Garnisonsstadt Bautzen

  • Hallo liebe Gemeinde!
    Ich habe mir vorgenommen, heute und in nächster Zeit ein paar Bilder aus meiner Heimatstadt Bautzen einzustellen. Dies betrifft die fünf Kasernen, bzw. was noch übrig ist: Truppenübungsplatz, Schießplatz, Flugplatz und, wenn es sich zeitlich „ermeckern“ lässt, einen Teil des äußeren Verteidigungsringes von 1945.


    Hier der Plan und die Bezeichnungen:



    1: Truppenübungsplatz
    2: Friedrich-August-Kaserne (Husarenkaserne) 1906/1910
    3: Barbara-Kaserne (Artilleriekaserne) 1910/1913
    4: König-Albert-Kaserne (Infanterie-Kaserne) 1875/1877
    5: Alte Kaserne (Infanterie) 1842/1844
    6: Infanterie-Kaserne 1937/1939


    Bautzen ist seit 1764 Garnisionsstadt, 1994 wurde diese Tradition mit der Auflösung des Standortes Bautzen beendet.


    Stationiert von 1932 bis Juli 1939:
    - II./Infanterie-Regiment 10 (1. April / 1.Oktober 1934
    - Infanterie-Regiment 52, Stab, 13./14. Kompanie (15.10.`35 – 01.02.`38)
    - II./Infanterie-Regiment 52 (15.10.`35 – 01.02.`38)
    - II./Infanterie-Regiment 103 (10.11.1938)
    - II./Artillerie-Regiment 4 (01.04.`34 – 12.10.`37)
    - IV./Artillerie-Regiment 14 (01.10.1934)
    - I./schweres Artillerie-Regiment 40 (10.11.1938)
    - Wehrkreisarzt IV mit Sanitätsabteilung (Regiments-Stab)
    - Sanitäts-Staffel (25.01.`36 – 01.02.`38)
    - Ausbildungsleiter 1 (01.04.`37; 01.02.`38)
    - Ausbildungsleiter 2 (01.04.`37; 01.02.`38 wurde am 26.08.`39 IR 425)
    - Wehrbezirkskommando (25.01.`36; 01.04.`37; 01.02.`38)
    - Wehrmeldeamt 1 und 2 (25.01.`36)
    - Wehrmeldeamt (01.04.`37; 01.02.`38)
    - Wehrmachtsfürsorge- und Versorgungsamt (03.01.`39)
    - Standortlazarett (25.01.`36; 01.04.`37; 01.02.`38)
    - Heeresfachschule [V.W.] (25.01.`36; 01.04.`37)
    - Heeresfachschule [V.] (01.02.`38)
    - Heeres-Stabs-Offiziers-Verwaltung (25.01.`36; 01.04.`37; 01.02.`38)
    - Heeres-Verpflegungsamt (25.01.`36; 01.04.`37; 01.02.`38)
    - Heeres-Bauamt (01.04.`37; 01.02.`38)


    RAD
    - RAD-Meldeamt 74 (1939)
    - Arbeitsdienst für die weibliche Jugend, Lager-Gruppe 71 (1939)



    Stationiert von August 1939 bis 1945:
    Heer:
    - Orts-Stützpunkt Bautzen April 1945
    - Infanterie-Ersatz-Regiment 223
    - Infanterie-Ersatz-Bataillon 171
    - Grenadier-Eratz-Bataillon 171
    - Reserve-Infanterie-Bataillon 171
    - Grenadier-Eratz-Bataillon 192
    - Infanterie-Eratz-Bataillon 425
    - Infanterie-Geschütz-Eratz-Kompanie (alt) 255
    - Infanterie-Panzer-Jäger-Ersatz-Kompanie 209
    - Infanterie-Panzer-Jäger-Ersatz-Kompanie 255
    - Festungs-Maschinengewehr-Bataillon 3095
    - Festungs-Maschinengewehr-Bataillon 3096
    - Alarm-Bataillon Bautzen
    - Panzer-Abwehr-Abteilung Bautzen
    - Aufklärungs-Ersatz-Abteilung 225
    - Artillerie-Ersatz-Abteilung 40
    - Fahr-Ersatz-Abteilung 4
    - Kraftfahr-Park-Ersatz-Kompanie 4
    - Veterinär-Ersatz-Abteilung 4
    - Landes-Schützen-Bataillon IX / IV
    - Landes-Schützen-Bataillon 393


