Nahkampfausbildung bei den Truppen des 3.Reichs ?

  • Guten Tag "z.b.V",


    ich habe gerade vier Posts zusammengefügt,

    dein Feuerwerk an Posts innerhalb kürzester Zeit, was soll das?

    Man darf durchaus mehreren Mitgliedern innerhalb eines Posts antworten, und wenn, durchaus mit zeitlicher Verzögerung,

    sofern ein weiterer Geistesblitz in die Hauptstadt einschlägt, eine Ergänzung nötig ist, dazu gibt es die Möglichkeit des Editierens.


    Weiters gibt es hier Regeln im Forum, nicht gelesen?

    Nicht nötig, oder?

    Wahrscheinlich sofort in die Tasten gekloppt und ab dafür.


    Anrede und Gruß, in jedem Post, aller klar?


    Grüße Thomas


    P.S.: wenn ihr wüsstet, was mich jedesmal so ein Seich an Zeit kostet.

    Zeit, die mir fehlt um mich um mein Themengebiet zu kümmern...es nervt ohne Ende.

    Alle sagten immer das geht nicht, dann kam jemand, der das nicht wusste, und hat es einfach gemacht!

  • Hallo,


    aus den Tiefen meines Archivs:


    Nahkampf-Lehrbuch herausgegeben vom AOK Norwegen.


    Grüße

    Thilo

    Files

    • Abwehr.pdf

      (2.25 MB, downloaded 234 times, last: )

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo , ich weiß das in der NVA zb.Gjogsul ausgebildet wurde . Ich kann mich noch gut dran erinnern das wir 2 lehrgänge im Jahr hatten an denen wir als Offiz. teilnehmen mußten ( die waren immer beim MAD)- das gin über mehrere Wochen- danach gehörte es zur normalen Ausbildung unserer Einheit und wurde regelmäßig trainiert.

    Lutz

    Suche alles zur Festungs-Brigade 963,vor allem aber zum V.Festungs-Infanterie-Bataillon 999

  • ... Die deutsche Sprache ist sehr präzise. In dem Wort Kampfkunst kommt der Kampf vor der Kunst. Im Ju-Do (Sanfter Weg) wird der erzieherische Wert betiont, im Jiu-Jitsu (Sanfte Technik) die Selbstveteidigung - und im Boxen gibt's einfach was auf die Fresse ...


    Hallo,


    Deiner abwertenden Aussage "im Boxen gibt´s einfach was auf die Fresse" möchte ich hier mal ganz entschieden widersprechen! Neben der präzisen deutschen Sprache sind auch die Regularien im deutschen und internationalen Boxsport sehr präzise - und für Unwissende u.a. beim DBV nachzulesen: http://www.box-sport-verband.d…assung-vom-21-06-2014.pdf


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo,


    nebenbei:

    Es fällt mir immer wieder auf, dass meines Erachtens die Bedeutung von Spezialkräften/ Kommandos etc. im Krieg oft überbewertet wird. Kriege wurden und werden auch in Zukunft weder durch Kommandounternehmen entschieden noch durch solcherlei Aktionen wesentlich beeinflusst werden.

    Einzelerfolge der Kdos, auch spaktakuläre, möchte ich nicht herunterspielen, aber es waren eben Einzelerfolge.

    Wenn wir auf alliierter Seite immer wieder von Kdo- Einsätzen lesen, sollten wir vielleicht auch mal erfolgreiche Stoßtruppunternehmen der Wehrmacht gegenüber stellen bzw. auswerten, denn diese waren auch hin und wieder Kdo-Unternehmen gleichzusetzen. (Einbringung von Gefangenen usw.)


    Gruß Karl

  • Hallo Thilo,


    ein sehr interessantes Nahkampf-Lehrbuch. Gibt es auch Informationen, wie diese Inhalte geschult worden sind?

    Interessant finde ich auch den Satz, dass „diese Gangstermethoden dem deutschen Soldaten wenig liegen.“ Dies spricht ja eher dafür, dass es in der Ausbildung kaum eine Rolle gespielt hat, solche Inhalte zu vermitteln?


