707. Infanterie-Divison / I.R. 727+747

  • Hallo alle miteinand,


    ich dachte ich "pimpe" mal ein bißchen die 707te und ihre beiden Regimenter:



    707. Infanterie-Division


    1. Einsatz und Unterstellung:
    Aufgestellt am 2. Mai 1941 als bodenständige Infanterie-Division der 15. Welle aus Ersatzeinheiten im WK VII. [1]


    [Streiche: ]
    Ab Anfang August 1941 nahm die Division am Ostfeldzug teil. Sicherungsaufgaben im rückwärtigen Gebiet der Heeresgruppe Mitte bei 9. Armee im Raum Shisdra, Brjansk, Orel und Kursk. Kämpfe gegen Partisanen in den Wäldern bei Brjansk.
    Einsatz im Frühjahr 1943 als Stellungs-Division im Kampfraum Orel bei Dimitrijew. 1943 Teilnahme am Unternehmen "Freischütz“. Kämpfe gegen Partisanen im Raum nordwestlich Brjansk.


    [Neu: ]
    Während alle anderen Divisionen der 15. Welle als Besatzungstruppen in Norwegen, im Westen und auf dem Balkan eingesetzt wurden, nahm die Division ab Sommer 1941 am Ostfeldzug teil. Als Großverband mit lediglich zwei Infanterieregimentern, einer Artillerie-Abteilung (statt eines Regiments) und ohne panzerbrechende Waffen stellte sie eine besonders kleine Infanteriedivision dar. Die Verpflegungsstärke betrug im Mai 1942 lediglich 4.911 Mann. [2]
    Die Divison hatte zunächst Sicherungsaufgaben in Weißruthenien (Raum Minsk) unter dem Wehrmachtsbefehlshaber Ostland zu erfüllen und dabei einen Raum von etwa 60.000 Quadratkilometern abzudecken. Auf jedes Regiment fiel eine Fläche von der Größe Belgiens. Unterstützt wurden die Truppen durch unterstellte Landesschützenbataillone. Ab März 1942 wurde die Division im rückwärtigen Gebiet der Heeresgruppe Mitte, ab Sommer 1942 fast durchgehend unter Korück 532 (2.Panzer-Armee), später unter 9.Armee im Raum Shisdra, Brjansk, Orel und Kursk eingesetzt. [3]
    Teilnahme an den Unternehmen „Bamberg“ (März/April 1942) und "Freischütz" (21.-26. Mai 1942.) [4]
    Kämpfe gegen Partisanen im Raum nordwestlich Brjansk.
    Einsatz im Sommer 1943 als Fronteinheit im Kampfraum Orel bei Dimitrijew (ohne I.R.747) [3]
    Angriffs und Abwehrkämpfe bei Ordschonikidzegrad im Raum Brjansk. Sicherung an der Dessna, den Ssosh bis hinter den Dnjepr im Raum Shobin-Schatiliki-Paritschi-Bobruisk. In den Ausbruchskämpfen aus dem Kessel von Bobruisk bei der Heeresgruppe Mitte wurde die Division vernichtet und am 3. August 1944 formell aufgelöst.


    [Neu: ]
    Die 707. Infanterie-Division und hier insbesondere das Infanterie-Regiment 727 war in zahllose völkerrechtswidrige Handlungen verstrickt, so in umfangreiche Judenerschießungen während des Vormarsches im Herbst 1941 und bei Partisanenunternehmen 1942/43.


    Einsatz und Unterstellung aus der alten Version!!



    [streiche: ]
    2.Divisionskommandeure:
    3. Mai 1941 Generalmajor Gustav Freiherr von Mauchenheim
    22. Februar 1943 Generalleutnant Hans Freiherr von Falkenstein
    25. April 1941 Generalleutnant Wilhelm Rußwurm
    1. Juni 1943 Generalleutnant Rudolf Busich
    3. Dezember 1943 Generalmajor Alexander Conrady
    12. Januar 1944 Generalleutnant Rudolf Busich
    15. Mai 1944 Generalmajor Gustav Gihr


