Kriegsgefangenenpost

  • Hallo,


    Gerne. Interessiert mich ja auch.


    Nun fehlt eigentlich nur noch das A


    A =
    W = Working = Arbeits-
    C = Coy = Company = Kompanie


    Viele Grüße
    Steffen

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

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  • Hey Steffen u.a.,


    wir haben doch schon etwas mehr, oder nicht?
    Sehen wir uns den Umschlag nochmals an:


    149626 = Kriegsgefangennummer (sehr wahrscheinlich)


    1282 = Arbeitskompanienummer (wahrscheinlich)


    A. = Allied (verbündete - alliierte) oder African (afrikanisch)
    W. = War (Krieg) oder Working (Arbeits)
    C. = Coy = Company = Kompanie


    Detach(e)ment = Ablösung (wörtlich übersetzt) eher aber: Teil von ...


    MELF = Middle East Land Forces


    Logisch würde sich dann folgendes anhören:


    1282. Alliierte Arbeitskompanie der Landstreitkräfte im Nahen Osten


    Oder???


    Und Steffen, von deinem Bild steht auf dem Schild:


    3106 Independet German Prisoner of War Working Company


    =


    Unabhängige Arbeitskompanie Nr. 3106 deutscher Kriegsgefangener


    Was mein ihr?


    Gruß Stefan


    nachträglich muss ich noch korrigieren:


    Das A von AWC steht für Artisan = Handwerker und nicht für African oder Allied, siehe hier unter dem Punkt Abeit

    Suche alles über die Marineartillerieabteilung 244 und die 329. Infanterie-Division

    Edited 2 times, last by Postschaffner ().

  • Hallo Stefan,


    Super.


    Dann hast Du das zumindest schon mal geklärt.


    Viele Grüße
    Steffen

    "Man besucht ja nur sich selber, wenn man zu den Toten geht" (Kurt Tucholsky)

  • Guten Abend


    Wie funktionierte das eigentlich mit der Kgf Post von Deutschland nach Russland?
    Die unten abgebildete Karte schrieb eine Familie aus Berlin (Rahnsdorf) an den Sohn. Adressierte ist die Karte an das Rote Kreuz, Moskau, Postfach 259 f II


    *War das RK eine Sammelstelle für Kgf-Post aus Deutschland? Transportierte das RK die Post nach Russland ?


    *Bei der Postkarte handelt es sich um einen russischen Vordruck. Wie kamen diese Vordrucke zum Karten/Briefschreiber?


    *Woher wusste das RK, in welchen Lager der Empfänger zu erreichen war?


    *Kannten die Familien nicht die Anschriften der Kriegsgefangenen?


    Wäre toll, wenn mir jemand das damalige Prozedere erklären könnte.


    Grüße, Jane

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    • Kgf-Post.jpg

      (117.71 kB, downloaded 104 times, last: )

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  • Hallo Jane,


    ist in der Genfer Konventionen festgelegt, hier die Fassung von 1949. Artikel 70 und Anhang IV B ff (Seite 67 der pdf).


    Gruß


    Reinhard

  • Hallo Reinhard,


    besten Dank für den Link! :]
    Es werden hier die Interessen der Kg geregelt, nicht die der Familie.


    Die von mir gepostete Karte wurde ja nach Russland geschickt. So bleiben noch ein paar Fragen offen.


    Gruß, Jane


  • Wie funktionierte das eigentlich mit der Kgf Post von Deutschland nach Russland?


    Hallo,


    hier noch mal ein kleines Fundstück über die Grundlagen zum Postverkehr mit deutschen Soldaten, die im Ausland in Kriegsgefangenschaft gerieten.
    Quelle: Das Kleine Volksblatt Nr. 320 vom 19.November 1939, Seite 6


    Gruß, J.H.

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    Nett kann ich auch - bringt nur nix!

  • Hallo Leute,


    zum Threadthema passend und vielleicht auch interessant. Per Weisung hatten ab 01.12.42 sämtliche Russische Kriegsgefangene, die in den besetzten Gebieten heimisch waren, das Recht, einmalig ihre Angehörigen mit Antwortkarte zu informieren. In wie weit die folgenden Verwerfungen an Front- und Befehlslage die Umsetzung dieser Weisung beeinflusst haben ist mir unbekannt.


    Gruß