Email-Rundbriefe - BCC: Datenschutz und Schutz der Privatsphäre

  • ... habe gerade wieder einmal eine Email bekommen, in der mir und ca. 30 weiteren Empfängern
    quasi per offenem "Rundschreiben" Informationen übermittelt werden.


    Da frage ich mich doch - wenn wir schon dauernd über Sicherheit auf verschiedenen Ebenen
    nachdenken -, warum bei einer so persönlichen Angelegenheit wie der eigenen Email-Adresse
    so lax damit umgegangen wird.


    Wie wäre es, wenn jeder sich einmal etwas näher mit den verschiedenen Möglichkeiten,
    Emails an mehrere Adressaten zu verschicken, näher beschäftigt.


    Klar, ist es am einfachsten, alle Empfänger hintereinander weg aufzulisten.
    Daß es da noch weitere Möglichkeiten, nämlich Verschicken per CC und per BCC, gibt,
    scheint den meisten Schreibern noch nicht aufgefallen zu sein.


    Also bitte mal schlau machen zu diesem Thema =) .


    Grüße von einer,
    die keine Lust hat, wegen Desinteresse, Faulheit oder Unkenntnis
    in hunderten von Listen aufzutauchen,
    Kordula

  • Guten Tag,


    ergänzend hier eine empfehlenswerte Seite: klick;
    untenstehend eine Übersicht über das, was dort
    einfach und gut nachvollziehbar erklärt ist.


    Gruß, Kordula


      Matthias Opatz
      Das Geheimnis der »blinden Durchschläge«
      Datenschutz beginnt nicht erst beim E-Mail-Empfang, sondern schon beim Versand


      ° Wie man beim E-Mail-Versand zum Schutz der Privatsphäre und zur Vorbeugung
      gegen SPAM und E-Mail-Viren beitragen kann
      ° Warum drei verschiedene Adressfelder?
      ° Empfehlungen zum Umgang mit Streu-E-Mail
      ° Links Umgang mit E-Mail | Links E-Mail-Programme
      ° Beispiel: Bcc mit AOL
      ° Beispiel: Bcc mit OE5

  • Guten Tag,


    Microsoft gibt auf einer Seite - hier - ebenfalls eine Anleitung, wie das in Outlook
    standardmäßig verborgene BCC-Feld
    sichtbar und einsetzbar gemacht wird;
    draus ist unten zitiert.


    Ja - wir sind alle selbst verantwortlich für das, was wir tun und nicht tun;
    jedoch wäre es überaus wünschenswert, wenn auch Microsoft sein von
    so vielen Usern genutztes Programm entsprechend überarbeiten würde.


    Grüße, Kordula


      Sorgen Sie für Datenschutz beim E-Mail-Versand
      So bleiben die Empfänger von E-Mails geheim


      Nicht immer ist es wünschenswert, manchmal auch verboten, dass die Empfänger
      einer E-Mail sehen können, an wen die Nachricht zusätzlich gesendet wurde.
      Insbesondere beim Versenden von E-Mail-Newslettern müssen Sie aufpassen.
      Die Adresse, die Ihnen ein Kunde für Ihren Newsletter gegeben hat, dürfen Sie
      ohne ausdrückliche Erlaubnis nicht an Dritte weitergeben.
      Doch das muss kein Problem sein – es gibt eine ganz einfache Lösung:
      die Blind-Carbon-Copy, die „nicht sichtbare Durchschrift“, abgekürzt BCC.
      ...
      Selbstverständlich können Sie alle drei Adressfelder auch in Outlook nutzen.
      In den Standardeinstellungen von Outlook ist das BCC-Adressfeld jedoch
      ausgeblendet. So machen Sie es sichtbar: ...

  • Hallo, Kordula,


    Du sprichst mir aus der Seele.
    Habe selbst gerade einen Datenmissbrauch durch eine Ärztin erlebt. Hat sie doch an ihre Patienten
    Rundmails verschickt und die Namen und E-Mail-Adressen (von Patienten) für alle sichtbar einge-
    fügt. Anstatt sich für ihren Fehler zu entschuldigen, hat sie mich hinausgeworfen, als ich sie auf
    Schweigepflicht usw. ansprach. Es lebe die Diktatur!


