296. ID, I.R. 520 bzw. G.R.520

  • Hallo, seid gegrüßt!!
    Ich recherchiere schon seit geraumer Zeit nach Informationen zur 296 ID, btw. zum GR520, jedoch erfolglos. Mein Uronkel fiel Ende 1943 bei Gomel (Weißrußland), und ich bin an Schlachtkarten und Büchern welche die Situation zu der Zeit schildern könnten interessiert.
    Ich bin für jegliche Information dankbar :)


    Euer Mr. Braun

  • Hallo!


    Warum hast du deine Anfrage in dem Unterforum "Orden und Ehrenzeichen" gestellt? Richtet sich deine weitere Frage evtl. um eine Auszeichnung, die dein Uronkel im Krieg erhalten hatte? Notfalls könnte ein Moderator so nett sein und deine Anfrage verschieben?!? ;)


    Wahrscheinlich kennst du bereits den Eintrag über die 296.Inf.Div. aus dem LdW ... ?!


    Weitere Literatur habe ich bisher noch nicht gefunden, lediglich eine Lagekarte vom 12. November 1943. Hier ist die 296.Inf.Div. wenige Kilometer nördlich von Gomel eingezeichnet (siehe Anhang).


    Welche Daten hast du von deinem Uronkel. Hast du bereits eine Anfrage bei der WASt oder beim Volksbund gestartet?


    Grüße
    Sven

  • Hallo,


    mein Vater gehörte dem 521. I. R., also ebenfalls der 296. I.D. an.
    Es gibt ein Buch von Kurowski, "Die fränkische Infanterie", das ich aber (noch) nicht habe. Darin soll die Geschichte der 296. I.D. behandelt sein. Auch Christian Hartmann, "Wehrmacht im Ostkrieg", zitiert aus diesem Buch. Es soll noch ein älteres Buch über die 296. I.D. "... in Berichten und Befehlen" geben.


    Falls Dich auch die Divisionsgeschichte bis Juli 1942 - da wurde mein Vater verwundet und wechselte die Einheit - interessiert, ein paar Informationen konnte ich schon sammeln. Nach dem Rückzug aus dem Raum Tula ab 12.12.1941 lag die Division sehr lange südwestlich von Belew ungefähr da, wo in der anhängenden Skizze (im Detail) die 25. Division eingezeichnet ist, wurde nach dieser Skizze dann aber wohl etwas weiter nach Nordwesten verlegt.


    Über die Divisionswege auf dem Rückzug nach der Panzerschlacht bei Kursk bis Ende 1943 finde ich im Internet leider auch nichts.


    Gruß


    Wolfgang

    Files

    QUOD SEVERIS METES * Für jede Information zur 296., 327. und 357. I.D. bin ich dankbar.

  • Hallo Leute...
    Das mit den Orden und Ehrenzeichen ist ein Versehen, ich brauche über diese keine Auskunft. Meine Forschungen konzentrieren sich hauptsächlich auf die Lage der 296. ID im November 1943, und da hast Du, Lieber Sven30 genau ins Schwarze getroffen! ;) Woher hast du diese Karte? Könntest du mir diese in höherer Auflösung per E-Mail schicken, das wäre eine große Hilfe! :)
    Mein Uronkel fiel am 12. November 1943 nördl. von Gomel in Samostje (ein kleines Dorf)....Und deswegen suche ich Infos welche die Lage zu diesem Zeitpunkt klarer machen könnten.
    Danke für den Tip mit den Büchern Wolfgang, ich werde mich mal über diese informieren :)


    Gruß


    Philip


    Verschoben, Thilo

  • Hallo, Oblt. Braun,


    bei aller Freude,
    kein Chat hier, dazu mögen wir es wirklich gegrüßt zu werden...immer wieder!


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo,


    vielen Dank für Eure Beiträge.
    Auch ich habe ein großes Interesse an der 296. ID:


    Mein Großvater war als Oberfeldwebel
    - ab dem 27.12.41 bei der 14.(Pz.Jg.)/ IR 520 (296. I.D.)
    - ab 24.04.42 bei der 5./IR 520,
    - ab 03.09.42 bei der 6./ IR 520 bzw. GR 520
    Im April 43 erhielt er bei der 6./GR 520 das Deutsche Kreuz in Gold.
    Am 01.07.43 wurde er zum Stabsfeldwebel befördert.


