Personenverzeichnis

  • Lammel, Richard


    1.) Lebensdaten :
    * 2. 2.1899 Grünwald bei Gablonz
    † 1951 Hof (Saale)


    2.) Ausbildung :
    Volksschule, Gymnasium
    Chemiestudium
    Chemiker
    Parteifunktionär


    3.) Biographie :
    Volksschule und Staatsunterrealgymnasium,
    bis 1917 Studium an der chemisch-technischen Abteilung der Höheren Staatsgewerbeschule in Reichenberg,
    1917/18 Kriegsdienst beim k.u.k. Kaiserschützen-Regiment Nr. 2,
    1919/20 Fortsetzung des Studiums,
    1920–1933 Chemiker und später Betriebsleiter in einem chemischen Unternehmen, zunächst in der Wandervogelbewegung, dann Mitglied der sudetendeutschen Jungenschaft, Gauspielwart des sudetendeutschen Turnverbands, führendes Mitglied der Spielgesellschaft Friesen,
    Okt. 1933–1934 (hauptamtlicher) Organisationsleiter der Sudetendeutschen Heimatfront (SHF),
    Okt. 1933–April 1935 Mitglied der Hauptabteilung der SHF,
    1935/36 wieder als Chemiker tätig,
    April 1935 Sudetendeutsche Partei (SdP),
    1936–Okt. 1938 hauptamtlicher Leiter der Hauptstelle (Stabsleiter) der SdP (Eger), nebenamtlicher Hauptschriftleiter
    der Satire-Zeitschrift »Der Igel«,
    Juni 1936–Okt. 1938 Mitglied der Hauptabteilung der SdP,
    1936–Okt. 1938 Amtsleiter des sudetendeutschen Arbeitsamts in Prag,
    bis 1938 V-Mann der Abwehr im Sudetenland,
    17. 9.–9. 10.1938 Sudetendeutsches Freikorps
    8. 10.1938 Eintritt in die Allgemeine SS (Nr. 310.467) als SS-Mann,
    12. 10.–5. 11.1938 Leiter des Personalamts in der Hauptleitung der SdP,
    1. 11.1938 SS-Obersturmbannführer,
    1. 11.1938 SS-Führer beim Stab des SS-Abschnitts XXXVII,
    5. 11.1938 Übernahme in die NSDAP,
    Nov. 1938–1940 Gaupersonalamtsleiter der Gauleitung Sudetenland der NSDAP,
    30. 1.1939 SS-Standartenführer,
    8. 2.1939–Aug. 1944 Gaustabsamtsleiter der Gauleitung Sudetenland der NSDAP und Chef der Kanzlei des Gauleiters
    des Reichsgaus Sudetenland,
    25. 4.1939 mit der Wahrnehmung der laufenden Dienstgeschäfte des Gauamts für Technik des Gaus Sudetenland der NSDAP beauftragt, Oberbereichsleiter der NSDAP, Ehrenamtlicher Richter am Volksgerichtshof,
    1. 5.1943 vorübergehend als Gaustabsamtsleiter beurlaubt,
    1.5.1943 »unter Verbot des Tragens des SS-Dienstanzuges, Totenkopfringes und Zivilabzeichens vom SS-Dienst beurlaubt«, später aus der SS ausgeschlossen,
    Aug. 1944 »versetzt von der Partei-Kanzlei wegen gemeiner Machenschaften im Verfahren gegen den stellvertretenden Gauleiter« (Richard Donnevert), danach in der Privatwirtschaft tätig, zuletzt Kriegsdienst bei der Wehrmacht.


    4.) SS-Dienstgrade :
    8.10.1938 : Mann
    1.11.1938 : Ostubaf.
    30.1.1939 : Staf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1939, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Langoth, Franz


    1.) Lebensdaten :
    * 20. 8.1877 Linz (Donau)
    † 17. 4.1953 Linz


    2.) Ausbildung :
    Bürgerschule
    Lehrerausbildung, Volksschullehrer
    Parteifunktionär


    3.) Biographie :
    1884–1892 Volksschule und Bürgerschule (Hauptschule) in Linz,
    1892–Juli 1896 staatliche Lehrerbildungsanstalt in Linz,
    3. 7.1896 Reifeprüfung,
    1896 Eintritt in den Zivildienst des Landes Oberösterreich,
    17. 7.1896 Eintritt in den Schuldienst des Landes Oberösterreich als »Aushilfs-Unterlehrer« in der Volksschule in Windischgarsten, danach »provisorischer Unterlehrer« an der Volksschule in Innerstoder (Gemeinde Hinterstoder),
    1896 Oberösterreichischer Lehrerverein (ab 1900 Oberösterreichischer Landeslehrerverein, ab 1923 Oberösterreichischer Landeslehrerverein 1867),
    Ende 1897 »wegen politischer Propaganda« von Hinterstoder nach Kirchdorf an der Krems versetzt und »unter besondere politische Aufsicht« gestellt,
    1.3.1898 für den Militärdienst gemustert,
    1898 wegen der Leitung eines Protestumzugs der Deutschnationalen in Kirchdorf zeitweilig vom Schuldienst suspendiert,
    20. 9.1898–15. 11.1899 Lehrer an der Kaiser-Franz-Josef-Knabenvolksschule Schützenstraße in Linz,
    11. 11.1898 Lehrbefähigungsprüfung für Volksschulen,
    Sommer 1899 vierwöchige Ausbildung als Ersatzreservist des k.u.k. Infanterie-Regiments »Hessen« Nr. 14 (Linz),
    16. 11.1899–23. 9.1903 Lehrer an der Knabenvolksschule Baumbachstraße in Linz,
    Sommer 1900 vierwöchige Ausbildung als Ersatzreservist des k.u.k. Infanterie-Regiments »Hessen« Nr. 14 (Linz),
    11. 5.1903 Lehrbefähigungsprüfung für Bürgerschulen
    (Hauptschulen),
    24. 9.1903–3.7.1908 provisorischer Fachlehrer an der Kaiser-Franz-Josef-Knabenbürgerschule Schützenstraße
    in Linz,
    4. 7.–2. 9.1908 definitiver Fachlehrer an der Jubiläums-Knabenbürgerschule Figulystraße in Linz,
    3. 9.1908 als definitiver Fachlehrer an die Kaiser-Franz-Josef-Knabenbürgerschule in Linz zurückversetzt,
    31. 12.1908 vom Infanterie-Regiment 14 in die 1. Ersatzkompanie der k.u.k. Landwehr überstellt,
    1909 wegen des Wechsels in die hauptberufliche politische Tätigkeit vom Schuldienst beurlaubt,
    Mitglied der (antisemitischen) Deutschen Volkspartei in Oberösterreich,
    1910/11 Obmannstellvertreter des Deutschen Volksbundes für Oberösterreich,
    31. 12.1910 nach Absolvierung der gesetzlich vorgesehenen Dienstpflicht aus der Landwehr entlassen,
    1911–1938 Obmann des Deutschen Volksbundes für Oberösterreich,
    1. 8.1914 als Landsturminfanterist zum Landsturm-Infanterie-Regiment Nr. 2 eingerückt, zunächst Dienst in der Kanzlei des Landsturm-Bezirkskommandos Nr. 2 (Linz),
    1914 Korporal,
    1. 5.1915 abkommandiert zum II. Reservebataillon des k.u.k. Infanterie-Regiments Nr. 29 (Tirol) als Landsturm-Leutnant-Rechnungsführer (»Vorstand der Rechnungskanzlei«),
    18. 9.1918 aus dem Militärdienst entlassen,
    Sept. 1918 in den oberösterreichischen Landesausschuß berufen,
    2.–17. 11.1918 Landeshauptmannstellvertreter der Provisorischen Landesregierung Oberösterreichs,
    18. 11.1918–23. 6.1919 Mitglied des Provisorischen Landesausschusses Oberösterreichs,
    18. 11.1918–1.3.1934 Mitglied der Oberösterreichischen Landesregierung,
    18. 11.1918–18. 5.1931 Landeshauptmannstellvertreter der Oberösterreichischen Landesregierung (Linz),
    Nov. 1918–13. 6.1933 Leiter des Sicherheitsreferats der Oberösterreichischen Landesregierung,
    1919–1934 Mitglied des oberösterreichischen Landesschulrats,
    1919–1925 Stellvertretender Vorsitzender bzw. Mitglied des Landeseisenbahnrats Oberösterreich,
    1920–1.3.1934 Mitglied des Verwaltungsrats bzw. Vorstands der Oberösterreichischen Wasserkraft- und Elektrizitäts-AG (OWEAG) bzw. der Österreichischen Kraftwerke AG (ÖKA), der Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerks AG und der Bank für Oberösterreich und Salzburg,
    8.8.1920 Vorsitzender der vorläufigen Reichsparteileitung zur Gründung einer deutschnationalen Bundespartei,
    5. 9.1920 Mitbegründer der Großdeutschen Volkspartei,
    Sept. 1920–1938 Landesparteiobmann der Großdeutschen Volkspartei in Oberösterreich,
    1926 Leiter des Referats für Straßen- und Wasserbau in der Oberösterreichischen Landesregierung, Mitglied der Deutschen Gemeinschaft,
    18. 5.1931–1.3.1934 Oberösterreichischer Landesrat und Stellvertreter des Vorsitzenden des Oberösterreichischen
    Landtags,
    15. 5.1933 Mitinitiator des »Kampfbündnisses« zwischen Großdeutscher Volkspartei und NSDAP,
    13. 6.1933 Rücktritt als Sicherheitsreferent der Oberösterreichischen Landesregierung,
    1934–9. 12.1936 Leiter des Nationalen Hilfswerks,
    1934 zum Direktor der Knaben-Hauptschule 1 an der Spittelwiese in Linz ernannt, jedoch sofort beurlaubt,
    31. 7.1935 in den dauernden Ruhestand versetzt,
    9. 12.1936–1938 Leiter des legalen Hilfswerks Langoth
    12. 3.1938 in Linz von Heinrich Himmler persönlich in die Allgemeine SS (Nr. 292.795) aufgenommen,
    12. 3.1938 SS-Oberführer,
    16. 3.1938–April 1939 Leiter der NSV und des WHW in Österreich (Wien),
    1. 5.1938 förmliche Aufnahme in die NSDAP (Nr. 6.250.313),
    Mai 1938–1.1.1944 ehrenamtlicher Gauwalter der NSV und Gauamtsleiter des Amtes für Volkswohlfahrt des Gaus
    Oberdonau (Linz), zugleich Gaubeauftragter für das WHW im Gau Oberdonau,
    28. 7.1938–1944 ehrenamtlicher SS-Führer beim Stab des SS-Abschnitts VIII (Linz),
    31. 8.1938 von Ernst Kaltenbrunner zum Ehrenamtlichen Mitglied des Volksgerichtshofes vorgeschlagen,
    1. 2.1939–1945 Ehrenamtliches Mitglied des Volksgerichtshofs (118 Schuldsprüche, davon 41 Todesurteile),
    Sept. 1939 vom RFSS als Lagerkommandant des KZ Sachsenhausen vorgesehen,
    April 1940 Gau-und Ehrenrichter der DAF,
    1. 11.1940 Gaurat der Gauselbstverwaltung des Reichsgaus Oberdonau, Gaubeauftragter für die Kinderlandverschickung im Gau Oberdonau, Leiter der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in den Donau- und Alpengauen, Gauhauptamtsleiter der NSDAP,
    April 1942–1. 1.1944 Leiter der Gaudienststelle Oberdonau des NS-Reichsbundes Deutscher Schwestern
    (NSRDS),
    Mai 1942 Genehmigung zum Tragen der feldgrauen Uniform der Allgemeinen SS,
    1.1.1944–1945 Oberbürgermeister der Gauhauptstadt Linz (8. 1.1944 Amtseinführung),
    14. 2.1944 SS-Brigadeführer (mit Wirkung vom 30. 1. 1944), Oberbereichsleiter der NSDAP, Mitglied des Aufsichtsrats des Creditanstalt-Bankvereins Wien.
    7. 5.1945 von den Amerikanern als Linzer Oberbürgermeister abgesetzt,
    8.5.1945 von den Amerikanern verhaftet, anschließend kurzzeitig in Linz und einem Lager in Kleinmünchen
    interniert, dann im »Sammelgefängnis« in Freising,
    Sommer 1945 in das Internierungslager Moosburg überstellt, danach in das Lager Adenbruck bei Peuerbach (Oberösterreich) überführt,
    Herbst 1945 in das Lager Glasenbach bei Salzburg überstellt,
    13. 11.1945 von den oberösterreichischen Sicherheitsbehörden als Nummer 8 auf die Kriegsverbrecherliste
    Oberösterreich gesetzt,
    4. 10.1946 Unterzeichner einer von den »Häftlingen des Camp Marcus W. Orr in Glasenbach bei Salzburg«
    ausgearbeiteten »Denkschrift über die Entwicklung der nationalsozialistischen Bewegung in Österreich, insbesondere über jene Umstände, die bestimmend auf ihren Werdegang und ihre Politik Einfluß genommen haben«,
    31. 12.1946 im Lager Glasenbach schwer verunglückt,
    19. 3.1947 »Rädelsführer« einer Häftlingsrevolte im Lager Glasenbach,
    15. 5.1947 von den Amerikanern an die Polizeidirektion Linz übergeben und in das Spital der Strafanstalt Garsten eingeliefert,
    19. 5.1947 wegen »Haftunfähigkeit« zur häuslichen Pflege nach Goisern entlassen,
    15. 10.1947 Vernehmung in Goisern durch eine US-Gerichtskommission,
    11. 8.1949 Einleitung einer gerichtlichen Voruntersuchung bzgl. §§10 und 11 Verbotsgesetz,
    11. 9.1949 Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft Linz wegen §1/6 (hoher SS-Rang),
    14. 9.1949 formell aus der Haft entlassen,
    Herbst 1949 Initiator des Sozialen Friedenswerks (für belastete Nationalsozialisten),
    7. 3.1950 Amnestiegesuch an den österreichischen Bundespräsidenten,
    14. 12.1950 durch den österreichischen Bundespräsidenten Karl Renner amnestiert (Gewährung der »Ausnahme
    von der Behandlung nach den Bestimmungen des Artikels III« des Verbotsgesetzes 1947),
    Dez. 1951 (erstes) Ehrenmitglied des Verbands der Unabhängigen (VdU).


