Wo lebt Ihr / Teil 1

  • Niedersachsen!!!


    1. Von der Weser bis zur Elbe,
    Von dem Harz bis an das Meer
    Stehen Niedersachsens Söhne,
    Eine feste Burg und Wehr
    Fest wie unsre Eichen
    halten alle Zeit wir stand,
    Wenn Stürme brausen
    Übers deutsche Vaterland.
    Wir sind die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukinds Stamm!
    Wir sind die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukind Stamm!


    2. Wo fiel'n die römischen Schergen?
    Wo versank die welsche Brut?
    In Niedersachsens Bergen,
    An Niedersachsens Wut
    Wer warf den römischen Adler
    Nieder in den Sand?
    Wer hielt die Freiheit hoch
    Im deutschen Vaterland?
    Das war'n die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukinds Stamm!
    Das war'n die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukind Stamm!


    3. Auf blühend roter Heide
    Starben einst vieltausend Mann
    Für Niedersachsens Treue
    Traf sie des Franken[3] Bann.
    Viel tausend Brüder fielen
    Von des Henkers Hand.
    Viele tausend Brüder
    Für ihr Niedersachsenland.
    So war'n die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukinds Stamm!
    So war'n die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukind Stamm!


    4. Aus der Väter Blut und Wunden
    Wächst der Söhne Heldenmut.
    Niedersachsen soll's bekunden:
    Für die Freiheit Gut und Blut.
    Fest wie unsre Eichen halten
    Allezeit wir stand,
    Wenn Stürme brausen
    Über's deutsche Vaterland.
    So sind die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukinds Stamm!
    So sind die Niedersachsen,
    Sturmfest und erdverwachsen,
    Heil Herzog Widukind Stamm!


    Niedersachsenlied von Hermann Grote, 1926.
    Heute noch gesungen bei Veranstaltungen, u.a. Feuerwehren, Schützenvereinen etc.

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  • Westfalen rulez!!!


    Das Westfalenlied


    Ihr mögt den Rhein, den stolzen, preisen,
    Der in dem Schoß der Reben liegt,
    Wo in den Bergen liegt das Eisen,
    Da hat die Mutter mich gewiegt.
    Hoch auf dem Fels die Tannen steh'n,
    Im grünen Tal die Herden geh'n,
    Als Wächter an des Hofes Saum
    Reckt sich empor der Eichenbaum,


    Da ist's, wo meine Wiege stand,
    O grüß dich Gott, Westfalenland!


    Wir haben keine süßen Reden
    Und schöner Worte Überfluss
    Und haben nicht so bald für jeden
    Den Brudergruß und Bruderkuss.
    Wenn Du uns willst willkommen sein,
    So schau auf's Herz, nicht auf den Schein,
    Und schau uns grad hinein ins Aug',
    Gradaus, das ist Westfalenbrauch!


    Es fragen nicht nach Spiel und Tand
    Die Männer aus Westfalenland.


    Und unsre Frauen, unsre Mädchen,
    Mit Augen, blau wie Himmelsgrund,
    Sie spinnen nicht die Liebesfädchen
    Zum Scherze für die müß'ge Stund'.
    Ein frommer Engel Tag und Nacht
    Hält tief in ihrer Seele Wacht,
    Und treu in Wonne, treu in Schmerz
    Bleibt bis zum Tod ein liebend Herz.


    Glückselig, wessen Arm umspannt
    Ein Mädchen aus Westfalenland.


    Behüt' dich Gott, du rote Erde,
    Du Land von Wittekind und Teut,
    Bis ich zu Staub und Asche werde,
    Mein Herz sich seiner Heimat freut!
    Du Land Westfalen, Land der Mark,
    Wie deine Eichenbäume stark,
    Dich segnet noch der blasse Mund
    Im Sterben, in der letzten Stund'!


    Land zwischen Rhein und Weserstrand,
    behüt' dich Gott, Westfalenland!



    Friedrich Emil Rittershaus, April 1869


    Hardy,


    Westfale und Sauerländer...

    Inter arma enim silent leges

  • Hi Hoover, hi Hardy,


    anrührend - beide Lieder, wenn mir auch das romantische näher als das etwas kriegerische ist. Wünschte mir, auch eines zu haben.


    Doch als Grenzgänger im Kalten Krieg (empfinde ich so bis heute) geht das Gefühl von Heimat verloren ... es war ja nicht freiwillig ... und wiederfinden ließ sich das bis heute nicht.

