Herbstübung des Gruppenkommando 2 1936

  • Hallo,


    ich suche nach Informationen zum Großmanöver der Wehrmacht vom 21. bis zum 25. September 1936, dem größten Manöver seit dem ersten Weltkrieg.


    5 Divisionen (also fast die Stärke späteren Reforger-Manöver) übten damals in Ost- und Oberhesssen, Hilter unternahm zahlreiche Truppenbesuche.



    Wer hat Infos zu den beteiligten Einheiten, Übungsräumen, Ablauf usw.?




    Grüße


    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Danke Matthias,


    zum IX. AK gehörten 1936 die 9. Infanterie-Division, 15. Infanterie-Division und die 29. Infanterie-Division.


    Das wären schonmal drei der Einheit.




    Grüße


    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Thilo,


    hast du noch ein paar Info, woher du weisst das es 5 Divisionen waren .


    Ein hart umkämpftes Gebiet war:
    Zahlreiche Interessierte verfolgten von eigens ausgewiesenen Beobachtungsposten, wie dem Mosenberg bei Homberg, vom 16. bis 17. Sepzember 1936 Gefechtsübungen der in Rote und Blaue eingeteilten Truppen. Der Mosenberg selbst wurde hart "umkämpft".


    Grüße Matthias

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo,


    habe da noch etwas gefunden:


    Quote

    17.09.1936
    Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler besucht das V. und IX. Armeekorps bei ihren Übungen für das große Herbstmanöver im Raum Würzburg und Fritzlar/Fulda und überreicht ihnen die neuen Fahnen und Standarten.



    Quote

    21.09.1936
    In einem Gebiet, das durch den Spessart die Hohe Rhön, die obere Fulda und die Wetterau begrenzt wird, beginnt das bisher größte Manöver der deutschen Wehrmacht.


    http://www.chroniknet.de/daly_de.0.html?year=1936&month=9





    Quote

    Im September 1936 wurde das Vogelsberggebiet in ein großangelegtes Manöver der deutschen Wehrmacht einbezogen. Es handelte sich um die größte militärische Übung in Deutschland seit dem Ersten Weltkrieg. Daran waren die neu aufgestellten modernen Waffengattungen wie die Luftwaffe und die Panzertruppen beteiligt und erstmals in der breiten Öffentlichkeit zu sehen. Das Manöver lockte nicht nur Schaulustige aus nah und fern scharenweise an, sondern war, angesichts der Präsenz ausländischer Militärattaches, auch ein großes propagandistisches Spektakel. Während der Übungen verlief die angenommene "Kampflinie" zwischen der blauen und roten Partei in Richtung Grebenhain, Nieder-Moos, Freiensteinau und Steinau an der Straße. Heftig "umkämpft" war der Maienberg bei Crainfeld, der mehrmals von beiden Parteien "erobert " wurde. Besondere Aufmerksamkeit erregte ein großangelegter gestellter Panzerangriff zwischen Crainfeld und Ober-Moos, dem Dorf, das neun Jahre später durch einen diesmal nicht nachgestellten Beschuss von Panzern und Flugzeugen zerstört werden sollte. In Bermuthshain wie auch den benachbarten Orten waren zahlreiche Soldaten einquartiert, während sich der Manövergefechtsstand im Gasthaus "Zum Hessischen Hof" in Hartmannshain befand. Die Manövertätigkeiten waren jedoch nicht nur ein Schauspiel, sondern behinderten darüber hinaus für mehrere Wochen die einheimischen Bauern während der Kartoffelernte und zerstörten viele Feldwege und Äcker.


    Höhepunkt der Militärübungen in einem Gebiet, in dem schon vor 1933 die NSDAP überwältigende Wahlerfolge erzielen konnte, war jedoch der einwöchige Besuch des "Führers" Adolf Hitler. Begleitet wurde Hitler von führenden Persönlichkeiten des NS-Regimes und der Wehrmacht, nämlich Reichskriegsminister Werner von Blomberg, dem Minister für Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Hermann Göring, dem Oberbefehlshaber des Heeres Werner von Fritsch, dem Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Erich Raeder sowie dem "Stellvertreter des Führers" Rudolf Heß. Das Manöver fand nahezu im Anschluss an den Reichsparteitag der NSDAP in Nürnberg statt, den Hitler und die übrigen NS-"Größen" zuvor besucht hatten. Vom Bahnhof Hartmannshain fuhr der "Führersonderzug" in das Gelände der Muna. Von dort aus besichtigte Hitler jeden Morgen und Nachmittag mit seinem Wagen das Manövergelände und wurde dabei stets von einer jubelnden Menschenmenge begrüßt. Auch zahlreiche Bermuthshainer befanden sich unter den Zuschauern und konnten den "Führer" dabei aus nächster Nähe beobachten. Auf den Hitlerbesuch geht die noch heute gebräuchliche Bezeichnung "Hitlerfelsen" für eine große Felsformation auf dem Muna-Gelände zurück, von wo aus Hitler angeblich mit einem Fernrohr das Manöver beobachtet haben soll. In Wirklichkeit handelt es sich bei den betonierten Überresten auf dem Felsen um einen Gefechtsstand für ein Vierlings-MG zur Flugabwehr, wie auch sonst noch viele Legenden über die Muna im Umlauf waren bzw. noch sind.