    Grüße

    Alex

  • Hallo Alex,


    wie geübt werden sollte, ist auf Seite 4 erklärt. Das sich ein AOK selbst die Arbeit machte ein 52-seitiges Buch heraus zu geben, spricht m.E. dafür, daß es sonst kein geeignetes Lehrmaterial gab.


    Grüße

    Thilo

    Suche alles zur Lehrtruppe Fallingbostel und zum Einsatz des NSKK in der Ukraine 1941

  • Hallo Thilo,


    jetzt wäre nur noch interessant, wer die Grundlagen für das Buch vermittelt hat. Die Abwehrbewegungen und Griffe nach Anleitung zu üben ist das eine, aber dies alles vorzugeben und entsprechend als Grundlage aufzubereiten, erfordert, meiner Meinung nach, schon eine gewisses Können. Es muss also Soldaten gegeben haben, die dieses Wissen hatten. Vielleicht wurde dieses Wissen auch in einem Sportverein erworben? Vielleicht wäre es auch mal interessant zu beleuchten, ob die verschiedenen Kampfkünste auch in Vereinen, abseits der militärischen Struktur, vermittelt worden sind.


    Grüße

    Alex

  • Guten Morgen zusammen,


    bin gerade auf diesen Link gestoßen:

    https://ojs.uni-bayreuth.de/in…/article/download/88/103/


    In dem Artikel wird auch Jiu-Jiutsu bzw. Judo als zu vermittelnde Kampfsportart diskutiert. Hier gab es anscheinend auch ideologische Vorbehalte diese Kampfsportart zu übernehmen. Ebenso weißt der Artikel nochmals aus, dass Boxen als sehr wichtig für die Erziehung angesehen worden ist.


    Grüße

    Alex

  • Hallo,


    leider weiß ich die Quelle nicht mehr, in der folgendes sinngemäß zur Vorkriegszeit der Reichswehr stand:


    Mit der (vermehrten D.U.) Einführung der Maschinenpistole/ Reihenfeuerpistole wird es die Grabenkämpfe wie im Kriege (gemeint: I.WK), nicht mehr geben. Ist der Schütze erst am oder im Graben hält sein Feuer den Gegner nieder oder vernichtet ihn.


    Also die Annahme Nahkämpfe bzw. Taktiken im herkömliche Sinne sind wegfallend.

    In der Tat war die Reichswehr und dann speziell die Wehrmacht stark auf technischen und taktischen Fortschritt ausgerichtet.

    Beispiel: Guderian: " Der Motor ist eine Waffe!" o.ä.


    Gruß Karl

  • Hallo Alex,

    jetzt wäre nur noch interessant, wer die Grundlagen für das Buch vermittelt hat. Die Abwehrbewegungen und Griffe nach Anleitung zu üben ist das eine, aber dies alles vorzugeben und entsprechend als Grundlage aufzubereiten, erfordert, meiner Meinung nach, schon eine gewisses Können. Es muss also Soldaten gegeben haben, die dieses Wissen hatten.

    diesbezüglich wird in dem Buch "Sport und Nationalsozialismus" von Frank Becker und Ralf Schäfer geschrieben,dass Judo als Nahkampf zur Selbstverteidigung bei der Wehrmacht als Dienstfach und Jiu-Jitsu bei der Infanterieschule Döberitz

    in den Lehrplan aufgenommen wurde.

    Demnach muss es ja auch entsprechend ausgebildetes Personal dafür gegeben haben.


    Mir ist lediglich ein Bericht der Zeitschrift "Unser Heer" von 1942 bekannt,wonach der damalige Judo Europameister Helmut Lehmann ,welcher als Judo Lehrer im Reichs-Sicherheitshauptamt tätig gewesen sein soll,

    Judo Grundlagen vor einer Infanteriekompanie demonstriert hat.



