Suche nach Leutnant Otto Rudolph (Polizei)

  • Hallo,


    Ich bin auf der Suche nach meinem Urgroßvater Otto Rudolph. Er ist am 17. 12. 1894 in Wismar geboren. Nach dem 1. Weltkrieg schloss er sich der Polizei an. Er wohnte zeitweilig in der Kaserne in Wismar. 1931 war er Hauptwachtmeister in Zarrentin bis 1938. Dann wurde er kurz nochmal nach Schwerin versetzt bist max 1940. Danach ist er wieder nach Wismar gekommen und ab da ging es dann in den Krieg. Was ich weiß ist das er nach Irena ich glaube heute Deblin nähe Lublin gekommen ist. Laut DRK Nachfrage ist er aber nach Irgendwann noch Leutnant geworden.


    Meine Frage ist welches Regiment oder Batalion war Wismar unterstellt? Wann war in Irena bzw Lublin von den Sowjets besetzt? Kann mir jemand allgemein was zum Ort Irena sagen?

  • Hallo talermania (ein Vorname wäre nicht schlecht als Anrede) !



    Herzlich willkommen hier im Forum.



    Stettin lag im Wehrkreis II, also kommen per se die Polizei-Bataillone 21 und 22 in Frage.
    Beide waren laut Stefan Klemp "Nicht ermittelt" 1939 in Polen im Einsatz.


    Allerdings glaube ich aufgrund des Alters Deines Urgroßvaters nicht, dass er dort war. Er war bei Kriegsausbruch ja offensichtlich noch nicht Offizier und immerhin schon 45 Jahre alt.


    Was hast Du noch für Unterlagen ?


    Gibt es noch


    - Bilder
    - Briefe
    - Dokumente ?


    Gibt es eine WASt-Auskunft oder wurde einmal beim Bundesarchiv Ludwigsburg nachgefragt, ob zu ihm etwas vorhanden ist ?


    Hat er den Krieg überlebt und was machte er nach dem Krieg und wo lebte er ?


    edit: meine natürlich Schwerin, wird aber am WK nichts ändern...



    Gruß aus München



    Marcus

    Suche ALLES zu Polizei-Bataillonen aus dem Wehrkreis VII und dem Einsatz in Slowenien sowie zur PV. Litzmannstadt
    "Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)

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  • Hallo Marcus,


    Mein Name ist Sebastian. Also wie er in den Krieg gezogen wurde war der Hauptwachtmeister und Offiziersanwärter. Das kann ich anhand der Bilder die ich habe sehen. Ich muss sie noch hochladen. Und ich weiß es ganz genau das er in Irena war denn seine Tocher also meine Oma hat ihn dort In Sommer 1942 oder 43 besucht. 6. Wochen waren sie dort. Was sie noch sagte das sie dort ein gutes leben als Kinder hatten wenn sie baden gegangen sind waren sind 2 bewaffnete Soldaten Bzw Aufpasser mitgegangen. In der Nähe war nach ihrer Aussage auch ein Kleiner Flugplatz da sie noch nicht 12 Jahre alt war durfte sie nur in einem Flugzeug drin sitzen. Ihre Freundin ( auch eine Tochter eines Polizeibeamten) die sie da kennengelernt hat war schon 12 und die durte mitfliegen. Sie wohnten in einem großen Haus zusammen mit noch 2 Partien. Die 2 Partien waren auch Polizeibeamte und deren Familie die auch zu Besuch waren. Mich würde ganz gern mal interessieren was dort die Aufgabe meines Urgroßvater war? Er gilt als vermisst. Angeblich wurde er 1945 noch am Bahnhof in Görlitz gesehen. Deswegen frage ich mich wann Irena von den Russen besetzt war. Wahrscheinlich war Irena nicht seine letzte Stadion. Anfrage bei der WASt läuft zurzeit.


    Gruß Sebastian

  • Hallo Sebastian,



    der Bezirk Lublin wurde im Zuge der großen Sommer-Offensive der Roten Armee im Juli / August 1944 von den Deutschen geräumt, wie allgemein Polen östlich der Weichsel.



    Was weiß denn der VDK zu ihm ? Wurde da eine Anfrage gestellt ? Vielleicht haben die noch etwas.


    Nach etwas befragen von Tante Google habe ich festgestellt, dass es sich bei Irena um DEBLIN handelt. Hier wird dann der Einmarsch der Roten Armee auf den 25./26.7.1944 datiert bei Wikipedia.


    Dort befand sich bereits vor dem II. Weltkrieg wohl eine polnische Fliegerschule. Während des Krieges befand sich laut Wiki dort ein Stalag und ein Oflag. Von Mitte 1940 bis Ende 942 bestand dort auch ein jüdisches Ghetto, dessen Insassen dann nach Treblinka deportiert wurden......


    Allgemein muss man leider sagen, dass die Tätigkeit von SS und Polizei gerade im Bezirk Lublin, wo Odilo Globocnik SSPF war von 1939 - 1943, zu den schlimmsten Seiten des Krieges gehörte.


    Solange man keine genauen Angaben / Kenntnisse hat, kann man das abernicht auf Deinen Urgroßvater reflektieren. Schauen wir einmal was noch herauszubekommen ist.


    Wie gesagt, für eine aktive Kampfeinheit war er eigentlich zu alt. Es kommen Tätigkeiten im Einzeldienst der Polizei oder in einem Stab eher in Betracht nach meiner Meinung. War er bis Kriegsende bei der Ordnungspolizei oder ist evtl. auch ein Wechsel zu Sicherheitspolizei / Gestapo möglich ?



    Gegen Kriegsende ist das aber relativ zu sehen.




    Gruß




    Marcus

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  • Guten Tag im Forum, vor allem an den anfragenden Sebastian,


    laut Volksbund-Gräbersuche ist dort ein Leutnant Otto RUDOLPH, * 17.12.1895 in Wismar, verzeichnet.
    Welches Geburtsjahr stimmt denn: 1894 oder 1895 ? Ich gehe davon aus, dass es sich nur um einen Otto RUDOLPH handelt.


    Mit freundlichen Grüßen aus Bochum


    Peter

    (PH)

  • Hallo Peter,


    Ja richtig es handelt sich um den Ptto Rudolph. Es wurde nur das falsche Jahr angegeben sein Geburtsjahr ist 1894. Aber sonst gibt es keine angaben?


    Gruß Sebastian

  • Hallo Sebastian,



    das darfst Du in der Online-Suche selber schauen. ;) :D





    Gruß



    Marcus

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  • Hallo Marcus,


    Das sind ja Neuigkeiten. Ich werde heute noch Bilder anhängen wo er in Uniform ist. Also nach meinem wissen war er immer bei der Polizei. Meine Oma sagte aber auf der Feldpost stand immer SS,leider hat sie keine mehr. Ich habe noch Bilder aus Irena aber es sind meist nur Bilder wo meine Oma als Kind drauf ist und mit anderen Kindern. Frauen sind auch noch drauf die auch mit aufgepasst haben. Ein Bild ist noch wo nur eine Brose Brücke zu sehen ist ,ich nehme an über die Weichsel. Ich möchte gern wissen wann er zum Leutnant befördert worden ist ob nach der Auflösung 1944 oder danach.


    Gruß Sebastian

  • Hallo Sebastian,



    wenn er 1939 schon Offiziersanwärter war, dann wohl spätestens 1940 / 41.


    Das mit der SS-Feldpost ist im "auswärtigen Einsatz" der Polizei normal, ebenso das SS-Soldbuch.



    Interessanter wird es, wenn auf der Uniform auf der linken Brusttasche die SS-Runen sind, dann war er auch Angehöriger der Allgemeinen SS.




    Gruß





    Marcus

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  • Hallo Miteinander,


    hier noch ein Kartenausschnitt von 1937, da ist Irena eine selbstständige Gemeinde und Deblin ebenfalls.


    Grüße Matthias

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    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo Marcus,


    hier hab ich ein paar Bilder angehängt vielleicht kannst du mir dazu was sagen. was Dienstgrad angeht und was die Kissen an der Uniform bedeuten. Aber bei der SS war er nie meines wissen immer bei der Polizei.


    Gruß Sebastian


    später schicke ich noch die bilder von Irena auch das mit der Brücke vieleicht kann mir jemand sagen wo das ist.

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  • Hallo,



    jupp, dienstgradmäßig ein Hauptwachtmeister als Offiziersanwärter.


    Kannst Du oder sonst jemand die Schrift über dem Ärmelabzeichen links lesen ?


    Da steht nämlich die Heimat-Dienststelle drauf ! !


    Mit Orden kenne ich mich überhaupt nicht aus, das überlasse ich jemanden anderem.


    Das mit den SS-Runen wäre ein Zeichen für die Mitgliedschaft in der Allgemeinen SS gewesen, waren doch viele nebenbei, wer Karriere machen wollte kam eigentlich nicht drum herum. Diese Männer hatten dann wie gesagt die Runen auf der linken Brusttasche.




    Gruß



    Marcus

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  • Hi Leute,


    nur ein kleiner Hinweis.


    Auf den Fotos ist er Polizei-Meister und kein Offiziersanwärter.


    Siehe Dateianhang 2:
    Nr. 7 ist Polizei-Meister
    Nr. 6 wäre der Offiziersanwärter.


    Grüsse Daniel

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    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo Daniel,



    ich lasse mich vom Foto-Experten immer gerne belehren und korrigieren. Meine Stärken sind anderswo ;)



    Kannst Du den Heimatstandort lesen ? ?





    Gruß aus München




    Marcus


    edit: Sebastian, was sagt denn die Online-Suche, bevor alle reinschauen....

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  • Hi Löckchen,


    bei einer besseren Vergrößerung müsste es eigentlich problemlos lesbar sein.


    Liebe Grüsse Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • Hallo,


    Quote

    Kannst Du oder sonst jemand die Schrift über dem Ärmelabzeichen links lesen ?


    Ich lese Mecklenburg


    Grüße Matthias

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo zusammen,


    danke schon mal für die ganzen informationen.aber wie gesagt er wurde noch Leutnant im laufe der zeit leider weiß ich nicht wann. ware nicht schlecht wenn jemand noch was zu den orden sagen kann. mich würde das total interessieren wo es nach irena hinging denn er wurde ja 1945 noch gesehen und 4 war es in oder um Lublin vorbei. anbei habe ich noch 23 drei fotos gefunden das eine mit der kutsche ist in Irena, das Mannschaftsfoto müsste vor dem Krieg sein, dann das mit der Brücke müsste auch in Polen sein vielleicht weiß das jemand genau und das andere Foto kann ich nicht einordnen.


    gruß sebastian

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  • Hallo Sebastian,



    könntest Du die Bilder einscannen ?


    Vor allem interessiert uns wie gesagt das linke Ärmelabzeichen um dort die Heimat-Polizeiverwaltung lesen zu können.




    Gruß




    Marcus

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  • Hallo Sebastian,



    Du kannst es nicht lesen oder größer fotografieren ? ?





    Gruß



    Marcus

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