Personenverzeichnis

  • Hinkel, Hans


    1.) Lebensdaten :
    * 22. 6.1900 Worms
    †8.2.1960 Göttingen


    2.) Ausbildung :
    Oberrealschule
    Studium der Staatswissenschaft und Philosophie (ohne Abschluß)
    hauptamtlicher Parteifunktionär


    3.) Biographie :
    1919 Abitur an der Oberrealschule inWorms,
    1919/20 Studium der Staatswissenschaft und Philosophie an der Universität Bonn,
    1919 Burschenschaft Sugambria,
    1920–1923 Fortsetzung des Studiums an der Universität München (ohne Abschluß), zudem tätig als Werkstudent
    und Wechselbeamter in einem Bankkiosk des Münchener Hauptbahnhofs,
    1920–1923 Freikorps Oberland,
    4. 10.1921 NSDAP (Nr. 287),
    1923 Teilnahme am Widerstand im Rhein- und Ruhrgebiet, 12. 3.
    1923 Ausweisung aus dem Rheinland durch die französischen Besatzungsbehörden, in Abwesenheit zu 8 Jahren Haft verurteilt,
    1923 Teilnahme am Hitler-Putsch,
    1924/25 Völkisch-Sozialer Block,
    1924/25 Hauptschriftleiter der »Oberbayerischen Tageszeitung«, Verleger und Schriftleiter der »Vilsbiburger Nachrichten, Zeitung für nationale und soziale Politik«,
    1925/26 Hauptschriftleiter der »Völkischen Innwacht«,
    1925 Wiedereintritt in die NSDAP (Nr. 4.686),
    1927/28 Gaugeschäftsführer der Gauleitung Hessen-Nassau-Nord der NSDAP (Kassel),
    1928 Reichsredner der NSDAP,
    1928–1930 Miteigentümer des Kampf-Verlags, Berlin, und Schriftleiter der im Kampf-Verlag erscheinenden NS-Zeitungen,
    1930 (kurzzeitig) Leiter des Angriff-Verlags,
    1930–1933 Gauführer der Gruppe Berlin des KfdK und Landesleiter des KfdK in Preußen sowie Mitglied der Reichsleitung des KfdK,
    1930 Propagandaobmann (Presseobmann) der NSDAP-Reichstagsfraktion,
    1. 10.1930–Ende 1932 Schriftleiter der Berliner Ausgabe des »Völkischen Beobachters«,
    1931SS (Nr. 9.148),
    Herbst 1931–März 1933 Gaupressewart und Leiter des Gaupresseamtes des Gaus Groß-Berlin der NSDAP, zugleich
    Geschäftsführer der NS-Zeitung »Der Angriff«, Herausgeber der Zeitschrift »Deutsche Kulturwacht«.
    30. 1.1933–1935 Staatskommissar z.b.V. im Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung, April 1933–1945 Präsident der Gesellschaft für Deutsche Kultur e.V.,
    22. 4.1933 Vorsitzender des Bühnenvolksbundes,
    25. 4.1933 Mitglied des Vorstands des deutschen PEN-Clubs,
    Mai 1933–Febr. 1934 Reichsorganisationsleiter des KfdK,
    Sommer 1933 Vorsitzender des Amtlichen Preußischen Theaterausschusses und Beauftragter des Preußischen Ministerpräsidenten für die Preußischen Theater,
    1933–31. 12.1936 Mitglied des Altherrenbundes der Berliner Burschenschaft Semmonia e.V.,
    Febr. 1934–Juni 1937 Mitglied der NS-Kulturgemeinde, Mitglied der Gesellschaft Deutsche Literatur,
    Mai 1935–April 1938 Reichskulturwalter und Geschäftsführer der Reichskulturkammer,
    26. 7.1935–1.4.1938 Sonderbeauftragter für die Überwachung der geistig und kulturell tätigen Juden und Nichtarier
    im deutschen Reichsgebiet (Sonderreferat »Reichskulturwalter Hinkel«),
    15. 9.1935 SS-Sturmbannführer,
    15. 11.1935 Mitglied des Reichskultursenats (unter offizieller Verleihung der Bezeichnung »Reichskulturwalter«),
    30. 12.1935 SS-Obersturmbannführer,
    20. 4.1936 SS-Standartenführer,
    30. 1.1937 SS-Oberführer,
    1. 4.1938–Mai 1941 Leiter der Abteilung II A (Kulturelle Betätigung von Nichtariern, sog. »Judenreferat«,
    ab 1940 Abteilung BeKa: Besondere Kulturangelegenheiten) im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda,
    Febr. 1939 zeitweilig kommissarischer Leiter der Abteilung Schrifttum im Reichsministerium für Volksaufklärung
    und Propaganda,
    1939–1945 Stellvertretender Präsident der Kameradschaft der deutschen Künstler e.V.,
    Okt. 1940 Ministerialdirigent,
    9. 11.1940 SS-Brigadeführer,
    30. 4.1941–1.5.1944 Generalsekretär der Reichskulturkammer,
    28. 5.1941 zugleich Generalreferent für Reichskulturkammersachen,
    Juni 1941 Ministerialdirektor,
    Sept. 1941 Sondertreuhänder der Arbeit für die kulturschaffenden Berufe,
    Dez. 1942 Chef des Unterhaltungsprogramms im Rundfunk,
    20. 4.1943 SS-Gruppenführer i. St. d. RFSS,
    30. 6.1944–1945 Reichsfilmintendant und Leiter der Abteilung V (Film) im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, zugleich Vizepräsident der Reichskulturkammer.
    1945–1947 in amerikanischer Haft in Dachau,
    1947 wegen Konfiszierung und Verschleppung polnischer Kulturgüter an Polen ausgeliefert,
    1949 von der Münchener Hauptkammer in Abwesenheit in die Gruppe der »Hauptschuldigen« eingestuft,
    3.4.1952 aus dem Gefängnis Warschau-Mokotov entlassen und in die BRD abgeschoben.


    4.) SS-Dienstgrade :
    15.9.1935 : Stubaf.
    30.12.1935 : Ostubaf.
    20.4.1936 : Staf.
    30.1.1937 : Oberf.
    9.11.1940 : Brif.
    20.4.1943 : Gruf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1939; Signatur: BArch 183-S70002

  • Hintze, Kurt Gustav Ernst


    1.) Lebensdaten :
    *8. 10.1901 Fehrbellin,
    †13. 11.1944 Kattowitz


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Arbeiter
    hauptamtlicher Parteifunktionär


    3.) Biographie :
    1907–1915 Volksschule,
    1915–1918 als ungelernter Arbeiter in Munitionsfabriken tätig,
    1918–Aug. 1932 Landarbeiter in Brüsenhagen,
    1921/22 DsP,
    1922 Arbeitsgemeinschaft Roßbach (Freikorps, Mecklenburg),
    Juni/Juli 1923 Schwarze Reichswehr (Fort Haneberg),
    1. 12.1923–1.4.1925 erneut Arbeitsgemeinschaft Roßbach, später Frontbann Ostsee, Redner der NSFP,
    1.9.1928 NSDAP (Nr. 98.200) und SA,
    1.9.1928 SA-Mann im Sturm 8 der SA-Standarte VII, Gausturm Berlin-Brandenburg,
    1. 10.1928 SA-Scharführer,
    1929–Aug. 1932 Deputatarbeiter auf dem Bauerngut Walter Reeder in Brüsenhagen,
    Mai 1929–Juli 1930 Ortsgruppenleiter der Ortsgruppe Dossow (Krs. Ostprignitz) der NSDAP, später zeitweise auch Bezirksleiter der NSDAP der Ostprignitz,
    1929/30 Mitglied des Grundvermögenssteuer-Ausschusses für den Bezirk Wittstock,
    1. 10.1929 SA-Truppführer,
    18. 6.1931 SA-Sturmführer,
    18. 6.–15. 12.1931 Sturmführer des 8. Sturms der SA-Standarte VII,
    15. 12.1931–1.7.1932 Sturmbannführer des Sturmbanns V der SA-Standarte 39 (Kyritz),
    1. 7.1932–24. 4.1933 beauftragt mit der kommissarischen Führung der SA-Standarte 39 »Ostpriegnitz«,
    9. 9.1932 SA-Sturmbannführer.
    24. 4.–20. 8.1933 beauftragt mit der kommissarischen Führung der SA-Standarte 224 »Brandenburg-West«,
    20. 8.1933 Übernahme in den hauptamtlichen Dienst der SA,
    20. 8.–1. 12.1933 in den Stab der Reichsführerschule München kommandiert,
    1. 12.1933 zur Reichsführerschule versetzt,
    1. 12.1933–15. 9.1934 Abteilungsleiter (Hausverwaltung) und Referent im Stab der Reichsführerschule München,
    15. 9.1934 zur SA-Gruppe Pommern zur Einteilung versetzt,
    30. 9.1934–30. 11.1936 (bis 20. 4.1935 kommissarischer) Führer der SA-Brigade 7 »Grenzland-Mitte« (Neustettin/Pomm.),
    9. 11.1934 SA-Obersturmbannführer,
    20. 4.1935 SA-Standartenführer,
    7.8.1935–18. 4.1936 zugleich beauftragt mit der kommissarischen Führung der SA-Brigade 107 (Stolp),
    9. 11.1935 SA-Oberführer,
    29. 5.1936 ordentliches Mitglied des Landesbauernrats der Landesbauernschaft Pommern,
    29. 5.1936 Mitglied des Reichsbauernthings,
    30. 11. 1936 auf eigenen Antrag aus gesundheitlichen Gründen aus dem hauptamtlichen SA-Dienst ausgeschieden,
    1. 12.1936–18. 3.1937 SA-Führer z.V. der SA-Gruppe Pommern,
    15. 1.–31. 7.1937 (hauptamtlicher) Reichsfachgruppenwalter der Fachgruppe Obst, Gemüse, Konserven der Reichsbetriebsgemeinschaft I »Nahrung und Genuß« der DAF,
    18. 3.1937 versetzt zur SA-Gruppe Berlin-Brandenburg,
    18. 3.–30. 6.1937 SA-Führer z.V. der SA-Brigade 30,
    1. 7.1937 Übertritt von der SA zur SS (Nr. 282.066) als SS-Anwärter,
    1. 7.1937 SS-Mann,
    1.7.1937 SS-Oberführer (mit Patent vom 9. 11. 1935),
    1. 8.–1. 10.1937 kommandiert zum SS-Oberabschnitt Nordost (Königsberg),
    1. 10.1937–1.2.1940 Führer des SS-Abschnitts XI (Koblenz), Mitglied der Arbeitskammer des Gaus Koblenz-Trier,Mitglied des Landesbauernrats der Landesbauernschaft Rheinland,
    2. 11.1939–1.2.1940 abkommandiert als SS- und Selbstschutzführer im Generalgouvernement, zugleich SS-Führer für
    Flüchtlingsaufgaben beim Höheren SS- und Polizeiführer Ost (Krakau),
    1. 2.1940–1. 4.1941 Führer des SS-Abschnitts XXXXI (Thorn),
    5. 9.1940 zur Waffen-SS einberufen,
    5. 9.1940 SS-Untersturmführer d.R. der Waffen-SS,
    5. 9.–1. 11.1940 Führer der 1. Nachschub-Kolonne der Leibstandarte-SS »Adolf Hitler«,
    1. 11.1940 SS-Obersturmführer d.R. der Waffen-SS,
    1. 11.1940 aus der Waffen-SS entlassen und in die Reserve I der Waffen-SS überführt,
    10. 1.–1. 4.1941 kommandiert zum Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums (13. 1.1941 Dienstantritt),
    21. 1.–1. 4.1941 Leiter des Ansiedlungsstabs Altreich/Ostmark beim RKF,
    1.4.1941–8. 4.1944 Chef des Amtes II (Arbeitseinsatz) im Stabshauptamt RKF,
    Okt.–Dez. 1941 Leiter der Aussiedlung der Slowenen aus dem Raner-Dreieck,
    30. 1.1942 SS-Brigadeführer,
    13. 11.1943–21. 2.1944 abkommandiert als Sonderbeauftragter des RFSS für den Truppenübungsplatz Kurmark bei Lübben,
    21. 2.–8. 4.1944 »zur Durchführung einer großen Aushebungsaktion in Litauen« zum Höheren SS- und Polizeiführer Ostland kommandiert, zeitweise dessen Vertreter,
    21. 2.1944 Berechtigung, »die Achselstücke eines Generalmajors der Polizei zu tragen«,
    8. 4.–15. 9.1944 SS-und Polizeiführer in Litauen (Kauen),
    15. 9.–13. 11.1944 abkommandiert als Beauftragter des Reichsverteidigungskommissars Oberschlesien beim Festungsbaustab Oberschlesien (Kattowitz), als solcher Führer im Stab des SS-Oberabschnitts Südost (Breslau) und Verbindungsführer des Höheren SS- und Polizeiführers Südost zu Gauleiter Fritz Bracht, Mitglied der DAF, der NSV und der Deutschen Rettungsgesellschaft Schiff brüchiger aus Seenot,
    13. 11.1944 bei einem Bombenangriff auf Kattowitz ums Leben gekommen.


