Welche Wehrmachtseinheiten...

  • Hallo zusammen,ich habe eine Frage an euch.
    Mein Opa Hans Eisoldt(geb.12.3.1925) war damals in Holland stationiert bei den V-Waffen und haben England beschoßen.Ich hab erfahren das sie bei der Betankung der V2 Probleme hatten weil die Wasserstoffleitungen einfroren.


    Nun meine Frage an euch bei welcher Einheit war er da?Oder welche Einheiten hatten damals in Holland mit der V2 zu tun?


    Gruss Dirk.

    Ruhm u Ehre den deutschen Soldaten,ihren Verbündeten ausländischen Kamerraden u unserer deutschen Trümmerfrauen!
    Hochachtungsvoll,vielen vielen Dank!

  • Hallo Dirk,



    die Einheiten der Gruppe Nord mit Abschußstellen in Holland waren die 2. Batterie Artillerie-Regiment 485 Klick und die Lehr und Versuchs-Batterie 444, von der SS die SS-Werferbatterie 500.


    Gruß


    Reinhard

  • Hallo,Dirk
    Ich glaube kaum daß es an der V2 Probleme mit eingefrohrenen Wasserstoffleitungen gab.Die Antriebskomponenten waren Alkohol und flüssiger Sauerstoff.
    Klick
    mfg karat

  • Hallo Dirk !


    Lebt denn Dein Großvater noch ?


    Es wäre doch mal interessant Zeitzeugen von der Division ZV zu befragen, bzw zu Wort kommen zu lassen.


    Mein Interesse an diesen Einheiten rührt daher, das in den frühen Apriltagen 1945 eine Einheit dieser Division in unserem Dorf und der näherem Umgebung untergezogen war.


    Wir können uns auch gerne über die PN- Funktion weiter über dieses Thema unterhalten!.


    mfg bfg

  • Wasserstoff ist wohl hier nicht zum zuge gekommen aber Stickstoff. Flüssiger Stickstoff steht unter hohem Druck und es sind niedrige Temperaturen nötig. Es kann durchaus sein, dass es hier zu Problemen kam...

    Mit recht freundlichen Grüssen,
    History


    Wir wissen unser Glück in Frieden zu leben gar nicht zu schätzen...

  • Hallo History !


    Wo ist denn Deiner Meinung nach flüssiger Stickstoff beim Aggregat 4 zum Einsatz gekommen ?


    Zum Antrieb diente Alkohohl und flüssiger Sauerstoff, das ist aber hier schon mal geschrieben worden.


    Zur Steuerung waren Drucklufflaschen vorhanden, die alternativ auch mit Stickstoff gefüllt werden konnten. Der Druck betrug beim Start 200bar. ( Quelle : W. Gückelhorn / D. Paul : V2 gefrorene Blitze)


    mfg bfg


  • Hallo stuffz,


    ich danke dir.Das hilft mir schon weiter und grenzt die Suche schon sehr ein!Ich hab mir deinen Klick auch angesehen,jetzt muss ich nur noch herrausfinden wo er genau war!


    Zu den anderen...
    danke für euer Interesse an meinem Threat,aber mein Opa ist leider ´91 verstorben!Und ich war damals noch zu jung um Ihn die richtigen Fragen zustellen.Deshalb auch das mit dem Wasserstoff kann sein das ich das verwechselt habe.Ist ja schon etwas her als er davon eher beiläufig erzählte.
    Und der Rest der Familie schweigt sich leider über das von damals aus!(keine Ahnung warum)
    Deshalb wende ich mich ja an dieses Forum mit meinen Fragen.Z.b.auch über seinen Bruder Franz E. Über den ich nur weiß das er bei der LSSAH war.Oder über Rudolf Stephan(Onkel mütterlicher Seits) der wohl auch kurz mal in Buchenwald stationiert war.Nehme an das dieser bei den Totenköpfen war?!


    Ich weiß die Infos für eine Suche sind dünn,nur ich weiß leider nicht mehr!


    Also wenn mir doch einer helften könnte,wäre echt Klasse!


    Danke euch erstmal...


    Gruss Dirk.

    Ruhm u Ehre den deutschen Soldaten,ihren Verbündeten ausländischen Kamerraden u unserer deutschen Trümmerfrauen!
    Hochachtungsvoll,vielen vielen Dank!

  • Hallo Dirk,


    zum Einsatz der V 2 ist dieses Buch ganz interessant, auch wenn es hauptsächlich die Lage in Eifel, Hunsrück und Westerwald schildert.
    Wolfgang Gückelhorn/Detlev Paul
    V2 gefrorene Blitze
    Einsatzgeschichte der V2 aus Eifel, Hunsrück und Westerwald 1944/45
    224 Seiten,
    fest gebunden mit Schutzumschlag,
    398 Fotos/Abbildungen, 64 Zeichnungen, 75 Tabellen,
    Großformat, 28 x 23 cm
    ISBN 978-3-938208-43-4
    34,00 €
    Helios Verlag


    Gruß


    Reinhard


    Edit: Link

    Edited 2 times, last by stuffz ().

