SS-Div. Wiking, z.b.V

  • Hallo und guten Abend,


    ich treffe nächste Woche den Vater eines Freundes, der bei der SS Division "Wiking" war.
    Er war im Einsatz auf dem Balkan, nicht in Russland. Gefangenschaft erfolgte dann in Österreich. Genaueres werde ich dann nächste Woche erfahren. Ich wüsste nur zu gern schon mal etwas über seine Einheit. Er sagte, vielleicht ist es auch nicht die komplette Angabe, seine Einheit nannte sich z.b.V., zur besonderen Verwendung. Er erzählte im kurzen Vorgespräch, dass sie zum Beispiel einmal versucht haben, mit ju 52 auf einem Feld abgesetzt, General Tito zu fangen. Tito ist wohl mit einem Fiseler Storch entwischt. Er sagte noch, dass die Russen diesen Verband nach der Gefangennahme überstellt haben wollten. Ich wüsste nun gerne, ob Ihr mit dieser vagen Bezeichnung "z.b.V. Wiking" schon mal was anfangen könnt ? Ich wär gern etwas vorinformiert. Falls klar ist, was da gemeint ist (genaueres, wie gesagt, vielleicht dann später) und jemand konkrete Fragen an den Mann hat, vielleicht Orte oder eher noch Namen, kann sich gerne bei mir melden. Werde sie ihm gerne stellen. Danke schon mal vorab und ---- ich bin gespannt.
    Stoffel

  • Hallo Stoffel,


    Eine SS-Div "Wiking" z.b.V gab es nicht.


    Wenn Du hier im Forum mittels Suchbegriff "Tito" suchst, findest Du etliche Daten zu den Unternehmen, die zur Festnahme Titos führen sollten.


    Zb. hier: Ostlegionen bei der Jagd auf Tito in Jugoslawien
    Dort z.b. auch dieser Link, wo Du einen Aufsatz zum Unternehmen "Rösselsprung" finden kannst.


    http://www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/1970_4.pdf (ca. 10MB!!)


    Dein Hinweis mit dem Flugzeug könnte evtl. auf die SS-Fallschirmjäger hindeuten.


    Hilfreich bei der genaueren Identifizierung der Einheit könnten Kommandeursnamen sein, die Du vielleicht bei dem Bekannten erfragen kannst.
    Da er ja scheinbar auskunftbereit ist, frage ihn doch, ob er nicht einen WASt-Antrag stellen möchte. Auf Grund seines Alters ist sicherlich eine schnellere Bearbeitung möglich.
    Vielleicht hat er ja auch noch Briefe mit Fp-Nummern, mit denen sich dann Einheiten aufschlüsseln lassen.


    Viele Grüße
    Steffen


    Link auf neue Software korrigiert + "geblaut"; kkn

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

  • Danke schonmal für die Beteiligung. Er erzählte mir von dem Mantel von Tito, den er leigenlassen musste. Dieser Mantel taucht ja hier tatsächlich, auch als Foto, auf. Dank der Infos werde ich ihn jetzt gezielter fragen. Vielleicht war er ja im ss fschjgbtl 500 oder gar bei den Brandenburgern. Er war danach in Ungarn. Mal sehen, ich werde versuchen dataillierteres herauszubekommen. Melde mich dann zurück.
    Stoffel