    4.) SS-Dienstgrade :
    1.7.1937 : Oberf.
    30.1.1942 : Brif.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild :Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Hinz, Henry


    1.) Lebensdaten :
    * 12. 3.1904 Berlin
    † unbekannt


    2.) Ausbildung :
    Volks-u. Gewerbeschule
    Elektriker


    3.) Biographie :
    Volksschule,
    Gewerbeschule,
    Elektriker bei den Hamburger Elektrizitätswerken in Hamburg-Bahrenfeld,
    20. 7.1925 NSDAP (Nr. 11.350),
    28. 7.1926 SA.
    1. 4.1933 Übertritt von der SA zur SS (Nr. 72.207),
    20. 4.1937 SS-Untersturmführer,
    20. 4.1937–1945 SS-Führer in der 4. SS-Standarte (Altona),
    20. 4.1939 SS-Obersturmführer,
    26. 8.1939–18. 6.1941 Kriegsdienst bei der Wehrmacht, zuletzt Unteroffizier d.R.,
    30. 1.1943 SS-Hauptsturmführer.


    4.) SS-Dienstgrade :
    20.4.1937 : Ustuf.
    20.4.1939 : Ostuf.
    30.1.1943 : Hstuf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
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  • Hölzel, Max


    1.) Lebensdaten :
    * 29. 6.1906 Lichtenegg/Bez.Wels
    †21. 12.1941 Kaluga/Rußl. (gefallen)


    2.) Ausbildung :
    Volks-u. Bürgerschule
    Schuhmacherlehre
    Polizist


    3.) Biographie :
    1913–1920 Volks- und Bürgerschule in Wels,
    dann Lehrausbildung zum Schuhmacher,
    2. 3.1925–30. 6.1929 Wehrdienst im österreichischen Alpenjäger-Regiment Nr. 8 (Wels), zuletzt Korporal,
    1.7.1929–25. 7.1934 Wachtmeister bei der Sicherheitswache (Schutzpolizei) in Wien,
    Juni 1933 NSDAP,
    25. 7.1934 Teilnahme am NS-Putsch in Wien und noch am gleichen Tag verhaftet,
    6. 9.1934 vom Militärgericht Wien zum Tode durch den Strang verurteilt, dann zu lebenslänglichem Kerker begnadigt, 1. 11.1937 Aufnahme in die SS (Nr. 310.494),
    18. 2.1938 amnestiert und aus der Strafanstalt Stein/Donau entlassen.
    1938 Eintritt in den Polizeidienst bei der Polizeiverwaltung Wien/Geheime Staatspolizei als Polizeioberwachtmeister, bei der Stapo-Leitstelle Wien beschäftigt,
    1938 SS-Untersturmführer, SS-Führer in der SS-Stammabteilung
    34, 5. 9.1938 Oberleutnant der Schutzpolizei (mit Wirkung vom 1.9. 1938),
    5. 9.1939 (mit Wirkung vom 1.9. 1938) von der Polizeiverwaltung Wien zur Schutzpolizei der Polizeiverwaltung
    München versetzt,
    3. 11.1938–30. 3.1939 abgeordnet zum 10. Offiziersanwärter-Lehrgang an der Polizeischule Fürstenfeldbruck,
    1. 12.1938 SS-Obersturmführer (mit Wirkung vom 9. 11. 1938),
    6. 11.1939 Hauptmann der Schutzpolizei (mit RDA vom 9. 11. 1939), später Kriegsdienst.


    4.) SS-Dienstgrade :
    1938 : Ustuf.
    9.11.1938 : Ostuf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild :Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Hoffmann, Albert


    1.) Lebensdaten :
    * 24. 10.1907 Bremen,
    †26. 8.1972 Heiligenrode bei Bremen


    2.) Ausbildung :
    Volks-, Real- und Handelsschule
    Rohtabak-Kaufmann
    Hauptamtlicher Parteifunktionär


    3.) Biographie :
    Volksschule,
    Realschule und Handelsschule in Bremen,
    Ausbildung zum Rohtabak-Kaufmann in Bremen,
    1923–1925 Reichskriegsflagge,
    27. 7.1926 NSDAP (Nr. 41.165), nach eigenen Angaben bereits vor dieser Zeit politische Tätigkeit und
    1925 Mitbegründer der Bremer SA sowie anschließend in der Kreisleitung Bremen der NSDAP,
    1927/28 kaufmännischer Volontär in einem Tabakhaus in Amsterdam,
    1928–30. 6.1933 als Vertreter für verschiedene Tabakhäuser in Deutschland und den angrenzenden Ländern tätig.
    März 1933 Freistellung für NSDAP-Arbeit in Bremen,
    1.4.1933–19. 8.1934 Kreispropagandaleiter in der Kreisleitung Bremen der NSDAP,
    1. 7.1933 Übernahme als hauptamtlicher Politischer Leiter,
    1. 7.1933–19. 8.1934 als Stellvertretender Kreisleiter zugleich Organisationsleiter, Presse- und Personalamtsleiter in der Kreisleitung Bremen der NSDAP,
    Sommer 1934 Austritt aus der SA,
    20. 8.1934 in den Stab des Stellvertreters des Führers nach München berufen, dort bis
    Jan. 1941 Reichsamtsleiter und Leiter der Abteilung II A (Allgemeine Organisationsangelegenheiten der Partei, sozial-, wirtschafts-, verkehrs- und agrarpolitische Parteiangelegenheiten, Verbindungsstelle zu den Hauptämtern und den Parteigliederungen, ab 1938 auch Volkstumspolitik),
    9. 11.1936 SS (Nr. 278.225),
    9. 11.1936 SS-Obersturmführer,
    30. 1.1938 SS-Sturmbannführer,
    März 1938–1940 Stillhaltekommissar für Verbände und Organisationen im Stab des Reichskommissars für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich (Wien),
    11. 10.1938–31. 3.1939 Beauftragter des Stellvertreters des Führers für den Parteiaufbau im Stab des Reichskommissars für die sudetendeutschen Gebiete,
    14.10.1938–Sommer 1940 Stillhaltekommissar für Organisationen im Sudetengau,
    15. 3.1939 SS-Obersturmbannführer im SD-Hauptamt (RSHA),
    20. 4.1939 SS-Standartenführer,
    März 1939–Sommer 1940 Stillhaltekommissar für Organisationen und Vereine im Protektorat Böhmen und Mähren,
    1. 9.–25. 11.1939 Kriegseinsatz als Unteroffizier d.R. in einer Gebirgsjäger-Kradschützen-Schwadron der 1. Gebirgsjäger-Division (Polen),
    April 1940 Hauptamtsleiter in der Reichsleitung der NSDAP (Oberdienstleiter),
    ab Februar 1941 (20. 4.1941 offizielle Amtseinführung) Stellvertretender Gauleiter des Gaus Oberschlesien der NSDAP (Hauptdienstleiter), Gauobmann der DAF-Gauwaltung Oberschlesien, Gauwirtschaftsberater in Oberschlesien, Vorsitzender der Neuen Heimat in Kattowitz, zugleich »Beauftragter des Gauleiters für das Siedlungs- und Modernisierungsprogramm Auschwitz«, leitendes Mitglied der Arbeitskammer für Oberschlesien,
    5. 5.–20. 9.1942 »Beauftragter des Reichsleiters M. Bormann im OKW/Stab z.b.V.« (Sonderbeauftragter für die »Auskämmung« von Behörden und Dienststellen im Stab des Generals von Unruh), dabei auch Sammlung und Bewertung von Informationen über Vernichtungsaktionen gegen Juden und die Bevölkerung in den von Deutschland okkupierten Ostgebieten,
    21. 9.1942 SS-Oberführer und Ausscheiden aus dem RSHA sowieWechsel in den Persönlichen Stab RFSS,
    26. 1.1943–1945 (bis 17. 4.1944 m.d.W.d.G.b.) Gauleiter des Gaus Westfalen-Süd der NSDAP,
    13. 4.1943–1945 Reichsverteidigungskommissar für den Gau Westfalen-Süd, zugleich Gauwohnungskommissar
    und Beauftragter des GBA für den Gau Westfalen-Süd,
    19. 6.1943 SS-Brigadeführer,
    1.8.1943 Preußischer Staatsrat,
    9. 11.1943 SS-Gruppenführer,
    ab Dez. 1943 Ständiger Vertreter von Joseph Goebbels als Reichsinspekteur für zivile Luftkriegsmaßnahmen,
    25. 9.1944–1945 Befehlshaber des Deutschen Volkssturms und des Freikorps Sauerland im Gau Westfalen-Süd,
    24. 3.1945 Leitender Reichsverteidigungskommissar im Bereich der Heeresgruppe B,
    13. 4.1945 in Haßlinghausen bei Hattingen/Ruhr eigenmächtige Auflösung der NSDAP und des Deutschen Volkssturms im Gau Westfalen-Süd, anschließend gemeinsam mit Gaustabsamtsleiter Hans Strube untergetaucht.
    Am 1. 5.1945 in einer Auseinandersetzung mit ehemaligen Zwangsarbeitern bei Witten-Herbede angeschossen, 3.5.1945 Behandlung seiner Schußverletzungen im Städtischen Krankenhaus in Altena,
    5.5.1945 erneut untergetaucht, lebte dann mehrere Wochen unerkannt im Umkreis seines früheren Wohnsitzes
    oberhalb von Altena, bis er sich
    Ende Mai 1945 zu seiner Frau nach Marienau bei Hameln absetzte,
    4. 10.1945 von britischer Militärpolizei in Marienau entdeckt, zunächst im Gefängnis Iserlohn inhaftiert und vom britischen Militärgeheimdienst vernommen, ab
    Nov. 1945 im Civil Internment Camp 4 Recklinghausen interniert,
    1946 Zeuge im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozeß,
    Sept.1946 und Nov./Dez. 1948 wegen seiner Befehle zur Ermordung abgeschossener allierter Flieger und »Fremdarbeiter« als Angeklagter vor britischen Militärgerichten (Freisprüche aus Mangel an Beweisen),
    Dez. 1948 vom Spruchgericht in Benefeld-Bomlitz wegen seiner Funktion als Gauleiter und SS-Gruppenführer
    zu 4 Jahren und 9 Monaten Haft (unter Anrechnung der Internierungszeit) verurteilt,
    April 1950 vorzeitig aus dem Gefängnis Esterwegen entlassen,
    bis 1955 Vernehmungen als Zeuge in Prozessen gegen Gestapo-Beamte in Hagen und Dortmund,
    ab Mitte der 1950er Jahre Kaufmann und Industrievertreter, zuletzt als Generaldirektor der Firma Basalan (Isolierund Baustoffbranche) in Bremen und Bochum tätig.


