Nachrichten-Helf.Einsatz-Abteilung 109

  • Moin,


    suche Informationen über die N.H. Einsatzabteilung 109
    (im Tessin habe ich nichts finden können.)
    Meiner Meinung nach war der Standort dieser Einheit bei Flensburg.
    Ewt. Ausbildung von Nachrichtenhelferinnen. In diesen Zusammenhang
    bitte auch alle möglichen Dienstränge dieser Truppe aufführen.
    Was bedeutet die Abkürzung N.H. ?
    Gibt es vielleicht im anderssprachigen Internet Informationen zu dieser
    Truppe ?


    Ich bedanke mich schon mal für die Mühe!
    Gruß
    Jörg

  • Hallo Jörg,


    diese Einheit hat es laut FPÜ tatsächlich gegeben.


    FPN 08962 (vollständige Belegung)
    (1.2.1941-11.7.1941) Oflag 68,
    (27.1.1942-14.7.1942) gestrichen,
    (25.1.1943-31.7.1943) Stab Nachrichten-Helf.Einsatz-Abteilung 109,
    (7.11.1944-Kriegsende) 9.11.1944 gestrichen,
    (7.11.1944-Kriegsende) 27.12.1944 Nachrichten-Helf.Einsatz-Abteilung 109.


    Insofern wird die Abkürzung NH wohl für Nachrichten-Helfer stehen. Ob sie in Flensburg eingesetzt war kann ich 'auf die Schnelle' nicht feststellen. Bei den Garnisonen ist sie in Flensburg nicht auf geführt, es kann sich jedoch um die Untergliederung einer der dort stationierten Einheiten handeln:


    http://www.lexikon-der-wehrmac…tsverzeichnisKasernen.htm


    Gruß,
    Arnold

  • Hi allseits,
    hi Jörg,


    im Abk.-Verzeichnis --> hier hatte Matthias ein Fundstück eingestellt.
    Diana hatte daraufhin dieses alte Thema gefunden.


    Vll. ja für Dich, Jörg, oder einen anderen interessant.


    Grüße, Kordula

  • Hallo Jörg,


    Meiner Meinung nach war der Standort dieser Einheit bei Flensburg.


    Nein der Stab Nachrichten-Helferinnen-Einsatz-Abteilung 109 befand sich nie in Flensburg.


    Eventuell kommt die Nachrichten-Helferinnen-Ausbildungs-Abteilung IV in Frage.
    Diese war vom 25. Februar bis 30. April 1943 in Wyk/Föhr stationiert.
    Die Ausbildungsabteilung bestand nur diese kurze Zeit und wurde wieder aufgelöst.


    P.S. Die Ausbildungs-Abteilungen der Nachrichtenhelferinnen sind im Tessin zu finden. Die Abteilungen und Trupps nicht.
    Es gab insgesamt 4 Ausbildungs-Abteilungen I. - IV.

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo,


    Meiner Meinung nach war der Standort dieser Einheit bei Flensburg.


    Eine Möglichkeit, die ich derzeit nicht belegen kann wäre,
    das Teile oder Reste der Nachrichten-Helferinnen-Einsatz-Abteilung 109 mit dem OKW-Führungsstab A (Nord) mit nach Flensburg kamen.


    Belegt ist derzeit nur das die Nachrichten-Helferinnen-Einsatz-Abteilung 109 mit dem OKW-Führungsstab B (Süd), über Thüringen nach Bad Reichenhall verlegt wurden.


    Da kein Datum im Eröffnungspost angegeben ist vermute ich, das du Ende April / Anfang Mai 1945 meinst.
    Woher hast du die Information bzw. in welchen Zusammenhang suchst du Informationen zu dieser Einheit?

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo Mattias,


    sehe jetzt erst deinen. Eintrag.


    Quote

    Da kein Datum im Eröffnungspost angegeben ist vermute ich, das du Ende April / Anfang Mai 1945 meinst.Woher hast du die Information bzw. in welchen Zusammenhang suchst du Informationen zu dieser Einheit?