  • Hallo,
    ich hatte ja vor kurzem ein Thema eingestellt zu einem Waffen-SS Mann, der mir sagte, er war in einer Einheit Wiking zbV. Nun war ich heute bei diesem Herrn, der noch glasklar und starkgebaut einen Vormittag mit mir auf seinem Balkon verbracht hat. Er war nicht dabei bei der Aktion Rösselsprung, war also weder Brandenburger noch SS Fallschirmjäger beim Bat.500. Er kann sich leider bei Einheiten und Personennamen nicht wirklich erinnern. Vielleicht gelingt es aber einigen von Euch, mir anhand diverser Fakten, beim finden seines Regiments zu helfen. Er ist vom Jahrgang Oktober 1927. Kam im Frühjahr 44 nach Rendsburg zur Ausbildung ( er meint: Gren.Ers.Bat.333 ). Eines Tages erschienen Männer der Waffen SS und suchten sich bestimmte Typen aus. Er war dabei und kam zur weiteren Ausbildung an vielen Waffen (u.a. Scharfschütze) nach Neumünster. Von da ging es eines Tages ohne Ankündigung nach Wien (wo er einen Angriff auf Wien mitbekommen hat (Bomber ??)).
    Er war wohl tatsächlich bei einem Regiment der Division Wiking. Dann meint er ging der Weg über Ljubliana Richtung adriatisches Meer, Skopje.
    Er erzählte von diversen Nahkämpfen und Gefechten gegen Partisanen, auch von einer Aktion mit dem Versuch, Tito zu schnappen. Tito sagte man, sei kurz vorher mit einem Fieseler Storch abgehauen. Einmal sind sie mit einem Spähtrupp von 12 Mann ins Partisanengebiet und sind in einen Hinterhalt geraten. Der Truppführer wurde sofort erschossen. Die anderen haben sich gegen eine Übermacht ergeben. Sie mussten sich, mit einwandfreiem Deutsch befohlen, in einer Reihe aufstellen. Man hörte die Gewehre klicken, aber es passierte nichts. Alle hatten Todesangst. Der Kommisar sagte, sie sollen ihre Gefütterten Tarnanzüge ausziehen bis auf die Unterwäsche und, er weiss bis heute nicht wieso, hatten sie 10 Minuten um verschwunden zu sein. Er hat auch persönlich Greuel der Partisanen gesehen, u.a. zwei Kameraden, die mit abgeschnittenen Penis im Mund an eine Scheunentür genagelt waren. Er sagte aber auch, er habe grausames von deutschen Soldaten gesehen. Es gab wohl einmal eine Anweisung von "Oben", da musste er und Kameraden Flugblätter verteilen, auf denen die Bevölkerung aufgefordert wurde (ich hoffe, ich erinnere mich jetzt genau), sich zu melden, um aus dem Kampfgebiet evakuiert zu werden. Etwa 600 Leute haben sich wohl gemeldet und sind kurz Darauf incl. Kinder erschossen worden. Jedenfalls sind sie gegen Kriegsende wohl auf griechischem Gebiet gewesen oder an der Grenze und waren auf dem Weg zurück, als sie hörten, dass Deutschland kapituliert hat. Sie sind dann wohl Tag und Nacht durchmaschiert und hatten ziemlich genau am 19. Mai !!!! ein Treffen mit einem Partisanenführer, als sie durch ein Tal wollten. Der Partisanenführer hatte bei Niederlegen der Waffen freien Marsch nach Österreich versprochen. Der Kommandeur hat sich mit seinen Männern hingesetzt und man hat beraten, dem Braten nicht zu trauen und sie sind weitergezogen und hatten an diesem 19. Mai 1945 ihr letztes Gefecht mit 42 Toten Kameraden. Dieses letzte Gefecht übrigens hatte seine Mutter damals im Radio in den Nachrichten gehört, nicht wissend, dass ihr Sohn da drinsteckte. Die Truppe ist dann über einen sog. Leubel-Pass, über eine Brücke, die über die Drau führt weiter Richtung Klagenfurt gezogen (bei dieser Brücke hatten verfolgende Partisanen noch versucht sie mit Schlauchbooten, die mit einer Art Kontaktzündern und Sprengstoff versehen waren, durch berühren der Brückenpfeiler, die Brücke zu sprengen). Sie waren zum Schluss im Lager St. Veit a.d. Glahn Gefangene. Sie durften von den Engländern und/oder Amerikanern erlaubt, 10% ihrer Waffen zur Verteidigung gegen etwaige Partisanenangriffe behalten.
    Als letztes noch vielleicht der wichtigste Hinweis auf seine Einheit. Sein Zugführer war wohl der Ritterkreuzträger Unterscharführer Paul Kubik oder so, aus Ratibor.
    Sorry, wenn ich hier ewige Romane schreibe, aber ich denke, eventuell ist eine für mich völlige Banalität für Euch ein Hinweis. Also "letzte kämpfende Einheit 19.Mai" und vielleicht "Paul Kubik" könnten recht gute Hinweise sein. Ich fahre nochmal zu ihm, würd ihm aber gern ein paar Infos zur Einheit, Namen, die er dann bestimmt doch wiederkennt und vielleicht sogar Fotos mitbringen. Gibt es Hilfe ?? Ich fänds toll.
    Stoffel

  • Hallo
    Ich kenne viele Namen von Soldaten die bei der Wiking waren.
    Aber einen Paul Kubik kenn ich nicht.


    Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Ich werd ihn wegen des Namens Kubik noch mal fragen, aber gibt es keine Hinweise auf eine Einheit, die am 19. Mai noch ein Gefecht in Jugoslawien hatte ? Wenn es ein Kommentar im Radio war, müsste es doch etwas Besonderes sein, finde ich ja eh, 11 Tage nach der Kapitulation. Oder gibt es nicht einen Tipp, welches Regiment oder Brigade der Division Wiking am Ende dort auf dem Balkan gekämpft hat ?
    Danke trotzdem für jegliches Interesse.
    Stoffel

  • Hi
    Also soweit ich weis kapitulierten die Reste der Division Wiking in Österreich.
    Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Das ist richtig. Nachdem sie sich aus Ungarn absetzen mußte.
    Ich verfolge den Thread schon von Anfang an und muß sagen das ich leicht irritiert bin.
    Geht es jetzt um Einheiten der 5. SS Panzerdivision Wiking oder um eine
    Sondereinheit mit dem Namen Wiking vbV?
    Die Division hat jedenfalls meines Ermessens nach nichts mit Partisanenbekämpfung in Jugoslawien oder Einsätzen im Divisionsverband
    dieses Landes zu tun.
    Waffen SS Einheiten waren da wohl Gebirgsjäger der Prinz Eugen und Soldaten des SS Falschirmjäger Batl. 500 im Einsatz.
    Sowohl bei Rösselsprung als auch beim Unternehmen Wildschütz.
    Einen Ritterkreuzträger im Rang eines Unterscharführeres müßte doch eigentlich leicht zu finden sein.
    Gruss Armin

    In Gedenken an meinen Vater. Karl Hermann Möhlmann, ehemals 12. SS Panzerdivision Hitlerjugend Pz.Pi.Btl.12
    6.4.1926 - 20.4.2008

  • Quote

    Original von Cherusker
    Einen Ritterkreuzträger im Rang eines Unterscharführeres müßte doch eigentlich leicht zu finden sein.
    Gruss Armin


    Hallo Amin,
    Hatte ich eigentlich auch gedacht, aber zumindest auf den beiden großen Ritterkreuz-Portalen finden sich keine Namen, die auch nur annähernd, dem nahe kommen,w eder mit K noch mit C.


    Einzig einen "Kubel" gibt es, der war aber vom Heer.


    Stoffel,


    hat Dein Veteran evtl. noch Briefe mit Feldpostnummern?


    Viele Grüße
    Steffen

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  • Ja stimmt. Ich habe auch schon mal nachgesehen.
    Unterscharführer ja, aber keiner der dem genannten namen auch nur entfernt nahekommt.
    Gruss Armin

    In Gedenken an meinen Vater. Karl Hermann Möhlmann, ehemals 12. SS Panzerdivision Hitlerjugend Pz.Pi.Btl.12
    6.4.1926 - 20.4.2008

  • Hallo zusammen,
    ich habe den Herrn heute nochmal kurz angerufen und er ist sich sicher, dass sein Zugführer das Ritterkreuz hatte. ich habe auch nichts gefunden über Kubik, Kubick, Cubik oder ähnlich, aber in den beiden mir bekannten RK-seiten sind auch noch längst nicht alle aufgeführt, bei einer seite nur 1658 von 7318 Trägern. Ich hoffe, er lässt sich ein, mal eine Suche bei der WaSt zu starten. Ich habs zwar noch nie gemacht, aber werd es mal versuchen. Trotzdem kann ich nicht glauben, dass es keine Angaben gibt über einen Verband, der noch 11 Tage nach dem Krieg ein Gefecht hatte in Jugoslawien oder Slowenien, jedenfalls wahrscheinlich in der Nähe von Österreich. Ich halte das für die grösste Chance, diese Einheit dann zu identifizieren. Ich frage da mal noch weiter. Danke abermals für jede Hilfe.
    Stoffel


    Ps. Falls es diverse Namen gibt von Regiments- oder Batallionsführern der Wiking Division gäbe, wäre das auch toll. Er kann sich zwar nicht daran erinnern, aber wenn er in liest, fällts ihm vielleicht wieder ein. Er sagte, ich denke über den Regimentsführer, er war aus Berlin und hatte einen "komischen" Namen. Soviele Regimenter gabs ja da wohl nicht.

