SS-Wehrgeologen-Btl. (mot) 500

  • Hallo, hatte mal was zu den Wehrgeologen zusammengestellt,
    aber erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit ... ;)
    Grüße Roland
    Das Wehrgeologenkorps der Waffen SS
    (s.a. Klietmann, S. 411-413)


    18.04.1941
    Gemäß dem Befehl des Reichsführers SS vom 18.4.1941 und der Verfügng des SS-Führungshaupt-amtes vom 22.4.1941 wurde mit Wirkung vom 1.4.1941 das “SS-Wehrgeologenkorps im SS-FHA” errichtet.


    Wehrgeologen waren begehrt. Schon 1940 suchte das FHA in den Reihen der Totenkopfstandarten nach Männern mit Geologiekenntnissen (s.a. Meldungen der drei Kompanien der NEA Oranienburg v. 25.u.26.10.1940, BA-MA RS 5-700) Die SS-Forschungs- und Lehrgemeinschaft “Ahnenerbe” hatte schon 1938 in ihrer Abteilung für Karst- und Höhlenkunde eine Unterabteilung “Wehrgeologie” gebil-det.


    Im April 1941 ordnete das SS-FHA die Bildung eines Wehrgeologenkorps der Waffen-SS an. Die Auf-gaben erstreckten sich unter anderem auf die Suche und Prüfung von Trinkwasser in den besetzten Gebieten, auf die Bodenuntersuchungen vor der Errichtung militärischer Stellungen, Bunker und sons-tiger Bauten sowie auf das Auffinden von Erdgas, Erdöl und anderen wichtigen Bodenschätzen.
    Wehrgeologen galten in der SS als so wichtig, dass später eine Fachgruppe für sie geschaffen wurde, damit sie als “Fachführer” schneller befördert werden konnten.
    (Hermann Kaienburg, Der Militär- und Wirtschaftsstandort der SS im KZ-Standort Sachsenhausen-Oranienburg, Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Bd.16, Metropol-Verlag, Berlin, 2006, S.245, Anm. 201: RS des FHA v. 22.4.41 betr. Aufstellung eines Wehrgeologenkorps, BDC Rolf Höhne, Dienstanweisung des OKH für Wehrgeologenstellen v. 1.8.41, HeVerordn.Blatt Teil B v. 11.8.41, Ziff. 526, Dienstanweisung für den Chefgeologen-SS)


    24.05.1941
    Aufstellungsbefehl des SS-FHA für die “gemischte SS-Wehrgeologen Kompanie” v.24.5.1941 m.W.v. 1.6.1941 in Oranienburg (SS-FHA, I, OrgTgbNr. 2016/41 geh.)


    Der zuständige Ersatztruppenteil für die gem.Wehrgeol.Kp. ist das SS-Ersatz-Btl.”Ost”, Breslau. (s.a. SS-FHA, Vfg.v.18.6.1941, DF 4/73, S.18, 21), ab 15.11.1941 die neu aufgestellte “SS-Wehrgeologen-Ersatz-Kompanie Hamburg”.


    Im Aufstellungsbefehl des SS-FHA für die Wehrgeologen-Kompanie des Kommandostabes RF-SS vom 24.5.1941 war von einer gemischten Kompanie die Rede. Dazu sollte gehören:
    - eine Stollenbaukompanie
    - zwei technische Züge Wassrversorgung
    - ein Bohrzug
    - ein Geologengerätepark
    Die Aufstellung sollte in Glau bei Trebbin erfolgen. In weit sie dort begonnen wurde, ist nicht bekannt. Erst am 18.Juni 1941 teilte das SS-FHA in einem Rundschreiben mit, durch das Freiwerden von Un-terkunftsraum im Standort Oranienburg werde die Wehrgeologenkompanie in der dortigen SS-Kaser-ne aufgestellt. Wirtschaftlich sei die Kompanie vom Sanitätsersatzbataillon Oranienburg zu versorgen.
    Der Bedarf an fachlich geschultem Personal war so groß, dass das FHA am 10.November 1941 anordnete, die Wehrgeologen-Kompanie des Kommandostabes RFSS am 15.November 1941 in ein Bataillon umzugliedern.