    [neu: ]
    2.Divisionskommandeure:
    25. April 1941 Generalleutnant Wilhelm Rußwurm
    3. Mai 1941 Generalmajor Gustav Freiherr von Mauchenheim
    22. Februar 1943 Generalleutnant Hans Freiherr von Falkenstein
    1. Juni 1943 Generalleutnant Rudolf Busich
    3. Dezember 1943 Generalmajor Alexander Conrady
    12. Januar 1944 Generalleutnant Rudolf Busich
    15. Mai 1944 Generalmajor Gustav Gihr


    weitere Stellenbesetzungen am 20. September 1943:
    Ia: Oberstleutnant i.G. Edmund Graf von Bullion
    Ib: Oberleutnant d.R. Schulz
    Ic: Oberleutnant d.R. v. Grolmann
    IIa: Hauptmann d.R.z.V. Paul Thyssen

    3. Gliederung:
    Infanterie-Regiment 727
    Infanterie-Regiment 747
    Artillerie-Abteilung 657
    Pionier-Bataillon 707
    Divisionseinheiten 707



    [Neu: ]
    4. Quellen:
    [1] Tessin
    [2] BA-MA, RH 26-707/8, Gefechts- und Verpflegungsstärken der 707. Infanterie-Division, Mai 1941, zitiert nach: Peter Lieb, Täter aus Überzeugung …
    [3] Peter Lieb, Täter aus Überzeugung …
    [4] David Hohm, „Durchstreiftes Gebiet frei von Juden und Partisanen – Erschossen 133. Keine Waffenbeute“ – Massenverbrechen im Zuge der Partisanenbekämpfung am Beispiel des ‚Unternehmens Bamberg’ in Weißrussland, Hauptseminararbeit 2007


    [Streiche: ]
    4. Literatur:
    Keine Literatur bekannt.


    [Neu: ]
    5. Literatur:


    Hannes Heer: Gustav Freiherr von Mauchenheim, genannt Bechtolsheim - ein Wehrmachtsgeneral als Organisator des Holocaust in: Mallmann/Paul "Karrieren der Gewalt - Nationalsozialistische Täterbiographien", Darmstadt 2004, S. 33-46.


    Peter Lieb: "Täter aus Überzeugung? Oberst Carl von Andrian und die Judenmorde der 707. Infanteriedivision 1941/42, in: Hartmann/Hürter/Lieb/Pohl, Der deutsche Krieg im Osten 1941 – 1944, München 2009, S. 271 - 306




    Infanterie-Regiment 727

    Aufgestellt am 2. Mai 1941 als Regiment der 15. Welle im WK VII durch die Division Nr. 157 München. Das Regiment unterstand der 707. Infanterie-Division. [1]


    [Streiche: ]
    Am 2. April 1942 meldete das Regiment an den Befehlshaber des rückwärtigen Heeresgebietes nach einem Partisanen-Unternehmen die Erschießung von 133 Juden (keine Waffenfunde) und 224 Partisanen (keine Waffenbeute). Zum 4. April 1942 meldete das Regiment die Erschießung von 47 Juden neben der von 651 Partisanen (Waffenbeute: 3 Funkgeräte, 21 Gewehre, Munition). Außerdem seinen "außer den bei Kampfhandlungen Erschossenen noch etwa 2.000 Partisanen und deren Helfer bei Befriedungsaktionen erschossen worden".


    [Neu: ]
    Zunächst Sicherungsaufgaben in Weißruthenien im Raum Minsk im Rahmen der 707. Infanteriedivision unter dem Wehrmachtsbefehlshaber Ostland und ab März 1942 im rückwärtigen Gebiet der Heeresgruppe Mitte.
    Am 2. April 1942 meldete das Regiment an den Befehlshaber des rückwärtigen Heeresgebietes nach einem Partisanen-Unternehmen die Erschießung von 133 Juden (keine Waffenfunde) und 224 Partisanen (keine Waffenbeute). Zum 4. April 1942 meldete das Regiment die Erschießung von 47 Juden neben der von 651 Partisanen (Waffenbeute: 3 Funkgeräte, 21 Gewehre, Munition). Außerdem seinen "außer den bei Kampfhandlungen Erschossenen noch etwa 2.000 Partisanen und deren Helfer bei Befriedungsaktionen erschossen worden". [2] [3]


    Am 15. Oktober 1942 wurde das Regiment in Grenadier-Regiment 727 umbenannt.