  • Na dann will ich doch auch mal:


    Ostfriesenlied


    "ostfriesische Nationalhymne" von Enno Hektor,
    entstanden etwa 1860


    1. In Ostfreesland is't am besten / over Freesland geiht der niks.
    War sünd wall de Wichter mojer / war de Jungse wall so fix?
    In Ostfreesland mag ik wesen / anners nargens lever wesen;
    over Freesland geiht der niks / over Freesland geiht der niks.


    2. Nee, 't is nargens, nargens beter / as war hoch de Dieken stahn,
    war up't Eiland an de Dünen / hoch hennup de Bulgen slaan;
    war so luut de Nordsee bullert / war ji könen up de Dullert
    Dreemast-Schippen fahren sehn / Dreemast-Schippen fahren sehn.


    3. Nargens bleiht de Saat so moje, / nargens is de Buur so riek,
    nargens sünd de Kojen fetter, / nargens geiht de Ploog so liek,
    nargens gifft so faste Knaken, / weet man leckerder to maken
    Botter, Kees un Karmelkbree, / Botter, Kees un Karmelkbree.


    4. War in d' Wagen Törf un Kienholt / worden haalt van't Hochmoor heer;
    war de heel Welt sük lüstig / maakt up't Is bi't Eierbeer;
    war s'in't Feld mit Kloten scheten / war se Bookweit-Schubbers eten;
    Harm up Freersfoten geiht / Harm up Freersfoten geiht.


    5. För Ostfreesland, för Ostfreesland / laat ik Bloot un Leven geern,
    weer ik man weer in Ostfreesland / war so mennig söte Deern.
    In de Frömde wünsk ik faken: / Kunn 'k doch Moders Breepott koken
    hören weer in d' Hörn bi 't Füür / hören weer in d' Hörn bi 't Füür.

  • Und ich auch.....



    Schleswig Holstein meerumschlungen


    1. Schleswig-Holstein, meerumschlungen,
    Deutscher Sitte hohe Wacht,
    Wahre treu, was schwer errungen,
    Bis ein schöner Morgen tagt!
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Wanke nicht, mein Vaterland!
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Wanke nicht, mein Vaterland!


    2. Ob auch wild die Brandung tose,
    Flut und Flut von Bai zu Bai,
    O laß blüh'n in deinem Schoße
    Deutsche Tugend, deutsche Treu!
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Bleibe treu, mein Vaterland!
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Bleibe treu, mein Vaterland!


    3. Doch, wenn innre Stürme wüten,
    Drohend sich der Nord erhebt,
    Schütze Gott die holden Blüten,
    Die ein milder Süd belebt!
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Stehe fest, mein Vaterland!
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Stehe fest, mein Vaterland!


    4. Gott ist stark auch in den Schwachen,
    Wenn sie gläubig ihm vertraun;
    Zage immer, und dein Nachen
    Wird trotz Sturm den Hafen schaun!
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Harre aus, mein Vaterland!
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Harre aus, mein Vaterland!


    5. Von der Woge, die sich bäumet,
    Längs dem Belt am Ostseestrand,
    Bis zur Flut, die ruhlos schäumet
    An der Düne flüchtgem Sand -
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Stehe fest, mein Vaterland!
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Stehe fest, mein Vaterland!


    6. Und wo an des Landes Marken
    Sinnend blickt die Königsau,
    Und wo rauschend stolze Barken
    Elbwärts ziehn zum Holstengau -
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Bleibe treu, mein Vaterland!
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Bleibe treu, mein Vaterland!


    7. Teures Land, du Doppeleiche
    Unter einer Krone Dach,
    Stehe fest und nimmer weiche,
    Wie der Feind auch dräuen mag!
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Wanke nicht, mein Vaterland!
    Schleswig-Holstein, stammverwandt,
    Wanke nicht, mein Vaterland!,


    Melodie: Kantor Carl Gottlieb Bellmann (* 1772; † 1862).
    Text: Advokat Matthäus Friedrich Chemnitz (* 1815; † 1870)
    In dem Lied wird der Wunsch nach einem geeinten, unabhängigen und einem deutschen Schleswig-Holstein besungen.
    Quelle: Wikipedia



    Gruss
    Achim

    In Memoriam: Richard Möller *06.06.1907 MIA 16.01.1945 und Wolfgang Möller *04.02.1936 +11.05.2012

  • Plattdeutsch,
    ich spreche es, wenn ich in Aurich und umzu unterwegs bin. Gehöre damit leider einer aussterbenden Spezies an, meine Tochter will es nicht mehr lernen. Es gilt als "uncool". Leider...


