Gendarmerie Kdo

  • Hallo,


    eine Frage an die Spezialisten:


    Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Einheiten aus Stalino/Gegend um Stalino:
    FeldpostNr:


    15878c
    30286

    Beste Grüße, Andreas


    "Die Würde des Menschen ist unantastbar". (Art.1GG)

    Edited once, last by suum cuique ().

  • Hallo,


    kann sein, muss aber nicht.


    Hast Du - wie bei FPN nie schlecht - eine genaues Datum ?


    Ich fange mal mit 15878 an:


    (15.7.1942-24.1.1943) Polizeiführer, Kommandeur der Ordnungspolizei u. Gendarmerie Stalino,


    (25.1.1943-31.7.1943) SS u. Polizeiführer Stalino,


    (1.8.1943-23.3.1944) 4.1.1944 gestrichen,


    Ferner 30286


    (8.9.1942-11.3.1943) Polizeiführer Nordkaukasien, Kommandeur der Ordnungspolizei, Gendarmerie und Schutzpolizei in Woroschilowsk,


    (12.3.1943-7.9.1943) SS- u. Polizeiführer Einsatzkommando der Ordnungspolizei, Gendarmerie


    und Schutzpolizei u. SS-Standarten-Polizeiführer Woroschilowsk,


    dann SS- u. Polizeiführer Woroschilowsk,


    (8.9.1943-22.4.1944) 11.2.1944 SS- u. Polizeiführer Einsatzkommando Bürger,


    (8.9.1943-22.4.1944) 31.3.1944 SS- u. Polizeiführer z.b.V..



    edit: Wehrmacht vor 1941 habe ich mal weg gelassen !


    Was wüsstest Du denn genau am liebsten, zu "Bürger" habe ich auch noch Fragmente .....



    Gruß aus München


    Marcus

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  • Hallo noch einmal Andreas,


    ich kann mich leider nicht genauer auslassen.
    Folgende Informationen habe ich:


    das Gendarmerie-Einsatzkommando für den KdGend beim KdO Stalino wurde mit Schnellbrief vom 11.04.1942, O-Kdo. I O (4) Nr. 156/42 in Magdeburg aufgestellt. ;)
    Stärke:
    1 Hauptmann,
    1 Bez.-Oberltn.,
    27 Bez.Ltn.,
    150 Meister oder Wachtm. (SB)
    300 Polizeireservisten.


    - Du kennst den Schnellbrief ja -.


    Für das Gendarmerie-Einsatzkommando Woroschilowsk wurde mit Fernschr. des RFSSuChdDtPol vom 13.8.42, O.-Kdo. I O (4) Nr. 534/42 Personal abgeordnet, aus Bayern 5 aktive Gendarmen und 8 Polizei-Reservisten. Ich habe nur deren Daten, das Bezugs-FS liegt mir leider nicht vor.


    Ob eine weitere Verbindung besteht, kann ich nicht sagen.
    Aus einem Ordensvorschlag geht aber hervor, dass die Münchner ab dem 22.8.42 dem Kommando angehörten. Sie kamen dann alle zum Einsatzkommando Bürger. Dem wird von Stefan Klemp unterstellt, dass es an der "Aktion 1005" beteiligt war (Enderdung).
    Es wird auch als Einsatzkommando zbV Bürger bezeichnet in den Schriftstücken.
    Im November 1943 war es noch in der Ukraine, Standort Starokonstantinow.
    Die FPN taucht in Schriftstücken vom Juli 1944 hier auf, da waren sie in Italien.


    Mehr geht momentan leider nicht.
    Ob und inwieweit weitere Verbindungen bestehen, kann ich nicht sagen, bei den Münchnern eher nicht.


    Vielleicht weiß jemand, wann die Wehrmacht Woroschilowsk eingenommen hat ? ?Kommt da der Juli / August 1942 hin, sprich war das dann bei der Stalingrad-Operation ?
    Dann ist es natürlich nicht auszuschließen, dass Leute aus Stalino weiter vorgezogen wurden bevor neue aus der Heimat kamen denke ich.



