Radarerprobung in Süditalien/Sizilien

  • Wer weiß etwas über Einheiten, die das "Amsterdamgerät" erprobten. Wo waren sie stationiert. Mein Großvater, Major Adolf Koch, hat später die I./KG200 übernommen. Heimat-Fliegerhorst war wohl Köthen, dort jedenfalls saß seine Familie.
    Er hat sich später in Süddeutschland den Amerikanern ergeben.
    War auch Angehöriger der Legion Condor in Spanien.


    Über jede Info dankbar,


    A.S.

  • Hallo Fliegerenkel,
    ich habe keine exakte Antwort, aber einen Lesevorschlag zur allgemeinen Info:
    P.W.Stahl, Geheimgeschwader 200, Motobuch Verl. Stgt.
    ISBN. 3-87943 -543-X
    Gruß Karl

  • Das Buch ist bekannt. Großvater hielt nichts davon: "...reißerisch...".


    Inzwischen habe in Unterlagen zu ihm erhalten. Dort ist angegeben:


    vorletzte Einheit:


    "Ln. Versuchsregiment" (möglicherw.: Luftnachrichten...?)
    "vom 1.6.43 - 1.4.44"
    "Dienstgrad: Major Abtg. Kommandeur"


    Jemand dazu irgendeine Idee??


    Danke,


    Axel

  • Hallo Zusammen,


    aus Deiner Überschrift entnehme ich das es um ein "Radargerät" geht. Da ich auch in einem anderen Forum aktiv bin und dort jede Menge Funkmeß- und Radarsüchtige ihr eigenes Forum im Forum betreiben, wüsste ich gern, was genau ein "Amsterdam" Gerät nun ist. Nur dann kann ich Deine Frage dort stellen und auf detailliertere Antworten hoffen. Bitte gib mir dazu ein paar erläuternde Antworten...


    Z.B. War das Gerät an Bord des Flugzeugs, oder war das eher eine Art Radarleitsystem vom Boden aus etc.. Danke für Deine Mühen im voraus.


    Gruß Taiko

  • Hallo Taiko,


    es geht natürlich um das Rotterdam-Gerät. Ein Radar, das in einem abschossenen allierten Flugzeug bei Rotterdam gefunden und später erprobt wurde.
    Großvater war in Italien, wohl Sizilien stationiert.


    Vielen Dank für Dein Bemühen,


    Gruß, Axel

  • Hallo Axel,


    Du solltest Dich an die Deutsche Gesellschaft für Ortung und Navigation wenden, die Unterlagen zur Erprobung des Rotterdam- bzw. H2S- Gerätes waren ihre ersten Publikationen in den 1950ern.



    http://www.dgon.de/




    Grüße


    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • ...Danke für die Info und ich suche mir hier ein wölfchen... :evil:


    Beste Grüße Taiko

  • Hallo miteinander,


    der Standort Köthen, mitsamt seinem Fliegerhorst, war Heimathafen der KGr. 100, des späteren KG 100.


    Enstanden war diese Einheit aus der/den Fliegerstaffeln der Luftnachrichten (Ln!) - Lehr- und Versuchsabteilung, bis 1937 in Halle ständig, dann Ln-Schul- und Versuchsabteilung. Ln-Schul- und Versuchs-Regiment am 1.11.1937 etaisiert.


    Aus der II. Flugfunker-Schul- und Versuchs-Abteilung ging die seit 26.08.1939 bestehende Luftnachrichtenabteilung 100 hervor. Sie bestand aus drei Staffeln und einer Kompanie mit den Aufgaben:
    1. Staffel (Versuchsstaffel) [später 7.Kp]
    2. Staffel (X-Verfahren) (aufgestellt bereits Jan. 1937) [später 8.Kp]
    3. Staffel (Y-Verfahren)
    6. Funkvers-Kp (Bodenkp. für X-Verfahren)


    Mit Bildung der LnAbt. 100 stand der Luftwaffenführung der erste "Pfadfinderverband" zur Verfügung. Vorerst diente er zur Erprobung von Funk- und Navigationsverfahren für die fliegenden Verbände. Dazu führten die Versuchsstaffeln "Nonstop"-Weitflüge nach Tripolis, Las Palmas und Debrecen durch. Die Funkbetriebsstelle für diese Flüge befand sich in Köthen. Von hier aus wurde ein Sender in der Funksendezentrale Leipzig-Schkeuditz bedient.


    Der Schwerpunkt des Dienstbetriebes der Ln-Schul- und Versuchs-Abteilung lag auf dem Gebiet der funknavigatorischen Versuche und Verfahrenserprobungen.
    Der Flugzeugbestand umfaßte bei Kriegsbeginn
    7. Kompanie 12 Ju 52/3meo, ab 7.10.39 He 111 H
    8. Kompanie 8 He 111 H



    Die Ln.Abt. 100 wird am 18.11.1939 in KGr. 100 umbenannt. Diese Einheit ist ab 15.12.1941 I. Gruppe KG 100 "Wiking". Stammhorst ist bis zum Kriegsende der Fl.h. Köthen, die Einsatzplätze sind in ganz Europa verteilt.


    [Q. Eigene Recherchen]



    Eine Verbindung mit dem KG 200 bestand mW nicht, erst offenbar mit der Kommandoübernahme durch Koch. Das hatte aber wohl auch nichts mit Köthen zu tun, denn die Erprobungen liefen ja nicht übers KG 200...


    Grüße
    Fred

    Halle/Saale: Heeres- und Luftnachrichtenschule // Siebel Flugzeugwerke