    Alle diese Zeiträume betreffenden Informationen interessieren mich besonders.
    Vielen Dank!
    Bernhard

  • Hall Bernhard_63,
    Das ist HOCH interessant, denn mein Uronkel war 1941 auch in der 14.(Pz. Jäg.)/ IR 520 und machte dann den selben Lauf wie ihr Großvater. Mein Uronkel erhielt September 1943 das Deutsche Kreuz in Gold und wurde im Oktober zum Oberleutnant befördert.
    Das heißt, wir haben ungefähr die selben Interessen. Haben sie eventuell schon Informationen die auch für mich relevant sein könnten??


    Danke im Voraus
    Philip

  • Hallo Philip,


    das ist auch für mich hochinteressant! Hat Dein Uronkel den Krieg überlebt? Wie lange war er beim G.R. 520?
    Hast Du schon eine WASt-Anfrage über Deinen Uronkel gestellt?


    Mein Opa Konstantin Hastreiter hat Krieg und Gefangenschaft überlebt. Er hat aber nur ungern über diese Zeiten gesprochen. Ich kann mich nur an ein paar kleinere Geschichten erinnern.


    Ich habe schon allerhand (kleine) Bruchstücke gesammelt, die ich Dir gerne zukommenlasse.


    Es gibt (gab?) z. B. einige Bilder von den Stellungen in Russland. Ich muss mal in der Verwandtschaft herumfragen.


    Ich wünsche Dir und Deiner Familie ein friedliches, gesundes und gutes Jahr 2012!


    Bernhard

  • Mein Uronkel überlebte leider nicht, er fiel am 11. November 1943 nördl. von Gomel. Im GR 520 war er seit dem 31.3.1941 und blieb dort bis zu seinem Tode. Eine Anfrage habe ich schon gemacht, er ist nicht auf einem Friedhof. In den Unterlagen steht dass er gegenüber einer alten Schule in Samostje(winziges Dorf nördl. von Gomel) gebraben wurde. Ich bin gespannt ob sie das Grab finden!
    Ich habe ebenfalls ein paar Bilder aus Russland(das ganz sicher) die ich bereit bin mit Dir zu teilen, aber eben nur ein paar :(
    Wann wurde denn Dein Großvater gefangengenommen? Er hatte sehr viel Glück, denn in diesem Frontabschnitt wurden sehr viel Gefangene erschossen! Die 296. Infanteriedivision war im November 1943 nördl. von Gomel stationiert(ein Sumpfgebiet) und wie du weißt ist Gomel dann am 26. November gefallen.
    Ich kann Dir ja per E-Mail ein paar Bilder und anderes zukommenlassen, dann können wir Informationen austauschen.
    Danke für die Wünsche, dasselbe wünsche ich Dir auch
    Gruß
    Philip

  • Auch wenn es reichlich spät ist für eine Antwort.....


    Die genaue Grablage ist bekannt, es wurde vor etwa 2 bis 3 Jahren eine genaue Grablageortskizze erstellt.


    Wenn noch Interesse besteht, kann die Grablageortskizze Nr. 878 für eine ausschliesslich interne Verwendung durch die Angehoerigen zur Verfügung gestellt werden.
    Dafür bitte Kontakt per mail

  • Hallo Bernhard,hallo Philipp,


    es gibt jetzt ein Buch von ehem.Feldwebel/Offz.Ausbildung Ferdinand Hacker ,


    es heisst ,,Verlorene Jugend'' es handelt über die Ostfront,dann wstfront und Gefangenschaft.


    F.Hacker lebt noch und war Angehöriger eines Inf.Rgt's der 296.Inf.Div.


    Erschienen 2012 im Dorfmeister Verlag Tittling
    ISBN-978-3-927454-20-0
    Preis 16,80€


    mfg Eumex

  • Liebe Interessierte,
    Nun kommt dieser Beitrag vielleicht etwas verspätet, aber besser verspätet als garnicht :)
    Mein Vater und ich waren im August 2012 in Weißrussland um nun die Grablage des Paul Braun zu finden. Nebenbei haben wir Nachforschungen über die 296. ID im Raum Gomel betrieben (Zeitzeugen befragt etc.). Im Dorf welches sein Todesort war, fanden wir sogar eine 96-jährige Frau vor die uns auskunft über die Deutschen geben konnte. Sie befand sich bis Oktober 1943, also 1 Monat vor dem Angriff der Russen auf das Dorf, noch im Dorf. Die Bilder die ich gemacht habe haben eine zu hohe Auflösung, ich kann sie leider nur bis 400KB herunterstufen, gibts da eine andere Möglichkeit?


