III. Marineflakbrigade

  • Hallo alle miteinander,


    hatte schon in anderen Foren versucht, etwas über die III. Marineflakbrigde, die in und bei Brest gelegen haben soll, zu erfahren und bin inzwischen daran interessiert, ob es vielleicht einen Traditionsverband gab oder gibt, bzw. ob jemand weiß, wo diese 1944 ihr Ende fand. Allen schon im Voraus Dank für die Mühen.


    Gruß Werner

    Ich suche jegliche Informationen zur 60. Inf.Div.(mot.)

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  • III. Marine-Flak-Brigade * April 1943 aus dem bisherigen Mar.Flak-Rgt. 24 in Brest.
    U: Seekommandant Bretagne


    24. Marine-Flak-Regiment * Dez. 1941 in Brest, April 1943 umbenannt in III. Mar.Flak-Brigade.
    G: M.Flak-Abt. 803, 804, 805, 811 sämtliche Brest
    U: Seekdt. Bretagne


    MfG - Uwe

  • Das VIII. US Korps hatte am 07. August 1944 mit vier Infanterie- und zwei Panzer-Divisionen Brest erreicht. Die deutsche Besatzung der Festung betrug ca. 29.000 Mann, nachdem sich Heereseinheiten aus der Bretagne nach Brest zurückgezogen hatten. Am 01. September begann mit massierten Bombenangriffen der Angriff auf Brest. Die am Cap St. Mathieu gelegene Küstenbatterie MAA 5/262 mit vier 28 cm SK L/40 wurde bis zum 09. September von alliierten Panzertruppen mit starker Luftunterstützung niedergekämpft. In den nächsten Tagen folgten die anderen Batterien der MAA 262, der III. Marine-Flakbrigade und die Geschütze des Art.Rgt. 343. Am 16. September gelangten die ersten amerikanischen Truppen in das Zentrum von Brest, und am 19. September erlosch der letzte deutsche Widerstand in der Festung.
    Da die Amerikaner bei der Einnahme von Brest 9.831 Mann verloren hatten, verzichtete man vorläufig auf die Eroberung der vier verbliebenen Stützpunkte Lorient, St. Nazaire, La Rochelle, Gironde Nord und Süd an der Atlantikküste, die sich nach dem Rückzug der 1. deutschen Armee gebildet hatten.


    Quelle:
    Schmeelke, Michael Alarm Küste
    Podzun-Pallas, Wölfersheim 1996, ISBN: 3-7909-0583-6


    MfG - Uwe


    Edit: Name des Autors verbessert (Schmeelke)

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  • Hallo Uwe,


    zunächst erst einmal vielen Dank für Deine Informationen zum Ende der III. Marineflakbrigade. Gibt es Unterlagen darüber, dass die einzelnen Einheiten verstreut an der küste der Bretagne gelegen haben und nach dem D-Day nach Brest zurückgeholt wurden? Auf dem Marsch der Einheit meines Onkels von St.Pol nach Brest ist er in Plouvien gefallen, als die Truppe wohl von britischen Bomberverbänden angegriffen und mit Streubomben vernichtet werden sollte.


    Gruß Werner

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  • Hallo Werner,


    von St. Pol-de-Léon (Finestère/Bretagne) bis nach Plouvien (nördl. Brest) sind es ca. 40 km Luftlinie. Scheinbar hatten die Marineartilleristen, nach Aufgabe ihrer Stellungen und Sprengung der Anlagen, versucht nach Brest zu gelangen, da sie möglicherweise schon abgeschnitten waren oder im Begriff waren eingekesselt/abgeschnitten zu werden.
    Leider habe ich bislang nicht feststellen könne, welche Batterie in St. Pol seinen Standort hatte.
    Aber hier ein prägnantes Beispiel:
    ..."Die Küstenbatterien St Marcouf und Azeville auf der Cherbourghalbinsel hielten sich noch eingeschlossen von amerikanischen Truppen einige Tage. Azeville gab am 09. Juni [1944] auf, nachdem die letzte Munition verschossen war. St. Marcouf wurde am 12. Juni geräumt, und die Besatzung schlug sich nach Cherbourg durch. Die Funkmeßstation "Diestelfink" der Luftwaffe bei Douvres, unterhalb Caen, leistete noch bis zum 17. Juni Widerstand, wurde dann von englischen Panzern überrollt."...


    Quelle: Wie vor.


    MfG - Uwe

  • Hallo Uwe,


    woher stammt die Information, die ich sehrt interessant finde? Gibt es hierzu Literatur, die Du vielleicht kennst und die empfehlenswert wäre?
    Nochmals Dank für Dein Engagement.