    Und ein Mitglied dieses Forums hat kürzlich ebenfalls per Rundmail mitgeteilt, dass die alte Mail-
    Adresse nicht mehr gültig ist. (Ich kenne seitdem von einigen Mitgliedern die geheime E-Mail-Adresse -
    sie aber auch von mir!


    Aber dieses Mitglied war darüber sehr zerknirscht und hatte die Stärke, sich für den Fehler zu
    entschuldigen. (Daumen nach oben!)


    Und um dem Ganzen das I-Tüpfelchen aufzusetzen habe ich letzte Woche aus Mexiko eine Mail
    bekommen, die schon durch 27 andere "Hände" gegangen ist und auch alle E-Mailadressen offen
    anzeigt. Und das war keine Spam-Mail, sondern mexikanische Freunde haben unbedarft gehandelt.


    So ist es! Leider ist ein vollständiger Schutz vor offener Weitergabe der E-Mail-Adresse nicht möglich.
    Durch diese Erfahrungen "klug" geworden, gehe ich selbst seither viel achtsamer mit E-Mail-Adressen
    um und habe in meinem privaten Umfeld auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, bei Rundmails die
    Adressen über BCC einzufügen.


    Es grüßt die Margarete

    Files

    • BCC.jpg

      (164.36 kB, downloaded 382 times, last: )
  • Hallo,
    da ich selber in einer großen Firma arbeite und das Problem kenne, mal eine kleine Anmerkung. Auch wenn wir uns hier im Internet mehr oder weniger in der Anonymität verschanzen muss man sich bewusst werden das ein ausspähen auch ohne das offenlegen von e-Mail Adressen möglich ist. Entweder man verzichtet auf das Internet oder man ist sich dieser Tatsache bewusst.


    Sehe das hier mal als Dorf. Auch wenn jeder in einem Haus wohnt wird immer mal wieder etwas über seine Identität offen gelegt. Zählt man dann 1 und 1 zusammen hat man irgendwann die Person.
    Dazu muss es nicht erst zu solchen Pannen wie bei einem großen Kaufhaus kommen.
    Google stellt ja schon das nächste Datenproblem..........



    Gruß
    Jörg

  • Guten Morgen Margarete, Jörg und Mitleser,


    hatte mich schon ein wenig gewundert, daß das Thema zwar gelesen wird,
    jedoch niemandem etwas Schreibenswertes dazu einfiel =) .


    Danke, Margarete, für das von Dir geschilderte, besonders unerfreuliche Beispiel
    von Unachtsamkeit im Umgang mit schutzwürdigen persönlichen Daten.
    Die Reaktion des Rauswurfs statt einer Entschuldigung erinnert mich an Sparta:
    der Überbringer einer schlechten Nachricht wird hingerichtet ... 8o .


    Klar ist, wie Du, Jörg, sagst, daß wir immer und überall Spuren hinterlassen;
    allerdings läßt sich das schon ein wenig eingrenzen - so sind die Hinweise gedacht.



    Habe mich auf den Seiten der Datenschützer ein wenig umgesehen.
    Hier etwas zu Google und Datenschutz: klick;
    hier die "10 Gebote zum Datenschutz und zur Datensicherheit": klack;
    von den Seiten des Berliner Datenschutzbeauftragten etwas zum anonymen Surfen: Übersicht
    und weiteres wie Check des eigenen PC und i.b. zu Paßwörtern: Ratgeber.


    Grüße, Kordula

  • Guten Tag,


    (1) das neuste von Googles Daten-Sammel-Wut:


    Will meine Emails abrufen, komme jedoch nicht in mein Email-Konto.
    Stattdessen erscheint eine Google-Seite, in der ich aufgefordert werde,
    ergänzende Angaben zu machen, falls ich mein Paßwort vergessen sollte.


    An exponierter Stelle erscheint ein Feld, in dem für die Sicherheitsabfrage
    die Handy-Nr. eingegeben werden kann. Reflexartig hätte ich doch fast ...,
    weil das so nett angeboten wurde und so simpel ist :D .


    Und auf einfache Weise von dieser Seite in meinen Account zu wechseln,
    war nicht möglich - nur durch längere Trickserei über einen zweiten Browser.


    Erinnert mich sehr an Microsoft :evil: .



