Reserve-Polizei-Bataillon 74 bzw, II./SS-Polizei-Regiment 17

  • Hallo,
    ich recherchiere gerade zu den in München aufgestellten Bataillonen der Ordnungspolizel. Dabei habe ich aber in den einschlägigen Büchern wie denen von Curilla, Klemp, Browning nichts über das Res.Pol.Btl. 74 gefunden. Michaelis sagt, dass es von 1941-1944 in Russland war, aber wo und was haben die dort gemacht ?
    Kann mir jemand helfen?

    Suche ALLES zu Polizei-Bataillonen aus dem Wehrkreis VII und dem Einsatz in Slowenien sowie zur PV. Litzmannstadt
    "Wer die Freiheit aufgibt um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren." (Benjamin Franklin)

  • Hallo Lockenheld


    Das Pol.Btl.74 wurde aber in Augsburg aufgestellt, nicht in München. Polizeieinheiten mit Heimatstandort München waren die Bataillone 71, 72, 73, 253 und 302.


    Grüsse Daniel

    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited once, last by Policeman ().

  • Hallo Locke =)

    Quote

    Original von Lockenheld
    ....ich recherchiere gerade zu den in München aufgestellten Bataillonen der Ordnungspolizel. ...


    ich hoffe, Du lässt uns dann an Deinen Recherchen teilhaben … ;)
    Welche Quellen nutzt Du denn außer den bereits von Dir Genannten?


    Angaben zu den Polizeibataillone aus dem IdO-Bereich München sind immer gerne gesehen!! :]


    Hinsichtlich des Res.Pol.Btl. 74 ist ein Fronteinsatz seit Frühjahr 1942 wahrscheinlich – eingesetzt bei der 18.ID (mot), X.AK im Raum Staraja Russa …


    gibt es eigentlich eine Chronik dieser Division und werden dort das Pol.Rgt „Nord“ und später Pol.Rgt. 17 erwähnt? ?(
    Ich habe diese nämlich nicht vorliegen …  :(


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Leute


    Quote

    Original von RolandP


    Angaben zu den Polizeibataillonen aus dem IdO-Bereich München sind immer gerne gesehen!! :]


    Zur kurzen Geschichte des Polizeibataillon 73:


    Feldpostnr.: ??? vielleicht können dazu die Experten helfen ;)
    Heimatstandort: München, Polizeikaserne Dietlindenstr. 32
    Aufstellung: Herbst 1939
    Einsatzorte im Generalgouvernement bis 1940: Lublin, Zamosc, Tomaszów-Lubelski, Kroczyn, Leczna
    Hauptaufgaben: u.a. Partisanensuche, Durchführung v. Standgerichten, Bewachung d. Gefängnisses in Tomaszow-Lubelski


    1940 soll das Bataillon bereits wieder aufgelöst worden sein. ?(


    Quelle: Fotoalbum d. 3.Komp./Pol.Btl.73


    Beschriftung der Fotos:
    Foto 1: "Abzug aus Lublin, durch die Krakauerstrasse"
    Foto 2-3: Quartier d. 3. Kompanie in Tomaszów-Lubelski
    Foto 4-5: "Gefängniss in Tomaszów"-Lubelski


    Zum Foto 4-5: Polnische männliche Zivlisten misshandeln im Gefängniss von Tomaszów-Lubelski ihre jüdischen Mitgefangenen (weisse Armbinde). Wie auf Bild 5 zu sehen ist, scheint es ihnen Spass zu machen. Sie packen die beiden Juden am Schopf und lassen sich dabei fotografieren. Ob sie von Angehörigen des Polizeibataillon 73 dazu aufgefordert wurden ist unklar, womöglich aber schon. Denn das Fotoalbum lässt in seinen Beschriftungen eine klare antisemitische Note erkennen.


    Nachtrag:
    "Noch im September 1940 war ein PzKw.-Zug beim Pol.Btl. 73 in Lublin."
    (Quelle: Werner Regenberg "Panzerfahrzeuge und Panzereinheiten der Ordnungspolizei 1936-1945" Podzun-Pallas-Verlag 1999, S.34)


    Grüsse Daniel

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    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

    Edited 5 times, last by Policeman ().

  • Hallo Daniel,


    viel fällt mir zu diesem Bataillon auch nicht ein, wie Du weißt! ;)


    Eine Feldpostnummer schließe ich mal aus, weil die Einheit im GG lag, also wohl offene Anschrift.


