Kapitulation der Heeresgruppe E

  • Hallo Theo,


    sehr interessant, was Du hier so einstellst. Bitte mache weiter so, wenn Du Zeit hast....


    Gruß Karl
    in Erwartung Deiner Berichte.

  • Hallo Interessierte,
    ich stelle die Fortsetzung aus K-Tageb. vom Onkel ein:


    Wir waren guter Stimmung, sind wir doch knapp mit dem Leben davongekommen und winkten den uns entgegenkommenden Liquidierungskommanden freundlich zu. Ungehindert passierten wir die Drau, die uns schon große Sorge bereitete, da sie das größte Hindernis am eventuellen Fluchtweg darstellte. Nach der Überquerung der Drau trafen wir, die aus dem Miestal kommenden Soldaten, nackt, blutüberströmt, aber in bester Laune. Es waren Marineure, die sich durchgeschlagen hatten. Wir arbeiteten, verbanden, Pötzlberger erschien mit einer Sankar-Kolonne und nahm, was möglich war, mit. In Griffen kamen wir spät in der Nacht an und hielten. Von hier konnte eine Flucht nicht mehr schwer sein. Ich sprach noch mit Langenfass und Schoof, die sich alle hier empfehlen wollten und beschlossen, einen Tag noch zu warten und das Gelände zu erkunden. Gepäck hatten wir ja nicht mehr viel. Schon in Mitrovica hatten wir viel zurück gelassen. In Frasslau wurde viel verbrannt und verschachert und viel mussten wir bei dem überstürzten Aufbruch in Feistritz zurücklassen. Griffen war noch in Hand der Titos, aber auch Engländer standen herum. Ich wartete ob man mich zum O.B. nach vorne holen würde. Das geschah nicht. Ich fühlte mich daher nicht mehr als Ordonanzoffizier und bestieg meinen Sanka, um wieder einmal einige Stunden zu schlafen. Mitten in der Nacht weckte mich Mally, sichtlich nervös und aufgeregt, was gegen seine sonstige Gewohnheit war. Feldwebel Thomsen hätte als Dolmetsch fungiert und erfahren, dass in dieses Gebiet Bulgaren einziehen würden. Die Lage sei sehr brenzlich und wir müssten noch in dieser Nacht fliehen. Er jedenfalls würde es tun. Alles sei vorbereitet und ich sollte mich sofort fertigmachen. Meine Einwände, dass wir uns ja mit den anderen verabredet hätten, entkräftete er. Löhr sei schon verschwunden und wir seien die Letzten. Im Wagen hatte ich aber auch den Oberst Haslauer. Ich setzte ihn von unserer beabsichtigten Flucht in Kenntnis. Er blieb, freiwillig, schmollend und grollend, zurück. Ich packte schnell und dann zogen wir los. Im Volkskübel Mally, Thomsen, ein Oberfähnrich und ich. Hinten im Sankar mit meiner gesamten Revierbesatzung fuhr Dauth. Nach kurzer Fahrt hupte er und teilte mir mit, dass das ganze Gepäck des Uffz. Bresewitsch auf unserem Wagen wäre. Ich konnte es nicht verantworten, Bresewitsch seines ganzen Gepäcks zu entledigen und befahl Dauth, umzukehren und Bresewitsch sein Zeug auszuhändigen. Er sollte uns dann nachfahren und uns schlimmstenfalls in St.Veit a.d.Glan erwarten. Ich hatte keine Karte studiert, kannte die Gegend nicht, leider Mally auch nicht und so fuhren wir ins Blaue. Ich überließ mich der Führung Mallys. Wir zweigten von der Straße ab und fuhren über Heimburg Richtung Diex. Vor Diex hielten wir, aßen und wollten zu Fuß Richtung Neumarkt weiterwandern. Bauern berichteten uns, dass sich in Diex bewaffnete polnische Banditen befänden, wir sicherten. Wir ließen das Auto im Stich und wanderten auf die Saualpe. Es war 8 Uhr früh und ein schöner Tag. Mein Vorschlag wäre gewesen, im Wald die Dämmerung abzuwarten, doch wurde ich überstimmt und wir marschierten los. Auf einem Bergkamm sah ich zwei Männer mit Gewehren. Ich warnte Mally. Thomson war schon vorne. Der Unteroffizier rannte vor mir auf der anderen Seite ins Tal. Ich hinten nach und hinter mir Mally. Schon fielen die ersten Schüsse. Wie ich mir einbildete auf Mallys Standort. Ich habe nichts mehr von ihm gesehen und geriet selbst ins Feuer. Im Wald Deckung suchend ging ich den Banditen direkt entgegen. Ich war abgesprengt, zurück traute ich mich nicht mehr, da hinter mir die Kugeln einschlugen. So rannte ich talwärts, geriet in einen Sumpf, indem ich mich verstecken wollte, bis die Lage beruhigt war. Leider kam gerade eine Herde von Kühen, die erschreckt stehen blieben, als sie mich gewahrten und mich somit verraten mussten. Ich rannte weiter, wollte in ein Bauernhaus. Ausgerechnet waren es windische Bauern, die sofort nach Partisanen riefen. Ich rannte durch den Hof durch, erreichte die Straße und den gegenüberliegenden Wald, wo ich erschöpft liegen blieb. Mein ganzes Gepäck war verloren und ich mutterseelenallein. Mally achtete ich als tot. Von den anderen nahm ich an, dass sie sich vielleicht irgendwo versteckt hielten. Zurückgehen schien mir in Anbetracht des ständigen Feuers sinnlos und so zog ich allein weiter. Zu Tode ermattet und erschöpft. Irgendwie kam ich nach Trixen. Auf der Straße gingen unsere Nachzügler und rieten zur Eile, da Völkermarkt und Griffen von den Titos besetzt sei. Nach St.Veit sei es noch offen. Hungrig und müde schleppte ich mich weiter. Aus Milchkannen, die die Bauern an den Straßen abzustellen pflegten, konnte ich Hunger und Durst löschen. Zwei Päckchen Tabak hatte ich noch bei mir. Den Rucksack mit meinen restlichen Habseligkeiten war ich ja los. Am Abend erreichte ich Brückl. Es war frei von Titos. Vollkommen erschöpft sank ich auf eine Bank. Unser ganzes Unglück kam mir jetzt erst so recht vor Augen. In tiefster Depression blieb ich sitzen. Den Empfang in der lange entbehrten Heimat hatte ich mir anders vorgestellt. Zwei Frauen kamen und führten mich in einen Schuppen. Man gab mir zu Essen. Ich schenkte meinen letzten Tabak her. Im Schuppen richtete man mir eine Art Tragbahre und wie ein Toter schlief ich seit langer Zeit eine ganze Nacht durch. Am nächsten Tag hatte ich mich gesammelt. Ich frühstückte einen guten Sterz und machte mich auf die Beine. Am Ortausgang standen Engländer. . . . . . .


    Also soweit aus dem Tagebuch bis zur Kriegsgefangenschaft!


    Grüße GT

  • Hallo und g.Morgen,


    Ich stell hier mal 2 Bilder ein


    1. Byron wird auf Anhieb merken wo das war!
    2. eine to klidi


    Sch. Grüsse
    GT

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  • Hallo Gerhard,


    besten Dank für Text und Photo, alles sehr spannend und zum Denken gebend. Wie stolz kam diese Armee ins land und wie sie endete !!
    An Dr. Paul Absolon hätte ich nicht gedacht, ich hatte ihn in meinem Archiv (im Jahr 1943), wusste aber nicht dass er bis zum Ende in GR blieb.
    Das Photo stammt aus meiner Heimatstadt Saloniki. Zu erst dachte ich dass beide Herren auf dem Weissen Turm stehen, ich habe aber Zweifel, es sieht mehr aus dass es ausserhalb der Stadt in Ostrichtung aufgenommen wurde. All diese kleinen Häuser waren nicht um den Turm.


    Wer war denn Hubert Absolon? War er Paul Absolon verwandt? Wo diente er und was war sein Dienstgrad?


    Die Ärzteabteilung im Jahr 1943 wie folgt:


    IVb. (Arzt) : ab 20.09.43 Gen.Stabsarzt Dr. Henneberg, Vertr. O.Stabsarzt Dr. Schad
    „ : H.Gruppenarzt Oberst Dr. von Schipp
    Adj. beim IVb.: 01.12.43 Stabsarzt Dr. Haackart
    Gen.Arzt : 10.1944 Gen.Arzt Dr. Dretteneberg
    IVb. : 10.1944 Stabsarzt Dr. Heil
    Ref.I./Org. : 01.12.43 O.Stabsarzt Dr. Groeschel, Vertr. Stabsarzt Dr. Haackart
    Stabsoffz. z.b.V. : 01.12.43 O.Stabsarzt Dr. Krakow, Vertr. Dr. Taubitz
    Ref.II (Adj.) : 09/12.43-24.10.44 O.Stabsarzt Dr. Poetschke, Stabsarzt Dr. Krakow
    Ref.III (Hygiene) : 01.12.43 O.Stabsarzt Dr. Heil, Stabsarzt Dr. Karmeister
    Ref.IV (Kampfst.) : 01.12.43 O.Stabsarzt Dr. Klose, Vertreter Dr. Absolon, Dr. Heil
    Ref.V (Apothek.) : 01.12.43 O.Stabsapotheker Dr. Bonde, O.Stabsapotheker Lootze
    Ref.VI (San.Offz.): 09.1943/10.44 Stabsarzt Dr. Paul Absolon
    Ref.VII ( „ ) : 09.1943 Ass.Arzt Dr. Beckh
    Ref.VIII : 09.1943 Oberin von Düring


    beste Grüsse und nochmal Dank


    byron

  • Hallo byron, kalimers sas,
    Erstaunlich über welche Unterlagen du verfügst!


    Der Hubert ist meinVater,und der Bruder vom Paul, er war im Pferdelazarett in Sedes. Vet.-Arzt-,O.Vet.-Arzt. Er war aber schon 1941 dort, wo mein O. noch in Bukarest und Nikolajew, Poltawa, Charkow ...war.
    Mein Vater war später (ab 1944) dann in Athen mehrmals als Vertreter, weiß nicht genau, wovon.. und ist dann glaube ich dort geblieben.
    Ich weiß von seinem Rückzug sehr wenig. Ich glaube er ist bei Salzburg in amerikan. Kriegsgefangenschaft, dann irgendwo am Chiemsee interniert worden-- Entnazifizierung.. Und war im Sommer 45 schon daheim.
    Die beiden stehen hier in der Nähe oder auf der "Akropolis"(die hat es auch in Saloniki gegeben). Heute wahrscheinlich nichts mehr zu sehen.


    O. Paul war der einzige LW-Offz. von Luftflotte IV der mit Löhr nach Saloniki ging, als Löhr die LFlotte IV an Richthofen abtreten musste.
    Sedes war der Flughafen in Saloniki, heute ist alles verbaut. Habe ein posting bei denn ( Pferde-n) eingebaut.
    Das Pferdelazarett lag unweit vom Meer, das dort noch frei zugängig war. Die Brüder haben sich oft getroffen, meist beim Schwimmen oder Reiten oder Essen im Pferdelazarett. Auch Löhr hat er mehrmals dorthin mitgenommen, oder nur Spaziergänge gemacht


    Mein Onkel war dann bis zum Schluß beim OB. HGrE


    Ich habe auch einige Fragen:
    1. Welche ägäische Insel oder Halbinsel war ALIN? Ist das das türk. Cesme?, oder eine ital. Bezeichnung für Lesbos?
    2. Habe von Judentransporten von den Inseln erfahren. Wie hat man Juden gefunden und wie,wann wurden die abtransportiert?
    Diesbezgl. schreibt m.O.nichts. Nur von den Juden aus Saloniki.
    3. Was hat die SS in der Mönchsrepublik Athos gemacht?
    Habe hier auch nur einen kleinen Hinweis, dass sie dorthin wollte!
    4. In der Nähe von Sedes wurden U-Bootbunker noch 1944 gegraben, dabei Antiken ausgegraben: z.B: ein goldener Helm und eine goldene Lanzenspitze(mind 2.000 J alt) . Gibt es diese Funde wo zu sehen in Saloniki?
    Von m.O. weiß ich, dass diese Funde am Schreibtisch von Löhr einige Zeit zu sehen waren und später an eine griechische Behörde übergeben wurden. Tzrotzdem hat man später in eienr gr. Zeitung lesen können, dass diese Dinge von den Deutschen geraubt wurden!


    Alles Dinge die mich nun auch interessieren. da ich die Gegend und auch Umgebung schon ab 1971 kennen lernen durfte.
    Allerdings sind meine Zugänge seit Jahren nur mehr von See aus und das im Ionian thalassa.


    Ich hoffe einiges Interessantes eingestellt zu haben!
    Und vielleicht kannst du oder sonst Wissende die eine oder andere Frage beantworten.
    Danke und schöne Grüße GT

  • Hallo Gerhard,


    Nach deiner Nachricht dass der Papa ein Pferdelazarett in Saloniki führte, habe ich ihn gleich gefunden


    Fp.Nr.30 356 (ab 05.1941) /Armee-Pferdepark 521 / Sedes Saloniki mit Zweigplatz Larissa und Sammelplatz Kukuwaunes /Athen, ab 03.06.43 von der Vet.Kp. 11 übernommen Leiter in Saloniki, 1941-20.11.43 Stabsvet. Dr. Hubert Absolon, dann nach Athen abkommandiert.


    Zu Deinen Fragen folgendes:


    1) Das Wort Alin ist mir als Halbinsel oder Insel von GR nicht bekannt. Es gibt im Dodekanes eine kleine Insel Namens Alimnia (?)


    2) Unsere judischen Mitbürger wurden in verschiedenen Zeiten aus dem Lande nach Auschwitz abtransportiert.
    Mit der in Griechenland am 04.04.41 einfallenden 12. Armee marschierte auch ein Sonderkommando des Chefideologen der Nazis, Alfred Rosenberg. Für “Exekutivmaßnahmen” stand dem Sonderkommando Wehrmachtspersonal aus der G.F.P. und der Militärverwaltung zur Verfügung. Archive, Bibliotheken, Zeitungsredaktionen, Kirchenämter, Behörden, Bankschließfächer, Krankenhäuser, Wohn-, Geschäfts- und religiöse Gemeinschaftseinrichtungen wurden durchsucht und brutale polizeiliche Verhöre durchgeführt.
    Das Kommando hat historisch wertvolle Dokumente, Kulturgüter und liturgische Gegenstände beschlagnahmt und nach Deutschland transportiert, darunter 100.000 Bücher aus den jüdischen Bibliotheken in Saloniki.
    Ziel dieser Aktionen war die Gewinnung von Argumenten für die antisemitische Propaganda und die Sammlung von statistischem Material, von Namen, Adressen, Arbeitsstellen, Eigentums- und Vermögensverhältnissen, Angaben, die für die von Rosenberg vorbereitete “rationelle Art” des Völkermordes, für Hitlers „Endlösung der Judenfrage von Bedeutung war.
    Sitz des „Sonderkommandos Rosenberg” war Saloniki, Stratigou Kalari-Str. 10,
    unterstellt dem “Kdo. für die Judenfrage“, geführt von Hstuf. Dieter Visliceny (02.48 in der Tschechoslowakei hingerichtet) und Hstuf. Alois Brunner (in Ägypten Unterschlupf gefunden).
    Ankunft in GR am 02.02.43. Verschleppung von 66.000 Juden nach Auschwitz, 2.000 kehrten lebend zurück. Sitz in Saloniki, Velissariou-Str. 42. Mithelfer: Görbig, Zitter, Brückler, und der Jude Takas.
    Ab Ende Februar 1944 Nachfolger von Visliceny wurde der Hstuf. Toni Burger mit seinem Mitarbeiter Ustuf Friedrich Linnemann.
    März 1944 Deportation von 1300 Juden aus Athen und ca. 4000 aus der Provinz, mit Hilfe der Wehrmacht im
    Mai 500 von Kreta und im Juni 2000 von Korfu organisiert.
    Am 24.ten Juli 1944 wurden die Juden von Rhodos nach Auschwitz deportiert, wo sie am 16.08.44 eintrafen.
    Obiges antwrtet auch auf die Frage wie man sie endeckte. Der damalige Polizeipresident Athens Evert (ein Grieche bayerischer Abstammung aus der Zeit des ersten Königs von GR Otto) besorgte vielen Juden griechische Ausweise und retete sie vom sicheren Tod. Einige liefen zu den Partisanen, andere wurden von griechischen Familien versteckt.


    3) Die SS war nie auf Athos.


    Am 2. August 1943 wurde Major Dr. G. Stenger von Saloniki aus als
    "Kdt. des deutschen Verwaltungsbezirkes Makedonien - Gouvernement Athos" in das Heilige Kloster Vatopedi abkommandiert. Zuvor, am 31. Juli wurde eine Gruppe der Feldgendamerie-Abtl. 501 mit zehn Soldaten unter dem Oberfeldwebel Jarisch nach Karyes verlegt. Der Abteilung gehörten noch die Oberfeldwebel Gebauer, Hans Nageler, Gobana und Heink, Feldwebel Nitsche, und der Unteroffizier Lohrbacher. Diese wurde ab Februar 1944 im Kloster des Simonos Petras untergebracht, wo sie bis zum 28. Mai 1944 blieb. Nach diesem Tage gab es auf dem Berg Athos kein deutsches Militär. Es waren auch einzelne Soldaten von Partisanen entführt.
    Berg Atheos und die Mönchenrepublik ist eine Halbinsel von unbeschreiblicher Schönheit.
    Einige Photos im Anhang.


    4) Die von den Deutschen ausgegrabenen Antiken, aber auch die aus Museen von Offizieren requirierten kammen niemals zurück. Die Bunker in Sedes sind noch vorhanden, Zugang verboten. Wahrscheinlich Munitionsdepots.
    In Sedes heute ist eine kleine Lw Einheit mit älterenTransportermaschinen stationiert.
    Dein Photo mit den Offizieren ist nicht auf der Akropolis aufgenommen, die ist viel höher und vom Meer weiter entfernt. Die Burgen der Akropolis stammen nicht aus dem Altertum sondern aus dem byzantinischen Reich.


    Deine Erzählungen Gerhard waren äusserst interessant


    beste Grüsse


    Byron

  • Hallo Byron,


    Mit derart konkreten Infos habe ich nicht gerechnet. Schön langsam wirst du mir unheimlich!
    Ich kenne die N.Ägäis ganz gut, auch Athos habe ich öfter schon auf eigenem Kiel umrundet. bis Thasos --N.Sporades- Chalkidiki, Saloniki, Aretsou. usw.
    Bezügl. Alin folgendes Zitat aus Tgb v.Onkel:


    18.10. Hubert teilt mir am Vormittag mit, dass er nach Athen versetzt ist und dort eine Schlächterei-Kompanie übernimmt. Anschließend bei Löhr. Er erzählt mir über die Entwicklung in der Ägäis. Während seines Aufenthaltes in Kos gewann er den Eindruck, dass Leros in nächster Zeit nicht zu nehmen sei. Alin mit seinen zahlreichen Buchten ist in unserer Hand und das Ziel unser Geleite. Ein Geleit mit zwei Bataillonen wehrunwürdiger Soldaten wurde nach Alin gebracht, wenigstens in diese Richtung. Löhr sah das Geleit von seiner Maschine aus. Er sah aber auch englische Zerstörer mit hoher Fahrt auf das Geleit losfahren. Die Zerstörer wurden von Alexandrien aus, durch Blitzfunk über den Auslauf unseres Geleits informiert. Löhr rief das Geleit zurück und es konnte sich im letzten Augenblick noch hinter einer Insel verstecken. Die Leute sahen schon die englischen Zerstörer, wurden von diesen aber zum Glück nicht bemerkt. Unsere Schiffe standen nicht gegen den Horizont, sie waren durch die Insel abgedeckt. Die Zerstörer drehten ab. Am nächsten Tag befahl Löhr wieder das Auslaufen des Geleites. Der von Löhr und Admiral Aegaeis befohlene Kurs wurde aber nicht eingehalten. Außerdem erfolgte der Auslauf mit drei Stunden Verspätung, sodass die Schiffe vor die Rohre eines feindlichen U-Bootes kamen. Ein Schiff mit einem Bataillon wurde versenkt, das zweite erreichte Alin. Die Soldaten des gesunkenen Schiffes gingen in die Boote und arbeiteten sich mit ihren Verwundeten ohne Waffen als Schiffbrüchige weiter zur nächsten Insel, wo sie Rettung erhofften. So kamen sie nach Levitha. Die dortige englisch-italienische Besetzung erschrak, da sie ein deutsches Landungsmanöver vermuteten. So konnten unsere fast waffenlosen Schiffbrüchigen die feindliche Besatzung überwältigen. Es kamen noch schnell herbei gerufene Fallschirmtruppen, und so gelangte die Insel in unseren Besitz. Nun ist Leros doch nicht so dringend, da wir nun doch einen kleinen Stützpunkt haben. Man wird trotzdem versuchen, die vom Feinde besetzten Inseln zurück zu bekommen, da sonst die Engländer bis zu den Dardanellen und schließlich bis in das Ölgebiet gelangen.
    Zu Mittag wieder Fliegeralarm.


    Vielleicht kannst du jetzt herausfinden was mit Alin gemeint sein könnte!?
    Alin klingt irgendwie auch türkisch. Aber die Türken duldeten nur die Engländer..
    Auch haben sie keine Inseln zum verstecken, nur Halbinseln. Glaube nicht, dass sich mein Onkel getäuscht hätte.


    Alles andere später
    Danke
    GT

  • Hllo Byron,


    ich zitiere bezügl Antiken:


    Unverständlicherweise richtete sich die Luftwaffe und die Marine auf längere Zeit ein. Ein großer Flughafen entstand in Gidda, Kommandant war Mjr. Zipfl, ein Schwager Mallys.
    In der Nähe des Pferdelazaretts baute die Marine riesige U-Bootbunker, die erst nach Jahren fertig werden konnten. Da ich das Pferdelazarett truppenärztlich mitversorgte, weilte ich öfter in dieser Gegend. Aus Huberts Zeiten befand sich außer dem Oberfeldveterinär Bobke noch Resch draußen. Anlässlich eines Besuches erzählte mir der Marineoberleutnant der Bunkerbaustelle, die Arbeiter hätten anlässlich der Grabungen einen antiken Helm und eine Lanzenspitze gefunden. Ich eilte sofort an die Fundstelle und fand alte Gräber und einen prachtvollen Goldhelm, wie sie die griechischen Hopliten trugen und ein Stück Blattgold von der Form einer Lanzenspitze. Ich bat die Offiziere, diese Funde dem O.B. zu zeigen. Dies geschah auch und ich sah bei Löhr noch einige Zeit diese prachtvollen Stücke in seinem Zimmer. Die Funde wurden später den Griechen übergeben. Ich sah den Helm später (nach dem Zusammenbruch) aus einer griechischen Zeitung abgebildet, mit der Bemerkung, dass das Zeug von uns „geraubt“ worden sei. Im Übrigen wurden grundsätzlich alle Ausgrabungen den Griechen übergeben, z.B. auch eine fast völlig erhaltene hellenistische Gewandstatue, die im Pantheon aufgestellt wurde. Der vielseitige Möllhausen hat sich um diese Dinge sehr angenommen. Möllhausen verunglückte später bei unserem O.Qu. Gebäude durch Minen. Es wurde ihm mindestens ein Bein amputiert. Näheres habe ich von ihm nicht mehr gehört.


    Es wäre trotzdem interessant wo dieser Goldhelm jetzt liegt.
    Dass alle Ausgrabungen übergeben worden sind glaube ich auch nicht, allerdings ist schon interessant dass dieser Helm schon einmal in einer griechischen Zeitung abgebildet war. Eigentlich müsste er dann auch dort irgendwo in einem Museum liegen.


    Schönen Gruß
    GT

  • Hallo Byron,


    Meine Frage bezügl. Transport der Juden von den Kykladen bzw. Dodekanes 1943 wäre gewesen, ob die auch über die Lager in Saloniki gingen. Ich habe auch da was gefunden und zitiere:


    6.4. . . . . . . . . Die Friedensbewegungen unter Humbert gewinnen an Boden, die zunehmenden Luftangriffe auf Italien zermürben die Bevölkerung. England hat zweifellos die Luftherrschaft. Die Juden werden jetzt mit ihren Habseligkeiten geschlossen durch Saloniki getrieben und kommen in ein Lager in der Nähe des Bahnhofs, um von dort schubweise ins Gouvernement geschickt zu werden. Der Befehlshaber in Serbien berichtet übrigenens, dass er anlässlich eines Spazierrittes einen fest vernagelten Transport angetroffen habe, aus dem es entsetzlich stank. Es war ein Judentransport. Die Juden werden eingenagelt, bekommen nichts zu essen und zu trinken und können auch ihre Leichen nicht herauswerfen. Der Befehlshaber dachte es wäre ein Missgriff einer untergeordneten Stelle und machte eine Meldung. Es war aber von „Oben“ befohlen und die Meldung war erfolglos.


    Vor einigen Tagen erschienen SS-Leute, um das Kloster Athos zu liquidieren. Sie wollten zu diesem Zweck einen Wagen haben. Man bedeutete ihnen, dass es dort hinauf keine Straßen gäbe. Mit dem Segler wollten sie aus Angst vor U-Booten nicht hin. Als dies überall abgelehnt wurde, kamen sie zu Löhr, wo sie allerdings ganz anders sprachen. Sie möchten die Verhältnisse in Athos studieren, da ja die Feindschaft der Mönche gegen den Papst entsprechend ausgenützt werden soll.
    In Tunis sind die Italiener erneut zum Angriff angetreten.
    7.4. Am Abend bei H. . .


    Also nach deinen Recherchen war die SS nicht auf Athos!


    Schönen GrußGT

  • Hallo Gerhard,


    Mein Archiv stammt hauptsächlich aus über 150 Kriegstagebüchern von deutschen Divisionen und grossen Formationen die in GR aktiv waren.
    Diese Erkenntnisse habe ich in meinem zweibändigen Buch geschrieben, hatte es mal hier im Forum vorgestellt


    Mein neues Buch über die Wehrmacht in Griechenland


    Nun zum Einzelnen:


    1) Athos wurde, wie bereits gesagt, niemals von SS-Leuten belästigt. Die Deutschen haben im Allgemeinen den Klosterberg respektiert und geschützt. Die einzige traurige Ausnahme geschah am 9. Juli 1942, als auf eigene Initiative acht deutsche Soldaten das Kloster des Heiligen Xenophons ausplünderten


    2) Ich habe mal einen Blick in der WebSeite des archäologischen Museums von Saloniki geworfen, da wird nichts von einem goldenen Helm erzählt. Bei meinen Besuchen in diesem Museum war auch nichts ähnliches zu sehen.


    3) Die Juden wurden aus allen Orten Griechenlands erts nach Saloniki und dann mit dem Zug nach Auschwitz unter verheerenden Verhältnissen befördert. Das Lager war, wie Du sagtest am alten Bahnhof. Ich habe mal einen Herrn kennengelernt der aus diesem Lager floh und überlebte.
    Saloniki war und ist für das judische Volk das zweite Jerusalem.
    Solltest Du mal wieder in unserer Stadt sein, im judischen Museum wird man sehr gut über das Geschehene informiert. Bevor diese arme Menschen wegfuhren, wurden sie geplündert und gequält. Schon im Juli 1942 wurden sie in einem Zentralplatz der Stadt bei 40° Hitze stundenlang gezwungen Leibesübungen zu verrichten. Photo im Anhang.
    An allem war natürlich Löhr verantwortlich der sowas gestattete.
    Auf der Insel Zakynthos war ein mutiger und humaner deutscher Offizier, der Hptm. Lüth, der es fertigbrachte die Juden von der Vernichtung zu schützen. Genauso hat es der Kdt. der Festungsbrigade 1017 auf der Insel Korfu versucht, ein Össterreichische Oberst namens Emil Jäger, leider ohne Erfolg.


    4) Das mit der Insel Levitha stimmt nicht, die Insel wurde nicht von den Schiffsbrüchigen genommen. Wenn Du mir Dein email per PM mitteilst, kann ich Dir digital das Buch von F.Kpt Brand posten, der die Kämpfe im Dodokanes im herbst 1943 beschreibt.
    Alin wird aber auch da nicht genannt, wenn ich mich recht erinnere.


    5) Im Anhang kann man das Dokument über die Herstellung der U-Bootbunker lesen


    Hast Du den Athos und die Sporaden mit einem Segelboot kennengelernt? Ich habe viele Jahre lang von Ouranoupolis aus mit Hilfe meines Schlauchbootes an diesen Küsten unter Wasser mit der Harpune gefischt, auf beiden Seiten der Halbinsel und an den Küsten des Berges Pilion.


    Hoffe nichts vergessen zu haben.


    Grüsse


    Byron

  • Hallo Byron,
    ja das mit den Juden in Saloniki habe ich ähnliches schon gesehen in der Wehrmachtsausstellung. Man wird die dahinterstehende Ideologie sowieso nicht begreifen. Es ist nur die Frage wie hätte man sich selber verhalten wenn man in diesem System eingebunden gewesen wäre. Von meinem Onkel weiß ich, dass auch er dies nicht verstanden hat. Er stand zu Löhr in einem mehr als kameradschaftlichem Verhältnis und hätte sicher Einfluß auf ihn gehabt. Er war auch oft privat mit ihm zusammen, auch in Wien. Ich bin mir nicht sicher ob Löhr ein Judenhasser war. Mein Onkel schreibt sogar in einer später geschriebenen Zusammenfassung, nachdem er das Buch von Schmidt-Richberg gelesen hatte (Endkampf auf dem Balkan), dass Löhr niemals Nationalsozialist war und dass es innerhalb des Stabes keine Sonderaktionen der Österreicher gab, was Schmidt-Richberg behauptet.

    Es fragt sich wieweit man damals die Ideologie des Nationalsozialismus differenziert hat. Nach Ansicht meines Onkels war Löhr eher Monarchist und Altösterreicher, der den Niedergang und die Niederlage des I.WK nicht verdaut hatte.
    Mein Vater hat später nie vor uns irgendwelche Naziideologien vertreten. Auch von meinem Onkel ist mir dies nicht bekannt. Allerdings war er lange Fan vom "großen Feldherrn Löhr".


    Ich stell hier noch was ein dazu:


    25.2. Ich traue meinen Augen nicht! Seit heute tragen alle Juden einen gelben Stern. Niemand versteht es. Nationalsozialismus ist doch kein Ausfuhrartikel. Außerdem ist für so etwas der ungünstigste Moment gewählt. Es wird wieder reichlich Hass gesät. Für uns schadet diese Aktion schwer und nützt überhaupt nichts. Außerdem ist es ganz ausgeschlossen, einen Griechen von einem Juden rassisch zu differenzieren. Hier ist das Judenproblem ein religiöses Problem und daran sollten wir doch desinteressiert sein. Im Übrigen bekamen wir durch die Juden oft gute Feindnachrichten. 26.2. Heute schreibt Pfanner, leider nicht an mich persönlich, sondern an die Dienststelle IVb. Löhr sei seiner Meinung nach schwer krank, er müsse unbedingt weg usw. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass ihm nichts Ernstes fehlt. Leider bekommt das Schreiben Hofmann und ich nur einen Durchschlag.


    Bezüglich Korvettenkapitän Brand, der auch bei meinem Onkel kurz erwähnt wurde am 19.12.43
    Es würde mich schon auch interessieren


    Ich stelle dann meine mail ein.
    Schönen Gruß
    nach Thes/niki, heute habt ihr es ja noch kalt, morgen schon besser


    G.T.

  • Hallo Byron,


    Habe mir bezügl. "Alin" nocheinmal das Original im Tgb. d.O angeschaut. Das Wort wurde am Anfang und am Ende jedesmal verändert. Aber es kommt Calino heraus. Wahrsch. hat er es nicht mehr genau gewusst, und hat dann herumgeschmiert. Aber es muß Kalymno sein.




    vielleicht kannst du das unter diesem Gesichtspunkt nochmals checken!


    Gruß G.T.

  • Hallo Gerhard,


    Ja, Kalymnos (italienisch Calino) macht Sinn, die Insel der Schwammtaucher.


    Zum Schicksal von Löhr, Frank-Meyer im Buch "Blutiges Edelweis" schrieb:


    Generaloberst Alexander Löhr hatte am 27. März 1945 sein Hauptquartier in Agram eingerichtet. Als er sich am 6. mai zu einer besprechung in Graz einzufinden hatte, wurde er dort mit der Nachricht "überascht", dass die neue Führung des deutschen Reiches am 8. Mai bedingungslos kapitulieren werde. Nach Löhrs Auffassung kam die Kapitulation drei Tage zu früh, denn immer noch standen annähernd eine Viertelmilion deutsche Soldaten auf kroatisch-slowenischem Boden.
    Obwohl sich Löhr bereits auf sicherem Boden in Kärnten befand, entschied er sich, zu seiner Truppe nach jugoslawien zurückzukehren. Den Mitgliedern seines Stabes stellte er in diesen dramatischen Stunden frei, ihn zu begleiten oder in Österreich vor den Alliierten zu kapitulieren. Sieben Mann schlossen sich ihm an. Für 194.000 Soldaten der noch in Jugoslawien stehenden deutschen Truppen begannen derweil die fürchterlichen "Sühnemärsche". In Kolonnen wurden sie durchs land getrieben, "die einen wurden erschossen, die anderen blieben verdurstet oder verhungert am Strassenrand liegen". Mindenstens 80.000, wahrscheinlich sogar 100.000 deutsche Soldaten kamen bei den Märschen und in den folgenden Jahren in jugoslawischer Kriegsgefangenschaft um. Erst im Januar 1949 kehrten die Überlebenden in die Heimat zurück.
    Als Löhr sich von seinen Mitarbeitern verabschiedete und schmidt-Richtberg ihn fragte, "was er sich persönlich von den Jugoslawen erwarte, erklärte dieser: mit Sicherheit den Tod".
    In der tat blieb Tito unerbittlich. Nachdem der Nürnberger Urteilsspruch vom 1. Oktober 1946 gegen die Hauptkriegsverbrecher vorlag, wurde Löhr vor einem Belgrader Militärgericht vom 5. bis zum 16. Februar 1947 der Prozess gemacht. Mit ihm sassen Generalleutnant Josef Kübler, der zur Jahreswende 1944/45 für kurze zeit die 1. Geb.Div. kommandiert hatte, und 5 weitere hohe deutsche Offiziere auf der Anklagebank. Alle sieben wurden der "Massenerschiessungen von Zivilisten, besonderes von Frauen und Kindern, der Zerstörung und Brandschatzung von Wohnanlagen, der Verschleppung von jugoslawischen Staatsbürgern in Lager und der Folterung und Tötung von Gefangenen und Verwundeten" für schuldig befunden.
    Löhr wurden ausserdem die Luftangriffe auf Belgrad am 6. April 1941 zur Last gelegt, die "2.271 Tote, unzählige verletzte, Verschüttete und grosse Gebäudeschäden gefordert" hatten.
    In der Nacht vom 26. Februar 1947 wurde Alexander Löhr erschossen; Josef Kübler sowie die anderen fünf Offiziere wurden durch den Strang hingerichtet.


    Byron

  • Hallo Byron, uns sonstig Interessierte!


    Ich möchte bezüglich archäische Funde noch einmal nachhacken. Ich habe versucht bezüglich Ausgrabungen speziell der Gräber in/bei "Sedes" (U-Boot-Bunkerbau 1944) etwas herauszufinden, habe einige Seiten von gr. Archäologen durchgeschaut, habe aber überhaupt nichts gefunden. Als Funstätten bezeichnet für N.Griechenland, findet man einiges von Saloniki, aber auch sehr wenig, auch was Pantheon, Serapeion, Odeon betrifft. Was mich sehr wundert.
    So ein Goldhelm ist bestimmt keine Kleinigkeit. Mein Onkel schreibt von diesem goldenen Helm eines Hopliten, das war keine Grabbeigabe für einen einfachen Krieger.
    Er schreibt so detailliiert, dass ich keine Zweifel über die Richtigkeit habe. Auch dass er ihn (nach dem Zusammenbruch) nocheinmal in einer Zeitung gesehen hatte, glaube ich. Es hatte ihn verwundert, dass geschrieben war, dass diese Sachen als Raubbeute bezeichnet wurden!
    Aber vielleicht sind wir hier im falschen Forum und unter Archäologen ist das bekannt.!
    Ich habe da auch eine ganz interessante Seite gefunden:
    http://www.kankeleit.de/katochi.htm
    Ich stelle hier einmal 2 Seiten (von mehreren) "Merkblätter für den deutschen Soldaten" ein. Und Bild mit Pferdeställen in Sedes ein.

  • Quote

    Original von byron
    Hallo Gerhard,


    ..................
    Das Photo stammt aus meiner Heimatstadt Saloniki. Zu erst dachte ich dass beide Herren auf dem Weissen Turm stehen, ich habe aber Zweifel, es sieht mehr aus dass es ausserhalb der Stadt in Ostrichtung aufgenommen wurde. All diese kleinen Häuser waren nicht um den Turm..................


    ......byron


    Hallo Byron, kallo apoievma,


    Mittlerweile weiß ich, dass dieses Haus einmal das Geburtshaus von Roul Aslan, einem berühmten Bühnenschauspieler war. Er war am Burgtheater in Wien und von 41-45 auch Direktor.
    In diesem Haus war das O.Qu-Kasino einquartiert und es lag a der Königin Olga-Strasse. Dabei oder in der Nähe dürfte auch dad K-Revier gewesen sein!
    Noch ein Bild von diesem Dach mit K-Schwestern oder Stabshelferinnen.
    Schöne Grüsse
    G.Theo

    Files

    • K-Schwes1.jpg

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  • Hallo Gerhard und kalispera ebenfalls,


    Mit dem Hopliten Goldhelm kann ich nichts sagen, er befindet sich nicht im Museum von Saloniki.
    Was Sedes betifft, im Anhang ein Photo des Flugplatzes mit metallischen Boden, einer der ganz wenigen noch heute in Europa mit solchem Beleg.
    In Trikala gab es auch einen, ich weiss nicht ob er noch existiert.


    Ich habe starke Zweifel ob Dein Photo mit den Blitzmädchen in der Vassilisis Olgas Strasse aufgenommen wurde. Die Häuser dahinten sehen sehr ländlich aus, auf dieser Strasse waren lauter Villenhäuser.


    Anbei auch ein Photo mit Teilen der byzantinischen Mauern der Stadt, davon sind noch etliche, ich glaube 5 km erhalten geblieben. Da ist noch der Galeriusbogen (Sieg gegen die Perser), des römischen Imperators der einen Sommarpalast in Saloniki hatte.


    mit Grüssen


    Byron

  • Quote

    Original von byron
    Hallo Gerhard,


    4) Das mit der Insel Levitha stimmt nicht, die Insel wurde nicht von den Schiffsbrüchigen genommen. Wenn Du mir Dein email per PM mitteilst, kann ich Dir digital das Buch von F.Kpt Brand posten, der die Kämpfe im Dodokanes im herbst 1943 beschreibt.

    Byron


    Hallo Byron,
    ich habe mir aus deinem Buch über die Besetzung von Levitha durch die "Brandenburger"folgendes herausgefiltert:
    Bemerkung des Schriftstellers: Es handelte sich um Deutsche, Schiffsbrüchige der Schiffe UJ-2104 „Paula“ und „Pluto“ die auf dem Weg nach Leros, wegen Motorschadens, in Levitha Zuflucht suchten. Die Anlandung war gegen 07.00 Uhr erfolgt. Gegen 11.30 war die Insel planmässig gesäubert und durchkämmt und fest in eigener Hand. Um diese Zeit wurde die überwachende Aradomaschine durch violettes Rauchsichtzeichen entlassen................ ...............Gegen 15.15 Uhr kamen unter Jagdschutz 3 Ju 52 (See) zur Abholung des Stosstrupps der 15./4.Rgt. Brandenburg. Das gesamte Unternehmen verlief dank der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen den Teilen der Luftwaffe und den Teilen des Heeres völlig planmässig. Das Unternehmen dauerte vom Start am 18.10. früh bis zur Rückkehr der Masse des Stosstrupps am Spätabend desselben Tages nur 12 Stunden.
    Besteht da nicht doch eine gewisse Übereinstimmung mit der Bemerkung im Tagebuch meines Onkels


    Schönen Gruß
    G.T


    Schriftgröße geändert; kkn

  • Hallo Gerhard,


    Ich setze den ganzen Text der Seiten aus meinem Buch damit man einen Gesamteindruck über die Besetzung der Insel Levitha bekommt.


    Gefechtsbericht über die Handstreichartige Wegnahme der feindbesetzten Insel Levitha durch Teile der 15./4. Rgt.Brandenburg (Fallschirmjägerkompanie) am 18.10.1943

    a) Feindlage:


    Die 60 km norwestlich Kos gelegene, rund 4 km lange, 1 ½ km breite Insel Levitha ist, wie eigene Funkaufklärung ergeben hatte, von 2 im Feinddienst stehenden Badogliohörigen italienischen Funkstellen besetzt . Durch Meldungen dieser Funkstellen wurden in letzter Zeit eine Anzahl deutscher Geleite frühzeitig erfasst und von Feindkräften angegriffen und vernichtet.
    Eigene Seeaufklärungsfliegermeldungen hatten ergeben, dass vor einigen Tagen ein kleines englisches Schiff rund 50 deutschen Gefangenen an Bord von der Insel Stampalia kommend auf dem Wege nach Leros in die Porto di Levita, anscheinend wegen Maschinenschadens eingelaufen war. Dem Seeaufklärer war es gelungen
    mit einem bei den deutschen Gefangenen befindlichen Offizier, einem Leutnant, Verbindung aufzunehmen.
    Es stellte sich heraus, dass von den Gefangenen rund die Hälfte verwundet, zum Teil schwer verwundet war. Dringende ärztliche Hilfe war erforderlich.


    b) Auftrag:


    Am 17.10 19.00 Uhr erhielt der Führer der 15./4. Rgt.Brandenburg den Auftrag mit Teilen der Kompanie im stosstruppmässigen Luftlandeeinsatz in engster Zusammenarbeit mit Seefliegereinheiten die Insel Levita im Handstreich zu nehmen, die beiden dort befindlichen Funkstellen auszuheben und unbrauchbar zu machen, die
    rund 50 dort befindlichen Gefangenen zu befreien, die Verwundeten beschleunigt mit zurückfliegenden Seeflugzeugen zum Festland zu fliegen, die englische Besatzung gefangen zu nehmen, die Insel planmässig durchzukämmen und sie mit den vorhandenen Kräften zu halten, bis ablösende Teile einer Luftwaffendivision und eine eigene Funkstelle eintreffen.


    c) Gedachter Verlauf:


    1) Die Führung des fliegerischen Teiles der Unternehmung lag in den Händen des Kommandeurs einer in Athen liegenden Arado-Seeaufklärergruppe (126 Seeaufkl.Gru), Oberstleutnant Busch, die infanteristische Kampfführung, das Landen und der Kampf auf der Insel selbst wurde vom Kompanieführer, Oberleutnant Oschatz, durchgeführt.
    Stärke der eigenen Kräfte: 4 Schützengruppen, Kompanieführer und Teile des Kompanietrupps, 1 Funkoffz. und 2 Funker, Truppenarzt (Oberarzt Dr. Koepchen) und 3 Sanitätsdienstgrade.
    2) Fliegerischer Einsatz: Zum Abtransport des Stosstrupps der 15./4.Rgt.Brandenburg wurde an Lufttransportraum zur Verfügung gestellt: 2 Ju 52 (See) und 1 Dornierflugboot.
    3) Aufstellung des Stosstrupps: Je Ju 52 (See) 1 Schützengruppe. In dem Dornierflugboot 2 Schützengruppen.
    Die Teile des Kompanietrupps, Funker und Sanitätsdienstgrade gleichmässig auf die 3 Maschinen verteilt.
    4) Geplanter Start: 18.10.1943 05.30 Uhr mit 6 Arado Seeaufklärern, 1 Dornierflugboot und 2 Ju 52 (See).
    5) Anflugweg: Athen, Seefliegerhorst Phaleron, Kap Sunion, Südspitze Kea, Südspitze Syros mit direktem Kurs über Nordspitze Naxos, Denousa, Westspitze Chinaro. Der fliegende Verband, bestehend aus dem Dornierflugboot und 2 Ju 52 (See) werden begleitet durch 3 Arado-Seeaufklärer als Jagdschutz.
    3 Arado-Seeaufklärer, dem Verband 15 Minuten voraus, klären auf der Insel Levita vor der Anlandung des Verbandes auf und stellen insbesondere eventuelle Veränderungen in der Seelage (Einlaufen neuer Schiffseinheiten in der Porto di Levita) fest. Der mit Jagdschutz fliegende eigene Verband sammelt und kreist im Raum westlich Chinaro und wartet auf Ergebnis der Aufklärung der 3 voraus befindlichen Seeaufklärer (Arado). Bei unveränderter Lage, wenn die geplannte Landung durchführbar erscheint, wird der Verband mit grünen Leuchtzeichen von einer Arado-Maschine von Chinaro abgeholt und nach der Südspitze von Levita hinübergeführt. Bei veränderter Seelage, wenn Durchführung des Auftrages nicht möglich erscheint, wird der Verband durch rotes Leuchtzeichen durch die Seeaufklärer zur Umkehr und Rückflug nach Phaleron veranlasst.
    Nach Abflug an die Südküste Levitas, Anwassern des Verbandes in der Bucht Porto di Levita, das Dornierflugboot in der Mitte, die bei den Ju 52 (See) seitlich. Aussetzen des Stosstrupps der Fallschirmkompanie mit Flossäcken, beschleunigte Einladung der auf der Insel vorhandenen deutschen Gefangenen und Verwundeten und Rückflug nach Athen-Phaleron. Während des gesamten Vorgehens des Stosstrupps der Fallschirmkompanie auf der Insel überwachen 3 Arado-Seeaufklärer mit Bordwaffen (2 cm Kanonen) und Bomben leichten Kalibers das Vorgehen und schalten feindlichen Widerstand auf Anforderung durch die Erdtruppen, durch rotes Leuchtzeichen in Feindrichtung geschossen, aus.
    Beim Vorgehen des Stosstrupps wird außerdem von Geländepunkt zu Geländepunkt mit Rauchzeichen orange der Stand der eigenen vorderen Teile angezeigt. Wenn die Insel fest in eigener Hand ist, wird durch Rauchsichtzeichen violett der über die Insel befindlichen überwachenden Aradokette das Zeichen zum Abbruch der Überwachung, da nicht mehr erforderlich, gegeben. Im Laufe der weiteren Tagesstunden ist zeitweise
    Überwachung der Insel durch eigene Fernaufklärer vorgesehen.
    Für den Spätnachmittag ist die Abholung des gesamten Stosstrupps der Fallschirmkompanie und der restlichen, nicht verwundeten deutschen Gefangenen nach Ablösung durch Teile einer Luftwaffenfelddivision vorgesehen. Rückflug des Stosstrupps unter Jagdschutz durch 3 Aradomaschinen nach Athen-Phaleron.
    6) Infanteristische Kampfführung auf der Insel: Anwassern der 3 Transportmaschinen in der Porto di Levita.
    Dornierflugboot in der Mitte, je 1 Ju 52 (See) an der Seite. Aussetzung von Schlauchbooten in der Bucht Porto di Levita und Heranführen des Stosstrupps der Fallschirmkompanie an 3 verschiedenen Stellen an die Insel.
    In der rechten Maschine (Ju 52 See) 1 Schützengruppe, dabei der Kompanieführer.
    Auftrag für diese Gruppe: Anlandung mit Schlauchbooten bei der vorspringenden Nase C Tromba, Vorstoss auf Höhe M.Calasuria. Von dort weiterer Vorstoss auf Punta del Faro. Aushebung der Bedienungsmannschaft der dortigen Signalstelle.
    Der Kompanieführer begibt sich nach Anlandung an den Ostauslauf der schlauchartigen
    Bucht Vurcalo zwecks sofortiger Verbindungsaufnahme mit dem dort am Vortage durch deutsche Seeaufklärer festgestellten deutschen Offizier (Ltn. Fickers) und den rund 50 Mann deutschen Gefangenen.
    Sicherstellung der Bewaffnung der unverwundeten Mannschaften mit mitgebrachten Waffen und Munition und Vorbereitung der schnellen Versorgung und des Abtransportes der dort befindlichen Verwundeten.
    Die in dem Dornierflugboot befindlichen 2 Schützengruppen landen mit ihren Schlauchbooten in der Bucht Jerani südlich der kleinen Ortschaft, die in der Mitte der Insel liegt.
    Auftrag: Nehmen und Säubern der Ortschaft, Einbringen von Gefangenen. Anschliessend Durchkämmen des gesamten ostwärtigen Teiles der Insel. Rückkehr zur Ortschaft in der Mitte der Insel unter Mitnahme der Gefangenen. Von dort in derselben Form Durchkämmen des Westteils der Insel.
    Die Flossäcke der links vom Dornierflugboot gewasserten Ju 52 (See) erreichen mit einer Schützengruppe die Bucht zwischen Höhe 118 und 130.
    Auftrag für diese Gruppe: Wegnahme der Funkstation auf Höhe 130. Feststellen, ob auf Höhe 118 Feindanlagen vorhanden. Vorstoss von Höhe 130 zur Höhe 118 im Westen der Insel und Aufhebung der dort befindlichen Funkstelle.
    Nach Absuchen und Durchkämmen der Insel bleiben die Höhe 130 im Westen und die Höhe 141 mit je einer Schützengruppe mit l.MG besetzt.


    Auftrag dieser Gruppen:
    Sicherung nach Süden, Feststellen des Einlaufens feindlicher Überwassestreitkräfte und Verhindern feindlicher Landungsversuche in der Porto di Levita.
    Rest des Stosstrupps und die eingebrachten Gefangenen sammeln in Gegend Höhe 38 hart südlich der Ortschaft.
    Abwarten des Eintreffens der Seetransportmaschinen zum Rückflug. Einweisen des ablösenden Offiziers der Luftwaffenfelddivision in Verhältnisse auf der Insel.


    weiteres folgt


    Byron

  • 2.ter Teil:


    d) Tatsächlicher Verlauf:


    Der tatsächliche Verlauf entsprach in fast allen Teilen dem gedachten Verlauf. Die Wegnahme der Insel wurde in der geplanten Form durchgeführt.
    Anflug des Verbandes, Aufklärung der Insel durch Arado-Seeaufklärer, Abholung des Verbandes von Chinaro und Anwassern der Maschinen erfolgten planmässig. Beim Aussetzen der Flossäcke aus dem Dornierflugboot kenterte ein Flossack. Ein Insasse des Flossackes, Obergefreiter Bruhn, wurde anscheinend durch MG-Kasten
    und anderes Gerät unter Wasser gezogen. Er tauchte noch 2 oder 3 mal zur Oberfläche empor und versank dann endgültig. Trotz sofort eingeleiteter Rettungsversuche konnte er nicht mehr geborgen werden.


    Der Ablauf aller vorgesehenen Bewegungen des Stosstrupps auf der Insel erfolgte genau wie geplant.
    Feindlicher Widerstand ergab sich beim Anlanden und beim Durchkämmen der Insel nicht. Die vom Gegner besetzte, gut ausgebaute Hauptfunkstelle auf Höhe 130 wurde noch bevor die ersten Teile des darauf angesetzten Stosstrupps heran waren, durch die Überwachenden Arado-Seeaufklärermaschinen mit Bordwaffenbeschuss und leichten Bomben angegriffen, 2 Mann der italienischen Bedienungsmannschaft wurden tödlich getroffen.
    Der Rest der Besatzung der Funkstelle verstreute sich in das nördlich gelegene Gelände. Es war dieser Funkstelle nicht möglich, noch rechtzeitig einen Funkspruch über die Landung deutscher Kräfte aufzusetzen und dem Gegner durchzugeben.
    Der Kompanieführer nahm, wie geplant, Verbindung mit dem am Ostausläufer der Bucht Vurcalo befindlichen deutschen Offizier und den 50 ehemaligen Gefangenen auf, die schnelle ärztliche Versorgung durch den am Unternehmen teilnehmenden Truppenarzt und seine Sanitätsdienstgrade wurde sichergestellt und der schnelle Abtransport der Schwerverwundeten in die Wege geleitet.
    Bemerkung des Schriftstellers:
    Es handelte sich um Deutsche, Schiffsbrüchige der Schiffe UJ-2104 „Paula“ und „Pluto“ die auf dem Weg nach Leros, wegen Motorschadens, in Levitha Zuflucht suchten.


    Die Anlandung war gegen 07.00 Uhr erfolgt. Gegen 11.30 war die Insel planmässig gesäubert und durchkämmt und fest in eigener Hand. Um diese Zeit wurde die überwachende Aradomaschine durch violettes Rauchsichtzeichen entlassen.
    An Gefangenen wurden 9 Engländer , darunter 1 Offizier (der Kapitän des vor
    einigen Tagen mit den deutschen Gefangenen eingelaufenen Dampfers) und 11 Italiener, die Besatzung der Funkstationen, eingebracht.
    Die Beute an Lebensmitteln Material war entsprechend der geringen Besatzung unbedeutend.
    Gegen 15.15 Uhr kamen unter Jagdschutz 3 Ju 52 (See) zur Abholung des Stosstrupps der 15./4.Rgt. Brandenburg. Gleichzeitig wurden die ablösenden Teile einer Luftwaffenfelddivision unter Führung eines Offiziers mitgebracht, der vom Kompanieführer in die Verhältnisse auf der Insel eingewiesen wurde.
    Gegen 15.30 Uhr erfolgte Start zum Rückflug nach Athen Phaleron. Da in einer Maschine die englischen Gefangenen mitgeführt wurden, reichte der vorhandene Transportraum nicht zur Abbeförderung des gesamten Stosstrupps aus. Zwei Schützengruppen unter Führung eines Oberfeldwebels verblieben in der Nacht vom 18. zum 19. , dem Leutnant der Luftwaffenfelddivision unterstellt, auf der Insel und wurden am nächsten Vormittag
    durch Ju 52 (See) zurückgeholt.


    Das gesamte Unternehmen verlief dank der reibungslosen Zusammenarbeit zwischen den Teilen der Luftwaffe und den Teilen des Heeres völlig planmässig.
    Das Unternehmen dauerte vom Start am 18.10. früh bis zur Rückkehr der Masse des Stosstrupps am Spätabend desselben Tages nur 12 Stunden.


    e) Gefangene: 9 Engländer, davon 1 Offizier, 11 Italiener.


    f) Beutematerial: 1 vollständiges englisches Seekartenwerk mit wertvollsten Kartenunterlagen für die eigene Führung. Wertvolle Funk- und Schlüsselunterlagen von der in Feinddiensten stehenden Hauptfunkstelle.


    g) Eigene Verluste: 1 Toter (beim Kentern eines Schlauchbootes ertrunken). 2 Verwundete (durch Unglücksfall bei Selbstentzündung einer Eihandgranate durch Splitterverletzung).


    h) Erfahrungen: Obwohl die Vorbereitungszeit zur Durchführung des Unternehmens von Zeitpunkt der Auftragserteilung (19.00 Uhr des Vorabends bis zum Zeitpunkt des Starts 05.30 am 18.10.) ausserordentlich knapp war, konnten alle Vorbereitungen und notwendigen Besprechungen mit den teilnehmenden Einheiten der Luftwaffe noch rechzeitig durchgeführt werden. Lediglich die ursprünglich geplante Mitnahme eines
    weitreichenden Funkgeräts der Kompanie zur Herstellung einer Verbindung von der Insel nach Athen war nicht mehr möglich, da die Funkgeräte in Erwartung eines Sprungeinsatzes in die Abwurfbehälter der Kompanie eingebaut war, die Maschinen selber aber befanden sich auf einem etwa 70 km entfernten auswärtigen Flugplatz.
    Die rechtzeitige Heranführung des Funkgerätes konnte daher, obwohl sofort ein Fahrzeug entsand wurde, nicht mehr bewerkstelligt werden.



    F.d.R.d.A.: gez. Oschatz
    Hauptmann Pinkert
    Oberleutnant und Kompanieführer