Krankenbuchlager Berlin

  • Hallo zusammen,


    weiß hier jemand über die Zugänglichkeit des Krankenbuchlagers Berlin Bescheid? Auf der Homepage
    http://www.berlin.de/lageso/versorgung/krankenbuchlager/
    ist zu lesen, dass Informationen an Privatpersonen nicht mehr erteilt werden, aber eine Übernahme der Unterlagen durch das Bundesarchiv angestrebt werde. Bei Wikipedia lese ich, dass Teile bereits im Bundesmilitärarchiv in Freiburg seien, geordnet nach Geburtsjahrgängen. Hat hier jemand schon Erfahrung mit dem Krankenbuchlager und deren Archivgut?


    Herzliche Grüße
    Maikäfer

  • Hi Maikäfer,


    tatsächlich gibt es keinerlei Auskünfte mehr an Privatpersonen ...
    Über die Boardsuche läßt sich finden, seit wann genau und warum.


    Hier ist ein Beitrag aus einem der alten Themen, der sich mit Deiner
    Frage "Was liegt bei der WASt." beschäftigt: Krankenbuchlager, S.3.


    Nachgetragen aus dem Thema "Petition Krankenbuchlager" (klick):


    Quote

    Die wichtigen Unterlagen, die Lazarettkrankenbücher, mit insgesamt
    fast 100 Mio Einträgen für beide Weltkriege liegen leider immer noch
    unbenutzbar für Privatpersonen im KBL.


    Daran hat sich nach meiner Kenntnis bis heute nichts geändert.


    Grüße, Kordula


    Edit: Ergänzung Lazarettkrankenbücher

  • Hallo,


    der WAST wurden die Unterlagen übergeben, um Kosten zu sparen. Beide Behörden sind/waren beim Land Berlin "aufgehängt", die (Personal)kosten der WAST trägt aber der Bund (meines Wissens).


    Bei einer Personalabfrage werden seit dem bei der Auskunft auch automatisch die Unterlagen des Krankenbuchlagers mit herangezogen.



    Gruß
    Dieter


  • Hallo, Dieter!


    Kurzer Zwischenruf meinerseits ...


    1. Nicht alle Unterlagen wurden der Wast übergeben. Vieles (vor allem die schönen Sachen) liegt noch beim KBL.


    2. Land Berlin: ja. Bund: auch ja.


    3. Bei einem militärischen Werdegang?
    3. a. Externe Anfrage beim KBL : Nein. Niemals.
    3. b. Interne Überprüfung der wenigen vom KBL übernommenen Unterlagen: "bei Bedarf" ... aber eher: nein.


    Soweit der aktuelle Stand.


    Gruß Dinah

  • Hallo Dinah,


    ich möchte hier nur das kurz schildern, wie es bei mir abgelaufen ist:


    Vater-Marine/ Onkel-Heer


    2004 WAST:
    -mil.Werdegang mit Lazarettaufenthalten (ohne Befund) von Beiden


    2007 Kenntnis vom KBL und Antrag für meinen Onkel, hier:
    -genauer Ort und Beschreibung der Verwundung
    -Ort HVPl/ Armee-Feld-Laz.
    -Verlegung in die Heimat: Schiff/ Laz.-Zug/ Res.Laz.


    2008 Antrag für meinen Vater:
    -keine Auskunft, Hinweis auf Abgabe an WAST


    2009 WAST: Einsicht in alle vorhandenen Originalunterlagen der Beiden
    -dabei: Unterlagen des KBL


    Mein erster Beitrag bezog sich auf meine eigenen Erfahrungen.
    Es aber richtig, daß die WAST bei Auskunften die Erkrankungen/ Verwundungungen nicht immer umfassend angibt, auch um die Familienangehörigen zu schonen.
    Es könnte nämlich sein, daß bei einer Erkrankung "geschlechtskrank" steht (die in der Regel eine Urlaubssperre nach sich zog).
    Wer möchte schon so etwas von seinem Vater, Onkel ... wissen, also geht die WAST behutsam mit diesen Daten um.



    Gruß
    Dieter

  • Hallo, Dieter!


    Du "schummelst" doch. :D;):D "Einsicht in die Unterlagen" ... Wer kann denn schon direkt Einsicht in irgendwelche Unterlagen nehmen? Die meisten stehen ja nicht vor der Tür, sondern wenden sich schriftlich dorthin. :rolleyes: ... zumal es sich bei dieser Behörde nicht um ein Archiv handelt und die meisten Unterlagen dort gar nicht zum Angucken sind. Da hast Du ziemliches Glück gehabt! Das dürfte nicht die Regel sein (nur schon mal vorsorglich erwähnt, damit niemand enttäuscht ist, dass er nicht in die Unterlagen schauen darf)


    Global gesehen ist die Überprüfung der KBL-Unterlagen (intern und extern) die große Ausnahme.


    Meine Beiträge beziehen sich immer nur auf meine eigenen Erfahrungen. Dafür ist ein Forum ja da - jeder sagt, was er weiß oder denkt zu wissen und im Zusammenspiel gibt das dann ein Gesamtbild.


    Schönen Abend noch wünscht Dinah


    Ach so ... Ich würde übrigens sehr wohl wissen wollen, ob mein Opa Geschlechtskrankheiten, Malaria oder "nur" Masern hatte. Warum auch nicht? Mein Opa ist entweder tot oder hat mir eine Vollmacht gegeben, dass ich eine Auskunft über ihn erhalten darf ... Ich persönlich steh ja auf dem Standpunkt: "wer Fragen stellt, darf sich vor Antworten nicht fürchten". Das ist nur meine private (unausgelebte) Meinung.  8)

  • Quote

    Original von Dinah
    Ach so ... Ich würde übrigens sehr wohl wissen wollen, ob mein Opa Geschlechtskrankheiten, Malaria oder "nur" Masern hatte. Warum auch nicht? Mein Opa ist entweder tot oder hat mir eine Vollmacht gegeben, dass ich eine Auskunft über ihn erhalten darf ... Ich persönlich steh ja auf dem Standpunkt: "wer Fragen stellt, darf sich vor Antworten nicht fürchten". Das ist nur meine private (unausgelebte) Meinung.  8)


    Ganz meine Meinung, Dinah! Und ich finde es vollkommen inakzeptabel, wenn irgendwelche Angestellten einer Behörde oder eines Archivs sich herausnehmen zu entscheiden, welche Informationen über meine Familienangehörigen sie mir geben und welche nicht! Ich habe auch schon gehört, dass das BA zum Teil auch den "Ärztlichen Untersuchungesbogen" des Rasse- und Siedlungshauptamtes, der anlässlich einer geplanten Heirat von SS-Angehörigen erstellt wurde, nicht zur Einsicht bereitstellt.


    Herzliche Grüße
    Maikäfer