    Laut Klemp soll das Bataillon von Februar bis November 1940 in Zamosc, Pol.Rgt. Lublin, gelegen haben. (s.a. Klemp, Nicht ermittelt, S. 427)
    Stephen Campbell nennt das Btl in seinem Buch „Police batailions“ gar nicht …


    Hier http://thegermanpolice.com/feldposts.htm
    findet sich ein Brief eines Polizeimeisters Karl Marx (oder Kurz) der 1.Kompanie Polizei-Bataillon 73, Polizei-Regiment Lublin, Postabholstelle Zamosc über Breslau, Kalisch, Lodsch, Warschau, Lublin, abgestempelt in München am 13.Mai 1940


    Im September/Oktober 1940 kamen die „Wachtmeister“-Bataillone (300er-Btl.) in das GG, vermutlich wurde das Btl. 73 durch das Pol.Btl. 313 abgelöst … ?(


    Warum dann aufgelöst, ist mir leider nicht bekannt


    Wie gesagt, ist leider nicht viel …  :(


    Herzliche Grüße Roland

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  • Quote

    Original von Policeman
    Hallo Lockenheld


    Das Pol.Btl.74 wurde aber in Augsburg aufgestellt, nicht in München. Polizeieinheiten mit Heimatstandort München waren die Bataillone 71, 72, 73, 253 und 302.


    Grüsse Daniel


    Laut einer Chronik der Muenchner Polizei aber einige Muenchner Tote in den Jahren 1942 - 1944, so dass Muenchner wohl zumindest in groeßeren Zahlen dort gewesen sein muessten.

    Suche ALLES zu Polizei-Bataillonen aus dem Wehrkreis VII und dem Einsatz in Slowenien sowie zur PV. Litzmannstadt
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  • Hi Lockenheld,


    dass ist schon möglich, denn schließlich kommt das Bataillon ja aus dem Wehrkreis VII (München). Des weiteren wurde es ja nach dem Einsatz im Elsaß nach München verlegt. Ein Personalwechsel ist daher ebenfalls möglich, aber leider nur spekulativ.


    Grüsse Daniel

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  • Hallo Locke,

    Quote

    Original von Lockenheld
    ...Laut einer Chronik der Muenchner Polizei aber einige Muenchner Tote in den Jahren 1942 - 1944, .....


    was ist das für eine Chronik? Hat man in München mal über die dprt aufgestellten Einheiten was erarbeitet ?(


    Kann man die irgendwo bekommen??? Es ist leider nicht leicht, "regionale" Ausarbeitungen zum Thema Orpo zu finden ...  :(


    Und wo ich gerade frage :D


    Hier
    http://forum-der-wehrmacht.de/thread.php?threadid=9617
    hatte ich nach Angaben gefragt, die ich in einem Artikel im „Freiwilligen“, April 2006, fand

    Quote

    …. Beim Kameradenkreis der Gebirgstruppe e.V. ist die von Gen. Franz gegründete „Kameradschaft des ehem. Pol.Geb.Jg.Rgt. 18, der Pol.Geb.Art.Abt., der Pol.Bergführer und Skilehrer” seit Anfang Mitglied gewesen, Gen. Franz gehörte sogar 1952 zu dessen Gründungsteilnehmern. Wiederholt sind Berichte von der Kameradschaft der 18er in der Zeitschrift „Die Gebirgstruppe” erschienen. Unterlagen über die Regimentsgeschichte sind im Archiv der „Polizeigeschichtlichen Sammlung” und der Zeitschrift „Bayerns Polizei” im Staatsministerium des Inneren deponiert….


    Weißt Du da zu diesem Archiv oder der Sammlung was Näheres? ;)


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Leute


    Quartier der 3. Kompanie Pol.Btl. 74 in Straßburg 1940.


    Grüsse Daniel

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    "Weil die Menschen schwach sind. Weil Neid und Feigheit ihr Fluch sind. Weil sie von der Wahrheit träumen, um dann doch wieder zu lügen. So leben sie im ewigen Zwiespalt. Warum müssen die Menschen immer wieder zweifeln?" Judas Ischariot auf die Frage, warum Jesus von Nazareth von ihm verraten wurde.

  • ... Foto 4-5: "Gefängniss in Tomaszów"-Lubelski ...


    Was trägt der Posten vor dem Gefängnis für eine Langwaffe, sieht vom Lauf her fast wie eine alte russische MPi aus, würde ich aber zu der Zeit definitiv ausschließen.
    In anderen Themen wird zwar erläutert, dass gerade die Pol.Batt. oft mit Beutewaffen ausgestattet wurden - aber "russ. Beute" kann es ja 1940 noch nicht gegeben haben.

