266. Infanterie Division

  • Hallo,


    ich suche alles über die 266. Infanterie Division, speziell:
    August 1943: Stammkompanie Landesschützen-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 12
    Standort: Mainz


    11.12.1943: 4. Kompanie Grenadier-Regiment 899


    Zugang: 2. Marschkompanie Landesschützen-Ersatz-Bataillon 12, Mainz


    08.02.1944: Nachschubzug 266


    Unterstellung 266. Infanterie-Division


    Einsatzraum: Bretagne


    im Julie 1944 bei den Kämpfen von St. Malo vernichtet


    Lt. Meldung vom 09.08.1944: Infanterie (ohne genaue Einheitsangabe)


    Kriegsgefangenschaft 09.08.1944 in der Normandie in amerikanische Gefangenschaft geraten
    Ih habe auch die Kriegsgefangenennummer.
    21.05.1946: überführt in die franz. Zone (Entlassungsdatum nicht angegeben)


    Mein Großonkel sagte, er wäre in Cherbourg im Lager gewesen und hätte dort in der Kücher gearbeitet.
    Dann kurz in Berlin und dann kam er nach Hause.
    Das ist alles aber nicht belegt.
    Hier sind ein paar Bilder.


    Ich wäre für jede Information und Anregung dankbar.
    Vielen Dank im Voraus.


    Mit freundlichen Grüßen


    Max

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    Edited 2 times, last by Max 122 ().

  • Hallo Max,


    ich kann dir leider nicht unbedingt weiterhelfen aber...



    Laut WASt diente mein Großvater ab dem 5.6.1943 in der 1. Kp des GR 899 der 266. ID. Über das Regiment hab ich nicht viel rausgefunden


    Er geriet am 14.8.1944 in Gefangenschaft und kehrte am 15.6.1946 zurück.


    Auf Feldgrau.com wird eine Referenz (Buch?): "Die Kämpfe des Infanterie-Regiments 899 der 266.Inf.Div. des LXXIV.Armeekorps in der Bretagne, by Oberst Fürst"


    In welchem Lager mein Großvater war weiß ich nicht - eine Anfrage beim DRK hat nichts ergeben


    LG

  • Hallo!


    Beim Bundesarchiv gibt´s noch ein wenig Unterlagen zur 266.Inf.Div. Vielleicht wollt ihr zusammen dort Kopien anfordern?!?



    ... könnte sich lohnen, alleine schon wegen Namenslisten, Meldungen, Befehlen, etc. ...


    @ Max 122: Weißt du zufällig, wo ganau dein Großonkel in KGf kam? Ich meine, dass die Masse der Kräfte der 266.Inf.Div. weiter westlich von St. Malo eine Verteidugungslinie aufbauen sollte (siehe Karte; St. Malo ca. 40 km ostw.) ... ich suche aber noch verwertbare Unterlagen aus dem KTB des 7.AOK.


    Grüße
    Sven


  • Hallo Bauch,


    vielen Dank für dein Schreiben.
    Ja dann war dein Großvater also im selben GR 899 der 266. ID wie mein Urgroßvater.
    Hast du keine Gefangenen Nr. von der WASt bekommen?
    Mein Uropa war in Cherbourg. Gut möglich, dass deiner auch da war.
    Ich weiß das allerdings nur von meinem Großonkel.
    Vielleicht weiß bei dir noch jemand was in der Familie?
    Hat er nichts erzählt? Gibt es keinen Vermerk im Stadthaus, wann und von wo er zurückgekommen ist? Oder ein Brief?


    Ja ich habe die Referenz gefunden, weiß allerdings nicht, wie man an das Buch drankommt. Es gibt keinen Link oder irgendwas. Das ist seltsam.
    Ich werde versuchen, mich kundig zu machen.


    Den Vorschlag von Sven 30 würde ich übrigens gerne ausführen.
    Was hälst du davon?


    Gruß Max

    Edited once, last by Max 122 ().

  • Hallo!


