09.05.1945 - Allerletzter Flug der Luftwaffe

  • Guten Morgen !


    Am 9. Mai 1945 startete um 5.50 Uhr vom Flugplatz Lista / Norwegen die Ju 88 des Staffelkapitän Oberleutnant Friedrich Droste (II./KG 200) in Richtung Kurland.
    Sein Auftrag kam von einem unbekannten General und war es, eine Reihe von Kameraden von Kurland auszufliegen, um ihnen das bittere Los der russischen Kriegsgefangenschaft zu ersparen.


    Über dem Skagerrak überflog die Ju 88 einen britischen Flottenverband.
    Von dem bei diesen Schiffen befindlichen Flugzeugträger starteten vier Jagdmaschinen und griffen die einzelne Ju 88 an.
    In fünf Anflügen wurde der rechte Motor von Droste beschädigt und fiel aus.
    Auch erhielt das Funkgerät Treffer und konnte nicht mehr benutzt werden.
    Ebenfalls wurde hierbei ein Besatzungsmitglied verwundet.
    Die Ju 88 entkam nur dadurch, dass Droste seine Maschine in die "Wolke vom Dienst" zog.
    Anschließend brach er den Einsatz ab und flog mit seinem verbleibenden Motor nach Thirstrup / Dänemark zurück.


    Quelle: Günther W. Gellermann "Moskau ruft Heeresgruppe Mitte".


    Nun wollte ich fragen, ob es einen dokumentierten, späteren Einsatz der Luftwaffe gab, oder dieser als "Allerletzter" angesehen werden kann ?


    Horrido,
    Rheinmetall

    "Die Sehnsucht nach der Heimat wächst mit dem Quadrat der Entfernung."
    (In Memorie of Jürgen Oesten † 05.08.2010)

  • Hallo,


    ob du da vielleicht mal auf deine gleiche Fragestellung und Beantwortung im


    Luftwaffe Bullet Board - Forum


    verweisen kannst?


    Grüße
    Fred

    Halle/Saale: Heeres- und Luftnachrichtenschule // Siebel Flugzeugwerke

  • Hallo,


    zur Aufarbeitung dieses bereits älteren Themas ...


    Der vermutlich allerletzte Einsatz der Luftwaffe fand am 18.6.1945 statt, also knapp 6 Wochen nach der Kapitulation.

    Dabei handelte es sich um den Rückflug von 15 Do 24 Flugbooten der Seentostaffel 81 vom dänischen Seefluplatz Guldborg nach Schleswig-See.


    Siehe dazu z.B.: https://www.shz.de/lokales/sch…er-schlei-id10300011.html


    Die Vorgeschichte und dieser Flug sind auch ausführlich beschrieben im Buch:

    Karl Born : Rettung zwischen den Fronten - Seenotdienst der Luftwaffe 1939-1945 (Verlag Mittler, 1996, 1. Aufl.)


    Beste Grüße, Uwe K.

  • Servus,


    man bedenke bitte auch das nicht alle Personen mit den Do 24 ausgeflogen wurden.

    Es waren auch der Motortanker TP 6, der Flugzeug-Berge-Prahm 41 und die Flugbetriebsboote der Staffel an der Rettung beteiligt.


    Hier ist ein dänischer Artikel mit Fotos über die Rettung.


    Das wäre schon verdammt eng geworden mit nur 15 Flugzeugen fast 1000 Personen rauszuholen. Das wären ja knapp über 60 Personen an Bord jedes Flugzeugs. Wohl er nicht machbar.


    mfg

    Holger

    Gruss, Holger

  • Hallo Holger,


    als ich das mit den "knapp 1000 Personen" gelesen habe, habe ich auch zunächst ungläubig den Kopf geschüttelt.


    Andererseits:

    - die am 5.3.45 in den Kamper-See abgestürzte D 24, ebenfalls der Seenot.St. 81, soll außer der 4-köpfigen Besatzung noch weitere 72 Personen an Bord gehabt haben

    - die Do 24 konnte bei Überlast knapp 8 to zuladen bei 18.2 to TOW.