    Für die Ausrüstung zuständig war im SS-FHA das Allgemeine Amt, Abteilung technische Wehrgeo-logie. Die Auswahl geeigneten Personals oblag dem Kommandoamt der Waffen-SS im Einvernehmen mit dem Kommandeur der Kompanie, SS-Obersturmbannführer Rolf Höhne.


    Rolf Höhne, geboren im Jahre 1908, Geologe, ist in der Geschichte der SS kein Unbekannter. Er war seit 1934 als Archäologe in der SS tätig, ab 1.2.1934 Leiter der Abt.III b im Rasseamt des Rasse- und Siedlungsamt, und hatte sich an SS-Ausgrabungen beteiligt, die das kuturelle Niveau der Germanen unter Beweis stellen sollten. Im November 1936 wurde Höhne zum SS-Obersturmführer befördert. An-fang März 1937 Leiter der Abt. “Ausgrabungen” im Pers.stab RFSS, verhalf er dem RFSS zu einem aufsehenerregenden Ereignis, indem er rechtzeitig vor der Geden-kfeier für König Heinrich I. im Qued-linburger Dom angelich dessen verloren gegangenen Gebeine wiederfand. Darüber erschienen ver-schiedene Berichte in der Presse, unter anderem in der weit verbreiteten SS-Zeitung “Das Schwarze Korps” v. 8.7.1937. Der Fund war mit dubiösen Umständen verbunden. Die Echtheit der sterblichen Überreste wurde bereits damals von der Fachwelt in Zweifel gezogen. 1937 erhielt er eine neue, viel niedrigere SS-Nummer, vorher 123 881, dann 8 820. Im Februar 1938 wechselte Höhne mit der Abt. ”Ausgrabungen” ins “Ahnenerbe”. Wegen seines nicht völlig seriösen Rufes im Zusammenhang mit seinen Ausgrabungen bei Quedlinburg wurde er jedoch bereits 1938 seiner Stellung als Abteilungs-leiter im “Ahnenerbe” enthoben. Später ging er als Geologe zum Heer und stieg dort zu einem der füh-renden Wehrgeologen auf. Sein Rücktritt zur SS als “Chefgeologe” war mit einer sprunghaften Beför-derung durch den RFSS zum SS-Obersturmbannführer verbunden. Am 1.4.1941 noch zum SS-Haupt-sturmführer befördert, erfolgte bereits zum 25.4.1941 die zum Obersturmbannführer und zugleich “Kommandogeologe” im Kommandostab RFSS und Chefgeologe der Waffen-SS. Im FHA und im Per-sönlichen Stab RFSS stieß das Überspringen mehrerer Dienstgrade auf vergeblichen Widerstand. Ab 20.5.1942 zugleich Kommandeur des Wehrgeologenbataillons “in der SS-Division “Prinz Eugen”. (s.a. BDC Akte Höhne)


    Eine Ersatzeinheit der Wehrgeologenkompanie befand sich bis Herbst 1941 in Breslau und wurde dann als “Ersatzkompanie der SS-Wehrgeologendienste” nach Hamburg verlegt. S.a. V.Bl.d.W-SS, JKhg. 1941 , Ziff. 452)


