Brückenkopf Schwedt

  • Hallo Rabbit,


    entweder einer der zahlreichen Flakbatterien oder eine Batterie des 406. Volks-Artillerie-Korps.




    Gruß


    Ulf

  • Danke Ulf, ältere Dorfbewohner sagen, dass es artillerie war, die dann Richtung Osten geschossen hat. Da die Rote Armee über Gartz und Casekow kam, macht dies Sinn.


    Es wurden 115mm geschosshülsen gefunden und das spricht dann ehr für eine artillerie.


    Was mich allerdings auch verwundert, sind dann doch die vielen schützengräben und Stellungen, die sich Kilometer weit durch den Wald ziehen. Das waren doch mit Sicherheit nicht alles die Soldaten der Batterien? Vermutlich waren hier auch kämpfende Einheiten. Die Stellungen sind taktisch gut angelegt, wenn der Feind aus Richtung casekow gekommen ist. Leider ist nichts von Kämpfen rund um Kunow zu erfahren. Die marine Infanterie die in casekow aufgerieben wurde, war ja auch nur 8 km entfernt.

    Edited once, last by Rabbit ().

  • Hallo,



    kannst du den Standort der Stellungen etwas präzisieren? Auch die schwere 8,8cm bzw. 10,5cm Flak wurde hier überwiegend als Artillerie eingesetzt. Ballentin erwähnt z.B. eine Batterie in Blumenhagen. Die Russen kamen aus Richtung Gartz/Groß Pinnow, also aus Norden. Es gab hier nur noch vereinzelte Rückzugsgefechte. Die Rote Armee stand ja südlich schon in Berlin und auch der Durchbruch und Vorstoß nördlich Gartz bzw. über die Autobahn war nicht mehr aufzuhalten.



    Gruß Ulf

  • Ich hänge mal eine Karte an. Hoffe man kann es erkennen. Also der blaue Punkt markiert die Batterie und deren Geschütze. In diesem Bereich sollen 6 Geschütze gestanden haben. Die rote Linie markiert das Stellungs und Grabensystem.


    Danke für deine Antworten :)

    Files

    Edited once, last by Rabbit ().

  • Hallo Fanatyk


    Hier ist ein Bild von der Gedenktafel im Stengerhain in Schwedt .


    Gruss Erich

    Freiheit ist das Recht anderen zu sagen was sie nicht hören wollen.
    George Orwell

  • Hallo zusammen


    Die Gedenktafel ist mutwillig zerstört worden und wird durch Spenden erneuert..

    Es handelt sich um den 20 jährigen Panzergrenadier Norbert Robert der in einem Flüchtlingstreck seine Mutter sah und ein Stück mitlief.

    Was als unerlaubte Entfernung von der Truppe angesehen wurde.


    Gruß Erich

    Files

    • Schwedt.jpg

      (7.57 kB, downloaded 437 times, last: )

    Freiheit ist das Recht anderen zu sagen was sie nicht hören wollen.
    George Orwell

  • Hallo,


    leider sind mutwillige Zerstörungen oder das Beschmieren von Gräbern/Kriegsdenkmälern keine Seltenheit mehr. Scheint eine Art Volkssport geworden zu sein. Bin der Meinung, dass solange kein Umdenken in Teilen der Gesellschaft stattfindet, nicht mit dem Rückgang dieser Untaten zu rechnen ist. Es stimmt mich bedenklich, wenn der Vandalismus nicht einmal vor Gedenkstätten haltmacht, egal wie jeder selbst dazu steht.

    In der Regel wird an menschen gedacht, die ihr Leben verloren haben.

    MfG Wirbelwind

  • Hallo,

    im Zusammenhang mit den Kämpfen an der Oder im Frühjahr 1945 fiel auch der Brückenkopf Mescherin. Bei den Kämpfen um diesen Brückenkopf kamen laut Gedenkstein auch flämische Schülersoldaten zum Einsatz. Ist jemanden etwas Näheres dazu bekannt, weil ja eine ganze Anzahl von ihnen bei besagten Kämpfen ums Leben kamen.