    Unser Plattdeutsch ist ein Gemisch aus der alten friesischen Sprache, die noch in Westfriesland und Nordfriesland gesprochen wird, sowie hochmittelalterlichen deutschsprachlichen Einflüssen sowie größtenteils Elementen des Hamburger Platt, das nach der Eroberung Ostfrieslands durch die Hanse im Anschluss an die Störtebeker-Operationen hier eingeführt wurde.


    moin, moin.
    Arnold

  • Um zurück zur Umfrage zu kommen:


    Ich bin aus Kärnten (Österreich ;)).


    LG geri

  • Quote

    Original von geri
    Um zurück zur Umfrage zu kommen:


    Ich bin aus Kärnten (Österreich ;)).


    LG geri


    Dann bist du aber im falschen Thread ;)

  • Na dann mal was zur Geschichte Nordrhein-Westfalens


    NRW


    Brief Fritz Henßlers (nach 1945 Oberbürgermeister Dortmunds) an
    Kurt Schumacher (SPD Vorsitzende) vom 27.Juli 1946 betreffend
    die Gründung Nordrhein-Westfalens (Transkription):


    Bad Sassendorf, 27.7.46


    " Lieber Kurt!
    Bei der Besprechung in Gütersloh machtest Du bezüglich
    der Verwaltungsgliederung im neuen Rheinl.Westf.- Staat
    die Bemerkung, dass eine Unterteilung in Landschaftsbezirke
    notwendig werde, bei der man sich aber nicht an die alten
    Provinzgrenzen zu halten brauche; u.a. soll das Ruhrgebiet
    ein solcher Landbezirk werden.
    Ich habe Deine Äusserung nur stillschweigend zur Kenntnis
    genommen, weil ich im Beisein der Zentrumsleute meine ab-
    weichende Meinung nicht geltend machen wollte. Ich sehe mich
    aber jetzt gezwungen, Widerspruch anzumelden, nachdem ich von
    Menzel (Anm. Walter Menzel, Parteivorstandsmitglied der SPD und
    von 1946 bis 1950 Innenminister von NRW) zu der gleichen Frage
    ein Schreiben bekam. Dieser Widerspruch bezieht sich nicht nur auf
    die Grenzen der geplanten Landschaftsbezirke, sondern auch auf
    den Aufgabenkreis.
    Vorweg bemerkt: Ich sehe in dem neuen Staat ein uns aufge-
    zwungenes Gebilde, das ich nicht als entgültig hinzunehmen ge-
    willt bin. Es passt nicht zu dem staatlichen Neubau Deutsch-
    land, wie wir ihn wünschen. Können wir auch vorläufig nichts
    daran ändern, so sollten wir doch nichts tun, was uns später
    ein Hemmnis sein würde, wenn wir die Freiheit haen zur
    Gestaltung nach unseren Wünschen. Deshalb schon ist bei der
    Festlegung der Landschaftsbezirke die provinzielle Grenzziehung
    zu beachten. Ich bin auch dagegen, dass die einstige provinzielle
    Selbstverwaltung in den staatlichen Aufgabenbereich dieses neuen
    Staates übergeht. Das wäre selbst gegen das alte Preussen noch eine
    Steigerung der staatl. Verwaltungsbürokratie.
    Ich lehne aber auch den besonderen Landschaftsbezirk
    Ruhrgebiet ab. Von sturen Verwaltungs-Bürokraten ist zwar schon
    immer der Gedanke vertreten worden, das Ruhrgebiet zu einer
    kommunalen Verwaltungseinheit zusammenzufassen. Ich bin aber
    - Alles in Allem betrachtet - der Auffassung, dass es von Vorteil
    war, dass dieses Gebilde nicht geschaffen wurde. Was an gemein-
    samen Augaben vorlag, liess sich praktisch durch besondere
    Zweckverbände - wie Ruhrsiedlungsverband etc. - erledigen. Anderer-
    seits kann nicht übersehen werden, das z.B. Dortmund viel
    stärkere Beziehungen und Bindungen zu seinem lädlichen
    Hinterland hatte als wie zu Essen, Duisburg usw.
    Ich will mit mit diesen kurzen Bemerkungen zur
    Anmeldung meines Widerspruchs begnügen. Ich werde so schnell
    wie möglich auch die Auffassung der Partei im Bezirk feststellen.


