11. Kp. Fallsch.Jg.Rgt.9

  • Hallo Forenuser,


    ich komme aus der Nähe von Ulm und bin auf der Suche nach Informationen über die letzten Kriegstage meines Großvaters (Dez.44 - Jan.45).
    Laut seinem Soldbuch war er beim 11/Fallsch.Jg.Rgt.9 (L50922).
    Sehe ich das richtig, dass es sich hierbei um um die 11. Kompanie des III. Bataillon des Fallschirmjäger-Regiments 9 handelt?
    Laut seinen Erzählungen war er als MG15-Schütze in Thirimont stationiert und wurde beim Rückzug im Januar 44 in der Nähe von Ondenval von einem Granatsplitter getroffen.
    Kann mir jemand Literatur nennen, bzw. Quellen für Fotos aus dieser Zeit?


    Mit besten Grüßen und einem Dankeschön im vorau
    Litx5

  • Litx5 (?)
    - "Der Vergangenheit auf der Spur" von Fritz Roppelt (Divisionsgeschichte)
    - "Opfergang deutscher Fallschirmjäger" von Rudi Frühbeisser
    (FJR 9)


    Jedes Bataljon hatte 4 Komp
    I Bn: 1 - 4
    II Bn: 5 - 8
    III Bn: 9 - 12


    Die 11. war eine "normale" FJ Komp


    Peter

    Ich suche immer Berliner Volkssturm- und Schlacht um Berlin Dokumenten wie SB, WP, Zeitungen, Befehle, Bescheinigungen usw ...

    Edited 2 times, last by WARNACH ().

  • Guten Morgen zusammen,


    danke für eure schnellen Antworten.
    Dann war war er quasi bei der 3. Kompanie des 3. Bataillon, die im Regiment die 11. war, oder?


    Viele Grüße
    Tobias

  • Hallo zusammen,


    habe noch ein paar Fotos und eine Skizze von der damaligen Situation erhalten.
    Die Fotos aus/ von Thirimont wurden zwar etliche Jahre nach dem Krieg gemacht, zeigen aber nach den Informationen meines Großvaters, den Zugführergefechtsstand und die Angriffsrichtung der Amerikaner vom 16.01.1945.
    Auf der Skizze wurde der Tag bzw. die Bewegungen aus Sicht meines Großvaters festgehalten.
    Bei Interesse werde ich sie hier einstellen.


    Viele Grüße
    Tobias

  • Halloç,
    Frühbeisser bringt nur sehr wenig zum III. Bataillon. Meistens nur wo das Btl eingesetzt war.
    Die Skizze einstellen wäre eine gute Idee.
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Stellenbesetzung
    11Kp IIIBatl. Rgt 9
    KpFhr. Hptm Nick
    Zugführer 09.10.44-02.45 Uffz Rudol Häusler
    Quelle der Vergangenheit auf der Spur
    gruss
    alf

  • Hallo Tobias,


    Dann war war er quasi bei der 3. Kompanie des 3. Bataillon, die im Regiment die 11. war, oder?


    Stimmt, aber die nennte man nicht "3.(Komp)III (Btl)" sondern "11.(Komp)FjR9"
    Im Regt gab es nur eine 3.Komp (I Btl) = 3. FjR9


    Peter

    Ich suche immer Berliner Volkssturm- und Schlacht um Berlin Dokumenten wie SB, WP, Zeitungen, Befehle, Bescheinigungen usw ...

  • Hallo Forenuser,


    erstmal ein Danke an alf. Jetzt weiß ich endlich, wo dieser Bahnhof ist, an dem mein Großvater in den Bombenangriff geriet.


    Anbei nun die Skizzen und die ersten Fotos.
    Die Skizze entstand nach Berichten meines Großvaters und zeigt seinen Bewegungsblauf am 16.01.45, als die Amerikaner Thirimont angriffen.
    Die Fotos enstanden in den 80er Jahren und zeigen das Zugführerhaus, den Bauernhof und ein Gebäude beim 1. Vorposten (VP1).
    Es kommen noch drei Bilder. Und hier die Geschichte hinter der Skizze:


    Mein Großvater kam am 28.11 in Thririmont an.
    Am 16.01 stand er hinter dem Zugführer-Haus als er einen Kameraden nach dem MG rufen hörte. Er ,als zweiter Mann am MG, eilte sofort los. Sie bezogen auf der Kreuzung Stellung und beharkten die angreifenden Amerikaner mit detm MG. Sie wurden dann an der Buschgruppe in Stellung gebracht. Hier beobachtete mein Großvater im die Scheune/Stall des Bauernhofes, da die Amerikaner vom Dach des Gebäudes wunderbares Schußfeld hatten. In dieser Stellung kam ein Uffz. angerobt, der sofort einen Bauchschuß erhielt und jämmerlich schrie.
    Im Laufe des Tages wurden sie von den Amerikanern mit Infanterie und Panzern eingekesselt.
    Gegen Abend kam dann der Befehl "Absetzen", woraufhin alle Richtung Kompaniegefechtsstand eilten. Hier stand ein Uffz, der meinem Großvater und seinen Kameraden befahl durch das Haus zu gehen. Hier saßen, laut meines Großvaters, einige Fallschirmjäger, die die Feldpostpakete aufmachten und den Inhalt aufaßen.
    Durch die Hintertür ging es einen Hang hinunter, über einen toten Soldaten, der im Stacheldraht hing, über den Graben. Hier stand der Kompanieführer hinter einem Haus und spähte zum Kompaniegefechtsstand. Als mein Großvater dort ankam, sah er wie ein paar Nachschubleute, aus dem Haus stürmten und von MG-Salven der Amerikaner, die in diesem Moment das Haus stürmten, getroffen wurden. Einer der Getroffenen schrie nach seiner Mutter, was meinem Großvater heute noch zu schaffen macht.
    Von dort setzten sie sich nach Ondenval ab.


    Mich würde interessieren, wo diese Kreuzung in Thririmont ist, aber auch alles andere von dieses Angriff der US-Truppen.


    Ich hoffe man die Bilder erscheinen, da es das erstemal ist, dass ich Bilder hier einstelle.


    Viele Grüße Tobias

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  • Die anderen 3 Bilder.


    Viele Grüße
    Tobias

    Files

    • Foto04.jpg

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    • Foto05.jpg

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    • Foto06.jpg

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  • Hallo Tobias,


    Danke für Deinen Beitrag und das du die Geschichte Deines Großvaters uns mitteilst. Sehr interessant!
    MfG Ronny

    Suche Informationen über die Ln.St. A Dresden (1939 - 1941), Ln.St. A Klotzsche bis 1942 und das Grenadier-Bataillon z.b.V. 560 (1944 - 1945)

  • Hallo Tobias,


    ebenfalls danke für die Erinnerungen des Großvaters. Hat er ggf. noch andere Erinnerungen an die Ardennenoffensive, insbesondere zum Einsatz deutscher Panzer im Januar 45 im Raum Faymonville - Thirimont?


    Grüße
    Timm

  • Hallo Tobias
    Vielleicht erinnert sich dein Großvater an dem Ort Lucherberg nördlich Düren.
    Laut Roppelt traf das III. Batl. Rgt 9 am 19.11.44 dort ein.
    Das kann aber nicht stimmen da am 29.11.44 das Rgt beim Ausladen im Bahnhof Elsdorf in deinem Bombenangriff geriet.
    Gruss
    alf

  • Hallo zusammen,


    freut mich das es euch interessiert und ich bin gerne bereit, sofern mein Großvater sich noch erinnert, mehr einzustellen.
    Anbei ein Auszug aus seinem Soldbuch, der vielleicht auch weiterhelfen kann.


    Timm:
    Am 16.12 war er in zweiter Reihe und konnte den Angriff auf die Amerikaner aus der Ferne beobachten. Die Stellungen der Amerikaner wurden mit Flakscheinwerfern taghell ausgeleuchtet und anschließend mit DO-Werfern beschoßen. Hier sah er auch, wie die SS mit Sd.Kfz.251/21 Ausf.D Drilling auf die Amerikaner schoß. Am 20. wurde er krank und musste ins Lazarett nach Euskirchen. Er kam am 28.12 wieder zur Truppe. Leider weiß er von Panzern im Januar 45 nichts. Aber vielleicht kommen noch ein paar Erinnerungen hoch, nachdem er jetzt einen geduldigen und interessierten Zuhörer gefunden hat. Für ihn war der Krieg am 18.01.45 zu Ende, da er verwundet wurde und in US-Kriegsgefangenschaft kam.


    alf:
    Wann der Bombenangriff war kann ich nicht sagen, da er den Ort und auch das Datum nicht genau weiß. Während diesem Zeitraum befand er sich laut Soldbuch auch noch nicht beim III.Batl. sondern beim 1./ FJR.9, 3.Komp.
    Anschließend ging es anscheinend in die Umgebung von Düren, wo sie in einer alten Drahtfrabrik Quartier bezogen.