    Meine Anfrage stammt ja von 2007. Zur der Zeit noch mit dem Recherchen zur Datenbank Weltkriegsopfer beschäftigt. War zur Datenbearbeitung auf der Kriegsgräberstätte Flensburg und wurde von einem älteren Herrn am 2. Tag angesprochen der mir mehre Zettel gab mit der Bitte doch für eine Richtigstellung zu sorgen.
    Fakt ist: Auf der " Grabmeldung an den Stabsoffz.. f. Wehrm. Verlustwesen beim AOK" steht N.H. Ersatzabteilung.109. Todesdatum 03.05.1945 Mürwig


    Gruß
    Jörg

  • Hallo Matthias


    Quote

    Woher hast du die Information bzw. in welchen Zusammenhang suchst du Informationen zu dieser Einheit?


    Melde mich noch mal. Oben habe ich bereit geschrieben woher die Info stammt. Hier anwesende Fachleute sollten wissen was eine Grabmeldung an den Stabsoffz.. f. Wehrm. Verlustwesen beim AOK ist.
    Nach langen Nachforschungen, ich arbeite ähnlich wie der hier angemeldete Alex versuche unbekannt Bestattete namentlich zu machen, wirft dieser Fall mehr als nur eine Frage auf. Auch frage ich mich seit 2007 wer dieser Mann war. Des weiteren stimmt weder die eine noch die andere Grablage. Ich hatte diesen Fall schon fast aus den Augen verloren . mmh 9 Jahre später noch mal starten...


    Gruß
    Jörg

  • Hallo Jörg,


    wir haben zu den Nachrichtenhelferinnen-Einsatz Einheiten, hier noch weitere Hinweise gesammelt:


    Klick

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Moin


    @ Matthias
    Bingo!

    Quote

    das Teile oder Reste der Nachrichten-Helferinnen-Einsatz-Abteilung 109 mit dem OKW-Führungsstab A (Nord) mit nach Flensburg kamen.


    Jetzt bin ich gespannt was mir in der USA aus der Nara Rolle geliefert wird


    Gruß
    Jörg


    Etwas "Zitat" und "Fettes" repariert...Huba

  • Moin,


    vielleicht kann mir mal jemand erklären was zum Zeitpunkt Mai 1945 ein "Kommando NH Einsatzabteilung" darstellte. War das Kommando die Führung der Abteilung oder ein zusammengestellter Personenstamm . Wiki liefert da nichts treffendes. Jedenfalls nicht zu Nachrichtenhelferinnen.
    Gruß
    Jörg

  • Moin,
    Ich lasse Fragen ja nicht gerne ohne Hintergrund offen stehen...


    Dann fange mal an … schrieb Arnold. Und meinte meine Recherche. Lange ist es her.


    Also mal der Reihe nach. Das ich Mitarbeiter der Datenbank „Weltkriegsopfer“ war ist ja hier einigen bekannt. Einige kenne mich auch persönlich.
    Meine Anfrage hier bezog sich auf Lona Gronemann oder wie sie mit ganzen Namen hieß Lona Anna Margarethe GRONEMANN. Einer Nachrichtenvorhelferin


    Quote

    Aus dem Flensburger Unterlagen
    Donnerstag 03.05.1945 Vier Sprengbomben gingen in Folge auf die Straßenbahn Linie 2 bei der Endhaltestelle Mürwik vor dem Kasernentor nieder. Eine Luftwaffenhelferin und sechs Soldaten starben.(1)


    2007 fing ich an die Flensburger Kriegsgräberstätte zu dokumentieren. Da für hatte ich mir mehrere Tage eingeplant um Zeichnung so wie Fotos zu machen. Am ersten Tag wurde ich am Nachmittag von einen älteren Mann beobachtet der mir später auch Fragen stellte. Das einzige was ich von ihm dann erfahren hatte war das er Nachrichtensoldat war. Am zweiten Tag gab er mir zwei Zettel und die Bitte ihn anzurufen wenn ich Informationen hätte. Da ich knapp in der Zeit war steckte ich die Zettel in die Tasche den ich wollte vor dem Feierabendstau durch Hamburg sein.
    Tage später fing ich an die Daten der Bilder in die Datenbank eingeben. Jedes Foto das ab gearbeitet war wurde dann aus dem Plan gestrichen. Irgendwann stellte ich fest das ich im Block 29 Grab 334 (2) nicht hatte. War aber nicht tragisch. Ich war ja weiter dort oben tätig.
    Wochen später fielen mir die beiden Zettel wieder ein. Darauf nur ein Name. Da ich den Namen mit der Kriegsgräberstätte in Verbindung sah habe ich den Namen einfach mal eingegeben. Und war dann sehr überrascht.
    Lona Gronemann
    *04.04.1924 Helgoland
    +03.05.1945
    Block 29 Grab 334.
    Das Grab was ich nicht fand oder nicht fotografiert hatte. Beim dem Namen hatte ich plötzlich ein Déjà-vu.


