Suche Nach Daten

  • Hallo,


    ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen.
    Suche mehr Informationen über Feldwebel Paul Langanki geb. 17.11.1915 gefallen am 10.01.1944 in Rutschyi (Russland).
    Da mir keiner mehr Auskunft über meine Großvater mehr geben kann hoffe ich in diesen Forum hilfe zu bekommen. Weiß nur das er bei der Luftwaffe war. Voraussichtlich als Funker.
    Kann weder über die Einheit noch die Stationen von ihm was sagen.


    gruß
    Sven

  • Hallo Sven.


    Willkommen im Forum.


    In der Datenbank des VdK fand sich folgender Eintrag:


    Zum Gedenken


    I2366188
    Nachname: Langanki
    Vorname: Paul
    Dienstgrad: Feldwebel
    Geburtsdatum: 17.11.1915
    Geburtsort: Santoppen
    Todes-/Vermisstendatum: 10.01.1944
    Todes-/Vermisstenort: Rutschyi


    Paul Langanki ruht auf der Kriegsgräberstätte in Korpowo - Sammelfriedhof (Rußland) .
    Endgrablage: Block 19 - Unter den Unbekannten


    Nähere Informationen zu diesem Friedhof erhalten Sie hier. http://www.volksbund.de/kgs/stadt.asp?stadt=2007


    Bitte mal selbst nachschauen.


    Gruß


    Boris

    Suche alles über die 91. Luftlandedivision, Gren.Rgt.1057 u. 1058 sowie 344. Infanteriedivision ab Oktober 1944 Fest.Gren.Rgt 832, 854 u.855

  • Hallo Sven,


    Boris war jetzt schneller mit dem Einstellen der Daten des Volksbundes.
    Am besten Du rufst einmal beim Volksbund in Kassel an und fragst unter Bezugnahme der Vorgangsnummer I2366188 ob dem Volksbund weitere Daten vorliegen.
    Ansonsten bleibt Dir dann der Weg zur Deutschen Dienststelle Wehrmachtsauskunftsstelle http://www.dd-wast.de/ um Daten zu Deinem Großvater zu erhalten.


    Gruß


    Reinhard

  • Hallo Boris und Reinhard,


    danke für die schnelle Antwort.
    Zumindestens weiß ich schon mal mehr als vorher.
    vielleicht bekomme ich beim Deutschen Dienststelle Wehrmachtsauskunftsstelle den rest dann auch noch raus, wo er stationiert war und ein bischen von seinen Werdegang.


    Solltet ihr noch mehr über ihn erfahren, könnt ihr mich jederzeit kontaktieren, gilt auch für andere.


    Danke nochmals.


    Gruß


    Sven

  • Hallo,


    danke nochmals für die Angegebenen Daten zur gesuchten Person.


    Hat jemand zufällig noch andere Daten zu der Gesuchten Person oder vielleicht sogar Bilder mit alten Kameraden die mit der gesuchten Person Gedient haben.


    Habe den Vorschlag angenommen und einen Antrag bei der Deutschen Dienststelle Wehrmachtsauskunftsstelle gestellt.


    Soll aber ne weile dauern bis man eine Auskunft bekommt.


    Vielleicht weiß ja jemand hier noch etwas zu Paul Langanki.
    Jedes detail hilft mir bei der suche.


    Gruß
    Sven

  • Hallo Sven,


    Ich muss Deine Erwartungen etwas dämpfen.


    Die Chance, daß Du auf diesem Weg, Fotos Deines Großvaters oder seiner Kameraden findest ist sehr gering.


    Solange man nicht weiß, in welcher Einheit er war, kann man auch sehr schlecht recherchieren.


    Anbei ein Kartenausschnitt aus dem Gebiet in dem Dein Großvater wahrscheinlich starb.*


    Die Karte ist von Juni 43, aber der Frontverlauf änderte sich dort im nächsten halben Jahr kaum, sieh die Karte vom Ende Jan. 1944.


    Wenn man davon ausgeht, daß der Friedhof Kolpowo, in der Nähe (für russische Verhältnisse!) des Todesortes (den ich bisher nicht finden konnte) liegt, so war er zum Todeszeitpunkt südlich des Ilmensees bei der HG Nord.


    Daß er vlt. bei der Luftwaffe war, kann natürlich bedeuten, daß er auf einem Feindflug fiel.
    Oder aber er war bei einer Luftwaffen-Feld-Division im infanteristischen Einsatz. Auf der Karte kann man z.b. die 21. LW-Division erkennen.


    Also, es kommen so viele Einheiten in Frage, selbst wenn man den Ort findet und dort auf einer Karte eine Division eingezeichnet ist, bleiben immer noch viele kleine Einheiten (Nachrichten-Abteilungen, Werkstätten usw) das es immer mit großen Unsicherheiten verbunden bleiben würde.


    Von daher, musst Du Dich wohl oder übel bis zur WASt-Antwort gedulden, auch wenn es schwer fällt.
    Hast Du evtl. noch irgendwelche andere Dokumente: Briefe, Fotos etc., über die man evtl. weitere Infos eruieren kann?



    *Die kompletten Karten vom 19.6.43: http://www.gutenberg-e.org/esk01/maps/LageOst19Jun43a_lg.jpg


    und vom 31.1.44: http://www.gutenberg-e.org/esk01/maps/LageOst30Jan44a_lg.jpg


    Viele Grüße
    Steffen

    Files

    • HG Nord.jpg

      (164.44 kB, downloaded 216 times, last: )

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

  • Hallo Steffen,


    danke dir für das Kartenmaterial.
    Soviel wie bisher hatte ich noch nie in der Hand.
    Leider gibt es keine Unterlagen, Bilder , Ausweis, geschweige denn den Gefallenen Brief.
    Es war halt ne beschiessene Zeit, was nicht zerstört wurde ist auf der Flucht verloren gegangen.
    Meine Mutter ist in Liska - Schaaken bei Königsberg geboren und von da sind sie dann ins Westliche Havelland geflüchtet.
    Leider kann ich keinen mehr fragen, weil meine Oma und meine Mutter nichts wollten das ich nachforschungen mache so lange sie leben.
    Nun muss ich wohl oder übel warten.