    Luftwaffe:
    - Teile IV. (Ergänzung)/Jagdgeschwader 1 (12.02.`45; 21.02.`45)
    - 3./ Nacht-Schlacht-Gruppe 4 (12.02. – 27.02.`45)
    - Stab/ Nah-Aufklärungs-Gruppe 15 (12.02. – 27.02.`45)
    - 1./ Nah-Aufklärungs-Gruppe 15 (12.02. – 27.02.`45)
    - 2./ Nah-Aufklärungs-Gruppe 15 (12.02. – 27.02.`45)
    - Flugplatz-Kommando 3/ IV
    - Flugzeugführerschule A 1 (1944; 1945)


    SS/ Polizei:
    - SS-Totenkopf-Wach-Bataillon Bautzen
    - Außenkommando KZ Groß Rosen-Waggonfabrik (10.`44 – 04.`45)


    Auf die Daten betreffs Aufstellung, bzw. Umstrukturierung der einzelnen Einheiten habe ich aus zeit- und platztechnischen Gründen verzichtet. Außerdem gibt es hier im Forum Leute die mehr Überblick über diese Geschehnisse besitzen.


    Quelle: Tessin; Bautzen als Garnisionsstadt I/ II




    Bis dahin. TYR

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  • Hallo,
    beginnen möchte ich mit der noch wunderbar erhaltenen „Friedrich-August-Kaserne“.
    In Bautzen besser bekannt als „Husaren- oder Kavallerie-Kaserne“.



    I – Wachgebäude (NVA; abgerissen)
    II – Mannschaftshaus 2
    III – Mannschaftshaus 1
    IV – Familienhaus
    V – Kasino (Offiziers-Speiseanstalt)
    VI – Mannschaftshaus (nach 1933 errichtet)
    VII – Kammergebäude
    VIII – Stall 1
    IX – Stall 2
    X – Stall 3
    XI – Stall 4
    XII – Stall 5
    XIII – Reithaus 1
    XIV – Reithaus 2
    XV – Beschlaghaus
    XVI – Krankenstall


    Eingangsbereich mit Dreitoranlage. Das im Jugendstil gehaltene schmiedeeiserne Tor fehlt, der Zaun zeugt allerdings noch von dessen Schönheit. Links und rechts die markanten Mannschaftshäuser I und II. Spiegelbildlich angeordnet und jedes 115 Meter lang. Jedes besitzt einen leicht vorspringenden Mittelbau mit wappengeschmücktem Giebel.

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  • Hereinspaziert, und bitte links halten. Das Familienhaus enthielt 23 Wohnungen für Beamte und verheiratete Unteroffiziere. Jetzt beherbergt es u.a. das Kreis-Wehrersatzamt.


    Weiter gehts zum Kasino. Es liegt an exponierter Stelle auf dem höchsten Punkt des Kasernengeländes, abgetrennt durch eine gepflegte Grünanlage. Es beherbergt heute einen Seniorenverband.

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  • Der turmartige Eingangsbereich von außen.
    Das Kammergebäude, Depot für Kleidung und Effekten der Regimentsangehörigen.
    Dahinter das erst nach 1933 gebaute Mannschaftsgebäude.

