Fotos Torpedo/Minen

  • Hallo zusammen,


    ich war gestern im Atlantikwall-Museum in Raversijde, nahe Oostende in Belgien.
    Anbei ein paar Fotos von einem Torpedo. Vielleicht hat ja jemand was davon.


    Gruß, Oliver.

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    • Torpedo-1.jpg

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    • Torpedo-2.jpg

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    • Torpedo-3.jpg

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    • Torpedo-4.jpg

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    Suche alles über die 12. SS-Panzerdivision "Hitlerjugend".

  • ...und noch ein paar Fotos von Minen.


    Gruß, Oliver.

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    • Mine-1.jpg

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    • Mine-2.jpg

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    • Mine-3.jpg

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    • Mine-4.jpg

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    Suche alles über die 12. SS-Panzerdivision "Hitlerjugend".

  • Hallo Oliver,


    Deine Bilder sind für mich als Laie sehr Interessant. Besonders da man Einzelheiten sieht die ich nicht kenne und einordnen kann, das wirft bei mir gleich Fragen auf... da ich immer Neugierig bin :)


    Vielleicht kannst Du, oder jemand anderes mir dazu ein paar Fragen beantworten ?
    Um was für einen Torpedo handelt es sich da ?
    Auf dem zweiten Bild sieht man diese Vierkantverschlüsse, welchen Zweck hatten die ? Bei den Linken steht ja Wasser dabei, bei den unteren Schmelzstift (eine Sicherung ?).
    Welche Aufgabe hat im dritten Bild diese versenkte Klappe, und die Scheibe mit dem Schlitz und den Stift darin ?
    Es wäre echt nett wenn dazu jemand was sagen kann.


    mit freundlichen grüßen Björn

  • Hallo zusammen,


    im Anhang noch mal das Bild mit den Details. Ich habe die Farben etwas intensiver gemacht und zur Sicherheit noch Texte dazu geschrieben. Ich hoffe das hilft euch erst mal wieder weiter. ;)


    Gruß, Oliver.

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    • P1110512a.jpg

      (251.91 kB, downloaded 469 times, last: )

    Suche alles über die 12. SS-Panzerdivision "Hitlerjugend".

  • Moin,


    ich habe wieder mal eine DAU-Frage, da mir das Thema Minen völlig fremd ist.


    Die "Reguläre Mine A", 1944, wie wurde diese Mine verwendet, leider fehlt auf dem Bild ein direkter Größenvergleich, aber eine derart große deutsche Landmine war mir nicht bekannt?


    Gruß



    Michel

  • Moin Michel,


    Quote

    Original von JoeHunt
    ...eine derart große deutsche Landmine war mir nicht bekannt?


    ...und ist dir auch jetzt noch nicht bekannt! Denn dieses ist eine Seemine. ;)


    Anscheinend wurde dieser Typ auf den Meeresboden abgesenkt. Ob dies dann als Mittel gegen U-Boote diente, oder nur in Flachgewässer verwendet wurde, ist mir leider auch nicht bekannt. Ich habe leider auch keine Ahnung davon, und habe die Fotos nur eingestellt damit andere sie verwenden können.


    Um auf die Größe zurückzukommen, würde ich den Durchmesser auf ug. 1.00-1.20m schätzen.


    Gruß, Oliver.

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  • Hallo Michel,


    bei der RMA ist nix mit Landmine, sondern diese Mine war eine Grundmine mit 826 kg Ladungsgewicht, die unter anderem zur Verteidigung von Hafeneinfahrten eingesetzt wurde. Die Zündung konnte wahlweise(?) ferngesteuert erfolgen oder auch durch das Magnetfeld eines die Mine überlaufenden Schiffes. Dieser Minentyp wurde 1929 entwickelt und über die halbrunde Form sollte eine ruhige Lage in fließenden Gewässern erreicht und das eventuelle Räumen erschwert werden.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

  • Vielen Dank Schorsch!


    Man(n) lernt hier immer wieder dazu. :]


    Gruß, Oliver.

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  • Moin!


    Bedanke mich für die erklärenden Antworten, ich hatte mich schon gefragt, wo denn bitte dieses monströse Teil "verbuddelt" worden wäre...


    Also eine sog. "Grundmine", ein für mich völlig neuer Begriff, ich habe nun etwas lernen dürfen, vielen Dank.


    Gruß



    Michel

  • Hallo zusammen,


    Hat jemand noch Informationen für mich zu den bereits gestellten Fragen ?

    Quote

    Original von Drexl
    Auf dem zweiten Bild sieht man diese Vierkantverschlüsse, welchen Zweck hatten die ? Bei den Linken steht ja Wasser dabei, bei den unteren Schmelzstift (eine Sicherung ?).
    Welche Aufgabe hat im dritten Bild diese versenkte Klappe, und die Scheibe mit dem Schlitz und den Stift darin ?