  • Hallo - Hier mal noch ein kleiner Hinweis . Wer sich mit Peenemünde beschäftigt sollte vielleicht auch mal das Buch " Insel ohne Leuchtfeuer " von Ruth Kraft lesen


    Gruß - Alte61 - Achim

    Suche alles über die Pz.Aufkl.Abtl. 14 der 14.PD in Litauen ab 15.08.1944

  • Hallo und danke euch.Ich werde es sicher mal in Erwägung ziehen mir solch eine Lektüre zu besorgen!Doch momentan ist mein haupt anliegen,etwas sepziell über meine Ahnen zu erfahren,bei welche Einheit sie waren,unter wem gedient u welchen Aufgaben sie zu erfüllen hatten usw.!
    Also all das was mir bisher keiner aus meiner Sippe beantworten wollte. ?(


    Bin über jede Info dankbar...
    Gruß Dirk.

    Ruhm u Ehre den deutschen Soldaten,ihren Verbündeten ausländischen Kamerraden u unserer deutschen Trümmerfrauen!
    Hochachtungsvoll,vielen vielen Dank!

  • Guten Abend Forumler,


    mit Daten von Einheiten u.ä. kann ich leider nicht dienen. Auch ist mein Schwiegervater leider seit 2 Jahren verstorben. Aber:


    Er kam Ende 1944, nachdem "seine" Eisenbahnbatterie "Gneisenau" in Südfrankreich gesprengt war, Ende September 1944 via Lyon/Breisach nach Heilbronn.
    Dort erhielt er den Marschbefehl nach Ostvoorne in Holland, zum Funkmesstrupp der V2. Damit wurde bis Mitte Januar 1945 London beschossen.
    Der Nachschub, insbesondere von Sprengköpfen, kam zum Erliegen.
    Seine Einheit geriet am 7. Mai 1945 in kanadische Gefangenschaft und in ein Sammellager bei Scheveningen. Die Behandlung war sehr gut.


    Vielleicht ein weiteres Mosaiksteinchen zum Ergebnisbild?
    mfG aus Rheinhessen
    Roxxam

    Edited once, last by Roxxam ().

  • Hallo Roxxam.


    Danke für die Infos und ja richtig von Kanadiern erzählte mein Opa auch.Sie waren sozusagen in einem Arbeitslager,bekamen früh ihr Werkzeug was sie Abends kontrolliert wieder abgeben mussten.Selbst Essbesteck wurde nach den Mahlzeiten wieder einkassiert.


    Vielleicht haben dein Schwiegervater u mein Opa sich gekannt?!Irre.. :)


    Weist du welche Einheit dein Schwiegervater war?


    Gruss Dirk.

    Ruhm u Ehre den deutschen Soldaten,ihren Verbündeten ausländischen Kamerraden u unserer deutschen Trümmerfrauen!
    Hochachtungsvoll,vielen vielen Dank!

  • Hallo Roxxam !


    Hallo der 1/2 Schlesier !


    Als Einheit in der der Schwiegervater von " Roxxam "gedient hat, kommen die Lehr und Versuchsbatterie 444 als auch die 2/485 in Betracht, da beide Batterien im Herbst 1944 vom Raum südlich Den Haag Ziele in England beschossen haben.



    mfg bfg

  • Hallo bfg.Ja welche in frage kommen hat mir stuffz schon geschildert.Ich möchte ja von Roxxam wissen,ob er weiß bei welcher Einheit sein Schwiegervater genau war.Denn er kam ebenfals in kanadische Gefangenschaft.Ich glaub nicht das alle Einheiten dies betraf.Es war auch noch die SS Werferbatterie 500 in diesem Kampfraum zugegen.


    Gruss Dirk.

    Ruhm u Ehre den deutschen Soldaten,ihren Verbündeten ausländischen Kamerraden u unserer deutschen Trümmerfrauen!
    Hochachtungsvoll,vielen vielen Dank!

  • Hallo Dirk !


    Die Einheiten der Division zV ( zur Vergeltung) sind meines Wissens nicht komplett an der Westfront in allierte Kriegsgefangenschaft gegangen.


    Es gab zum Kriegsende hin den Befehl, die Ausrüstung der V- Waffen zu zerstören und die Einheiten wurden, bzw sollten infantristisch eingesetzt werden.


    Das Haupteinsatzgebiet war östlich der Elbe im Raum Wittenberge in Brandenburg.