    4.) SS-Dienstgrade :


    9. 11.1936 : Ostuf.
    30. 1.1938 : Stubaf.
    15. 3.1939 : Ostubaf.
    20. 4.1939 : Staf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 23.05.1944; Signatur: unbekannt, Quelle: Stadtarchiv Lippstadt

  • Huber, Ludwig


    1.) Lebensdaten :
    * 10. 12.1889 Ibach Post Oppenau (Renchtal)
    †18. 1.1946 Ibach


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Landwirt


    3.) Biographie :
    Volksschule,
    danach selbständiger Landwirt in Ibach,
    1911–1913 Militärdienstzeit im Grenadier-Regiment 109 (Karlsruhe),
    4.8.1914–1. 7.1916 Kriegsdienst beim Grenadier-Regiment 109 (Frankreich),
    1. 7.1916–9. 11.1919 in englischer Gefangenschaft,
    1. 2.1928–1.1.1930 Stahlhelm,
    1929 erfolglose Kandidatur zum Badischen Landag (DNVP),
    17. 12.1929 (mit Aufnahmedatum vom 1. 1.
    1930) Eintritt in die NSDAP (Nr. 186.436),
    Dez. 1929 Gründer der Ortsgruppe Oppenau der NSDAP,
    1.1.1930–April 1934 Kreisleiter des Kreises Oberkirch-Renchtal (Baden) der NSDAP,
    3.3.1930 Gauredner der NSDAP im Gau Baden,
    1.8.1932–1935 Landwirtschaftlicher Gaufachberater der Gauleitung Baden der NSDAP,
    1. 8.1932–1933 Leiter der Hauptabteilung V (Landwirtschaft) der Gauleitung Baden der NSDAP, Bürgermeister
    der Gemeinde Ibach (Renchtal).
    19. 12.1933–24. 9.1934 Landesbauernführer der Landesbauernschaft Baden, zugleich Gauamtsleiter des Amtes für Agrarpolitik des Gaus Baden der NSDAP,
    Dez. 1933–19. 10.1936 Mitglied des Deutschen Reichsbauernrats,
    1.2.1934 auf Befehl des Reichsbauernführers in die SS eingetreten,
    25. 3.1934 offizielle Aufnahme in die Allgemeine SS (Nr. 155.368),
    25. 3.1934 SS-Sturmhauptführer,
    25. 3.–22. 5.1934 SS-Führer z.b.V. des SS-Abschnitts XIX,
    24. 4.1934 SS-Sturmbannführer (mit Wirkung vom 20. 4. 1934),
    24. 9.1934–19. 10.1936 Landesobmann der Landesbauernschaft Baden, Mitglied des Verwaltungsrats des Landesbauernschaftsverlages Baden,
    21. 12.1934 wegen gröblicher Verletzung seiner Pflichten als Landesbauernführer von der II. Kammer des Gaugerichts
    Baden der NSDAP schuldig gesprochen,
    7. 12.1935 unter Einleitung eines Ehrengerichtsverfahrens durch den Reichsbauernführer als Landesobmann beurlaubt (aufgrund ständiger Spannungen zwischen Huber und seinem Nachfolger im Amt des Landesbauernführers, Fritz Engler-Füßlin),
    20. 4.1935 SS-Obersturmbannführer,
    Jan. 1936 wegen Unfähigkeit aus der Landesbauernschaft entlassen,
    1936–1945 Bürgermeister der Gemeinde Ibach,
    1.4.1936–1.7.1941 SS-Führer beim Stab des RuSHA, nach entsprechendem Urteil des Ehrengerichts des Reichsbauernrats vom 8.8.1936 am 26. 9.1936 Antrag auf Entlassung aus dem Reichsbauernrat,
    19. 10.1936 vom Reichsbauernführer stattgegeben,
    29. 9.1936 Antrag auf Einleitung eines gegen sich selbst gerichteten Parteigerichtsverfahrens zur »Prüfung und Feststellung, ob er mit seinem Verhalten […] gegen die Satzung der NSDAP verstoßen habe«,
    25. 11.1937 Einstellung des Parteigerichtsverfahrens durch Beschluß der II. Kammer des Gaugerichts Baden,
    1.7.1941–1945 SS-Führer in der SS-Stammabteilung Südwest/Bezirk 86


    4.) SS-Dienstgrade :
    25.3.1934 : Stuhf.
    20.4.1934 : Stubaf.
    20.4.1935 : Ostubaf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Hudl, Paul


    1.) Lebensdaten :
    * 6. 5.1894 Wien
    † unbekannt


    2.) Ausbildung :
    Kaufmann


    3.) Biographie :
    Einjährig-Freiwilliger im Sturmbataillon des 4. Regiments der Tiroler Kaiserjäger,
    ab Juli 1914 Kriegseinsatz,
    1915 Übernahme in den aktiven Dienst, Kommandant der Sturmkompanie des Sturmbataillons der 7. Armee,
    1. 11.1916 Oberleutnant,
    20. 11.1918 Rückzug aus Serbien,
    1919 aus dem aktiven Dienst verabschiedet,
    1919–1924 kaufmännisch tätig,
    1921–1926 DNSAP,
    1924–Juli 1934 selbständiger Kaufmann (Holzhandel und maschinelle Holzverarbeitung) in Wien,
    21. 10.1931 NSDAP (Nr. 612.509),
    Dez. 1933 von der Motorstaffel der SA in die Militärstandarte der SA übernommen,
    1934 SS (Nr.310.332),
    25. 7.1934 führend am nationalsozialistischen Putschversuch in Wien (»Putschmajor«) beteiligt,
    2. 8.1934 von einem österreichischen Militärgericht zu lebenslänglicher schwerer Kerkerhaft verurteilt (unter Aberkennung der ihm im Weltkrieg verliehenen Auszeichnungen: Orden der Eisernen Krone III. Klasse mit Kriegsdekoration und Schwertern und Militärverdienstkreuz III. Klasse mit Kriegsdekoration und Schwertern), anschließend Haft in der Strafanstalt Stein/Donau,
    18. 2.1938 amnestiert.
    1938 SS-Hauptscharführer,
    1938 Sonderbeauftragter des österreichischen Staatssekretärs Rafelsberger,
    1938 Personalreferent im liquidierten österreichischen Handelsbund,
    1938 Kommissar des deutschen Handels in der DAF, Gau Wien, später Gauhandelswalter der DAF, Gau Wien,
    1938 (zeitweilig) Vizepräsident einer Handelskammer (Wien?),
    25. 7.1938 SS-Untersturmführer,
    25. 7.1938–1.7.1939 SS-Führer in der SS-Stammabteilung Donau/Bezirk 89,
    1938 Inhaber und Betriebsführer des Sägewerks Paul Hudl in Neuberg,
    27. 3.1939 SS-Obersturmführer (mit Wirkung vom 9. 11. 1938),
    27. 3.1939 SS-Hauptsturmführer (mit Wirkung vom 30. 1. 1939).
    14. 10.1939 erfolgreicher Antrag Hudls auf Zuteilung einer niedrigeren SS-Nummer,
    20. 4.1940 SS-Sturmbannführer,
    April 1945 aus Wien geflohen.


    4.) SS-Dienstgrade :


    25.7.1938 : Ustuf.
    9.11.1938 : Ostuf.
    30.1.1939 : Hstuf.
    20.4.1940 : Stubaf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Humann[-Hainhofen], Rolf Egbert Wennemar Paul Anton Maria von


    1.) Lebensdaten :
    * 15. 6.1885 Hannover
    †24. 11.1961 Bad Kissingen


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Gymnasium
    Berufssoldat
    Landwirt


    3.) Biographie :
    Volksschule, Humanistisches Gymnasium in Magdeburg, Frankfurt/O. und Oldenburg, Rheinische Ritterakademie in Bedburg,
    1907 Eintritt in das Husaren-Regiment »Kaiser Nikolaus II. von Rußland« (1. Westf.) Nr. 8 (Paderborn) als Fahnenjunker,
    1910 Leutnant,
    1914–1917 Patrouillenführer, Schwadronsführer und Regimentsadjutant (Winter 1914/15) im Husaren-Regiment 8,
    1917/18 Kompanieführer im Grenadier-Regiment 5,
    1918 kommandiert zum Generalstab des VIII. Reserve-Armeekorps,
    1918 Rittmeister,
    Aug.–Nov. 1918 Bataillonsführer im Reserve-Infanterie-Regiment 1,
    Okt/Nov. 1918 Bataillonsführer im Reserve-Infanterie-Regiment 3,
    Nov./Dez. 1918 zur Artillerie der 1. Reservedivision kommandiert, dann Quartiermacher bei der Marschgruppe C,
    Anfang 1919 Abschied eingereicht,
    1919–1922 Großmeister des Jungdeutschen Ordens in Paderborn,
    1919/20 Praktikant in der Landwirtschaft,
    1920/21 Praktikant in der Forstwirtschaft,
    1922 Gutsbesitzer und Landwirt in Hainhofen bei Augsburg,
    1922–1931 DNVP,
    1928/29 Stahlhelm,
    Juni 1928–1933 Mitglied des Bezirkstags Augsburg-Land und der Bauernkammer,
    Jan. 1932 NSDAP (Nr. 871.434),
    25. 3.1932 SS (Nr. 33.923), Angehöriger des SS-Motorsturms II/29,
    1. 7.1932 SS-Scharführer,
    5. 8.1932 SS-Truppführer,
    15. 9.1932–15. 7.1933 Führer (m.d.F.b.) des SS-Motorsturms II/29,
    30. 9.1932 SS-Sturmführer (mit Wirkung vom 15. 9. 1932).
    6. 7.1933 SS-Hauptsturmführer,
    15. 7.1933 SS-Sturmbannführer,
    15. 7.–15. 12.1933 Führer (m.d.F.b.) des SS-Sturmbanns II/29,
    16. 7.1933–Sept. 1934 Vorstand der Polizeidirektion Augsburg,
    15. 12.1933–23. 8.1934 Führer (bis 8. 6.1934 m.d.F.b.) der 29. SS-Standarte (Augsburg),
    22. 3.1934 SS-Obersturmbannführer,
    8.6.1934 SS-Standartenführer,
    23. 8.1934–1.1.1937 (hauptamtlicher) Führer (bis 20. 4.1935 m.d.F.b.) des SS-Abschnitts XVII (Münster),
    20. 4.1935 SS-Oberführer,
    1. 10.1936 Major d.R.,
    Jan.1937–1940 Präsident der Deutsch-Französischen Gesellschaft und der Deutsch-Bulgarischen Gesellschaft,
    1937–1939 Stabsführer der Dienststelle des Beauftragten der NSDAP für außenpolitische Fragen im Stab des Stellvertreters des Führers,
    27. 4.1937 Beauftragter und Bevollmächtigter des RFSS für die Vereinigung Deutscher Frontkämpfer-Verbände,
    Juli 1937–20. 7.1942 Ehrenamtlicher Richter am Volksgerichtshof,
    12. 9.1937 SS-Brigadeführer,
    1940 zur Wehrmacht einberufen,
    1940–Nov. 1942 Abwehroffizier im Kommandostab desMilitärbefehlshabers für Belgien und Nordfrankreich, 1.7.1942 Oberstleutnant d.R.,
    Nov. 1942–26. 8.1944 Feldkommandant von Angouléme (Südfrankreich), danach in Kriegsgefangenschaft.