    Besten Gruss


    Fr. Henßler "


    Fritz Henßler schrieb diesen Brief an Kurt Schumacher um seine Ablehnung der
    kurz bevorstehenden "britischen" Gründung "Nordrhein-Westfalens" darzustellen.
    Darin war u.a. geplant Teile des Rhein-Ruhr-Gebietes von Deutschland abzutrennen,
    oder zu internationalisieren. Am 17.7.1946 wurde der Beschluss der
    Kontrollkommission der britischen Militärregierung , die Provinzen
    "Nordrhein" und "Westfalen" zusammenzuführen, bekannt gegeben.


    Am 23.8.1946 erfolgte die Gründung "Nordrhein-Westfalens".


    Nur mal so am Rande falls es jemanden interessiert.


    Gruß


    FRank

  • Oha, wird ja ein richitger Bildungsthread hier :D


    P.S.: zur Sprache: Bei uns sprechen nur noch die Alten Plattdeutsch, die Jugend lernt es gar nicht mehr. Ich verstehe es, spreche es aber selber auch nicht mehr.  :(

    Suche alles zur 2. Marineinfanteriedivision und zur 5. FallschJgDiv

  • Nordrhein-Westfalen, gebürtig mittem im Kohlenpott (Oberhausen), jetz Nähe Neuss (Braunkohle-Tagebau). Vom einen Kohlenpott zum anderen ^^


    Liebe Grüsse


    Dagmar

    Die deutsche Sprache ist Freeware - nicht Open-Source. Man darf sie verwenden - aber nicht ändern!
    Wirklich reich ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann. Hans Kruppa

  • Hallo,


    Quote

    P.S.: zur Sprache: Bei uns sprechen nur noch die Alten Plattdeutsch, die Jugend lernt es gar nicht mehr. Ich verstehe es, spreche es aber selber auch nicht mehr


    so ist es bei mir auch! :(


    Gruß
    Tobias

    "Die Furcht trennt die, die folgen, von denen, welche selber führen."
    Kristian Eivind Espedal

  • MoinMoin
    Mein Statement dazu :D



    Das Mecklenburglied
    Wo die grünen Wiesen leuchten
    Wo die grünen Wiesen leuchten weit und breit /
    wo die Ähren wogen zu der Erntezeit /
    wo die Kiefernwälder stehn am Ostseestrand /
    da ist meine Heimat Mecklenburger Land /
    da ist meine Heimat Mecklenburger Land
    Wo das Bauernhaus auf weitem Felde steht /
    wo die Dorfkapelle treu die Stunde schlägt /
    wo des Försters Hütte steht am Waldesrand /
    da ist meine Heimat Mecklenburger Land /
    da ist meine Heimat Mecklenburger Land
    Wo der Bauer schafft den lieben langen Tag /
    wo der Förster in den dunklen Wäldern jagt /
    wo der Fischer fischt mit seiner starken Hand /
    da ist meine Heimat Mecklenburger Land /
    da ist meine Heimat Mecklenburger Land
    Dieser Heimatfriede ist so wunderschön /
    nirgends auf der Welt kann es was Schöneres geb`n /
    von den Kiefernwäldern bis zum Ostseestrand /
    da ist meine Heimat Mecklenburger Land /
    da ist meine Heimat Mecklenburger Land



    Mit schönen Grüßen aus dem Norden :D

  • Quote

    ... Sing mei Sachse sing.....


    Da bist du aber falsch hier !! Lieber Michael :rolleyes:


    Hier laufen solche Leute rum, die laut Arnold aus


    Nordrhein-Westfaken


    kommen !!


    Also, husch, husch in den Teil mit den "Sachsen" :D


    Grüße aus den sonnigen Unna


    FRank


    Hat eigentlich die Direktion und die Schreiber gemerkt, das sich seit der Umfrage immer mehr User zu ihren Standort bekennen ? Ich meine
    <== dort auf der linken Seite ....

  • Gemach, gemach...
    ich denke, wenn in beiden regionalen Umfragen jeweils 100 Antworten vorliegen, könnte man eine Bilanz ziehen. Wir wollem den Thüringeren doch noch eine Chance geben...
    Moin, moin,
    Arnold

  • Na Gut also nix mit Aufbau West *gröhl*


    Gruß Micha

    Suche alles zum IR 513 (294ID) bis August 1942