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  • Stall 1. Insgesamt 5 Ställe, in H-Form angeordnet, wurden auf dem Gelände der Kaserne gebaut. Deren Länge beträgt zwischen 138 und 158 Meter, die Breite der Ställe 1, 2, 4 und 5 ca. 11 Meter. Stall 3 ist ca. 25 Meter breit und trennt den Exerzierplatz im vorderen Bereich vom Reitplatz im hinteren. Es konnten pro Stall bis zu 158 Pferde untergebracht werden.



    „Die Krippen sind von Zementbeton, die Fußböden in den Stallgassen von kleinen Eisenklinkern und in den Pferdeständen von Zement. Das Schmutzwasser wird durch besondere Vorrichtungen aufgefangen und direkt nach den Schleusen abgeführt. Der Dachboden dient zur Aufnahme von Futter und ist mit einem feuersicheren Fußboden aus schwachen Klinkerziegeln versehen.“ Dresdner Anzeiger, 24.04.1910
    Nach 1945 wurden die Ställe für LKWs uä. genutzt. Die Krippen verfüllt und die Durchgänge zugemauert – rechts im Bild. Heute stehen Autos, Baumaterialien u.ä. darin. Stall 5 wird vom hiesigen THW genutzt.

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  • Blick über den Reitplatz in Richtung Reithaus 1.



    Das Reithaus 1 mit einer Länge von 113 m und einer Breite von ca. 19 m. Hier befanden sich 3 völlig für sich abgeschlossene Reitbahnen. Der Anbau mittig des Gebäudes und die am linken und rechten (nicht sichtbar) Gebäudeende hatten die Funktion eines Kühlstalles. In der Mitte ist jetzt der Eingang und der ehemalige Stall wird seit NVA-Zeiten als Turnhalle genutzt. Der rechte Teil ist für Fuß- und Handball nutzbar, und im linken trainiert der hiesige Polizeisport-Judo-Verein.



    Gehen wir links am Reithaus 1 vorbei, kommen wir in der Nordostecke der Kaserne an. Hier befindet sich das Beschlaghaus – Beschlagschmiede sowie Waffenmeisterwerkstatt. Die Waffenmeisterei war in dem eingeschossigen Teil des Gebäudes untergebracht. In dem höheren Gebäudeteil, bestehend aus 2 Stockwerken und einem Dachgeschoß, waren 5 Beschlagschmieden und 15 Aufbewahrungsräume.

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  • Hallo "Tyr" albo "TIR" ?(
    Danke für diese schöne Fleißarbeit. Schöne Erinnerungen für mich :]


    Günther in Gostynin

    Suche zu Kriegslazarett 2/609 und 4/609 ab Juli 44 bis Januar 45.

  • Hallo
    Wirklich gut aufgearbeitet!
    Schöne Bilder und sehr gute Erklärungen.
    DANKE dafür!
    Mfg
    jens

    Wer hat Infos zur 75. Infanterie-Division - 2.I.R.202 1939 bis 1942 Bilder, Karten usw

  • Danke! Es freut mich dass es euch gefällt. Weiter gehts:


    Gehen wir weiter in die östlichste Ecke des Areals, kommen wir zum Krankenstall, 24 m lang und 12 m breit. Dieser konnte 10 kranke Pferde aufnehmen. Außerdem befanden sich drei Aufbewahrungsräume, ein Überwachungs- oder Versorgungsraum und ein Operationsraum in diesem Stall. Heute „haust“ hier die Kripo.


    Stall 3, vom Reitplatz aus gesehen.


    Stall 4.

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  • Hallo,
    sehr gelungene Dokumentation, wollte dieses Jahr nach Bautzen kommen um die Kasernen zu besichtigen, wo mein Großvater vom 02.09.1940-10.10.1942 im Kraftfahr-Park-Ersatz-Kompanie 4 gedient hat. Ist zufälligerweise bekannt, in welchem Gebäude
    das Kraftfahr-Park-Ersatz-Kompanie 4 untergebracht war?
    Danke für die gelungenen Fotos.
    Gruß Hagen

  • Hinter diesem befindet sich eine „recht urig anmutende, renaturierte Sturmbahn“.