    Über die Aufstellung der Wehrgeologenkompanie des Kommandostabes RFSS berichtete “Eine kleine Chronik des SS-Wehrgeologenbtl.” (N 756/297): “ ... In zwangloser Reihenfolge kamen einige Männer am 22.u.23.6.1941 in Oranienburg an, ... in Uniform waren nur Dr.R. (Wehrmacht), Dr.Höhne, Dr.H. und S., die übrigen Herren waren Zivilisten.
    Die darauffolgenden Tage waren mit Gammeln und Schlafen verbracht bis etwa 29.oder 30.Juni 41, an diesem Tage wurden wir alle zum Führerhauptamt nach Wilmersdorf (befohlen) ... Bei dieser Unterredung wurde uns das neue Aufgabengebiet erklärt und zwar: die Reichsregierung plane eine Autobahn von Berlin bis zu der Krim und Aufgabe des Wehrgeologenbtl. Ist links und rechts der ge-planten Autobahn Lagerstätten mit Steinen, Sand, Wasser sicherzustellen, in diesem Sinne wurde auch später verfahren. Es wurden nach und nach Leute abkommandiert nach Oranienburg, alles Bergleute und zwar aus allen möglichen Divisionen. Zur gleichen Zeit sind verschiedene Geräte, Spa-ten (Bohrgeräte) .. usw. angekommen und eine Aufteilung der Männer in Komp.(anien vorgenommen worden.)
    Es wurden drei Bohrkompanien aufgestelltund eine Stollenbaukompanie; ausserdem wurden noch 3 Geologengruppen aufgestellt, mit einer dieser Gruppen bin ich unter der Leitung Dr.R. nach Russland gefahren und zwar mit Sitz in Kiew. ...”


    Ein anderer Angehöriger der Wehrgeologen kam erst im September 1941 zur Aufstellung der Einheit nach Oranienburg. Rudolf F. schrieb am 7.2.1975 (an W.Vopersal, N 756/297): “ ... Im Mai 1941 kam ich als Freiwilliger zur 4.Kp. SS-Pi.Ers.Btl. Dresden (Am Heller). Nach viermonatiger Ausbildung wurden wir mit 60 Mann nach Oranienburg zur SS-Wehrgeologen-Kp versetzt. Bei dieser Kompanie befand sich Kleingerät in Kisten mit der Bezeichnung “Bakteriologisches Feldlaboratorium”. Wir wurden in Oranienburg mit Kfz. ausgestattet und mot. nach Arys in Ostpreußen verlegt. Dort wurde die Kp. Material- und Mannschaftsmäßig auf Sollstärke gebracht. ... Kp.Chef war ab Oranienburg Hstuf. Dietzemann. Die Kp. begab sich Anfang November 41 im mot.Marsch über Shitomyr – Konotop – Orel in den vorgesehenen Einsatzraum Malo Archangelsk. ...”


    Aus dem Bericht geht hervor, daß die Aufstellung von Wehrgeologeneinheiten in Oranienburg sich über mehrere Monate erstreckte und daß nicht nur Wissenschaftler, sondern auch angelernte Mitarbeiter dazu gehörten.
    (Hermann Kaienburg, Der Militär- und Wirtschaftsstandort der SS im KZ-Standort Sachsenhausen-Oranienburg, Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Bd.16, Metropol-Verlag, Berlin, 2006, S.244-247, Anm. 196 RS des FHA v. 24.5.41 in BA B NS 19-3508, Bl.90, Anm. 197 RS des FHA v. 18.6.41, NS 19-3508, Bl.87, Anm. 198, Anm.199, 203,


    01.06.41
    Anlage 1 zum Verordnungsblatt Nr. 10 Jhrg. 2 v. 1.6.41, Veränderungen und Ergänzungen nach den Verord.Bl. Nr. 16, 1.9.41 und 22, 1.12.41 (Mehner, S.54-56)


    SS-Wehrgeologen-ErsKomp. Hamburg zunächst SS-ErsBtl”Ost” für die
    Wehrgeologen-Kompanie,
    geändert 1.12.41 in “Wehrgeologen-dienste”


    00.07.1941
    Mitte Juli 1941 befanden sich beim Kommandostab RFSS in Aufstellung befindliche Wehrgeologen-
    Gruppen, die durch Verfügung des SS-FHA v. 17.7.1941 um weitere neun Einheiten verstärkt werden sollten.


    Gleichzeitig wurde die “Dienstananweisung für den Chefgeologen-SS” bekanntgegeben.
    “1. Aufstellung von Wehrgeologen-Einheiten und Überwachung der Ausbildung der bereits bestehen-den Wehrgeologen-Dienste.
    Organisationsvorschläge und Ausbildungsrichtlinien für die SS-Wehrgeologen in Anlehnung an die für die SS-Ärzte hierüber bestehenden Verfügungen.
    Herausgabe von Richtlinen für Wasserbeschaffung und Wasserversorgungsbauten für Einheiten, Standorte und Bauten.