    4.) SS-Dienstgrade :
    15.9.1932 : Stuf.
    6.7.1933 : Hstuf.
    15.7.1933 : Stubaf.
    22.3.1934 : Ostubaf.
    8.6.1934 : Staf.
    20.4.1935 : Oberf.
    12.9.1937 : Brif.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1936, oder früher; Signatur: unbekannt
    Quelle: Reichstagshandbuch 1936

  • Ilbertz, Heinrich Josef Hubert


    1.) Lebensdaten :
    * 12. 9.1891 Büttgen
    †3.3.1974 Büttgen


    2.) Ausbildung :
    Volks-und Oberrealschule
    landw. Schule
    Landwirt


    3.) Biographie :
    1898–1903 Volksschule,
    1903–1906 Oberrealschule in Mönchen-Gladbach,
    1906–1909 Landwirtschaftsschule in Cleve, danach als landwirtschaftlicher Eleve und Volontär in den Kreisen Kempen, Grevenbroich und Neuss tätig, zuletzt als Verwalter auf dem Rittergut Ahr in Pattern bei Jülich,
    1912/13 Einjährig-Freiwilliger bei der 10. Kompanie des Infanterie-Regiments Nr. 56 (Cleve),
    2. 8.1914–1918 Kriegsdienst, zunächst 6. Kompanie des Reserve-Infanterie-Regiments Nr. 68,
    ab 1916 2. MG-Kompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 68,
    1916 Vizefeldwebel,
    11. 9.1917 Leutnant d.R.,
    ab Sept. 1917 1. MG-Kompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 68, zeitweilig Kompanieführer,
    1918 MG-Ersatzbataillon des VIII. Reservekorps (Trier),
    9. 11.1918 aus dem Heeresdienst entlassen,
    Nov. 1918–Sept. 1920 in der Landwirtschaft seines Onkels in Büttgen tätig,
    1.9.1920 Übernahme des Betriebs Buscherhof in Büttgen,
    1. 5.1930 NSDAP (Nr. 242.780),
    Mai 1930 Bauernredner der NSDAP,
    1.7.1930 Gründer der Ortsgruppe Büttgen der NSDAP,
    1. 7.–30. 9.1930 Ortsgruppenleiter der Ortsgruppe Büttgen der NSDAP,
    1. 10.1930 Mitglied des Agrarpolitischen Apparats der NSDAP,
    15. 2.1931 Leiter des Agrarpolitischen Amts im Gaustab Düsseldorf der NSDAP,
    22. 2.1931 Landwirtschaftlicher Gaufachberater der Gauleitung des Gaus Düsseldorf der NSDAP.
    März 1933 Kreistagsabgeordneter, Erster Beigeordneter der Gemeinde Büttgen,
    Juni 1933 Gauobmann der Landesbauernschaft Rheinland für den Gau Düsseldorf,
    1933–1945 Gauamtsleiter des Amtes für Agrarpolitik (ab 1942 Amt für das Landvolk) des Gaus Düsseldorf der NSDAP,
    13. 9.1933–2. 11.1939 Landesobmann der Landesbauernschaft Rheinland,
    20. 2.1934 Mitglied des Deutschen Reichsbauernrats auf Lebenszeit,
    22. 2.1934 Erbhofrichter am Landeserbhofgericht in Celle,
    17. 5.1936 SS-Anwärter,
    9. 11.1936 Aufnahme in die Allgemeine SS (Nr. 276.876) als SS-Mann (mit Wirkung vom 5.9. 1936),
    9. 11.1936 SS-Sturmbannführer, Bauernreferent beim SS-Abschnitt V, Gaubauernführer Düsseldorf, Kriegseinsatz
    als Hauptmann d.R. und Kompaniechef,
    um 1944 Kreislandwirt in Walk (Lettland)


    4.) SS-Dienstgrade :
    9.11.1936 : Stubaf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1934, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Jaeschke, Otto Hugo Willi


    1.) Lebensdaten :
    * 17. 11.1890 Brodelwitz (Krs. Lüben)
    †2.5.1957 Soest


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Realgymnasium
    Lehrerausbildung, Lehrer
    Landwirt


    3.) Biographie :
    Volksschule,
    Realgymnasium,
    Präparandenanstalt Schmiedlberg,
    Lehrerseminar in Bunzlau,
    Aug. 1911 Abgangsprüfung,
    1. 10.1911–30. 9.1912 Einjährig-Freiwilliger beim Jägerbataillon »von Neumann« (1. Schles.) Nr. 5 (Hirschberg),
    30. 9.1912 als Oberjäger d.R. mit der Qualifikation zum Reserve-Offizier entlassen, danach kurzzeitig Lehrer in Linde
    (Krs. Lauban),
    1913 Vizefeldwebel d.R., Lehrer in Meuselwitz (Krs. Görlitz),
    Aug.1914 Antrag auf Entlassung aus dem Schuldienst,
    4. 8.1914 als Offizier-Stellvertreter zum Reserve-Infanterie-Regiment 7 eingerückt,
    2. 10.1914 Leutnant d.R.,
    Nov. 1914–1917 Kompanieführer und vorübergehend Bataillonsadjutant im Reserve-Infanterie-Regiment 7,
    1917 zur Fliegertruppe versetzt, zunächst Ausbildung als Beobachter, dann bis Kriegsende bei der Feldflieger-Abteilung A 258,
    Okt. 1919 als Oberleutnant d.R. aus dem Heeresdienst entlassen, zunächst auf dem väterlichen Hof tätig, dann selbständiger Bauer in Guhren (Krs. Wohlau/Schles.),
    1. 3.1931 NSDAP (Nr. 543.905),
    1. 3.1931–1932 landwirtschaftlicher Ortsgruppenfachberater der NSDAP,
    1932–1938 landwirtschaftlicher Kreisfachberater der NSDAP im Großkreis Wohlau-Steinau.
    1. 4.1933 SA,
    1934–Febr. 1935 Kreisbauernführer der Kreisbauernschaft Wohlau,
    Febr.1935–1938 Landesobmann der Landesbauernschaft Schlesien, Mitglied des Deutschen Reichsbauernrats auf Lebenszeit,
    29. 1.1936 Übertritt von der SA in die SS (Nr. 276.207),
    30. 1.1936 SS-Anwärter,
    12. 3.1936 SS-Mann,
    März 1936 und April 1938 erfolglos zur Reichstagswahl vorgeschlagen,
    1.5.1936 SS-Obersturmführer,
    1. 5.1936–3.7.1937 Bauernreferent beim SS-Abschnitt VI,
    10. 5.1936 SS-Hauptsturmführer,
    14. 5.1936 SS-Sturmbannführer,
    3.7.1937–1945 Bauernreferent des SS-Oberabschnitts Südost,
    9. 11.1937 SS-Obersturmbannführer,
    1938–Febr.1941 Landesbauernführer der Landesbauernschaft Schlesien,
    1.9.1939–Febr. 1941 Gauamtsleiter des Amtes für Agrarpolitik des Gaus Schlesien der NSDAP, Preußischer Provinzialrat, Mitglied der Schlesischen Generallandschaftsdirektion,
    20. 4.1939 SS-Standartenführer,
    Febr. 1941–1945 Landesbauernführer der Landesbauernschaft Oberschlesien, zugleich Gauamtsleiter des Amtes
    für das Landvolk des Gaus Oberschlesien der NSDAP,
    9. 11.1943 SS-Oberführer,
    1. 6.1944 unter Beibehaltung seiner Dienststellung als Bauernreferent des SS-Oberabschnitts Südost zum nebenamtlichen SS-Führer im Stab des SS-Oberabschnitts Südost ernannt, Mitglied des Aufsichtsrats der Bank für Landwirtschaft AG, Berlin, der Breslauer Messe- und Ausstellungs-AG, Breslau, und der Deutschen Industriebank, Berlin, Mitglied des Verwaltungsrats der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt, Landwirtschaftliche Zentralbank, Berlin, und der Reichsnährstand Verlags-GmbH, Berlin.


    4.) SS-Dienstgrade :
    1.5.1936 : Ostuf.
    10.5.1936 : Hstuf.
    14.5.1936 : Stubaf.
    9.11.1937 : Ostubaf.
    20.4.1939 : Staf.
    9.11.1943 : Oberf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1943, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Jung, Karl, Dr. jur.


    1.) Lebensdaten :
    * 23. 6.1883 Pirmasens
    †19. 1.1965 Hennenbach


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Gymnasium
    Studium der Rechts-und Staatswissenschaften, Dr. jur.
    Medizinstudium
    Farmbesitzer


    3.) Biographie :
    Volksschule und Progymnasium in Pirmasens,
    Humanistisches Gymnasium in Landau (Pfalz),
    1902–1906 Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten Heidelberg, Erlangen, München und Grenoble,
    Reisen durch Europa (Frankreich, England, Italien, Rußland),
    1906 Referendar-Examen und Promotion zum Dr. jur.,
    1906/07 Bankpraktikant und anschließend Besuch der Handelshochschule Berlin,
    Sommer 1907 als Einjährig-Freiwilliger in der Schutztruppe für Deutsch-Südwestafrika, anschließend längere
    Reisen in Südafrika und Ostafrika,
    1910 Farmbesitzer in Okaputa (Deutsch-Südwestafrika),
    Studium der Medizin (jeweils während des Heimaturlaubs),
    2. 8.1914–Sommer 1915 Kriegsdienst im Kgl. Bayerischen 5. Chevaulegers-Regiment (Frankreich, Belgien),
    Sommer 1915 infolge einer Magen –und Darmoperation dauernd garnison- und felddienstunfähig,
    Anfang 1916 jedoch zu seinem Regiment zurückgekehrt (Rumänien, Flandern),
    Sept. 1917–10. 4.1919 Kommandeur der Divisionsfunkerabteilung 1724 (Palästina),
    April 1919 aus Palästina nach Deutschland zurückgekehrt, anschließend Beendigung des Medizin-Studiums,
    5.8.1920 Rittmeister d.R.,
    23. 6.1921 NSDAP (Nr. 63.037),
    1921/22 wieder Farmbesitzer in Okaputa (Südwestafrika),
    Ende 1922 Rückkehr nach Deutschland, danach Leiter verschiedener Forschungslaboratorien (»Entwicklung militärwichtiger Erfindungen der Herren Leopold Plaichinger, Dipl.-Ing. Otto Muck usw., Bearbeitung kolonialer Fragen, Reisen nach England, Frankreich, Italien, Holland, Schweiz u. Jugoslawien in diesen Angelegenheiten«),
    27. 5.1927 Wiedereintritt in die NSDAP (mit der alten Nr. 63.037),
    1932–Mai 1934 Leiter des Kolonialreferats des Wehrpolitischen Amtes der NSDAP.
    5. 12.1933 Allgemeine SS (Nr. 123.519),
    5. 12.1933 SS-Sturmhauptführer,
    Mai 1934 Reichsamtsleiter der NSDAP,
    Mai 1934–Febr.1943 Stellvertreter des Reichsleiters des Kolonialpolitischen Amts der NSDAP (Franz Xaver Ritter von Epp), Mitglied der Deutschen Akademie und der Akademie für Deutsches Recht,
    20. 9.1935 SS-Sturmbannführer (mit Wirkung vom 15. 9. 1935),
    22. 4.1936 SS-Obersturmbannführer (mit Wirkung vom 20. 4. 1936),
    13. 9.1936 SS-Standartenführer,
    12. 9.1937 SS-Oberführer, Mitglied des Aufsichtsrats der Gerhard & Hey AG, Berlin,
    Okt. 1939 als Rittmeister d.R. zum aktiven Wehrdienst eingezogen und beim stellvertretenden Generalkommando VII. Armeekorps zur Dienstleistung eingeteilt,
    vor Nov. 1944 a.D.


    4.) SS-Dienstgrade :
    5.12.1933 : Hstuf.
    15.9.1935 : Stubaf.
    20.4.1936 : Ostubaf.
    13.9.1936 : Staf.
    12.9.1937 : Oberf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Jung, Rudolf


    1.) Lebensdaten :
    * 16. 4.1892 Plaß (Böhmen)
    †11. 12.1945 Prag-Pankraz (Freitod)


    2.) Ausbildung :
    Volks-und Oberrealschule
    Maschinenbaustudium, Dipl.-Ing.
    Prof.