    Gruß aus München


    Marcus

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  • Hallo nochmal,


    ich bin gerade auf dieses Thema
    http://www.forum-der-wehrmacht…514&hilight=woroschilowsk
    gestoßen.


    Ich kann leider nicht sagen aus den Dokumenten, ob das Gend.-Einsatzkommando Woroschilowsk für die Ukraine oder den Kaukasus gedacht war.
    Die Stäbe für "der KdO bei den SSPF in den Generalbezirken Georgien und Aserbeidschan des Reichskommissariats Kaukasien" wurden aber erst mit Schnellbrief I O (3) 1 Nr. 288/42 vom 7.10.42 aufgestellt.


    Dann wird eher die Ukraine möglich und wahrscheinlich sein.


    Letzter Gruß aus München zu dem Thema erst einmal


    Marcus

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  • Hallo Marcus,
    vielen Dank fuer Deine Ausfuehrungen.
    Ich hatte mal gelesen, dass "Buerger" auch mal im Raum Stalino war, daher der Gedanke, dass seine Kdo. ggf. auch was mit dem Gen.Kdo. Stalino zu tun hatte.


    Auf die FPN ''15378c'' kam ich durch eine Auflistung von Daten, im Nachlass.
    Er klaerte sich aber auf, dass die FPN "15378c" die FPN 15878c sein muss, weil die im Zusammenhang mit Stalino steht.
    Die einzige andere Moeglichkeit waere, dass die FPN nicht ''15378c" lauten wuerde, sondern evtl. 15978c .
    Die "3" in der niedergeschrieben FPN "15378c" liest sich halt auch wie eine "8" oder "9". Lediglich die 15878c wuerde Sinn machen.


    Was waere die 15978c ? Dieser Spur bin ich noch nicht gefolgt.


    BTW, Marcus, ich werde in den naechtsten Tagen die Personalakte aus dem Stadtarchiv Koethen/Anh. bekommen. Sie umfasst 381 (!) Seiten. Bin mal gespannt was sich aus den knapp 400 Seiten Material alles herausfinden laesst. Vielleicht platzt dann der Gordische Knoten.

    Beste Grüße, Andreas


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  • Hallo Andreas,
    falls es dir hilft:
    15978
    (Mobilmachung-1.1.1940) Stab II Infanterie-Regiment 45,
    (28.4.1940-14.9.1940) Stab II u. 3.-8. Kompanie Infanterie-Regiment 45,
    (1.8.1943-23.3.1944) 3.2.1944 Stab II u. 5.-8. Kompanie Grenadier-Regiment 45.


    Grüße Thomas

  • Hallo Thomas,
    herzlichen Dank fuer die turboschnelle Antwort.
    So kann man die FPN 15978c also auch ausschliessen, da keinerlei Polizeibezug da ist.


    Wie also vorher angenommen, lediglich die FPN 15878c macht Sinn.


    Das "c" setzt ja voraus, dass es mehr als eine Kp. gab, es also ein groesseres Kdo. war, oder?

    Beste Grüße, Andreas


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  • Hallo Andreas,


    ein Gendarmerie-Einsatzkommando - siehe Stalino - würde ich normalerweise auf 2 - 3 Hauptmannschaften (=Kompanien) ansetzen.
    Das Gendarmerie-Einsatzkommando ist ja nicht zu vergleichen mit dem EK der SiPo/SD, es entspricht dem, was man in der Heimat als Gendarmerie-Kreis o.ä. bezeichnet.
    "Bürger" hat - soweit ich das nachvollziehen kann, mind. 2 Hauptmannschaften gehabt, also C = 2.


    Gruß aus München



    Marcus

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  • Marcus, Thomas,
    nochmals vielen Dank!