    4.) SS-Dienstgrade :
    12.3.1938 : Oberf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Lapper, Karl, Dr. jur.


    1.) Lebensdaten :
    * 6.2.1907 Schneeberg bei Rabenstein (Südtirol)


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Jurastudium, Promotion
    Parteifunktionär


    3.) Biographie :
    Volksschule in St. Joachimsthal,
    Frühjahr 1923 Mitbegründer der ersten NS-Jugendorganisation in Tirol,
    bis 1932 Studium der Rechtswissenschaften in Innsbruck,
    1. 11.1927 NSDAP-Österreich (Nr. 81.602),
    12. 4.1928 SA,
    1930/31 Ortsgruppenleiter der NSDAP in Kufstein,
    1931–1933 Gauredner und Kreispropagandaleiter der NSDAP in Kufstein,
    24. 3.1932 aus der SA ausgeschieden,
    1932 Promotion in Innsbruck,
    1932/33 Rechtsanwaltsanwärter,
    1933 (bis Sept.) Kreisleiter der NSDAP in Kufstein.
    Sept. 1933 nach Deutschland geflüchtet und von der österreichischen Regierung ausgebürgert,
    Sept. 1933–30. 6.1939 hauptamtlicher HJ-Führer,
    Okt. 1933–1935 Pressereferent der Obergebietsführung West der HJ (Köln),
    1935–31. 12.1936 Stellvertreter des Leiters des Presse- und Propagandaamts der Reichsjugendführung,
    1.1.1937–30. 6.1939 Chef des Presse- und Propagandaamts der Reichsjugendführung,
    20. 4.1937 HJ-Oberbannführer, später HJ-Hauptbannführer,
    1. 7.1939–1. 4.1941 Gaupropagandaleiter und Leiter des Reichspropagandaamts Tirol-Vorarlberg (Innsbruck), zugleich Landeskulturwalter Tirol-Vorarlberg, Gauhauptamtsleiter der NSDAP, Reichsredner der NSDAP,
    30. 1. 1940 Eintritt in die Allgemeine SS (Nr. 351.373) als SS-Mann,
    30. 1.1940 SS-Obersturmbannführer,
    30. 1.1940–1.6. 1941 ehrenamtlicher SS-Führer beim Stab SS-Hauptamt/Personalhauptamt,
    24. 6.–21. 9. 1940 Militärdienst in einer Propagandakompanie der Propaganda-Ersatzabteilung Potsdam (Dienstgrad: Schütze),
    21. 9.1940 u. k.-Stellung für das Reichspropagandaministerium,
    1.4.1941 als Amtsleiter in die Reichspropagandaleitung der NSDAP berufen,
    1. 4. 1941 Reichsamtsleiter der NSDAP,
    15. 4. 1941–1945 Leiter des Amtes Rednerwesen (Vortrags- und Versammlungswesen) in der Reichspropagandaleitung der NSDAP
    (München),
    1. 3.1943–1945 zugleich Kriegsleiter des Hauptamts Propaganda der Reichspropagandaleitung der NSDAP, Oberbereichsleiter, später Hauptbereichsleiter der NSDAP,
    April 1944 kommissarischer Leiter des Reichspropagandaamts Kärnten (Klagenfurt),
    27. 6.1944 »vom Reichsjugendführer der NSDAP als Hauptbannführer im Stabe RJF ehrenvoll aus der HJ entlassen«, 1. 8.1944–1945 ehrenamtlicher SS-Führer beim Stab des SS-Oberabschnitts Alpenland, Leiter des Hauptamts
    Propaganda beim Obersten Kommissar in Triest.


    4.) SS-Dienstgrade :
    30.1.1940 : Mann
    30.1.1940 : Ostubaf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Lauterbacher, Hartmann


    1.) Lebensdaten :
    * 24. 5.1909 Reutte (Tirol),
    †13. 4.1988 Seebruck am Chiemsee


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Realgymnasium
    Drogisten-Studium
    hauptamtlicher Parteifunktionär


    3.) Biographie :
    1915–1917 Volksschule in Reutte,
    1917–1925 Volksschule und Reform-Realgymnasium in Kufstein,
    1922 Eintritt in die Nationalsozialistische Jugend,
    1923 Junge Gemeinschaft (Vorgängerorganisation der Deutschen Jugend),
    1923 Gründer der Deutschen Jugend in Kufstein,
    1923–1925 Stellvertreter des Führers der Deutschen Jugend,
    19. 4.1925 Bekanntschaft mit Adolf Hitler in Rosenheim,
    1925–April 1927 Führer der Deutschen Jugend (April 1927 in die HJ überführt),
    1925–1928 Lehre als Drogist in einer Drogerie- und Fotohandlung in Kufstein,
    April 1927 Übertritt zur HJ (Nr. 4.709),
    April 1927– März 1929 HJ-Unterführer in Tirol,
    13. 9.1927 NSDAP (Nr. 86.837),
    1928 kaufmännische Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer in Kufstein,
    1928 medizinaldrogistische Prüfung in Wörgl bei Kufstein,
    1928–März 1929 Angestellter in seiner Lehrfirma,
    April 1929–März 1930 Studium an der Drogisten-Akademie in Braunschweig, Mitglied des Verbands Braunschweiger Drogisten-Akademiker,
    April 1929 (ehrenamtlicher) HJ-Führer in Braunschweig,
    13. 11.1929–1.2.1930 Führer der HJ-Ortsgruppe Braunschweig,
    1. 2.–21. 3.1930 Bezirksführer des Bezirks Braunschweig der HJ,
    März 1930 Übernahme als hauptamtlicher HJ-Führer,
    21. 3.1930–10. 4.1932 Gauführer der HJ im Gau Südhannover- Braunschweig (Hannover), zugleich Führer
    der HJ-Gefolgschaft Groß-Hannover,
    10. 4.1932–26. 5.1933 Gebietsführer Westfalen-Niederrhein der HJ (Köln).
    10. 4.–12. 4.1933 kommissarischer Geschäftsführer des Reichsverbands der Deutschen Jugendherbergen,
    26. 5.1933–21. 5.1934 Führer des Obergebiets West (Westfalen,Ruhr-Niederrhein, Mittelrhein, Westmark,Hessen-Nassau und Kurhessen) der HJ,
    5. 7.1933 HJ-Obergebietsführer,
    5. 7.1933–21. 5.1934 Beauftragter des Jugendführers des Deutschen Reiches für Westdeutschland,
    22. 5.1934–Mai 1940 Stabsführer der HJ und Stellvertreter des Reichsjugendführers der NSDAP und des Jugendführers des Deutschen Reiches (Berlin),
    1935 Mitglied des Nationalen Olympischen Komitees Deutschlands, Mitglied der Deutsch-Englischen Gesellschaft,
    2. 10.1936–1940 Leiter des Arbeitsausschusses für HJ-Heimbeschaffung,
    20. 4.1937 Ministerialrat bei der Obersten Reichsbehörde »Jugendführer des Deutschen Reiches«,
    9. 11.1937 Wiederaufnahme in die SA als SA-Gruppenführer, als SA-Führer z.V. dem Stab der Obersten SA-Führung zugeteilt,
    26. 5.1940 Einberufung zum Kriegsdienst als Rekrut bei der Leibstandarte-SS »Adolf Hitler« (Berlin-Lichterfelde), Juni–8. 8.1940 Stellvertretender Gauleiter (zur Dienstleistung im Stab des Stellvertreters des Führers) in Wien,
    2. 8.1940 Allgemeine SS (Nr. 382.406),
    2. 8.1940 SS-Brigadeführer,
    8. 8.–2. 12.1940 Stellvertretender Gauleiter des Gaus Südhannover-Braunschweig der NSDAP,
    Sept.1940 als frontuntauglich aus der Waffen-SS entlassen,
    8. 12.1940–1945 Gauleiter des Gaus Südhannover-Braunschweig der NSDAP (19. 1.1941 Amtseinführung), zugleich Gauwohnungskommissar des Gaus Südhannover-Braunschweig,
    8. 12.1940–16. 11.1942 Mitglied des Verteidigungsausschusses des Wehrkreises XI,
    12. 12.1940 Ehrenführer der Akademie für Jugendführung in Braunschweig,
    1. 1.1941 Preußischer Staatsrat,
    20. 4.1941 SS-Gruppenführer,
    29. 4.1941–1945 Oberpräsident der Provinz Hannover (mit Wirkung vom 1.4.1941 und Ernennungsurkunde vom
    28. 3. 1941),
    6. 4.1942–1945 Beauftragter des GBA im Gau Südhannover-Braunschweig,
    16. 11.1942–1945 Reichsverteidigungskommissar für den Gau Südhannover-Braunschweig,
    Nov./Dez. 1943 Reichsinspekteur für Luftschutzmaßnahmen,
    30. 1.1944 SS-Obergruppenführer,
    20. 4.1944 SA-Obergruppenführer (OSAF),
    25. 9.1944–1945 Führer des Deutschen Volkssturms im Gau Südhannover-Braunschweig,
    4. 12.1944 auf der Fahrt nach Berlin am Hydrierwerk in Magdeburg bei einem Fliegerangriff schwer verwundet,
    15. 4.1945 Flucht aus Hannover in das Lazarett Bad Gastein,
    4.5.1945 Flucht in noch unbesetztes Kärntner Gebiet.
    26. 5.1945 von den Briten verhaftet und zunächst in das Bezirksgefängnis Tamsweg überführt, danach in 26 weiteren Gefängnissen (u. a. Klagenfurt, Nürnberg, Frankfurt a.M., Göttingen, Braunschweig, Hannover) und Lagern (u. a. Nürnberg-Langwasser, Hameln, Sandbostel) interniert,
    27. 5.1946 Zeuge im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozeß,
    Juli 1946 Freispruch durch das Obere Britische Militärgericht in Hannover von der Anklage,
    Anfang 1945 die Ermordung deutscher und alliierter Häftlinge des Gefängnisses Hameln befohlen zu haben,
    Aug.–Okt. 1947 wegen der Erschießung von 12 amerikanischen Fliegern (im Sept. 1944) vor einem amerikanischen Militärgericht in Dachau angeklagt,
    Okt. 1947 freigesprochen, jedoch weiter in Haft gehalten, da er vor einem deutschen Gericht angeklagt werden sollte, Dez. 1947 Einleitung eines Verfahrens wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit (Einrichtung von »Judenhäusern« in Hannover) durch die Staatsanwaltschaft Hannover (1959 wegen Verjährung eingestellt),
    25. 2.1948 »unter ungeklärten Umständen« aus dem englischen Internierungslager Sandbostel bei Bremervörde geflohen, hielt sich zunächst einige Monate in der Lüneburger Heide versteckt, floh dann weiter über Süddeutschland
    nach Italien,
    April 1950 in Rom verhaftet und im Internationalen Internierungslager Le Frascchete bei Rom interniert,
    Dez. 1950 wiederum aus der Haft entflohen und nach Argentinien geflüchtet, später wieder nach Deutschland zurückgekehrt, trat dann in die Münchener Firma LABORA seines Bruders Hans als Außenhandelsvertreter ein,
    1951– 1953 Mitglied des Naumann-Kreises (»Gauleiterkreis«),
    4. 9.1956 in München polizeilich gemeldet, tauchte aber bei Nachforschungen nach seiner Person sofort unter,
    1956–1963 Inhaber der Firma Laboratoriums-Industrieprojektierungen-Außenhandelsagentur in München,
    1963–1980 verschiedene Beratertätigkeiten im Ausland, u. a. als persönlicher Berater beim Staatspräsidenten Kwameh Nkruhma in Ghana, beim Sultan Quaboosin Muscal in Oman (1978–1981 als Beauftragter für Jugendfragen) und beim König von Marokko (Aufbau staatlicher Jugendorganisationen).