    Gruß Werner



    Uwe hatte sie oben schon angegeben:


    Quelle:
    Schmelke, Michael
    Alarm Küste Podzun-Pallas,
    Wölfersheim 1996, ISBN: 3-7909-0583-6


    ps. moin Werner

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  • Hallo Moderator,


    manchmal muß man auf Tomaten, die man auf den Augen hat, hingewiesen werden. Ich danke Dir vielmals.


    Gruß Werner


    Hallo Werner, ich war's, Arnold. Darum der besondere Gruß ;)

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  • Hallo Werner


    Bin zufällig auf deine Frage gestoßen.
    Ich stamme aus der Bretagne und sammle Feldpostbriefe aus dem Departement Finistere.
    Wenn du mir sagen kannst bei welcher Einheit dein Onkel diente (und evtl die FPNr) und an welchem Tag er gefallen ist, kann ich dir vielleicht helfen. (Der Kampf von Plouvien stand am 4. August statt)
    In St Pol de Leon war die erste Abteilung des Artillerie-Regiments 266. Ich habe nie dort von der III° Marine-Brigade gehört, die nur in Brest und Umgebung war
    Mit freundlichen Grüßen
    Alain

  • Hallo Alain,


    das freut mich aber sehr, hier noch eine Information zu finden und Hilfe zu bekommen. Ich hatte in der letzten Zeit mit Vermisstensuche in und um Stalingrad zu tun, da muss manches einfach warten.
    Von der WASt erhielt ich die Mitteilung III. Marineflakbrigade, gefallen in Brest am 09.08.1944.
    Von seinem Kriegskameraden liegt mir ein Brief von, in dem er meinem Großvater schreibt, dass die Truppe auf dem Weg von St. Pol nach Brest war und sie in Plouvien von englischen Fliegern mit Splitterbomben angegriffen wurden und er hier ums Leben kam. Der Kamerad hätte ihn auch dort begraben.
    Ich weiß leider weder die FPN, noch habe ich seine EKM-Nummer. Eine Nachfrage bei der WASt läuft noch.


    Über Deine Hilfe wäre ich sehr dankbar.


    Gruß Werner

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  • Hallo Uwe,


    danke Dir für den Buchtipp. Werde ich mir besorgen.


    Gruß Werner

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  • Hallo, Adrian
    Im Sommer bin ich 5 Wochen in der Bretagne, auch in St Pol de Leon.
    Wenn du mir den Namen deines Großvaters angibst, kann ich mal im Militärfriedhof von Ploudaniel/Lesneven nachforschen, wo alle deutschen Gefallenen der Region versammelt sind.
    Mit freundlichen Grüßen
    Alain

  • Hallo Alain,


    ich schicke Dir die Daten per PN, da ich hier schon einmal, ich glaube im alten Forum, einen langen Thread hatte und nun auf Daten von der WASt warte. Das dauert ja bekanntlich immer sehr lange, weil die Zahl derer, die suchen, immer größer wird.


    Gruß Werner

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  • Hallo Alain,


    2019, ich bin inzwischen Rentner und habe jetzt wieder angefangen, zu recherchieren. Und ich habe gestaunt, dass ich nach so langer Zeit gleich ins Forum gekommen bin.

    Ich habe inzwischen erfahren, welche Erkennungsmarkennummer mein Onkel hatte und dass er sehr wahrscheinlich von Plouvien nach Ploudaniel-Lesneven umgebettet worden sein

    soll. Leider konnte ich bisher noch nicht nach Frankreich fahren, um mich dort umzusehen. Habe es aber vor, noch in diesem Jahr, wenn ich meine Angelegenheiten hier in Deutschland

    alle soweit erledigt habe.

    Bist Du noch aktiv? Ich würde mich freuen, hatte auf Xing eine Info, dass Du dort auch vertreten bist. Vielleicht lernen wir uns doch noch einmal persönlich kennen, was sehr schön wäre.


    Gruß

    Werner

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  • ... dass er sehr wahrscheinlich von Plouvien nach Ploudaniel-Lesneven umgebettet worden sein soll ...


    Hallo Werner,


    über eine mögliche Umbettung aus einer Erstgrablage in eine Grabstelle auf einer deutschen Kriegsgräberstätte könnte eine Umbettungsmitteilung des Volksbundes vorliegen. Diese wurde nach erfolgter Umbettung in der Regel und soweit möglich den Familienangehörigen zugesandt, damit diesen die neue Grablage bekannt wurde. Zu erfragen ggf. in der Abteilung Gräbernachweis des Volksbundes in Kassel.


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!