    2. Weiterentwicklung der wehrgeologischen Technik und Taktik auf Grund der neuesten Kriegserfah-rungen.


    3. Zusammenfassung allen technisch-geologischen und wehr-geologischen Personals und ihrer Arbeit in der Waffen SS


    4. Mitbeteiliung bei Einrichtung von Anlagen und bei Herausgabe von Verfügungen der übrigen Ämter, bei Fragen von Boden,Luft und Wasser.


    5. Vertretung der Interessen des SS-FHA in Fragen der angewandten- und Wehrgeologie, Geophysik und Bergbau, bei Dienststellen der Wehrmacht, des Staates und der Industrie.


    6.....”


    Chefgeologe Mitte 1941 und Ende des Jahres 1941 Kommandogeologe RF-SS war SS-Obersturm-bannführer Dr.Rolf Höhne, der bis zum Ende des Krieges die Wehrgeologen führte.


    10.11.1941
    Nachdem im Sommer 1941 die beim Kommandostab RF-SS befindlichen Wehrgeologen-Gruppen zu einer Wehrgeologen-Kompanie zusammengefaßt worden waren, befahl das SS-FHA am 10.11.1941, daß “auf Grund des erhöhten Bedarfes an Wehrgeologendiensten die beim Kommandostab Reichs-führer-SS bestehende Wehrgeologen-Kompanie (mot) mit Wirkung vom 15.11.1941 in ein SS-Wehr-geologen-Bataillon (mot) umzugliedern” wäre.
    Tag der Aufstellung sollte der 15.11.1941 in der SS-Kaserne in Oranienburg sein.
    Kdr.: SS-Ostubaf. Dr.Rolf Höhne 10.11.41 – 01.10.42


    Wohl gleichzeitig (?) wurde die SS-Wehrgeologen-Ersatz-Kompanie in Hamburg-Langenhorn auf-gestellt.


    Der Bedarf an fachlich geschultem Personal war so groß, dass das FHA am 10.November 1941 an-ordnete, die Wehrgeologen-Kompanie des Kommandostabes RFSS am 15.November 1941 in ein Ba-taillon umzugliedern.
    (Hermann Kaienburg, Der Militär- und Wirtschaftsstandort der SS im KZ-Standort Sachsenhausen-Oranienburg, Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Bd.16, Metropol-Verlag, Berlin, 2006, S.247)


    15.11.1941
    Auf Befehl des RFSS wird die Wehrgeologen-Komp. KdoStab RFSS in ein Wehrgeologen-Btl. umge-gliedert. (KTB KdoStab RFSS, 15.11.41)


    01.12.1941
    V.Bl.d.W.-SS, 2.Jahrgang, 1941, Nr. 22 vom 01.12.1941, Ziff. 452:
    In das Verzeichnis der zuständigen Ersatztruppenteile war laut V.Bl.d.W.-SS Nr. 22 für die Angehöri-gen der Wehrgeologendienste die „Wehrgeologen-Ers.Kp. Hamburg“ neu einzutragen.


    Daher wurden für diese das SS-Ers.Btl.“Ost“ als zust.Ers.Truppenteil gestrichen
    (Jörg-M.Hormann, Das Verordnungsblatt der Waffen-SS – Eine Auswahl, Fitsch-Form-Verlagsgesellschaft Hannover, 1980)


    22.08.1942
    Zuführung der 3./SS-Wehrgeologen-Bataillon im E-Transport zur 5.SS-Div.”Wiking”. Einsatz zur
    Nutzbarmachung von Wasserquellen im Raum Nishni Kurp, Malgobek und Alagir, sowie im Flanken-
    schutz als Grenadiere im Raum Nishni Kurp.
    Rückführung der 3.Kp. am 8.2.1943 im E-Trasport üner Minsk in die Stamm-Kaserne Hamburg, dabei SS-Oscha. Gerhard Kilian. (R.Landwehr, Siegrunen)