    3.) Biographie :
    1888–1900 Volksschule und Landes-Oberrealschule in Iglau (Mähren),
    1900 Reifeprüfung,
    Okt. 1900–Juli 1905 Maschinenbau-Studium an der TH Wien,
    1900 Burschenschaft Markomannia,
    1903/04 Vorsitzender des Hochschulausschusses der TH Wien,
    1905 Diplom-Ingenieur,
    1. 10.1905–30. 9.1906 Einjährig-Freiwilliger bei der k.u.k. Kriegsmarine,
    15. 10.1906 Eintritt in den Dienst der k.k. Österreichischen Staatsbahnen als verbeamteter Maschinenbau-Ingenieur der Nordwestbahn, Dienst bei der Direktion Wien und bei den Hauptwerkstätten Floridsdorf-Jedlesee und Reichenberg, dann Maschinen-Oberkommissar und Abteilungsleiter der Werkstätte bei der Heizhausleitung Iglau,
    1. 7.1907 Reichsbund Deutscher Eisenbahner,
    15. 6.1908–Nov. 1918 Mitglied der Leitung des Reichsbundes Deutscher Eisenbahner,
    1. 7.1909–4.5.1918 Mitglied der (alldeutschen) Deutschen Arbeiterpartei für Österreich, Mitglied des Mährisch-Trübauer Verbandes, Stadtverordneter in Iglau,
    5.5.1918–15. 11.1919 Mitglied der DNSAP Österreichs,
    30. 11.1918 von den tschechischen Behörden als Werkstättenleiter in Iglau entlassen,
    Mai 1919 Ausweisung aus der Tschechoslowakei (nach einem »Offenen Brief« Jungs zurückgenommen),
    16. 11.1919–4. 10.1933 Mitglied der sudetendeutschen DNSAP,
    16. 11.1919–16. 5.1926 2. Vorsitzender der DNSAP und Vorsitzender der Landesleitung Mähren-Schlesien der DNSAP, Stadtverordneter in Troppau, Leitungsmitglied der Gewerkschaft deutscher Eisenbahner in der CSR,
    Herausgeber der »Neuen Zeit« (Troppau),
    1919 Mitherausgeber der Monatsschrift »Volk und Gemeinde. Nationalsozialistische Monatshefte«,
    Mai 1920 wieder als Technischer Rat der Tschechoslowakischen Staatsbahn eingestellt und zugleich für seine Parlamentstätigkeit beurlaubt,
    1920–11. 11.1933 Fraktionsführer der DNSAP im tschechoslowakischen Parlament,
    1920–1925 Vorsitzender der Parlamentarischen Vereinigung der deutschen Nationalsozialisten (Klubobmann der Abgeordneten der DNSAP) im tschechoslowakischen Parlament,
    17. 10.1926–4. 10.1933 Erster Vorsitzender der DNSAP (4. 10.1933 behördlich aufgelöst, 11. 11.1933 verboten),
    1926 Mitarbeiter der »NS-Briefe«,
    1. 4.1926 aufgrund des Abbaugesetzes als Staatsbahnrat vorzeitig in den Ruhestand versetzt,
    1927–Okt. 1933 Vorsitzender der Parlamentarischen Vereinigung der deutschen Nationalsozialisten (Klubobmann der Abgeordneten der DNSAP) im tschechoslowakischen Parlament,
    1. 5.1931 Führer des (SA-ähnlichen) Verbands »Volkssport« (bis zur behördlichen Auflösung),
    28. 2.1933 im Zusammenhang mit dem »Volkssport«-Prozeß zur Strafverfolgung nach §2 des tschechischen Schutzgesetzes vom tschechoslowakischen Parlament dem Strafgericht ausgeliefert,
    1. 3.1933 »in Untersuchung gezogen, jedoch auf freien Füßen belassen«,
    4. 10.1933 verhaftet, anschließend 7 Monate in Untersuchungshaft, danach unter Polizeiaufsicht gestellt.
    5. 9.1935 auf Anordnung reichsdeutscher Stellen zusammen mit Leo Schubert nach Deutschland geflohen,
    14. 9.1935 Ankunft in Deutschland,
    14. 11.1935 Verleihung der deutschen Staatsbürgerschaft,
    1. 12.1935 Lehrbeauftragter an der Deutschen Hochschule für Politik (Berlin),
    1935 (mit Wirkung vom 1. 4. 1925) in die NSDAP (Nr. 85) aufgenommen, ehrenamtlicher Mitarbeiter des SD,
    9. 4.1936 Verleihung des Grades eines Diplom-Ingenieurs durch die TH Berlin-Charlottenburg,
    23. 6.1936 als SS-Mann in die Allgemeine SS (Nr. 276.690) aufgenommen (mit Wirkung vom 17. 6. 1936) und zum SS-Sturmbannführer befördert,
    30. 11.1936 SS-Obersturmbannführer (mit Wirkung vom 9. 11. 1936),
    30. 1.1937 SS-Standartenführer,
    4.9.1937 SS-Oberführer (mit Wirkung vom 12. 9.1937),
    9. 6.1938 Verleihung des Professorentitels (durch Adolf Hitler),
    15. 6.1938 Gauleiter der NSDAP ehrenhalber (»Der Pg. Rudolf Jung ist berechtigt die Uniform eines Gauleiters
    mit den für ausgeschiedene politische Leiter vorgeschriebenen Abzeichen zu tragen«), Mitglied des Wissenschaftlichen Rats des Deutschen Auslands-Instituts Stuttgart,
    Okt. 1938 Leiter der Abteilung III (Wirtschaft, Landwirtschaft usw.) im Amt des Reichskommissars für die sudetendeutschen Gebiete,
    1940–1945 Professor an der Deutschen Hochschule für Politik (Berlin),
    1. 2.1940–1.9.1943 Präsident des Landesarbeitsamts für Mitteldeutschland (Erfurt),
    1. 2.1940 Amtseinführung durch Reichsarbeitsminister Franz Seldte,
    30. 1.1941 SS-Brigadeführer,
    März 1942 Mitglied des Fachlichen Stabs des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz, Vertreter und Beauftragter des Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz, Reichsinspekteur und Leiter der Reichsinspektion der Arbeitsverwaltung,
    16. 4.1942 SS-Gruppenführer,
    1.9.1943 ehrenamtlicher Reichsinspekteur und Leiter der Reichsinspektion der Arbeitsverwaltung (Berlin),
    Nov. 1943 in den Wartestand versetzt,
    1. 5.1944 Generaldirektor der Sparkasse Prag (probeweise für ein halbes Jahr),
    Dez. 1944–1945 Bevollmächtigter für den Arbeitseinsatz in Prag, angestrebte Ernennung zum Primator (Oberbürgermeister) von Prag »auf Wunsch von oberster Stelle aufgeschoben«.
    Mai 1945 in Prag von den Tschechen verhaftet und in das Gefängnis Prag-Pankraz gebracht,
    Freitod vor der Prozeßeröffnung.


    4.) SS-Dienstgrade :
    17.5.1936 : Stubaf.
    9.11.1936 : Ostubaf.
    30.1.1937 : Staf.
    12.9.1937 : Oberf.
    30.1.1941 : Brif.
    16.4.1942 : Gruf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Jury, Hugo, Dr. med.


    1.) Lebensdaten :
    * 13. 7.1887 Mähr. Rothmühl
    †9. 5.1945 (A.A.: 25. 5.1945) Zwettl (Freitod)


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Gymnasium
    Medizinstudium
    Facharzt
    Beamter


    3.) Biographie :
    Volksschule in Rothmühl,
    Gymnasium in Mährisch Trübenau,
    1905–1911 Studium der Medizin an der Deutschen Karl-Ferdinands-Universität Prag, Burschenschaft Ghibellinia,
    1908/09 Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger Mediziner im k.u.k. Heer,
    1909 wegen Tuberkulose aus dem Militär entlassen, danach Arzt in der Spitalpraxis des Krankenhauses in Brüx,
    1912–Jan. 1913 Schiffsarzt bei der Schiffahrtsgesellschaft Österreichischer Lloyd,
    15. 1.1913–15. 1.1919 Gemeindarzt in Frankenfels (Bez. St. Pölten),
    31. 10.1913 Promotion zum Dr. med.,
    Jan. 1915 einberufen als militärpflichtiger Zivilarzt in das Militärspital Petrinja, nach kurzer Zeit entlassen, dann Chef des Kriegsgefangenen-Offizierslagers Pucherstuben, Wienerbruck und Mitterbach,
    15. 1.1919 Facharzt für Tuberkulose in St. Pölten,
    1927–1931 Mitglied der österreichischen Heimwehr,
    15. 2.1931 NSDAP (Nr. 410.338),
    1931–Juni 1933 Ortsgruppenleiter der Ortsgruppe St. Pölten der NSDAP,
    1932–Juni 1933 Fraktionsführer der NSDAP im Gemeinderat von St. Pölten,
    1932–Juni 1933 Gauobmann des NSDÄB für Niederösterreich,
    1933/34 Bezirksleiter der (illegalen) NSDAP in St. Pölten,
    1934 Kreisleiter des Kreises Ober dem Wiener Wald der (illegalen) NSDAP,
    8. 1.1934 gemeinsam mit Gauleiter Josef Leopold verhaftet und anschließend interniert (u. a. in Wöllersdorf),
    1935 aus der Internierung entlassen,
    1935/36 Organisationsleiter der Landesleitung und des Führerrats der (illegalen) NSDAP in Österreich,
    1936 erneut verhaftet,
    30. 7.1936 Entlassung aus dem Lager Wöllersdorf,
    Herbst 1936–März 1938 Stellvertretender Landesleiter der (illegalen) NSDAP in Österreich, Leiter der Volksdeutschen Arbeitsstelle,
    20. 2.1937–März 1938 Mitglied und Vorsitzender des Siebener-Ausschusses,
    22. 2.1938 Staatsrat,
    26. 2.–12. 3.1938 Stellvertretender Bundesleiter und Vorsitzender des Beirats der Bundesleitung des Volkspolitischen Referats der Vaterländischen Front.
    12. 3.1938 Allgemeine SS (Nr. 292.777),
    12. 3.1938 SS-Sturmbannführer,
    13. 3.1938 Staatsrat,
    15. 3.–24. 5.1938 Österreichischer Minister für soziale Verwaltung,
    20. 4.1938 SS-Standartenführer,
    21. 5.1938–1945 Gauleiter des Gaus Niederdonau der NSDAP (Krems),
    24. 5.1938 Landeshauptmann von Niederösterreich,
    Mai 1938 (bis nach 1939) Gauobmann der Gauwaltung Niederdonau der DAF,
    25. 7.1938 SS-Oberführer,
    30. 1.1939 SS-Brigadeführer,
    22. 9.1939–16. 11.1942 Beauftragter des Reichsverteidigungskommissars für den Wehrkreis XVIII im Reichsgau Niederdonau, zugleich Mitglied des Verteidigungsausschusses des Wehrkreises XVIII,
    30. 1.1940–1945 Leiter der Parteiverbindungsstelle im Reichsprotektorat Böhmen und Mähren (Prag),
    15. 3. 1940–1945 Reichsstatthalter des Reichsgaus Niederdonau,
    9. 11.1940 SS-Gruppenführer,
    15. 11.1940–1945 Gauwohnungskommissar des Gaus Niederdonau,
    6. 4.1942–1945 Beauftragter des GBA für den Gau Niederdonau,
    16. 11.1942–1945 Reichsverteidigungskommissar für den Gau Niederdonau,
    15. 6.1943–1945 Beauftragter für die Aufgaben des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums im Reichsgau Niederdonau,
    21. 6.1943 SS-Obergruppenführer,
    25. 9.1944–1945 Führer des Deutschen Volkssturms im Gau Niederdonau, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Gauwerke Niederdonau AG, Wien, Mitglied des Aufsichtsrats der Ersten Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaft, Wien,
    und der Rhein-Main-Donau AG, München.
    Vor dem Einmarsch der Alliierten nach Zwettel ausgewichen, dort Freitod.