    Anfang der 80er Jahre befand ich mich als Soldat in Altenwalde. Auf Grund einer raus getretenen Tür entstand ein Kontakt mit einem bei der Stov beschäftigten Schreiner/ Zimmermann. Dieser war in Cuxhaven aufgewachsen und kannte noch die Kriegszeit. Da mich das Thema schon
    früher packte hörte ich gerne seinen Erzählungen zu. Er war in Altenwalde aufgewachsen. Im Ort waren die Flüchtlinge von Helgoland untergekommen. Im Haus wohnte eine ältere Frau. Sie wurde Stini genannt. Eines Tages wurden die Kinder von einen lauten Weinen
    aufgeschreckt. Die Frau schrie immer : „Sie haben mir alles genommen nun auch Lona“
    Dieser Name Lona hatte sich bei mir eingeprägt weil so ein See in der Schweiz benannt ist den ich kannte. Und da Helgoland nicht sehr groß ist konnte ich über Ahnenforscher auch einen Zusammenhang finden.
    Da das Grab auch bei einem weiteren Besuch nicht zu finden war stellte ich eine Anfrage an den Vdk.


    Die Antwort :


    Quote

    Sehr geehrter Herr xxxxxxxxxx


    es ist schon teilweise unverständlich, welche Angaben wir von den jeweiligen Städten und Gemeinden zu den dort ruhenden Kriegstoten erhalten. Fehler, Fehler und immer wieder Fehler, so dass wir täglich unsere Unterlagen berichtigen müssen. Eine Überprüfung der amtlichen Gräberlisten von Helgoland und Flensburg hat ergeben, dass Lona Gronemann tatsächlich auf dem Friedhof in Helgoland (ihr damaliger Wohnort) ihre letzte Ruhestätte gefunden hat. Sie wurde von Flensburg auf Wunsch der Angehörigen in die Heimat überführt.(3)


    Zwischen zeitlich haben wir die Daten korrigiert und danken Ihnen für das gezeigte Interesse an unserer Arbeit.


    Diese Mail stammt von 2010.


    2009 befand ich mich selber auf Helgoland konnte aber dort keine Kriegsgräber finden. Folglich wurde dann in einer Familiengrabstätte umgebettet. Was dann beim VdK ein Unikum da stellt weil mit der Umbettung in ein Familiengrab der Status einer Kriegsgräber endet.
    Der zweite Zettel hatte eine Telefonnummer. Leider ging der inzwischen verloren.
    Bei der Anfrage 2007 hatte ich die Hoffnung über irgendeiner Personenliste herauszubekommen wer der alte Herr war. Sprachlich war es ein Deutsch-Däne, könnte also … aber das ist jetzt 9 Jahre her.


    Also
    Aktendeckel zu.


    (1) Broder Schwensen,Dieter Nickel: Flensburg im Luftkrieg 1939–1945. Flensburg 2009, S. 163
    (2) Angabe VdK (Foto)
    (3) Angabe VdK (Foto)


    Gruß
    Jörg

    Files

    • Lona 1.JPG

      (32.91 kB, downloaded 32 times, last: )
    • Lona 2.JPG

      (31.64 kB, downloaded 35 times, last: )

    Edited 2 times, last by Der Sanitäter ().

  • Hallo Jörg,


    in Brandenburg sind die Sterberegister bis 1986 öffentlich zugänglich.


    Das dürfte auch für deinen "Fall" gelten.


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.

