• Hallo Leute !

    By the way:
    Heute vor 70 Jahren (30.11.1941) sollte das berühmte U 96 (Kptl. Lehmann-Willenbrock) durch die Straße von Gibraltar ins Mittelmeer einbrechen.
    Jedoch wurde das Boot um 22.35 Uhr von einer britischen Swordfish-Maschine angegriffen und erlitt Beschädigungen.
    U 96 konnte sich durch Tauchen dem Flugzeug entziehen und blieb bis 04.45 Uhr des 01.12.1941 im Keller.
    Anschließend marschierte es zurück zu einem Stützpunkt nach Frankreich.
    Damit gehört U 96 zu den zehn Booten, welche beschädigt den Anlauf durch diese Meerenge abbrechen mußten und im Atlantik verblieben.

    Dieser längere und dramatische Aufenthalt in der Tiefe verarbeiterte Lothar, Günther Buchheim in seinem Roman "Das Boot", welcher den Durchbruch ins Mittelmeer fiktiv weiter spinnt.

    Rheinmetall

    "Die Sehnsucht nach der Heimat wächst mit dem Quadrat der Entfernung."
    (In Memorie of Jürgen Oesten † 05.08.2010)

  • Hallo Rheinmetall,

    ich habe den Film mehrfach gesehen und auch das Buch gelesen. War der Durchbruch tatsächlich fiktiv? Woher hast Du diese Info ???

    Gruß Stefan

  • Einfach mal nach U 96 googeln, da findet man schöne Seiten, unter anderem auch ne sehr schön gemachte Wiki-Seite, war übrigens die siebte Feindfahrt von U 96.

    Bücher gibts auch zu dem Thema, für diejenigen, die nicht gerne im Inet lesen ;)

  • Hallo Zusammen,

    zwar etwas Werbung, ich glaube aber, daß damit die Erlebnisse des "LI" Olt. z.S. Friedrich Grade, dem Roman "Das Boot" mit den Erlebnissen aus der Sicht des Kriegsberichterstatters Lothar-Günther Buchheim gegenüber gestellt werden können. Wird sicherlich interessant.

    Quote

    Friedrich Grade, Oberleutnant zur See mit Wurzeln in seiner „Herzens-Heimat“ Oldenburg, war Leitender Ingenieur und zweiter Mann an Bord. Nach genau 75 Jahren offenbart er exklusiv für die NWZ  sein persönliches Tagebuch, welches der mittlerweile Hundertjährige – trotz strengsten Verbotes und unter Gefährdung seines Lebens – damals an Bord geführt hat.

    Quelle

    Gruß
    schlichi

  • Hallo zusammen,

    so lobenswert der Ansatz der NWZ auch zu bewerten ist, genauso peinlich ist es, schon im ersten Teil richtig satt ins Fettnäpfchen zu tapsen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

  • Hallo Ingo, hallo schlichi,

    das auf der ersten Seite präsentierte Bild zeigt mit Sicherheit nicht U 96 beim Auftauchen, sondern ein Boot vom Typ II. Dass da z.B. auf dem Vorderdeck keine 8,8 cm S.K..steht, ist recht auffällig und schließt ein VII C-Boot sofort aus. Möglich wären, wenn man es noch genauer eingrenzen möchte, z.B. U 120 oder U 121 vom Typ II B wegen der noch vorhandenen Netzsäge am Bug zusammen mit den Schutzbügeln am Turmschanzkleid. U 61 würde ich ausschließen, da dessen Turm zwar auch mit den Schutzbügeln, aber nicht mit einem Wellenabweiser ausgerüstet war. Auch die Typ II D-Boote U 137-152 können es eigentlich nicht sein, da diese Boote sehr wahrscheinlich nicht mit Netzsägen ausgerüstet waren. Aber U 96 - nee!

    Ihr habt schon recht, dass das nicht sofort jedem auffallen muss, mir ist es aber sofort ins Auge gesprungen. Zugegeben, dafür kann ich aber auch nicht auf den ersten Blick einen Pz.Kpfw III, Ausführung D von einem der Ausführung E unterscheiden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Edited once, last by Schorsch (October 23, 2016 at 3:19 PM).

  • Hallo Schorsch,
    jetzt wo Du es detailliert erklärst, fällt's mir auch auf :)
    So wir Dir geht es mir in US- Filmen und zunehmend in deutschen Produktionen, wenn wieder einmal der "Herr" Sturmbannführer das Hoheitsabzeichen rechts auf der Brust trägt und das EK I in Herzhöhe baumelt.....
    Aber wie Du es gesehen hast, werden solche Ungenauigkeiten von mehr als 99% der Leser oder Zuschauer nicht bemerkt.....
    Beste Grüsse
    Ingo

  • Hallo Zusammen,

    .... die Erlebnisse des "LI" Olt. z.S. Friedrich Grade, dem Roman "Das Boot" mit den Erlebnissen aus der Sicht des Kriegsberichterstatters Lothar-Günther Buchheim gegenüber gestellt werden ...

    dazu heute in NWZonline "Der Badegast".