    Wie mir WARNACH soeben mitgeteilt hat, war mein Großvater gar nicht im Ort "THIRIMONT sondern mit seinem Zug im Weiler REMONVAL".
    Auf diesem Wege nochmals ein großes Dankeschön an Peter.


    Ich werde nächste Woche noch Fotos bekommen, die mein Großvater heute Mittag gefunden hat. Sobald ich sie habe, werde ich sie euch zeigen.
    Kann euch dann auch seine Erlebnisse bis zur Verwundung berichten, bzw. noch eine Skizze einstellen.


    Soweit erstmal von mir. Nun heißt es erstmal wieder arbeiten (seufz).


    Viele Grüße
    Tobias

  • Hallo Tobias,


    vielen Dank für die Information zu den Drillingen auf SPW. Ich weiß, dass nach fast 70 Jahren die Wahrscheinlichkeit eher gering ist, aber kannst Du Deinen Großvater bitte fragen, ob das Ereignis mit den Drillingen auch am 17.12. passiert sein kann? Kannst Du darüber hinaus klären, ob Dein Großvater an den ersten Tagen der Offensive ggf. auf Panzer der LAH aufgesessen war.


    Danke und Gruß
    Timm

  • Hallo zusammen,


    hat jetzt etwas länger gedauert, aber man muss ja auch mal arbeiten ;-)


    Timm: Habe meinen Großvater gefragt und er meinte, dass das gut möglich ist.
    An welchen Ort denkst du denn, oder hast du Fotos. Vielleicht bekomme ich es so heraus.
    Meinem Großvater fallen viele Sachen wieder ein, wenn er ein Foto sieht.


    Vor dem 16.12 konnte er auf dem Weg zur Front teilweise auf Panzern mitfahren. Ich habe ihm Bilder gezeigt und wie sich herausstellte, könnte es sich um Tiger II der schweren SS-PanzerAbteilung 501 gehandelt haben.
    (Ohne Gewähr).


    Soweit von mir. Aber es geht weiter.
    Auf bald
    Tobias

  • Hallo Tobias
    Es kann sein das die Kompanie bei Gey (Hürtgenwald) Forsthaus Gey im Einsatz war.
    Die Kp des 9 Rgt waren weit auseinander gezogen. Frag ihm mal nach den Orten Echtz Lucherberg Merken Arnoldsweiler Ellen
    gruss
    alf

  • Hallo zusammen und allen ein gutes neues Jahr 2013!


    Hat bei mir etwas länger gedauert, aber ich habe mal 14 Tage ohne Computer und Telefon gebraucht.
    Mein Großvater kann sich leider an keine Ortsnamen auf "seinem" Ardennenfeldzug erinnern,
    da nach seiner Aussage, die Ortsschilder verschwunden/ nicht erkennbar waren.
    Auch sind sie auf ihrem Vormarsch oft Nachts marschiert, da sie kein Wintertarnzeug hatten und in ihren blauen Uniformen von den amerikanischen Fliegern sonst tagsüber gesehen wurden. An vielen Ortsschaften sind sie auch nur vorbeimarschiert.
    Ich hoffe das er sich vielleicht noch an besonderen Ereignisse oder markante Wegpunkte erinnert.


    Viele Grüße
    Tobias

  • Hallo zusammen,


    leider schon länger nicht mehr hier gewesen...
    @Tobias : mein Grossvater war auch in der 11.Kompanie im FJR9 (3.FJD) laut WAST (10.5.1944)
    aber wo er nach der Schlacht in der Normandie war (Kessel von Falaise, Mons etc.) weiss ich leider nicht.
    Mein Grossvater ist leider 2004 verstorben und ihn kann ich leider nichts mehr fragen... (z.B. bei welcher Einheit er dann war als er in den Ardennen und Arnheim, Ruhrkessel etc. kämpfte???)


    @all: Kennt jemand, oder gibt es noch Zeitzeugen vom FJR9? wäre ja spannend wenn zufällig jemand mein Grossvater gekannt hat oder von ihm gehört hat???


    Bin über jeden Hinweis dankbar...
    Viele Grüsse
    Jens