    01.10.1942
    Nachdem noch der bei der SS-Wehrgeologen-Ersatz-Kompanie bestehenden Stollenbau-Zug mit Wir-kung vom 15.9.1942 umgegliedert und dem SS-Wehrgeologen-Bataillon unterstellt worden war, um dann später zum Obersalzberg in Marsch gesetzt zu werden, wurde der Stab des Bataillons mit Wir-kung vom 1.Oktober 1942 zur Auflösung gebracht. (Auflösug des Stabes, der eine Abteilung im SS-FHA wurde (s.a. Mehner, S. 279)


    Die dem Bataillonsstab in Hamburg unterstellten Einheiten dagegen blieben auch weiter bestehen.
    So verblieb in Hamburg bis zum Ende des Krieges als zentrale Stelle die sogenannte Gerätepark-Kompanie, welche die verschiedenen Einheiten ausrüstete, beschädigte Geräte instandsetzte und neues Gerät durch SS-FHA bzw. vom OKH beschaffte.


    Ostubaf.Dr.Rolf Höhne wurde zum SS-FHA, Abteilung I g versetzt. Die SS-Wehrgeologeneinheiten blieben ihm aber unterstellt.
    (Hermann Kaienburg, Der Militär- und Wirtschaftsstandort der SS im KZ-Standort Sachsenhausen-Oranienburg, Schriftenreihe der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Bd.16, Metropol-Verlag, Berlin, 2006, S.247)


    00.10.1942
    2./SS-Wehrgeologen-Kompanie ab Okt.42 im Einsatz bei der 6.SS-GebDiv.”Nord”
    (F.Schreiber, Kampf unter dem Nordlicht, S. 221)


    00.00.1943
    1943 bestanden u.a. das SS-Wehrgeologen-Bataillon 101 und die SS-Wehrgeologen-Kompanie 105.


    01.04.1943
    Von Ternowaja wird die 3.SS-Wehrgeologengruppe (Ostuf.Wasmuth) (Waßmuth, Friedrich, * 16. 6.1897 Brünn, SS-Nr. 424 190, 6.42 Ustuf.i. SS-Wehrgeol.Btl., 11.44 Hstuf.i.II.SS-Pz.Korps, Moore neu) mit dem II.Zug der SS-T-Div. zugeführt, um die Wasserversorgung im Divisionsbereich sicherzu-stellen. (Vopersal, SKK IIIa S. 262)


    Frühjahr 1944
    Die einzelnen Kompanien des SS-Wehrgeologenkorps waren bei den Verbänden der Waffen SS an der Front eingesetzt. So bauten drei Kompanien im Frühjahr 1944 in der Bretagne Vorstrandhinder-nisse ins Meer und legten Stauungen im Rahmen der Vorbereitungen für eine Invasion an.


    Später wurden Ortungen für das LXXIV.AK und das LXV.AK im Rahmen der Vorbereitungen für den V 1 – Beschuß Londons ausgeführt und Meß-Stellungen in der Seine-Schleife südwestlich von ROUEN, bei AMIENS, ARRAS, HESDON und KAP GRIZ-NEZ gebaut.
    Nach der Invasion zogen sich die Wehrgeologen-Einhetien über Belgien nach den Niederlanden zu-rück, um in HENGELO aufgefrischt zu werden.


    00.09.1944
    Im September 1944 arbeiteten Wehrgeologen-Kompanien in Norditalien an der sogenannten Auffang-stellung “Blaue Linie” unter dem Kommandostab Voralpen und verblieben dort bis zur Kapitulation auf dem ital.Kriegsschauplatz am 2.5.1945.