    4.) SS-Dienstgrade :
    2.8.1940 : Brif.
    20.4.1941 : Gruf.
    30.1.1944 : Ogruf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1936, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Lehmann, Otto


    1.) Lebensdaten :
    * 21. 3.1892 Schachdorf Ströbeck (bei Halberstadt)
    † 15. 7.1973 Springe


    2.) Ausbildung :
    Volksschule, Realgymnasium
    Landwirt


    3.) Biographie :
    1898–1903 Dorfschule in Ströbeck,
    1903–März 1912 Realgymnasium in Halberstadt,
    März 1912 Reifeprüfung,
    Sommer 1912 landwirtschaftlicher Lehrling auf dem Rittergut Obhausen bei Querfurt,
    1. 10.1912–30. 9.1913 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Halle,
    1. 10.1912–30. 9. 1913 zugleich Einjährig-Freiwilliger beim Mansfelder Feldartillerie-Regiment 75 (Halle/S.),
    30. 9.1913 als Unteroffizier d.R. und Reserve-Offiziers-Anwärter entlassen,
    Okt. 1913–31. 3.1914 in der väterlichen Wirtschaft tätig,
    1. 4.–26. 5.1914 militärische Reserve-Übung A bei den Feldartillerie-Regiment 75 und beim Altmärkischen Feldartillerie-Regiment 40,
    Mai 1914 Vizewachtmeister d.R.,
    Juni–4. 8.1914 Feldverwalter auf einem Rittergut im Kreis Merseburg, Mitglied des Bundes der Landwirte,
    4.8.1914 zum Kriegsdienst eingezogen,
    ab Sept. 1914 Fronteinsatz,
    7. 12.1914 Leutnant d.R., 7. 11.1918 »in Pasing bei München beim Einsatz gegen die Revolution unter Belassung
    der Offizierswaffen entwaffnet«,
    20.11.1918 aus dem Heeresdienst entlassen,
    Nov.1918–11. 2.1926 auf dem väterlichen Hof tätig,
    1919 Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund, später DVFB, zeitweilig Ortsgruppenführer des Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbundes und der DVFB in Ströbeck,
    7.3.1921 (a.A.: 28. 10. 1921) Charakter als Oberleutnant d.R. a. D.,
    11. 2.1926–1932 Pächter der väterlichen Wirtschaft,
    Nov. 1930–20. 4.1937 Landwirtschaftlicher Kreisfachberater der NSDAP für Halberstadt-Wernigerode,
    1.1.1931 NSDAP (Nr. 388.437),
    1932 Übernahme der väterlichen Wirtschaft als Eigentümer,
    1932 Abschnittsfachberater der NSDAP für den Nordharz und stellvertretender Landwirtschaftlicher Gaufachberater der Gauleitung Magdeburg-Anhalt der NSDAP.
    22. 9.1933–9.2.1936 Landeshauptabteilungsleiter I der Landesbauernschaft Sachsen-Anhalt,
    5. 10.1933–25. 4.1934 Kreisbauernführer der Kreisbauernschaft Halberstadt-Wernigerode,
    1934–1936 Preußischer Erbhofrichter,
    1934 Reichsarbeitsrichter, Mitglied der Arbeitskammer Halle-Merseburg,
    10. 2.1936–20. 4.1937 geschäftsführender Stellvertretender Landesbauernführer für die Provinz Sachsen und das Land Anhalt,
    10. 2.1936 zugleich kommissarischer Gauamtsleiter des Amtes für Agrarpolitik des Gaus Magdeburg-Anhalt,
    20. 2.1936 SS (Nr. 276.160),
    20. 2.1936 SS-Mann,
    21. 4.1936–1945 Mitglied des Reichsbauernrats,
    27. 4.1936 SS-Sturmbannführer (mit Wirkung vom 23. 4.1936),
    30. 1.1937 SS-Obersturmbannführer,
    20. 4.1937–1945 Landesbauernführer der Landesbauernschaft Sachsen-Anhalt,
    20. 4.1937 SS-Standartenführer,
    29. 6.1937–1945 Bauernreferent beim SS-Abschnitt XVI (Dessau),
    1. 2.1941 Preußischer Provinzialrat der Provinz Sachsen,
    6.2.1943 SS-Oberführer (mit Wirkung vom 30. 1. 1943),
    1. 5.1944 unter Beibehaltung seiner Dienststellung als Bauernreferent des SS-Abschnitts XVI zum nebenamtlichen SS-Führer im Stab des SS-Abschnitts XVI ernannt.


    4.) SS-Dienstgrade :
    20.2.1936 : Mann
    23.4.1936 : Stubaf.
    30.1.1937 : Ostubaf.
    20.4.1937 : Staf.
    30.1.1943 : Oberf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1936, oder früher; Signatur: unbekannt
    Quelle: Reichstagshandbuch 1936

  • Lenk, Georg Robert


    1.) Lebensdaten :
    * 12. 12.1888 Schreiersgrün (Vogtl.)
    † 31. 12.1945 Moskau