  • Hallo K800W?


    Müsste eine Bergmann MP-18 sein. Wurde sehr häufig bei der Orpo verwendet.


    http://www.der-weltkrieg-war-vor-deiner-tuer.de.tl/MP-18.htm


    Nachtrag: Das Nachfoger-Modell MP-28 kommt natürlich auch noch in Frage. :)


    Grüsse Daniel

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    Edited once, last by Policeman ().

  • Hallo zusammen,

    Quote

    Original von RolandP
    ..... Hinsichtlich des Res.Pol.Btl. 74 ist ein Fronteinsatz seit Frühjahr 1942 wahrscheinlich – eingesetzt bei der 18.ID (mot), X.AK im Raum Staraja Russa …


    gibt es eigentlich eine Chronik dieser Division und werden dort das Pol.Rgt „Nord“ und später Pol.Rgt. 17 erwähnt? ?(
    Ich habe diese nämlich nicht vorliegen …


    hier
    http://www.lexikon-der-wehrmac…adierdivisionen/18PGD.htm
    wird als Literatur genannt


    Unsere Division in Sieg und Untergang. Erlebnisberichte von Angehörigen der 18. ID (mot.) und Pz.Gren.Div. - Reinhard Frank, Selbstverlag, Gilching 1988, 229 Seiten
    Die 18. Infanterie- und Panzergrenadier-Division 1934 - 1945 (Bildband) - Joachim Engelmann, Podzun-Pallas-Verlag, Friedberg 1984
    Die Geschichte des Infanterie-Regiment 51 und in Teilen die der 18. Inf.Div. - Walter Herrmann, Rgts. Kameradschaft IR 51, Kassel 2. Aufl. 1967, 292 Seiten (1. Auflage München 1964)
    Lohn der Tapferkeit. Aus der Geschichte des Artillerie-Regiment 18 der 18. Infanterie-Division/Panzergrenadier-Division Liegnitz - Joachim Engelmann, Selbstverlag, Oldenburg/Oldenb. 1979, 64 Seiten
    Lohn der Tapferkeit. Aus der Geschichte des Artillerie-Regiment 18 der 18. Infanterie-Division/18. Panzergrenadier-Division Liegnitz Teil 1 - 3 - Joachim Engelmann, Oldenburg/Oldenburg o.J. (1979 - 1985), 395 Seiten und un-nummerierte Anlagen (Text- und Bildbeilagen)
    Lohn der Tapferkeit. Aus der Geschichte des Artillerie-Regiments 18 der 18. Infanterie-Division Liegnitz (4. Teil) - Joachim Engelmann, Selbstverlag, Oldenburg 1989, 290 Seiten
    Kriegstagebuch der 2./AR (mot.) 18 vom 7.6.1941 - Kriegsende - o.O., o.J., 177, X. Blatt (masch.vervielf.)
    Geschichte der Aufklärungs-Abteilung (tmot) 18 - 18. Infanterie-Division (tmot) - vom 24.8.1939 bis 1.10.1942 - G. W. Jeffke, Hrsg.: Kameradschaft 8. Reiter, Selbstverlag, Münster 1992, 317 Seiten, kartoniert


    Hat jemand diese Literatur (Teile?) und kann mal nach Angaben zu dem unterstellten Polizei-Regiment “Nord” – später SS-Pol.Rgt 17 schauen – Zeitraum Frühjahr 1942 – etwa ab Februar 1942??? ?(


    Über den Fronteinsatz des Pol.Rgt 17 liegen leider nur wenige Angaben vor, deshalb wäre jeder weitere Hinweis sehr interessant!! ;)


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo zusammen,

    Quote

    Original von RolandP
    .... Hat jemand diese Literatur (Teile?) und kann mal nach Angaben zu dem unterstellten Polizei-Regiment “Nord” – später SS-Pol.Rgt 17 schauen – Zeitraum Frühjahr 1942 – etwa ab Februar 1942??? ...


    diese Frage wäre immer noch aktuell ...  8) ;)


    Herzliche Grüße Roland

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Rolöand,


    in einem Dienstpass eines weiteren Mainzer Polizisten, welcher beim II./Pol. 17 als Kraftfahrer eingesetzt war, ergibt sich zum Fronteinsatz folgender Eintrag:


    1.7. - 23.8.42
    Einsatz in Transportkomp. 1/18 im Kessel v. Demjansk, Unterstellung 18. I.D.


    24.8.42 - 24.1.43
    Abwehrkämpfe um Staraja Russa u. Fahrten in den Kampfraum Demjansk im Verbande der 18., 30. und 225 Inf.Div.