    15.09.1944
    Am 15.September 1944 wurde “Wehrgeologen-Abteilung 500 (mot)” unter SS-Hauptsturmführer
    Marquardt aufgestellt.
    (lt. Mehner, S. 279: SS-Wehrgeologen-Abteilung (mot) 500 Kdr.: SS-Ostubaf. Dr.Rolf Höhne (31.7.43) – 00.00.00)


    30.04.1945
    SS-Wehrgeologen-Abteilung (mot) 500 beim HSSuPF”Alpenvorland”, Oberitalien
    (R.Landwehr, Siegrunen 55, S. 80)


    3.Kp./SS-Wehrgeologen-Bataillon
    KpChef: SS-Hstuf. Rupprecht Heinzelmann (* 5.8.17, SS-Nr. 353075, Hstuf.a.21.6.43), Kp.Fw. Franz Petersen, Erich Klinger.
    Die Einheit kam am 14.5.1945 in Italien in amerikan. Kgf., 1946 Kgf-Lager in St.Marien/Obersteier-mark (DF 5/84)


    Wehrgeologen-Abt.500
    Schmerwitz, Gerhard Dr Ostuf. 15. 4.04 240 146
    Wehrgeologen-Abt.500 9.44 †17. 9.44
    Blattmann, Siegfried Dr Ustuf. 10. 2.10 451 424
    SS-Wehrgeol.Btl. 4.44

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Roland!


    Du schreibst:


    Quote

    Die dem Bataillonsstab in Hamburg unterstellten Einheiten dagegen blieben auch weiter bestehen. So verblieb in Hamburg bis zum Ende des Krieges als zentrale Stelle die sogenannte Gerätepark-Kompanie, welche die verschiedenen Einheiten ausrüstete, beschädigte Geräte instandsetzte und neues Gerät durch SS-FHA bzw. vom OKH beschaffte


    Kannst Du mehr dazu sagen, Stellenbesetzung, Ausrüstung etc. ? Schlossen sie sich noch AuE 18 oder AuE 12 an?


    Viele Grüße
    Andre

  • Guten Morgen,


    da paßt ja eine mir vorliegende Wast-Auskunft ganz genau.
    5.7.41 = 2./ Ers. SS Westland
    10.11.1942 = 3.SS Wehrgeologenkompanie und Ernennung zum Sturmmann.


    War dann auch in der Wiking eingesetzt ( als in Deutschland geborener Holländer )


    Das mit dem Brunnenbau und Wasserquellen hat Ihm zu Lebzeiten niemand geglaubt.



    """""""
    22.08.1942
    Zuführung der 3./SS-Wehrgeologen-Bataillon im E-Transport zur 5.SS-Div.”Wiking”. Einsatz zur
    Nutzbarmachung von Wasserquellen im Raum Nishni Kurp, Malgobek und Alagir, sowie im Flanken-
    schutz als Grenadiere im Raum Nishni Kurp.
    """""""""


    Gruß
    Uwe

  • Weiß nicht ob es für euch interessant ist, bin zufällig über die Seite gestolpert und hab hier folgendes aus den Memoiren meines Großvaters, zu der Zeit müsste er im Rang irgendwo zwischen Standartenjunker und Untersturmführer gestanden haben, Zeit: kurz nach dem Verlust Poltawas (Mitte bis Ende 43?), Ort Biala Zerkwa (weiße Kirche):


    "Ich sollte zu den Wehrgeologen nach Italien versetzt werden.[...] Statt nach Italien kam ich ins Lazarett nach Winniza. Viel später stellte sich das als Glück heraus, denn die Wehrgeologen wurden am Monte Cassino verheizt."

  • Band 12 (SS-Einheiten) des systematischen Teils III der FpÜ
    11. Neudruck vom 25.08.1944 mit Berichtigungen bis gegen Kriegsende (Seite 101):
    Wehrgeologen Btl. (mot.)
    Stab = 38 379
    1. Kp. = 48 362
    2. Kp. = 40 814
    3. Kp. = 43 798
    4. Kp. = 24 332
    1. Einsatz Kdo. = 41 336
    2. Einsatz Kdo. = 40 208
    Stollenbau Kp. = 38 757
    Gerätepark Kp. = 41 739


    MfG - Uwe

  • Kann mir denn auch jemand weiterhelfen, würd gern mehr über den militärischen Werdegang meines Urgroßvaters herausfinden.
    Leider kann ich ihn nicht mehr selber fragen, da er verstorben ist.