    http://www.chronik-bermuthshain.de/kriege1.htm


    Quote

    hast du noch ein paar Info, woher du weisst das es 5 Divisionen waren .


    Das habe ich leider ohne nähere Quelle in meinen Aufzeichnungen.


    Das IR 16 kann ich belegen:


    Quote

    21.09.1936
    Erstes großes Wehrmachtsmanöver" in Hessen: Verleihung der Btl. Fahnen durch den Führer in Englis/Kassel Manöver in Vogelsberg


    http://www.historic.de/Militar…R16Geschichte/Chronik.htm


    Grüße


    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Thilo,


    ich habe bei den Unterlagen von meinem Vater eine Karte
    "Herbstübungen des V. Armeekorps 1936"


    kannst Du damit etwas anfangen ? Die Karte ist 105 x 83 cm
    ein Übersichtskarte ist integriert die habe ich mal kopiert. Die hat aber beim einscanen 3,5 MB, hab sie verkleinern müßen, ich hoffe Du erkennst noch was.


    Gruß
    Rainer

    Files

    Suche immer Infos zur Korps-Nachrichten-Abteilung 448

  • Hallo,


    am 18.Februar 1938 gab es noch ein grosses Wintermanöver der 9. Division.


    das Manöver fand im Gelände Gambach, Oberhörgen, Eberstadt, Dorf-Gill, Garbenteich einerseits und der Linie Muschenheim, Trais-Münzberg, Münzberg, Rockenberg, Oppertshofen statt.


    Truppen der Garnison Butzbach, Friedberg, Büdingen, Gießen, Wetzlar, Gelnhausen.


    Generalleutnant Oßwald (Gießen) war der Kommandeur.
    (falls Bilder und Berichte auftauchen auf das Daum achten)


    Grüße Matthias

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo Miteinander, Manöver fanden im gleichen Jahr auch im norddeutschen Raum statt. Wir Kinder standen am Straßenrand in Teterow/Mecklenburg, als der Füh..... mit seiner Wagenkolonne durch die Stadt fuhr, um seine Soldaten zu besichtigen. Die Erbsensuppe aus der Gulaschkanone schmeckte besonders gut. Die He 111 donnerten in niedriger Höhe über uns hinweg.


    Gruß an alle aus meiner Jugendzeit, pleni

  • Hallo und vielen Dank für Eure Antworten!



    anliegend ein paar Impressionen vom Herbstrmanöver der Reichswehr 1930 in Südthüringen/ Franken, die ich Euch nicht vorenthalten möchte.




    Grüße


    Thilo

  • Moin Thilo, hier die entspr. Infos zur


    "Große Herbstübung des Gruppenkommando 2" vom 21.9.1936 - 25.9.1936.
    Beteiligt : Gen. Kdo. V. AK mit 10., 15. ID = rote Partei
    Gen. Kdo. IX. AK mit 9. , 19. ID = blaue Partei.
    ferner Korpstruppen und Luftwaffe
    für Stäbe und einzelne Truppenteile waren 40 Postnummern zugeteilt. Postleitstelle war Fulda, Abholpostämter Schlüchtern, Schotten, Gelnhausen.
    Übungsraum : Großraum Fullda - Melsungen - Alsfeld


    Fortsetzung folgt (beteiligte Einheiten)


    Gruß Klaus

  • Danke Klaus!!!


    Woher stammen die Angaben?


    Ich habe folgendes dazu gefunden:


    M 635/2 Bü 633
    Bericht über die Große Herbstübung 1936 des Gruppenkommandos 2; mit Karten
    Berlin, 2. Feb. 1937; Berlin, Reichsdruckerei, 1937 Der Oberbefehlshaber des Heeres


    https://www2.landesarchiv-bw.d…73510&letztesLimit=suchen


    Grüße


    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Noch eine fernmeldemäßige Ergänzung zum Herbstmanöver des Gruppenkommandos 2 im Jahre 1936.