    Vielen Dank für deine Hilfe.
    Das sind interessante Neuigkeiten.
    Ich werde auf jeden Fall Unterlagen anfordern.
    Wie soll ich das deiner Meinung nach angehen?
    Soll ich einfach schreiben ich möchte alles, was da ist, über die 266. I-D?
    Schließlich hast du ja eine Reihe an Quellen aufgelistet.
    Oder bekomme ich da wieder nur speziefisch Auskunft meinen Urgroßvater betreffend?
    Was hälst du von den "Buch" von dem Bauch geschrieben hat?
    Zitat: "Auf Feldgrau.com wird eine Referenz (Buch?): "Die Kämpfe des Infanterie-Regiments 899 der 266.Inf.Div. des LXXIV.Armeekorps in der Bretagne, by Oberst Fürst""


    Ich weiß es leider nicht.
    Ich werde meinen Großonkel befragen, der mir das mit Cherbourg erzählt hat.


    Wie gesagt ich habe nur:
    Kriegsgefangenschaft: 09.08.1944 in der Normandie in amerikanische Gefangenschaft geraten.
    Ich kann dir die Gefangenen Nr. noch geben, falls es dir etwas bringt.
    Vielleicht kann man an Hand von dieser durch Dokumente der Amerikaner den Ort der Gefangennahme herausfinden.
    Mein Großonkel hat den original "Kriegsgefangenenlappen" noch...ich habe eine Kopie davon.
    Ich könnte ihn mal einscannen, wenn du Interesse daran hast.
    Ich zitiere:
    S. L. (das hintendran ist unlesbar auf meiner Kopie, vielleicht im Original besser zu erkennen)


    PRISONER OF WAR


    Date of Capture: 9. August 1944
    Place (or sector) of capture: Fr.
    Unit makeing Capture: A


    (over) dann nebendran eine fremde Unterschrift


    Mit freundlichem Gruß


    Max

  • Hallo!


    Quote

    Max 122: ... Wie soll ich das deiner Meinung nach angehen? ...


    ... es kommt ganz darauf an, was dein Großonkel für einen Dienstgrad und was für eine Funktion er hatte.
    War er Offizier oder gehörte zum Führungspersonal, dann wirst du leicht den den Namen wiederfinden ... falls er Mannschaftssoldat oder Unteroffizier war, dann leider nur über Verleihungslisten, Beförderungen, Versetzungen, Suchlisten und sonstige Dokumente ..



    Quote

    Max 122: ... Was hälst du von den "Buch" von dem Bauch geschrieben hat? ...


    ...ich gehe davon aus, dass dein Großonkel den Krieg überlebt hat, weswegen du wahrscheinlich mehr auf der Suche nach Berichten und Zeugenausagen bist, die dir erklären können, was dein Großonkel erlebt hat... daher würde ich JEDE Quelle ersteinmal annehmen und überprüfen.... besonders zu der Zeit gab es an der Normandie-Front kaum noch Einheiten, die gem. KStN aufgestellt waren und daher fast alle soldaten zu den Kampfverbänden kamen.


    Grüße
    Sven

  • Als Regimentskommandeur des GR 899 kann ich einen Oberstleutnant Fürst beitragen.


    Ich habe aber keinen Vornamen und auch keinen Zeitrahmen seiner Regimentsführung.

  • Vielen Dank MASP!
    Ich werde versuchen, mich über Oberstleutnant Fürst kundig zu machen.


    @ Sven:


    Dankeschön Sven.
    Ich werde das Bundesarchiv nochmals anschreiben.
    Den Dienstgrad weiß ich leider nicht.
    Ich denke an Hand der Bilder, dass er einfacher Mannschaftssoldat war.
    Er war eigentlich Lagerverwalter, so steht es in der NSDAP-Gaukartei.


    Gruß Max

  • Hallo,


    ich hab über die Gefangenschaft keinerlei Unterlagen.


    Da mein Großvater bereits 1982 gestorben ist hab ich auch nie mit ihm sprechen können. Mein Vater hat gemeint, dass er auch nicht viel über den Krieg geredet hat. Nur über die Zeit bei der Zugwach Abteilung weil er da halb Europa gesehen hat.