    (2) Hier ein etwas älterer Artikel im österr. Standard, darin wird auf: http://pleaserobme.com/ -
    verwiesen; für alle, deren Englisch nicht so gut ist, der Link nach Österr.


    Grüße, Kordula


      PleaseRobMe.com: Einbrecher-Hilfe zur Aufklärung
      18. Februar 2010, 12:16


      Website macht auf Gefahren im Social Web aufmerksam


      Die Website PleaseRobMe erzählt der gesamten Onlinewelt, wer gerade nicht zuhause ist.
      Die Plattform, die auf den ersten Blick eine Hilfestellung für Einbrecher bietet, will eigentlich
      vor den Gefahren des Social Web und dem freizügigen Umgang mit persönlichen Informationen
      warnen. Auf der Website werden Geo-Postings, die über Twitter von Leuten versendet werden,
      gesammelt und ein laufend aktualisierter Stream zeigt, wer seine Wohnung gerade leer zurück
      gelassen hat.


      alles lesen ...

  • Hallo,


    nettes Beispiel:


    Habe gerade im "CC" einer Email neben anderen die private Emailadresse unseres Landrats gelesen.


    Ich bekomme dienstlich oft derartige Rundmails, gebe aber obwohl ich von zuhause aus nicht auf das Intranet zugreifen kann immer meine dienstliche Emaiiadresse raus.



    Grüße


    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hi allseits,


    ziehe das hier mal wieder nach oben;
    hat sich ja alles noch verbessert - dank Facebook & Co.


    Da schütten viele unbedarfte/unbedachte Nutzer auf
    den freundlichen Hinweis der Betreiber hin einfach so
    den gesamten Inhalt ihres Adreßbuches denen in den
    "Rachen" und - juchhee - schon sind wir alle mit dabei.


    Wer einmal an Facebook u.a. klebt, bekommt, wenn
    er nicht alles rigoros abklemmt, immer wieder Post.


    Wie haltet Ihr das denn?


    Grüße von einer Rundbrief-Social Network-Twitter-
    Online-Petitionen usw. usf. ziemlich abge"turnten"
    Kordula

  • Hallo Kordula,


    Quote

    Wie haltet Ihr das denn?


    was "Facebook" betrifft:


    Zwar angemeldet, allerdings:


    - Keinerlei öffentliche Postings, Kommunikation nur über private Mitteilungen (einzige
    Ausnahme: Für Geburtstagsglückwünsche bedanken)


    - Kein Versenden von Freundschaftsanfragen und die Annahme einer solchen nur
    wenn ich die Leute persönlich kenne


    - Keine Annahme von Einladungen von Spielen, "Mein Kalender", Gruppeneinladungen
    und ähnlichem


    - Kein Einstellen von Bildern jeglicher Art, mit Ausnahme meines Profilbildes


    War nie ein Freund von "Facebook", habe mich dann allerdings doch von der Masse
    breit schlagen lassen und mich dort angemeldet. Ich halte die genannten pers.
    Prämissen bei der "Facebook"-Benutzung allerdings streng ein und so kann ich dann
    damit leben.


    Gruß
    Tobias

    "Die Furcht trennt die, die folgen, von denen, welche selber führen."
    Kristian Eivind Espedal

    Edited 3 times, last by Tobias Giebel ().

  • Hi Tobias,


    danke - da gibst Du ja eine gute "Anweisung", wie man das machen kann,
    dabeizubleiben, ohne versehentlich irgendwie/-wo "aufgegriffen" und dann
    weitläufig "verteilt" zu werden.


    Gestehe, daß ich selbst in reduzierter Weise ebenso noch dabei bin;
    wollte ich doch oben eher nicht zugeben :D .


    Grüße, Kordula

  • Hallo Leute
    Nun ich empfehle für weniger wichtigen Seiten eine mailadresse zu nehmen und wenn diese überspamt wird einfach löschen.
    Leider habe ich es als das Internet bekommen hatte noch nicht richtig getan und ist nun meine mailadrese zu einer "öffentlichen " geworden. Werde diese nicht löschen aber für wichtigere Aktionen (Ebay, Egun, Paypal) eine neue aufgemacht und sie wird nicht weitergegeben.


    LG Gerhard

    Grüße Gerhard

    Edited once, last by GerhardJ65 ().