    MfG Wirbelwind

  • Hallo Wirbelwind,


    ein Mescheriner Junge,Günter Höppner, heute weit über 70 Jahre alt, hat in

    dem Buch "Die Schlacht um den Brückenkopf Mescherin"

    seine Erinnerungen niedergeschrieben.

    Auf Seite 183 erwähnt er eine flämische Tragödie an der HKL, die er von anderen

    Heimatforschern u. a. Günter Pütz aus Gartz/Oder erfahren hat.


    Sinngemäß steht da, das die flämische Direktorin eines Gymnasiums

    im Januar 1945 ihren 300 Schülern nahelegt den Führer zu retten. Dieser

    befindet sich in Berlin in höchster Not.

    Die Freiwilligen des "Jugendbataillons Langemark" waren sich am 28.3.45 noch

    zur Ausbildung in der Lüneburger Heide.

    Die 3 Kompanien wurden auf Weisung des SS-Generals Steiner nach Mescherin

    beordert, um dort die Gruppe "Schellong" zu verstärken.

    Am 29.3.45 kamen die Einheiten in Passow/Uckermark an.

    Sie zogen singend in Richtung Mescherin ab. Das waren ca. 30 Km Luftlinie Fuß-

    marsch.

    Zum SS_Jugenbatl. "Langemark" gehörten


    1. le. Flakkp. mit 102 Soldaten


    2. SS-Jugenkp. mit 110 Soldaten


    1. Zug der 3. Kp mit 30 Soldaten


    Bis zum 20.4.45 waren schon etwa 110 Mann gefallen.


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.

  • Hallo,

    vielen Dank an Roland und Ulf für die Infos. Von den 300 Jungen sind ja nicht viel übrig geblieben. Kein Wunder, bei der mangelhaften Ausbildung und sicherlich auch fehlenden Bewaffnung.

    MfG Wirbelwind

  • Hallo und einen schönen Guten Tag an alle !!

    Hallo Wirbelwind, ich beschäftige mich seit geraumer Zeit mit den Kampfhandlungen der 27. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division ,,Langemarck,, in meiner Ecke hier:) und deswegen natürlich auch mit dem Jugendbataillon Langemarck das ein Teil dieser Division war. Die Aussagen des Herrn Günter Höppner waren vor Jahren mein erster Kontakt mit dieser Einheit, heute.....viele Jahre und Bücher später weiß ich das vieles nicht so war wie von Herrn Höppner berichtet, das soll jetzt keine Kritik an ihm sein, er ist ein sehr netter Zeitgenosse aber Forschung über Jahre ist dann halt oft doch etwas anderes:thumbup:.....die jungen Flamen die aus der Schule ausrückten und geschlossen an der Oder antraten um dem ,,Führer,, zu helfen, ohne Ausrüstung, ohne Ausbildung.......das gehört etwas ins Reich der Fabelwesen.......denn ganz so böse und traurig war es nicht......den ersten guten Griff machten die Flamen mit ihren beiden Kommandeuren, SS-Hauptsturmführer Hans Stange und seinem Nachfolger SS-Hauptsturmführer Oluf von Krabbe....beide waren Offiziere mit sehr guter Menschenführung und einem guten Draht zu General Steiner, durch und mit seiner Hilfe wurde immer wo es ging das Bataillon zur Ausbildung von der vorderen Frontlinie heraus gehalten, die Ausrüstung der jungen Grenadiere war für die Zeit des Endkampfes sehr gut, einheitliche Uniformierung mit den Symbolen der Division, flämischer Löwe, Ärmelband .....die Bewaffnung mit Masse Sturmgewehre 44, Mg 42, G 43, Panzerfäuste, Raketenpanzerbüchse 54.......also schon etwas anders als kleine Schuljungen, komplett ohne Ausbildung und Ausrüstung...........ich möchte diese Rubrik jetzt nicht weiter mit einem Thema belästigen das ja hier nicht reingehört:saint: .....aber Wirbelwind wenn Du etwas mehr Interesse an der Sache hast dann können wir uns sehr gerne austauschen:thumbup::thumbup::thumbup:

    Mfg Daniel

  • Hallo Daniel,


    schön etwas mehr zu diesem Thema zu lesen.

    Tatsache ist wohl, dass nicht sehr viele den Wahnsinn überlebt haben.

