Leben in der Kaserne

  • Hallo Roland und in die Runde!


    Ja so klein ist die Welt, was?:thumbsup:

    Mir fällt ein, daß mein anderer Opa, in Ostpreußen, Allenstein, auch in einem örtlich nahe liegenden Regiment war, er überlebte übrigens WK l und ll im Einsatz.

    Also zeichnet sich hier ein Trend ab, die Rekruten kamen in die nächstgelegene Einheit? Oder gilt das nur für die Infanterie?


    Grüße von Kathrin

  • Hallo Katrin,


    Quote

    Also zeichnet sich hier ein Trend ab, die Rekruten kamen in die nächstgelegene Einheit? Oder gilt das nur für die Infanterie?

    zu Beginn des 1. Wk. war es noch üblich, Wehrpflichtige aus einer Region größtenteils zu einer bestimmten Einheit einzuziehen. Dadurch entsteht folgendes Problem: Hatte die Einheit hohe Verluste, waren kurz darauf die Zeitungen voller Todesanzeigen. So führte das erste schwere Gefecht unseres Gießener IR 116 bei Anloy dazu, daß schlagartig in jeder oberhessischen Stadt und jedem Dorf zahlreiche Tote zu beklagen waren. Welche moralische Wirkung sowas kurz nach Kriegsbeginn 1914 hatte, kann man sich ausmalen.


    Anloy/ Belgien 22.8.1914


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Allerseits!


    Hallo Thilo, habe mal genau nachgesehen. Der betreffende Opa war Dragoner im Rgt. 11, Garnison Lyck, Ermland. Das war ein Stückchen weg von Allenstein, aber nicht weit, ich würde es zumindest Region nennen. Nun ja, das klärt nicht wirklich auf. Er wurde im Sept. 1917 in die Ersatz Eskadron eingezogen und erhielt eine Ausbildung am Karabiner 98, dem Kavallerie-Degen und der Stahlrohrlanze.

    Nachtrag: Das Regiment hatte den Namenszusatz von Wedel und es gehörte zur 37. Division Allenstein, wie ich im Netz las.


    Grüße von Kathrin

  • Hallo Kathrin,


    man muß bedenken, daß die Anforderungen für die Einberufung zur Kavallerie höher waren als zu den meisten anderen Truppenteilen, im Umkehrschluss war die Anzahl der geeigneten Männer geringer und das Einzugsgebiet daher größer.


    Im Übrigen war die Einberufung zu einem regionalen Truppenteil ein Überbleibsel der Kleinstaaterei, einer meiner Urgroßväter kam aus Kurhessen und damit Preußen, er diente in Lothringen. Die übrigen kamen aus dem Großherzogtum Hessen und dienten alle in großherzoglich-hessischen Verbänden.



    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941