    Über meinen Vater weiß ich, dass in St. Malo, wenn Luft- oder Artillerieangriffe waren sie mit einem Boot auf eine kleine Insel gerundert sind und haben dort Schutz gesucht haben.


    Und das mein Opa am Schluss in einem Kühl- oder Lagerhaus in Stellung war bevor sie dann kapituliert haben.


    Wenn du eine Anfrage ans Bundesarchiv stellst beteilige ich mich auf jeden Fall.


    Ich hab auch dem Jason Pipes (von Feldgrau.com) ein Mail geschickt wegen dem Buch das er als Quelle genannt hat. Der Name Fürst hat sich ja bestätigt. Rückmeldung hab ich leider noch keine.


    Laut Wast hatte mein Großvater noch eine Beförderung am 11.8.1944 über die aber keine Unterlagen vorhanden sind (sein Dienstgrad vorher war Obergefreiter)

  • Hallo,


    ja bei mir ist das ähnlich so.
    Ich denke wir sind ziemlich gleich alt dann.
    Meine Großmutter und mein Großonkel reden ab und zu darüber.
    Ja mein Uropa war auch in St. Malo.
    Allerdings weiß ich leider nichts genaues.
    Okay ich werde demnächst noch eine Anfrage stellen.
    Aber ich denke, dass das vielleicht jeder seperat machen muss, weil man vielleicht nur über eine speziefische verwandte Person Auskunft bekommt.

  • Hallo!


    Die Anfrage müsstet ihr an das Bundesarchiv (Militärarchiv) in Freiburg stellen:


    Kontakt:


    Telefon:
    0761/47817-0


    Fax:
    0761/47817-900


    E-Mail:
    militaerarchiv@bundesarchiv.de


    Archivfachlicher Dienst:
    Telefon: 0761/47817-864


    Adresse:
    Wiesentalstraße 10
    79115 Freiburg


    Öffnungszeiten:
    Mo. - Do.: 08:00 Uhr - 18:00 Uhr
    Fr.: 08:00 Uhr - 16:00 Uhr


    Anbei noch den notwendigen Benutzungsantrag. Viel Erfolg!


    Bedenkt aber, dass die Aktenlage allgemein schlecht sein kann, sowie möglicherweise auch nicht eure Erwartungen erfüllt!


    Grüße
    Sven

  • Hallo Max,

    Quote

    Original von Bauch
    .....Auf Feldgrau.com wird eine Referenz (Buch?): "Die Kämpfe des Infanterie-Regiments 899 der 266.Inf.Div. des LXXIV.Armeekorps in der Bretagne, by Oberst Fürst ...


    dann frag mal nach


    ZA1/ 2195 (P-176/ Suppl.), Fürst, Oberst:
    Die Kämpfe des Inf.Rgts. 899 (266.ID/ LXXIV.AK) in der Bretagne, 2. - 8.8.1944 - und:
    Die Kämpfe der Kräftegruppe des Stützpunktes Le Conquet bei der Verteidigung der Festung Brest, 9.8. - 9.9.1944
    Durchschlag, deutsch, 53 Seiten (10 Skizzen)


    Das war die Ausarbeitung für die "Historical Division".... ;)


    Herzliche Grüße der Rolandus

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo in die Runde,


    hab heute eine Anfrage an das Bundesarchiv gestellt zwecks Unterlagen der Historical Division. Eine Mitarbeiterin der Bibliothek der Bundeswehr Uni München hat gemeint, dass dort alle Ausarbeitungen archiviert sind. Bin schon auf die Rückmeldung gespannt.


    Sven


    Da ich keine Erfahrung mit dem deutschen Bundesarchiv habe hätte ich eine blöde Frage. Sind die Unterlagen als Mikrofilm archiviert oder als Sammlung von "klassischen" Akten, Unterlagen oder Zetteln?

  • Hallo!


    Es gibt keine blöde Fragen ;)


    Anbei habe ich dir ein Markblatt der Firme SELKE angehangen, die alleine nur dür die Vervielfältigung der Akten aus dem Bundesarchiv zuständig ist.