    Reithaus 2. Dieses wurde nach 1913 errichtet.


    Bevor wir die Kaserne verlassen, schweift der Blick noch über den Exerzierplatz in Richtung Stall 3


    und zum Eingangsbereich zwischen den zwei Mannschaftshäusern. Der komische Betonklotz ist ein Relikt der NVA-Fliegerschule und war ein Lehrgebäude mit 2 Hörsälen. Hier sitzt ebenfalls ein "bißchen" Polizei.



    Hallo Hagen, leider befindet sich zu den Einheiten nichts im Archiv. Freiburg wäre die Alternative. Vielleicht könnte man dort erfahren in welcher Kaserne diese Truppe stationiert war. Es kämen ja noch drei andere in Betracht. Auch ist diese die am besten erhaltene. Von den anderen steht nicht mehr allzuviel bzw. wurde einiges umgebaut.


    Viele Grüße. TYR

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  • Nach 1913 erhielten die Ställe 1,2 und 4 Anbauten für je 12 Pferdestände, das Reithaus 2 wurde errichtet und in den Mannschaftsgebäuden wurden Umbauten vollzogen.
    Seit dem 1. Januar 1914 heißt die Husaren-Kaserne offiziell „König-Friedrich-August-Kaserne“.
    Während des 1. Weltkrieges dienten die Mannschaftsgebäude als Reserve-Lazarett.
    Nach dem 2. WK bis 1952 war die Sowjetarmee hier stationiert. Danach kam die Kasernierte Volkspolizei. 1956 Jagdfliegerschule der Luftstreitkräfte.
    Am 30.11.1994 wurde die Dienstflagge der Bundeswehr im Standort Bautzen eingeholt. Damit endete die über 200 Jahre währende Geschichte der Garnisionsstadt Bautzen.
    Jetzt sind hier einige kleine Privatfirmen, das Staatliche Umweltfachamt, der ASB und andere mehr angesiedelt.
    Die Husaren-Kaserne zählte zu den schönsten sächsischen Kasernen, ihre Gebäude des Altbestandes stehen auf der Denkmalliste.


    Quellen: Archiv Bautzen, Bautzen als Garnisionsstadt I/ II
    Bilder: alle MEINE


    So, das wars fürs erste. Meine Wege werden mich demnächst... Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Viele Grüße. TYR

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  • Hallo alle zusammen.
    Ich war wieder einmal unterwegs, und mein Weg führte mich heute ins Zentrum von Bautzen. Hier steht der erste Kasernen-Zweckbau in Sachsen – die Alte Kaserne. Alle bis dahin als Kaserne genutzten Gebäude waren für einen anderen Zweck errichtet und sind erst später zu Kasernen umgerüstet worden.
    Hier die „technischen Daten“:


    *1842-1844 erbaut. Entwurf von Gottfried Semper. Woher kennen wir den Herren eigentlich???
    *Die Kaserne enthielt:
    -Schlaf bzw. Wohnräume für:
    1 Hauptmann
    4 Leutnants
    8 verheiratete Chargen
    8 unverheiratete dergleichen
    300 Unteroffiziere und gemeine a 8 qu. Ellen
    1 großer Keller für die Menage
    1 kleinerer dergleichen für den Hausmann
    einige kleine Kellerabteilungen für die Chargen
    1 Behältnis zu Aufbewahrung der Kasernenvorräte
    1 Waschbehältnis
    1 Holz- und Torfschuppen
    1 Schlacht- und Fleischbehältnis
    *Das Militär bezahlte eine Miete von 1500 Talern jährlich an die Stadt Bautzen.
    * Die erste Belegung fand laut Bestimmung durch das 1. und 3. Bataillon des 1. Linien-Infanterie-Regiments Prinz Albert statt.
    *1850-1867 – 15. und 16. Infanterie-Bataillon
    *1866-1868 – preußische Truppen
    *danach bis 1877 - durch das 1. und 3. Bataillon des 4. Königlich Sächsischen Infanterie- Regiment 103
    *bis 1897 - 2. Bataillon des 4. Königlich Sächsischen Infanterie-Regiment 103
    *nach 1897 nur vereinzelte Kompanien und Unterkunft für die Militär-Verwaltung
    *seit 1904 beherbergt die Kaserne das Haupt-Meldeamt Bautzen und das Bezirkskommando
    *1914 – offizielle Namenweihe, Umbenennung in „Kronprinzenkaserne“. Allerdings setzt sich dieser Name nicht durch, und somit hat sich die gebräuchliche Bezeichnung „Alte Kaserne“ bis heute erhalten.
    *Der Anbau an der Nordseite des Hauptgebäudes kann aufgrund des Kriegsgeschehens erst 1915 fertiggestellt werden. Außerdem wurden Befürchtungen laut, er könne den Bau in seinem Gesamteindruck verschandeln.
    *Nach der Auflösung des Heeres nach 1919 ziehen Bautzener Familien ein.
    *1933 beziehen das Versorgungs-Amt und auch das Finanzamt Räume in der Kaserne. Fenster werden durchgehend erneuert und eine Zentralheizung eingebaut.
    *Auch weiterhin ist das Finanzamt in diesem Gebäude untergebracht.


    Hier nun ein paar Bilder:
    Bilder 1,2: Zuerst die Lage
    Bilder 3 - 5: Wenn man sich von Süden her nähert fällt einem als erstes der Wendische Turm ins Auge. Er ist Teil der alten Stadtbefestigung Bautzens und wurde sehr gut in die Kaserne integriert.

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  • Bild 1; 2: Die Rückseite der Kaserne mit dem Anbau von 1914/15. Zu erkennen an dem Mansardendach.
    Bild 3; 4: Der Innenhof.
    Bild 5: Hier ist der Anbau noch einmal deutlich zu erkennen.

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  • Bild 1 - 3: Die Fassade.
    Bild 4; 5: Die Kaserne von Südost aus gesehen.


    Quellen: Archiv Bautzen, Bautzen als Garnisionsstadt I/ II
    Bilder: alle MEINE



    So, das wars zu der kleinsten und hübschesten Kaserne hier in Bautzen. Morgen will ich zur Barbara gehen und sie fotografieren. Na, aufgepaßt?
    Bis dahin. TYR

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  • Hallo und Guten Abend. Heute kommen die Bilder der „Barbara-Kaserne“, oder in der Umgangssprache „Artillerie-Kaserne“.