    [Neu: ]
    Ab Sommer 1943 im Fronteinsatz. [2]


    [Neu: ]
    Kommandeure:


    Oberleutnant d. Res. Josef Pausinger [2]
    Oberst Maximilian Lasalle von Louisenthal ab Januar 1942 [2]


    [Neu: ]


    Quellen:
    [1] Tessin
    [2] Peter Lieb, Täter aus Überzeugung …
    [3] David Hohm, „Durchstreiftes Gebeit frei von Juden und Partisanen – Erschossen 133. Keine Waffenbeute“ – Massenverbrechen im Zuge der Partisanenbekämpfung am Beispiel des ‚Unternehmens Bamberg’ in Weißrussland, Hauptseminararbeit 2007


    [Neu: ]


    Literatur:
    Peter Lieb: "Täter aus Überzeugung? Oberst Carl von Andrian und die Judenmorde der 707. Infanteriedivision 1941/42, in: Hartmann/Hürter/Lieb/Pohl, Der deutsche Krieg im Osten 1941 – 1944, München 2009, S. 271 - 306



    Infanterie-Regiment 747


    Aufgestellt am 2. Mai 1941 als Regiment der 15. Welle als bodenständiges Regiment durch den Wehrkreis VII. Das Regiment unterstand der 707. Infanterie-Division und wurde am 15. Oktober 1942 in Grenadier-Regiment 747 umbenannt. [2]


    [Neu: ]
    Zunächst Sicherungsaufgaben in Weißruthenien im Raum Minsk im Rahmen der 707. Infanteriedivision unter dem Wehrmachtsbefehlshaber Ostland und ab März 1942 im rückwärtigen Gebiet der Heeresgruppe Mitte. Im Frühsommer 1942 war das Regiment zeitweise der 339. Infanteriedivison unterstellt. Im Sommer 1943 stand das Regiment im rückwärtigen Armeegebiet, während sich der Rest der 707. Infanteriedivision im Fronteinsatz befand. Umbildung zu einer Fronteinheit im Herbst 1943. [2]



    [Neu: ]


    Kommandeure:


    Oberst Carl Ferdinand Wilhelm Freiherr von Adrian - Werburg


    [Neu: ]


    Quellen:
    [1] Tessin
    [2] Peter Lieb, Täter aus Überzeugung …


    Literatur:
    Hannes Heer: Gustav Freiherr von Mauchenheim, genannt Bechtolsheim - ein Wehrmachtsgeneral als Organisator des Holocaust in: Mallmann/Paul "Karrieren der Gewalt - Nationalsozialistische Täterbiographien", Darmstadt 2004, S. 33-46.



    So, ich hoffe das findet Eure Zustimmung.


    Ahoi


    Sinclair

    Mehr sein als scheinen. (Helmuth Graf v. Moltke 1800-1891)

  • Hi
    Habe andere Infos zu den Kdr.:
    3. Mai 1941 Generalmajor Gustav Freiherr von Mauchenheim
    22. Februar 1943 Generalleutnant Hans Freiherr von Falkenstein
    25. April 1941 Generalleutnant Wilhelm Rußwurm
    1. Juni 1943 Generalleutnant Rudolf Busich
    3. Dezember 1943 Generalmajor Alexander Conrady
    12. Januar 1944 Generalleutnant Rudolf Busich
    01. April 1944 Generalleutnant Wilhelm Rußwurm
    15. Mai 1944 Generalmajor Gustav Gihr


    Quelle Mehner
    Jan

    Suche alles über die Endkämpfe, III.SS-Panzerkorps, 11.SS-Pz.Gren.Div.Nordland und die letzten Gliederungen von Divisionen, Kriegsgliederungen der Armeen

  • Hi,


    ja das ist ja auch eine identische Liste. Nur: achte mal auf die Daten, da ist schlicht einer "verrutscht".