    Hier stehen u.a. die verschiedenen Möglichkeiten der Vervielfältigung (inkl. Preise):



    Die haben die akten im Original vorliegen und kopieren die direkt hiervon ...


    Grüße und gute Nacht!
    Sven


    Edit: Anhang beigefügt

  • Hallo zusammen,


    hat sich was hinsichtlich der Unterlagen ergeben?


    Wäre an dem Material ebenfalls interessiert.


    Aus den Resten der 266. ID wurde wohl die Kampfgruppe Spang gebildet; die dann in St. Malo in Gefangenschaft geriet.


    Die NARA hat auch noch Material.


    http://downloads.sturmpanzer.n…NARA_T733_R6_Guide_71.pdf


    Würde mich bei einer Bestellung beteiligen.


    Grüße
    Sören

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  • Hallo Max,
    mein Onkel Walter Vowinkel war bei der 9. Kompanie der 266. I.R. Er kam im April 1942 nach Jalta als Ersatzreserve und kämpfte im Südabschnitt der Halbinsel Krim um die Festung Sewastopol (Maxim Gorki II?). Am 1. Juli 1942 fiel er in der Nähe des Hofes Merkuschev( früher Mirkuschowa). Sein Grab befindet sich jetzt auf dem Soldatenfriedhof Sewastopol-Gontscharnoje bei den unbekannten Soldaten, da es nicht mehr identifizierbar war. Genau 70 Jahre nach seinem Tod konnte ich auf dem Friedhof mit Hilfe eines Funkfreundes aus Jalta Blumen niederlegen. Dieses Ereignis hat mich sehr bewegt.


    Viele Grüsse


    Walter5

  • Hallo zusammen,


    ausweislich der Angaben im KTB Ia AOK 7 von Januar - Juni 1944 (NARA T 312 R 1564) wurde das PiBtl 353 in diesem Zeitraum länger (jedenfalls wohl Februar/März 1944) im KVA A2 eingesetzt (u.a. zum Verlegen von Großminenfeldern), der in den Zuständigkeitsbereich der 266. I.D. fiel. Wenn Eure Unterlagen zur 266. I.D. nähere Angaben zum Einsatz des PiBtl 353 enthalten solltenm, würde mich das sehr interessieren!


    Horrido,
    Marcus

    Inter arma enim silent leges (Unter den Waffen schweigen nämlich die Gesetze) Cicero
    - suche alles zur 353. I.D., insb. zum PiBtl 353 und zur KG 353 I.D. "Böhm" -

    Edited once, last by MHR ().

  • Hallo


    auch mein Großvater, Friedrich Schultheis war in der 9.Kompanie des Grenadierregiment 899 der 266. Infanterie Division. Er ist gem. Auskunft des Bundesamtes bereits am 15.07. bei Saint Malo gefallen. Allerding datieren seine letzter Briefe vom 27.07.44 (!). Er liegt auf dem Soldatenfriedhof in Marigny bei St.Lo . Das was gegen den Todenort Saint Malo spricht ist die Tatsache, das er in Marigny liegt . Leider weiß meine Mutter nicht mehr, wo er vor der Umbettung dorthin lag.


    Er war zuletzt bei dem Stab der Division als Gefreiter. Durch seine Dolmetscherfähigkeiten ist er wohl dort gelandet.
    Ich wüsste gerne wo er genau gefallen ist.


    Sein Standort bis zum Begin der Invasion lässt sich noch ganz gut nachvollziehen, allerdings wird es ab Juli 1944 schwierig
    Nach Aussagen meiner Großmutter, die einen überlebenden Kameraden kurz nach dem Krieg in Neu Isenburg aufsuchte, hatte seine Abteilung ein extremes Bombardement als VB überlebt.
    Es gab die Parole " rette sich wer kann" Die Kameraden gingen in amerikanische Gefangenschaft. Er selbst wurde verwundet und starb an einem Bauchschuss. Er galt übe rein halbes Jahr als vermisst.
    Wo war die 9.Kopmpanie ende Juli bis Anfang August 1944 genau eingesetzt ?


    Vielen Dank


    Thomas K.