    Oliver war ja so freundlich und hat da noch mal das zweite Bild verfeinert. Ich habe mich dann auch noch mal Informiert und habe schließlich herausbekommen das die Verschlussschrauben wohl für den Dampfgasantrieb bzw. für den dazu nötigen Motor zur Befüllung vorgesehen sind. Soweit so gut.
    Bei dem Schmelzstift bin ich weiter auf der Suche, auch Google kann da nicht viel weiterhelfen. Meine Vermutung ist halt das es sich dabei um eine Sicherung handelt ? Da würde ich mich über weitere Informationen freuen.
    Auch bei dem dritten Bild komm ich nicht wirklich weiter.


    Vielleicht kann mir auch Jemand Literatur empfehlen die mir da weiterhelfen könnte ? Ich bin bereits auf das Buch "Die Torpedos der deutschen U-Boote: Entwicklung, Herstellung und Eigenschaften der deutschen Marine-Torpedos von Eberhard Rössler gestoßen. Aber da dort ein Zeitraum von 120Jahren Torpedoentwicklung auf ca. 280Seiten erklärt wird bin ich mir unsicher ob dies das richtige wäre.


    Ich freue mich über weitere Hilfreiche Beiträge,
    und verbleibe mit freundlichen grüßen Björn

  • Hallo,


    ich bin kein Torpedomechaniker, aber es gab noch folgende Öffnungen ( sh. Bild) für


    - Tiefenschußeinstellung
    - Winkelschußeinsteller
    - Anlaßhebel
    - Geschwindigkeitsschalter


    Allem Anschein nach musste bzw. konnte man zumindest Anfang des II. WK noch manches manuell einstellen.


    Quelle: Rössler (sh. Beitrag Björn).


    Gruß Karl

  • Hallo,


    im "Muzeum Marynarki Wojennej w Gdyni" / Kriegsmarinemuseum in Gdynia befindet sich dieses Torpedo.
    Da es sich um ein Exponat handelt, das durchgeschnitten ist, kann man sich den Aufbau eines Torpedos anschauen.


    Gruß
    Raffael

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    • a04.jpg

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    • a05.jpg

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  • Hallo Karl, Hallo Raffael,


    Habe mir jetzt das Rössler-Buch bestellt, dachte mir für 10€ kann man nicht viel falsch machen.


    So ein Schnittmodell ist auch recht Praktisch, bin auf meiner Recherche auf ähnliche gestoßen. Als Laie bin ich auch sehr überrascht wieviel Platz die Mechanik einnimmt, und wie klein im Verhältnis dazu der Sprengkopf (ich nenn es mal so) ist.


    Sehr Interessant das Thema, ich Danke euch für eure Infos ! :)


    mit freundlichen grüßen Björn

  • Hallo
    Raffaels Fotos aus dem "Muzeum Marynarki Wojennej w Gdyni"zeigen den F5 Flugzeug-Torpedo der Luftwaffe.
    mfg karat

  • Hallo zusammen,


    das Karat das Torpedo erkannt hat, stelle ich mal weitere Bilder ein.


    Bild 1 => eine Wasserbombe mit dem Gestell des Typs "Thornycroft"
    britische Konstruktion. So steht es auf dem Schild


    Bild 2 => Mine SM-5 bis 1939 von der polnischen Marine benutzt


    Bild 3 => Mine 08/39


    Vielleicht gibt es mehr Infos zu diesen Seeminen


    Gruß
    Raffael

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    • a04.jpg

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    • a05.jpg

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    • a06.jpg

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  • Hallo Raffael,


    einige weiterführende Angaben zu den von Dir vorgestellten Minen findest Du bei www.navweaps.com. Für den Fall, dass Du auf der Suche nach der polnischen S.M. 5-Mine nicht direkt fündig wirst, lohnt sich ein Blick zur französischen Sautter-Harlé HS4AR. Beide Kürzel bezeichnen denselben, von U-Booten gelegten Minentyp. Er gehörte zur Bewaffnung der drei polnischen U-Boote der WILK-Klasse, die in Frankreich gebaut wurden.


    Im Hintergrund der Bilder mit dem Thornycroft-Werfer bzw. der polnischen S.M. 5 ist noch eine aufgeschnittene deutsche EMF-Mine auf ihrem Ankerstuhl zu sehen. Diese Mine mit 350 kg Ladung verfügte über eine magnetische Zündung, so dass keine berührungsempfindlichen Zünder oder deren Aufnahmen am Minengefäß zu finden sind.


    Mit freundlichen Grüßen
    Schorsch

  • Hallo Schorsch,


    vielen Dank für deine Erklärungen. Und die Seite ist auch klasse.


    Gruß
    Raffael