    2.) Ausbildung :
    Bürgerschule
    Parteifunktionär
    Wirtschaftsminister


    3.) Biographie :
    1895–1903 Bürgerschule in Plauen (Vogtland),
    1903–1906 kaufmännischer Lehrling in vogtländischen Spitzen- und Wäschefabriken, zugleich Schüler der höheren Handelslehranstalt Plauen,
    1906–1910 kaufmännische Tätigkeit in England und Argentinien,
    1910/11 Verkäufer und englischer Korrespondent in einer Spitzenfabrik in Plauen,
    1.11.1911 Inhaber einer Spitzen- und Wäschefabrik in Plauen,
    14. 6.1916–1917 Kriegsdienst beim Reserve-Infanterie-Regiment 133 und Infanterie-Regiment 134,
    1917–20. 1.1919 Kraftfahrer bei der Hauptnachschubstelle für Kraftfahrtruppen,
    ab April 1919 wieder Leitung seiner Fabrik,
    1924/25 Mitglied des VSB,
    1. 4.1930 NSDAP (Nr. 227.841),
    1930–Ende 1932 unbesoldeter Stadtrat beim Rat der Stadt Plauen,
    1931–Mai 1933 Gauwirtschaftsberater der Gauleitung Sachsen der NSDAP.
    6. 5.1933–23. 10.1935 mit der Führung des Sächsischen Wirtschaftsministeriums betraut,
    Juli 1933–1935 Landesleiter für den ständischen Aufbau in Sachsen,
    1933 Mitglied des Beirats der Industrie- und Handelstages,
    1. 6.1934 Allgemeine SS (Nr. 227.542),
    20. 4.1935 SS-Untersturmführer,
    20. 4.1935–1.4.1936 SS-Rangführer beim SS-Abschnitt II,
    23. 10.1935–4.3.1943 Sächsischer Minister für Wirtschaft und Arbeit, Mitglied der Reichsarbeitskammer,
    Jan. 1936–5. 9.1941 Gauwirtschaftsberater und Gauamtsleiter der Gauleitung Sachsen der NSDAP,
    1. 4.1936–15. 7.1937 SS-Führer beim Stab des SS-Abschnitts II,
    20. 4.1936 SS-Sturmbannführer,
    9. 11.1936 SS-Standartenführer,
    15. 7.1937–1945 SS-Führer beim Stab des SS-Oberabschnitts Elbe,
    12. 9.1937 SS-Oberführer,
    30. 1.1939 SS-Brigadeführer,
    Mitglied des Gaujagdrates Sachsen, Leiter des Landeswirtschaftsamts beim Reichsstatthalter in Sachsen, Leiter des Führungsstabs Wirtschaft für den Wehrwirtschaftsbezirk IV, Mitglied des Aufsichtsrats der Dresdner Lebensversicherungs AG, der Neuen Deutsch-Böhmischen Elbeschiffahrts-AG, Dresden, der Thüringischen Gasgesellschaft, Leipzig, der Energie AG, Leipzig-Markleeberg, der Sächsischen Zellwolle AG, Plauen, der Firma Küttner AG, Pirna, der Aktiengesellschaft Sächsische Werke Dresden, der Auto Union, Chemnitz, der Sächsischen Gußstahlwerke Döhlen AG, Freital (bis April 1942), der Aktiengesellschaft für Kraftstoffanlagen, der Sächsischen Bauernsiedlung GmbH und der Landessiedelungsgesellschaft Sachsen GmbH, Dresden,
    Mai/Juni 1941 beim sächsischen Gauleiter und ReichsstatthalterMartin Mutschmann in Ungnade gefallen,
    5. 9.1941 vom Amt als Gauwirtschaftsberater entbunden,
    14. 10.1941 Aufforderung Mutschmanns zur Niederlegung des Aufsichtsratsmandats bei der Kraftstoffanlagen AG, 29. 10.1941 Aufforderung Mutschmanns zur Niederlegung aller Aufsichtsratsmandate,
    12. 1.1942 vom Reichsminister des Innern mit sofortiger Wirkung von den Ämtern als Leiter des Führungsstabs
    Wirtschaft und des Landeswirtschaftsamts beim Reichsstatthalter in Sachsen beurlaubt,
    1. 6.1942 erneute Aufforderung Mutschmanns zur Niederlegung aller noch vorhandenen Aufsichtsratsmandate (»sofort«),
    15. 2.1943 wegen parteischädigenden Verhaltens von Mutschmann als Minister beurlaubt,
    4.3.1943 als Minister verabschiedet,
    Jan. 1944 Einleitung eines Verfahrens vor dem Obersten Parteigericht »wegen mangelhafter Amtsführung
    und Missbrauch seiner Dienststellung« (auf Anordnung des Leiters der Parteikanzlei),
    2./3. 2.1944 Hauptverhandlung vor der II. Kammer des Obersten Parteigerichts der NSDAP (»strenge Verwarnung unter Androhung des Ausschlusses aus der NSDAP erteilt«),
    1. 11.1944 als Fachführer der Waffen- SS zum Wachbataillon der 1. SS-Panzer-Division »Leibstandarte-SS Adolf Hitler« einberufen und zugleich zum Bevollmächtigten des Führers für Kfz.-Einsatz und –Erfassung Berlin kommandiert,
    1. 11.1944 SS-Hauptsturmführer (F) der Waffen-SS.
    Nach Kriegsende in russischer Gefangenschaft.


    4.) SS-Dienstgrade :
    20.4.1935 : Usuf.
    20.4.1936 : Stubaf.
    9.11.1936 : Staf.
    12.9.1937 : Oberf.
    30.1.1939 : Brif.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Lenz, Karl Adam Peter


    1.) Lebensdaten :
    * 7.7.1899 Heidelberg
    † 7. 11.1944 Freising


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Lehrerausbildung
    Parteifunktionär


    3.) Biographie :
    Volksschule, Mittelschule,
    1917–Okt. 1918 Kriegsdienst im Mecklenburgischen Jäger-Bataillon 14 (West- und Ostfront),
    nach schwerer Verwundung 1919 aus dem Lazarett entlassen, danach zunächst als Landarbeiter tätig,
    1919/20 Ausbildung an einem Lehrerseminar,
    1920–Nov. 1928 Lehrer im badischen Staatsdienst,
    14. 1.1922 NSDAP,
    Jan. 1922 Gründer des »Sturmtrupps Lenz« in Heidelberg,
    als solcher Jan. 1922–Okt. 1925 Führer der SA in Heidelberg,
    1923–1928 aus politischen Gründen mehrfach ohne Gehalt vom Schuldienst suspendiert,
    1923–1931 Reichsredner der NSDAP im Gau Baden,
    20. 3.1926 Wiedereintritt in die NSDAP (Nr. 32.388),
    März–Herbst 1926 Ortsgruppenleiter der NSDAP in Eichtersheim,
    1926/27 Kreisleiter der NSDAP in Sinsheim-Wiesloch,
    1926 Gemeindeverordneter in Eichtersheim,
    1926 erfolglose Kandidatur zum Badischen Landtag,
    Herbst 1926–Aug. 1931 Stellvertretender Gauleiter des Gaus Baden der NSDAP,
    Frühjahr 1927–Frühjahr 1931 Gaupropagandaleiter der Gauleitung Baden der NSDAP,
    1927–1930 Mitarbeiter der Gau-Zeitung »Der Führer« (Karlsruhe),
    9. 11.1928 Entlassung als Lehrer wegen NS-Betätigung, danach Schriftsteller in Karlsruhe,
    Frühjahr 1930–Aug.1931 Kreisleiter der NSDAP in Mannheim, zugleich Herausgeber des Mannheimer NS-Organs »Hakenkreuzbanner«,
    16. 9.1931–15. 12.1932 Gauleiter des Gaus Hessen-Darmstadt der NSDAP,
    Jan.–24. 12.1932 Fraktionsführer der NSDAP im Hessischen Landtag,
    Nov. 1932–März 1933 Mitglied der Nationalsozialistischen Notgemeinschaft (oppositionelle Gruppe innerhalb der NSDAP) in Lahr,
    15.12.1932 Rücktritt als Gauleiter (offiziell aus gesundheitlichen Gründen),
    Dez.1932–März 1933 Mitarbeiter der Zeitung »Alemanische Grenzlandnachrichten« (Algrena) in Heidelberg.
    Juli 1933–1.4.1934 Parteigerichtsverfahren,
    1. 4.1934 wegen parteischädigenden Verhaltens Verwarnung und Verbot der Führung politischer Ämter für einen Zeitraum von 3 Jahren,
    1935 Übersiedlung nach München, dort als Lehrer und im NSLB tätig,
    März 1936 erfolglos zur Reichstagswahl vorgeschlagen,
    30. 3.1936–30. 7.1938 Schulungsleiter der Ortsgruppe Viechtach der NSDAP,
    April 1936 Bezirksschulrat in Viechtach,
    Mai 1937 Untergruppenleiter der Untergruppe Bayernwald des Bundes Deutscher Osten,
    16. 5.1940 Gauredner der NSDAP,
    1940 Kriegseinsatz (Westfront),
    15. 9.1941 Allgemeine SS (Nr. 48.524),
    15. 9.1941 SS-Sturmbannführer,
    15. 9.1941–7. 11.1944 ehrenamtlicher SS-Führer im RSHA,
    26. 2.1943 Eintritt in die Waffen-SS als Fachführer, 1. 3.1943 SS-Sturmbannführer (F) der Waffen-SS,
    19. 3.1943–7. 11.1944 Geschäftsführer der Firma Deulag in Flandern, an den Folgen einer Blinddarmoperation im Lazarett Freising verstorben.


    4.) SS-Dienstgrade :
    15.9.1941 : Stubaf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1934, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Leyser, Ernst Ludwig


    1.) Lebensdaten :
    * 10. 9.1896 Homburg (Pfalz)
    † 6. 12.1973 Bad Bergzabern


    2.) Ausbildung :
    Volksschule, Gymnasium
    Hilfsarbeiter
    Parteifunktionär


    3.) Biographie :
    1903–1907 Volksschule,
    1907–1913 Gymnasium,
    1913 Einjährig-Freiwilligen-Zeugnis,
    1. 10.1913 Eintritt in das Infanterie-Regiment 118 (Worms) als Einjährig-Freiwilliger,
    2.8.1914–6. 11.1918 Kriegsdienst, zuletzt Unteroffizier und Offiziersaspirant,
    6. 11.1918 wegen einer Gasvergiftung in die Heimat zurückverlegt,
    22. 11.1918 aus dem Heeresdienst entlassen, danach zunächst beschäftigungslos,
    1919/20 bei einer Versicherungsgesellschaft tätig,
    1920–1. 11.1929 Bürogehilfe und Lohnarbeiter bei der Reichsbahn,
    8. 10.1920 NSDAP (Nr. 5.418),
    1923 von den französischen Besatzungsbehörden aus der Pfalz ausgewiesen,
    1924/25 GVG, Schützen- undWanderbund (Tarnorganisation der NSDAP) und Deutschvölkischer Offiziersbund,
    17. 1.1925 Rückkehr in die Pfalz,
    April 1925 Mitglied des Führerstabs der Gauleitung Rheinpfalz der NSDAP,
    12. 5.1925 Gründer der Ortsgruppe Neustadt a. d. Haardt der NSDAP,
    1925 Gründer des SA-Sturms Neustadt a.d. Haardt,
    28. 9.1925 SS (Nr. 153),
    28. 9.1925 Gründer der SS in der Pfalz,
    9. 10.1925 offizielle Wiederaufnahme in die NSDAP (Nr. 20.603),
    26. 4.1926 SS-Sturmführer,
    26. 4.1926–1928 »Führer der Schutzstaffel Neustadt/Haardt«,
    1. 9.1927–1945 (mit einer Unterbrechung 1930, ab Juli 1941 nur noch nominell) Stellvertretender Gauleiter des Gaus Rheinpfalz (1935: Pfalz-Saar, 1937: Saarpfalz, 1942: Westmark) der NSDAP,
    1928–1930 Personalreferent der Gauleitung des Gaus Rheinpfalz der NSDAP,
    1928–1. 8.1934 Vorsitzender des Gau-USchlA bzw. des Gaugerichts Rheinpfalz der NSDAP,
    1928 infolge Übernahme des Amtes als Gau-USchlA-Vorsitzender aus der SS ausgeschieden,
    um 1932 vorübergehend Vorsitzender der II. Kammer des Obersten Parteigerichts der NSDAP.
    28. 9.1934 SS-Anwärter,
    1.1.1935 Wiederaufnahme in die SS (Nr. 219.077, 3. 2.1942 Wiedererteilung der alten SS-Nr. 153),
    22. 1.1935 SS-Standartenführer (mit Wirkung vom 1. 1. 1935),
    9. 11.1936 SS-Oberführer,
    März 1938–April 1940 mit der Wahrnehmung der laufenden Geschäfte des Gauleiters des Gaus Saarpfalz der NSDAP beauftragt,
    30. 9.1941–Okt. 1943 Generalkommissar in Schitomir (Ukraine),
    4. 2.1942 SS-Brigadeführer (mit Wirkung vom 30. 1. 1942), Generalkommissar in Tschernigow (Ukraine), Oberbefehlsleiter der NSDAP,
    Sept. 1944 Gauinspekteur bei den Schanzarbeiten in Lothringen/Saargebiet,
    Jan. 1945 Landeshauptmann der Provinz Nassau (Wiesbaden).
    1945–1948 in Bayern wohnhaft,
    1948/49 in Darmstadt und Trier interniert, danach zunächst bei einer kirchlichen Stelle beschäftigt, anschließend als Eisenbahner in Neustadt a. d. Weinstraße und Ludwigshafen, Gründer der »Wählergruppe Leyser« in Bergzabern,
    1956–1964 Stadtrat in Bergzabern (»Wählergruppe Leyser«, später FDP),
    1956–1960 zugleich ehrenamtlicher Zweiter Beigeordneter der Stadt Bergzabern,
    1956–1971 Leiter der Volksbildungsstätte/Volkshochschule Bad Bergzabern, zeitweilig auch Mitglied der Synode der Pfälzer Landeskirche.