    Das heißt, (fast ?) alle V 2 verschießenden Batterien sind an die Ostfront verlegt worden.


    Es ist aber durchaus möglich, das einzelne Soladaten in allierte Kriegsgefangenschaft gerieten, weil sie von ihren Einheiten getrennt waren,Lazarettaufenthalt, usw.


    Das Gros der Division ZV konnte sich vom Feind lösen und führte Verhandlungen mit den inzwischen an der Elbe stehenden Amerikanern. Bei Wootz, das liegt gegenüber von Gorleben im heutigem LK Lüchow Dannenberg, setzten dann die Einheiten über und wurden in ein eigens errichtetes Gefangenenlager in Gorleben untergebracht.
    Hier und in Lagern in Herford u. Belgien wurden dann brauchbare "Spezialisten" für die US Army und die britische Armee aussortiert.
    Die Briten haben dann mit Hilfe dieser deutschen V2 Leute im Herbst 45 Raketen in Cuxhaven- Altenwalde gestartet. ( Unternehmen Backfire).


    Oder anders ausgedrückt, Dirk, Eure Verwandten müssen nicht zwangsläufig in Holland oder Belgien in Gefangenschaft geraten sein, sondern wie oben geschrieben können sie sich den Amerikanern an der Elbe ergeben und dann unter den Allierten aufgeteilt worden sein.


    Wir können auch gerne über dieses Thema per PN diskutieren.


    mfg bfg


    PS : Die Meldung der Einheiten von stuffz hatte ich glatt übersehen...

  • Guten Abend Dirk,


    mein Schwiegervater hat eine umfangreiche Niederschrift hinterlassen, in der auch ziemlich detailliert Kriegstage verzeichnet sind. Er hat seine Erlebnisse mit Orten und Gegebenheiten notiert, aber nie mit Einheiten oder dergl. präzisiert-


    Nachdem die Fernkampfbatterie "Gneisenau" (4 Langrohrgeschütze und zahlreiches "Zubehör") wg. der Zerstörung der Schienenwege zwischen Toulon und Cannes am 15. August 1944, durch die alliierte Luftwaffe nicht mehr von der französischen Mittelmeerküste wegkam, wurde alles gesprengt.


    Zu Fuß und mit requirierten Fahrzeugen erfolgte der Rückzug durch das Rhonetal. In Kampfgruppen eingegliedert, erlitten sie schwerste Verluste durch nachdrängende Amerikaner. Deren Vormarsch konnte erst bei Lyon gestoppt werden.


    Ende September überschritten sie den Rhein bei Breisach, kamen in ein provisorisches Sammellager und danach zu einer Auffangtruppe in Heilbronn. Hier erfolgte der Marschbefehl nach Ostvoorne zu einem Funkmesstrupp der V2.


    Im Frühjahr 1945 wurde der Beschuss englischer Städte eingestellt, da zuerst die Lieferung der Sprengköpfe ausfiel, danach der gesamte Nachschub.


    Er geriet am 7. Mai 1945 in kanadische Kriegsgefangenschaft und wurde nach Scheveningen in ein Sammellager gebracht. Den deutschen Gefangenen sei es sehr gut gegangen. Öfter wären sie von kanadischen Wachmannschaften gegen holländische Übergriffe geschützt worden.


    Zuerst als deutsch-französischer Dolmetscher für einen kanadischen Verwaltungsoffizier, meldete er sich als Begleiter von Gefangenentransporten (deutsche Soldaten und Wehrmachtshelferinnen), die auf einem abgetakelten Schnellboot von Scheveningen nach Wilhelmshaven fuhren. Die Verpflegung sei ausgezeichnet gewesen.
    Da viele der "Landratten" wg. des Seegangs nichts aßen, konnte z.B. ein Obermaat seine gesamte "Sippe" in Wilhelmshaven mit Proviant versorgen.


    Dieses "Leben" ging bis Ende August 1945. Die Boote wurden stillgelegt und alle deutschen Soldaten mussten in ein englisches Gefangenenlager übersiedeln. Dort war es dann nicht mehr ganz so gut, aber kurz danach erfolgte die Entlassung. Durch Glück und Zufall entging er dem Transport in Arbeitslager nach Frankreich.


    Das war der Schlussakkord der Kriegsteilnahme meines Schwiegervaters.


    Zufällige Anwesenheit an der gleichen Stelle, zur gleichen Zeit ist wahrscheinlich, kann aber mangels Möglichkeit der Befragung von handelnden Personen nicht mehr aufgeklärt werden. Beispielsweise war mein Vater zur gleichen Zeit wie er in Breisach.


    Mit freundlichen Grüßen aus Rheinhessen
    Roxxam