    Kopie geht Dir wieder zu.


    Herzlichen Gruß
    Dieter

  • Quote

    Original von frankpol
    1.7. - 23.8.42
    Einsatz in Transportkomp. 1/18 im Kessel v. Demjansk, Unterstellung 18. I.D.
    Herzlichen Gruß
    Dieter



    Hallo Dieter, war denn die 18.ID(mot) überhaupt im Kessel?


    siehe hier:
    Stand 28.5.42 - Pol.Btl.321 - 18 Mann (Verlust bisher: 31)
    http://forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=3371&start=30


    Uwe

  • Hallo zusammen,


    der von Dieter erwaehnte Mann ist immer mit Vorsicht zu geniesen befuerchte ich.


    Er war ja Kraftfahrer.


    Die K-Staffeln sind ein eigenes Problemfeld, da diese offensichtlich oeefter die Unterstellung wechselten, also nicht repraesentativ sind fuer eine Einheit .......



    Gruß




    Marcus

    Suche ALLES zu Polizei-Bataillonen aus dem Wehrkreis VII und dem Einsatz in Slowenien sowie zur PV. Litzmannstadt
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  • Hallo zusammen,


    ich denke, der von Dieter erwähnte Kraftfahrer wurde zur Versorgung des wieder geöffneten Kessels eingesetzt, wohl im Rahmen von kurzfristig zusammengestellten Lkw-Staffeln oder Transport-Kompanien oder im Verband von diesen. Um Verwundete heraus- und Versorgungsgüter hineinzubekommen, musste wohl jedes geeignete Fahrzeug eingesetzt werden. ;)


    Das zu diesem Zeitpunkt (1.7.1942) noch als „Pol.Rgt Nord“ bezeichnete Regiment unterstand da noch der 18.ID (mot) …



    Hallo Marcus,
    wir wissen ja, dass das II./Pol 17 in diesem Einsatzraum war, vielleicht erfahren wir ja über den Dienstpass, seit wann das Pol.Btl. 74 (II./ Pol 17) dort eingesetzt wurde … anscheinend ja ab 1.7.1942 …  8)


    Herzliche Grüße Euer Rolandus

    Das Leben ist wie eine Pralinenschachtel - man weiss nie, was man bekommt. Forrest Gump

  • Hallo Roland,


    ich sagte ja "mit Vorsicht zu genießen"


    Nichts ist unmoeglich . . . . .



    Gruß



    Marcus

    Suche ALLES zu Polizei-Bataillonen aus dem Wehrkreis VII und dem Einsatz in Slowenien sowie zur PV. Litzmannstadt
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  • Hallo zusammen,


    Uwe,
    herzlichen Dank für den Link zum Panzer-Archiv und den dort eingestellten Dokumenten. Sie spiegeln aber die Situation von Mai 42 wieder, während die von mir wiedergegebenen Passagen aus dem Dienstpass erst ab 1.7.42 beginnen.


    Roland,
    Deine Meinung überzeugt mich, denn der Eintrag ab 24.8.42 lautet ja "Fahrten in den Kampfraum", es ist also nicht mehr die Rede vom Kessel.


    Marcus, was meinst Du eigentlich mit "der Mann ist immer mit Vorsicht zu genießen" und "er war ja Kraftfahrer" bzw. "nichts ist unmöglich"??


    Die Eintragungen im Dienstpass hat ja nicht jeder selbst nach Lust und Laune vorgenommen, so dass erstmals von der Richtigkeit der Angaben auszugehen ist.
    Zutreffend ist, dass die Kraftfahrstaffeln bzw. die Kraftfahrer immer wieder mal die Einheiten wechseln. Das hat aber vor allem damit zu tun, dass damals bei weitem nicht jeder einen Führerschein besaß. Das bedeutet, dass das Auffüllen der Einheiten nach Verlusten mit "einfachen" Polizisten/Soldaten leichter möglich war, während Kraftfahrer auch bei Bedarfzwischen Einheiten "verschoben" wurden.
    Außerdem ist es sicherlich ein Unterschied, ob ein Kraftfahrer im Tross eingesetzt war oder als Fahrer eines Mannschafts-Lkw, welcher eher auch bei Einsätzen in vorderer Linie dabei war.
    Zumindest gibt es keinen Anlass, über diese Fahrer so abfällig zu urteilen. Oder habe ich Dich evtl. völlig falsch verstanden?? Dann kläre mich bitte auf.


    Herzlichen Gruß
    Dieter