    4.) SS-Dienstgrade :
    26.4.1926 : Mann
    28.9.1934 : Anw.
    1.1.1935 : Staf.
    9.11.1936 : Oberf.
    30.1.1942 : Brif.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Lingelsheim,Walter Ernst von


    1.) Lebensdaten :
    * 31. 12.1901 Freiberg/Sachsen
    † 16. 4.1962 Ratzeburg


    2.) Ausbildung :
    Volksschule, Privatunterricht
    Landwirtschaftl. Lehre
    Landwirt


    3.) Biographie :
    Volksschule, Privatunterricht, landwirtschaftliche Ausbildung auf dem väterlichen Gut, danach Landwirt in Feldberg (Meckl.),
    Dez. 1921 NSDAP,
    Febr. 1924–1925 DVFB und Frontbann,
    1925 Wiedereintritt in die NSDAP, zunächst SA-Mann, später SS-Mann,
    1928 Parteiredner der NSDAP, Kreisleiter der NSDAP in Mecklenburg-Strelitz,
    1932 Gauinspekteur der Gauleitung Mecklenburg-Lübeck der NSDAP.
    1. 6.1933–1945 Landrat in Schönberg (Meckl.)


    4.) SS-Dienstgrade :
    1926 : Mann


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1932, oder früher; Signatur: unbekannt
    Quelle: Reichstagshandbuch 1932/6

  • Loeper, Wilhelm Friedrich


    1.) Lebensdaten :
    * 13. 10.1883
    † 23. 10.1935 Dessau


    2.) Ausbildung :
    Volksschule, Gymnasium
    Berufsoffizier
    Parteifunktionär


    3.) Biographie :
    zunächst in Friesack aufgewachsen, dann in Roßlau/Elbe, Volksschule in Roßlau,
    1903 Abitur am Friedrich-Gymnasium in Dessau,
    16. 3.1903 Eintritt in das Pionierbataillon 2 (Spandau) als Fahnenjunker,
    1903/04 kommandiert zur Kriegsschule in Neiße,
    19. 8.1904 Leutnant (im Pionierbataillon 2),
    1906–1908 kommandiert zur Militär-Technischen Akademie in Berlin,
    18. 8.1912 Oberleutnant (im Pionierbataillon 23),
    1912–30. 9.1913 im Pionierbataillon 4 (Magdeburg),
    1. 10.1913–Aug. 1914 Führer (m.d.F.b.) des Scheinwerferzugs des Pionierbataillons 4,
    5. 8.1914 Hauptmann,
    Aug.1914–1915 Kompaniechef im Pionierbataillon 19 (Westfront),
    1915 zum Generalkommando des VI. Reservekorps kommandiert,
    dann bis 11. 11.1918 Führer eines Pionierbataillons (Westfront),
    1919/20 als Führer einer Freikorpskompanie im Grenzschutz Ost,
    1920 Übernahme in die Reichswehr,
    1920–30. 9.1923 Kompaniechef im Pionierbataillon
    2, 1. 10.1923 als Lehrer an die Pionierschule München versetzt,
    1923 Teilnahme am Hitler-Putsch in München, dabei Auftreten als Kommandeur der Pionierschule München,
    8. 2.1924 deswegen aus der Reichswehr verabschiedet,
    28. 2.1924–1925 Leiter der (illegalen) Ortsgruppe Dessau der NSDAP,
    1925 Eintritt in die NSDAP (Nr. 6.980),
    1925–31. 8.1926 Stellvertretender Gaugeschäftsführer des Gaus Anhalt der NSDAP,
    1. 9.1926–31. 3.1927 Stellvertretender Gauleiter sowie Gauorganisations- und Gaupropagandaleiter des Gaus Anhalt-Sachsen-Nord der NSDAP,
    1. 4.1927–17. 8.1932 Gauleiter des Gaus Anhalt-Sachsen-Nord (ab 1928 Gau Magdeburg-Anhalt) der NSDAP,
    Jan. 1930–Aug. 1932 Chef des Personalamts in der Reichsleitung der NSDAP,
    15. 7.–9. 12.1932 Landesinspektor der NSDAP für Mitteldeutschland-Brandenburg,
    9. 12.1932–1933 Kommissar der NSDAP für Mitteldeutschland-Brandenburg,
    Dez. 1932–23. 10.1935 erneut Gauleiter des Gaus Magdeburg-Anhalt der NSDAP.
    5. 5.1933–23. 10.1935 Reichsstatthalter in Braunschweig und Anhalt,
    10. 5.1933 Gauarbeitsführer ehrenhalber,
    27. 1.1934 SS-Gruppenführer,
    27. 1.1934–23. 10.1935 Ehrenführer bei der 21. SS-Standarte (Magdeburg),
    9. 2.1934 Allgemeine SS (Nr.142.592),
    4. 9.–23. 10.1935 Mitglied der Akademie für Deutsches Recht, Herausgeber der Zeitung »Trommler«.


    4.) SS-Dienstgrade :
    27.1.1934 : Gruf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1934, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Luckner, Franz Max Willi


    1.) Lebensdaten :
    * 20. 12.1896 Charlottenburg


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Polizeiangehöriger


    3.) Biographie :
    1903–Aug. 1914 Besuch der XIII. Gemeindeschule in Charlottenburg und der Präparandenanstalten in Friedeberg und Cottbus,
    4. 8.1914 Kriegsfreiwilliger,
    18. 9.1915 etatmäßiger Gefreiter,
    22. 11.1915 etatmäßiger Unteroffizier,
    April–9. 10.1918 Rekrutenausbilder im Ersatzbataillon des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 52 (Crossen/O.),
    10. 10.1918 bei der 8. Kompanie des Infanterie-Regiments Nr. 189,
    6. 11.1918 bei Valenciennes gefangengenommen,
    12. 10.1919 aus der britischen Gefangenschaft entlassen und nach Deutschland zurückgekehrt,
    24. 11.1919 aus dem Heeresdienst entlassen,
    13. 12.1919 Eintritt in die Sicherheitspolizei (spätere Schutzpolizei) Berlin,
    Febr. 1922 zur Schutzpolizei in Witten/Ruhr versetzt,
    Aug. 1922 zur Schutzpolizei in Cottbus versetzt,
    1923/24 Stahlhelm,
    1.9.1926 Polizei-Hauptwachtmeister,
    1. 4.1930 NSDAP (Nr. 225.403),
    1. 2.1932 Eintritt in die SS (Nr. 25.717) als Anwärter im SS-Sturm 1/I/27,
    15. 3.1932 SS-Mann,
    1932 stellvertretender Führer des SS-Sturmbanns I/27 (Cottbus),
    25. 3.1932–März 1933 wegen NS-Betätigung und Weitergabe von amtlichen Schriftstücken an die NSDAP vom Polizeidienst suspendiert.
    30. 1.1933 SS-Sturmhauptführer,
    30. 1.–22. 11.1933 beauftragter Führer des SS-Sturmbanns I/27,
    ab 1. 4.1933 »Spitzeldienst in der preußischen Schutzpolizei«,
    1933–13. 8.1942 bei der Schutzpolizei der Polizeiverwaltung Berlin,
    17. 6.1933 vom Ministerialdirektor im Preußischen Ministerium des Innern Kurt Daluege mit der »Gleichschaltung
    sämtlicher preuss. Polizeibeamtenverbände (ca. 175.000 Mitgl.)« beauftragt,
    7.7.1933–1945 Führer (später Bundesleiter) des Kameradschaftsbundes Deutscher Polizeibeamten e.V. (Berlin),
    7. 7.1933 zugleich Führer des Kameradschaftsbundes preußischer Polizeibeamten e.V. (Berlin),
    Nov. 1933 erfolglos zur Reichstagswahl vorgeschlagen,
    22. 11.1933 SS-Sturmbannführer (mit Wirkung vom 9. 11.1933),
    22. 11.1933–21. 8.1934 Führer des SS-Sturmbanns I/27 (mit Wirkung vom 9. 11. 1933),
    21. 8.1934 SS-Obersturmbannführer,
    21. 8.1934–1.4.1936 SS-Führer z.b.V. beim Stab des SS-Abschnitts XII,
    9. 11.1934 SS-Standartenführer,
    20. 4.1937 Schutzpolizei-Inspektor (mit Wirkung vom 1. 4. 1937),
    12. 9.1937 SS-Oberführer,
    2. 10.1937 Genehmigung zum »Tragen der Sigrunen auf der Polizeiuniform«,
    15. 3.1938 »durch Funkspruch vom Chef der Ordnungspolizei, General der Polizei Daluege, ab sofort nach Wien befohlen«,
    20. 4.1939 Hauptmann der Schutzpolizei,
    25. 7.1941 Major der Schutzpolizei (mit Wirkung vom 1.8. 1941),
    13. 8.1942 in das Hauptamt Ordnungspolizei versetzt (mit Wirkung vom 1.8. 1942),
    11. 12.1942 Oberstleutnant der Schutzpolizei.
    Nach dem Krieg in Hamburg wohnhaft.


    4.) SS-Dienstgrade :
    1.2.1932 : Anw.
    15.3.1932 : Mann
    30.1.1933 : Hstuf.
    9.11.1933 : Stubaf.
    21.8.1934 : Ostubaf.
    9.11.1934 : Staf.
    12.9.1937 : Oberf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Ludwig, Curt


    1.) Lebensdaten :
    * * 28. 3.1902 Aschara (Langensalza/Thüringen)
    † 2.4.1989 Bremen


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Landw. Ausbildung
    Landwirt
    Polizeipräsident, SS-Führer