    Beste Grüße, Andreas


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  • Hallo Andreas,


    ich habe das glaube ich noch schlecht rueber gebracht.
    Eine Gendarmerie-Hauptmannschaft ist als oertliche Einheit zu verstehen, nicht als Truppen-Einheit.
    Sie umfasste i.d.R. Gendarmerie-Kreise und konnte evtl. Gendarmerie-Einsatz-Kompanien und/oder Zuege haben.
    Ansonsten ist bei der Gendarmerie vor Aufstellung der Gendarmerie-Bataillone (mot) die Kompanie der groeßte Truppen-Verband gewesen.


    Die Hauptmannschaften werden dann die verschiedenen Buchstaben bekommen haben, dann passt es aber wieder von der FPN her.


    Gruß



    Marcus

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  • Hallo,
    heute kam ein Paket mit der Personalakte aus dem Archiv an:
    381 Seiten! Whow!
    So, einige Stunden habe ich nun schon damit verbracht die erste Durchsicht zu starten. Etliche neue Fakten kamen zu Tage, aber auch etliche neue Fragen stellen sich nun.


    POLEN
    Der erste Einsatz bei der Schutzpolizei war vom 16.9.39 -19.4.1940 in Bromberg. Bin mir sicher, dass das eine interessante Zeit war. Gerade wg. den Vorfaellen, die in Bromberg im Sept.39 abliefen.(Blutsonntag)
    Dann vom 20.4.40-15.7.40 in Pr. Stargard.


    (Liegt ebi Danzig. Gibt es dazu was zu berichten ????)


    Dann Verwendung wieder in Koethen/Anh.


    STALINO:
    Dann Stalino: 28.4.42 - Okt.42 dem Stabe des SS- u.Polizeifuehrers zugeteilt, ab Okt 42 bis zum Tage der Bescheinigung (O.U. den5.5.42) im Nachschubdienst des SS-u. Polizeifuehrers taetig.
    Dienststelle: FPN 15878 (Ein anderes mal 15878a genannt)
    Frage: Was ist "O.U."?
    Die FPN-Frage scheint nun endlich geklaert.


    ITALIEN:
    FPN 46 930 Zug Burmeister
    Bescheinigung des SS-u.Polizeifuehrers Oberitalien West vom (O.U. den 19.X.1944) liegt vor.
    Es wird mitgeteilt, dass er dem Einsatzkommando -FeldpostNr 46 930 angehoert und im Besitz der Erkennungsmarke Nr 330 "Gend.Eins.Kdo Italien Nord" ist.
    Frage: Was ist ueber das Kdo bekannt? Aufgaben/Orte/Einsaetze?


    Wie er nach Dt. Eylau war ist immer noch ungeklaert, darueber sagt die PA auch nichts aus.
    Die danach abgeheftete Unterlagen sagen nichts uber den weiteren Verlauf aus. Bezuegeaenderungen, etc. Entlassung durch Amerikaner aus dem Polizeidienst im Mai 45.
    Nachweis ueber Altkaempferwikel ist auch in der Akte. Siehe Photo aus Italien.
    Beruhigend ist, dass es keinerlei Hinweise auf Einsaetze gibt, die anruechig waeren.

    Files

    Beste Grüße, Andreas


    "Die Würde des Menschen ist unantastbar". (Art.1GG)

    Edited 3 times, last by suum cuique ().

  • Hallo Andreas,


    freut mich für Dich, das Paket !


    Ich gebe mal chronoligisch ein paar Meinungen ab:


    1. Bromberg 16.9. - 19.4.40, da war die erste große Welle an Massenerschießungen eigentlich schon vorbei, laut "Einsatzgruppen in Polen" von Mallmann u.a. bis 10.09. ca. 500 Erschießungen, dann vom 22.09. bis 17.11. weitere 349 Erschießungen. Im "Kommando Elstermann von Elster" war er aber nicht zufällig ? ? Wenn ja, bitte dringend PN an mich !


    2. Vom 20.04.40 - 15.07.40 Pr. Stargard. Das war zwischen den Weltkriegen polnisch, dort musste also eine deutsche PV. aufgebaut werden. also wohl eher Einzeldienst oder Wach-Bataillon ? ?