    4.) SS-Dienstgrade :
    12.3.1938 : Stubaf.
    20.4.1938 : Staf.
    25.7.1938 : Oberf.
    30.1.1939 : Brif.
    9.11.1940 : Gruf.
    21.6.1943 : Ogruf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: unbekannt; Signatur: unbekannt; Quelle: NorgesLexi / Bergen Museum

  • Kammerhofer, Konstantin


    1.) Lebensdaten :
    * 23. 1.1899 Turnau (Steiermark),
    †29. 9.1958 bei Oberstdorf


    2.) Ausbildung :
    Hauptschule
    Kaufm. Lehre
    Weinhändler


    3.) Biographie :
    1905–1910 Volksschule in Turnau,
    1910–1913 Hauptschule in Bruck,
    1913–Mai 1915 kaufmännische Lehre, zugleich Besuch einer Handelsschule in Knittelfeld, Mitglied des nationalen und völkischen Turnvereins in Österreich,
    Mai 1915–10. 3.1917 bei den Steirischen Freiwilligen Schützen,
    10. 3.1917–4. 11.1918 im k.u.k. Feldjägerbataillon 9 (Graz), Jan. 1918 Gefreiter und Patrouillenführer, dreimal verwundet,
    4. 11.1918–29. 8.1919 in italienischer Kriegsgefangenschaft,
    1920–1.6.1924 kaufmännischer Geschäftsführer und Prokurist einer Weinkellerei in St. Marein im Mürztal (Steiermark), erneut Mitglied des nationalen und völkischen Turnvereins in Österreich, davon zwei Jahre als Turn-und
    Dietwart,
    1921–1924/25 Mitglied der DNSAP in Österreich,
    Juni 1924–1933 selbständiger Weinhändler (1933 Beschlagnahme des Besitzes und Vermögens durch die österreichische Bundesregierung),
    1925–1933 Steirischer Heimatschutz,
    1925–1927 Ortsführer des Steirischen Heimatschutzes,
    1927 Gründer einer (200 Mann starken) Heimatschutzgruppe,
    Juli 1927–1930 Bezirks- und Kreisführer des Steirischen Heimatschutzes,
    1927–Juni 1933 Bürgermeister in St. Marein und Bezirksrat in Bruck,
    1930–Sept. 1931 Landesführerstellvertreter des Steirischen Heimatschutzes,
    13. 9.1931 am Walter-Pfriemer-Putsch in der Steiermark beteiligt, daraufhin wegen Hochverrats angeklagt, jedoch freigesprochen,
    1932/33 Landesführer des Steirischen und Deutschösterreichischen Heimatschutzes,
    1.5.1933 Gelöbnis auf Adolf Hitler in der Reichskanzlei,
    Nov. 1933 Eintritt in die österreichische SA,
    Nov. 1933–30. 7.1934 Führer der SA-Brigade Obersteiermark,
    1934 SA-Obersturmbannführer, in Österreich vierzehnmal verurteilt und insgesamt 8 Monate inhaftiert,
    30. 7.1934 Flucht nach Jugoslawien (nach dem nationalsozialistischen Putschversuch in Österreich vom 25. 7.
    1934), anschließend aus Österreich ausgebürgert,
    1. 8.–Nov. 1934 in Jugoslawien »von SS-Gruppenführer Rodenbücher mit Flüchtlings-Fürsorge-Angelegenheiten betraut«.
    9. 11.1934 per Schiff aus Kroatien in Deutschland eingetroffen,
    14. 2.1935 aus der österreichischen SA entlassen,
    15. 2.1935 Allgemeine SS (Nr. 262.960),
    20. 2.1935 SS-Oberführer,
    20. 2.1935–1.4.1936 SS-Führer z.b.V. des Reichsführers SS und zugleich kommandiert zum Flüchtlingshilfswerk der
    NSDAP und zur SS-Sammelstelle,
    7. 5.1935 deutsche Staatsbürgerschaft,
    1. 4.1936 Führer beim Stab des SS-Hauptamtes,
    1.4.1936 Übernahme als hauptamtlicher SS-Führer,
    1.4.1936–1. 10.1937 Führer der 25. SS-Standarte (Essen),
    1. 10.1937–21. 3.1938 Führer des SS-Abschnitts XXV (Bochum),
    März 1938 kommissarischer Polizeidirektor in Innsbruck,
    21. 3.1938–1. 10.1942 Führer des SS-Abschnitts XXXI (Wien),
    1. 5.1938 Aufnahme in die NSDAP (Nr. 6.165.228),
    Nov. 1938–1942 Vorsitzender des Wien-Kontors der Nordischen Gesellschaft,
    3.5.1939–1942 Ratsherr der Stadt Wien,
    1939 »Verwendung im besetzten Gebiet«,
    10. 3.1941 SS-Brigadeführer (mit Wirkung vom 30. 1.1941),
    29. 3.–10. 5.1941 zum SS-Regiment Nordland kommandiert,
    11. 5.1941–1.6.1942 zur SS-Panzerjäger-Abteilung kommandiert,
    19. 6.1941–1.4.1942 Führer des SS-Abschnitts Flandern (Brüssel),
    11. 5.–21. 6.1942 Einweisung als SS- und Polizeiführer beim Hauptamt Ordnungspolizei und beim RSHA,
    28. 5.1942 SS-Untersturmführer d.R. der Waffen-SS (mit Wirkung vom 1.6.1942),
    30. 6.1942 zur Einarbeitung als SS-und Polizeiführer zum Höheren SS- und Polizeiführer Rußland-Süd kommandiert (7. 7.1942 Meldung zur Inmarschsetzung),
    16. 7.–1. 8.1942 kommandiert »zur Einarbeitung und als Vertreter beim SS- und Polizeiführer Dnjepropetrowsk (Ukraine)«,
    1. 8.–10. 9.1942 Inspekteur an der Dg. IV (Oberbauabschnitt Kriwoj Rog),
    21. 8.–11. 11.1942 SS- und Polizeiführer Kaukasien-Kuban,
    16. 9.1942 Generalmajor der Polizei,
    16. 9.1942 (A.A.: 11. 11. 1942)–21. 4.1943 SS- und Polizeiführer Aserbeidschan (Baku),
    13. 3.1943–10. 1.1945 Beauftragter des Reichsführers SS beim Befehlshaber der Deutschen Truppen in Kroatien, 5.6.1943 Kommandeur der Kampfgruppe »Kammerhofer« (»Bandenbekämpfung« im Raum Nasice/Kroatien),
    1. 7.1943 SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Polizei,
    20. 2.1944–Jan. 1945 Beauftragter des RFSS für Kroatien,
    15. 12.1944–15. 1.1945 beauftragt mit der stellvertretenden Führung der Geschäfte des Deutschen Bevollmächtigten Generals in Kroatien.
    11. 5.1945 in der Nähe von Salzburg in Kriegsgefangenschaft geraten und anschließend in Nürnberg und Graz inhaftiert, Prozeß in Graz, konnte aber mit Hilfe rechtsradikaler Kreise fliehen (gab später an, aus einem Internierungslager entlassen worden zu sein), in Jugoslawien in Abwesenheit des Hochverrats angeklagt und
    für schuldig befunden,
    1948–1958 Bauhilfsarbeiter in Hannover,
    1958 in einer Fremdenpension in Oberstdorf tot aufgefunden.


    4.) SS-Dienstgrade :
    20. 2.1935 : Oberf.
    30.1.1941 : Brif.
    1. 7.1943 : Gruf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Kanne, Bernd Freiherr von


    1.) Lebensdaten :
    * 14. 3.1884 Breitenhaupt über Steinheim (Westf.)
    †20. 9.1967 Bad Pyrmont


    2.) Ausbildung :
    Gymnasium
    Landwirtschaftliche Ausbildung
    Landwirt


    3.) Biographie :
    1904 Abitur an einem Humanistischen Gymnasium, danach praktische Ausbildung in der Landwirtschaft,
    1904/05 Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger beim Husaren-Regiment »Kaiser Nikolaus II. von Rußland« (1. Westf.) Nr. 8 (Paderborn), später dort Leutnant d.R.,
    1905–1909 landwirtschaftliche Ausbildung, darunter zwei Semester Studium der Landwirtschaft an den Universitäten Halle und Freiburg,
    1909 Übernahme des elterlichen Gutes Breitenhaupt bei Steinheim (Krs. Höxter/Westf.),
    Aug. 1914–1918 Kriegsdienst beim Husaren-Regiment 8,
    1918 Rittmeister d.R.,
    1. 9.1930 NSDAP (Nr. 349.849), Landwirtschaftlicher Kreisfachberater der Kreisleitung Höxter der NSDAP.
    12. 3.1933 Mitglied des Westfälischen Provinziallandtags (Wahlkreis Paderborn),
    Mai–Okt. 1933 Vorsitzender der Landwirtschaftskammer für Westfalen,
    31. 7.1933–17. 5.1935 Reichskommissar für die Vieh-, Milch-und Fettwirtschaft,
    1934/35 Reichshauptabteilungsleiter II (»Betreuung des Hofes«) des Reichsnährstandes, Mitglied des Deutschen
    Reichsbauernrats, Mitglied des Siedlungsausschusses, Sonderbeauftragter für Schafzucht, Mitglied des Verwaltungsrats der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt,
    11. 8.1934–12. 4.1937 Verwaltungsamtsführer des Reichsnährstandes,
    1. 10.1934 Eintritt in die SS (Nr. 245.554) als SS-Mann,
    3. 11.1934 Reichskommissar für die Marktordnung,
    8. 11.1934 SS-Sturmbannführer (mit Wirkung vom 13. 10. 1934),
    8. 11.1934–10. 4.1935 SS-Führer im Stab des Rasse- und Siedlungsamtes (mit Wirkung vom 13. 10. 1934),
    20. 11.1934 SS-Obersturmbannführer (mit Wirkung vom 9. 11. 1934),
    10. 4.1935–21. 6.1937 Chef des Sippenamtes im RuSHA,
    17. 4.1935 SS-Standartenführer (mit Wirkung vom 20. 4. 1935),
    15. 9.1935–21. 6.1937 hauptamtlicher SS-Führer im Stab des RuSHA,
    20. 9.1935 SS-Oberführer (mit Wirkung vom 15. 9. 1935), Reichshauptamtsleiter im Amt für Agrarpolitik der NSDAP,
    Febr. 1936–12. 4.1937 Vorsitzender des Vereins Lebensborn e.V.,
    9. 11.1936 SS-Brigadeführer,
    Leiter der kommissarischen Arbeitsausschüsse »Erzeugungsordnung« und »Marktordnung« des Reichsnährstandes, Febr.1937 auf eigenen Antrag Einleitung eines Ehrengerichtsverfahrens vor dem Ehrenrat des Deutschen Reichsbauernrates (im Zusammenhang mit der »Meinberg-Revolte«),
    12. 4.1937 auf eigenen Antrag wegen einer Erkrankung (unbefristet) beurlaubt,
    24. 5.1937 vom Ehrenrat des Reichsbauernrates freigesprochen,
    21. 6.1937–1.8.1944 SS-Führer beim Stab des RuSHA,
    1.8.1944–1945 SS-Führer beim Stab des SS-Abschnitts XVII.


    4.) SS-Dienstgrade :
    1. 10.1934 : SS-Mann
    13.10.1934 : Stubaf.
    9. 11.1934 : Ostubaf.
    20. 4.1935 : Brif.
    15.9.1935 : Oberf.
    9. 11.1936 : Brif.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Katz, Adolf August Friedrich Heinrich, Dr. jur.