    3.) Biographie :
    Dorfschule in Aschara und Mittelschule in Langensalza, Landwirtschaftliche Schule in Gotha,
    1919–1923 Marinebrigade Ehrhardt, danach Landwirt in Aschara,
    Frühjahr 1923 NSDAP,
    10. 11.1923 SA,
    29. 8.1925 Wiedereintritt in die NSDAP (Nr. 17.225),
    1926–März 1932 Bezirksleiter der NSDAP für Gotha-Nord und den Kreis Langensalza,
    1926 Wiedereintritt in die SA,
    1926 Mitbegründer der SA in Thüringen,
    1926–1929 SA-Standarte 5 (Gotha),
    März 1929 Mitbegründer der SS in Thüringen,
    1.4.1929 Übertritt von der SA zur SS (Nr. 1.397) als SS-Anwärter,
    26. 4.1929 SS-Mann,
    13. 7. 1929 SS-Gruppenführer im SS-Sturm 14/Trupp Wiegleben (mit Wirkung vom 25. 6.1929),
    1930–1932 Landwirtschaftlicher Gaufachberater der Gauleitung Thüringen der NSDAP,
    5. 9.1931 SS-Sturmführer (mit Wirkung vom 27. 8. 1931)
    5. 9.1931–12. 2.1932 mit der Führung des SS-Sturms 2/I/14 und der Verwaltung des SS-Sturmbanns I/14 (Gotha) beauftragt,
    1. 2.–21. 2.1932 Lehrgang an der Reichsführerschule München,
    12. 2.1932–16. 11.1933 Führer des SS-Sturmbanns I/14 (Gotha),
    12. 2.1932 SS-Sturmbannführer (mit Wirkung vom 8.2. 1932), März 1932 auf Befehl von Heinrich Himmler Niederlegung der Parteiämter außerhalb der SS.
    5. 9.1933 SS-Obersturmbannführer (mit Wirkung vom 3.9. 1933),
    16. 11.1933–16. 3.1935 Führer (bis 1. 2.1934 m.d.F.b.) der SS-Standarte 67 »Wartburg« (Langensalza),
    23. 11.1933 SS-Standartenführer (mit Wirkung vom 9. 11. 1933),
    16. 3.–17. 8.1935 Führer der SS-Standarte 57 »Thüringer Wald« (Meiningen),
    2. 5.–21. 7.1935 Polizeikursus bei der 5. Hundertschaft der II. Landespolizei-Abteilung (Leipzig-Möckern), Polizei-
    Wachtmeister,
    Juli 1935 Mitglied des Reichsbauernrats,
    17. 8.1935–1. 10.1937 Führer (bis 20. 9.1935 m.d.F.b.) des SS-Abschnitts XXX (Kassel),
    20. 9.1935 SS-Oberführer (mit Wirkung vom 15. 9. 1935),
    4. 6.–15. 7.1936 Reserve-Übung bei der 2. Kompanie des Infanterie-Regiments 15,
    15. 7.1936 Unteroffizier d.R.,
    11. 6.1937 Feldwebel d.R. und Offiziersanwärter des Beurlaubtenstandes,
    1. 10.1937–1.2.1943 Führer des SS-Abschnitts XIV (Bremen-Horn),
    20. 4.1938 kommissarisch mit der Verwaltung der Stelle des Polizeipräsidenten in Bremen beauftragt,
    5. 5.1938 Übernahme der Dienstgeschäfte,
    2. 3.1939–1.8.1941 Polizeipräsident in Bremen (ab April 1941 durch Johannes Schroers vertreten),
    5. 1.–22. 4.1940 Zugführer in der 4. (MG-)Kompanie der 12. SS-Totenkopfstandarte (Treskow bei Posen),
    1. 3.1940 SS-Obersturmführer d.R. der Waffen-SS (mit Wirkung vom 30. 1. 1940),
    22. 4.1940 beurlaubt,
    24. 9.1940 u. k.-gestellt, aus der Waffen-SS entlassen und in die Reserve I der Waffen-SS überführt,
    31. 3.1941 zum SS-Ersatzbataillon »Germania« (Hamburg) als Zugführer einberufen,
    1. 8.1941 wegen des Vorwurfs der »Trunkenheit, Unkameradschaftlichkeit und des Versagens in Luftschutzfragen
    « auf Anordnung des RFSS als Polizeipräsident abgelöst,
    4. 2.1942 vom RFSS rehabilitiert,
    4. 2.–1. 5.1942 zum Stab des Höheren SS- und Polizeiführers Warthe zur Einarbeitung in die Fragen der Festigung des
    deutschen Volkstums kommandiert (1. 3.1942 Dienstantritt), zugleich SS-Führer im Stab des Höheren SS- und Polizeiführers Warthe,
    1. 5.1942–1.2. 1943 SS-Führer im Stabshauptamt RKF,
    4.5.1942 (mit Wirkung vom 1. 5. 1942) aus dem Dienstverhältnis zur Waffen-SS entlassen,
    1.2.1943–1.1.1944 Führer des SS-Abschnitts V (Essen),
    1. 3.1943 zugleich vertretungsweise mit der Führung des SS-Abschnitts XVII (Münster) beauftragt,
    15. 3.–25. 3.1943 zugleich Führer der 19. SS-Standarte,
    1.1.1944–1945 SS-Führer beim Stab des SS-Oberabschnitts Fulda-Werra,
    18. 3. 1944 zur Durchführung der Einstellungsformalitäten zum SS-Panzer-Grenadier-Ausbildungs- und Ersatzbataillon 1 (Spreenhagen) einberufen,
    18. 3.1944 vom SS-Panzer-Grenadier-Ausbildungs- und Ersatzbataillon 1 (Spreenhagen) zur SS-Panzer-
    Grenadier-Schule Kienschlag zur informatorischen Dienstleistung und truppenmäßigen Überholung versetzt,
    18. 5.1944 von der SS-Panzer-Grenadier-Schule Kienschlag zur 5. SS-Panzerdivision »Wiking« als Kompanieführer
    versetzt,
    20. 5.1944 mit dem Dienstgrad eines SS-Obersturmführers d.R. in die Waffen-SS übernommen, später im Kriegseinsatz beim SS-Regiment »Westland«,
    30. 1.1945 SS-Hauptsturmführer d.R. der Waffen-SS, zuletzt Stabsoffizier bei der SS-Panzerdivision »Wiking«,
    20. 4.1945 SS-Brigadeführer.


    4.) SS-Dienstgrade :


    26.4.1929 : Mann
    27.8.1931 : Stuf.
    8.2.1932 : Stubaf.
    3.9.1933 : Ostubaf.
    9.11.1933 : Staf.
    15.9.1935 : Oberf.
    20.4.1945 : Brif.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1936, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Lüdtke, Kurt


    1.) Lebensdaten :
    * 18. 9.1898 Naugard


    2.) Ausbildung :
    Oberrealschule, Progymnasium
    Bauernhochschule
    Landwirt


    3.) Biographie :
    Oberrealschule und Progymnasium in Naugard, landwirtschaftliche Ausbildung im väterlichen Betrieb und an der Bauernhochschule in Hellerau,
    18. 11.1916–10. 1.1918 Kriegsdienst im Feldartillerie-Regiment 38 (Stettin),
    10. 1.–Nov. 1918 im Feldartillerie-Regiment 505,
    1. 8.1918 Gefreiter d.R.,
    Nov. 1918–11. 2.1919 im Feldartillerie-Regiment 229,
    11. 2.1919 aus dem Heeresdienst entlassen,
    danach Besitzer eines Bauernhofes in Naugard,
    1925–1928 Stahlhelm,
    1. 10.1928 NSDAP (Nr. 99.704),
    1930 Ortsgruppenleiter der NSDAP in Naugard,
    Juli 1931–1939 Kreisleiter des Kreises Naugard der NSDAP, Gauredner der NSDAP, SA-Sturmführer,
    1. 9.1931 SS-Mann (Nr. 14.531), später aus der SS ausgeschieden,
    Okt. 1931 Mitglied der Landwirtschaftskammer Pommern.
    Sept. 1933–1945 Landesobmann für die bäuerliche Selbstverwaltung in der Landesbauernschaft Pommern,
    9. 3.1936 ehrenamtlicher Mitarbeiter beim Stab des RuSHA,
    9.3.1936–1937 Bauernreferent beim SS-Abschnitt XIII,
    17. 7.1936 erneut in die SS (mit der alten Nr. 14.531) aufgenommen,
    17. 7.1936 SS-Hauptsturmführer (mit Wirkung vom 15. 6. 1936),
    1937–1945 Bauernreferent des SS-Oberabschnitts Ostsee,
    9. 11.1937 SS-Sturmbannführer,
    20. 4.1939 SS-Obersturmbannführer,
    9. 11.1941 SS-Standartenführer.
    Lebte nach dem Krieg in Immensee bei Segeberg, dort noch 1964 wohnhaft.


    4.) SS-Dienstgrade :
    1.9.1931 : Mann
    15.6.1936 : Hstuf.
    9.11.1937 : Stubaf.
    20.4.1939 : Ostubaf.
    9.11.1941 : Staf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1936, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Maierhofer, Franz


    1.) Lebensdaten :
    * 21. 12.1897 Rosenheim
    † 22. 8.1943 bei Charkow (gefallen)


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Volksschullehrer
    Parteifunktionär


    3.) Biographie :
    Volksschule und Präparandenschule in Regensburg,
    21. 9.1914 Kriegsfreiwilliger beim Ersatzbataillon des Bayerischen 11. Infanterie-Regiments,
    28. 11.1914–16. 4.1917 Fronteinsatz im 10. Bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment (Westfront),
    Mai 1915 Unteroffizier d.R.,
    1.8.1916 Leutnant d.R.,
    16. 4.1917–Febr. 1920 in französischer Kriegsgefangenschaft,
    1920–1922 Lehrerseminar in Amberg,
    22. 12.1922 Anstellungsprüfung für den Volksschuldienst,
    1. 4.–31. 12.1924 Hilfslehrer,
    1. 1.1925–1. 11.1932 Anstellung als Volksschullehrer (ab Mai 1930 in Auerbach),
    1925/26 Altreichsflagge,
    16. 4.1927 NSDAP (Nr. 59.524),
    April 1927–Nov. 1929 SA,
    1927–Nov. 1930 Bezirksleiter der NSDAP in Auerbach,
    1929–14. 11.1930 Stellvertretender Gauleiter des Gaus Oberpfalz der NSDAP,
    15. 11.1930–1. 4.1932 Gauleiter des Gaus Oberpfalz der NSDAP,
    1. 4.–17. 8.1932 Gauleiter des Gaus Niederbayern der NSDAP,
    17. 8.1932–19. 1.1933 Gauleiter des Gaus Niederbayern-Oberpfalz der NSDAP,
    1. 11.1932 aus dem öffentlichen Volksschuldienst entlassen.
    Anfang Mai 1933 stellvertretender Leiter des Bildungswesens der früheren Gewerkschaften,
    1933–Febr. 1935 an der Reichsschule Bernau des Reichsschulungsamts der NSDAP,
    1. 11.1933 Eintritt in die SS (Nr. 250.107) als SS-Anwärter,
    Febr. 1935–30. 9.1936 Reichsschulungsbeauftragter und Leiter des Amts für Werbung und Schulung im Hauptamt für
    Volkswohlfahrt der NSDAP (ab 30. 6.1936 beurlaubt),
    13. 5.1935 SS-Mann,
    7.7.1935 SS-Hauptscharführer,
    1. 10.1935–30. 9.1936 Leiter der Reichsschule der NSV in Blumberg bei Berlin,
    9. 11.1935 SS-Sturmbannführer,
    März 1936 und April 1938 erfolglos zur Reichstagswahl vorgeschlagen,
    20. 4.1936 SS-Obersturmbannführer,
    1.5.1937 Leutnant d.R. (mit RDA vom 1. 12.1922),
    1. 10.1937–22. 8.1943 im bayerischen Staatsdienst als Leiter der Referats für Kulturelle Sonderfragen beim Bayerischen Staatsminister für Unterricht und Kultus, Adolf Wagner,
    7.9.1939 zum Kriegsdienst in das Infanterie-Regiment 50 einberufen,
    1. 2.1943 Major d.R. und Bataillonskommandeur.


