Kriegsgefangenschaft

  • Hallo Cisco, mal ne Frage. Was ist das für ein Archiv?


    http://www.nationalarchives.gov.uk/catal...sp?sLeafletID=7


    http://www.nationalarchives.gov.uk/catal...afletID=303&j=7


    Ich schau da rein wie ein Schwein ins Uhrwerk. Kann man die anschreiben und Unterlagen anfordern?


    Gruß
    caesaris

    Viele Grüße aus Berlin
    Caesaris


    B.Brecht: „Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.“

    Edited 2 times, last by caesaris ().

  • Halb so wild. Ich habe seit ich hier im Forum stöbere ja schon so einiges raus bekommen. Manches konnte ich mit den Aufzeichnungen meines Vaters abgleichen. Schon interessant, wenn da Aussagen deckungsgleich sind.


    Zum Bspl. das hier: http://home.arcor.de/kriegsgef…uk/aegypten/aegypten.html


    Die Liste enthält die verschiedenen Lager in Ägypten. In zweien war mein Vater. Wäre halt toll, wenn da noch jemand leben würde. Aber ich denke mal, die Chancen sind gering und schwinden täglich.


    Gruß
    caesaris

    Viele Grüße aus Berlin
    Caesaris


    B.Brecht: „Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.“

  • Danke! Habe es gefunden und probiert....... :D

    Viele Grüße aus Berlin
    Caesaris


    B.Brecht: „Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt.“

  • Hallo, mein Vater war von 1944 bi 1948 in französischer Kriegsgefangenschaft.
    Am 15.08.44 bei Toulon/ Südfrankreich nach Landung der Alliierten gefangen genommen.
    Gibt es Anlaufstellen, die Auskunft über diese Zeit der Gefangenschaft geben, Aufenthaltsort etc.?

  • Nun, eine Anfrage bei der WaSt könnte Dir genauere Infos liefern.


    Vielleicht hast Du noch einen Brief o.ä. wo Du erkennen kannst in welchem Depot (Kg-Lager) er war.


    Sobald du die Depot-Nummer hast, kann man über verschiedene Literatur einiges herausarbeiten


    Ich beschäftige mich gerade mit meinem Großvater, der in Frankreich inhaftiert war und es gibt da durchaus einiges zu finden.

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

    Edited once, last by Papa ().

  • Quote

    Original von Papa
    Nun, eine Anfrage bei der WaSt könnte Dir genauere Infos liefern.


    Vielleicht hast Du noch einen Brief o.ä. wo Du erkennen kannst in welchem Depot (Kg-Lager) er war.


    Sobald du die Depot-Nummer hast, kann man über verschiedene Literatur einiges herausarbeiten


    Von der letzten Einheit, kann man nicht auf die Depot-Nummer schliessen?

    vg
    mra


    -die Feder ist uns von Haus aus ein fremdes Handwerkszeug. Aber nun hat unser Leid einen schreiben heißen –

  • Hallo, von der WaST habe ich nur die Haftzeit, Briefe existieren nicht. Mein Vater sprach nicht über diese Zeit. Einmal nur erwähnte er Antibes.

  • Aus der letzten Einheit deines Vaters kann man evtl. schlussfolgern bei welcher gegnerischen einheit er in Gfangenschaft geriet (und dies auch nur mit erheblicher Unsicherheit).


    In welchem Lager (depot) bzw. in welchen verschiedenen Lagern er dann letzlich landete lässt sich daraus leider nicht ersehen.


    Ich schaue am Dienstag mal, ob ich was zu Antibes finden kann, da ich gerade unterwegs bin und das Buch nicht dabei habe.

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

    Edited once, last by Papa ().

  • Beide Lager befanden sich in der 15. Militärregion Marseille.


    Hyeres - Depot Nr. 153 im Departement Var, Belegungsstärke Sommer 1946 ca.10.000


    Nice - Depot Nr. 159 im Departement Alpes-Maritimes, Belegungsstärke Sommer 1946 ca. 4000


    In Nice befand sich auch eine Deminagekommando (Minenräumkommando).


    Quelle:
    Böhme, Kurt W.: Die deutschen Kriegsgefangenen in französischer Hand, München 1971



    PS: Ein Depot Antibes scheint es nicht gegeben zu haben.

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

    Edited once, last by Papa ().

  • Hallo tsb,


    dieses Buch (Teil einer Serie zu den deutschen Kriegsgefangenen) gibts nur noch antiquarisch, oder Du nutzt die Fernleihe der Bilbilotheken.


    Grüße
    Thomas

  • Ich habe nochmal nachgeschaut.


    In Antibes im Departement Alpes-Maritimes, südwestlich Nice, im Arrondissement Grasse gab es Kg-Lager.


    Genauere Infos habe ich leider nicht.


    Vielleicht findet isch hier noch etwas:


    http://www.moosburg.org/info/stalag/laglinks.html

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  • bestätigt durch Böhme:

    Quote

    Original von Papa
    Nice - Depot Nr. 159 im Departement Alpes-Maritimes, Belegungsstärke Sommer 1946 ca. 4000
    In Nice befand sich auch eine Deminagekommando (Minenräumkommando).
    Quelle:
    Böhme, Kurt W.: Die deutschen Kriegsgefangenen in französischer Hand, München 1971

  • Hallo,
    gab es Kriegsgefangene aus Belgien, die erst um 1961 wieder nach Hause kamen? Ein Kamerad meines Opas aus Hirschau/Oberpfalz
    hat erst dann von seinem Tod berichtet.


    Gruß Lorenz

  • Hallo,
    meinst du
    a) belgische Kriegsgefangene in deutschem Gewahrsam?
    oder
    b) deutsche Kriegsgefangene in belgischem Gewahrsam?
    zu a) die belgischen Kriegsgefangenen wurden nach ihrer Befreiung durch die alliierten Truppen recht schnell rapatriiert. Die dürften alle spätestens im Sommer 1945 wieder zu Hause gewesen sein.
    zu b) die letzten deutschen Kriegsgefangenen in Belgien wurden Ende 1947 nach Deutschland entlassen.
    Hier noch etwas dazu:
    http://home.arcor.de/kriegsgef…tsch/belgien/belgien.html

    Suum cuique

  • Hallo Rainer,
    ich danke dir für deine Antwort. Es handelt sich um einen Deutschen Kameraden. Ich hatte vermutet, das er in Gefangenschaft war. Mich macht es etwas stutzig, weil er erst 1961 beim D.R.K. Suchbild München eine Aussage über meinen Opa gemacht hat. Oder hat das D.R.K. so lange gebraucht, um meiner Oma eine Mitteilung zu machen? Meine Information beziehe ich aus einer Traueranzeige, die meine Oma im Dezember 1961 aufgegeben hat.


    Gruß
    Lorenz