    - für den Überflug Guldborg - Schleswig (Luftlinie ~145 km, ca 40 min Flugzeit bei 220 km/h Reiseflug) genügte eine Spritfüllung von 400 kg (bei 30 min Reserve)

    - die restliche Zuladung hätte bei 75 kg/Person locker für 100 Personen pro Maschine ausgereicht - die Leute waren ja bei Kriegsende selten übergewichtig, eher das Gegenteil

    - in diesem Fall ist eher der Platzbedarf das Problem


    Zum Vergleich, Stichwort "Platzbedarf":

    - die "kleine" Version der DeHavilland/Bombardier DHC-8/Dash 8 Familie, die DHC-8/100 ist vergleichbar in den Abmessungen zur Do 24 (DHC-8/100: Länge 22.25 m, Spannw. 25.91m / Do 24 T-1: 21.81 m, Spannw.: 27 m)
    - Die DHC-8 ist für 40 Paxe und 4 crew ausgelegt. Jetzt stelle man sich vor, dass jeder Passagier noch eine Person "auf den Schoß" nimmt. Das ist zwar sehr unbequem und natürlich illegal - aber es geht zur Not, oder?


    Die Schiffe (Boote) der Seenotgruppe 81 waren meines Wissens an der Überfahrt Bug/Rügen nach Guldborg beteiligt - fuhren diese aber wieder mit zurück nach Schleswig ???


    Der im allerersten Beitrag erwähnte (geplante) Evakuierungsflug der Ju 88 der II./KG 200 mit Notlandung in Tirstrup/DK fand übrigens genau einen Tag früher statt - nämlich am 8. Mai 45 (nicht am 9.5. wie hier angegeben).

    Alle aus Norwegen kommenden Ju 88 (auch KG 26, 66) flogen am 8.5.45. Die bedingungslose Kapitulation trat um Mitternacht des 8./9. Mai in Kraft - und kurz danach waren alle Flugplätze in Kurland von der Roten Armee besetzt. Dort konnte ab dem Morgen des 9.5. keine Maschine der Luftwaffe mehr landen, ...., besser gesagt: landen ja, aber definitiv nicht mehr starten.


    Auch in Schweden trafen noch Maschinen in der Nacht 8./9.5.45 (genauer: die letzte um 3:15 Uhr Ortszeit am 9.5.), die waren aber schon vor Mitternacht gestartet.

    Einzelne Maschinen flogen wohl noch am 9.5. "heim", hier aber aus noch nicht besetzten Plätzen in Österreich (Alpenraum) und Böhmen, nach Süddeutschland.


    V. Grüße, Uwe K.

  • Servus Uwe,


    ich kenne mich auch mit der Materie aus (bin im Flugzeugbau tätig), aber wenn man diesen dänischen Artikel liest, dann sollen ca. 150 Soldaten auf Bahren und weitere 300 Verwundete an Bord gewesen sein (Seite 19).


    Ich habe mal einen Aufriss der Do 24 angehängt. Diese hat zwar 4 Ruhebetten und Platz im Gang und zum Heck, aber das ist schon verdammt eng mit den ganzen Einbauten.

    Glaube kaum das die sämtliche Ausrüstung rausgeworfen haben, welche fest verbaut war.


    Wir hatten früher auch eine Do 24 der Spanier hier wo ich persönlich einmal drin war und wie gesagt es ist schon ziemlich eng.


    mfg

    Holger

    Files

    • do-24.jpg

      (197.46 kB, downloaded 52 times, last: )

    Gruss, Holger

  • Moin Holger,


    ja, die gleichen Zahlen mit insgesamt 450 Verwundeten an Bord der Do 24 nennt auch Karl Born im Buch (S.317). Der Rest kam “per Boot“ nach.


    Grüße, Uwe K.

  • Die Schiffe (Boote) der Seenotgruppe 81 waren meines Wissens an der Überfahrt Bug/Rügen nach Guldborg beteiligt - fuhren diese aber wieder mit zurück nach Schleswig ???


    V. Grüße, Uwe K.

    Servus Uwe,


    der dänische Artikel erwähnt auch, das die Arado mit den Do's fliegen sollte, aber dann auf BP 41 verladen wurde. Dort und wahrscheinlich auf den Flugbetriebsbooten, war auch das Bodenpersonal, Ehefrauen und Kinder eingeschifft, welche am nächsten Tag in Schlei ankamen. (siehe Seite 19)


    mfg

    Holger

    Gruss, Holger

  • Guten Tag ans Forum und an die Luftwaffen-Experten zu diesem Thema,


    es wird von einem "allerletzten Flug der Luftwaffe" gesprochen. Demnach gab es also auch einen letzten Flug der Luftwaffe.

    Und ein "oberallerletzter" Flug wird hinterfragt.