    4.) SS-Dienstgrade :
    13.5.1935 : Mann
    7.7.1935 : Hscha.
    9.11.1935 : Stubaf.
    20.4.1936 : Ostubaf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: um 1934; Signatur: hoff-2754; Quelle: Historisches Lexikon Bayerns

  • Marrenbach, Otto


    1.) Lebensdaten :
    * 27. 7.1899 Oberbröl bei Waldbröl
    † 10. 8.1974 Oberbröl


    2.) Ausbildung :
    Kaufmann
    Parteifunktionär


    3.) Biographie :
    1914–1917 kaufmännische Lehre,
    1921–1928 bei verschiedenen Firmen der Stahlwaren- und Elektrobranche tätig, u. a. Inhaber (zusammen mit seinem Bruder Fritz Marrenbach) eines Elektrogeschäfts in Brüchermühle (Krs. Waldbröl),
    1. 10.1928 NSDAP (Nr. 1.361),
    1929–Mai 1933 Schriftleiter einer NS-Tageszeitung.
    1. 6.1933 Chefadjutant des Stabsleiters der PO der NSDAP,
    März 1936 erfolglos zur Reichstagswahl vorgeschlagen,
    1936–1945 Leiter des Hauptpersonalamts der DAF,
    1936 Leiter des Hauptpersonalamts der NSDAP,
    1936 Reichshauptamtsleiter der NSDAP,
    30. 1.1937 SA-Standartenführer (OSAF),
    9. 11.1937 SA-Oberführer (OSAF),
    Anfang 1938–1945 Stabsleiter der DAF,
    April/Mai 1940 Leiter der Abteilung »Arbeit und Sozialwesen« beim Reichskommissar für die besetzten
    norwegischen Gebiete (Oslo),
    25. 4.1940 aus der SA entlassen,
    25. 4.1940 als SS-Mann in die Allgemeine SS (Nr. 353.162) aufgenommen,
    25. 4.1940 SS-Oberführer (mit Wirkung vom 20. 4. 1940),
    Mai 1940–1945 Leiter der Dienststelle Berlin des Reichskommissars für die besetzten norwegischen Gebiete,
    1940–1945 Leiter eines »Kriegs-Hauptarbeitsgebietes« (Personal, Organisation,Propaganda, Werkscharen) der DAF, 20. 6.1941 Leiter der Sondergruppe BB (»Der Beauftragte für die Berufsverbände«) in der Chefgruppe
    Wirtschaft des Wirtschaftsstabes Ost,
    4. 2.–11. 5.1942 unter Beibehaltung seiner Dienststellung als Leiter des Hauptpersonalamtes mit der Leitung des Hauptschulungsamtes der NSDAP beauftragt,
    1. 3.1942–1945 Geschäftsführer der DAF,
    11. 5.1942 Hauptdienstleiter der NSDAP,
    3. 12.1942 SS-Brigadeführer (mit Patent vom 9. 11.1942), Oberbefehlsleiter der NSDAP.


    4.) SS-Dienstgrade :
    25.4.1940 : Mann
    20.4.1940 : Oberf.
    9.11.1942 : Brif.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Martin, Peter


    1.) Lebensdaten :
    * 26. 5.1888 Mülheim/Eis (Pfalz)
    † 15. 4.1970 München


    2.) Ausbildung :
    Volksschule, Progymnasium
    Kaufmann
    Verwaltungsbeamter
    Staatsbeamter


    3.) Biographie :
    1894–1898 Volksschule in Mühlheim/Eis,
    1898–1904 Progymnasium in Grünstadt,
    1904–1908 im kaufmännischen Bereich tätig,
    Okt. 1908 Eintritt in das 2. bayerische Feldartillerie-Regiment (Würzburg),
    Juni 1911 als Zahlmeister-Applikant zum 2. Bayerischen Ulanen-Regiment versetzt,
    1914 Unterzahlmeister,
    Juli 1915–Dez. 1917 bei der II. Abteilung des Landwehr-Feldartillerie-Regiments
    6, Jan.–Sept. 1918 bei der Feldintendantur der 6. Landwehrdivision,
    1918 Hilfszahlmeister, Schwerkriegsbeschädigter,
    1920 verabschiedet,
    22. 12.1920 Deutschvölkischer Schutz- und Trutzbund,
    Mai/Juni 1921 NSDAP,
    Juli 1921–1924 Beamter des Versorgungsamts Straßburg-Molzheim in Rastatt,
    1921 Verwaltungssekretär,
    1925–30. 3.1933 Beamter beim Versorgungsamt München-Stadt,
    24. 10.1925 Wiedereintritt in die NSDAP (Nr. 23.046), Blockwart der NSDAP,
    1925–1928 sechs Semester Studium an der Verwaltungsakademie,
    1926 Oberverwaltungssekretär, USchlA-Beisitzer,
    1928–1930 Zellenobmann der NSDAP,
    Herbst 1930 Stellvertreter des Referenten für Kriegsopferversorgung in der Reichsleitung der NSDAP,
    vor 1932 Vorsitzender der Zweiggruppe Bayern des deutschen Zahlmeister-Bundes und Vorsitzender des Beamtenausschusses des Versorgungsamts München-Stadt,
    1932/33 Stellvertretender Leiter und Stabsleiter der NSKOV bei der PO der Reichsleitung der NSDAP.
    13. 3.1933 Antrag an den Vorsitzenden des Reichs-USchlA der NSDAP, Walter Buch, auf Einleitung eines USchlA-Verfahrens wegen Nichtaufstellung als Reichstagskandidat,
    April 1933 als Referent und Verbindungsmann der NSKOV in das Reichs- und Preußische Arbeitsministerium berufen, jedoch wenig später infolge eines Zerwürfnisses mit dem Reichskriegsopferführer Hanns Oberlindober
    als Verbindungsmann der NSKOV ausgeschieden,
    12. 4.1933 Verwaltungsoberinspektor,
    am 5.8.1933 vom Stellvertreter des Führers übernommen,
    5.8.1933 Vertrauensund Verbindungsmann der NSDAP für Personalfragen im Reichs- und Preußischen Arbeitsministerium,
    14. 8.1933 Ministerialamtmann,
    17. 11.1933 Regierungsrat,
    1933 in die NS-Beamtenabteilung der Reichsleitung der NSDAP berufen,
    1.1.1934 Eintritt in den RDB/Fachschaft 7 »Reichsverwaltungsbeamte«,
    1934 Reichstellenleiter und Leiter der Hauptstellen 8 und 14 im Hauptamt für Beamte der NSDAP (Reichsfachschaftsleiter der Fachschaft Beamte der Körperschaften des öffentlichen Rechts) und zugleich Reichssachbearbeiter für die Fachschaften 8 und 14 im RDB, Reichsredner der NSDAP,
    14. 9.1934 Reichsbeauftragter des Reichsarbeitsministers für den Reichsverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen
    (mit Wirkung vom 1.9. 1934),
    25. 1.1935 Oberregierungsrat,
    16. 3.1936 SS (Nr. 276.213),
    16. 3.1936 SS-Hauptsturmführer (mit Wirkung vom 11. 3. 1936),
    März 1936 und April 1938 erfolglos zur Reichstagswahl vorgeschlagen,
    25. 4.1936 zur ehrenamtlichen Mitarbeit dem Versorgungs-und Fürsorgeamt-SS zugeteilt,
    30. 10.1936 Antrag des Berliner Stellvertretenden Gauleiters Artur Görlitzer auf Eröffnung eines Parteigerichtsverfahrens beim Gaugericht Berlin der NSDAP »mit dem Ziele des Ausschlusses aus der Partei«, später infolge von Martins Zugehörigkeit zur Reichsleitung der NSDAP an das Oberste Parteigericht der NSDAP abgegeben,
    17. 11.1936 SS-Sturmbannführer (mit Wirkung vom 9. 11. 1936),
    14. 12.1936 SS-Obersturmbannführer (mit Wirkung vom 1. 1. 1937),
    4. 2.1937 Einleitung eines SS-Disziplinarverfahrens wegen parteischädigenden Verhaltens (9. 8.1937 eingestellt),
    24.7.1937 Einstellung des Parteigerichtsverfahrens durch die 2. Kammer des Obersten Parteigerichts der NSDAP,
    30. 9.1937–April 1939 ehrenamtlicher Leiter des Reichsverbands der Ortskrankenkassen (Körperschaft des öffentlichen Rechts in Berlin), Mitglied des Internationalen Ausschusses der Sozialversicherungsfachleute,
    Okt. 1938 »bis auf weiteres zum Reichskommissar für die sudetendeutschen Gebiete zum Aufbau der Abt. Arbeit abgeordnet«,
    Okt. 1938–April 1939 Leiter der Abteilung Arbeit beim Reichskommissar für die sudetendeutschen Gebiete (Reichenberg),
    Okt.1938 Beauftragter des Reichsbeamtenführers im Sudetengau,
    9. 11.1938 SS-Standartenführer,
    1. 9.1943 Ministerialrat beim Rechnungshof des Deutschen Reiches in Potsdam.


    4.) SS-Dienstgrade :
    11.3.1936 : Hstuf.
    9.11.1936 : Stubaf.
    1.1.1937 : Ostubaf.
    9.11.1938 : Staf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1932, oder früher; Signatur: unbekannt
    Quelle: Reichstagshandbuch 1932/7

  • Marx, Adolf


    1.) Lebensdaten :
    * 21. 1.1898 Köln
    † 22. 7.1977 Mechernich


    2.) Ausbildung :
    Oberrealschule
    Schlosser


    3.) Biographie :
    Oberrealschule,
    Lehre als Schlosser und Maschinenbauer im väterlichen Geschäft,
    Kriegsdienst,
    zwei Semester Maschinenbauschule,
    danach Schlosser in Köln-Müngersdorf,
    1929 NSDAP (Nr. 123.356).
    1933 Stadtverordneter in Köln,
    1.4.1933–31. 1.1934 Führer der 58. SS-Standarte (Köln),
    1933 SS-Sturmbannführer1.


    4.) SS-Dienstgrade :
    1933 : Stubaf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1934, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Matthiessen, Martin Jürgen


    1.) Lebensdaten :
    * 26. 2.1901 Wesselburner Koog bei Wesselburen
    † 14. 5.1990 Meldorf