    3. Stalino, haben wir bereits behandelt "O.U." steht für Ortsunterkunft, also Angabe im Feld, wenn der richtige Ort nicht angegeben werden durfte.


    4. Italien FPN 49630, laut FPÜ "Kommandeur des Generals Italien Nord" ??? ?(
    Wird wohl eine Sammel-FPN gewesen sein.
    Über das Gend.Einsatz-Kommando kenne ich nichts, ist aber bei Gendarmerie nicht ungewöhnlich.


    Gruß aus München


    Marcus

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  • Reinhard, Marcus,
    danke Euch beiden.


    Marcus: Entwarnung, nein, er war zur Schutzpolizei in Bromberg und Pr. Stargard abgeordnet.

    Beste Grüße, Andreas


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    Edited once, last by suum cuique ().

  • Hallo Andreas,


    das Kommando Elstermann von Elster wurde am 9.9.39 von der PV. München aufgestellt und ich suche mich seit ein paar Monaten irre, um festzustellen, wann es denn in Bromberg ankam - eben wegen der Massaker der Einsatzgruppe IV und des EK 16.


    Das kam dann später zur PV. Posen, ich hoffe immer noch auf eine glorreiche Eingebung zu der Einheit, die aus München ca. 120 Mann mitbekam.


    Gruß aus München


    Marcus

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  • Guten Tag Andreas,
    hiermit möchte ich mich in diesem Thema auch einmal melden. Mich würde interessieren, warum das Stadtarchiv Köthen so eine umfangreiche Personalakte von der betreffenden Person hatte ? Kannst Du etwas zu dem Inhalt und der Geschichte der Akte schreiben ? Dies würde vielleicht ein paar Hínweise für ähnliche gelagerte Personenrecherchen geben.
    Beste Grüße, westermann

    Gruß, westermann

  • Hallo westermann,


    der Grund für die dicke Akte liegt m.E. darin zu sehen, dass Köthen eine "Polizei der Gemeinde" und keinen "staatlichen Polizeiverwalter" hatte, also die Personalakte im Gegensatz zu den Großstädten oder der Gendarmerie auf dem Lande in der Stadt geführt wurde.


    "Die Polizei" gab es bis 1945 trotz aller Bemühungen Himmlers nicht.
    Es gab diese drei Möglichkeiten:
    - Gendarmerie in Orten bis ca. 5 000 Einwohnern, organisiert auf Ebene der Regierungsbezirke oder des Landes
    - Polizei der Gemeinden in Orten von 5 000 bis 50 000 Einwohner
    - staatliche Polizeiverwaltung in den Städten darüber



    Gruß aus München


    Marcus

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  • Grüß Dich Marcus,
    dies ist sehr interessant und hätte ich nicht vermutet. Vorallem bin ich etwas verwundert, da ich dachte, daß das Stadtarchiv Köthen in der ehem. DDR "ausgedünnt" wurde. Könnten diese Akten auch "Rückläufer" aus den Z-Beständen des NS-Archiv des MfS sein ?
    Auf die Antwort von Andreas, besonders bzgl. Akten-Historie, bin ich gespannt.
    Marcus, bist Du bei Deinen Recherchen auf so umfangreiche Personalakten von Polizei-Unterführern schon gestoßen ?
    Beste Grüße, westermann

    Gruß, westermann

  • Hallo westermann,


    da möchte man mit Radio Eriwan antworten: "Im Prinzip ja".
    Es kommt immer darauf an, wann und wo die Leute waren, die überlieferten Personalakten gehen dann von einer Karteikarte bis zu drei Leitz-Ordnern.
    Hängt auch viel vom Geschichtsbewußtsein der Behörde und von der Sammelwut und Platz des entsprechenden Archives, an das abgegeben wird, ab.
    Das gleiche ist bei Polizisten bei der WASt, von nichts vorhanden bis drei Seiten. Ich halte es da mit RolandPs Spruch "Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel" :D
    Deshalb ist die Forschung nach Polizisten so anspruchsvoll und interessant.
    Weshalb in Köthen so viel da geblieben ist, kann ich nicht sagen, vielleicht war er nach dem Krieg noch in der Stadtverwaltung beschädftigt oder es wurde übersehen oder wieder zurück gesandt. Wenn man den Akt nicht kennt ist das Spekulation.


