Russische Besatzung

  • Guten Abend erstmal :)
    Ich bräuchte eure Hilfe.
    Und zwar sucht meine Stiefmutter einen Verwandten von ihr, genauer gesagt den Vater ihrer Cousine. Er war russischer Soldat und zu DDR-Zeiten in Weimar stationiert. Er hatte dann ein Verhältis mit der Tante meiner Stiefmutter und hat mit ihr ein Kind gezeugt (die oben genannte Cousine). Der Armee und der Stasi hat das aber nicht so ganz gefallen, deshalb haben sie ihn "verschwinden" lassen. Keiner weiß was mit ihm passiert ist. Vielleicht haben sie ihn zurück nach Russland geschickt, vielleicht irgendwo anders hin oder vielleicht haben sie ihn auch umgebracht.
    Könnt ihr mir vielleicht ein paar Tipps geben, wo ich nach ihm suchen könnte? Bzw. mein Stiefmutter.? Gibts es im Internet irgendwelche Verzeichnisse, die ich übersehen haben könnte, gern auch russische? Oder habt ihr eine Vermutung was mit ihm passiert sein könnte?
    Freue mich über jede Antwort, danke schonmal. :)

  • Hallo Sissi,
    ich befürchte du hast das "falsche" Forum erwischt, "DDR" und Stasi sind nicht gerade unser Themenschwerpunkt.

    Grüße Thomas

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Quote

    Original von Sissi
    Der Armee und der Stasi hat das aber nicht so ganz gefallen, deshalb haben sie ihn "verschwinden" lassen.

    Die Stasi kannst du glaube ich in dem Fall weglassen, um ihre Angehörigen hat sich die CA immer selbst gekümmert.

    vg
    mra

    -die Feder ist uns von Haus aus ein fremdes Handwerkszeug. Aber nun hat unser Leid einen schreiben heißen –

  • Wobei die Cousine evt. Unterlagen bei der Stasi haben könnte, dann evt. hier,
    http://www.bstu.bund.de/nn_715068/DE/H….html__nnn=true
    aber, wie erwähnt um die Russen haben sie sich die Russen immer selbst gekümmert. Die hatten dann nichts zu lachen, wenn sie "wie Vieh behandelt" wurden. (ddr Redensart zum Thema Russen suchen Russen)

    Lies Dir doch auch mal diesen Thread durch:
    https://www.forum-der-wehrmacht.de/thread.php?threadid=16014

    Dort sind zwei Links: Sächs. Gedenklstätten und MGFA

    vg
    mra

    -die Feder ist uns von Haus aus ein fremdes Handwerkszeug. Aber nun hat unser Leid einen schreiben heißen –

  • Hallo Sissi

    In meinem Wohnort war damals eine russische Garnison.
    Mann hatte manchmal Kontakt.Wie ich weiss wurden sie beim
    kleinsten vergehen nach Russland gebracht(versetzt?).

    mra hat Recht das haben die Russen untereinander ausgemacht.

    Wenn Du den Namen weist würde ich es bei der russischen Botschaft
    versuchen.

    Gruss Erich

    Freiheit ist das Recht anderen zu sagen was sie nicht hören wollen.
    George Orwell

    Edited 2 times, last by erich (August 6, 2010 at 10:12 PM).

  • Hallo Sissi,

    also erst einmal, die Stasi hat mit diesem Fall wahrscheinlich nichts zu tun. Sowjetische Soldaten, die in Deutschland ein Verhältnis hatten wurden meist zurück in die Heimat versetzt und dort auf "attraktive" Stützpunkte geschickt.
    Ich denke aber mal, der Betreffende war definitiv kein Soldat, sondern Offizier, da Soldaten und Unteroffiziere keine Möglichkeiten hatten mit "Einheimischen" zu fraternisieren, außer zu Gruppenausgängen kamen sie nicht aus den Kasernen.
    Wenn Dir der Name des Betreffenden und die EInheit bei der er diente bekannt sind, stell doch eine Anfrage an:
    Russisches Staatliches Militärarchiv (RGWA) in Moskau
    E-Mail: [EMAIL=Email: РГВА]RWGA[/EMAIL]


    Bestand: In diesem Archiv werden die Dokumente der jüngeren russischen Militärgeschichte aufbewahrt. Militärische Institutionen (1917-2001): 32 715 Fonds mit 3 491 494 Archiveinheiten; Personenakten (1877-2001): 88 Fonds mit 8 816 Archiveinheiten. Für Genealogen sind diese Archivalien nur dann empfehlenswert, wenn sie einen eindeutigen Nachweis über die russische Militärzugehörigkeit mit der konkreten Militäreinheit (Name, Zeitangabe und Standort) ihrer Vorfahren vorlegen können. Belege von Militärangehörigen mit einfachen Mannschaftsdienstgraden sind hier nicht zu finden! Hinweis: Anfragen an das Archiv können per Email in Deutsch geschrieben werden. Die Antwort erfolgt in Russisch (z.B. als PDF-Dateianhang).

    Ansonsten gibt es auf einigen russische Fernsehsendern Sendungen vom Format "Bitte melde Dich", dort haben einige Betroffene schon Glück gehabt.

    Viel Erfolg

    Josef A.