    Ich hätte eigentlich themenbezogene Informationen erwartet. Aber es scheint jetzt über ein ganz anderes Thema, nämlich Transportkapazitäten, zu gehen.

    War denn der anfangs beschriebene Flug der Luftwaffe nun der letzte/allerletzte oder doch nicht?


    Mir freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter

    (PH)

  • Guten Tag zusammen,


    konnte / durfte man denn n a ch der Kapitulation noch von Luftwaffe sprechen?

    Wie sahen das die Siegermächte?

    Oder ist das jetzt nur ein Begriff der "Neuzeit"?


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo Thomas,

    in Norwegen funktionierte Wehrmacht nach der Kapitulation ganz gut. Anordnungen des All.Milit.Befehlsh. Norweg. über Einzug von Privatgeldern ohne Erstattung des Gegenwertes wurden ausgeführt. Dienstsiegel mit Hakenkreuz gab es noch im Juli 1945, im August war das HK herausgekratzt. Die Wehrmachtsbürokratie funktionierte noch bis mindestens September 1945.

    Gruss

    Rainer

    Suum cuique

  • Bon jour Peter,


    in welchem Beitrag genau wird das Wort "oberallerletzter" verwendet?

    Der Themeneröffner verwendete Im Juni 2011 das Adjektiv "allerletzter".


    Als Datum des letzten Fluges der "Luftwaffe" in Uniform, hier allerdings unter britischem Befehl, betrachte ich den 18. Juni 1945.

    Welche der 15 Do 24 zuletzt in Schleswig auf dem Seeflugplatz landetete ist meines Wissens nicht überliefert.

    In Guldborg hatte die Seenotst. 81 noch 15 Do 24 und eine Ar 196. Die Ar 196 wurde zerlegt auf dem Seeweg zurücktransportiert.

    Die Do 24 flogen in 4-er Gruppen im Abstand von 10 Minuten unter Begleitschutz von Typhoon.


    Meine Infos zum Rückflug Guldborg - Schleswig-See stammen aus dem Dokumentation von Karl Borg, dort ist auch eine Kopie des fernschriflichen Befehls zu diesem Flug abgebildet.


    Mit freundlichen Grüßen, Uwe K.

  • Guten Tag ans Forum und an Uwe K,


    "oberallerletzter" ist meine Wortwahl.

    Denn oft gab es was Letztes, danach das Allerletzte und dann?

    So bin ich auf das "Oberallerletzte gekommen. Kann man noch steigern mit "Oberoberallerletztes" usw.

    Manchmal gibt es halt eine Fortsetzung nach einem letzten Ereignis, das man für sich erst einmal zeitlich "verorten" muss.

    Denn gerade was den II.Weltkrieg betrifft gibt es ja keinen Stillstand in der Forschung und hinsichtlich neuer Erkenntnisse.


    Mit freundlichen Grüßen aus der Normandie


    Peter


    .

    (PH)

  • Hallo,


    @ Peter

    es kann ja nun vorkommen, dass neue letzte/allerletzte/aller-allerletzte Flüge "ausgegraben" werden - so wie gleich von mir im Anschluss an diesen Absatz.

    Es ist nun einfacher, jeweils ein "aller" hinzuzufügen, als alle vorangegangen Posts mit jeweils einem "vor" auszustatten (aus letzter wird vor-letzter, dann vor-vor-letzter, ..., usw.) - was korrekterweise stattfinden müsste.

    Bitte jetzt keine grammatischen Spitzfindigkeiten ... wir wissen ja alle was gemeint ist.


    @ Thomas/Huba

    Deine Anmerkung - in meinen Worten: wie lange existierte die Luftwaffe, bzw.: wie lange darf man eigentlich von Luftwaffe-Flügen sprechen?

    Da ist ein sehr guter Punkt. Die Frage habe ich mir auch schon (noch vor deinem Post) gestellt. Das ist ein wohl ein juristisch-völkerrechtliches Problem, das ich als "gelernter Elektroingenieur" und "kleiner Hobby-Historiker" nicht zu beantworten wage. Schuster bleib bei deinen Leisten, sage ich mir da.

    Die Antwort für mich selbst: die Luftwaffe existierte formaljuristisch wohl bis 9. Mai 1945, 0 Uhr - dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der bedingungslosen Kapitulation. Kommandostrukturen und Verbandszugehörigkeiten existierten aber weiterhin in der Gefangenschaft bzw. Internierung, Meiner (persönlichen) Meinung nach blieb ein Soldat sogar bis zu seiner Entlassung aus der Kriegsgefangenschaft ein "Luftwaffensoldat" - in einigen Fällen daher bis 1955. Bis dahin galt auch die Fürsorgepflicht des Staates.