    Greetz
    Sinclair

    Mehr sein als scheinen. (Helmuth Graf v. Moltke 1800-1891)

  • Hallo Jan,
    aber Du hast mich auf eine Idee gebracht - nämlich auch mal in den Mehner zu schauen:


    Könnte man diese Zitate im LdW dazustellen(s.u.)? [5]




    ansonsten abgespeckt:
    Teilnahme am Unternehmen "Nachbarhilfe" (Juni 1943) [6]
    Unterstellungen Juni 1943: Sich.Btl.490, Sich.Btl.787, Radfahr-Sich.Btl. 852, Nachschn.-Btl. 586, 1./ Pi.Btl. 321. [6]



    Quelle:
    [5] Mehner, DIE GEHEIMEN TAGESBERICHTE DER DEUTSCHEN WEHRMACHTFÜHRUNG IM ZWEITEN WELTKRIEG 1939 - 1945, Bände 6-10, Osnabrück 1987
    [6] Mehner, DIE GEHEIMEN TAGESBERICHTE DER DEUTSCHEN WEHRMACHTFÜHRUNG IM ZWEITEN WELTKRIEG 1939 - 1945, Band 7, Osnabrück 1987



    TAGESMELDUNGEN VOM 1. MÄRZ 1943


    XXXXVII. Pz.K.: Nach Einnahme von Dobrowodje und Gaponowo ist Feind im Vorgehen mit Panzern in Rifchtung Ssewsk. 5 km südl. Ssewsk Feindpanzer aufgetreten.
    707. I.D.: Feindangriffe mit Panzerunterstützung gegen Merkulowka und Lipki abgewiesen.



    TAGESMELDUNG VOM 2. MÄRZ 1943


    2. Pz.Armee:
    An Südflügel der Armee ist der Feind, die gelungene Überflügelung der letzten Tage ausnutzend, mit mot.- und Pz.Kräften überSsewsk nach Nordwesten vorgestoßen und steht in der tiefen Flanke des XXXXVII. Pz.K. Gleichzeitig stehen die an Zahl weit überlegenen Kräfte des Korps in schwerem Abwehrkampf gegen im Raum nördl. Dmitrijew mit starken Pz.Kräften angreifenden Feind. Absetzen in die neue Widerstandslinie wurde hierdurch stark gestört. Die Truppe kämpft unter den schwierigsten Verhältnissen. 707. I.D. ist altersmäßig und führungsmäßig diesen nicht gewachsen. Trotzdem gibt die Truppe ihr Letztes und kämpft mit großer Tapferkeit.
    XXXXVII. Pz.K.: Der in der tiefen rechten Flanke vorstoßende Feind nach Aufklärung im Vorgehen auf Ssussemka.
    707. I.D.: Neue HKL eingenommen. Lebhafte Feindbewegungen in südl. und südwestl. Richtung.



    TAGESMELDUNG VOM 3. MÄRZ 1943


    2. Pz.Armee:
    Am Südflügel der Armee hat der Gegner offensichtlich die Absicht, einmal mit starken mot- und Panzerkräften nach Nowgorod Serwerskij vorzustoßen und zum anderen, durch massiert geführte, durch starke Pz.Kräfte unterstützte Angriffe die stark geschwächten Kräfte des XXXXVII. Pz.K. im Raum Derjugino auseinander zu sprengen, um den Weg nach Brjansk freizubekommen.
    Die seit 2 Wochen in Nässe und Schneesturm liegende und gegen größte Übermacht mit Panzern heldenhaft kämpfende Truppe der 137. I.D. und besonders der für solchen Kampf in keiner Weise ausgebildeten 707. Sicherungs-Div. (richtig 707. I.D. bodst.) leisten Hervorragendes. Sie verdienen höchste Anerkennung.
    XXXXVII. Pz.K.: (…)
    707. I.D.: Feindeinbruch mit starken Panzerkräften, insgesamt etwa 70, konnte nach zähen Kämpfen 2 km ostw. Bhf. Derjugino zum Stehen gebracht und abgeriegelt werden.