    Ein Gruß aus dem Frankenland....


    Bilder:
    - Das Bild mit der Sicht aufs Land habe ich in Novosselki gemacht (Todesort), mit Blickrichtung gen Osten über den Sosch (Fluss). Aus dieser Richtung wurde nach der Aussage der Zeitzeugin das Dorf angegriffen.
    - Das Bild mit den Kreuzen habe ich auf dem Friedhof in Chodossowitschi gemacht. Dort lagen tlw. noch Knochen herum, weil Grabräuber in den Gräbern wühlten.
    - Die Lagekarte habe ich im Kriegsmuseum in Gomel/Homel photographiert. Das Personal war so freundlich mir das Fotographieren zu gestatten.


    Größten Dank an Reinhard!

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    • Gomel12.jpg

      (254.12 kB, downloaded 134 times, last: )
    • Gomel21.jpg

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    • Novosselki.jpg

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    • Chorodossowitschi.jpg

      (252.93 kB, downloaded 139 times, last: )

    Edited 4 times, last by Oblt. Braun ().

  • Hallo Philip,


    hier eine Erklärung zum einstellen bzw.verkleinern von Fotos


    Hier


    schöne Grüße aus Südtirol


    Reinhard

    Suche alles über das SS-Polizei Regiment Brixen und die 31.SS-Freiwilligen-Grenadier-Division

  • Liebe Forumsmitglieder,


    wir haben von der DD-WASt Auskunft zu unserem Onkel Heinrich erhalten.

    Personalpapiere liegen dort nicht vor, vermutlich durch Kriegseinwirkung verloren gegangen. Einige Informationen wurden aus sonstigem Schriftgut der Wehrmacht bestätigt. Den Teil zu den Einheiten und zu den Verwundungen habe ich angehängt.

    Demnach war der Onkel Heinrich ab Sept. 1942 Soldat in der 7. Kompanie des IR 520. Deshalb poste ich in diesem Thema und hoffe, das ist für euch so in Ordnung.

    Die Einträge im LdW zu den Einheiten habe ich gelesen und auch was ich im Netz entdeckte. Z.B. die Seite von regio-wiki Niederbayern:

    https://regiowiki.pnp.de/wiki/296._Infanteriedivision


    Nun habe ich versucht, den Ort Leonowo zu lokalisieren, an dem der Onkel verwundet wurde. Ausgegangen bin ich von den Karten im LdW für die 296. ID im Januar 1943 und habe hier

    https://legacy.lib.utexas.edu/…u-oclc-6519747-nn36-9.jpg

    ein Leonovo nördlich von Bolkhov/Bolchoff gefunden, östlicher Rand der Karte zwischen 45´596 und 45´595.

    Frage 1: liege ich eurer Meinung damit richtig?


    Von mehreren alten Leuten wurde mir erzählt, dass die Mutter des Heinrich, als dieser im Lazarett in Berlin (s. Anhang) lag, dorthin gefahren ist, um ihren (sterbenden) Sohn noch zu sehen. Eine sicher nicht einfache Reise, mitten im Krieg, für eine einfache Bauersfrau aus Niederbayern.

    Frage 2: kann es sein, dass die Familie von einer offiziellen Stelle über die Verwundung und Lazarettaufenthalt informiert wurde? Oder

    woher sollte/konnte es die Familie wissen?

    Frage 3: welches Lazarett ist mit Luftwaffen-Lazarett Reinickendorf gemeint?


    Im Voraus schon Danke für Eure Mühe!


    Lg, Waltraud

  • Hallo Waltraud !


    Den von Dir eruierten Ort Leonowo kann ich nur zu 100% bestätigen ! Zur Zeit der Verwundung lag die Einheit dort im Stellungskrieg und gerade zum Ende des Januars 1943 wurden dort verstärkt Stoßtruppunternehmen mit Aufrollen von Grabenstücken des Gegners auf beiden Seiten durchgeführt, was natürlich immer wieder zu Verlusten führte.

    Gruß Herbert