  • Hi
    Weist du wie viele Namen es gibt?
    Ich fang mal mit den Nachnamen der Reg.Komandeure an.
    Sind ein paar.
    Reg.9
    Ehrat, Dorr, Müller, Bühler
    Reg.10
    Massel, Woith, Ehrat, Hack, Nedderhof
    Art.Reg.5
    Richter, Bünning
    Pz.Reg.5
    Mühlenkamp, Darges, Voigt


    Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

  • Es gab in der Waffen SS 23 Ritterkreuzträger im Range eines
    Unterscharführers.
    Und ich wüßte wirklich gern was die 5. SS Panzerdivision Wiking mit Jugoslawien im Jahre 1945 zu tun haben sollte.
    In dieser Zeit kämpften die Soldaten dieser Division einen verzweifelten, tapferen Kampf in Ungarn gegen die nach Westen strömenden sowjetischen Armeen.
    Gruss Armin

    In Gedenken an meinen Vater. Karl Hermann Möhlmann, ehemals 12. SS Panzerdivision Hitlerjugend Pz.Pi.Btl.12
    6.4.1926 - 20.4.2008

  • Hallo Stoffel,


    Schau Dich doch mal hier um: http://www.wiking-ruf.com


    Dort findest Du Namen, Rk-Träger und auch den Hinweis, daß sich noch am 16.8. letzte Wiking-Einheiten ergaben.


    Viele Grüße
    Steffen

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

  • Hallo Stoffel,


    frag den Herrn doch mal bitte ob er nicht bei einem Banden- Jagdkommando war. Seine Beschreibung von den Einsätzen paßt dazu.


    MfG, Lemmy



  • Stimmt Steffen. Am 16.5.45
    Aber das war in Radstadt und nicht in Slowenien oder im grenznahen Bereich in Österreich.
    Und es befinden sich zwei Riitterkreuzträger im Range ein Uschf. in der Liste der Ritterkreuzträger der Division.
    Und zwar in Einhaiten die eigentlich nichts mit Spezialeinsätzen zu tun haben.
    Daher bezweifel ich doch stark das der Sachverhalt des Threads was mit der "Division" Wiking direkt zu tun hat.
    Wie zu Anfang bereits in einem Beitrag ausgeführt.
    Eine Division Wiking "zbV" gab es nicht.
    Gruss Armin

    In Gedenken an meinen Vater. Karl Hermann Möhlmann, ehemals 12. SS Panzerdivision Hitlerjugend Pz.Pi.Btl.12
    6.4.1926 - 20.4.2008

    Edited 2 times, last by Cherusker ().

  • Nu pass mal auf Stoffelbauer!


    Ich weis nicht wo dieser Mann war. Auf jedenfall nicht bei der Wiking.
    Auch wenn er es behauptet. Es kann nicht sein.
    Auf dem Balkan war niemand von der Wiking. Jedenfalls nicht 1945.


    Eventuell von der Prinz Eugen oder Skanderbeg. Aber nicht Wiking.


    Jan

    Wer sich den Gesetzen nicht fügen will, muss die Gegend verlassen, wo sie gelten. (Johann Wolfgang Goethe)

    Edited once, last by Endzeit-Jan ().

  • Hallo Stoffel,


    Die Banden-Jagdkommandos, hatten nichts mit der 5. SS.Pz.Div."Wiking" zu tun, über die Div. Wiking kommt du nicht weiter.
    Frage deinen Bekannten mal. ob ihn der Name "Einsatzguppe Iltis" etwas sagt.


    MfG, Lemmy

    Edited once, last by Lemmy ().

  • ... Nu pass mal auf Stoffelbauer!


    Lieber Jan,


    ich bin nur ein normaler User, der weitergibt, was er gehört hat. Ich hab ja schon selbst mitbekommen, dass da entscheidende Infos fehlen oder gar falsch sind. Ich bin nur daran interessiert, irgendwann herauszufinden wo er jetzt wirklich war. Jeder Hinweis, wo er nicht hat sein können hilft mir, bei ihm gezielter nachzuhaken oder, wie gesagt, ihn dazu zu bewegen, bei der WaSt Auskunft einzuholen. Wenn das einem Profi zu langweilig ist, kann ich das verstehen. "Nu pass mal auf" ist allerdings nicht meine Sprache. Ich bin hier nicht in der Lehranstalt. Ich frage bei allem sehr freundlich.
    Steig doch wieder ein, wenn ich klarere Informationen weitergeben darf, bei denen du gerne hilfst. Ich werde mich bemühen.


    Lemmy: Danke. Ich werd ihn fragen.


    Stoffel