    Dank dir für die mithilfe bei der suche der Vergangenheit.


    Gruß


    Sven

  • Hallo zusammen,

    Quote

    Original von Papa
    Hallo Sven,
    ....Wenn man davon ausgeht, daß der Friedhof Kolpowo, in der Nähe (für russische Verhältnisse!) des Todesortes (den ich bisher nicht finden konnte) liegt, so war er zum Todeszeitpunkt südlich des Ilmensees bei der HG Nord.


    Daß er vlt. bei der Luftwaffe war, kann natürlich bedeuten, daß er auf einem Feindflug fiel.
    Oder aber er war bei einer Luftwaffen-Feld-Division im infanteristischen Einsatz. Auf der Karte kann man z.b. die 21. LW-Division erkennen.
    .....


    ich tippe mal auf die 21.Luftwaffenfelddivision…


    es gibt ein Rutschji an der Redja, östlich von Belebelka. Um den/ab dem 04.02.1944
    erfolgte die Herauslösung der 21.Felddiv.(L) aus der HKL Rutschji (Norden)– Kamenka (Süden), 35 km Breite, durch die 15.Lett.SS-Div. Unterstellung des Straf-Bataillons der 21.Felddiv.(L) bei der SS-Div. (Stöber, Lett.Div., S.66) Wann die Division diesen Abschnitt bezogen hat, kann ich leider nicht sagen, auch die Chronik der Division von Georg Jagolski ist da leider nicht sehr ergiebig!
    Leider habe ich keine Detailinformationen zu den Kämpfen der 21.LwFD um den 10.1.1944.


    Chronik, S. 172/172: 28.Januar 1944 Kdr. I./Jäg.Rgt 42 Hauptmann Kunze, Bataillonsabschnitt vom Nordrand Meglez über den heiß umkämpften Brückenkopf Rutschji weiter nach Cholmy – Ustje bis Kriwawitzy Nordrand. Kdr. Jäg.Rgt 42 Oberst Findeisen, Adjutant Olt./ Hptm. Johannsmeyer.


    D.h. Rutschji war bereits v o r dem 28.1.44 „umkämpft“ … seit wann, ist leider nicht genannt.


    Am 01.01.1944 bestand das X.AK mit 30.ID, 8.JgDiv, 21.Felddiv.(L), bei AOK 16, HGr. Nord, HKL Ilmensee (Norden) – Cholm (Süden). Vielleicht sind ja bei den Divisionen 30 und 8 noch Informationen über den Zeitraum zu finden …. ?(


    Ich habe lediglich bisher (leider nur für später)  :(


    14.01.1944
    Nach Beginn der großen sowjetischen Winteroffensive an der gesamten Front der HGr.Nord durchbrachen russische Panzer- und Schützenverbände nach stundenlangem Trommelfeuer die deutsche HKL und drückten die Verteidiger über die Porussja zurück.
    Das JägRgt 42 (L) unter Oberst Findeisen stand im Schwerpunkt. 40 feindliche Panzer gingen gegen das I.Btl., Hauptmann Kunze vor, das um den sogenannten „Bärenkopf“ eingeschlossen wurde. Von den 250 Jägern konnten sich nur noch 100 Mann unter Führung von Oberleutnant Schreiber bis zur neuen Auffangstellung bei Simik durchschlagen.


    Genauso tapfer verteidigte sich u.a. auch die 4./JägRgt 41 (L) unter Hauptmann Sodeik in der Waldstellung von Minzewa. (Haupt,LwFD,S. 89)


    18.01.1944
    Nach viertägigem Kampf durchbrachen gegnerische Schützenverbände nach starkem Trommelfeuer erneut die Front bei Borock.
    An diesem Tag befahl das AOK 16 den Rückzug der Division auf die „Panther-Linie“ südlich Pleskau. Die Kampfgruppen kämpften sich unter schweren Verlusten zwischen Ostrow und Opotschka zurück, wo erneute Sicherungs- und Abwehrstellungen bezogen wurden. Hier blieb die Division bis Mitte Juli 1944. (Haupt,LwFD,S. 89)


    Tut mir leid, mehr ist nicht …  :(
    Vielleicht helfen ja diese Angaben mal weiter … ?(


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Danke


    dachte nicht so viel infos zu bekommen.
    Aber so kann man wenigstens ein stück des weges nachvollziehen wo was geschehen ist.
    Habe mich in der familie nochmals umgehört.
    Keien weiteren brauchbaren ergebnisse.
    Nur eine vermutung das er von einen Heckenschützen (lungenschuß) erschossen wurde. (Aussage ist nur eine Vermutung)
    Aber trotzdem danke für die Auskunft


    Gruß
    Sven

  • Hallo,


    zum oben genannten Hauptmann Sodeik ist zu ergänzen:


    Hauptmann Max Sodeik

    *08.03.1907

    RDA 01.01.1942 (489)

    12.12.1943: Versetzt aus Führer-Reserve Wehrkreis I in die 21. Luftwaffen-Feld-Division als Btl.Kdr. (Vorgang Nr. 9976/b)

    23.03.1945: Am 3.6.44 Selbstmord durch Erschiessen (Vorgang Nr. 6553)

    Quelle: NARA T78 R914-0374


    Gruß

    Jörg