    Gruß aus München



    Marcus

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  • Hallo,
    die Personalakte begann 1922 mit der 1. Einstellung bis 1923 als Hilfspolizist und endete 1945 mit der Entlassungs durch die Amerikaner.
    2. Anstellung erfolgte 1933.
    Koethen hatte eine Gemeinde-Polizei. "Chef" der Polizei war der Oberbuergermeister. Die Personalakten der Mitarbeiter blieben im Stadtarchiv. Dies erklaert auch, warum meine Anfrage beim Landesarchiv negativ verlief. Die hatten nichts, gingen davon aus, dass die Akten ggf. durch die Russen uebernommen worden oder durch Braende vernichtet wurden.
    Durch den Tipp eines Mitforisten hier, der mir den Rat gab es beim Stadtarchiv zu versuchen, das es dort gibt, kam ich zur Akte.
    Leider sagte die Akte nur sehr wenig ueber Einatzorte aus. Sehr viel waren Einstellungsschriftverkehr, Familienurkunden, Kindergeld/Besoldungsrechnungen, Krankheitsakte/Krankmeldungen, Schulungsnachweise, Beurteilungen, Beschwerden, Tadel, allgem. Schriftverkehr, u.s.w.
    Ich durfte die Aktenkopie bekommen, da ich nachweislich engstens verwandt bin.
    Ich waere NIE darauf gekommen, dass ein Stadtarchiv noch die Personalakte haette.


    Durch die Google-Suche "NAME POLIZEI" kam ich auf den Treffer mit dem Nachnamen und des GebDatums im hessischen Ladesarchiv. Dort war in einer Auflistung der Name der Personalakte in Friedberg und Butzbach aufgefuehrt. Diese Akte orderte ich mich auch mal an, vor laengerer Zeit. So kam ich auch auf die Idee beim Landesarchiv von Sachsen-Anhalt nachzufragen, die aber ncihts hatten. Dann gab ich, wie gesagt, die Suche auf bis ich den Tipp des Mitforisten bekam.
    (Der Besagte war 1922 als Hilfspolizist bei der Hess.SchPo eingestellt gewesen, ging dann nach Koethen zurueck).
    Die Recherche hatte 2 Hauptgruende.
    1. Ich wollte herausfinden, ob er sich irgendwelchen Unrechts waehrend der NS-Diktatur schuldig gemacht hat, etwas, was man ggf. aus Einsatzorten, etc herausfinden koennte.
    2. Wo er ueberall eingesetzt war und wie er von Italien 1944 nach Preussisch Eylau kam, wo er in russ, Gefangenschaft kam.
    Am Ende war die Akte doch lueckenhaft.
    Seltsam war, dass als 1943 eine Beurteilung angefordert wurde mitgeteilt wurde, dass der Besagte mittlerweile zum Polizeimeister befoerdert wurde, jedoch in der Personalakte von K. weiterhin als Polizeihauptwachtmeister gefuehrt wurde, bis zur Entlassung.
    Manchmal wirkt die Akte ein wenig "durcheinander", auch wurde mal die Nummerrieung am oberen rechten Rand geaendert.
    Das koennte ein Indiz sein, dass auch die Akte desoefteren schon gesichtet wurde.
    Auch fehlen ab und zu einige Blaetter innerhalb der Nummerierung.
    Der STASI-Akte, die ich schon vor rd. 10 Jahren bekam entnahm ich, dass die Entlassung dort vermerkt wurde. Grund: Mitgliedschaft in Partei und Allgem. -SS.

    Beste Grüße, Andreas


    "Die Würde des Menschen ist unantastbar". (Art.1GG)

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