Vogesen 1944 (evtl. 716. Inf.-Div.)

  • Hallo zusammen,


    für alle Intressierten, speziell evtl. Besucher der Gegend von Bruyères möchte ich noch auf den "Service de Traitement des Bois Mitraillés" kurz: "S:T:B:M": hinweien und möchte aus dem Buch: "Patrimoine et culture Industrielle en Lorraine" zitieren:


    "Lothringen ist eines der größten Forstgebiete Frankreichs. Es ist aber auch das Gebiet, dessen Wälder am stärksten unter dem Beschuß zu leiden hatten. Die sehr stark beschossenen Sektoten ziehen sich entlang der Front von 1914/18, ... sowie über die Schlachtfelder der Auseinandersetzungen im Herbst und Winter 1944/45, bei denen nach Schätzungen mehr als eine Million Granaten in den Wäldern der Vogesen einschlugen.


    Die Sägeweke von einst mit geringen Tagesleistungen gewöhnten an dieses Holz. Die Splitter wurden mit der Axt entfernt, wenn man die Verfärbung durch die im Holz freigesetzten Eisenoxide erkannte...(heute) nehmen die großen industriellen Sägewerke kein beschossenes Holz mehr an, durch das Maschinen beschädigt werden und kostspielige Ausfallzeiten von Produktionsanlagen mit hohem Durchsatz verursacht werden.


    Vor diesem Hintergrund wurde es immer schwieriger, den beschossenen Baumbestand aufzufangen, der unter technologischen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten einen starken Wertverlust erlitten hatte ... Aus diesen Grund hat das staatliche Forstamt schon 1979 damit begonnen, die Schaffung einer Sonderstelle für das Auffinden und Bereinigen von beschossenen Baumbestand, der auf 6 Millionen Kubikmeter geschätzt wird, zu untersuchen. 1983 nahm der S.T.B.M., der im Zentrum eines der am stärksten betroffenen Gebiete angesiedelt ist seine Arbeit auf.


    Die Stämme - im wesentlichen von Nadelhölzern - werden mit einer Ordnungsnummer gekennzeichnet, so daß ihre Eigenschaften präzise archiviert werden können ... Nachdem die Stämme die Entrindungsmaschine durchlaufen haben, werden sie zum Erkennungsgebäude befördert, einem unmagnetischen Gebäude, das speziell entwickelt wurde, um jegliche störenden Interferenzen beim Erkennungsprozeß zu vermeiden. Eine Fördereinrichtung aus bakelisiertem Holz mit Seilen aus Kunststoff, die auf einem Betonsockel ohne Metallbewehrung aufliegt, führt sie durch den Detektor und die Einrichtung zur Volumenbestimmung. Die von diesen beiden Geräten gelieferten Informationen ermöglichen, die Abmessungen des Stammes und die Anordnung von Splittern mit einem Durchmesser von mehr als 2mm zu ermitteln...


    Der S.T.M.B. kann das ganze Jahr von Gruppen besichtigt werden. Im Sommer organisiert das Fremdenverkehrsamt von Bruyères Ausflüge in den Wald, die um eine Besichtigung des S.T.M.B. ergänzt werden."


    Die Nationale Forstbehörde erreicht man: S.T.M.B.

    B.P. 74

    F- 88600 CHAMP-LE_DUC

    Tel.: (0033) 3 29 50 57 96


    Das Fremdenverkehrsamt: Office du Tourisme

    2, place Jean-Jaurés

    F-88600 Bruyéres

    Tel.: (0033) 3 29 50 51 33, oder (außerhalb der Saison) (0033) 3 29 50 55 41


    Schöne Grüsse, Thomas

  • Hallo Lars,


    Vieleicht kann dir dieses bei der Wartezeit von der WASt Auskunft, weiterhelfen :


    In der Nacht vom 01.10.44 nahmen zwei deutsche Bataillone, die von der Panzer-Brigade 111 unterstützt waren, Anglemont wieder ein.

    Am 02 Oktober übernahmen die franzosen durch harten kämpfe wieder dieses Dorf ein. Die deutsche Reaktion erfolgt recht schnell. Das Forsthaus wurde von Nebelwerfer beschossen, während Anglemont von Artillerie beschossen wurde. Die Nacht war mehr oder weniger ruhig, bis gegen 2 Uhr morgens, als die deutsche ein heftiges Artilleriefeuer auf Anglemont auslösten, dann auf den Waldrand wo sich das französische Hauptquartier befand. Gegen 5 Uhr morgens waren deutsche Panzergeräusche zu hören, und 5 gepanzerte Fahrzeuge waren im Schein des brennenden Dorfes zu sehen. Bei Tagesanbruch wurden 5 deutsche Panzer und gepanzerte Fahrzeuge gesehen, die sich in Richtung Nossoncourt zurückzogen.

    Quelle Französisches KTB.


    Grüße

    Fredy

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