Angehörige der selben Einheit bei den abgebildeten Personen handelt, ist somit hinfällig.

    Vielen Dank

    MfG

    Thomas

  • Guten Abend zusammen, meiner Information nach handelt es sich auf dem Foto um Angehörige des Fallschirm Korps HG. Man beachte auch die Ausrüstung der einzelnen Männer, fast jeder trägt einen Knochensack, wobei das Fallschirm Korps HG auch mit standart Luftwaffen Ausrüstung ausgestattet war. Gruß Bartmann

    Grüße Bartmann

    Edited once, last by Bartmann ().

  • Hallo,


    Da könntest du recht haben, stimmt.

    Mich wundert halt nach wie vor die große Anzahl an Gewehren mit Zielfernrohr.

    Ich bin immer davon ausgegangen, dass Scharfschützen bei der Wehrmacht vereinzelt auftraten.

    Dies scheint ja dann in Bautzen nicht der Fall gewesen zu sein?


    MfG

    Thomas

  • Hi

    Bei so vielen Scharfschützen kann es sich nur um ein Scharfschützen-Lehrgang handeln.

    Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Hallo,

    bleibt für mich die Frage offen, ob die darauf abgebildeten Scharfschützen konzentriert zum Einsatz kamen bzw. vereinzelt, wie zu vermuten ist. In der bisher für mich zugänglichen Literatur zu den Gefechten um Bautzen/Weißenberg im April 45 habe ich keine entsprechenden Hinweise gefunden.

    MfG Wirbelwind

  • Hallo,


    Merkblatt 25/4: "Anleitung für die Ausbildung und den Einsatz von Scharfschützen" steht auf

    > S. 18 "Die Schießübungen im Feldheer.....

    Beim täglichen Abgehen der Stellungprüft der Kompanie-usw, Führer das Können seiner Scharfschützen durch kleine Aufgaben.


    > S. 19, Ziffer C " Einsatz des Scharfschützen":

    " Dem Scharfschützen ist durch den Zug oder Gruppenführer ein Kampfauftrag zu geben."


    Daraus kann man schließen, dass es in einer Gruppe oder Kompanie mehrere und in der Division einige gab.


    Natürlich kann es auch ein Lehrgang der Divisionskampfschule sein, was ich persönlich aber wegen der eingeführten Magazine ausschließen möchte.

    Mit Befehl vom 10. August 1944 wurde nämlich für die Divisionen ab der 29. Welle die Einführung sog. " Divisionskampfschulen" angeordnet, nur noch 1 Uffz. als Grfhr. im Rahmen des Lehrpersonals. Außerdem war der ursprüngliche Scharfschützenlehrgang - damals auf der Seethaler Alpe, dann in Wilna mit einer Dauer von 5 Monaten auf 9 Tage gekürzt worden. Die Dauer des Lehrganges in den Divisionskampfschulen betrug z. B. bei der 340 Id., der 454. Sich. Div. und der Korps Abt. G. 4 Wochen.(Anlage KTB).


    Die 6. ID verfügte im Januar 1945 über 10 Scharfschützen mit 400 anerkannten Abschüssen, davon allein die Scharfschützen Schöne und Baumann mit jeweils über 100.


    Gruß Karl

  • Hallo allerseits,


    Dann kann man wohl weiterhin nur spekulieren... Vielleicht hat man sich auch einfach selbst in den letzten Tagen irgendwo her diese Ausrüstung besorgt. Könnte mir gut vorstellen dass es im Chaos der letzten Kampfhandlungen nicht schwer war, sich soetwas unter den Nagel zu reißen,...

    Also vielleicht doch keine Scharfschützen...

    Dies würde auch (für mich) EIN möglicher Grund sein, warum sich darüber nichts findet. Bin mir sicher daß andernfalls da mehr bekannt wäre.


    MfG

    Thomas

  • Hallo

    bei dem Foto handelt es sich um einen Scharfschützenzug derFallschirmpanzerdivision HG . Eingesetzt am 17-22.04.45 im Bereich Kodersdorf-Emrichswalde. In einem Bericht hatte ich mal von den Abschüssen gelesen . Scharfschützen sind Spezialisten ,welche langfristig ausgebildet werden . Mei Vater und ein Angehöriger des Sturmbatallions schilderte mir die alltägliche Bedrohung ,durch russische Scharfschützen an der Neiße und dem Durchbruchsabschnitt der 52.Armee. . Die Mischbewaffnung

    (K98,K43und Mosin ) sind zeitgemäß. Auf beiden Bildern sind Fallschirmjäger mit Baretta (aus italienischen Beständen, bei den Fallschirmjägern beliebt ) zu sehen ,erfahrene Zugführer ,die wußten was sie machten.Die HG wurde am 23.04.1945 aus dem Frontabschnitt herausgelöst und in Richtung Bautzen verlegt .(das Foto aus Hochkirch passt .)

    MfG April45