Varianten der Sturmhaubitze 42

  • Hallo. :-)


    Ich habe dieser Tage im Netz ein wenig nach Informationen zur Sturmhaubitze 42 gesucht und bin auf diverse Seiten von Modellbauern gestoßen, wo immer wieder von der StuH42 in der Ausf. F oder G die Rede ist.
    Nun habe ich im Lexikon der Wehrmacht nachgeschlagen und auch sonst ein wenig weiter gegoogled ohne so richtig fündig zu werden.
    Darum die Frage, kann mir jemand sagen (und tut es freundlicher Weise auch ;-) ) welche Ausführungen der StuH. 42 existierten, wo die Unterschiede lagen und in welchen Stückzahlen (und evtl. in welchen Zeiträumen) die einzelnen Ausführungen produziert wurden?
    Für jede Hilfe besten Dank im vorraus. :-)


    MfG
    Christian

  • Schau mal da... hier finde ich meistens gute Anhaltspunkte ;)


    http://www.whq-forum.de/cms/417.0.html


    Glaub du musst dich da einfach mal genauer mit dem StuG III befassen, da hier anscheinend nur die 10.5 cm Kanone den Unterschied macht.


    Aber vielleicht hat jemand noch fundiertere Infos :)

    Mit recht freundlichen Grüssen,
    History


    Wir wissen unser Glück in Frieden zu leben gar nicht zu schätzen...

  • Hallo Christian,


    folgende Angaben entnahm ich dem Spielberger: Sturmgeschütze, Stuttgart 1994 - Buch:


    - im Oktober 1942 wurde die Versuchsserie der StuH vom HWA abgenommen; die baute auf instandgesetzten früheren StuG-III-Ausführungen (nicht F/8) auf


    - ab Feburar 1943 begann die Serienfertigung bei Alkett (dem einzigen Hersteller der StuH) auf StuG III-G-Fahrgestellen


    - erst nach Abnahme des Fahrgestells wurde entschieden ob daraus ein StuG oder eine StuH entsteht, daher sind die Änderungen und Modifikationen der "normalen" StuG-IIIG-Baureihe auch in die StuH-Fertigung wiederzufinden (z.b Saukopfblende)


    - ab Sept. 1944 entfiel lt. Verordnung die Mündungsbremse bei neugefertigten StuH


    Anbei noch die Fertigungszahlen.


    Viele Grüße
    Steffen

  • Hallo Christian,


    Bitte.


    Zu Spielberger (der 2005 verstarb) und seiner Literatur findet man im Netz etliche Infos.


    Und (natürlich) auch hier im Forum ;):


    http://forum-der-wehrmacht.de/…=5743&hilight=spielberger


    Alexander (Rote-Kapelle) hat es dort im letzten Beitrag schön zusammengefasst.


    Viele Grüße
    Steffen

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

  • Hallo zusammen,


    Möchte nun wirklich nicht nörgeln, aber der gute alte Spielberger ist mittlerweile überholt! Auch wenn ich das ungern sage: Die Produktionszahlen/ Abnahmezahlen aus dem Spielberger Bd. 13 sind mangelhaft!


    Belegt sind z.B. 17 Stk. StuH 42 Ausf F. Diese Zahlen stammen aus den originalen Abnahmedokumenten des HWA.
    Auch der Zusatz aus Instandsetzung im Spielberger ist Irreführend!
    Gemeinhin würde man nun Annehmen das diese StuH Ausf F aus Reparaturgeschützen ( StuG die von der Front zur Inst. ins Werk zurückgeführt wurden ) aufgebaut worden sind. Dem ist nicht so.
    Sie wurde allesamt auf aktuellen Fahrgestellen der Ausf E ( die Ausf F war nichts anderes als eine Ausf E mit langer Kanone ) aufgebaut.


    Vom HWA abgenommen wurden insgesamt 1290 StuH 42. 17 Davon waren StuH 42 Ausf F.