  • Hallo,
    was willst Du denn noch wissen, da steht doch alles :D:


    1.3. – 18.3.43 Grundausbildung bei der 6.Schützen-Ersatz-Kompanie LSSAH, Berlin
    19.3. – 12.5.43 bei der 1.Kompanie Ersatz-Bataillon LSSAH, Berlin,
    13.5. – 30.11.43 bei der Ersatzkompanie der SS-Wehrgeologen,
    1.12.43 – 14.9.44 beim SS-Wehrgeologen-Bataillon
    15.9.44 – 28.4.45 beim SS-Wehrgeologen-Bataillon 500
    28.4.45 – 1.5.45 bei der Wehrgeologen-Ersatz-Kompanie,


    unterschrieben von SS-Hstuf. Dr.Marquardt., zuletzt Abteilungs-Führer Btl. 500!
    In Ordnung, der Weg zwischen 1.12.43 und 28.4.45 ist nicht genau bekannt, aber du hast wenigstens die Einheiten des Urgroßvaters, Details sind leider nicht viele bekannt (s.a.oben)


    Wo ist er denn in Gefangenschaft geraten, ist das bekannt? Raum Hamburg?


    Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Das mit der Gefangenschaft weiß ich leider nicht da müsste ich nachfragen, hat mir bis jetz noch nie jemand was zu gesagt.


    Mich würde noch interessieren ob die Wehrgeologen ein eigenes Zeichen hatten.

  • Hallo,
    Du meinst ein Truppenkennzeichen oder Verbandsabzeichen? Nicht das ich wüsste, vielleicht hatte das Bataillon ein internes Abzeichen, aber das ist mir nicht bekannt.


    Ich habe im „Freiwilligen“, Heft 12/2007, S.13-16, einen Bericht gefunden, in dem es um einen Karl Müller, geboren am 11.4.1923 in Grundhelm bei Schlüchtern geht. Dieser wurde am 31.5.41 in der 1.Kompanie SS-Pi.Ers.Btl. Dresden ausgebildet und kam am 24.6.1941 zur 1.SS-Wehrgeologen-Kompanie. Bereits am 15.11.1941 wurde er zur 3.SS-Wehrgeologen-Kompanie versetzt, dort war er bis zum 8.3.1944. Er hat folgende Einsätze mit dieser Kompanie mitgemacht: von Februar bis April 1942 im Kampfraum Leningrad, sowie am Wolchow-Kessel, vom 28.6. – 16.12.1942 im Rahmen der 2.SS-Inf.Brigade (mot), ab 9.März 1943 beim II.SS-Pz.Korps im Raum Charkow – Bjelgorod (Juli 43) und schließlich am Mius.
    Am 9.3.1944 wurde Müller zu einer „SS-Wehrgeologen-I-Kompanie“ versetzt


    Wofür stand das „I“, wäre es eine „Instandsetzungs-„ Kompanie, hätte „Inst.“ da stehen können, vielleicht „Infanterie“-Kompanie??? ?(


    Sein Einsatz mit der Kompanie wird wie folgt beschrieben: ab 17.3.44 bei der 712.Inf.Div., HGr.B, ab 17.4.44 bei der 136.Inf.Div. und ab 2.5.44 bei der 77.Inf.Div., ab 18.6.44 im Bereich des LXV.Armeekorps.
    Am 20.8.1944 befanden sich Teile der Kompanie in Paris. Dort wurde die Einheit gegen 18.00 Uhr von französischen Widerständlern überfallen, Karl Müller fiel durch Herzschuß.
    Er wurde von seinen Kameraden auf einem Lkw bis Belgien mitgeführt, im Schloß Ittre bei Brüssel aufgebahrt und dort am 24.8.1944 auf dem kleinen Kriegerfriedhof von Nivilles beigesetzt. Als Angehörige der Einheit werden der SS-Hauptsturmführer Dr.Marquardt (noch als „Bataillonsadjutant), der Untersturmführer Clees (TFK des SS-Wehrgeologen-Btl. !!!!), ein Untersturmführer Wanzl (der laut Führerliste Moore unbekannt ist) sowie SS-Oberscharführer Holzapfel, Unterscharführer Grobusch, Rottenführer Aust. Ein Kamerad von Karl Müller schrieb der Familie Müller am 24.8.1944 mit der Feldpostnummer 38379, also der des Stabes des SS-Wehrgeologen-Bataillons.