    Die einfachere Antwort für mich selbst: wenn ein (ex-)Luftwaffensoldat in Uniform (oder Lw-Fliegerkombi) ein bereits vor Kriegsende für die Luftwaffe gefertigtes und in Dienst gestelltes Flugzeug mit Lw-Hoheitsabzeichen und "offizieller Mission" der jeweiligen Militärgewalt flog - dann war das ein "Luftwaffenflug".


    @ alle:

    in diesem Sinne war der nachfolgend geschilderte Flug ein RAF-Flug - denn die Maschine (Ar 234) war bereits mit dem RAF-Rondell bemalt - damit die Besitzverhältnisse klar sind und die Maschine nicht irrtümlich abgeschossen wird! (heute befindet sich ein Teil dieser Flugzeuge im RAF-Museum Hendon - wieder in Original Luftwaffe Bemalung, sogar mit Hoheitsabzeichen am Seitenleitwerk).


    Also: Am 3. Oktober 45 sollte der (ex-)-Lw-Pilot Hptm. Helmut Miersch (ex 1.Eins./FAGr. 5) die Ar 234 WNr. 140596 von Schleswig-Land, via Brüssel-Melsbroeck nach Farnborough/GB überführen.

    Miersch gehörte zum Kommando von Eric Brown (RAF Testpilot, Buchautor), der zu dieser Zeit ex Luftwaffe Flugzeuge (Beuteflugzeuge) zur Erprobung nach GB überführte.Die Maschine war zuvor von Stavanger-Sola nach Schleswig überführt worden, wo der offizielle Sammelpunkt der britischen Beutemaschinen eingerichtet war.

    Auf Grund widriger Wetterumstände musste Miersch auf dem Flugplatz Eelde/NL eine Sicherheitslandung durchführen. Die Kanadier und Niederländer auf dem Flugfeld trauten ihren Augen nicht, als aus der Maschine ein Pilot in voller Hauptmannsuniform der Luftwaffe ausstieg.

    Die Geschichte ist mehrfach dokumentiert, bitte selbst per Suchmaschine nach jeweils passenden Referenzen in Literatur und Zeitschriften suchen ...

    Hier eine mögliche Referenz: http://home.planet.nl/~otten100/Ar234.html

    oder der Hinweis auf einen Artikel in "Klassiker der Luftfahrt", Ausgabe 2/2017, Artikel "Der letzte Blitz"


    Ähnliche Flüge des US-Kommandos Whatson's Wizzers von Süddeutschland (Lechfeld) nach Cherbourg zur Verschiffung "interessanter" (Me 262, Do 335) Flugzeuge in die USA, fanden bereits Anfang Juni 45 statt.

    Auch diese Maschinen waren bereits mit anderem (US) Hoheitsabzeichen versehen.


    Daher bleibe ich dabei:

    - Der Flug der 15 Do 24 am 18. Juni 45 war der letzte "echte" Luftwaffen Flug.

    - Die Hoheitskennzeichen am Seitenleitwerk, sprich die Hakenkreuze, waren übermalt - die Balkenkreuze an Rumpf und Tragflächen aber noch intakt

    - Zusatzlich waren Rotkreuz-Kennzeichen (Seenot Kennzeichnung) angebracht.

    - Die Besatzungen flogen in Uniform, die Verbands-Kommandostrukturen waren noch intakt, die Einheit wurde von bisherigen Kommandeur (Karl Born) geführt unter Beibehaltung der bisherigen Befehlsstruktur innerhalb der Einheit


    Mit freundlichen Grüßen, Uwe K.

  • Hallo,


    bereits in "Wehrausbildung 5/89 Panorama" veröffentlichte der Hauptmann Gerhard Taube den Artikel " Kokarde und Balkenkreuz - Deutsche Rettungsflieger im Einsatz nach Kriegsande" auf den S.322 und 323, mit Korrespondent/Unterlagen/Dokumenten von Karl Bron.

    Diesem Artikel entnehme ich, dass die Flugzeuge ihre Kennung mit zusätzlich rotem Kreuz und die Flieger ihre Uniform mit zusätzlich RK - Binde beibehielten. Die britischen Begleitflieger waren von der 184 Squadron, Transport von 450 Menschen am 18.06.1945, 13.00 Uhr.