    Als Literatur empfehle ich folgende Bücher die die StuG III und ihre Abarten so umfangreich abhandeln wie es noch nie zuvor gemacht wurde:


    Verlag History Facts


    >Sturmgeschütz III . Rückgrat der Infanterie< Band 1
    ISBN: 978-3-9522968-2-0


    >Sturmgeschütz III . Rückgrat der Infanterie< Band 2
    ISBN: 978-3-9522968-3-7


    Auf der Website des Verlages sind Leseproben geschaltet so das man sich vorher ein Bild der Bücher machen kann.


    Gruss
    Wolfgang

    Erschienen bei Historyfacts
    StuG III, Band 2 Erscheinungsbild

  • Hallo Wolfgang,


    Ist doch keine Nörgelei, sondern eine völlig richtige Korrektur bzw. Ergänzung.


    Wäre ja schlimm, wenn ich behaupten würde, meine (zudem einzige) Literatur ist die unumstößliche Wahrheit.


    Daher: Danke Dir und weiter so. :)


    Viele Grüße
    Steffen

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

  • Hallo,


    Gesprochen wird hier von dem Sturmgeschütz III, bzw. Sturmhaubitze 42.


    Meine Frage, hat es auf Fahrgestell PzKfw.IV, also als Sturmgeschütz IV auch die 10,5 cm Variante gegeben ?


    MfG,

    Hans

  • Hallo Gregor,


    Wahrscheinlich meinst Du das 10,5cm le.FH 18/1 (Sf) auf Geschützwagen IVb.

    Der Geschützwagen IVb war ein verkurztes Pzkfw.IV Fahrgestell mit 6 (statt 8 ) Laufrollen.


    Möglich wäre auch das 10,5cm le.FH 18/1 (Sf) auf Waffenträger IVb. (mit 8 Laufrollen), der sogenannte "Heuschrecke".


    Diese Fahrzeuge meine ich aber nicht.

    Es geht mich um das Sturmgeschütz IV, welches durch die Gruson-Werke hergestellt wurde.

    Es hatte eine 7,5cm Sturmkanone 40 L48, aber gab es -wie bei dem StuG III- auch eine 10,5cm Variante ? (Prototyp ?)


    Man könnte quasi dieselbe Frage stellen für den Jagdpanzer IV (Vomag oder Alkett)

    Gab es für dieses Fahrzeug eine 10,5cm Variante ? (Prototyp ?)


    Mit freundlichem Gruß,

    Hans

  • Hallo Hans,


    Spielbergers hervorragende Bände über den Pzkpfw. IV und seine Abarten und über Sturmgeschütze geben keinen Hinweis auf die Existenz einer Sturmhaubitze auf Fgst. Pz. IV. Die Konstruktion 'Sturmgeschütz auf Pz. IV' war eine reine Notlösung, um den Gesamtausstoß zu erhöhen.


    Bei den Jagdpanzern / Panzern IV/70 ist der Fall noch einfacher: warum sollte man einen Jagdpanzer mit einer Haubitze ausgestattet haben? Bei der Sturmartillerie gab das Sinn, war sie doch ursprünglich überwiegend zur Infanterieunterstützung vorgesehen. Da die StuG aus der Not heraus aber vorwiegend zur Panzerabwehr herangezogen wurden, fehlte der Infanterie wiederum eine bewegliche, gepanzerte Feuerunterstützung. Diesem Missstand sollte die Einführung der StuH abhelfen. Wurden übrigens Panzer- oder Panzerjägereinheiten mit StuG ausgestattet, waren das immer 7,5 cm StuK, nie 10,5 cm StuH. Letztere waren nur den Sturmgeschützabteilungen (etc.) vorbehalten.


    Gruß, Thomas!

    "Lirum-larum Löffelstiel, wer nichts sagt, der weiß nicht viel - larum-lirum Gabelstiel, wer nichts weiß, muss schweigen viel!"

  • Hi

    Also Max und Moritz

    Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)