    Erstbezug war am 16.07.1913 durch das 2. Feldartillerie-Regiment Nr. 28. Dieses kam aus Zeithain und umfasste 40 Offiziere, 500 Mann, 400 Pferde, 36 Geschütze, 6 Krümperwagen und 8 Beobachtungswagen.
    Der Bau sollte ursprünglich am 01.10.1913 beendet sein, wurde dann aber beschleunigt. Außer der Offizier-Speiseanstalt und der Beschlagschmiede mit Waffenmeisterei konnten alle Gebäude am 30.07.1913 übergeben werden. Die Offizier-Speiseanstalt wurde am 01.09.1913 fertiggestellt. Mit Ausnahme der Krümperfahrzeug- und Handwagenschuppen waren alle Gebäude massive Putzbauten mit rotem Ziegel-Doppeldach. Genannte Schuppen bestanden aus Fachwerk. Die beiden Mannschaftshäuser hatten eine Sammelheizung, der Rest der zu beheizenden Räume wurde mit Öfen gefeuert.
    Am 01.01.1914 erhielt die Kaserne ihren Namen „Barbara-Kaserne“. Dieser bezieht sich auf die Schutzheilige dieser Waffengattung.
    Während dem 1. Weltkrieg diente sie als Kriegsgefangenenlager, nach der allgemeinen Demobilisierung wurde das Regiment aufgelöst und die Mannschaftsgebäude als Wohnhäuser genutzt.
    Nach 1933 gewann die Kaserne wieder an Bedeutung für das Militär.
    Nach 1945 wurden an beiden Mannschaftsgebäuden die Mittelteile herausgebrochen und so bewusst der kasernenartige Charakter zerstört. Aus den somit entstandenen vier Häusern wurden wieder Wohnhäuser mit ca. 42 Wohnungen. Die drei Familienhäuser, die Offizier-Speiseanstalt sowie das Familienhaus 4 (nach 1933 erbaut) wurden wiederaufgebaut und in ihnen 140 Wohnungen eingerichtet. Alle anderen Gebäude wurden abgerissen. Der nicht mehr benötigte Bauschutt liegt jetzt unter dem Sportplatz der Schule.
    Im Stabsgebäude residiert heute das Forstamt, wo Ställe standen und edle Rösser trabten stehen jetzt Karossen mit Stern und rollen Busse. Auf dem restlichen Gelände befinden sich ein paar Gärten, Garagen, und oben erwähnte Mittelschule mit Sportplatz und -halle. Die Offizier-Speiseanstalt, was für ein Name, befindet sich in der Sanierung.


    Nun zu den Bildern. 1 und 2 zeigen das Jetzt und das ungefähre Damals.
    1 – Stabshaus
    2 – Familienhaus 1
    3 - Familienhaus 2
    4 – Familienhaus 3
    5 – Mannschaftshaus 1
    6 - Mannschaftshaus 2
    7 – Exerzierplatz
    8 – Kammergebäude
    9 – Reithaus 1
    10 – Reithaus 2
    11 – Reitplatz 1
    12 – Reitplatz 2
    13 – Krümperschuppen
    14 – Handwagenschuppen
    15 – Stall 1
    16 – Stall 2
    17 – Stall 3
    18 – Stall 4
    19 – Stall 5
    20 – Stall 6
    21 – Stall 7
    22 – Ergänzungsstall
    23 – Schmiede
    24 – Wagenhaus
    25 – Offizier-Speiseanstalt
    26 – Mannschaftshaus 3, nach 1933 erbaut


    Bild 3 – Haupteingang, vorne links Stabshaus, rechts Familienhaus 3, im Hintergrund Mannschaftshaus 1
    Bild 4 – Blick nach Rechts, Familienhaus 3, im Hintergrund Mannschaftshaus 2
    Bild 5 - FH 3 von hinten

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  • Bild 6 – Familienhaus 3 von vorn
    Bild 7 – das Stabshaus von hinten
    Bild 8 – Stabshaus
    Bild 9 – Mannschaftshaus 1
    Bild 10 – Mannschaftshaus 2

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  • Bild 11 – in Richtung Reitplatz 2
    Bild 12 - in Richtung Reitplatz 1
    Bild 13 – hier stand mit höchster Wahrscheinlichkeit der „Artillerist der Woche“
    Bild 14 – Mannschaftshaus 1; hier sieht man sehr gut den herausgebrochenen Mittelteil, oder was davon übrig ist
    Bild 15 – Familienhäuser 2 und 1 von hinten

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  • Bild 16 – FH 2 von vorn
    Bild 17 – FH 1 ebenso
    Bild 18 – dann bekam ich Hunger: und geschlossen war sie – die Offizier-Speiseanstalt, von der Allende-Straße aus gesehen
    Bild 19 – ebendiese
    Bild 20 – Blick über den Gartenzaun

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  • Bild 21, 22 – von hinten, hoffentlich wird was Gescheites draus
    Bild 23, 24, 25 – Schule, Sportplatz und –halle und Garagen (ehemaliger Exerzierplatz)

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