    Unabhängig davon, wie gut oder wie schlecht die Führung war.

    Hast du Quellen, die uns noch nicht bekannt sind?

    Dann bitte her damit.


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.

  • Nabend Roland,


    ich setze morgen gerne mal eine Auflistung meiner Literatur über die ,,Langemarck,, hier rein, bin auch immer noch dabei zu übersetzen.......mehr Infos gibt es dann bald wenn unsere Forschungsgruppe online geht, für diese Webseite ist das Wissen aus den Quellen ja dann auch geplant. Auf kleiner persönlicher Ebene bin ich aber immer gerne bereit etwas mehr zu bereden, es geht mir auch nicht darum das ich mein Wissen nicht teilen möchte sondern mit manchen Infos ist man einfach vorsichtig bevor man sie verteilt, nur ein Beispiel, auf dem Weg von der Oder bis zu ihrem Ende als Division haben Angehörige 7 sehr schöne und gepflegte Gedenksteine / Grabanlagen geschaffen......da möchte man kein falsches Heldengedenken haben, das dann politisch was auslöst und die Grabanlagen kommen weg.......oder die Raubaukentruppe von links begibt sich zum nächtlichen,,verschönern,, auf diese Friedhöfe........habe ich alles Live so erlebt im Bereich der 32. SS-Freiwilligen-Grenadier-Division ,, 30 Januar ,,......deswegen ist man etwas vorsichtig geworden beim ,,teilen,, ......ich hoffe man versteht mich da etwas :/

    Mfg Daniel

  • Hallo Dieter,

    ja...traurig so ein Anblick:(..........so sollen die wirklich schön hergerichteten Gedenksteine der ,,Langemarck,, wirklich nicht aussehen .....auch sehr schade um die Anlage auf deinen FotosX/

    Gruß Daniel

  • Hallo,

    zu den gezeigten beschmierten Grabdenkmälern fällt mir nichts mehr ein. Kann Daniel verstehen, wenn er in Kenntnis dieser Dinge nicht weiter auf die Standorte der Gräber für die Gefallenen der ,,Langemarck" eingehen will. Trotzdem werden diese Schmierer heraus bekommen, wo die Grabstätten sind, leider. Noch ein paar Anmerkungen von mir zum # 172. Nach Deinen Erkenntnissen, Daniel, war das Jungendbataillon ,,Langemarck" für eine Infanterieeinheit waffentechnisch nicht schlecht ausgerüstet. Inwieweit die in Lüneburg begonnene Ausbildung zu vollwertigen Soldaten bis zum ersten Fronteinsatz abgeschlossen werden konnte. vermag ich nicht einzuschätzen. Dafür fehlen mir die entsprechenden Quellen. Mir ist nur bekannt, dass gerade in den letzten Kriegswochen keine ordentliche umfangreiche Ausbildung mehr stattfand, weil einfach keine Zeit mehr dafür da war. Das hatte mit Sicherheit auch Auswirkungen auf die Feuerkraft und das taktische Verhalten der betreffenden Jungs. Allein mit ,,Ofenrohr" und ,,Panzerfaust" und MG 42 hältst Du keinen konzentrierten Panzerangriff mit Infanterie- Unterstützung auf.Da braucht es Pak, Artillerie, Sturmgeschütze u.ä. dazu. Daher wahrscheinlich auch die relativ hohen Verluste unter den flämischen Jugendlichen.

    MfG Wirbelwind

  • Hallo Wirbelwind,

    ich stimme Dir da natürlich in allen Punkten zu :thumbup:......mir ging es auch nur darum das die Berichte vom Schüler ohne Uniform und kaum Waffen etwas an der Realität vorbei gehen, natürlich waren und wurden diese armen jungen Bengels trotzdem Opfer dieser Hölle und Zeit !!!

    Grüße Daniel

  • Hi

    Es gibt ein kleines Büchlein bei Amazoon zu kaufen über dieses Btl..

    Es ist preiswert aber in Holländisch.

    mfg Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Hallo Jan,

    das übersetze ich gerade und dann warten gleich die nächsten ||.....aber trotzdem Danke für die Info:thumbup::thumbup::thumbup:

    Mfg Daniel