    Aber das müsste ja alles in dem bereits erwähnten Buch von dem Autor Born selbst stehen, das wohl einigen Schreibern hier vorliegt.


    Gruß Karl .

  • Hallo,


    also ich habe hier den vorläufig alleroberüberletzten Flug - vielleicht nicht der Luftwaffe - aber eines Luftwaffepiloten mit einem Luftwaffenflugzeug und entsprechendem von der Luftwaffe zugeteiltem Stammkennzeichen. Na, wenn das nichts ist. Wer kann später? =)


    Fw. Heinz Saalfeld flog die Si 204 BM+JY am 29. November 1945 von Schleswig nach Hamburg-Fuhlsbüttel. Dort befand sich ein Sammelpunkt der Briten für Luftwaffenflugzeuge. Beweis anbei.


    Wenn jemand bei den Bezeichnungen "Am77" und "Am76" stutzen sollte: Das waren Teile einer ehemaligen Mistelkombination Ju 88-Fw 190, die die Alliierten erbeutet hatten. Die Mistelkombination Am77 wurden nach Farnbourough überflogen und dort später ausgestellt.


    Viele Grüße

    Peter

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  • Hallo Karl,

    die RK Kennzeichnung erfolgte erst in Guldborg. Bei den Evakuierungsflügen entlang der Ostseeküste ab Februar 45 transportierten die Do 24 auf dem Hinflug Munition und Truppen - das schloss natürlich den Status als Rot Kreuz Flugzeug aus. Die Russen scherte die Bemalung eh nicht auch die RAF schoss ab Herbst 1940 Seenotmaschinen ab, wenn keine RAF Flieger im Wasser waren.

    Die Seenotst. 81 hatte deshalb auch eigenen Begleitschutz mit Me 410, die aber auch Aufklärung auf Suche nach über See abgestürzten Besatzungen flogen.

    Die Begleitjäger wurden von Detlef v. Petersdorff kommandiert, der ebenfalls noch in Guldborg dabei war. Die Me 410 blieben aber in Parow zurück.

    V. Güße, Uwe K.

  • Moien,

    mußte nicht ein deutscher FF aus einer Do 335 über Frankreich mit dem Fallschirm abspringen? (Sommer 45) Er trug Lw-Uniform und hatte wohl auch entsprechende US-Papiere bei sich, die die Richtigkeit seines Fluges dokumentierten. Die Franzosen haben allerdings etwas verwundert geschaut, vor allen Dingen die Gendarmerie!

    h.

  • Moien,

    mußte nicht ein deutscher FF aus einer Do 335 über Frankreich mit dem Fallschirm abspringen? (Sommer 45) Er trug Lw-Uniform und hatte wohl auch entsprechende US-Papiere bei sich, die die Richtigkeit seines Fluges dokumentierten. Die Franzosen haben allerdings etwas verwundert geschaut, vor allen Dingen die Gendarmerie!

    h.

    Moin,


    der flog für die Amerikaner, also die Whatson's Wizzersnach Cherbourg zur Verschiffung in die USA. Die Do 335 stammte ursprünglich aus Oberpfaffenhoffen, die Sammlung der ausgewählten Flugzeuge erfolgte dann in Lechfeld (?). Den Namen des Piloten und das genaue Datum habe ich momentan nicht parat - es müsste sich aber im Juni 45 (erste Hälfte) ereignet haben. Die US-Beutemaschinen wurden aber gleich mit "Sternen" angemalt - damit sie auf dem Transferflug nicht versehentlich von der eigenen Luftwaffe oder den Franzosen abgeschossen werden.


    V. Grüße, Uwe K.

  • Moin,


    der flog für die Amerikaner, also die Whatson's Wizzersnach Cherbourg zur Verschiffung in die USA. Die Do 335 stammte ursprünglich aus Oberpfaffenhoffen, die Sammlung der ausgewählten Flugzeuge erfolgte dann in Lechfeld (?). Den Namen des Piloten und das genaue Datum habe ich momentan nicht parat - es müsste sich aber im Juni 45 (erste Hälfte) ereignet haben. Die US-Beutemaschinen wurden aber gleich mit "Sternen" angemalt - damit sie auf dem Transferflug nicht versehentlich von der eigenen Luftwaffe oder den Franzosen abgeschossen werden.


    V. Grüße, Uwe K.

    Servus,


    war der Dornier Testpilot Hauptmann Hans Padell


    mfg

    Holger

    Gruss, Holger