    TAGESMELDUNG VOM 4. MÄRZ 1943


    2. Pz.Armee:
    Am Südflügel der Armee ist Gegner von Sseredina Buda weiter nach ..(unleserlich) vorgestoßen, unter gleichzeitigen heftigen Angriffen mit vers...(unleserlich) Panzerkräften gegen Süd- und Südostflügel des XXXXVII. Pz.K. Die weiterhin stark geschwächte Truppe konnte trotzdem im Wesentlichen ihre Stellungen am heutigen Tage halten. Erneut hat sich bei diesen schweren Angriffskämpfen das G.R.727 der ursprünglich für Bahnsicherungsaufgaben gegliederten 707. I.D. unter der tatkräftigen Führung des tapferen Kdrs., Oberst Frhr. de Lassalle v. Luisenthal, ausgezeichnet. 7 Panzer durch Erdtruppe abgeschossen. (…)
    XXXXVll. Pz.K.: (…)
    707. I.D.: Heftige Feindangriffe mit Panzerunterstützung entlang der ..(unleserlich) abgewiesen. Am rechten Flügel nahm Feind Pritschich Ewdokimowo und Nikolajewka.





    TAGESMELDUNG VOM 5. MÄRZ 1943


    XXXXVII. Pz.K.: (…)
    707. I.D.: Gegen Mitte der Division Feindangriffe in Btls.Stärke und gegen linken Flügel starke Feindangriffe mit Panzerunterstützung abgewiesen.




    TAGESMELDUNG VOM 16. JUNI 1943


    A.O.K. 4:
    Keine besonderen Kampfhandlungen vor Armeefront u. b. Unternehmen "Nachbarhilfe II". Aus dem Unternehmen "Nachbarhilfe II" sind herausgelöst und in ihre alten Einsatzräume in Marsch gesetzt: Alle Teile der 707. I.D., Sich.Btl.490, Sich.Btl.787, Radfahr-Sich.Btl. 852, Nachschn.-Btl.586, 1./ Pi.Btl. 321.



    TAGESMELDUNGEN VOM 3. DEZEMBER 1943


    Heeresgruppe Mitte
    Vor dem Westflügel der 9. Armee verstärkte sich der Feind im Räume von Paritschi. Angriffe gegen den eigenen Brückenkopf blieben hier ebenso erfolglos wie beim XXXV. A.K. gegen die 707. Div..



    TAGESMELDUNGEN VOM 5. DEZEMBER 1943


    Heeresgruppe Mitte
    Auf dem Westflügel der 9. Armee wurden bei Paritschi bis zu Btls.Stärke geführte Feindangriffe zum Teil im Gegenstoß abgewiesen. Beim XXXV. A.K. drang der zur Bereinigung des Einbruchs im Abschnitt Jaschtschizy - Bor (707. Div.) angesetzte Gegenangriff nach Anfangserfolgen nicht durch.






    TAGESMELDUNGEN VOM 16. JANUAR 1944


    Heeresgruppe Mitte
    Auf dem rechten Flügel der 9. Armee griff der Feind gegen die gesamte Front des XXXXI. PZ.KORPS nach heftiger Feuervorbereitung und mit starkem Luftwaffeneinsatz an. Im Abschnitt der 707. Div. gelang ihm ein Einbruch bei Nowosselki und Zidoff. Beide Orte gingen verloren.




    TAGESMELDUNGEN VOM 9. FEBRUAR 1944



    Heeresgruppe Mitte
    9. Armee:
    Auch in der Einbruchsstelle bei LV. AK. im Raum südl. Tursk (20 km nordostw. Slobin) kam es zu ernsten Kämpfen. Unter hohen Feindverlusten wurde die HKL durch Gegenangriff von Teilen 707. I.D. Im wesentlichen wiedergewonnen.



    TAGESMELDUNGEN VOM 27. JUNI 1944


    Heeresgruppe Mitte
    9. Armee:
    Die Masse der Armee wurde im Raum von Bobruisk von ihren rückw. Verbindungen abgeschnitten und eingeschlossen.
    Die Verbindung zwischen dem Brückenkopf ostw. Bobruisk und den westlich der Beresina hart westlich und südlich der Stadt zusammengedrängten Verbänden des XXXV. A.K. und XXXXI. Pz.k. wurde durch stärkere feindl. Panzerkräfte, die von der ostwärtigen Vorstadt aus die Beresina-Brücken sperren, unterbrochen. Ein Versuch, diesen Feind zurückzuwerfen, mißlang. Teile der 134. und 707. I.D. kämpften sich nach Nordwesten zurück und sichern z. Zt. im Beresina-Ollsa-Winkel nordostwärts Golynka.



    Greetz Sinclair

    Mehr sein als scheinen. (Helmuth Graf v. Moltke 1800-1891)