    2.) Ausbildung :
    Volks-und Mittelschule
    Landwirt
    Parteifunktionär


    3.) Biographie :
    1907–1912 Volksschule in Wesselburnerkoog,
    1912–1917 Mittelschule in Wesselburen,
    1917–Herbst 1919 landwirtschaftliche Ausbildung auf dem väterlichen Hof und anderen Höfen in Holstein,
    Herbst 1919–Frühjahr 1920 Besuch der Landwirtschaftlichen Winterschule in Heida,
    April 1921–1923 Wirtschafter auf dem Gut Kaden b. Ulsburg,
    1923–1928 Pächter eines größeren Bauernhofes in Schülp b. Wesselburen,
    1.7.1928 NSDAP (Nr. 92.345),
    1. 11.1928–1.6.1929 Ortsgruppenleiter der NSDAP in Wesselburen,
    1. 11.1928 SA,
    Frühjahr 1929 Hofbesitzer (später »Erbhofbauer«) in Auhof (Holstein),
    1. 6.1929–1938 Kreisleiter des Kreises Süder-Dithmarschen der NSDAP, später zugleich Kreisleiter des Kreises Norder-Dithmarschen der NSDAP,
    1929 Gauredner der NSDAP,
    1929–1938 Fachberater für Siedlungsangelegenheiten bei der Gauleitung Schleswig-Holstein der NSDAP,
    Okt. 1929 Mitglied des Kreistags und Mitglied des Kreisausschusses des Kreises Süddithmarschen,
    Nov. 1929 Stadtverordneter in Meldorf,
    1. 11.1930 Austritt aus der SA, Vorsitzender der Siedlerfachgruppe Süder-Dithmarschen, Mitglied des Siedlungsausschusses des Reichslandbundes (Berlin).
    Mai 1933 Staatskommissar für die Schleswig-Holsteinische Landwirtschaftskammer in Kiel,
    Mai 1933–nach 1940 Landesobmann der Landesbauernschaft Schleswig-Holstein,
    ab Sept. 1933 zugleich Landeshauptabteilungsleiter II der Landesbauernschaft Schleswig-Holstein,
    1933–Aug. 1938 ehrenamtlicher Leiter der Siedlungsabteilung der Landesbauernschaft Schleswig-Holstein,
    1933 Mitglied des Reichsbauernrats auf Lebenszeit,
    13. 10.1933 Leiter der Landwirtschaftskammer in Kiel, Bauernreferent (m.d.W.d.G.b.) bei der 53. SS-Standarte,
    30. 11.1935 SS-Bewerber,
    26.8.1936 SS-Anwärter,
    26.10.1936 Aufnahme in die SS (Nr. 277.130) als SS-Mann,
    26. 10.1936 SS-Sturmbannführer (mit Wirkung vom 14. 5. 1936),
    12. 5.1938 Gefreiter d.R.,
    20. 4.1938 SS-Obersturmbannführer,
    Aug. 1938–Herbst 1943 kommissarischer Landesbauernführer der Landesbauernschaft Westfalen,
    20. 4.1939 SS-Standartenführer,
    20. 4.1941 SS-Oberführer,
    17. 6.1941 als Kriegsverwaltungsvizechef zur Wehrmacht einberufen,
    Juni 1941 Stellvertreter des Chefs der Kriegsverwaltung bei der Wirtschaftsinspektion Nord (UdSSR),
    Nov. 1941–1944 Leiter der Abteilung Landwirtschaft beim Reichskommissar für das Ostland (Riga), Chef
    der Agrarverwaltung (Chefgruppe LA im RKO),
    1942–1944 zugleich Leiter der Hauptabteilung Wirtschaft beim Reichskommissar für das Ostland, Vorsitzender des Verwaltungsrats der Landbewirtschaftungsgesellschaft Ostland GmbH, Oberbereichsleiter der NSDAP.
    Mai 1945–März 1948 Kriegsgefangenschaft und Internierung, danach in Meldorf wohnhaft (1965),
    1968 Einleitung eines Strafverfahrens (1971 eingestellt).


    4.) SS-Dienstgrade :
    26.10.1936 : Mann
    14.5.1936 : Stubaf.
    20.4.1938 : Ostubaf.
    20.4.1939 : Staf.
    20.4.1941 : Oberf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Maurice, Emil


    1.) Lebensdaten :
    * 19. 1.1897 Westermoor
    † 6.2.1972 Starnberg


    2.) Ausbildung :
    Realschule
    Uhrmacher
    Angestellter


    3.) Biographie :
    bis 1913 Realschule,
    14. 1.1914–1. 10.1917 Uhrmacherlehre in Gettort,
    Sept. 1917 Lehrprüfung,
    2. 10.–30. 11.1917 Uhrmachergehilfe in München,
    1. 12.1917–25. 1.1919 Kriegsdienst beim 1. Feldartillerie-Regiment »Prinzregent Luitpold« als Kanonier,
    1. 2.1919–Aug. 1921 wieder als Uhrmacher in München tätig,
    1. 5.–1. 9.1919 Freikorps Oberland (München),
    1919/20 Freiwilliger im Infanterie-Regiment 5 (Einwohnerwehr),
    1. 12.1919 DAP (Nr. 594),
    1. 12.1919 »Ordnungsmann« (Nr.8) der DAP, Duz-Freund von Adolf Hitler,
    12. 11.1920–1921 Organisator und Führer der Turn- und Sportabteilung der NSDAP (spätere SA),
    1921 als Angehöriger des Bundes Oberland beim Grenzschutz in Oberschlesien,
    1921 SA,
    1921–Nov. 1923 Fahrer Hitlers,
    März–Mai 1923 Mitglied der Stabswache Hitlers,
    Mai–Nov. 1923 Mitglied des Stoßtrupps Hitler (spätere SS),
    1923 Teilnahme am Hitler-Putsch in München,
    28. 4.1924 Verurteilung zu 9 Monaten Festungshaft, zusammen mit Hitler in Landsberg inhaftiert, dort Hitlers Sekretär
    (Vorgänger von Rudolf Heß) und Putzer,
    27. 1.1925 aus der Haft entlassen,
    27. 1.1925–Dez. 1927 Chauffeur Hitlers,
    1925 erneut Mitglied der Stabswache Hitlers, 7.1.
    1926 offizielle Wiederaufnahme in die
    NSDAP (Nr. 39),
    1926 SS (Nr.2),
    1926/27 Inspekteur der SS,
    Dez. 1927 Ende der Freundschaft mit Hitler,
    1928–1945 selbständiger Uhrmacher und Kaufmann (Elektrogeräte) in München,
    April 1928 Klage gegen Hitler auf Lohnfortzahlung von 3.000 RM beim Arbeitsgericht München.
    April 1933–1. 10.1935 Stadtrat in München,
    4. 5.1933 SS-Sturmbannführer,
    9. 11.1933 SS-Obersturmbannführer,
    1. 7.1934 SS-Standartenführer,
    1. 10.1935–1945 Ratsherr der Hauptstadt der Bewegung München, Bayerischer Staatsrat,
    1.1.1936–1945 Stellvertreter des Reichshandwerkermeisters in der Hauptstadt der Bewegung München,
    20. 9.1936 (bis 1. 1.1937 kommissarischer) Landeshandwerksmeister von Bayern, Bayerischer Landeshandwerksmeister,
    1. 4.1937–1945 Vorsitzender der Handwerkskammer für München und Oberbayern,
    30. 1.1939 SS-Oberführer,
    1. 1.–1. 10.1940 als Oberleutnant d.R. zur Luftwaffe eingezogen,
    1943–1945 Vizepräsident der Gauwirtschaftskammer München-Oberbayern und Leiter der Handwerksabteilung
    in der Gauwirtschaftskammer München-Oberbayern,
    Mai 1943–1945 Gauhandwerksmeister für den Gau München-Oberbayern.
    25. 5.1945–3.6.1948 in amerikanischer Internierungshaft,
    1948 in einem Entnazifizierungsverfahren zu 4 Jahren Arbeitslager verurteilt, danach wieder im Uhrmacherhandwerk tätig.


    Aktennotiz Himmlers vom 31. 8. 1935:
    »1.) SS-Standartenführer Emil Maurice ist gemäß seiner Ahnentafel ohne Zweifel nicht arischer Abstammung.
    2.) Ich habe gelegentlich der Verheiratung des SS-Standartenführers Maurice, bei der er die Ahnentafel vorlegen mußte, dem Führer meinen Standpunkt vorgetragen, nämlich, dass ich der Ansicht wäre, Maurice müsse aus der SS ausscheiden.
    3.) Der Führer entschied, dass in diesem einzigen Ausnahmefall Maurice, da er sein allererster Begleiter war und er und seine Brüder und die ganze Familie Maurice in den ersten, allerschwersten Monaten und Jahren der Bewegung mit seltener Tapferkeit und Treue dienten, in der SS verbleiben könne.
    4.) Ich bestimme, dass weder Maurice in das Sippenbuch der SS aufgenommen wird, noch dass irgendein Nachkomme der Familie Maurice in die SS aufgenommen werden kann.
    5.) Von dieser Niederschrift erhält der Chef des Rasse-und Siedlungshauptamtes ein Exemplar zu seiner Kenntnis mit der Bitte der strengst vertraulichen Behandlung, es ist lediglich der Chef des Sippenamtes mit einzubeziehen.
    6.) Ich stelle für mich und alle meine Nachfolger als Reichsführer SS fest, dass lediglich Adolf Hitler selbst das Recht hat, auch für die SS eine Ausnahme in blutlicher Hinsicht zu bestimmen. Kein Reichsführer SS“


    4.) SS-Dienstgrade :
    4.5.1933 : Stubaf.
    9.11.1933 : Ostubaf.
    1.7.1934 : Staf.
    30.1.1939 : Oberf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: unbekannt; Signatur: BArch 146-1980-073-19A

  • Meckel, Rudolf, Dr.



    1.) Lebensdaten :
    * 20. 7.1910 Olmütz (Mähren),
    †26. 8.1975 in Schweden


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Realschule
    Abitur
    Studium der Naturwissenschaften


    3) Biographie :
    1917–1922 Volksschule in Olmütz,
    1922–1929 Realschule in Olmütz,
    1926–1929 Mitglied des NS-Jugendverbands in Olmütz und Bärn (Nordmähren),
    24. 6.1929 Abitur,
    1929–1935 Studium an der naturwissenschaftlichen Fakultät der Deutschen Universität Prag,
    1929 NSDStB (Prag),
    1930 Organisation Volkssport (VS, entspricht der deutschen SA), 1930–1932 VS-Führer in Prag,
    1932 im Zuge des sog. »Volkssportverfahrens « (Auflösung des VS) für mehrere Wochen in Untersuchungshaft (Einzelhaft) des Kreisgerichts Prag-Pankraz genommen,
    10. 11.1932 Turnlehrer-Prüfung,
    1932–1934 Assistent eines Fechtmeisters an der Deutschen Hochschulzentrale für Körperliche Erziehung in Prag,
    1934 Fechtlehrer an der Deutschen Hochschulzentrale für Körperliche Erziehung in Prag (Sommersemester 1938: fast 200 Schüler),
    12. 10.1934 Fachprüfung in Geographie für das Lehramt an Mittelschulen,
    1934/35 Neugründung der NS-Studentenorganisationen in Prag und Brünn, Führer des illegalen Kreises IX des NSDStB,
    4.3.1935 Promotion an der Deutschen Universität Prag,
    1938 Gründer des Sudetendeutschen Studentenbundes.
    14. 10.1938 Generalbeauftragter des Stillhaltekommissars für studentische Organisationen in den sudetendeutschen Gebieten,
    Dez. 1938 erfolglos zur Reichstags-Ergänzungswahl vorgeschlagen,
    15. 1.1939 Führer der Deutschen Studentenschaft Prag und Brünn (Gaustudentenführer),
    30. 1.1939 Eintritt in die SS (Nr. 430.783) als SS-Mann,
    30. 1.1939 SS-Hauptsturmführer,
    30. 1.1939–1945 ehrenamtlicher SS-Führer im SD-Hauptamt (ab 1. 10.1939 RSHA),
    16. 3.1939 SS-Sturmbannführer,
    März 1939–1945 Gaustudentenführer Sudetenland und im Reichsprotektorat Böhmen-Mähren (Prag),
    März 1940–1941 Kriegsdienst als Freiwilliger bei der Fallschirmtruppe,
    April 1941–1945 Referent für Volkstum bei der Deutschen Gesandtschaft in Budapest.


    4.) SS-Dienstgrade :
    30.01.1939 SS-Hauptsturmführer
    16.03.1939 SS-Sturmbannführer


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
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    Gruß, westermann

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