    Während die Nachrichtenabteilungen der teilnehmenden Korps und Divisionen - z.B. die Div.NaAbt. 6, 9 und 19 vom IX. AK (Blau), aber auch die des V. AK (Rot) - die Manöver-Führungsverbindungen ihrer Verbände „kriegsmäßig“ herstellten und betrieben, gab es noch eine neutrale Nachrichtenformation, die aus drei, nicht beteiligten Nachrichtenabteilungen zu einem Übungs-Nachrichtenregiment zusammengestellt worden war. Dieses baute und betrieb die Nachrichtenverbindungen zwischen dem angenommenen Armeeoberkommando und den am Manöver teilnehmenden Korpsstäben. Vor und während des Manövers wurden 480 km Blankdraht-Doppelleitungen, 180 km Feldfernkabelleitungen und 80 km Feldkabelleitungen gebaut. Die ebenfalls am Manöver beteiligte Deutsche Reichspost stellte fast 2.000 Leitungskilometer aus dem öffentlichen Netz für die Übungstruppen und den Schiedsrichterstab bereit.
    Mittelpunkt des weitverzeigten Nachrichtenverbindungsnetzes war Schlüchtern, wo die Nachrichtentruppe im engen Zusammenwirken mit Spezialisten der Deutschen Reichspost eine Stabs- und eine Fernvermittlung für den Armeestab (Übungsleitung) entfaltete und betrieb. Auf der Stabsvermittlung (5 Arbeitsplätze) waren 97 Teilnehmeranschlüsse aufgeschaltet, davon allein 28 für die Operationsabteilung, die als eigentliche Übungsleitung fungierte. Bestandteil der Fernvermittlung im Postamt Schlüchtern war eine Schaltstelle, über die der Zugang zum Fernkabelnetz der Deutschen Reichspost gesichert war. Außer den beiden genannten Vermittlungen hatte auch die Luftwaffe eine Vermittlung in Schlüchtern, auf der alle Nachrichtenverbindungen der beteiligten Luftwaffenformationen aufliefen.
    Für die Nachrichtentruppe des Heeres war das Manöver eine wichtige Vorbereitung für das, im Folgejahr durchgeführte erste kombinierte Wehrmachtmanöver, das als „Mussolini-Manöver 1937“in die Literatur einging.
    Die vorstehenden Angaben ergaben sich aus der Auswertung verschiedener Akten des damaligen Reichspostministeriums.


    Hans Georg.

  • Hallo Thilo,
    hier Literatur :
    Böhm, Klaus : Übungspostnummern der deutschen Wehrmacht 1936 - 1939


    Mit Gruß Klaus

  • Hallo Matthias, das Thema ist "Übung 1936" -, andere Übungen gab es in allen Jahren, danach ist aber nicht gefragt worden. Das müßte insgesamt ein neues umfassendes Thema werden.., Ende wäre dann der 31.8.1939 > Ende der "Übung" = Aufmarsch..
    Netter Gruß Klaus

  • Hallo Klaus,


    danke für deinen Hinweis, wollte nur ausschliessen, das bei der Suche zum Thema Vewechselungen auftreten.


    Grüße Matthias

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo Miteinander,


    habe noch zwei Bilder gefunden.
    Quelle:Kavallerie der wehrmacht von K.Ch.Richter Verlag Dörfler


    Grüße Matthias

    Files

    Grüße und bleib(t) Gesund - Matthias

  • Hallo,


    habe noch ein paar Karten entdeckt.


    1. Ausgangslage Rot 20.9.36 abends


    2. Detail


    3. Lage Blau und Rot 22.9.36 abends und Absichten für die folgenden Tage.


    4. Detail.


    5. Ausbau der Stellung des roten V.A.K. bei Birstein


    6-7 Detail


    8. Einsatz des roten Panzerregiments 4 am 22.9.36


    9-10 Detaili


    Foto: Hans von Seeckt und Hitler während der Manövers in Illnhausen.



    Grüße


    Thilo

  • Hallo Thilo,

    interessanter Hinweis.

    Nimmt da jemand aus dem Forum teil?

    bis dann
    gruss Det


    Bitte Alles zur Vorbereitung und Durchführung des Sudeteneinsatzes 1938…...........