    Im Printmedium NWZ Extra, heutige Ausgabe: "Ein neues Waffensystem wird erprobt". Indienststellung von U 96 am 14. September 1940.

    Gruß
    schlichi

  • Hallo,
    interessant wäre zu wissen, welche Rechte an seinen Schriften Friedrich Grade der NWZ überlassen hat?

    Es wäre schön, wenn diese Zeitberichte einmal komplett Buchform veröffentlicht würden. Denn die NWZ wird wohl nur Zitate aus den Tagebüchern abdrucken(??).

    Beste Grüsse
    Ingo

  • Hallo,

    auch im Film ist ein wesentlicher dramaturgischer Fehler: Das Krachen der Nieten .
    Bei den VII C Boote waren die Sektionen/Spanten m. W. verschweißt und nicht mehr genietet.
    Die Spantringe wurden ebenfalls mit den Mantelplatten vesrchweißt.

    Gruß Karl

    Edited 2 times, last by Karl Grohmann (October 24, 2016 at 2:23 PM).

  • Hallo Karl,

    Hallo,

    auch im Film ist ein wesentlicher dramaturgischer Fehler: Das Krachen der Nieten .
    Bei den VII C Boote waren die Sektionen/Spanten m. W. verschweißt und nicht mehr genietet.
    Die Spantringe wurden ebenfalls mit den Mantelplatten vesrchweißt.
    (...)


    ...was allerdings nicht bedeuten muss, dass Niete an Bord der deutschen U-Boote nicht vorhanden gewesen wären. (Siehe dazu die "Verzierung" rund um die Öffnung im Schott auf diesem Bild der Zentrale von U 995!)

    Und noch eine kleine Warnung vor einer beliebten semantischen Kasperfalle, in die ich vor Jahren hier im Forum auch marschiert bin: der Niet (Singular) / die Niete (Plural) als Maschinenbauelement(e) sind etwas anderes als die Niete (Singular) / die Nieten (Plural) an der Losbude bzw. die übertragene Bedeutung, die man gern auf Versager anwendet. ;)

    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

    Edited once, last by Schorsch (October 24, 2016 at 9:36 PM).

  • Hallo Zusammen,

    heute in NWZonline und im Printmedium: Als "Badegast" an Bord von U 96. Die Fahrt aus Sicht des Kriegsberichterstatter Lothar-Günther Buchheim.

    Für mich leider der letzte Printartikel. Vielleicht ist hier im Forum noch ein NWZ-Leser, der den angefangenen Thread weiterführt.

    Auch das soll nicht verschwiegen werden. Es nervt gewaltig :cursing: , wenn der Abonnent der NWZ (gilt auch für andere Medien) in NWZonline diese, alles überdeckende Meldung liest: "Vielen Dank, dass Sie 5 Artikel gelesen haben. .... "

    Quote

    Es wäre schön, wenn diese Zeitberichte einmal komplett Buchform veröffentlicht würden


    .. vielleicht ein Tip für Dr. Rudolf. :)

    Gruß
    schlichi

  • Hallo zusammen,
    der Vergleich mit dem Roman muß natürlich berücksichtigen, dass Buchheim eine Geschichte geschrieben hat, Literatur eben, wie immer man die bewerten mag, Belletristik, und kein Sachbuch über den U-Boot-EInsatz, auch kein Kriegstagebuch oder ähnliches. Ich denke, dass das jetzt vor der Veröffentlichung stehende Tagebuch eher als Kriegsbericht einzustufen sein wird - so jedenfalls wird es angekündigt.
    Dass sich da Diskrepanzen zu Buchheims Roman ergeben liegt wohl in der Natur der Sache. Buchheim als Schriftsteller hat sich die Freiheit genommen, eine literarisch gestaltete Wirklichkeit darzustellen, er musste sich nicht streng an die Fakten halten.
    Herzliche Grüße
    Eberhard

    Suche alles über die 101. Jägerdivision.

    Edited once, last by rebelau (October 25, 2016 at 8:44 PM).

  • Ahoi Kameraden,

    wie die U-Boot-Experten unter Euch wohl wissen werden, ist noch ein Zeitzeuge des bekannten U 96 («Das Boot») noch am Leben. der Leitende Ingenieur Friedrich Grade. Verbotenerweise (Geheimhaltung!) schrieb er während seines Dienstes auf dem U-Boot ein Tagebuch. Jetzt, 75 Jahre nach dessen Indienststellung, lässt er Auszüge daraus veröffentlichen, um Geschichtsinteressierten einen Blick «unter die Luke» zu gewähren, auch im Hinblick auf die auch unter U-Boot-Besatzungen grassierende Skepsis über den von der NS-Propaganda herbeigeredeten Sieges.

    Hier schon mal die ersten (per heute zwei) Einträge des Tagebuchs: http://www.nwzonline.de/u96

    Seemännische Grüße
    Professor Fate