Tipps fuer die Suche nach Polizisten

  • Hallo zusammen in das Forum !


    Da sich ja doch die Fälle im Wehrmacht-Forum mehren, dass nach Polizisten gesucht wird, will ich hier einmal ein paar Tipps / Anlaufstellen fuer Suchende einstellen.


    Grund fuer die Aktion hier ist, dass die WASt normalerweise sehr wenig hat, es sei denn dass eine Erkennungsmarke ausgegeben wurde.


    Ich verwende den Ausdruck Polizei-Beamte, fuer Angehörige der Gendarmerie gilt aber natürlich sinngemäß das Gleiche !


    Einen Anspruch auf Vollständigkeit kann ich natürlich nicht erheben. Sollte jemand noch weitergehende Informationen haben, kann man ja gerne ergänzen.




    Zuallererst muss man wissen, wo die gesuchte Person vor Kriegsbeginn gelebt hat.


    1. Die erste Anlaufstelle ist dann einmal auch hier die WASt, siehe hierzu den entsprechenden grundlegenden Thread. Dort sind die grundlegenden militärischen Lebensläufe festgehalten. Die WASt ist aber, da es sich um Polizei-Beamte oder Polizei - Reservisten handelt und nicht um Soldaten, schwach in Bezug auf Details.


    2. Sollte die entsprechende Person im Kriege gefallen / vermisst worden sein, führt der Weg zum VDK. Der entsprechende Thread ist auch hier zu finden.


    3. Nie schlecht ist in diesem Zusammenhang ein Blick in die Spruchkammerakte der Entnazifizierung. Diese müsste sich - zumindest in den alten Bundesländern, in dem Staatsarchiv befinden, das für den Wohnsitz zur Zeit der Entnazifizierung zuständig war.



    Da es sich aber um Polizeibeamte und keine Soldaten handelt, wird die Sache leider dann insgesamt schwierig, wenn man weitergehende Informationen sucht.


    4. zuerst sollte man bestenfalls wissen, ob und wenn ja wann und wo die Person vor dem Krieg aktiver Polizeibeamter war.


    4.1 war er bereits im 1. Weltkrieg Soldat, lohnt sich eine Anfrage im Militärarchiv vorab. In Bayern sind die allermeisten Akten der "Alten Armee" noch im Kriegsarchiv (Teil des Hauptstaatsarchive) vorhanden.


    4.2 war er das nicht, lohnt sich eine Anfrage - wenn das denn möglich ist (nicht in den nach dem Kriege verlorenen Gebieten) bei der damaligen Polizeibehörde, ob die noch Personal-Unterlagen haben. Wenn nicht, sollten die dann angeben, ob und wenn ja an welches Archiv diese abgegeben wurden.


    Einige oder viele Personalunterlagen sind z.B.


    - in Bayern in den verschiedenen Staatsarchiven
    - in Baden-Württemberg in der Außenstelle des Bundesarchiv in Ludwigsburg
    - in Nordrhein-Westfalen in der "Villa ten Hompel".
    - fuer die ehemalige DDR bei der Stasi-Unterlagen-Behörde (wg. Ermittlungen gegen die Ordnungspolizei nach dem Kriege)


    Noch komplizierter wird es bei den nach Kriegsbeginn eingezogenen Männern der Polizei-Reserve und den Angehörigen der Bataillone mit den Nummern 250ff und 300ff


    5.1. bei den Angehörigen der Jahrgänge 1910 - 1920, die bei Kriegsbeginn eingezogen wurden, muss man nochmals unterscheiden in


    - Angehörige der SS-Polizei-Division, bei denen vermutlich die WASt das Meiste hergibt, da eine reine Fronteinheit


    - Angehörige der Bataillone 250ff und 300ff, bei denen wiederum grundsätzlich das unter 4.1 und 4.2 gilt. Da diese Leute aber keine Reservisten, sondern "aktive Maenner" waren, konnten sie nach Kriegsende ohne große Probleme bei der Polizei bleiben, was offenbar viele gemacht haben, siehe unten


    5.2 Bei Kriegsbeginn eingezogene Reservisten der Polizei und Gendarmerie


    Hierunter fallen Leute der Jahrgänge von ca. 1886 - 1909. Leider gilt fuer sie das Gleiche wie unter 4.1 und 4.2, eine zentrale Erfassung der Leute ist MIR nicht bekannt, die Gendarmerie war auf Regierungsbezirks-Ebene, die Schutzpolizei in den Städten organisiert. Es sind Leute auch ausgetauscht und umgesetzt worden, so dass es hier, wenn man keine Anhaltspunkte hat, bei welcher Polizei-Verwaltung die Leute waren, es schwer hat, Unterlagen zu finden.



    Ein paar Möglichkeiten gibt es aber noch:


    6.1. hat die Person den Krieg überlebt und die Renten-Unterlagen sind noch vorhanden, findet man i.d.R. eine Rentenbescheinigung der Polizei für die Kriegszeit, besonders fuer die Reservisten interessant. Es haben sich eigentlich alle, deren Akten mir bekannt sind, eine Rentenbescheinigung für die Kriegszeit ausstellen lassen - ist ja logisch. Hier kann man evtl. einmal versuchen, auch noch bei der Polizei oder Rententräger nachzufragen, die Unterlagen werden ja auch nach dem Tod des Versorgungs- oder Rentenempfängers eine Zeit lang aufbewahrt.


    Im Idealfall war der Mann nach dem Krieg weiter bei der Polizei, dann weiß man, bei welcher Behoerde nachgefragt werden kann.


    6.2 hat die Person den Krieg nicht überlebt lohnt sich mal, nachzuschauen, ob es bei der Kriegerwitwen- oder Waisen-Versorgung Unterlagen gibt, aus denen die Behörde hervorgeht.


    So, das ist alles was mir momentan einfällt.


    Sollte etwas nicht korrekt oder ungenau sein, bitte ich, diesen Thread zu ergänzen.


    Einen lieben Gruß an Alle



    Marcus

    Suche ALLES zu Polizei-Bataillonen aus dem Wehrkreis VII und dem Einsatz in Slowenien sowie zur PV. Litzmannstadt
    "Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)

    Edited 3 times, last by Lockenheld ().

  • Hallo Markus,


    zur Ergänzung:


    Quote

    Original von Lockenheld
    4.1 war er bereits im 1. Weltkrieg Soldat, lohnt sich eine Anfrage im Militaerarchiv vorab. In Bayern sind die allermeisten Akten der "Alten Armee" noch im Kriegsarchiv (Teil des Hauptstaatsarchives) vorhanden.


    Gilt ebenfalls für Angehörige der württembergischen (Hauptstaatsarchiv Stuttgart) und badischen Armee (Generallandesarchiv Karlsruhe).
    Von der sächsischen Armee sollen auch noch Aktensplitter vorhanden sein.



    Die Außenstelle des Bundesarchivs in Ludwigsburg (verwahrt die Unterlagen der "Zentralen Stelle (ZSt) zur Aufklärung national-sozialistischer Verbrechen") besitzt keine spezifischen Akten zu baden-württembergischen Polizisten, sondern zu Polizisten aus ganz Deutschland, gegen die im Bezug auf Kriegsverbrechen ermittelt wurde.


    Personalakten zu Polizisten, die in einer Dienststelle in Baden-Württemberg eingesetzt wurden, befinden sich in den zuständigen Landesarchiven. Personalunterlagen von "Staatsbediensteten", die vor 1945 im Dienst waren, werden normalerweise komplett archiviert und nicht ausgesondert.


    Dass zu Info.


    Gruß Alex

  • Hallo Alex !


    Genau so habe ich mir das vorgestellt. Nur so kann man Suchenden helfen.


    Es geht ja immerhin um ca. 300 000 Leute alleine an Schutzpolizei und Gendarmerie.


    In die Feuerloeschpolizei und Luftschutz steige ICH lieber nicht ein.



    Gruß



    Marcus

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  • Hallo und Guten Abend,


    erstaunlich für einen ehemligen Polizisten, wie lange er sich so in den Akten hält.
    Schönen Abend noch, interessantes Thema.
    Günther in Gostynin

    Suche zu Kriegslazarett 2/609 und 4/609 ab Juli 44 bis Januar 45.

  • Hallo,


    ich wollte noch ergaenzen


    - in Ludwigsburg sind auch die Leute verzeichnet, die nur als Zeugen ausgesagt haben. Dann sieht man, in welchem Verfahren welcher Staatsanwaltschaft bw. Gerichtes das war.


    Die Gerichtsakten der Nachkriegszeit sind dann wieder ein eigenes Kapitel:


    Eine zentrale Erfassung ist zum einen in


    - "Justiz und NS-Verbrechen" vorhanden im Internet, einfach "Tante Google" befragen, dort findet man eine Anzahl an Verfahren, die laufend fortgeschrieben werden. Die dortigen Verfahren sind veroeffentlicht, das heißt, dass das URTEIL von jedem gelesen werden darf. Man bekommt sie auch ueber Fernleihe. Die VERFAHRENSAKTEN muessten bei dem fuer das erstsprechende Gericht zustaendigen Archiv sein.


    - Bundesarchiv Ludwigsburg (ex Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen der Laender)


    - in Nordrhein-Westfalen, wo es eine eingene Zentralstelle in Dortmund gab, glaube ich im Staatsarchiv Muenster.



    fuchsi : mittlerweile stehen die meisten Archive Gott sei Dank auf dem Standort, dass auch der "kleine Polizist" in der NS-Zeit durchaus nicht uninteressant sein kann. Wenn man bedenkt, was noch vor 20 Jahren angeblich weggeworfen wurde, ist das doch zumindest ein Vorteil.



    Gruß an alle



    Marcus

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  • Guten Tag, nicht nur an die Polizeihistoriker im Forum,


    die Suche nach Polizisten ist für mich genauso unterschiedlich wie spannend.
    Denn was weiß ich schon über eine Person und was muss ich über sie noch erfahren?
    DRK-Suchdienst, Deutsche Dienststelle und Volksbund haben sich für mich grundsätzlich als gute Anlaufstellen erwiesen. Da ich meist zur Bochumer Polizeigeschichte recherchiere, gibt es für mich noch das Landesarchiv in Münster und in Teilen auch das Stadtarchiv Bochum als Quellen.
    Leider gibt es bei den Polizeibehörden in NRW (und vermutlich auch in den anderen Bundesländern) himmelweite Unterschiede bei der Aufarbeitung der eigenen Behördengeschichte. Die wenigsten Kollegen, die sich polizeihistorisch engagieren, können das haupt- oder nebenamtlich machen. Meistens ist das eine ausschließlich private Sache, von deren professionellen Rechercheergebnissen die eigenen Behörden dann aber zum Nulltarif profitieren wollen.
    Persönlich bedauere ich, dass ich mich erst verspätet mit der methodischen Aufarbeitung von Polizeigeschichte beschäftigt habe. Denn gerade in den 70-er und 80-er Jahren gab es noch viele aktive Kollegen, die zum Beispiel Angehörige von Polizeieinheiten gewesen sind. Solche Zeitzeugen sind heute als Auskunftspersonen leider nicht mehr vorhanden.
    Gut finde ich, dass sich in den letzten Jahren vermehrt Berufshistoriker mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Polizeigeschichte beschäftigen.
    Als Polizeihistoriker mit Berufsbezug und umfangreichen eigenen Archivbeständen möchte ich jedoch folgendes von uns behaupten: als Wissenschaftler polizeihistorische Fragen stellten, hatten wir oft schon die Antworten gefunden.
    Soviel Selbstbewusstsein haben wir uns durch unser Engagement ehrlich erworben.
    In diesem Sinne wünsche ich jedem von uns viel Erfolg bei seinen Recherchen zur Polizeigeschichte und natürlich auch entsprechende Hilfe im Forum.


    M. f. G. aus Bochum


    Peter

    (PH)

  • Hallo Marcus,


    herzlichen Dank für Deine "Anleitung". Diese Gesamtzusammenstellung der verschiedenen Recherchemöglichkeiten ist sicherlich für den einen oder anderen hilfreich.


    Herzlichen Gruß
    Dieter

  • Hallo Peter, mein Großvater rückte 1938 zur Polizei nach Heidenheim ein.


    War auch bei der Entstehung des Polizeiausbildunggsbatl. Heidenheim dabei.
    Wurde anschließend mit Wirkung vom 20.12.1939 dem Pol Batl. 51 Stuttgart zugeordnet. Rückkehr des Batl. 27.09.1940 Stuttgart Gleis 1 ( 5 Güterwaggon ) und großem TamTam. Danach Abordnung zum Pol Batl 316] Bochum.

    Er ist wohl einer der wenigen Zeitzeugen die noch unter uns sind. Wollte mit ihm vor 2 Jahren nach Gelsenkirchen zum Vortrag des Hist. Hölzl. War aber krank.
    Habe mich auch durch unzählige Archive durchgestöbert....bis ich bemerkte das in Ludwigsburg im Hauptstaatsarchiv alles über Polizei in Baden und Württemberg zu finden ist.


    Dort gibt es einen imensen Fundus. Zudem gibt es eine Holzkastenkartei Findmittel 51 / I mit grünen, Postkartengroßen Karten die alfabetisch geordnet sind. Dort findest du die meisten Namen (ca. 10000) und die wichtigen Querverweise auf die Tagesbefehle die den Einzelnen betrafen.



    Somit kannst du Nachweisen das MAX MUSTERMANN am .. .. 1939 zur Dienststelle .. .. versetz wurde, er am .. .. befördert wurde, Schuhgröße 40 hatte, und sein Sold von .. .. Reichsmark auf das Konto .. .. gezahlt wurde.


    Ich vermute das diese Kartei aus den Rentenversicherungslagern stammt um Nachweise der Beamtentätigkeit zu beurkunden.


    Was mir zur Ergänzung noch fehlt ist das Einsatzgebiet und die Historie zu Pol Batl 316. Habe das Buch von Stefan Klemp das ja schon einiges umschreibt.


    Er war am Kriegsende dem Pol. Reg 13 zugeordnet und wurde von britischen Kräften in Kärnten kurzzeitig festgehalten.


    Gruß Markus Kreis Göppingen

    Markus Kreis Göppingen

  • Guten Tag,


    im FdW hat RolandP auf die Polizei-Stürme in der Allgemeinen SS hingewiesen : http://www.forum-der-wehrmacht.de/thread.php?threadid=18658


    Welche Erkenntnisse haben die Polizeiexperten zu der Mitgliedschaft von Polizeiangehörigen in der ASS ? Wie häufig war diese ?


    Dann wäre nämlich der Bestand im BArchB RuSHA und SSO, SSEM usw. auch von Interesse.


    Beste Grüße, westermann

    Gruß, westermann

  • Hallo westermann,


    ICH kann dazu nichts sagen, so etwas ist mir bisher noch nicht untergekommen. Ausschließen kann ich es aber natürlich nicht.


    Ich denke aber einmal, dass meistens die Kriegszeit interessiert, und da waren nur wenige Polizisten bei der Waffen-SS (ausser der SS-Polizei-Division). Die Polizisten blieben immer Angehörige ihrer Polizeiverwaltung, die Personalakten wurden bei dieser geführt.



    Gruß



    Marcus

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  • Hallo Marcus,


    die Polizei-Stürme waren Stürme im Bereich der Allgemeinen SS. Wie in der Verordnung zu lesen, waren hier Polizisten im Rahmen der SS organisiert. Dies hat nichts mit der Waffen-SS zu tun.


    Es sind doch sicher bei Personenrecherchen von Polizei-Angehörigen Anhaltspunkte für eine Mitgliedschaft in NSDAP, SA oder SS (Allgemeine SS) aufgetaucht ?
    Mich würde interessieren, ob es eine Übersicht über NSDAP-Mitgliedschaft und SS-Angehörigkeit (ASS und nicht WSS) von Polizei-Angehörigen existiert ?


    Beste Grüße, westermann

    Gruß, westermann

  • Morjen,
    das oben genannte gilt ohne Einschränkung auch für die Angehörigen des ZGD der Reichsfinanzverwaltung. In den 70iegern hingen in den Hauptzollämtern am öffentlichen Aushang noch Suchanfragen von Angehörigen vermißter Grenzer welche in Rußland, bzw. in Italien vermißt wurden. Ältere Kollegen konnte man noch zu ihren Kriegserlebnisen befragen.
    Gruß,
    h.

  • Hallo zusammen,


    ich will hier in diesem Zusammenhang noch ein wenig auf die Bestände des Bundesarchivs Ludwigsburg eingehen.


    Dieses verwahrt die Akten der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen für NS-Verbrechen (die ihren Sitz immer noch im gleichen Gebäude hat).


    Recherchen dort sind möglich nach


    - Einheiten, die in Kriegsverbrechen verwickelt waren und gegen die ermittelt wurde
    - Tatorte
    - Personen, gegen die ermittelt wurde
    - Personen, die in Ermittlungsverfahren genannt werden, weil sie in einer Einheit waren oder als Zeugen benannt wurden.


    Wegen der Personen ist grundsätzlich wichtig, die Arbeitsweise der Justiz zu verstehen.


    In den Vernehmungen von Beschuldigten / Verdächtigen / Zeugen wurde grundsätzlich auch immer gefragt, wer noch in der Einheit / Dienststelle des Vernommenen war. Dies konnte ja im Verlaufe der weiteren Ermittlungen noch relevant werden.
    An Massenverbrechen hat ja selten nur einer teilgenommen und die genauen Beteiligten hätten über weitere Vernehmungen noch ermittelt werden können.
    Deshalb wurde offenbar für jeden Genannten eine Karteikarte mit allen ausgemittelten Erkenntnissen angelegt. Ebenso wurde, soweit möglich, der aktuelle Wohnsitz ermittelt oder ob die Person für tot oder vermisst erklärt wurde.


    Wer also nach Personen sucht, die Angehörige von Einheiten gewesen sind, die möglicherweise in Massenverbrechen verstrickt waren, sollte unbedingt - auch wenn er den Krieg nicht überlebt hat, in Ludwigsburg nachfragen.


    Die Antwort, ob etwas vorhanden ist, kommt eigentlich innerhalb weniger Tage, da ja "nur" die Karteikarte herausgesucht werden muss.


    P.S.: Wer einmal in Ludwigsburg oder der Nähe ist, dem sei die Ausstellung im Torhaus vor dem Gebäude zur justiziellen Aufarbeitung der NS-Verbrechen empfohlen. Dauer der Besichtigung ca. 30 Minuten, Eintritt frei.


    Gruß aus München


    Marcus

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    Edited once, last by Lockenheld ().

  • Hallo zusammen,


    eine Frage an die Mods:


    sollte man diese Angaben zur Suche nach Angehörigen der Polizei nicht auch festpinnen?


    Oder lediglich Marcus Ausgangsangaben?


    Ist m. E. genau so wichtig wie „Grundsätzliches zu Aufbau und Organisation“ ;)


    Herzliche Grüße der Rolandus

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Thomas,


    ups, genau, das hatte ich noch nicht bemerkt ....  :(


    Meinte eigentlich hier im "Polizei-Bereich" ;)
    aber wenn es bereits vorhanden ist, ist es ja gut!!


    Bitte dann herzlich um Löschung der letzten Einträge :D


    herzliche Grüße Dein Rolandus

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Das Bundesarchiv in Berlin Lichterfelde ist Sammelpunkt aller Information des Reichsicherheitshauptamtes. Seit 1936 oder so wurde die deutche Polziei zentral verwaltet.

    Edited once, last by inter ().

  • Hallo inter und Willkommen bei der "Polizei" hier.



    Hm, das ist eine neue Erkenntnis, zumindestens für mich.
    Einerseits gab es das Reichssicherheitshauptamt erst ab September 1939, andererseits was ist denn "die Polizei" bitte für Dich?


    Wenn es nur immer so einfach wäre mit den Akten und Archiven ?(


    Gruß aus München
    Marcus

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  • Hallo Marcus.


    Was ist die Polizei fuer mich? Natuerlich mein Freund und Helfer :D Also in Zusammenhang mit dem Wehrmachtsforum ist es fuer mich die Organisation unter Kurt Daluege, sein Nachfolger und dem Reichsfuehrer SS Himmler. Wenn die Uniform gruen war, und der Polizeiadler am Hut, dann haette ich damals gedacht einen Polizist vor mir zu haben.
    Die deutsche Polizei war den Gemeinden, Laendern, Gendamerien, usw. unterstellt bis sie alle Mitte der 30'er Jahren, mir ist 1936 in Erinnerung, zusammengelegt wurden und umorganisiert. Das Ziel war wohl alles in die SS zu schmelzen, aber das klappte bis Kriegsende nicht. Bei Kriegsende bestand das Begleitbattalion des Reichsfuehrers SS aus Polizisten. Offensichtlich traute der Mann der Polizei.


    Freundliche Gruesse,
    inter

    Edited once, last by inter ().

  • Guten Aben "inter",


    so ganz verstehe ich deine Ausführung nicht,
    dir sind schon die Unterschiede, die Aufteilung der Polizei unter Daluege und Himmler, sprich Heydrich bekannt?
    Aufgabengebiete?


    Quote

    Also in Zusammenhang mit dem Wehrmachtsforum


    Das Wehrmachtsforum gibt es in der Tat, wir sind aber das Forum der Wehrmacht, FdW, eine Hausmarke.


    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!