    1.) Lebensdaten :
    *9.3.1899 Hannover
    †7.5.1980 Bad Honnef


    2.) Ausbildung :
    Gymnasium
    Jurastudium, Dr. jur.
    Polizeipräsident


    3.) Biographie :
    1917 Reifeprüfung am Goethe-Gymnasium in Hannover,
    Juni 1917 Einberufung zum Reserve-Feldartillerie-Regiment 10,
    Jan.–Nov. 1918 Reserve-Feldartillerie-Regiment 47 (Westfront),
    13. 11.1918–1.3.1919 als Angehöriger der Freiwilligen Truppenabteilung Haase im Grenzschutz Ost, Vizewachtmeister,
    1919–1923 Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen,
    15. 3.–20. 4.1920 Zeitfreiwilliger im Zeitfreiwilligenbataillon Göttingen (Ruhrkämpfe),
    1923–April 1925 juristischer Vorbereitungsdienst als Gerichtsreferendar,
    April 1925–31. 3.1932 bei der Colonia, Kölnische Feuer- und Kölnische Unfallversicherung AG, beschäftigt,
    16.8.1925 Promotion zum Dr. jur. in Göttingen,
    1928–31. 3.1932 Prokurist der Bezirksdirektion Berlin der Colonia,
    1.9.1929 NSDAP (Nr. 149.075),
    1. 5.1930 Amtswalter der NSDAP,
    1. 6.1930 SS (Nr. 3.199),
    1. 6.–31. 8.1931 Sektionsführer der Sektion Arminius im Gau Berlin der NSDAP,
    1. 10.1931 SS-Sturmführer,
    1. 10.–6. 12.1931 SS-Führer z.b.V. im I. Sturmbann der 25. SS-Standarte (Essen),
    6. 12.1931–20. 4.1933 Führer (m.d.F.b.) des SS-Sturms 3/V/6,
    April 1932–1933 Bezirksbeamter der Karlsruher Lebensversicherungsbank AG in Essen.
    20. 4.1933 SS-Sturmhauptführer,
    20. 4.1933–21. 7.1933 Führer (m.d.F.b.) des SS-Sturmbanns I/25 (Essen),
    21. 7.1933–1.2.1934 Führer (m.d.F.b.) des SS-Sturmbanns IV/58 (Aachen),
    21. 7.1933–17. 10.1933 Stellvertretender Polizeipräsident in Aachen, zugleich mit der Wahrnehmung der Geschäfte
    des Polizeipräsidenten beauftragt,
    18. 10.1933–15. 3.1937 (bis 1. 11.1933 kommissarischer) Polizeipräsident in Aachen,
    1.2.1934–1.1.1937 Führer (bis 12. 5.1934 m.d.F.b.) der 58. SS-Standarte (Aachen),
    28. 2.1934 SS-Sturmbannführer,
    12. 5.1934 SS-Standartenführer,
    1. 1.1937 Übernahme als hauptamtlicher SS-Führer,
    1. 1.1937–1. 11.1938 Führer des SS-Abschnitts XXXIV (Neustadt an der Weinstraße),
    15. 3.1937 als Polizeipräsident in den einstweiligen Ruhestand versetzt,
    22. 4.1937 zur Disposition gestellt,
    9. 11.1937 SS-Oberführer,
    1938 Oberleutnant d.R.,
    1. 11.1938–1.6.1939 SS-Führer im Stab des SS-Hauptamts,
    1.6.1939–12. 9.1942 Amtschef und Chef des Personalamtes-SS/Zentralkartei im SS-Hauptamt,
    28. 8.1939 zur Wehrmacht einberufen,
    15. 12.1939 Kommandeur der II./SS-Totenkopf-Artillerie-Ersatzabteilung (Oranienburg),
    1. 3.1940 Übernahme in die Waffen-SS als Reserveführer,
    1.3.1940 SS-Sturmbannführer d.R. der Waffen-SS,
    1. 3.–9. 11.1940 Kommandeur der Leichten Artillerie-Abteilung des SS-Totenkopf-Artillerie-Regiments,
    9. 11.1940 SS-Obersturmbannführer d.R. derWaffen-SS,
    9. 11.1940–30. 5.1941 Kommandeur der I. (Schweren) Artillerie-Abteilung der SS-Totenkopf-Division,
    30. 5.1941–12. 9.1942 Führer des SS-Artillerie-Ersatz-Regiments,
    1. 9.1942 SS-Standartenführer d.R. der Waffen-SS,
    12. 9.1942 aus dem Reserveverhältnis der Waffen-SS entlassen,
    12. 9.–15. 11.1942 SS-Führer im SS-Personalhauptamt,
    15. 11.1942–1.3.1945 Chef der Amtsgruppe II (Führernachwuchs) im SS-Personalhauptamt,
    15. 11.1942–1945 Stellvertreter des Chefs des SS-Personalhauptamtes,
    20. 4.1943 Übernahme in das aktive Dienstverhältnis derWaffen-SS,
    20. 4.1943 SS-Oberführer der Waffen-SS,
    30. 1.1944 SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS,
    1. 3.1945 Chef der Amtsgruppe C (Personalamt Waffen-SS) im SS-Personalhauptamt.
    Nach dem Krieg als Vertreter in der freien Wirtschaft tätig.


    4.) SS-Dienstgrade :
    1.10.1931 : Stuf.
    20.4.1933 : Hstuf.
    28.2.1934 : Stubaf.
    12.5.1934 : Staf.
    9.11.1937 : Oberf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Kauffmann, Artur


    1.) Lebensdaten :
    * 10. 12.1897 Schwirsen/Krs. Thorn
    †21. 6.1942 Wippra (Südharz)


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Verwaltungslehre
    Verwaltungsdirektor


    3.) Biographie :
    1904–1912 Volksschule in Briesen (Westpr.), dann Lehrling beim Landratsamt Briesen,
    Aug. 1914 Kriegsfreiwilliger, »aber nach 14tägiger Militärzeit wieder entlassen«,
    Nov.1915–17. 5.1919 Abteilungsleiter beim Kreisausschuß Ratzeburg in der Verwaltung des Lauenburgischen Kommunalverbandes,
    1. 12.1919–31. 3.1921 bei der Landesgrenzpolizei Osten, Abschnitt Stolp,
    1.4.1921–April 1933 Hilfsarbeiter und Abteilungsleiter beim Krankenversicherungsverband Stolp (Pomm.),
    9. 11.1923 Kontaktaufnahme zur NSDAP,
    1924/25 NSFP,
    19. 10.1925 Eintritt in die NSDAP (Nr. 20.025), zunächst Ortsgruppenleiter der NSDAP in Stolp, dann
    Kreisleiter der Kreisgruppe Stolp der NSDAP, Stadtverordneter in Stolp,
    1926 SA, SA-Mann,
    1930 SS-Anwärter,
    1931 Eintritt in die SS (Nr. 13.225),
    1. 3.1932 SS-Mann,
    1. 3.1932 SS-Scharführer.
    April 1933 vom Beauftragten des Reichsarbeitsministers für die Ortskrankenkassen der Provinz Pommern nach Stettin berufen,
    April 1933–Juli 1935 Geschäftsführer der Landesstelle Pommern des Reichsverbands der Ortskrankenkassen (RdO), um 1934 nebenamtlicher Abteilungsleiter bei der Gauleitung Pommern der NSDAP (im Rang eines Kreisleiters),
    Aug. 1934–Nov. 1936 Stellvertretender Gauleiter des Gaus Pommern der NSDAP,
    1. 1.1935–14. 6.1937 ehrenamtlicher Mitarbeiter im SD-Oberabschnitt Nord (Stettin),
    9. 2.1935 SS-Untersturmführer,
    9.2.1935–14. 6.1937 ehrenamtlicher SS-Führer im SD-Hauptamt,
    8.4.1935 SS-Obersturmführer (mit Patent vom 20. 4. 1935),
    Juli 1935 Leiter der Landesversicherungsanstalt Pommern, Landesrat der Provinz Pommern, ehrenamtlicher SS-Führer beim SD-Oberabschnitt Nord,
    23. 4.1936 SS-Obersturmbannführer,
    9. 11.1936 SS-Standartenführer,
    Nov. 1936 Einleitung eines Parteigerichtsverfahrens wegen »ehebrecherischer Beziehung zu der Frau eines Parteigenossen und außerehelichen geschlechtlichen Verkehr mit einer seiner untergebenen Büroangestellten«,
    Febr. 1937 durch das Oberste Parteigericht der NSDAP verwarnt und Aberkennung der »Fähigkeit zur Bekleidung eines Parteiamtes auf die Dauer von 3 Jahren (bis 17. 2. 1940)«,
    14. 6.1937 aus der SS entlassen,
    um 1940 Verwaltungsdirektor in Halle/S.,
    16. 5.1940 Antrag auf Wiederaufnahme in die SS »mit meinem alten Dienstgrad«


    4.) SS-Dienstgrade :
    1.3.1932 : SS-Mann
    1.3.1932 : Scharf.
    9.2.1935 : Ustuf.
    8.4.1935 : Ostuf.
    23.4.1936 : Ostubaf.
    9.11.1936 : Staf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1936, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Kiehn, Fritz


    1.) Lebensdaten :
    * 15. 10.1885 Burgsteinfurt
    †1. 9.1980 Schwenningen


    2.) Ausbildung :
    Realschule
    Kaufm. Lehre
    Kaufmann


    3.) Biographie :
    1892–1895 Volksschule in Burgsteinfurt,
    1895–1901 Realschule in Lemgo,
    1901–1903 kaufmännische Lehre in einer Kartonagefabrik in Hannover, zugleich Schüler an der dortigen höheren Handelsschule,
    1903–1908 kaufmännische Tätigkeit als Reisender verschiedener Betriebe im In- und Ausland,
    16. 7.1908–1912 feste Anstellung als Handlungsreisender (Fabrikbeamter) bei der Kartonagenfirma Birk-Koch, Trossingen (Württ.),
    1. 7.1912–1921 Inhaber einer Buch-, Papier-und Kunsthandlung in Trossingen, zudem als Reisender tätig,
    1914–1917 Kriegsdienst beim Ulmer Feldartillerie-Regiment Nr. 49,
    1915 Gefreiter d.R.,
    1917 verwundet und danach in der Heimat,
    1920/21 selbständiger Versandhändler für Zigarettenpapier,
    1921 Inhaber der Firma Efka-Werk Fritz Kiehn, Trossingen (Fabrikation von Zigarettenpapier),
    1921–1933 Geschäftsführer der Efka-Werke, Trossingen,
    April 1930 NSDAP (Nr. 233.075),
    26. 5.1930 Gründer der Ortsgruppe Trossingen der NSDAP,
    26. 5.1930–Dez. 1933 Ortsgruppenleiter der Ortsgruppe Trossingen der NSDAP,
    1930–1932 Kreisleiter des Kreises Tuttlingen der NSDAP, Gauredner der NSDAP in Württemberg,
    Nov.1931–1945 Stadtrat in Trossingen.
    Jan. 1933 Einleitung eines (im Aug. 1933 eingestellten) Verfahrens beim Reichs-USchlA der NSDAP (München) wegen angeblicher »Schädigung der Partei«, zudem der versuchten »Bildung einer Straßer-Gruppe« angeschuldigt,
    15. 3.1933 Eintritt in die SS (Mitgliedsnr. 239.095) als SS-Anwärter in der 63. SS-Standarte,
    Mai 1933 Gleichschaltungskommissar für den Deutschen Handharmonika Verband (DHHV),
    Mai 1933 Kreisinspektor für die Oberämter Rottweil und Oberndorf,
    17. 5.1933 Bezirksleiter der Wirtschaft für das Gebiet des Landesarbeitsamtes Südwest,
    Juni 1933–31. 12.1942 Präsident der Industrie-und Handelskammer Rottweil,
    Juni–Herbst1933 Vorsitzender des Verbandes Württembergischer Industrieller,
    1933–April 1934 Vizepräsident des Württembergischen Industrie-und Handelstags (Stuttgart),
    1933 Mitglied des Vorstandes des Deutschen Auslands-Instituts (Stuttgart),
    1. 8.1933 zum Stab der 63. SS-Standarte überwiesen,
    Herbst 1933 Präsident der Landesgruppe Württemberg des Reichsstands der deutschen Industrie,
    Jan.1934 Mitglied des Führerbeirats des Südwestdeutschen Kanalvereins,
    April 1934 Präsident des Württembergischen Industrie- und Handelstags,
    26. 4.1934–31. 12.1942 (bis Juni 1934 kommissarischer) Präsident der Industrie-und Handelskammer Stuttgart,
    1934 Mitglied des Aufsichtsrats der NSU-Werke AG, Neckarsulm,
    Juni 1934 Mitglied des Aufsichtsrats der C. D. Magirus AG, Ulm, Kreisjägermeister des Kreises Tuttlingen,
    7.8.1934 Bezirkswirtschaftsführer in der Gesamtorganisation derWirtschaft für den Treuhänderbezirk Südwest, 12. 9.1934 Mitglied des Beirats der Stiftung »Das Ehrenmal der Deutschen Leistung im Ausland« (Stuttgart),
    20. 9.1934 SS-Mann,
    27. 11.1934–Jan. 1936 Leiter der Wirtschaftskammer für Württemberg und Hohenzollern, zugleich Leiter der Bezirksausgleichstelle für öffentliche Aufträge bei der Wirtschaftskammer Württemberg-Hohenzollern,
    27. 11.1934 Vorsitzender des Aufsichtsrats der C. D.Magirus AG, Ulm,
    1935–1937 stellvertretender Gauwirtschaftsberater der Gauleitung Württemberg-Hohenzollern der NSDAP (mit der Berechtigung zum Tragen der Uniform eines Gauamtsleiters),
    13. 1.1935 SS-Sturmmann,
    12. 3.1935 SS-Rottenführer,
    Juni 1935–1945 Erster Beigeordneter der Stadt Trossingen (»König von Trossingen«),
    9. 9.1935 zeitweilig Erwerb der Aktienmehrheit der Magirus-Werke in Ulm,
    9. 9.1935 Generaldirektor der C. D. Magirus AG, Ulm,
    10. 9.1935 SS-Unterscharführer,
    Jan. 1936–31. 12.1942 Präsident der Wirtschaftskammer Württemberg und Hohenzollern (Land Württemberg und Regierungsbezirk Sigmaringen),
    1936–1943 Mitglied der deutschen Gruppe der Internationalen Handelskammer,
    1.6.1936 SS-Hauptscharführer,
    20. 9.1936–1.4.1937 Fürsorgereferent der 63. SS-Standarte (Reutlingen),
    1. 4.1937–15. 6.1938 SS-Führer beim Stab des SS-Abschnitts XXIX,
    9. 11.1936 SS-Untersturmführer, Fürsorgereferent der 63. SS-Standarte (Reutlingen),
    20. 4.1937 SS-Obersturmführer,
    4.2.1938 Wehrwirtschaftsführer und Vorsitzender des Wehrwirtschaftlichen Ausschusses bei der Wirtschaftskammer (später: Wehrwirtschaftsrat) für den GauWürttemberg,
    20. 4.1938 SS-Hauptsturmführer,
    15. 6.1938–1945 ehrenamtlicher SS-Führer im Persönlichen Stab RFSS,
    20. 4.1942 SS-Obersturmbannführer, Mitglied des Freundeskreises des Reichsführers SS Heinrich Himmler, Leiter des Wehrwirtschaftsrats für den Gau Württemberg-Hohenzollern, Präsident der Landesgruppe Württemberg des Reichsstands der deutschen Industrie, Beirat der Reichswirtschaftskammer (Berlin), Mitglied des Aufsichtsrats der Flughafen Württemberg AG, Stuttgart,
    3. 8.1938 Einleitung eines Gaugerichtsverfahrens (auf Anweisung des Obersten Parteigerichts) wegen »Beziehungsjägerei« und »schmierigen Geschäftsgebahrens«,
    28. 2.1939 Urteil des Gaugerichts Württemberg-Hohenzollern,
    Juni 1939 im Berufungsverfahren vom Obersten Parteigericht mit einer Verwarnung bestraft,
    9. 11.1940 SS-Sturmbannführer;
    Okt. 1943 Mitglied des Stabes des Generalkommissars für die Kugellagerproduktion,
    24. 1.1945 Kauf der Cellulosefabrik Okriftel,
    März 1945 mit seiner Familie aus Trossingen nach Tirol geflohen.
    12. 5.1945 zusammen mit seiner Ehefrau von US-Soldaten in Innsbruck verhaftet, anschließend in 14 Lagern und Gefängnissen interniert,
    4. 1.1949 aus der Haft entlassen, danach zunächst in Ermingen (Krs. Ulm) wohnhaft, dann in Nußdorf (die Rückkehr nach Trossingen war ihm von der Militärregierung zunächst verboten worden),
    14. 12.1949 von der Spruchkammer Tübingen zu einer Geldbuße von 30.000 DM verurteilt (»Minderbelasteter« mit einer Bewährungsfrist bis 9. 4. 1951),
    Dez. 1950 Einstellung des Verfahrens wegen Beihilfe zum Mord an Hermann Mattheiss durch das Landgericht Ellwangen, Mitglied der Freien Wählervereinigung (FWV) in Trossingen,
    1953–1956 Gemeinderat in Trossingen (1956 Mandat aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt), Ehrenvorsitzender
    des Trossinger Reitvereins,
    15. 10.1955 erneut Ehrenbürger der Stadt Trossingen,
    1956 Kreisjägermeister (Vorsitzender) der Kreisjägervereinigung Tuttlingen,
    1957 Vorsitzender des Musikvereins Trossingen,
    April 1958 Verdienstnadel des Bundes Süddeutscher Volksmusiker,
    15. 10.1960 Ehrenplakette des Deutschen Leichtathletikverbandes,
    15. 10.1960 Ehrennadel des württembergischen Landessportbundes,
    15. 10.1960 Heger-Nadel (höchste Auszeichnung des Deutschen Jagdschutzverbandes),
    15. 10.1960 Ritter des Internationalen St. Hubertus-Jagdordens,
    1962 Ehrenbürger der Universität Innsbruck,
    9. 7.1966 Ehrensenator der Universität Innsbruck, Mitglied des Lionsclubs in Tuttlingen,
    1968 vorübergehende Aufnahme des ehemaligen Reichsjugendführers Baldur von Schirach im eigenen Hause,
    1972 Eintritt in den Ruhestand.