    Gruss Chris

  • Hallo Chris,


    vielen Dank für die Buchempfehlung "Sport und Nationalsozialismus", ein wirklich sehr interessantes Buch zum Thema. Es wird nicht nur die Konkurrenz zwischen Judo und Jiu-Jiutsu beschrieben, sondern auch gut erklärt, dass viele Vorbehalte (auch ideologische) dazu geführt haben, dass sich aus diesen beiden Kampfsportarten kein "deutscher" Ableger entwickeln konnte. Um zur Eingangsfrage zurückzukommen, wieso in Deutschland keine eigene Kampfkunst entstanden ist (insbesondere in einer militarisierten Gesellschaft), denke ich nach durchsehen der Literatur, dass auf das Boxen so viel Wert gelegt worden ist, dass es einfach keine Kampfsportart geschafft hat aus diesem Schatten herauszutreten. Dies war anscheinend nicht nur so gewollt, sondern hat auch etwas mit dem internen Zwist zwischen den Lehrern des Judo und Jiu-Jiutsu zu tun gehabt (ebenfalls im Buch "Sport und Nationalsozialismus" beschrieben). Leider kenne ich mich im Boxen nicht so gut aus, ich habe nur gelesen, dass sich eine deutsche Schule des Boxsports herausgebildet hat. Inwiefern dies als eigenständige Kampfsportart gelten kann, kann ich leider nicht beurteilen. Etwas weiter weggehend vom Thema Drittes Reich würde mich dennoch interessieren, wieso sich generell keine eigene Kampsportart in Deutschland entwickelt hat. Letztendlich ist z.B. das Brazilian Jiu-Jiutsu auch aus dem Judo entstanden. So eine Entwicklung hätte ja auch in Deutschland stattfinden können?


    z.b.V.: Ich hoffe deine Recherchen kommen gut voran, ich würde mich freuen, wenn du deine Ergebnisse hier zur Verfügung stellen kannst.


    Vielen Dank.


    Grüße

    Alex

  • Inhalt gelöscht...


    (Fehlende Grußformeln sollten einem Mitglied mit mehr als zwei Beiträgen einfach nicht mehr passieren.)

  • Hallo tomx 992,


    leider keine Anrede und kein Gruß,


    die Judoausbildung war Fuchsberger bei den Sprungübungen und späteren Sprüngen bei der Landung sicher eine große Hilfe. ( Bin selbst gesprungen).

    Für den Nahkampf sicher von Vorteil, das meinte er aber wohl nicht, wie ich denke.


    Gruß Karl

  • Hallo Vagelis,


    der Herbert und der Raúl und ich schreiben gerade an der Divisionsgeschichte der "Blauen Division", wir haben die Rollen dafür und die Spanier haben sehr detailliert über deren Ausbildung in Grafenwöhr, ich werde besonderes Augenmerk auf Nahkampf legen. Die Spanier waren nicht alle Soldaten, außerdem mußte sie an die Abläufe in der Wehrmacht gewöhnt werde. Das soll heißen, daß die Ausbildung nicht anders war, als in der übrigen Wehrmacht.


    Gruß Wolfgang

  • Hallo,

    Hallo Wolfgang, alles gut!


    Jetzt habe ich nochmals diesen Thread überflogen und ich glaube, es wurde vergessen zu erwähnen, dass die Nahkampfausbildung der Wehrmacht auch schießen aus der Hüfte umfasste.


    Gruß Karl

  • ... waaas, Wild-West wehrmachtstyle? Mit welchen Waffen wurde das geübt? ...


    Hallo,


    mit "Wild-West" hat das nix zu tun, das "Schießen aus der Hüfte" nennt man Deutschuß, das wurde zu meiner aktiven Zeit auch noch in der Bundeswehr mit der STAN-Waffe G3 ausgebildet. Es handelt sich um eine Abwehrmaßnahme z.B. in Überfall- oder Notsituationen.


    Gruß, J.H.

    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Moin Zusammen,

    zu meiner BW Zeit (86-89) wurde auch der Deutschuß ausgebildet. Mit G3 oder Uzi wurde das z.B. bei einem Angriff durchgeführt.

    ( Bei jedem 2. Schritt einen Schuß).

    Beim eindringen des Gegners in die eigenen Stellungen wurde der Deutschuß auch angewand, bei Abwehr aus nächster Nähe kurze Feuerstöße.


    Gruß

    Carsten

    Ich suche alles über das Panzerregiment 10