  • Hi Jörg,


    sehr interessant die Schilderung vom Nov. 2016 zu Deinen Recherchen

    und nun - 2019 - das dazugehörige Dokument.

    Sehr vertraut, was Du beschreibst - wie manches unwesentlich scheint

    oder zur Seite gelegt wird für später ... auch dieses Gefühl, doch etwas

    versäumt zu haben und nicht nachholen zu können (der alte Mann).

    Auch berührend, daß manches trotz des "hätte ich doch" im Ergebnis

    etwas positives ergibt.

    Danke.


    Gibt's auch die Rückseite zum wiedergefundenen Dok.?


    Sonntagsgruß, Kordula

  • Moin Kordula,


    ich gehe heute da von aus das die beiden befreundet waren und vielleicht sogar in der selben Straßenbahn gefahren sind. Nur wer weis da schon genaues......

    Ich habe auch schon oft meine Rückfahrt von Alta zurück nach Bosnien in Flensburg unterbrochen und versucht den älteren Herren zu finden. Weis auch das er oft an der Kriegsgräberstätte gesehen wurde.

    Zur Frage der Rückseite, es waren mehrere Bilder. Nur ich habe das Thema Weltkriegsopfer nach dem Alleingang vom Betreibern abgeharkt und im Grunde nur noch auf 2 Personen geforscht. 1 Fall wurde geklärt.

    Dein PN Kasten ist voll sonst hätten wir mal bischen in die Breite gehen können.Geht sonst hier zu OT


    Gruß

    Jörg

  • Hi Jörg,

    danke für Rückmeldung + Ergänzungen.

    Warum nicht im Thema? oder geht's zu sehr vorbei?

    Grüße, Kordula



    PS: Ansonsten per Email - das geht.

    PN-Fach zu leeren, gelingt einfach nicht (als Mod. gab's Übergröße,

    komme jetzt einfach nicht unter die erlaubten 500 - bin Sammler <X

    + es steckt eine Menge Forums- + Mod.-Geschichte drin 8) ).

  • Hallo zusammen,


    ich habe am Sonnabend den Helgoländer Friedhof besucht und mußte auch feststellen,

    dass es dort keine Kriegsgräber gibt.

    Bei den Angriffen am 18. u. 19.4.45 sollen 285 Soldaten und Zivilisten ums Leben ge-

    kommen sein.

    Wo wurden diese beerdigt?


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.

  • Moin Roland,

    die sind mit Sicherheit damals auch auf der Insel bestattet worden. Aber am 18. April 1947 sprengten die Briten und bis 1949 war es Bombenabwurf Platzt . Im Dezember 1950 besetzten René Leudesdorff und Georg von Hatzfeld die Insel und ab März 1952 durften wieder die Helgoländer auf ihre Insel. Alle Gräber des Inselfriedhof ( nicht der auf der Düne) waren verwüstet . Gebeine die offen lagen wurden in der Kapelle bestattet. Noch aufgefundenen Gräber dürften in Cuxhaven zu finden sein. Aber das muss der VDK wissen.


    Das es Gräber gab und die auch noch erfasst wurden sieht man hier. Aber du hast ja selber gesehen das es keine dort gab


    Nachname:
    Hansen

    Vorname:
    John Fried Julius

    Geburtsdatum:
    06.10.1878

    Geburtsort:
    Hamburg

    Todes-/Vermisstendatum:
    18.04.1945

    Todes-/Vermisstenort:
    Helgoland

    John Fried Julius Hansen ruht auf der Kriegsgräberstätte in Helgoland.

    Endgrablage: Grab 1

    Die persönlichen Daten von John Fried Julius Hansen sind in dem Gedenkbuch für die in Deutschland Vermissten und Gefallenen verzeichnet. Sie können gern einen Auszug bei uns bestellen.



    Gruß

    Jörg

  • Danke Jörg


    für die Einschätzung.


    Hat die Gemeinde ein Verzeichnis der gestorbenen Soldaten und Zivilisten?

    Es steht ja auch ein Gedenkstein an der Kirche.


    Gruß Roland

    Als ich hätte fragen sollen, war ich zu jung.
    Als ich hätte fragen wollen, waren Sie zu alt.