    Daraus schließe ich, dass das Bataillon 1944 zunächst im Westen gelegen hat, und nach seinem Einsatz in Frankreich im September 1944 in SS-Wehrgeologen- … Bataillon 500 (mot) umbenannt wurde.


    Schaut mal auf den Wehrpaß oben, wo diese Einheit steht, kann es nicht sein, dass vor dem Eintrag 14.9.44 – 28.4.45 „SS-Wehrgeologen … Bataillon 500 (mot)“ noch was stehen könnte? ?(


    Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

    Edited once, last by RolandP ().

  • Genau das selbe hab ich mir auch gedacht, sieht ein wenig
    verblichen aus, oder es ist der Druck von der anderen Seite, auf
    der auch etwas gestempelt wurde.


    Ich hätte noch ein anderes Foto vom Wehrpass in dem die Einsätze aufgelistet sind, nur relativ schwer zu entziffern, da mit Bleistift geschrieben.


    Ich habe noch zwei Orden von meinem Urgroßvater, die auf jeden Fall darauf schließen lassen, dass er in Russland war.


    Medaille Winterschlacht im Osten und das Krimschild

    Edited once, last by 500mot ().

  • Habe noch eine Information bekommen.


    Er wurde am 01.05.1945 aus dem Wehrdienst entlassen und zwar in Hamburg

  • Hallo,
    das ist soweit sehr interessant, weil ich bisher nicht wußte, wo die Ersatzeinheit geblieben ist! Demnach war sie nach wie vor in Hamburg.
    Ob sie in den Endkämpfen vor Hamburg bzw. im Raum Hamburg eingesetzt wurde ?(, darüber liegen auch keine Hinweise vor (s.a. oben)
    Aber jede Meldung zählt :D


    Danke! Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Ergänzungen:(alle Dokumente aus BArch Berlin Bestand NS 33)


    10.11.41
    SS-FHA Org.Tgb.Nr. 4802/41
    Aufstellung einer SS-Wehrgeologen-Ersatz-Kompanie zum 15.11.41
    - in Hamburg-Langenhorn


    15.5.42
    SS-FHA Org.Tgb.Nr. 2909/42 geh
    Umgliederung des SS-Wehrgeologen-Geräteparkes (aufgestellt 24.5.41 für Kommandostab RFSS) in eine SS-Wehrgeologen-Gerätepark-Kompanie in Hamburg-Langenhorn in der SS-Kaserne
    Die SS-Wehrgeologen-Gerätepark-Kompanie schied mit sofortiger Wirkung aus dem Kommandostab RFSS aus und wird SS-FHA unterstellt.
    Verantworlich für Umgliederung : SS-Obersturmbannführer Höhne


    10.7.42
    SS-FHA Org.Tgb.Nr. 4098/42 geh.
    Versetzung der SS-Wehrgeologen-Dienste von Kdo.Stab.RFSS zum Wehrgeologen-Btl. nach Hamburg
    es wurden versetzt: Wehrgeologengruppe, 3 Geologen-Gruppen zum bewegl. Einsatz, 8 Sondergruppen zum bewegl. Einsatz


    9.9.42
    SS-FHA, Kdo.W-SS, Abt. Ia
    Ausbildung von Wassersuchern
    Der Reichsführer-SS hat die Ausbildung von Wassersuchern befohlen. Die zur Ausbildung erforderlichen 3-4 wöchigen Lehrgänge werden durch den Persönlichen Stab RFSS eingerichtet.


    Gruss Uwe

  • Hallo Uwe,
    vielen Dank für Deine ergänzenden Angaben, wie immer sehr interessant!!! ;)


    Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump