Kommandostruktur - Kompanie

  • Hallo liebe Forumsmitglieder,


    Ich hoffe auf eure Hilfe bei einer Frage die sich mir gerade gestellt hat und zu der ich im LdW keine Antwort finden konnte. Über jede Hilfe würde ich mich sehr freuen und bedanke mich jetzt schon einmal im Voraus:


    Wie hat man sich die Kommandostruktur der unteren Truppengliederungen vorzustellen? Ich frage mich, wer von der Kompanie abwärts (>Zug>Gruppe>Trupp) jeweils in befehlshabender Position war. D.h.: Welchen Dienstgrad musste ein Kompaniechef innehaben, welchen ein Zugführer, etc.? Ich bin mir sicher das es dafür einschlägige Literatur gibt, ich würde mich also auch schon über kurze Verweise freuen. Wenn jemand die Frage aber gleich auflösen könnte: Umso besser.


    Vielen, vielen Dank für eure Mühen.


    Beste Grüße,
    Isbjoern

    Immer auf der Suche nach allem zur 50. Infanterie-Division, insb. dem IR/GR 123 sowie dem XXII. Festungs-Infanterie-Bataillon 999 bzw. der Brigade Klotz/Clotz

  • Hallo Björn,


    KpChef = Hptm / OLt
    KpFw, resp. "Hauptfeldwebel" (bei der Werhmacht) Fw / OFw
    ZgFhr Olt / Lt / OFw
    GrpFhr Uffz / Unterfeldwebel (bei der BW StUffz)
    TrpFhr Uffz/ OGfer/Hpt Gefr.


    Das sind jedoch nur Anhaltspunkte und je nach Waffengattung und
    Spezialisierung. Dazu kommen noch die Funktioner (Schirrmeister, Rechnungführer, Versorgungsunteroffizier WuG usw. auch mit verschiedenen Dienstgraden. Währen des Krieges war das infolge von Ausfällen auch sehr unterschiedlich. Ich hoffe es reicht für eine erste Einschätzung.

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Hallo


    Zusaätzlich zu den oben genannten Infos kannst du dir die KStN auf meiner Seite ansehen.
    Dort hast du die Informationen nach denen du suchst für jede Art von Kompanie.


    /Christoph

  • Hallo Bernd/Christoph,


    Danke für eure schnellen Antworten. Meine Frage ist zum großen Teil ausgeräumt und der Link ist auch sehr interessant.


    Eine Frage bleibt noch. Im LdW habe ich folgendes gelesen:


    Quote

    E) Geeignete Mannschaften konnten zum Gefreiten oder am Ende des zweiten Dienstjahres zum Obergefreiten befördert werden, dann erhielten sie eine Ausbildung als Gruppenführer. Auch eine Ausbildung zum Reserveunteroffizier war während der zweijährigen Dienstzeit möglich, eine Beförderung zum Unteroffizier erfolgte aber erst beim Ausscheiden aus dem Wehrdienst.


    Quelle


    Wenn ich diese Aussage richtig verstehe, konnten auch Obergefreite zu Gruppenführern werden (?).


    Beste Grüße,
    Isbjoern

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  • Hi Björn,


    Jaein, die Ausbildung zum..... ist ja nicht gleichbedeutend mit auch werden.
    Der OGfer hat dann zumindest die Ausbildung und wie es in deinem Beitrag ja heißt wurde er erst zur Entlassung Uffz d.R. . D. h., wenn er danach wieder aktiv wird könnte er Gruppenfüher werden. Das ist aber allles nur bei regulären Konstellationen und im vorliegenden Fall dann auch davon abhängig ob Planstellen frei sind.
    User "Schlichi" hat mich noch darauf aufmerksam gemacht, da´ss es im Kriege durch hohe Ausfälle auch dazu kam, dass "Kompanieführer " (anstatt"Kompaniechef") eingesettzt wurden. Das war dann in der Regel der älteste (oder erfahrenste) verfügbare Prtepeeunteroffizier der Einheit (oder auch Nachbareinheit), also ein Fw/OFw od. StFw als Kopanieführer.

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Hallo Bernd,


    Danke für deine Erklärung, so ist die Sache natürlich nachvollziehbar. Meine eigentliche Frage ist damit ja geklärt, aber mir ist bei dieser Überlegung noch ein anderer Gedanke gekommen und ich würde an einer von dir angesprochenen Stelle gern nochmal nachhaken:


    Wie hat man sich das vorzustellen:


    Quote

    Der OGfer hat dann zumindest die Ausbildung und wie es in deinem Beitrag ja heißt wurde er erst zur Entlassung Uffz d.R


    Der Beitrag im LdW erwähnt eine zweijährige Dienstpflicht nach dem Gesetz der wiedereingeführten Wehrpflicht von 1935. Ich nehme aber an, dass im voranschreitenden Kriegsgeschehen die Soldaten nach zwei Jahren nicht einfach nach Hause geschickt wurden. Sicherlich meldeten sich einige freiwillig weiter zum Dienst, doch wird das nicht genügt haben (?). Wie wurde das von der Führung gehandhabt?


    Mir wird gerade bewusst, dass ich hier eine gravierende Wissenslücke habe...


    Im Thread Einberufung und Wehrpflicht konnte ich dazu auf Anhieb auch nichts finden.


    Beste Grüße,
    Isbjoern

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  • Hi Björn,
    die reguläre Dienstpflicht betrug 2 Jahre, dass ist richtig. Im Krieg wurden die Soldaten dann aber zu einem unbefristeten Wehr(kriegs)dienst (wieder) einberufen. Natürlich bestand auch die Möglichkeit sich während, anschließend oder auch im unbefristeten Wehrdienst freiwillig wieter zu verpflichten. Der große Einberufungsspezialist bin ich allesrdings nicht, wie du auch aus dem von dir angesprochenen Thread ersehen kannst.

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Hallo,


    wie ich der Vita meines Vaters entnehme, wurden die Wehrpflichtigen mit Kriegsbeginn zu 'richtigen' Soldaten. Mein Vater wurde im Juli zum regulären Wehrdienst einberufen und nach der Grundausbildung vom Ausbildungs-Regiment im Nov. 1939 zu einer aktiven Einheit versetzt. Direkt nach Kriegsbeginn erhielten auch alle Rekruten ein Soldbuch, was es vorher auch nicht gab. Sie wurden einfach weiter verwendet, im Falle meines Vaters bis Kriegsende (und Gefangenschaft).
    Gruß
    Udo

    Literatur: Glückauf zum Untergang-Die Kriegstagebücher des Feldwebel Kurt Pfau / Mit der 60. Infanteriedivision von Danzig nach Stalingrad - Arthur Krügers Kindheit und Soldatenzeit 1937-1945 / Kohlenstaub und Wüstensand-Biografie eines Afrikakämpf.

  • Hallo,


    Danke für euren nochmaligen Antworten. So oder so ähnlich hatte ich das schon erwartet, alles andere wäre wohl sehr überraschend gewesen.


    Letzte Nachfrage: Eine Offiziers- oder Unteroffizierslaufbahn konnte aber nach wie vor nur einschlagen, wer sich freiwillig weiterverpflichtete?


    Beste Grüße,
    Isbjoern

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  • Hi Björn,
    unter Berücksichtigung Kriesbedingter Besonderheiten kann man sagen:
    In Friedenszeiten bei Offz und Uffz in der Regel nur Längerdienende
    In Friedenszeiten gab es sicher bei den Mannschaften Ausnahmen mit der Ausbildung zum Reserveunteroffizier.
    Bei der unbefristeten Kriegsdienspflicht gabe es für Offz wie auch Uffz auch entspechende Laufbahnmöglichkeiten (Stichwort z.B. "Tapferkeitsoffiziere").

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Hallo Bernd,


    Danke für die Antwort. Hier gilt also auch: Eigentlich alles geregelt, aber der Krieg schafft Notstände die alle Regeln außer Kraft zu setzen im Stande sind.


    Ich Frage mich das alles, da mein Urgroßvater als Obergefreiter im Kriegsjahr 1944 ganz 'plötzlich' auf einem Foto als Offz.-Anwärter erscheint.


    siehe auch hier


    Das ist in vielfacher Hinsicht merkwürdig:


    a) Er wird Offz.-Anwärter ohne je Uffz. gewesen zu sein
    b) Er hat sich meines Wissens nach nicht freiwillig verpflichtet (hier gibt es aber eine gewisse Unsicherheit)
    c) Mir sind besondere 'Tapferkeitstaten' o.ä. nicht bekannt. Auszeichnungen liegen lediglich die weniger 'spektakulären' vor: KVK II. Klasse, Krimschild, Verwundetenabzeichen in Schwarz, Ostmedaille, Medaille 'Kreuzzug gegen den Kommunismus'


    In Anbetracht der Diskussion im angesprochenen Thread wird sich hierzu wohl keine endgültige Erklärung finden lassen. Ich wollte nur noch einmal offenlegen woher mein Interesse rührt.


    Vielen Dank für die Hilfe.


    Beste Grüße,
    Isbjoern

    Immer auf der Suche nach allem zur 50. Infanterie-Division, insb. dem IR/GR 123 sowie dem XXII. Festungs-Infanterie-Bataillon 999 bzw. der Brigade Klotz/Clotz

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  • Hallo,
    da hat wohl ein Vorgestzter erkannt, dass dein Urgrossvater moeglicherweise zum Offizier geeignet war. Und daraufhin das entsprechende in die Wege leitete.
    Mein Vater wurde 1942 Feldwebel O.A. und ein paar Monate spoeter Fahnenjunker.
    Bei den damaligen Befoerderungsbestimmungen darf man sich ueber nichts wundern, bei der BW auch nicht.
    Gruss
    Rainer

    Suum cuique

  • Hallo Rainer,


    Quote

    Original von Rainer
    Bei den damaligen Befoerderungsbestimmungen darf man sich ueber nichts wundern, bei der BW auch nicht.


    Gut das zu wissen und danke für diese abschließende Info!


    Beste Grüße,
    Isbjoern

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  • Hi Björn,
    um OA zu werden muss man kein Uffz gewesen sein, auch in Friedenszeiten nicht.
    Rainer. Feldwebel und dann Fahnenjunker?? Eigentlich hätte er dann aber Fähnrich werden müssen??? Fahnenjunker ist doch Uffz o. P., dann wäre er ja rückbefödert worden oder degradiert, was ja kaum anzunehmen ist.

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Hallo,


    mein Vater hat sich auch nicht freiwillig gemeldet oder war längerdienender. 1944 ist er dann Unteroffizier geworden. Aber das ging auch im Krieg nicht mit Handauflegen. Erst musste er zur Frontbewährung, dann wurde er zu einem Unteroffizier-Lehrgang geschickt-allerdings kürzer als in Friedenszeiten, und da hatte er ja schon fast fünf Jahre Wehrdienst hinter sich- und dann wurde er vom Obergefreiten zum Unteroffizier-Anwärter. Danach erst wurde er Unteroffizier. Ich denke, beim Aufstieg zum Offizier war das mindestens genau so. Ohne Lehrgang und Prüfung war das nicht drin.
    Da wurde dann auch auf Dienstzeiten bei Beförderungen und usw. streng geachtet, jedenfalls bei Mannschaften und Unteroffizieren. Bei höheren Rängen ging das dann schon mal schlag auf Schlag. Wie bei einem Jochen Marseille (Flieger-As), der innerhalb von drei Jahren vom Fähnrich zum Hauptmann befördert wurde oder auch Rommel, der ruck-zuck vom Generalmajor zum Generalfeldmarschall befördert wurde. Da konnten sich die kleinen Gefreiten, die vorne in den Schützengräben lagen, nur die Augen reiben.
    Gruß
    Udo

    Literatur: Glückauf zum Untergang-Die Kriegstagebücher des Feldwebel Kurt Pfau / Mit der 60. Infanteriedivision von Danzig nach Stalingrad - Arthur Krügers Kindheit und Soldatenzeit 1937-1945 / Kohlenstaub und Wüstensand-Biografie eines Afrikakämpf.

  • Hallo,


    Langsam ergibt sich das Bild ja.


    Quote

    um OA zu werden muss man kein Uffz gewesen sein, auch in Friedenszeiten nicht.


    Wie sieht das dann konkret in der Laufbahn des betroffenen Soldaten aus. Ich nehme an er wird trotzdem den Weg über eine Uffz.-Stelle gehen? Das er OA ist würde demnach nur bedeuten, dass man ihm von Anfang an in Aussicht stellt am Ende des Weges Offz. zu sein (?).


    Zu udalerich: Was du sagst scheint mir einleuchtend, doch gegen Ende des Krieges wurden die Hürden zum erreichen des Uffz. oder Offz.-Rangs geradezu ins bodenlose gesenkt, da in den zahlreichen Kesselschlachten und Niederlagen die Verluste an 'Führungspersonal' zu unverhältnismäßig hoch waren. Man brauchte wohl mehr Ersatz, als es das übliche Prozedere der Ausbildung/Weiterbildung zu 'produzieren' erlaubt hätte.


    Wie schon in dem oben verlinkten Thread, hier nochmal der Hinweis auf einen Zufallsfund meinerseits (kostenfrei/pdf):


    Richardt, Dirk: Auswahl und Ausbildung junger Offiziere 1930-1945. Zur sozialen Genese des deutschen Offizierskorps, Marburg 2002.


    Und noch eine kleine Notiz zu meinem Urgroßvater: Im April '45 war er trotz einjähriger O.-Anwartschaft immernoch Obergefreiter.


    Beste Grüße,
    Isbjoern

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  • Hi zusammen,
    lassen wir mal Dienstpflicht und Kriegsdienst außen vor. Die Auswahl eines Soldaten ob er OA (oder auch UA) wird hat sich (normalerweise) an Eignung und Leistung orientiert, sowie an der verfügbaren Aiusbildung- und u.U. längerfristig gesehen der Stellenplankapazität, sowie dem Bedarf der Truppe.
    Wurde eine Soldat ausgewählt, wird zunächst der Ausbildungsplan festgelegt, d.h. wann welche Ausbildung-, Lehrgang- bzw. Truppenausbildung zu absolvieren ist. Dann erfolgt die Ernennung zum OA/UA (als Gefreiter oder OGefr). Zunächst ist der Fahnenjunkerlehrgang dran, danach die Befördrung zum Fhjg (Uffz). Nachweiterer Ausbildung un dLehrgängen erfolgt der Fähnrichslehrgang mit nachfolgender Beförderung zum Fähnrich (Feldwebel). Immer unterbrochen von Truppen(fach)ausbildung. Alles in einem vorgegebenen Zeitrahmen. Dienstpflichtige sind dann u. U. als Lt. d.R. entlassen worden, aktive dann zum Leutnant. Evtl. erfolgte noch ein Zwischenschritt zum Oberfähnrich (Wehrmacht = StFw; BW = HFw), bevor dann die Beförderung zum Offizier erfolgte.
    udo: Ich hatte o. bereits von den sog. "Tapferkeitsoffizieren" geschrieben. Darüber hinaus gab es auch "Sprungbeförderungen" unter Auslassen eines Dienstgrades, oder auch von den normalen Laufbahnvorschriften abweichende Zeitabläufe; dass waren aber Kriegsbedingte Besonderheiten (Marseille, Rommel).

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Moin Bernd,


    Quote

    d.h. wann welche Ausbildung-, Lehrgang- bzw. Truppenausbildung zu absolvieren ist. Dann erfolgt die Ernennung zum OA/UA


    hier sehe ich eine etwas genauere Erklärung notwendig, obwohl ich mir sicher bin, dass du das Richtige gemeint hast.


    Die Ernennung zum UA/OA erfolgte, nach meiner Meinung, in der Regel nicht nach der Festlegung der Ausbildungsrichtung, sondern nach einem bestandenen Unter- oder Offiziersvorlehrgang. Danach folgte der eigentliche Unter-, bzw. Offizierlehrgang. Die Beförderung erfolgten dann bei der Besetzung der Planstelle.

  • Hi Dieter,


    oder so!


    Hatte mir den "Vorlehrgang" geschenkt, hast aber recht. Es war wohl die erste Selektion zur Prüfung der Eignung. OK.

    Gruß Bernd S.
    Nicht der Glanz des Erfolges, sondern die Lauterkeit des Strebens entscheidet über den Wert des Menschen.
    (GenO Erich Hoepner)

  • Guten Morgen Bernd/Dieter,


    eure Aussagen klingen in der Materie so sicher, dass ich mir doch noch eine persönliche Nachfrage erlaube:


    Im Falle meines Urgroßvaters ist, wenn ich den Aufnahmen glauben schenke, die Auswahl zum OA relativ plötzlich und während eines Heimataufenthaltes erfolgt (März '44). Wenn ich nun euren Aussagen folge, müsste an diese 'Ernennung' ein differenzierter Ausbildungsplan anschließen, doch stattdessen wird er in unittelbarer Folge mit einer Festungseinheit nach Griechenland geschickt. Dort bleibt er dann bis zur Räumung des Balkans 1944/45 und ist auch in seinem vorletzten Feldpostbrief (Dez. '44) noch als Ogefr. vermerkt.


    Wie könnte man sich diese 'Laufbahn' erklären? Sollte die Not nach (Mannschafts-)Personal so groß gewesen sein, dass man auf eine Ausbildung verzichtete (?)


    Ich weiß das eine Lösung der Problems wohl nicht zu erreichen ist, über eure Einfälle und Einschätzungen würde ich mich aber sehr freuen!


    Beste Grüße,
    Isbjoern


    __



    Nachtrag: Habe ein neues, für diese Frage interessantes Bild in >diesem< Thema eingestellt. Wollte hier nur nicht allzu sehr von der eigentlichen Diskussion abweichen - freue mich auf eure Ideen.

    Immer auf der Suche nach allem zur 50. Infanterie-Division, insb. dem IR/GR 123 sowie dem XXII. Festungs-Infanterie-Bataillon 999 bzw. der Brigade Klotz/Clotz

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