    4.) SS-Dienstgrade :
    15.3.1933 : Anwärter
    20.9.1934 : SS-Mann
    13.1.1935 : Strm.
    12.3.1935 : Rottf.
    10.9.1935 : Uscha.
    1.6.1936 : Hscha.
    9.11.1936 : Ustuf.
    20.4.1937 : Ostuf.
    20.4.1938 : Hstuf.
    9.11.1940 : Stubaf.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Kirchner, Alfred


    1.) Lebensdaten :
    * 28. 08.1887 Dingsleben
    † unbekannt


    2.) Ausbildung :
    Volksschule
    Landw. Schule
    Landwirt


    3.) Biographie :
    1894–1902 Volksschule, anschließend zwei Jahre in der väterlichen Wirtschaft praktisch tätig,
    1905–1908 Acker- und Wiesenbauschule in Würzburg,
    1908/09 wieder in der väterlichen Wirtschaft tätig,
    03. 08.1914 zum Reserve-Infanterie-Regiment 110 einberufen (Westfront),
    Nov. 1914 Unteroffizier,
    10. 5.1917 Vizefeldwebel,
    Mai 1917 bei Reims schwer verwundet, anschließend in einem Feldlazarett, dann in die Heimat überwiesen,
    Ende 1917 dem Ersatzbataillon Neubreisach (Elsaß) überwiesen und mit der Wahrnehmung der Kompanie-
    Feldwebelgeschäfte beauftragt,
    1919 selbständiger Landwirt in Dingsleben,
    1919 Bürgermeister von Dingsleben,
    1921–1927 Mitglied des Jungdeutschen Ordens,
    1925 Vorsitzender der Landgemeinden des Kreises Hildburghausen,
    1.3.1932 Eintritt in die NSDAP (Mitgliedsnr. 1.184.269).
    1933 Zweiter Vorsitzender des Kreisrats des Kreises Hildburghausen, Vorsitzender der Kreislandwirtschaftskammer und des Landgemeindeverbandes des Landkreises Hildburghausen, Mitglied der Thüringischen Hauptlandwirtschaftskammer (Weimar) und des Thüringischen Landkreistages (Weimar),
    Mai 1933 mit der kommissarischen Führung des Kreislandbundes Hildburghausen-Sonneberg beauftragt,
    Okt. 1933–1945 Kreisbauernführer der Kreisbauernschaft Hildburghausen, zugleich Mitglied des Thüringischen Landesbauernrats,
    Nov. 1933 erfolglos zur Reichstagswahl vorgeschlagen, Verbandsleiter des Verbandes fränkisch-thüringischer Hausbrauer, zugleich Kreisamtsleiter des Amtes für Agrarpolitik (ab 5. 9.1942 Amt für das Landvolk) des Kreises Hildburghausen der NSDAP, Kreis- und Gauredner der NSDAP,
    1.4.1934 Eintritt in die Allgemeine-SS (Mitgliedsnr.232.184) als SS-Anwärter beim SS-Sturm 2/57,
    30. 8.1934 SS-Mann,
    20. 7.1935 SS-Sturmmann,
    30. 1.1936 SS-Rottenführer,
    20. 4.1936 SS-Unterscharführer,
    9. 11.1936 SS-Oberscharführer,
    20. 4.1938–1.6.1944 SS-Führer im RuSHA, Bauernreferent der 57. SS-Standarte (Meiningen),
    1. 6.1944–1945 SS-Führer in der 57. SS-Standarte (unter Beibehaltung seiner Dienststellung als Bauernreferent der 57. SS-Standarte).


    4.) SS-Dienstgrade :
    1.4.1934 : Anw.
    30.8.1934 : SS-Mann
    20.7.1935 : Strm.
    30.1.1936 : Rottf.
    20.4.1936 : Uscha.
    9.11.1936 : Oscha.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1933, oder früher; Signatur: Public Domain

  • Klausner, Hubert


    1.) Lebensdaten :
    *1. 11.1892 Raibl (Südkärnten, 1918 Cave del Predil/Italien)
    †12. 2.1939 Wien


    2.) Ausbildung :
    Gymnasium
    Berufssoldat


    3.) Biographie :
    Volksschule und Gymnasium (bis zur Matura) in Villach, Mitglied der pennalen Corporation Arminia,
    1. 10.1912 Eintritt in das k.u.k. Feldjägerbataillon Nr. 8 als Einjährig-Freiwilliger,
    1913 kommandiert zur Reserveoffiziersschule,
    21. 3.1914 als Fähnrich aktiviert,
    1. 8.1914 Leutnant,
    Aug. 1914–1916 Kriegseinsatz beim Pionierbataillon 8 (Galizien, ab 1915 italienische Front),
    1915 Oberleutnant,
    Dez. 1915 in Galizien verwundet, danach nur noch im Hinterland verwendet,
    1916/17 Unter-Abteilungs-Kommandant der Rekonvaleszenten-Sammelstelle in Klagenfurt,
    1917–Nov. 1918 Leiter des Rekonvaleszentenhauses der k.u.k. Armee in Triest,
    1918–1920 Volkswehr, zunächst Kompanieführer im Feldjägerbataillon Nr. 8, dann Kommandant des Volkswehrbatallons der Achterjäger,
    April 1920 Übernahme in das österreichische Bundesheer,
    Jan. 1921 Hauptmann,
    1921 in das Alpenjäger-Regiment Nr. 11 versetzt,
    1922 österreichische NSDAP,
    1927 Austritt aus der NSDAP,
    1930 Major,
    14. 2.1931 Wiedereintritt in die NSDAP (Nr. 440.737),
    Mai 1931–Juni 1933 Gemeinderat in Klagenfurt,
    Jan.–Mai 1933 Stellvertretender Gauleiter des Gaus Känten der NSDAP (Klagenfurt), zugleich Kommunalreferent der Gauleitung Kärnten der NSDAP,
    März–Mai 1933 Bezirksleiter der Bezirke Klagenfurt-Stadt und -Land der NSDAP,
    Mai 1933–Okt. 1936 Gauleiter des Gaus Kärnten der (ab Juni 1933 illegalen) NSDAP,
    Juni 1933 verhaftet, in das Landesgericht Klagenfurt eingeliefert und wegen Hochverrats angeklagt,
    Juni 1933 mit Wartegebühr aus dem österreichischen Bundesheer beurlaubt,
    Jan. 1935 erneut verhaftet,
    18. 1.1935 vom Bundespolizeikommissariat Klagenfurt mit 6 Monaten Arrest bestraft und in das Landesgericht wegen Verdachts auf Hochverrat und Geheimbündelei überstellt,
    25. 1.1935 freigelassen,
    1935–Okt. 1936 Sprecher des Gauleiterkollegiums der NSDAP in Österreich,
    3. 3.–24. 7.1936 erneut aus politischen Gründen inhaftiert,
    Okt. 1936 aus Protest gegen die Politik des österreichischen Landesleiters Josef Leopold als Gauleiter zurückgetreten,
    21.2.–Mai 1938 »Landesleiter (der NSDAP) für Österreich«
    12. 3.1938 Eintritt in die Allgemeine SS (Nr. 292.772) als SS-Oberführer,
    13. 3.–15. 3.1938 Österreichischer Bundesminister für politische Willensbildung,
    15. 3.–24. 5.1938 Minister für politische Willensbildung in der Österreichischen Landesregierung,
    1938 formelle Übernahme in die Wehrmacht als Major,
    23. 4.1938–12. 2.1939 Vertreter des Reichskommissars für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich,
    22. 5.1938–12. 2.1939 Stellvertreter des Reichsstatthalters für die Ostmark,
    22. 5.1938–12. 2.1939 Gauleiter des Gaus Kärnten der NSDAP (von Franz Kutschera vertreten), zugleich Gauobmann der Gauwaltung Kärnten der DAF (Klagenfurt),
    1. 6.1938–12. 2.1939 Landeshauptmann von Kärnten,
    30. 6.1938 aus dem aktiven Wehrdienst ausgeschieden,
    1.7.1938 Oberstleutnant (mit RDA vom 1. 7. 1930),
    11. 9.1938 SS-Brigadeführer.


    4.) SS-Dienstgrade :
    12.3.1938 : Oberf.
    11.9.1938 : Brif.


    5.) Quellen:
    BN45-LIL
    Bild : Aufnahme-Datum: 1938, oder früher; Signatur: Public Domain


    Ergänzung: Traueranzeigen Hubert Klausner